Complecta betreut K&W

Die St.Galler Kommunikationsagentur Complecta wurde von der K&W Software AG aus Wallisellen mit der Erstellung eines Konzepts beauftragt.

Die St.Galler Kommunikationsagentur Complecta wurde von der K&W Software AG aus Wallisellen mit der Erstellung eines Konzepts beauftragt.K&W hat sich auf die Entwicklung von IT-Lösungen für Banken und Versicherungen spezialisiert. Erste Massnahmen von Complecta – mehrstufige Direct Mailings – kommen für die Fachmesse Finance Forum 2003 am 4./5. November zum Einsatz. In Zukunft will K&W vor allem die Pflege der bestehenden Kontakte intensivieren. Dazu soll in einem nächsten Schritt das Informationsbedürfnis der Zielgruppen genauer eruiert werden. Die Medienarbeit wird von Complecta ebenfalls strategisch verankert.

Kleine sitzen in den Nischen der Grossen

Aussenwerbung Klassische Plakatierer bekommen Konkurrenz von Firmen, die mit Aussenwerbung sonst nichts am Hut haben: Sie dringen mit E-Plakaten in deren Domänen ein – zunächst in Flughäfen.

Aussenwerbung Klassische Plakatierer bekommen Konkurrenz von Firmen, die mit Aussenwerbung sonst nichts am Hut haben: Sie dringen mit E-Plakaten in deren Domänen ein – zunächst in Flughäfen.Seit Mai dieses Jahres setzt der umgebaute Flughafen Bern-Belp auf zehn 42-Zoll-Screens statt auf Plakate. Über diese Bildschirme laufen Informationen zum Flugbetrieb, Wetterberichte sowie Werbespots. Die Screens gehören dem IT-Dienst-leister Bison Systems in Sursee LU und werden von deren Partnerfirma Publiscreen gemeinsam mit der IP Multimedia vermarktet.Ein Beispiel dafür, wie neue Firmen in Domänen der bisherigen Aussenwerber Geschäfte tätigen. Und es gibt noch mehr: Am Flughafen Kloten, eigentlich Hoheitsgebiet des Aussenwerbers Clear Channel Plakanda (CCP), betreibt Bison Systems in einer VIP-Lounge des neuen Docks E sechs Screens, über die neben Unterhaltung auch Werbung läuft.
Selbst Kinovermarkterin Cinecom verkauft seit September Screens, und zwar an 50 unabhängige Westschweizer Kioske. Demnächst stattet sie zudem schweizweit rund 140 Tankstellen- und Prontoshops von Coop mit Screens aus und vermarktet sie. An 75 Tamoil-Tankstellen ist auch IP Multimedia präsent. Das Pikante daran: CCP hält für Plakatwerbung an Tamoil- und Coop-Tankstellen Exklusivrechte, ebenso für Kleinplakate an unabhängigen Kiosken. Nun gelingt dort aber anderen Firmen der Einstieg – ausgerechnet über das elektronische Plakat.
Auch Citylights, ein kleiner Aussenwerber, wagt sich unter die Screen-Anbieter und vermarktet mittlerweile drei Bildschirme an stark frequentierten Zürcher Standorten. Bis Ende Jahr sollen zwölf weitere folgen. Und selbst vor Stadionwerbung macht die Lust auf Screens nicht halt. Die Cinecom vermarktet seit drei Wochen zwei 12-Quadratmeter-Screens sowie acht 42-Zoll-Plasmabildschirme im Eishockeystadion des EV Zug. Mit weiteren Stadien ist sie derzeit in Verhandlung. Diese Liste ist nicht vollständig und gibt keineswegs alle Screen-Aktivitäten der neuen Anbieter wieder. Doch die Frage stellt sich: Haben die grossen Plakatierer den rechtzeitigen Einstieg bei den «kleinen» Screens (21 bis 50 Zoll) verpasst?
Nur zielgenauer Content bringts
Doch bei CCP, das derzeit davon am meisten tangiert scheint, gibt sich CEO Beat Roeschlin gelassen. «Ich bewundere den Mut all jener, die früh auf dieses Medium aufspringen, aber ich glaube, wir tun einander nicht weh.» Er bezweifelt zudem, dass sich die Screens bezahlt machen, wenn sie lediglich wie eine Art Wechselträger eingesetzt werden. Werbung auf Screens, egal welcher Grösse, funktioniere nur in Kombination mit aktuellen Informationen, ähnlich wie dies Publiscreen in Bern-Belp probiere, sagt er. «Denn neben dem emotionalen braucht es noch ein rationales Element, damit der Konsument überhaupt hinschaut.» Optimal zielgruppenspezifisches Content Management aber bedinge einen redaktionellen Aufwand, der momentan noch zu teuer sei. Doch wenn dies einmal für die Werbetreibenden wesentlich günstiger zu haben sei, dann «werden auch wir einzelne unserer Positionen zu digitalen Kommunikationsplattfor- men umfunktionieren», sagt Beat Roeschlin.
Markus Knöpfli

Sieh, der grosse Umsatz liegt so nah

Sonderwerbeformen Ab 3. November ist auf Canal Poste auch regionale und lokale Werbung möglich. Die Post hofft, dass lokale Kunden den Umsatz dieses Werbekanals um mehr als 50 Prozent steigern werden.

Sonderwerbeformen Ab 3. November ist auf Canal Poste auch regionale und lokale Werbung möglich. Die Post hofft, dass lokale Kunden den Umsatz dieses Werbekanals um mehr als 50 Prozent steigern werden.
Seit rund einem Monat stehen sie nicht mehr in den Poststellen, die silbergrauen Säulen mit den Röhrenbildschirmen, über die die Post Werbespots, Wetterinfos und TV-Programmhinweise für ihre wartenden Kunden ausstrahlte. Doch Canal Poste, wie die Post ihr Unterhaltungssystem nennt, hat nicht etwa ausgedient. Es wird modernisiert. Am 3. November startet es neu. Auf einen Schlag sollen wieder in über 200 grösseren Poststellen der Deutsch- und Westschweiz 320 21-Zoll-Flachbildschirme auf Stelen in Betrieb genommen werden. Nach und nach soll auch das bislang canal-freie Tessin erschlossen werden. «Da besteht sicher noch Potenzial», sagt Andreas Etter, verantwortlich für die Marktbearbeitung von Canal Poste.
Mit dem «Relaunch» sind einige Änderungen verbunden – zum einen technischer Art: Bisher wurde das «Programm» von Canal Poste wie ein TV-Programm ausgestrahlt und terrestrisch übertragen, entsprechend unflexibel war das System. Neu ist Canal Poste eingebunden in das IT-System der Post, wodurch jeder Screen einzeln ansteuerbar ist.
Das wiederum verändert das Werbeangebot: Neben einem gesamtschweizerischen und je einem sprachregionalen Netz für die Deutsch- und Westschweiz bietet Canal Poste neu auch neun regionale Netze sowie fünf Stadtnetze an. Die Erstbuchung läuft immer 14 Tage, danach sind auch einzelne Wochen möglich. Neu ist zudem lokale Werbung, also das Belegen einzelner Screens, möglich – für kleine Gewerbebetriebe, die nur in der engeren Umgebung werben wollen.
Gerade von diesem Kundensegment erwartet die Post aber den grossen Umsatz. Rund vier Millionen Franken soll Canal Poste nächstes Jahr insgesamt einfahren, fast dreimal so viel, wie 2002 erwirtschaftet wurden: 1,4 Millionen Franken. Mehr als 50 Prozent des Gesamtumsatzes erwartet Etter allein aus der lokalen Werbung. «Der Verkauf in diesem Bereich ist jedenfalls sehr gut angelaufen», bestätigt er.
Da vorerst gleich viele Screens aufgestellt werden wie bisher, bleibt die gesamtschweizerische Reichweite von Canal Poste gleich hoch. Auch die Preise für das nationale und die sprachregionalen Netze ändern sicher nicht bis Ende 2004, erklärt Etter (siehe Tabelle). Und egal, welches Netz gewählt wird, der Sekunden-TKP für 14 Tage beträgt immer und überall 50 Rappen. Die Spots können zudem mit Dispensern bei den Screens gegen Aufpreis kombiniert werden.
Keine Philosophen mehr
Bei Canal Poste sind im Übrigen auch inhaltliche Neuerungen angesagt: Der Spruch des Tages sowie die TV-Hinweise entfallen ersatzlos, vorerst beschränkt man sich auf Nachrichten, Wetterinformationen und Spots – alles tonlos, versteht sich. Ein Loop dauert je nach Anzahl Spots sieben bis neun Minuten. Das entspricht in etwa der durchschnittlichen Wartezeit in den Poststellen. Für die News arbeitet Canal Poste neu mit grossen regionalen Tageszeitungen zusammen, deren Redaktionen die internationalen, regionalen und lokalen Nachrichten frei zusammenstellen und dreimal täglich aktualisieren können. «Selbst für Nachrichten über die Post gibt es keine Einschränkungen», versichert Etter. Diese bestehen aber bei den Werbespots, denn posteigene Produkte sollen in den Poststellen nicht konkurrenziert werden. «Die Aktivitäten von Postfinance schränken natürlich ein», sagt Etter. Im Klartext: Ban-kenwerbung wird man auf Canal Poste kaum zu sehen bekommen.
Canal Poste wird bereits seit 1997 angeboten. Die Akquisition von Werbezeit war zunächst einem externen Unternehmen übertragen worden, seit 1999 betreibt die Post den Verkauf aber selbst. Ein Akquisitionsmandat besitzt auch die Agentur Factum in Zürich. Das bleibt so, mit einer Ausnahme: Für die offenbar lukrative lokale Werbung wurde eigens die Firma P-Mediateam in Saland gegründet. Sie ist zwar keine Post-Tochter und verfügt auch nicht über einen Exklusivvertrag, steht aber doch in enger Verbindung mit der Post.
Soll für lokale Gewerbetreibende attraktiv werden: Canal Poste.
Andreas Etter.
Werbespots auf Canal Poste Nationales Netz Poststellen Kundenfrequenz/2 Wochen Grundpreis*
Schweiz 204 2194500 1097.–Deutschschweiz 163 1609608 805.–
Westschweiz 41 580272 290.–Regionale Netze Genf 15 184668 92.–
Waadt 14 173636 87.–Jura 10 108592 54.–Bern 19 211190 105.–Mitelland 17 149578 75.–Basel 21 236776 119.–Zürich 65 821634 411.–Zentralschweiz 19 151196 76.–Ostschweiz 6 174482 87.–Stadtnetze Stadt Lausanne 11 138040 69.–Stadt Bern 16 137778 87.–Stadt Basel 10 151548 76.–Stadt Zürich 31 336842 169.–Stadt Luzern 6 70706 36.–Swiss Cities** 89 1055584 528.–
*Der Preis entspricht einer Sekunde Ausstrahlung über einen Zeitraum von 2 Wochen.** Das Netz Swiss Cities umfasst neben Lausanne, Bern, Luzern, Basel und Zürich auch die Stadt Genf.
Quelle: Die Schweizerische Post
Markus Knöpfli

Vinum et circenses

Mit einer Weinprobe vom Feinsten liess es sich trefflich in die Eventwoche starten. Der Verlag Reader’s Digest lud Kunden in den zwar gemütlichen, aber leicht unterkühlten Mövenpick-Weinkeller in Zollikon.

Mit einer Weinprobe vom Feinsten liess es sich trefflich in die Eventwoche starten. Der Verlag Reader’s Digest lud Kunden in den zwar gemütlichen, aber leicht unterkühlten Mövenpick-Weinkeller in Zollikon.Aufgetischt wurden neben weinseligen Geschichten des Kellermeisters auch tolle Tropfen – und die eine oder andere Neuigkeit. So war zu erfahren, dass Christoph Meier, eben erst wegrationalisierter Medialeiter von FCBLK, schon einige Tage später bei Carat angeheuert hat.Auch weshalb Verlagsleiterin Tamara Tschuor still und heimlich die Weindegustation verliess, klärte sich später auf: Sie organisierte in Rekordtempo einige Heizkörper, auf dass ihren Gästen der Genuss ob der klammen Finger nicht verging.
Viel zu geniessen gabs auch an der Gambling-Night der SonntagsZeitung, die nach bewährter Manier ablief: Alle Anwesenden kriegten als Spielgeld 40000 Lucky-Dollar, die es innert zwei Stunden zu vermehren galt. Dazu warteten die einen Gäste mit vorher zurechtgelegten, komplexen Strategien auf. Andere versuchten es mit dem Lucky Punch und setzten alles auf eine Zahl – um bei einem Misserfolg sofort an die Bar zu dislozieren und sich für den Rest des Abends den offerierten Davidoffs hinzugeben.
Am besten spielten Sandra Haldi und Thomas Rüttimann. Der 500-Franken-Büchergutschein von Orell Füssli dürfte Haldi gerade recht sein. Sie hat bereits am Golfturnier der Idée-VfW eine Kiste Wein gewonnen – genug und abwechslungsreiches Material für winterliche Cheminée-Abende wäre somit vorhan-den. Und auch Rüttimanns
Siegercheck, ein 1000-Franken-Gutschein für Weineinkauf, dürfte wohl bald seiner finalen Bestimmung zugeführt werden. Womit sich der Kreis zum Anfang dieser Geschichte geschlossen hätte.
Black-Jack-Siegblatt mit 21 Punkten – wer solches öfter sah, kam in die Kränze.
Beat Fritschliess sich letzte Woche zu Genusssucht und Müssiggang verführen.
In den Caves Mövenpick lud Reader’s Digest zu einer breit angelegten
Degustation – die Versuchsstrecke reichte vom einfachen Languedoc-Tropfen bis hinauf zum Vega Sicilia. Die SonntagsZeitung wiederum bat zur alljährlichen Gambling-Night in die trendige Säulenhalle.
Wo sich die Kommunikations-, Media- und Verlagsbranche zu ihren Veranstaltungen trifft, orten wir an den diversen Events der Szene. Haben Sie schon jetzt etwas zu berichten? Greifen Sie zum Hörer (01 296 97 98) oder in die Tasten ([email protected]). Veranstaltungstipps und weitere Shortlistbilder gibt es online unter www.werbewoche.ch.
Christoph Meier informierte Ruedi Geisselhardt (l.) und Paolo Placa (r.) von Reader’s Digest über seinen kürzlichen Jobwechsel.

Waren hingerissen von den kredenzten Weinen: Stephan Küng (l.), Initiative Media, und Guido Wietlisbach, OgilvyOne.
Tiefer Blick ins Glas: Manuela Gadient, MG Organisationen, Rolf Koller, Koller Della Piana Consulting, und Gerda Schröck (v. l.), Wirz.
Daniel Pauletto (l.), Hobby-Croupier und SoZ-Verkaufsleiter, mit Entertainer Dave Hertig, Ex-SoZ-Wirtschaftsredaktor.
Der Gewinnerreigen der Gambling-Night: Sandra Haldi, By Heart, Thomas Rüttimann, Zip Media, und Isabelle Kropf (v. l.), Publicitas.
SonntagsZeitung-Kundenberater Kurt Birrer mit Jacqueline Gervasi, Werbeleiterin bei Konica Minolta Photo Imaging.
Emmi-Werber Torsten Fankhänel (l.) mit Claudia Wilden, Cinecom, und Publimedia-Marketingleiter Markus Ehrle.
Jridé Huber mit Filippo Giarratana (l.) und Thomas Lang – er freut sich auf eine längere Südamerikareise – von dipl. Ing. Fust.
In der Sofaecke: Simon Walter, Wirz, Mascha Müller, AD bei Prime Communications, und Jean Pierre Kuhn (v. l.) von DD Com AG.
Ja, ja…Glück in der Liebe – Sabine Widmer von Metzger Lehner und Freund Ivan Schwendener waren schon bald pleite.
Ex-Publicis-Treffen an der Gambling-Night-Bar: Imre Sinka, Lajos Vizner, Reto Alborghetti und Stefan Maegli (v. l.).
Guido Käppeli von Schweizer Touristik zockte zusammen mit Freelance-Kommunikationsberaterin Andrea Waltzer.
Reto Dürrenberger (l.) und Daniel Izquierdo versorgten Janine Wettstein, Kommunikationsleiterin bei Smart, mit Spieltipps.
Publimedia-GL-Mitglied Moreno Cavaliere mit Andi Schaerer, Bürgi & Partner, und Sandro Prezzi (v. l.) von Optimedia.
Das charmante Empfangskomitee der Gambling-Night: Laura Colazzo, Angelika Heilemann und Martina Canonica (v. l.).

SF 2 und TNC lancieren Trendpool

«Trendpool» nennt sich ein neues TV-Kombi, das Publisuisse und Radiotele für junge Zielgruppen vermarkten.

«Trendpool» nennt sich ein neues TV-Kombi, das Publisuisse und Radiotele für junge Zielgruppen vermarkten.Es umfasst die Werbeblöcke vor den Jugendsendungen auf SF 2 und vor «Lifestyle» und «Swissdate» auf den Sendern des Tele-News-Combi. Der Pool muss in beiden Programmen mit demselben Spot in derselben Woche gebucht werden. Der Kombirabatt beträgt 10 Prozent.

Die Mezzeh-Palme

Gastronomie Noch sind Sina und Tommaso Sansos Tabule, Alrahib und Hommos Beiruti – vulgo Mezzeh – erst Insidern und mediterran angehauchten Gastrokritikern bekannt.

Gastronomie Noch sind Sina und Tommaso Sansos Tabule, Alrahib und Hommos Beiruti – vulgo Mezzeh – erst Insidern und mediterran angehauchten Gastrokritikern bekannt.Mehr sollen es aber werden, geht es nach dem Willen der Kreativen von Spillmann Felser Leo Burnett. Für «ihren» Libanesen, «Palme de Beirut», kreierte die Agentur ein Plakat. Leer gegessene, aufeinander gestapelte Schalen bilden den Stamm einer libanesischen Palme. Neu gestaltet haben sie zudem die Aussenbeschriftung des Restaurants, die Speise- und Visitenkarten sowie ein Mailing.

Koch es, schäl es oder vergiss es

Reisezubehör Katadyn, Hersteller portabler Systeme zur Wasseraufbereitung, plädiert mit einer Viva-Kampagne für mehr Vorsicht beim Trinkwassergenuss.

Reisezubehör Katadyn, Hersteller portabler Systeme zur Wasseraufbereitung, plädiert mit einer Viva-Kampagne für mehr Vorsicht beim Trinkwassergenuss.Die Faustregel für Tropenreisende, Lebensmittel zu kochen oder zu schälen, ist nach wie vor gültig. Schon eine geringe Anzahl Erreger kann bei hygieneverwöhnte Globetrottern bereits die Rache Montezumas verursachen: Durchfall der übelsten Art. Dies gilt insbesonde-re beim Wasserkonsum: Laut der Weltgesundheitsorganisation sind 80 Prozent aller Reiseerkrankungen auf verunreinigtes Trinkwasser zurückzuführen. «Das Wasser, das unterwegs aufgefunden wird, hat mit unserer Wasserqualität oft nur noch gemeinsam, dass es nass ist», meint Adrian Schmassmann, CEO Katadyn Produkte AG. Das Unternehmen mit Sitz in Wallisellen entwickelt seit 75 Jahren tragbare Systeme zur Trinkwasseraufbereitung. Mit einem Jahresumsatz von rund 31 Millionen Franken und Niederlassungen in Deutschland, Frankreich, Singapur und den USA dominiert das Unternehmen 52 Prozent des globalen Marktes dieser Kategorie der Wasseraufbereitungstechnologie.
Europaweite Kampagne
Viele Reisende würden noch heute der Qualität des Trinkwassers zu wenig Bedeutung beimessen, ist der CEO überzeugt.
Eine europaweite Anzeigenkampagne und eine Informationsbroschüre sollen diesen Herbst Reisende auf die Gefahren hinweisen, die von verunreinigtem Trinkwasser ausgehen – und Katadyn-Produkte stärker bekannt machen.
Verantwortlich für die Umsetzung zeichnet das Agentur-Team von Viva, Zürich, das Tränken und trübe Tümpel mit einem Katadyn-Schild als Trinkwasserquellen auszeichnet. Damit soll auch das letzte Kamel merken, dass durch Desinfektion und Filtration beinahe jedes Wasser trinkbar gemacht werden kann. Angesprochen werden aber nicht nur Tropenreisende. Trotz strenger Hygienevorschriften ist auch hier zu Lande längst nicht jeder Quell bedenkenlos geniessbar: Unlängst waren die Schweizer Gemeinden Kaltbrunn SG, Stein SG und Rohrbach BE wegen Trinkwasserverschmutzung in die Schlagzeilen gekommen.
Simone Keller

Viel zu tun für Agentur01

Nach einer Konkurrenzpräsentation hat Coop die Berner Agentur01 mit einem Teilbudget für 12 ganzseitige Inserate betraut. Das Schweizerische Rote Kreuz gehört neu ebenfalls zu den Kunden von Agentur01.

Nach einer Konkurrenzpräsentation hat Coop die Berner Agentur01 mit einem Teilbudget für 12 ganzseitige Inserate betraut. Das Schweizerische Rote Kreuz gehört neu ebenfalls zu den Kunden von Agentur01.Ein TV-Spot zur Bewerbung des Weltrotkreuztages ist in Planung.Zudem übernimmt die Agentur alle Kommunikationsmassnahmen für die Gurtenbahnen, die Informatikfirma Planix und für Seco BWK.

Ein schöner Saftladen

Getränkemarketing Für Rivellas Fruchtsaft-marke Michel realisierte Sulzer Sutter mit TV-Spots im Sitcom-Stil eine neue Markenwelt.

Getränkemarketing Für Rivellas Fruchtsaft-marke Michel realisierte Sulzer Sutter mit TV-Spots im Sitcom-Stil eine neue Markenwelt.Michel-Fruchtsäfte sollen aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt werden. Zwar peppt in der Schweiz fast jeder Barkeeper seine Cocktailkreationen damit auf. Auch in den Getränkeregalen der Supermärkte sind die fruchtigen Durstlöscher zu haben. Bloss, mit dem Marktanteil war der Markenbesitzer, Getränke-Multi Rivella in Rothrist, nicht zufrieden. Das will Produktmanagerin Ana Labella ändern. «Gesucht war ein Dachmarkenauftritt, der langfristig über alle Medien einsetzbar ist», erklärt sie. Ziel des Werbefeldzugs über die Bildschirme der Nation: Die Marke Michel soll jünger und dynamischer auftreten. Neben den drei Limonaden rot, blau und grün bringt Rivella bereits 15 verschiedene Sorten Fruchtsäfte unter dem Label Michel auf den Markt. Und diese sorgen für vorerst 20 Prozent des Gruppenumsatzes.Die Werbeagentur Sulzer Sutter erarbeitete jetzt ein Basiskonzept, das den Michel-Fruchtsäften «langfristig eine eigene Welt eröffnet», wie CD Felix Dammann erklärt. Umgesetzt wird die Idee über eine Figur namens Michel. Dieser sympathisch auftretende junge Mann verkörpert nicht nur die Marke, sondern ist auch noch Besitzer eines gleichnamigen Fruchtsaftladens. Darin lässt die Agentur verschiedene Sitcom-Spots drehen. In einer ersten Staffel sind vier Episoden abgefilmt worden. Im Spot «Das Autogramm» wird Michel als Persönlichkeit etabliert, indem zwei Buben ihn um ein Autogramm bitten. In «Der Trick» zeigt ein Jongleur, wie er mit drei verschiedenen Früchten jonglieren kann. Michel kann das natürlich viel einfacher auch als Mix in einem Fläschchen anbieten. In «Fragen über Fragen» will jemand den Unterschied zwischen Pfirsich und Nektarine wissen. Und in «Die Sehenswürdigkeit» wird Michels Laden von japanischen Touristen als schweizerische Sehenswürdigkeit besucht.
Mais oui, Michel ist Schweizer
Alle Filme sind von Condor Communications im Winterthurer «Café Alltag» gedreht worden. Die Location soll auch in Zukunft als Kulisse dienen, denn die Sitcom-Folge wird «über die nächsten Jahre kontinuierlich ihre Fortsetzung finden», wie Sulzer Sutter hofft. In die Rolle des Michel schlüpfte Schauspieler Christian Weber. Mit den Spots sollen die Konsumenten realisieren, dass Michel eine echte Schweizer Marke ist, wie Ana Labella erklärt. «Die meisten schliessen vom Namen her auf ein französisches Produkt.» Wahr daran ist nur die sprachliche Nähe: Das Label geht auf eine Familie Michel zurück, die bereits 1929 in der Westschweiz in einer Pionierleistung für das Gastgewerbe Fruchtsäfte portionenweise in Glasflaschen abgefüllt hatte. Mit der Übernahme durch Rivella können diese Säfte inzwischen von einem dicht ausgebauten Vertriebsnetz profitieren. Bis anhin ist das Logo des Stammhauses Rivella aber nur klein auf den Michel-Fläschchen zu entdecken. «Wir diskutieren derzeit noch darüber, die Verbindung in Zukunft stärker zu illustrieren», meint Labella. Im Gegensatz zu Rivella, das im grenznahen Ausland (Vorarlberg, Burgund oder Süddeutschland) sowie in Holland und Luxemburg verkauft wird, soll die Marke Michel vorerst nur in der Schweiz erhältlich sein. Sobald die Marke stark genug ist, soll sie Ausflüge ins Ausland unternehmen.
Das Logo des Mutterhauses Rivella soll noch deutlicher auf Michel-Flaschen erkennbar werden.
Rivella wirbt mit einem Laden für Michel-Säfte.
Andreas Panzeri

Ringier baut Osteuropa-Geschäft markant aus

Print Der Schweizer Medienkonzern Ringier übernimmt die serbische Tageszeitung Blic.

Print Der Schweizer Medienkonzern Ringier übernimmt die serbische Tageszeitung Blic.Print Der Schweizer Medienkonzern Ringier übernimmt die serbische Tageszeitung Blic. Die Boulevardzeitung erscheint in einer Auflage von 120000 Exemplaren und wird von 2,2 Millionen Menschen gelesen. Ringier übernimmt 74,9 Prozent, die bisher vom deutschen Verlagshaus Gruner+Jahr gehalten wurden. Minderheitseigner bleibt das
österreichische Investmenthaus Vienna Capital Partners. Auch in anderen
osteuropäischen Staaten übernimmt Ringier Beteiligungen von Gruner+Jahr, das sich in Osteuropa künftig auf Zeitschriften konzentrieren will. In
Rumänien ist es der Expres Verlag mit angegliederter Druckerei, der auch die Tageszeitung Evenimentul Zilei mit einer Auflage von 110000 Exemplaren herausgibt. In der Slowakei erweitert Ringier seine Beteiligung an der Boulevardzeitung Novy Cas von 49 auf 100 Prozent. Novy Cas weist eine Auflage von 154000 Exemplaren und eine Leserschaft von über einer Million aus. In Tschechien kauft Ringier die 25-Prozent-Beteiligung an seinen Verlags- und Druckunternehmen zurück.

Zweiter Anlauf

Samuel Helbling über die Nachfolge von Facts-Chef Hannes Britschgi

Samuel Helbling über die Nachfolge von Facts-Chef Hannes BritschgiDie letzte Ölung hatte die Weltwoche schon hinter sich. Sieben Jahre Leserschwund, Besitzerwechsel und zuletzt noch eine Auflage von 85000 Exemplaren, das Schicksal des Traditionstitels schien besiegelt. Facts dagegen – schrill, aggressiv und bunt – segelte auf Erfolgskurs.
Zusammen mit der SonntagsZeitung galt das Nachrichtenmagazin als die erfolgreichste Neulancierung auf dem Schweizer Pressemarkt.
Inzwischen steht Facts am Abgrund, und als Folge davon ist Chefredaktor Hannes Britschgi in die Wüste geschickt worden. Wegen
«unterschiedlicher Auffassungen über die Weiterentwicklung», wie es im dürren Tamedia-Communiqué heisst. Tags darauf schreibt der
Tages-Anzeiger zu Recht, dass es Britschgi nicht geschafft habe,
Facts ein überzeugendes, attraktives Profil zu geben.
Zu Beginn lebte das Newsmagazin vom Punch, den abtrünnige
Weltwoche-Redaktoren ins Blatt brachten. Der zum Chefredaktor ad interim ernannte Stefan Barmettler ist einer von ihnen. Ob er als
Mann der Kontinuität und des Vertrauens genügend Ideen und
konzeptionelle Power für eine Neupositionierung des Titels hat, muss er jetzt beweisen. Unterdessen wird sich das Kandidatenkarussell weiterdrehen. Allein Tamedia-intern gäbe es schon zwei valable Kandidaten: Einmal Res Strehle, Chefredaktor des Magazins, der als Nachfolger von Roger Köppel die Samstagsbeilage des Tages-Anzeigers souverän weiterentwickelte und ihr neuen Drive gab. Aber auch Roger de Weck, der als Beirat respektive «Chefredaktor ohne Funktion» mit seinen Kommentaren omnipräsent ist und für deutsche, französische und Schweizer Blätter schreibt. Als Ex-Chef von Tages-Anzeiger und Die Zeit verfügt er zudem über ein gutes Netzwerk, Management- und
Führungserfahrung wie nur wenige Publizisten. Der Stachel, dass Roger Köppel von der Zeit zum «grössten Talent des Schweizer Journalismus» gekürt wurde, dürfte noch tief sitzen und den Ehrgeiz des Grandseigneurs zusätzlich anspornen, nochmals in die Niederungen der Redaktion
abzusteigen.
> Samuel Helbling, Chefredaktor

Teureres Tessin

Tarife Die drei Tessiner Tageszeitungen Giornale del Popolo, Corriere del Ticino und La Regione Ticino heben ihre Anzeigentarife leicht an.

Tarife Die drei Tessiner Tageszeitungen Giornale del Popolo, Corriere del Ticino und La Regione Ticino heben ihre Anzeigentarife leicht an.Eine Seite schwarz-weiss kostet beim Giornale ab 2004 brutto 4180 Franken (+2,2%), beim Corriere 4620 Franken (+1,9%) und bei La Regione 4680 Franken (+2%). Für eine vierfarbige Anzeigenseite bezahlt man beim Giornale neu brutto 6590 Franken (+1,4%), beim Corriere 7500 Franken (+1,6%) und bei La Regione 7460 Franken (+1,6%). Damit erhöht sich der Tausendleserpreis (TLP) von Corriere und Giornale, die beide etwas Leser verloren haben, während La Regione dank Reichweitengewinn ein stabiles Preis-Leistungs-Verhältnis vorweisen kann. (mk)
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