Auf das schlechte 2002 folgte für die Werbebranche ein noch schwierigeres Businessjahr 2003.Obwohl mittlerweile die Veröffentlichung von Geschäftszahlen den Netzwerkagenturen strikte untersagt ist, schätzen Branchenkenner den erneuten Rückgang des gesamten Bruttobetriebsertrags (BBE) auf 10 bis 15 Prozent. In ähnlichem Umfang ist auch der Personalbestand geschrumpft. Damit habe die Branche die Talsohle durchschritten, sagt Edgar C. Britschgi, CEO der Advico-Young-&-Rubicam-Gruppe Schweiz zuversichtlich. Mit Blick auf die Erwerbslage prognostiziert er allerdings weiterhin eine flach verlaufende Kurve. Zwar gibt es wenige glückliche Ausnahmen, die ihren Personalbestand stabil halten konnten, wie Contexta, Jung von Matt oder Euro RSCG. Doch die Mehrheit musste stark abbauen. Dass die Zeiten nie mehr so sein werden, wie sie einst waren, ist der allgemeine Tenor, der von der Walliseller Agentur FCB Leutenegger Krüll überspitzt und selbstironisch für ein Sujet der Eigenwerbung umgesetzt wurde. 2002 noch die elftgrösste BSW-Agentur, assen sie, wie die meisten Branchenkollegen, im vergangenen Jahr hartes Brot. «Fusionen und damit der Verlust zweier weltweiter Kunden sollen nicht einfach verschwiegen werden», so Peter Leutenegger, CEO von FCB Leutenegger Krüll. «Das ewige Schönwetterreden glaubt uns sowieso keiner, darum stehen wir dazu, dass wir etwas kleiner geworden sind.» Offensive von FCB Leutenegger Krüll: Kein «Schönwetterreden».
(la)