Schellenberg kritisiert Deltenre

Ex-Fernsehdirektor Peter Schellenberg hat seine Nachfolgerin Ingrid Deltenre in einem Interview im Sonntagsblick massiv kritisiert. Auslöser scheint das geplante Ende von «Lüthi und Blanc» gewesen zu sein.

Ex-Fernsehdirektor Peter Schellenberg hat seine Nachfolgerin Ingrid Deltenre in einem Interview im Sonntagsblick massiv kritisiert. Schelleberg wirft Deltenre zusammenfassend einen Mangel an gesellschaftspolitischem Bewusstsein und sozialem Fundament vor. Erfahrene Leute, die eng mit ihm zusammengearbeitet hätten, hätten eine regelrechte Säuberungsaktion erfahren müssen. Schellenberg bezichtigt Deltenre, sie wolle seine Spuren löschen. Besonders in Rage gebracht hat Schellenberg die Ankündigung des Endes der SF-Erfolgssoap «Lüthi und Blanc», die Schellenberg als sein Kind betrachtet. Die Soap werde eingestellt, weil das Geld fehle, das an anderen Orten wie z.B. im Internet verpulvert worden sei.
Allgemein kritisiert Schellenberg aber auch die Entwicklung des Schweizer Fernsehens, das in seinen Augen nicht mehr die Ethik eines Service public vertritt. SF sei zu stark auf die Quoten ausgerichtet, der Qualitätsanspruch sollte aber gleich hoch sein wie der Quotenanspruch.

Hansres Emch leitet Neue Medien bei Multicolor Print

Seit dem 1. Mai 2006 fungiert Hansres Emch als Projektleiter Neue Medien bei der Bogendruckerei Multicolor Print.

Seit dem 1. Mai 2006 fungiert Hansres Emch als Projektleiter Neue Medien bei der Bogendruckerei Multicolor Print. Er führt und positioniert bei Multi Digital – dem Kompetenzzentrum für crossmediale Datennutzung von Multicolor Print  – Leistungsmodule, welche eine ökonomische Nutzung von Media-Assets erlauben. Medienneutrale Datenbanken, Remote Publishing Prozesse und der Einsatz von Redaktionssystemen können künftig signifikante Sparpotentiale bieten, heisst es in einer Mitteilung. Als ursprünglich gelernter Feinmechaniker gründete Emch 1986 eine Werbeagentur. Er bildete sich zum Marketingplaner weiter und leitete bis 2005 als Partner eine Agentur. Als grösste Bogendruckerei der Zentralschweiz mit 110 Mitarbeitenden erwirtschaftete Mulicolor Print 2005 einen Umsatz von 28,9 Millionen Franken.

Monika Schneider verlässt «Annabelle»

Die Anzeigenleiterin der Frauenzeitschrift «Annabelle», Monika Schneider, verlässt per Ende Oktober 2006 das Unternehmen, um sich einer neuen Herausforderung zu stellen.

Die Anzeigenleiterin der Frauenzeitschrift «Annabelle», Monika Schneider, verlässt per Ende Oktober 2006 das Unternehmen. Sie möchte sich einer neuen Herausforderung innerhalb der Medienbranche widmen, heisst es in einem Communiqué. Monika Schneider war seit Januar 2004 bei «Annabelle» tätig. Über die Nachfolge wird Tamedia zu gegebener Zeit informieren.

Kulturschaffende kritisieren Berner Zeitung

Zwölf Berner Kulturschaffende fordern rund drei Monate nach der Umgestaltung der Berner Zeitung die Wiedereinführung eines Kulturressorts.

Seit Anfang April 2006 erscheint die Berner Zeitung (BZ) ohne klassische Ressorteinteilung. Zehn Kunsthaus-Direktoren sowie François Wasserfallen (Amt für Kultur, Kanton Bern) und Christoph Reichenau (Amt für Kultur, Stadt Bern) fordern nun – rund drei Monate nach der Umgestaltung – die Wiedereinführung eines Kulturressorts in der BZ. In einem Leserbrief der Samstagsausgabe bezeichnet die Gruppe den Status quo als «eine erschreckende Nicht(be)achtung der Kultur». Kulturinteressierte seien nun gezwungen, zwischen vielen anderen Meldungen Berichte über Kulturereignisse mühsam herauszufiltern. Zudem schwäche die Auflösung des Kulturressorts die Kultur im Kanton Bern. Im Anschluss an den Brief verteidigen die beiden Chefredaktoren Markus Eisenhut und Michael Hug das neue Zeitungskonzept: «Die Auflösung der klassischen Ressorts betrachten wir als Chance.» Man sei der Meinung, dass die traditionellen Abgrenzungen einem stark spezialisierten Publikum zwar die Orientierung im Blatt erleichtere, dass sie aber der zunehmenden Vernetzung aller Lebensbereiche im praktischen Leben nicht mehr gerecht werde. Die umgestaltete BZ berichtet seit April im ersten Bund über Ereignisse aus den Bereichen Schweiz, Ausland, Wirtschaft, Kultur und über Vermischtes. Den zweiten Bund eröffnet der Sport, gefolgt von Leserbriefen, Börsenteil und TV-Programm. Im Dritten Bund folgen ressortübergreifend alle Meldungen aus der Region.

Orcamedia mit neuem Design für neufirmierte Prisma Bildagentur

Die Werbe- und Produktionsagentur Orcamedia wurde mit der Neugestaltung des Corporate Designs für die Zürcher Bildagentur Prisma beauftragt.

Die Werbe- und Produktionsagentur Orcamedia wurde mit der Neugestaltung des Corporate Designs für die Zürcher Bildagentur Prisma beauftragt. Orcamedia wurde mit der Logoentwicklung und der Umsetzung des Corporate Designs beauftragt und war in der Beratung in Punkto Namensgebung und Domain für den neuen Internetauftritt involviert. Prisma firmiert neu unter Prisma Bildagentur AG. Neu wurde auch die Website von Prisma klarer und eingängiger gestaltet, heisst es in der Mitteilung.

Stephanie Weiss übernimmt Leitung des Medienreferats SR DRS

Heinrich Anker übergibt Ende Juni 2006 die Leitung des Medienreferats von SR DRS an seine Nachfolgerin Stephanie Weiss.

Heinrich Anker übergibt Ende Juni 2006 die Leitung des Medienreferats von SR DRS an seine Nachfolgerin Stephanie Weiss. Die 40-jährige Baslerin hat bereits Anfang Juni ihre Stelle in der Radiodirektion in Basel angetreten. Stephanie Weiss startete 2001 beim Forschungsdienst der SRG als Senior Assistant und war dort zuständig für Radio-Forschungsprojekte. 2004 übernahm sie die Studienleitung der Radioforschung. Ihre Dissertation zum Thema «Kind und Radio. Nutzung, Motive und Interessen der 7-14-Jährigen» ist unlängst als Buch im Berner Haupt Verlag erschienen. Heinrich Anker tritt bei der Radiodirektion eine 50%-Stelle im Bereich Unternehmensentwicklung an. Dort befasst er sich mit den langfristigen Perspektiven von Technik und Programm, mit Fragen der Medienpolitik und der Programmentwicklung.

Onlinewerbung in der Schweiz im Höhenflug

Laut AIS-Index der Wemf AG für Werbemedienforschung steht es um die Umsätze der Onlinewerbung im Monat Mai rekordverdächtig. Durch die rückwirkende Integration fehlender Umsatzzahlen steht es um die Onlinewerbung besser als bisher gemeldet.

Laut AIS-Index der Wemf AG für Werbemedienforschung steht es um die Umsätze der Onlinewerbung im Monat Mai rekordverdächtig. Ein Gesamtvolumen von 5,44 Millionen Franken wurden umgesetzt, was einer Zunahme von 60 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht.
Die Zahlen für Onlinewerbung von Bluewin, die seit Anfang des Jahres fehlten, sind nun wieder integriert. Die Zahlen wurden auch rückwirkend angepasst. Zudem wurde die Statistik um die Zahlen der Edipresse-Tochter Edipub ergänzt und ebenfalls rückwirkend bis März 2005 in die Statistik integriert.
Die Integration der Daten hatte zur Folge, dass die bereits publizierten absoluten Zahlen nach oben korrigiert wurden, berichtet die Netzwoche. So wurden im März 5,235 Millionen Franken mit Onlinewerbung umgesetzt und im Januar 2,74 Millionen.

Projekt «ARC» zur Stärkung der Regionalpresse gestartet

Die beiden Verlage W. Gassmann AG, Herausgeberin des Journal du Jura in Biel und die Société Neuchâteloise de Presse SA, Herausgeberin des L’Express und L’Impartial in Neuenburg und La Chaux-de-Fonds haben ein strategisches Projekt zur Bündelung der Kräfte gestartet. Geplant ist auch eine Zusammenlegung von Teilen der Redaktion.

Die beiden Verlage W. Gassmann AG, Herausgeberin des Journal du Jura in Biel und die Société Neuchâteloise de Presse SA, Herausgeberin des L’Express und L’Impartial in Neuenburg und La Chaux-de-Fonds haben am Montag den Start des strategischen Projekts «ARC» bekannt gegeben. Bereits wurden die Projektgruppe zusammengestellt und die Mitarbeiter informiert. Mit dem Projekt sollen sowohl Fortbestand als auch Unabhängigkeit der Titel gesichert werden. Ein Stellenabbau ist jedoch wahrscheinlich. Für die Begleitung und Umsetzung haben die Verlage das Beratungunternehmen Naef Partners in Zürich beigezogen.
Die beiden Verlage wollen ihre Kräfte bündeln, um auf die bedeuten Umwälzungen im Anzeigen- und Lesermarkt gut vorbereitet zu sein. Geplant sind Änderungen in den Bereichen Redaktion, Technik, Logistik und Marketing. Wie Marc Gassmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung bei der Gassmann AG der Werbewoche Auskunft gab, habe das Projekt zum Ziel, «partnerschaftlich und gemeinsam die besten Lösungen zu suchen».
In einem ersten Schritt soll ein Teil der Redaktionen zusammengelegt werden. Damit verbunden sind neue redaktionelle Seiten geplant, die internationale, nationale und Sport-Themen umfassen werden. Wie sich dies genau ausgestaltet, ist derzeit nicht abzuschätzen und wird eben die Arbeit der neuen Projektgruppe sein. Fest steht, dass die lokale und regionale Berichterstattung aber weiterhin in der Verantwortung der einzelnen Verlagsunternehmen bleiben soll. Die drei an «ARC» beteiligten Regionalzeitungen werden ferner künftig in einem gemeinsamen ähnlichen Layout erscheinen. Geplant ist die Einführung im ersten Trimester 2007.
In Sachen Marketing ist vorgesehen, dass die drei Titel künftig unter einer neuen Dachmarke erscheinen. Die Dachmarke solle so gestaltet werden, dass sich Werbetreibende auch etwas darunter vorstellen können, meinte Marc Gassmann. Das bereits bestehende Inseratekombi «4×4 plus» habe zu wenig Strahlungskraft über die Region hinaus entwickelt. Der an «4×4 plus» ebenfalls beteiligte Quotidien Jurassien wurde auch zur Mitarbeit am Projekt «ARC» eingeladen. Das Dossier werde derzeit von der Direktion geprüft.
Da sich das Projekt in der Startphase befindet, sind die Auswirkungen auf die Organisationsstruktur und letztlich die Anzahl der Mitarbeiter noch nicht abzuschätzen, sagte Gassmann weiter. Geplant sind jedoch keine neuen Finanzbeteiligungen. Unverändert bleiben auch die Druckorte. Kathrin Fischer

Kursiv erweitert Angebot

Die Bildagentur Kursiv hat Mitte April das neue Bildabonnement «Bilderstock» lanciert. Noch bis Ende Juni läuft ein diesbezügliches Angebot.

Die Bildagentur Kursiv hat Mitte April das neue Bildabonnement «Bilderstock» lanciert. Für einen jährlichen Betrag können die Abonnenten monatlich bis zu 1000 Downloads aus einem Katalog von über 100’000 Bildern tätigen. «Die Kollektion – welche hauptsächlich europäisches Material beinhaltet – verkauft sich gut,» bestätigte Geschäftsführer Karsten Risseeuw gegenüber der Werbewoche. «Bilderstock» ist bereits das sechste Kursiv-Abonnement und bis Ende Juni für 789 Franken im Angebot.

Adsl.tv rüstet für WM-Achtelfinal auf

Der Wunsch der Zuschauer nach mehr klassischen Sendern hat zum weiteren Ausbau des Adsl-TV-Angebots der Netstream geführt. Ab sofort sind auch französisch- und italienischsprachige Programme verfügbar.

Der Wunsch der Zuschauer nach mehr klassischen Sendern hat zum weitern Ausbau des Adsl-TV-Angebots der Netstream geführt. Ab sofort sind auch ORF2 und die ARD in der normalen Qualität verfügbar, heisst es in einer Mitteilung. Die Sender ZDF, TSR1, TSR2, TSI1 und TSI2 werden in der hohen Qualität ausgestrahlt. Damit könnten auch die Zusehenden aus der welschen und italienischsprachigen Schweiz rechtzeitig zu den WM-Achtelfinalen von Internetfernsehen profitieren.
Adsl.tv ist derzeit noch das einzige Streamingportal für Echtzeitfernsehen in der Schweiz und wird vom Provider Netstream betrieben.

CR Kommunikation erweitert Geschäftsleitung

Die Küsnachter PR-Agentur stellt mit Oliver Wimmer einen Senior Consultant und Mitglied der Geschäftsleitung per 1. Juli 2006 ein.

Die Küsnachter PR-Agentur stellt mit Oliver Wimmer einen Senior Consultant und Mitglied der Geschäftsleitung per 1. Juli 2006 ein. Der Kommunikations-Allrounder Wimmer leitete seit August 2002 die Schweizer Repräsentanz der Münchner PR-Spezialistin für Hightech-Unternehmen Vibrio. Zuvor war Wimmer unter anderem Head of Marketing & Communications bei Conextrade und verantwortete die Kommunikation anlässlich des IPO der Swisscom.
CR Kommunikation gehört nach eigenen Angaben zu den zehn grössten PR-Agenturen der Schweiz. Sie ist seit 1989 im Markt und führt Betriebsgesellschaften in Zürich, Bern und Basel.

Arte verteidigt Unabhängigkeit

Der deutsch-französische Kulturkanal Arte hat angekündigt, seine Unabhängigkeit gegen die Pariser Regierung zu verteidigen.

Der deutsch-französische Kulturkanal Arte hat angekündigt, seine Unabhängigkeit gegen die Pariser Regierung zu verteidigen. Laut newsroom.de wird zurzeit ein Brief an Premierminister Dominique de Villepin und Dominique Baudis, Präsident der französischen Behörde für Medienaufsicht CSA, vorbereitet. Anlass dafür ist ein Schreiben von Baudis an den französischen Regierungschef, in dem eine «eindeutige Klärung des rechtlichen Status des Senders» gefordert wird. Zur Diskussion steht, ob Arte der Aufsicht der französischen Medienbehörde unterworfen ist, da sich der Sitz in Strassburg befindet. Laut dem Kultursender ist dies aber im Rahmen des deutsch-französischen Arte-Vertrags nicht der Fall, da dieser keine Aufsicht der beiden Länder vorsieht. Baudis weißt bei seinem Vorstoss daraufhin, Arte habe mit Wodka-Werbung gegen die französischen Vorschriften verstossen. Auch habe der Sender Nachrichten gesendet, die sich mit französischer Aktualität befassen.Derweil hat die Mitgliederversammlung von Arte grünes Licht für einen belgischen Arte-Ableger gegeben. Ab September wird im französischsprachigen Teil von Belgien ein Magazin über Kabel zu empfangen sein, das sich dem belgischen Kulturgeschehen widmet. Das restliche Programm wird vorerst dem französischen gleichen. Auch sollen laut dem Medienmagazin DWDL.de Sender-Ableger für Spanien, Italien und Ungarn geplant sein. Damit wolle Arte eine europäische Senderkette aufbauen, die sich auf kulturelle Inhalte spezialisiert.
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