Zu guter Letzt: Kritik von innen

Sein Gesicht ist maskiert, seine Stimme scharf und seine Finger bohren sich direkt in die offenen Wunden des französischen Staatsapparates. Soweit nicht ungewöhnlich für einen Rapper.

Sein Gesicht ist maskiert, seine Stimme scharf und seine Finger bohren sich direkt in die offenen Wunden des französischen Staatsapparates. Soweit nicht ungewöhnlich für einen Rapper. Doch der Mann, der sich «Le Brigadier» nennt und auf seiner Internetseite behauptet, er wolle «das Gesetz des Schweigens brechen und die Arbeitsmethoden der Polizei anprangern», muss deshalb um seinen Job fürchten. Er sei nämlich seit über zehn Jahren Polizist im französischen Département Seine- Saint-Denis bei Paris, lässt er über sich verlauten. In jedem Département also, wo auf einer Fläche von 236 Quadratkilometern über eineinhalb Millionen Menschen wohnen, die Arbeitslosigkeit im hohen zweistelligen Prozentbereich liegt und 2005 die wochenlangen Jugendunruhen ausgebrochen waren.Vier Lieder hat der «Brigadier» bisher im Internet veröffentlicht. Er singt über Probleme bei der Polizei, selbstmordgefährdete Beamte und «falsche Schuldige», die erst durch die Polizei zu Kriminellen gemacht werden würden. Sein Plan: Anfang 2009 will er sein Debütalbum veröffentlichen und dann aus dem Polizeidienst ausscheiden. Rap sei für ihn eine Art Selbsttherapie, um mit dem Druck seines Berufes zurecht zu kommen, sagte er der Zeitung Le Parisien. Allerdings ist es gut möglich, dass seine Identität als Polizeibeamter nur ein Marketing-Trick ist, um die Verkäufe seiner CD anzukurbeln. Vielleicht lanciert Sarkozy jetzt einen seiner Getreuen, um das Image der Polizei zu korrigieren.

Rod wirbt für Krankenversicherer Sanitas

Nach dem Zusammenschluss mit Wincare und pünktlich zum 50-jährigen Jubiläum hat sich der viertgrösste Schweizer Krankenversicherer nun einen neuen Auftritt verpassen lassen. Die Sanitas verpflichtete dafür die Zürcher Agentur Rod Kommunikation.

Nach dem Zusammenschluss mit Wincare und pünktlich zum 50-jährigen Jubiläum hat sich der viertgrösste Schweizer Krankenversicherer nun einen neuen Auftritt verpassen lassen. Die Sanitas verpflichtete dafür die Zürcher Agentur Rod Kommunikation. Diese entwickelte eine mehrstufige Kampagne, die auf die Preisvorteile der Versicherungsprodukte von Sanitas setzt und die Marke als Krankenversicherung mit einem hervorragenden Preis-/Leistungsverhältnis zu positionieren versucht.Rod übermittelt die Botschaft mit der Darstellung von kleinen und grossen Träumen, visualisiert in Form von grün verpackten Geschenken. So soll das Motto «Mehr Geld übrig für alles, was Sie bewegt» in einer weit reichenden Kampagne verbreitet werden. In einem ersten Schritt ist ein TV-Spot geplant, der von Plakaten und Anzeigen, Promotionen, Online-Aktivitäten und einem Direct Marketing-Konzept gefolgt wird.

Renzen erweckt für Knauf Gips zum Leben

Für Knauf, einen Spezialisten für Trockenbau und Gipsbau-Systeme, hat Renzen Communications eine Anzeigen-Kampagne realisiert, welche die hautfreundlichen Eigenschaften des natürlichen Baustoffes Gips thematisiert.

Für Knauf, einen Spezialisten für Trockenbau und Gipsbau-Systeme, hat Renzen Communications eine Anzeigen-Kampagne realisiert, welche die hautfreundlichen Eigenschaften des natürlichen Baustoffes Gips thematisiert. Das Konzept «Haut» stellt die Materialität von Gips und dessen hautähnliche Eigenschaften in den Vordergrund. Damit rückt der Mensch ins Zentrum der Kampagne: Sich wohl fühlen, Wärme, Sinnlichkeit, angenehmes Raumklima, natürliche Feuchtigkeitsregulierung, Atmungsaktivität, optimaler Wärmehaushalt oder sogar PH-Wert – das sind Themen, die durch den Vergleich Gips/Haut aufgezeigt und bildlich dargestellt werden können. Umgesetzt wurden ganzseitige Inserate in Special-Interest-Magazinen und der Fachpresse. Verantwortlich bei Knauf Schweiz AG, Reinach: Christoph Vogt (Leiter Marketing).
Verantwortlich bei Renzen Communications: Emmanuelle Friedli (CD Art), Hanno Lietz (CD Text/Konzept), Frédéric Renzen, Luca Pibiri (Beratung).

Publicis verstärkt Kreation mit Krohn und Catsky

Seit 1. August sind an der Stadelhoferstrasse zwei neue Konzepter/Texter am Werk

Seit 1. August sind an der Stadelhoferstrasse zwei neue Konzepter/Texter am Werk: Jan Krohn, der zuletzt für By Heart und davor u.a. bei Lowe getextet hat, will hier ebenso für kreative Höhepunkte sorgen wie Claude Catsky, der nach seiner Zeit als CD bei Euro RSCG wieder Lust verspürt, als Kampagnenmacher zu wirken, wie Publicis mitteilte. Sehr gefreut auf die beiden prominenten Neuzugänge habe sich CD Martin Denecke auch deshalb, weil mit neuen grossen Publicis-Kunden wie Swiss oder Pfister viel Arbeit auf die zwei neuen warte.

M&M betreut neu die Scout24-Gruppe

Die M&M Media Agentur hat sich im Rahmen einer Konkurrenzpräsentation gegenüber drei anderen Agenturen durchgesetzt und das Mediabudget der Scout24-Gruppe gewonnen.

Die M&M Media Agentur hat sich im Rahmen einer Konkurrenzpräsentation gegenüber drei anderen Agenturen durchgesetzt und das Mediabudget der Scout24-Gruppe gewonnen. Ausschlaggebend für den Zuschlag sei gemäss Frank Gerber, CMO der Scout24-Gruppe, die pragmatische Arbeitsweise und die insbesondere im Online-Bereich kreative Mediaplanung gewesen.Der Pitch sei hart und äusserst professionell geführt worden, wird M&M-Geschäftsführer Rolf Suter in der Medienmitteilung vom Montag zitiert. Man sei stolz von einer solch innovativen Firma verpflichtet worden zu sein, sagte der Leiter der in Glattbrugg stationierten Agentur weiter.

Swisspoll.ch macht uns alle zu Meinungsforschern

Polls sind so alt wie das Web selber: Eine Frage mit zwei oder mehr Antworten, die der Benutzer per Mausklick beantwortet. Jetzt werden Polls interaktiv und starten ins Web 2.0-Zeitalter: Auf Swisspoll.ch kann jedermann kostenlos Polls ins Netz stellen.

Polls sind so alt wie das Web selber: Eine Frage mit zwei oder mehr Antworten, die der Benutzer per Mausklick beantwortet. Jetzt werden Polls interaktiv und starten ins Web 2.0-Zeitalter: Auf Swisspoll.ch kann jedermann kostenlos Polls ins Netz stellen. Das Webportal von Swisspoll soll nach der Vorstellung seiner Betreiber eine eigentliche Meinungscommunity werden. Im Gegensatz zur traditionellen Marktforschung, wo Befrager die Meinungen per Telefon oder persönlich dem Antworter abringen, werden die Antworten bei Swisspoll freiwillig gegeben. Einziger Anreiz für die Antwort ist, das Zwischenresultat mit den anderen Antworten zu sehen. Bereits hat sich eine kleine Community von angemeldeten Swisspoll-Benutzern gebildet, welche regelmässig die neuen Polls beantworten. Swisspoll will die traditionelle Marktforschung um ein Instrument bereichern: Für 180 Franken, einigen Minuten Aufwand und innert 48 Stunden will Swisspoll seinen Kunden in Zukunft die Antworten zu geschlossenen Fragen liefern. Laut dem Zürcher Startup-Unternehmen, dessen Website seit August offiziell in Betrieb ist, soll so ein Businessplan, ein Produktname oder eine Werbeidee schneller als bisher beurteilt werden können.

Orange Cinema erfährt erhöhten Zuspruch

Am Sonntagabend ging mit der Vorpremiere der britischen Komödie «Son of Rambow» das Orange Cinema am Zürichhorn zu Ende.

Am Sonntagabend ging mit der Vorpremiere der britischen Komödie «Son of Rambow» das Orange Cinema am Zürichhorn zu Ende. Peter Hürlimann von der Cinerent, der für die Durchführung des Anlasses in Zürich, Basel und Bern verantwortlich zeichnet, spricht von einem guten Jahrgang: «Wir haben eine erfolgreiche Saison hinter uns, trotz des zeitweilig durchzogenen Wetters.» Mit 52‘105 Eintritten habe man die Zuschauerzahl im Vergleich zum Vorjahr um 7,3 Prozent steigern können.

Daniel Brüngger verlässt Tequila\“

Der Geschäftsführer der TBWA-Dialogagentur Tequila\ macht sich selbständig. In der kurzen Zeit, in der er die Agentur leitete, durften TBWA und Tequila\ am Dialogmarketing-Preis zwei Auszeichnungen entgegen nehmen. Brüngger wagt nun zum zweiten Mal in seiner Karriere den Schritt in die Selbständigkeit. TBWA Switzerland AG gibt in einer Pressemitteilung vom Donnerstag bekannt, dass Daniel Brüngger ihre Dialogagentur Tequila\ verlässt. Der Kommunikationsexperte hatte die Geschäftsleitung im vergangenen Jahr übernommen. Unter seiner Leitung konnte das Geschäft weiter ausgebaut werden. TBWA will das Angebot der Dialogagentur Tequila\ in Zukunft enger in die Marktleistung der klassischen Agentur integrieren. Dazu haben die Dialogspezialisten aus dem Zürcher Seefeld verschiedene Strategien entwickelt und werden diese phasenweise implementieren. Daniel Brüngger machte sich bereits einmal selbständig. Damals war er an WBO Ogilvy und OgilvyOne beteiligt. Als er ausstieg, wurde er Geschäftsführer von Lowe Direct. Brüngger fand nach eigenen Angaben die Zeit bei Tequila\ spannend und herausfordernd und sagt der Dialog-Agentur eine rosige Zukunft voraus. Bei TBWA lobt man den Dialogmarketing-Profi in den höchsten Tönen und wünscht ihm für die Zukunft nur das Beste. Über die Nachfolgeregelung ist bislang nichts bekannt. TBWA ist ein Agentur-Netzwerk, das aus 258 Agenturen in 75 Ländern besteht und etwa 9'700 Personen beschäftigt. Das Netzwerk zählt renommierte Unternehmen wie Absolut, Adidas, Apple, Beiersdorf, McDonald’s, Michelin, Nissan oder Samsonite zu seiner Klientel. TBWA Worldwide gehört der Omnicom Group, welche auf globale Werbung, Marketing und Unternehmenskommunikation spezialisiert ist.

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Zu guter Letzt: Leuenbergers Ente

Medienminister Leuenberger hat anscheinend höchstpersönlich eine Falschmeldung in die Welt gesetzt.

Medienminister Leuenberger hat anscheinend höchstpersönlich eine Falschmeldung in die Welt gesetzt: Der Bundesrat sagte in einem am Samstag erschienenen Interview mit der Neuen Luzerner Zeitung, dass SVP-Mann Ulrich Giezendanner eine Meinungsumfrage zum Bau eines zweiten Gotthard-Strassentunnels bestellt und dann der Sonntagszeitung gesteckt habe. Deswegen meldet er Zweifel an der Aussagekraft der Umfrage an, gemäss deren eine Mehrheit die zweite Röhre will. Generell scheint Leuenberger kein Freund von Meinungsumfragen: «Eine Volksabstimmung ist etwas völlig anderes. Da wird man nicht während des Fischkochens von einem Anruf überrascht und muss sofort Ja oder Nein sagen, damit in der Küche nichts anbrennt.» Das Pikante – um im Küchenjargon zu bleiben – an der Sache ist aber, dass sich die Sonntagszeitung vehement gegen die Aussage wehrt, man habe eine von Giezendanner bestellte Umfrage veröffentlicht: Vielmehr sei das gute Stück von der Zeitung selber beim Meinungsforschungsinstitut Isopublic in Auftrag gegeben worden. Gemäss Sonntag will Sonntagszeitungs-Chefredaktor Andreas Durisch die bundesrätliche Falschaussage in der Neuen Luzerner Zeitung richtiggestellt sehen. Man darf gespannt sein, ob die Innerschweizer Kollegen darauf eingehen. Und ob sich Leuenberger etwa noch in seinem Blog zum Thema äussern wird. Dort übt er ja gerne mal Medienkritik, etwa unter dem schönen Titel «Ich bin das Sommerloch».

Liechtensteiner Sender 1 FL TV ist gestartet

Am Liechtensteiner Staatsfeiertag vom vergangenen Freitag ist erstmals der Fernsehsender 1 FL TV auf Sendung gegangen. Am Abend wurden im Fürstentum Aufzeichnungen der Feiern in Vaduz verbreitet.

Am Liechtensteiner Staatsfeiertag vom vergangenen Freitag ist erstmals der Fernsehsender 1 FL TV auf Sendung gegangen. Am Abend wurden im Fürstentum Aufzeichnungen der Feiern in Vaduz verbreitet. Ab Montag soll der Normalbetrieb mit einer täglichen einstündigen Sendung aufgenommen werden, wie der Geschäftsführer der Besitzerin des Senders, Peter Heeb, gegenüber der Nachrichtenagentur SDA sagte. Vorgesehen sind Nachrichten und Wetterbericht, eine Gesprächsrunde und eine Reportage. Später soll jeweils eine einstündige Sendung unter dem Namen «Movie- Night» hinzukommen. Das Programm wird in analoger Technik im Liechtensteiner Kabelnetz verbreitet. Trägerin des Senders ist die Media Holding AG, an welcher der Kanal 1 in Wien und Heeb und Partner in Schlieren ZH beteiligt sind. Die Wiener Firma betreibt in der deutschen Schweiz bereits den Sender U1 TV.

Bescheidenes Werbeaufkommen im Juli

Der Publicitas-Index für den Monat Juli bildet die bittere Realität ab: Das Werbeaufkommen in der Schweizer Tagespresse ist derzeit bescheiden.

Der Publicitas-Index für den Monat Juli bildet die bittere Realität ab: Das Werbeaufkommen in der Schweizer Tagespresse ist derzeit bescheiden. Der Index ist im Juli um 0,5 Punkte auf 95,6 Punkte gesunken. Bereits im Juni war der Index um 1,5 Punkte gefallen. Den Zeitungen fehlt laut Publicitas insbesondere kommerzielle Werbung. Nationale Werbekunden wie Auto-Importeure, Banken und Telekom-Unternehmen verhielten sich derzeit wenig investitionsfreudig, teilte die Publicitas am Freitag mit. Hinzu kamen die Fussball-EM im Juni und das Sommerloch im Juli als hemmende Faktoren.Die Tochtergesellschaft der Lausanner Werbevermarkterin PubliGroupe sieht zudem Anzeichen, dass sich das Wachstum der Stelleninserate verlangsamen könnte. Nach vier Jahren nahezu ununterbrochenem Wachstum erreichten die Stelleninserate einen hohen Stand, entsprechend entwickeln sie sich nun nur noch bescheiden. Der Index der Stelleninserate stieg im Juli um 0,1 Punkte auf 199,2 Punkte.

Axel Springer Schweiz komplettiert Führungscrew für TV-Zeitschriften

Beim Verlag Axel Springer Schweiz sind die Leitungspositionen im Marketing- und Onlinebereich der Schweizer TV-Zeitschriften Tele, TV-Star, TV2 und TVvier neu besetzt.

Beim Verlag Axel Springer Schweiz sind die Leitungspositionen im Marketing- und Onlinebereich der Schweizer TV-Zeitschriften Tele, TV-Star, TV2 und TVvier neu besetzt. Ab sofort zeichnet Christoph Büeler als Leiter Online für den Internetauftritt der vier TV-Zeitschriften verantwortlich. Marie-Anne Cobigo-Hostettler ist neue Marketingleiterin der Titelgruppe.Christoph Büeler kommt von Ringier, wo er als technischer Leiter für Blick Online tätig war. Der 36-Jährige folgt auf Martin Gnos, der den Verlag Ende Juni verlassen hat. Marie-Anne Cobigo-Hostettler war zuvor Leiterin Marketing beim Schulthess Verlag. Axel Springer Schweiz hat ihre Position als Marketingleiterin neu geschaffen. Damit unterstreiche das Medienhaus die grosse Bedeutung der TV-Zeitschriften, heisst es in einer Mitteilung. Im letzten Jahr hat Axel Springer Schweiz das Portfolio im TV-Zeitschriftenbereich erweitert und die Titel Tele, TV2 und TV vier von Ringier übernommen.
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