Zu guter Letzt: Ho Ho Ho!
Indische Kondom-Werbung? Ja gerne.



Linda von Euw, Constantin Katsoulis, Andrea Piqué (v.l.)
Redaktionell wird Chefredaktor Gregor Waser seit Mitte November von Linda von Euw unterstützt. Die diplomierte Journalistin gehört zu den Gründungsmitgliedern der Online- Kulturplattform bäckstage.ch, hat Praxiserfahrung bei verschiedenen Print- und Onlinemedien gesammelt sowie ein Praktikum als Videojournalistin bei N-TV absolviert. Gemeinsam mit ihrer Schwester betreibt die 31-Jährige zudem das auf Detox-Reisen spezialisierte Reisebüro NaTour. Zusätzlich kann die Redaktion auch künftig auf das Know- How von mehr als zehn freien Mitarbeitern zurückgreifen.
Die vier Gründer Vanessa Bay, Gianni Moccetti, Raphaël Surber und Gregor Waser freuen sich, dass die Mischung aus gut recherchierten Analysen, News und Video-Beiträgen in der Reisebranche und bei Tourismusinteressierten auf Anhieb Anklang gefunden hat. Gleichzeitig sind sie sich bewusst, dass es noch viel zu tun gibt. Nachdem jüngst der English-Corner und die neue Rubrik «Trips & People» aufgeschaltet wurden, ist als nächstes der Launch einer Job-Plattform geplant. Zudem sollen 2016 auch Inhalte auf Französisch angeboten werden.
Beim Quebec City Magic Festival lassen sich die Zuschauer verzaubern. Für die letztjährige Ausgabe im September konzipierte die Agentur Lg2 eine Ambient-Aktion, die nicht treffender hätte kommunizieren können, was die Besucher erwartet – und wieso man hingehen sollte. Mal ganz abgesehen von den Gratis-Tickets, mit denen die «Opfer» beschenkt wurden. Verblüffend – dafür, dass es gar nicht anders funktionieren kann, sehen die Männer erstaunlich ähnlich aus. Schöne Idee. (hae)
https://www.youtube.com/watch?v=Z_F5oparRQs
Gäste aus aller Welt gesucht
Mit einem Aufruf in 17 Ländern wurden Menschen im letzten November dazu aufgefordert, sich für eine einzigartige Reise zu bewerben, bei der sie unser schönes Land mit Ortskundigen kennenlernen können. Aus den kreativsten Bewerbungen eines Landes wurden mittels Publikum-Voting auf Social-Media-Kanälen und einer Jury die Gewinner pro Land gewählt, die mit ihrer Familie, ihren Freunden oder ihren Partnern in die Schweiz reisen dürfen.
Schweizer Gastgeber gesucht
Seit dem 4. Januar werden nun in der Schweiz weltoffene Gastgeber gesucht, die den Gästen ihre persönliche Schweiz zeigen möchten. Dadurch bekommen die internationalen Gäste die Gelegenheit, interessante Sehenswürdigkeiten, einzigartige Traditionen und atemberaubende Landschaften zu sehen. Zudem erhalten sie einen persönlichen und unmittelbaren Einblick in die Schweizer Kultur und das Alltagsleben. Als Dankeschön für ihre Gastfreundschaft können die Gastgeber bis zu vier Swiss-Flüge zu einem Reiseziel ihrer Wahl, inklusive Reisegeld, gewinnen.
Im März 2016 findet die Begegnung der Gäste und Gastgeber in der Schweiz statt. Dabei lädt Swiss alle Gäste und Gastgeber zu einem einzigartigen Welcome-Event ein, an dem viele Schweizer Highlights auf die Gäste warten und auch SWISS Mitarbeiter teilnehmen werden. Anschliessend zeigen die Schweizer Gastgeber ihren Gästen während zweier Tage ihre persönliche Schweiz.
Als Dreh- und Angelpunkt für den Wettbewerb hat Publicis in Zusammenarbeit mit Swiss eine Wettbewerbs-Microsite als Plattform konzipiert, auf der man sich als Gast oder Gastgeber bewerben und zudem innerhalb des Public-Votings für die Teilnehmenden abstimmen kann. Für die technische Umsetzung sowie den Betrieb der leistungsstarken und visuell ansprechenden Microsite konnte mit Unic ein europaweit führender Anbieter für integrierte E-Business-Lösungen gewonnen werden.

Grosse Momente im Film
Die schönsten und spannendsten Begegnungen dieser einzigartigen Reise durch die Schweiz sollen einmal mehr in einem emotionalen Film festgehalten werden. Damit die Zuschauer sehen können, wie SWISS Menschen und Kulturen zusammenbringt. Ab Ende April 2016 werden diese Szenen auch auf der Wettbewerbswebsite Swiss.com/welcome zu sehen sein.
Verantwortlich bei Swiss: Judith Schulte (Head of Marketing Communication Campaigns), Cornelia Späth, Tanja Rüeger, Chan-Kim Sean, Rebekka Hofstetter, Julius Klaus (Marketing Communications Campaigns), Selina Truttmann, Marie-Louise Marti (Event Management), Nadja Griehl, Benjamin Fehrenbach (Social Media Marketing). Verantwortlich bei Publicis: Thomas Wildberger (CCO), Daniel Ahrens, Wim Roelfs, Urs Schrepfer (Creative Direction), Christian Schirmer, Regine Cavicchioli, Norihito Iida, Edoardo Moruzzi (Kreation), Candido Righetto, Lena Jaggi, Sandra Zottl (Beratung), Simon Grasser, Flavio Muff, Andy Günter, Massimo Giannotta (Entwicklung Digital), Marco Christen (Services). Verantwortklich bei Unic: Constantin Ettingshausen (Senior Account Manager), John Alonso (Senior Project Manager), Peter Rauber (Senior Application Architect), Florian Süsstrunk (Frontend Engineer)
Der Swiss Photo Academy gehören 1'000 Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Fotografie an, vornehmlich Schweizer Fotografen. Die Preisübergabe erfolgte am Freitag im Rahmen der Photo16 in Zürich.

Eine hochkarätige Fachjury um Jurypräsident Res Strehle – der erst kürzlich pensionierte Tages-Anzeiger Chefredaktor amtet seit Jahresbeginn als neuer Präsident der Schweizer Journalistenschule MAZ – hatte eine Vorauswahl für den dieses Jahr zum zweiten Mal vergebenen Preis Fotograf des Jahres 2015 getroffen. Nominiert waren das Fotografenduo Nico Krebs und Taiyo Onorato, Pascal Mora, Anne Morgenstern, Flurina Rothenberger und Meinrad Schade.
Zum Fotograf des Jahres gewählt hat die 1000-köpfige Swiss Photo Academy schliesslich Pascal Mora. Der gebürtige Aargauer – Mora wuchs in Neuenhof auf – wandte sich nach seiner Erstausbildung zum Tonträger-Verkäufer der Fotografie zu. Er eignete sich sein fotografisches Rüstzeug autodidaktisch an und arbeitete dann als Assistent im Fotostudio der Frauenzeitschrift Annabelle. Seit 2006 ist der 32- Jährige als freischaffender Fotograf tätig und lebt in Zürich. Seine Schwerpunkte liegen in der Reportage- und Portraitfotografie. Seit 2011 dokumentiert er die Folgen des arabischen Frühlings, lebte u.a. in Kairo und bereiste Krisengebiete wie Syrien und Libyen. 2015 war einer seiner Schwerpunkte die Flüchtlingskrise in Europa. Am 27. Mai 2015 schoss der Fotojournalist dann das Bild, das heute Symbol ist für den Zerfall der Fifa. Als einziger hielt Mora die Verhaftung von sieben Fifa-Funktionären im Zürcher Luxushotel Baur au Lac fest. Mora machte das Bild im Auftrag der New York Times.

Lifetime Award für Robert Frank
Mit dem Lifetime Award ehrt die Jury der Swiss Photo Academy zudem das Lebenswerk des 91-jährigen «Amerikaners aus Zürich» (Tagesanzeiger) Robert Frank. 1924 in Zürich geboren, suchte Frank sein Glück gegen Ende des Zweiten Weltkriegs in den Vereinigten Staaten. Er sollte weltbekannt und sein Buch «Die Amerikaner» von 1959 ein Standardwerk der Fotografie werden. Die lebende Legende gilt als «berühmtester Fotograf der Welt» (Das Magazin).

Die beiden Gewinner, Pascal Mora sowie Robert Frank, wurden im Rahmen der Award Ceremony an der Werkschau Photo16 geehrt. Auch zeigt die photo16 Bilder der Gewinner wie auch der vier Nomi- nierten im Rahmen einer Sonderausstellung. Die Photo16 ist mit 150 Ausstellern und voraussichtlich wiederum über 25‘000 Besuchern die mit Abstand grösste und wichtigste Werkschau für Fotografie der Schweiz und findet von Freitag, 8. Januar bis Dienstag, 12. Januar 2016 in fünf Industriehallen der Zürcher Maag statt.
Sie schwenkten polnische und EU-Flaggen und riefen: «Freie Medien, freies Polen!» EU-Parlamentspräsident Martin Schulz warf Warschau vor, eine «gelenkte Demokratie» nach russischem Vorbild errichten zu wollen. Zu den Kundgebungen hatte das Komitee für die Verteidigung der Demokratie (KOD) aufgerufen. Die Demonstranten forderten „demokratische Medien“ und riefen Parolen gegen die Regierung. «Ich erinnere mich noch an den Kommunismus, die Propaganda und die Zensur – und ich will nicht, dass meine Enkel dies auch erleben müssen», sagte der 51- jährige Demonstrant Jacek Kisielewski in Warschau. «Heute wollen sie die öffentlich-rechtlichen Medien kontrollieren, morgen die privaten und schliesslich den ganzen Staat», kritisierte ihrerseits die 45-jährige Ewa Stanislawska.
Medien staatlich kontrolliert
Das neue Mediengesetz stellt die öffentlich-rechtlichen Sender Polens de facto unter Regierungskontrolle. Das polnische Parlament hatte das Gesetz zum Jahreswechsel im Eilverfahren verabschiedet, am Donnerstag wurde es von Staatspräsident Andrzej Duda unterzeichnet. Die nationalkonservative Mehrheit hatte zuvor bereits ein Gesetz zur indirekten Entmachtung des Verfassungsgerichts durchgebracht. Wegen der Massnahmen steht die Regierung von Ministerpräsidentin Beata Szydlo in der EU derzeit massiv in der Kritik. Schulz warf der Regierung in Warschau vor, gegen demokratische Grundsätze zu verstossen. «Die polnische Regierung betrachtet ihren Wahlsieg als Mandat, das Wohl des Staats dem Willen der siegreichen Partei unterzuordnen, inhaltlich und personell», sagte er der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
EU leitet Prüfung ein
Das Blatt berichtete zudem, dass in der EU-Kommission Einigkeit bestehe, eine vertiefte Prüfung der Rechtsstaatlichkeit in Polen einzuleiten. Demnach soll Vizekommissionschef Frans Timmermans die Untersuchung leiten – eine Vorstufe zu einem Verfahren, das der Einhaltung der Rechtsstaatlichkeit in den Mitgliedstaaten dient. Die Kommission will sich am Mittwoch mit der Lage des Rechtsstaats in Polen befassen. (SDA)
Fritschi starb am Freitag nach einem kurzen Spitalaufenthalt in Wetzikon ZH, wie Christian Brändli, Chefredaktor des Zürcher Oberländers Meldungen von NZZ online und ZO-Online bestätigte. Der promovierte Historiker wurde 1972 als Quereinsteiger in die Chefredaktion gewählt. Er leitete den Zürcher Oberländer 32 Jahre lang und sass danach noch bis 2009 im Verwaltungsrat der Zürcher Oberland Medien. In seiner Zeit als Chefredaktor baute Fritschi die Zeitung von einem lokal- regionalen Blatt mit Schwerpunkt im Bezirk Hinwil zu einer mittelgrossen Regionalzeitung für die drei Zürcher Oberländer Bezirke aus. Die Auflage stieg von 17'000 auf 44'000 Exemplare. Fritschi engagierte sich jedoch nicht nur als Journalist sondern auch als Politiker. Von 1986 bis 1992 war er Präsident der FDP des Kantons Zürich, ausserdem sass er kurze Zeit im Zürcher Kantonsrat. Im November 1991 wurde Fritschi in den Nationalrat gewählt, wo er sich in der Sicherheitspolitischen, der Staatspolitischen und der Redaktionskommission engagierte. 1999 trat er nicht mehr an. (SDA)
Bild: Parlament.ch
Auch in Schawinskis TV-Talkshow «Schawinski» wurde Köppel mehrmals eingeladen zu einer Art Fernsehversion von «Roger gegen Roger». Wie SRF am Freitag mitteilt, gibt es am kommenden Montag eine Neuauflage der Sendung. Im Zentrum des Gesprächs werden aber nicht allgemeine Themen, sondern Köppels Rolle in der SVP und die Zukunft der Partei generell stehen. Köppel wurde im Oktober mit dem besten Wahlresultat der Schweizer Geschichte in den Nationalrat gewählt und sorgt in seiner Doppelrolle als Weltwoche-Chefredaktor und -Verleger seither besonders auch Partei-intern für Gesprächsstoff und Kritik. (hae)
Die Publikation wird eigentlich kostenlos an alle Davoser verteilt. Weil sich viele Bewohner an den teils rassistischen Inhalten stören und das Blatt nicht zugestellt haben wollen, wurden laut 20 Minuten sogar spezifische Briefkasten-Aufkleber gedruckt und verteilt. Wie das Newsportal schreibt, hätten diese jahrelang funktioniert – seien durch eine Änderung der Zustellungspraxis seitens der Post wirkungslos geworden, die Zeitung landet wieder in jedem Briefkasten. Reklamationen beim Kundendienst würden mit Begründungen wie «amtliches Publikationsorgan» oder «allgemeines Informationsbedürfnis» erwidert.
Die Post streitet jedoch ab, die Zustellungspraxis geändert zu haben, die Gipfel-Zytig-Kleber würden berücksichtigt – im Gegensatz zu den Stopp-Werbung-Klebern, da Publikationen mit einem gewissen redaktionellen Anteil nicht als Werbung behandelt würden, so eine Sprecherin. Ausserdem könne man sich beim zuständigen Verlag melden und sich auf eine Negativliste setzen lassen – was wiederum die Gipfel-Zytig-Gegner stört, da sie keine nicht-abonnierte Zeitung abbestellen wollen.
Die Gipfel-Zytig fiel in der Vergangenheit mehrfach durch rassistische Inhalte auf. Aus diesem Grund wurde das Blatt 2013 zweimal (Werbewoche.ch berichtete im Januar und im Oktober) vom Presserat gerügt. Verleger Heinz Schneider wurde im selben Jahr von der Bündner Staatsanwaltschaft wegen Rassendiskriminierung zu einer bedingten Geldstrafe bei einer Probezeit von zwei Jahren verurteilt. Derzeit läuft wieder ein Verfahren – erneut wegen Rassendiskriminierung. Nach Ablauf der Probezeit hat Schneider zum Beispiel im Vergangenen Oktober einen «Witz» veröffentlicht, in dem ein Mann auf dem Sozialamt Geld für seinen Hund fordert – mit der Begründung, dieser sei schwarz, faul, stinke, habe in seinem ganzen Leben noch keinen Tag gearbeitet und spreche kein Wort deutsch. Eine Veröffentlichung, für die sich Schneider heute entschuldigt – der «Fehler» sei unter Zeitdruck passiert. Die IG Offenes Davos hat im November beim Presserat aufgrund zahlreicher Beiträge erneut Beschwerde eingereicht – darunter auch der Hunde-«Witz».
Schneider, der 25 Jahre mit einer Afrikanerin verheiratet war, streitet ab, ein Rassist zu sein – er berichte lediglich objektiv darüber, was in der Asylpolitik noch auf die Schweiz zukommen werde, so der Verleger zu 20 Minuten. Kommende Woche wolle er sich mit der Post zusammensetzen und das Problem der ungewollten Zustellungen besprechen.
Viel Zuspruch – nebst zahlreichen kritischen Voten – erhält Schneider übrigens in den Kommentaren von 20min.ch. So hält ein Nutzer, der sich «Kunstkenner und Geniesser» nennt, die Sprüche für «gute Satire». «Lieselotte Liebmob» fühlt sich «an die Zeiten, wo Bücher oder Hexen öffentlich verbrannt wurden» erinnert – und «störefried» findet, man müsse «nicht gleich Rassismus rufen», denn es sei wissenschaftlich erwiesen, dass die «Ausdünstung» bei «einigen» Menschen «intensiver» sei. (hae)
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Bild: IG Offenes Davos via 20minuten.ch
Der Medienplatz Schweiz sei heute noch stärker globalisiert als der Finanzplatz, schreibt Roger de Weck in einem Brief an die Verlage, den NZZ Online am Freitagabend publik gemacht hat. Grosse Player wie Google und Facebook bedrängten die SRG und die Verlage. Kooperationen seien vor diesem Hintergrund das Gebot der Stunde. Die im Kreise vieler Verleger heftig kritisierte neue Werbeplattform von Ringier, Swisscom und SRG stehe allen Interessenten offen, betonte de Weck in seinem Brief nochmals. Darüber hinaus unterbreite die SRG den Verlegern elf Angebote für Kooperationen im Journalismus und in der Technologie.
Video- und Sportangebot
Die SRG sei bereit, den Verlegern aktuelle Videos zur Verfügung zu stellen, sei es im Internet-Player des Verlages oder eingebettet in die Webseiten des Verlages und abspielbar im Player der SRG. Die SRG partizipiere an den Werbeeinnahmen, die der Verlag mit den Videos erziele. Ein Pilotprojekt dieser Art sei vielversprechend verlaufen. Im Sport ist die SRG bereit, in der Formel 1, der Leichtathletik, im Hallensport und im Tennis mit den Verlegern zusammenzuspannen. So biete die SRG privaten TV-Kanälen an, die Hälfte der zwanzig Formel-1-Rennen zu übertragen, sollte die SRG wiederum den Zuschlag dafür erhalten. Regionale Sender könnten sich ferner bei Cup- und Meisterschaftsspielen grosser Hallensportarten wie Basketball oder Unihockey einklinken, die im Web live übertragen werden sollen.
Kooperation in der Ausbildung
Ein weiteres Feld für Kooperationen sieht die SRG in der Ausbildung, beim interaktiven Fernsehen und bei SwissTXT. Ferner sollen private Sender die Möglichkeit erhalten, Inhalte im Web-Player der SRG zu verbreiten. Das erhöhe die Präsenz, würden doch 20 Millionen Beiträge pro Monat über «Play SRF» im Internet abgerufen. Gemeinsame Apps, ein gemeinsam nutzbarer mehrsprachiger Swiss Channel auf Youtube, die erleichterte Nutzung der digitalen Ausstrahlung (DAB+), SRG-Nachrichtenbulletins für Regionalradios und überregionale Fenster für das Regionalfernsehen sind weitere Felder, in denen sich die SRG für eine Zusammenarbeit offen zeigt. Die SRG wolle mit ihren Kooperationsangeboten ihren Teil dazu beitragen, den viersprachigen Schweizer Medienplatz im internationalen Wettbewerb zu stärken. Sie habe bei bestehenden Kooperationen in der Film- und Musikbranche gezeigt, dass Lösungen möglich seien, bei denen es für alle Partner stimme.
Verleger reagieren verhalten
Warum sollte dies nicht auch mit interessierten Verlegern möglich sein, so de Weck. Die Verleger ihrerseits reagieren verhalten auf die Vorschläge de Wecks. Sie enthielten wenig Neues, sagte Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Die Vorschläge seien sehr vage. Lebrument bezeichnete das Vorgehen von SRG-Generaldirektor de Weck als merkwürdig und eigenartig. Der Vorstoss erfolgt nur wenige Tage vor der Dreikönigstagung des Verbandes Schweizer Medien, dem Interessenverband der Schweizer Verlagshäuser. (SDA)
Roger de Weck könnte den Verlegern einen Lebensvorrat an St.Honoré-Torten anbieten, sie würden darin nur einen Vergiftungsversuch erkennen.
— Daniel Menna (@MadMenNa) 8. Januar 2016
Zutreffende Analyse und konkrete Initiative von de Weck. Nicht alle elf gleich relevant, aber gute Ideen dabei. https://t.co/Muz5tozZMn
— Peter Hogenkamp (@phogenkamp) 8. Januar 2016
Ein Heuchler, wer nicht mit Interesse auf dieses Coopetition-Angebot seitens der SRG an die Verlage reagiert. @WeckR https://t.co/1CVj6aq8q3
— Vinzenz Wyss (@VinzenzWyss) 8. Januar 2016
Lässt die Friedenspfeife kreisen: @SRF GD deWeck. An offer you can't refuse? https://t.co/bJnGT47uTm @NZZSchweiz
— Jean-Marc Hensch (@sosicles) 9. Januar 2016
Auch im Heft spart Vigousse nicht mit Provokationen. So wird Aussenminister Didier Burkhalter als Napoleon illustriert, Finanzminister Ueli Maurer als Superheld und ein Reisebericht schwärmt von Turkmenistan als «Paradies auf Erden». Enthusiastisch wird zudem eine Allianz zwischen der Schweiz und Russlands Präsident Wladimir Putin gefeiert. Das 16-seitige Heft sei der Pressefreiheit gewidmet, einem Prinzip, das in Ländern wie der Schweiz manchmal schwierig zu verstehen sei, sagte Vigousse-Chefredaktor Stéphane Babey am Freitag vor den Medien in Lausanne. Man habe sich von allem inspirieren lassen, was in einer Diktatur Realität sei, sagte Babey. Einzig das Editorial verrät die ansonsten fiktive Publikation über die Schweiz. Das Heft wird am Sonntag der Westschweizer Zeitung Le Matin Dimanche beigelegt werden.
25 Jahre Reporter ohne Grenzen Schweiz
«Es handelt sich um ein ziemlich besonderes, und unserer Kenntnis nach einzigartiges Projekt», sagte Gérard Tschopp, Präsident von Reporter ohne Grenzen Schweiz. Die Publikation erscheint zum 25. Jubiläum der Reporter ohne Grenzen in der Schweiz. Die Menschenrechtsorganisation kämpft seit ihrer Gründung für die Pressefreiheit. Sie setzt sich für Journalistinnen und Journalisten ein, die wegen ihren Artikeln oder Bildern inhaftiert oder sogar getötet wurden, und wehrt sich gegen Zensur. (SDA)