Tamedia: Neue Leitung der Verlagslogistik

Walter Lütolf, seit Oktober 2014 Leiter Strategie- und Organisationsentwicklung Logistik bei Tamedia, übernimmt auf den 1. April 2016 die Leitung der Verlagslogistik der Schweizer Mediengruppe.

In seiner neuen Funktion wird Walter Lütolf insbesondere die zentrale Planung sowie das gesamte Tagesgeschäft der Verlagslogistik an den drei Druckstandorten in Zürich, Bern und Bussigny verantworten. Darüber hinaus wird er sich schwerpunktmässig mit den anstehenden Fragen zur strategischen Ausrichtung der Logistik beschäftigen. Walter Lütolf verfügt über eine langjährige Erfahrung im Bereich Logistik, wie Tamedia in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt. Er war vor seiner Anstellung bei Tamedia bereits 20 Jahre lang in der Medienbranche tätig.

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Der Wechsel in der Leitung der Verlagslogistik findet im Rahmen der Nachfolgeregelung von Charlie Fahim statt, der den Bereich seit 2011 leitete und Mitte 2017 in den ordentlichen Ruhestand treten wird. In der Übergangsphase wird er Walter Lütolf bei der Einarbeitung in dessen neue Aufgaben unterstützen. Ferner wird Charlie Fahim bis zu seiner Pensionierung weiterhin laufende wie auch zukünftige Projekte in der Logistik und im Verlagsservice von Tamedia betreuen. Beide werden wie bis anhin an Andreas Schaffner, Leiter Verlagsservices und Mitglied der Unternehmensleitung von Tamedia, rapportieren.
 

BBC Wold News feiert 25-Jahre-Jubiläum

Der 24-Stunden-Nachrichtensender BBC World News feiert diesen Monat sein 25-jähriges Bestehen mit einem besonderen On-Screen-Look.

Am 11. März 1991 startete der englischsprachige Sender als World Service Television (WSTV) mit einem 30-minütigen News Bulletin als Nachfolger von BBC TV Europe. Damals übernahm der Sender 700‘000 Abonnenten – heute ist er in 433 Haushalten weltweit verfügbar. Acht Monate später ging WSTV 24 Stunden auf Sendung, zunächst allerdings nur in Asien. Heute ist der Sender in über 200 Ländern und Territorien zu sehen.

Nach einem Re-Launch 1995 und der Umbenennung in BBC World, änderte der Sender 2008 erneut seinen Namen in BBC World News und bezog 2013 die Nachrichtenzentrale für alle BBC-Dienste, den «World‘s News Room».

Das erste Nachrichtenteam bestand damals noch aus sechs Journalisten des World Service Teams und sechs aus den Fernsehnachrichten. Heute kann BBC World News Zugriff auf die Expertise vieler tausend Journalisten in über 100 Städten und auf modernste Studios weltweit zurückgreifen.

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Robbie Williams: Geheime Mission vor atemberaubender Bergkulisse

Robbie Williams ist für Café Royal wieder in geheimer Mission im Auftrag des guten Geschmacks unterwegs. Die Kampagne wurde wieder von der Serviceplan Gruppe Schweiz gestaltet und umgesetzt.

Nachdem der Agent, Mister Robbie Williams höchstpersönlich, im schnittigen Sportcoupé die Serpentinen nahm und als Doppio Agent sich in seiner ersten Mission auch durch eine unbekannte Schönheit nicht vom guten Geschmack ablenken liess, erwarten ihn nun in der Kampagnenfortsetzung ungeahnte Versuchungen in den Bergen. Und wo Versuchungen sind, lauern auch Gefahren.

Der Startschuss und Ausgangspunkt der integrierten Kampagne ist ein TV-Spot, der hierzulande ab dem 14. März 2016 zu sehen ist. In einem gemütlichen Chalet in den Bergen treffen Verführung und romantische Stunden zu zweit auf Widersacher, Adrenalin und eine Entführung. Ein exklusives «Sneak Peak» des Films gibt es bereits vorab auf der Café Royal Facebook-Seite.

Doch Café Royal schickt nicht nur den Geheimagenten, sondern auch die User auf eine Mission im Auftrag des guten Geschmacks: Die Entführung der jungen Schönen sowie der Raub der Kaffeekapseln durch Dr. Bad Taste kann der Geheimagent Robbie Williams so nicht hinnehmen – doch für das Aufspüren des Widersachers braucht er Hilfe. Über verschiedene Online-Kanäle werden die User mit Hinweisen versorgt und dazu aufgefordert, den Geheimagenten bei der Suche zu unterstützen. Belohnung inklusive.

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Link zum Spiel

Die Kampagne wird im März in Frankreich und in der Schweiz lanciert, weitere Märkte folgen im Verlauf des Jahres.

Verantwortlich bei Delica: Raphael Gugerli (CEO), Aurel Keller (Leitung Marketing Kaffee und Verkauf Schweiz) Alexandra Schliepe (Leitung Marketing Communications), Marcel Berg (Senior Marketing Communications Manager), Damian Kirtz (Leitung EBusiness und Online-Marketing). Verantwortlich bei Neverest (Agency Producing)/ Markenfilm (Produktion): Marc Schölermann (Regie), Infected Hamburg (Postproduktion), Sizzer Music Amsterdam, Boris Salchow Music for Picture (Musik). Verantwortliche Agenturen: Serviceplan Suisse (Werbung), Plan.Net Suisse (Digital), Serviceplan Public Relations Suisse (PR & Medienstelle).
 

Fernsehbeitrag über Weinhändler Giroud war sachgerecht

Der Walliser Weinhändler Dominique Giroud ist ein weiteres Mal vor Bundesgericht abgeblitzt. Die Lausanner Richter haben seine Beschwerde im Zusammenhang mit der Ausstrahlung eines Berichts des Westschweizer Fernsehen (RTS) im Dezember 2013 abgewiesen.

Sie bestätigen damit das Urteil der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI). Giroud hatte kritisiert, dass der knapp vierminütige Bericht nicht sachgerecht gewesen sei. Im Beitrag wurden die Vorwürfe des Abgabebetrugs und der Weinpanscherei thematisiert.
Im ersten Punkt sind unterdessen erstinstanzliche Urteile gefällt worden. Wegen Verstössen im Zusammenhang mit der Mehrwertsteuer wurde Giroud zu einer bedingten Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu 300 Franken verurteilt. Eine weitere bedingte Geldstrafe von 180 Tagessätzen in gleicher Höhe wurde dem Weinhändler zudem im Zusammenhang mit der direkten Bundessteuer aufgebrummt. Das Verfahren wegen der mutmasslichen Weinpanscherei wurde im Dezember 2014 hingegen eingestellt.

Das Bundesgericht kommt hinsichtlich des TV-Berichts zum Schluss, dass die Vorinstanz korrekt entschieden hat. Weder habe die UBI den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, noch den Sachverhalt willkürlich festgestellt. Dennoch handle es sich beim umstrittenen Bericht um einen Grenzfall, der durchaus gewisse Mängel aufweise, halten die Lausanner Richter weiter fest. (Urteil 2C_255/2015 vom 01.03.2016) (SDA)
 

SBB Cargo International setzt auf den richtigen Zug

LD Media gleist eine neue Art der Personalgewinnung für SBB Cargo International auf. Die Kampagne soll dem Mangel an Lokomotivführern entgegenwirken und die Anzahl eingereichter Bewerbungsunterlagen einer definierten Zielgruppe erhöhen.

SBB Cargo International leidet an permanentem Personalmangel. Nach mehreren erfolglosen Versuchen der Personalgewinnung hat sich das Unternehmen für eine Zusammenarbeit mit LD Media entschieden. Mit der Kampagne «bewege was» will die Agentur dem Mangel an Lokomotivführern langfristig entgegenwirken und in der Personalgewinnung neue Akzente setzen.

Die Kampagne setzt dabei auf die integrierte Nutzung analoger sowie digitaler Kommunikationskanäle. «Es war uns wichtig, dass wir auf humorvolle Art und Weise auf die Sachlage aufmerksam machen», sagt Peter Scherrer, Art Director bei LD Media. Michail Stahlhut, CEO von SBB Cargo International und Massimo Carluccio, Leiter Human Resources, sind die Gesichter der Kampagne und zeigen sich begeistert von der kreativen Problemlösungsstrategie der Agentur. «Uns war der Ernst der Lage bewusst, deshalb stehen wir mit unseren Namen und Gesichtern hinter der Kampagne», sagt Stahlhut.

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Ziel der Kampagne ist, ein Bewusstsein für die Sachlage zu entwickeln, Interessenten anzusprechen und mit leichter Wegweisung zum Arbeitgeber zu führen.

Mit einer Guerilla-Aktion im süddeutschen Raum streute Projektleiterin Jana Svatos gemeinsam mit Art Director Peter Scherrer gezielt über 500 Stellplakate mit dem Titel «Job zu verschenken», und weckten so die Aufmerksamkeit vieler Passanten. Dank begleitender Fotoreportage konnte man die Guerilla-Aktion online mitverfolgen oder gar selbst Teil davon werden. Ein Direct-Mailing, Landingpage, Social Media Marketing sowie Wettbewerb unterstützen die Reichweite der Kampagne. «Der Response ist sehr hoch. Wir sind überzeugt, dass die Kampagne seine Wirkung haben wird», sagt Michail Stahlhut.

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Voigt unfucked

Von Cash zum Beobachter, von 20 Minuten online zu Watson – der 2006 mit dem Zürcher Journalistenpreis ausgezeichnete heutige Chefredaktor von Watson, Hansi Voigt, hat einen kurvigen Weg hin zum umstrittenen Newsportal zurückgelegt.

Von seriösen Inhalten über Katzenfilme bis hin zu spielerischen Ansätzen von ernsthaften Themen – Watson bietet eine grosse Bandbreite. Nicht jeder Journalist ist überzeugt von Hansi Voigts Konzept eines «guten Online-Journalismus». Er schon. Sein Ansatz eines konstruktiven Dialogs und einer gelebten Fehlerkultur findet aber grosse Resonanz – in der Watson-Community, den Nutzerzahlen und auch bei den Mitarbeitern. «Ich gebe meinen Mitarbeitern sehr viel Vertrauen, und sie übernehmen sehr viel Verantwortung. Gleichzeitig versuche ich auch verzeihlich zu sein, wenn jemand einen Fehler macht», beschreibt Voigt seine Arbeitseinstellung. Vielmehr würde er wütend sein auf diejenigen, die immer dasselbe machen ohne Fehler. «Sorgfältig etwas auszuprobieren, steht bei mir im Mittelpunkt, denn aus Fehlern lernt man am meisten», so Voigts zu seiner Führungseinstellung. Zu einem Fehler zu stehen sei schlussendlich auch keine grosse Kunst, und gerade im Digitalen leicht zu korrigieren und transpartent zu machen.

Nicht jeder Bereich seiner Mitarbeiter liegt in Voigts eigenem Fachbereich. Umso mehr erstaunt seine Einstellung, die Teams sehr selbstständig arbeiten zu lassen. Wie viel Übersicht und Einflussnahme ihm dabei aus den Händen gleiten könnte, ist ihm sehr wohl bewusst. «Erfindungen entstehen meist durch zufällige Gedanken, Innovationen entstehen selten in engen Strukturen», so seine Begründung. Wenn man ein innovatives Klima schaffen wolle, hänge dies meist auch mit einem gewissen Kontrollverlust zusammen, den man eingehen muss. Seine Kultur des Scheiterns kommuniziert Voigt auch gerne gegen aussen. «Ich sagte von Anfang an: Ihr werdet uns beim Fehlermachen zuschauen können», fügt er an. Schlimm sei dies aber nur, wenn man nicht daraus lerne. Abgesehen davon habe eine solche Fehlerkultur nichts mit mangelnder Sorgfalt zu tun – auch wenn man sehr genau arbeite, mache man trotzdem Fehler. Das soll man ehrlich zugeben. «Das macht uns auch aus, wir vertuschen unsere Fehler nicht», so Voigt.

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Watson bleibt dran

Schon im Treppenhaus der Redaktion hallen dem Besucher Pingponggeräusche entgegen. Zwei Mitarbeiter spielen auf einem Klapptisch eine Partie Mini- Pingpong, unglaublich schnell und konzentriert. Entspannt schlendern sie zurück zur Arbeit, wo Tisch an Tisch das News-Team, Reporter, Community & Marketing-, Sport- und Katzenfilmverantwortliche sich motiviert ihrer Arbeit zuwenden. Die pünktlich zum Vorstellungsgespräch erscheinende angehende Praktikantin wird erst nach Minuten bemerkt. Hansi Voigt ist noch nicht da, erscheint aber fünf Minuten zu spät unauffällig im Raum, bemüht sich gleichzeitig noch schnell um den Empfang, macht einen Kaffee und setzt sich dann gemütlich ins Sitzungszimmer. Druck scheint er keinen zu verspüren. Dem ist aber nicht ganz so. «Wir sind alle sehr motiviert», setzt er an. «Ausserdem verfolgt man im gesamten Team einen strammen Businessplan», so Voigt. Aber der Start ins Jahr ist geglückt. Man übertreffe die monatlichen Traffic- Ziele, kommerziell sei man auch klar im geplanten Bereich. Voigt gibt zwar zu: «Wir machen noch Verluste. Aber die Gewinnziele sind klar auf Ende 2018/2019 angelegt, um dann langsam in die schwarzen Zahlen zu kommen.» Die Umsätze steigen konstant. Wichtig ist aber weiterhin, die Aufmerksamkeit der Leser weiter aufzubauen, um diese Clicks und Visits zu kommerzialisieren. «Bei Watson sieht die Banner- und besonders die Native Ad-Entwicklung sehr gut aus», gibt sich Voigt zuversichtlich. Beim Traffic laden aktuell etwa täglich rund 300 neue Personen die Watson-App herunter.

Ohne Durchhänger geht die Entwicklung bei Watson aber nicht vonstatten: «Wir mussten die Planung nach dem zweiten Jahr teilweise anpassen, wie erwartet, wurde aus dem anfänglichen Projekt ein Marathon. Jetzt, im dritten Jahr, können wir auf eigene Erfahrungswerte zurückgreifen und haben realistische Vorgaben. Ziel müsse es sein, die jetzigen Erwartungen noch zu übertreffen und diesen Spielraum für ein noch schnelleres Wachstum zu nutzen. In diesen Mechanismus komme man nun langsam rein.

Genauso wichtig wie die von Voigt gern kommunizierte Fehlerkultur ist ihm eine spielerische Herangehensweise, auch an teilweise ernste Themen: «Man kann zum Beispiel in ein Quiz zur Durchsetzungsinitiative unglaublich viele Informationen packen. Wenn man das Quiz dann spielt, nimmt man diese Informationen auf und kann sich gleichzeitig noch auf seine eigenen falschen Vorurteile überprüfen.» Dahinter steht der Grundsatz, dass jedes Kind beim Spielen am schnellsten lernt und der Leser auch mal unterhalten werden möchte. Da sollten sich laut Voigt mal einige Journalisten-Kollegen ein bisschen locker machen: «Sogar die New York Times hat ein Kreuzworträtsel. Jede Zeitung hat eine Comicseite oder eine andere sogenannte Seite 12.» Hinzu kommt: «Ein Journalist ist kein Lehrer», stellt Voigt klar, «in unseren Tageszeitungen wimmelt es nur so von tragischen Nachrichten. Man kann bei vielen Themen auch versuchen, eine positive Perspektive zu beleuchten, anstatt immer nur zu jammern, dass früher alles besser war.»

Talentfrei zum Manager

«Ich hatte bisher viel Glück in meinem Leben», beschreibt Voigt seinen Werdegang. Damit meint er nicht nur das Glück, das jeweils für ihn passende Arbeitsumfeld zu finden, sondern vor allem auch «mit den richtigen Personen zusammenarbeiten zu können». Er stelle nicht gern ein Projekt ganz alleine auf die Beine, habe aber auch immer andere Wahnsinnige gefunden, die etwas ausprobieren wollen. So sind in Voigts bisherigem Leben schon einige Neugründungen entstanden. «Vieles davon hat sich gut entwickelt», wie er betont.

Voigt ist kein Einzelgänger. «Ich bin wahnsinnig gern Teil eines Teams», bekräftigt er, «aber sicher auch in gutem Masse laut.» Dabei geht es ihm in erster Linie darum, gemeinsam etwas zu erschaffen, mit einer neuen Herangehensweise. Gerne erzählt Voigt von seiner neuen Führungsphilosophie bei der Entstehung von Watson. «Das Geld bekamen wir zugesprochen, ohne je ein klassiches Organigramm zu zeichnen», erzählt er selbstbewusst. Watson bezeichnet er denn auch als lebenden Organismus, verzahnt und vernetzt, sich ständig wandelnd. So ist sein Chef der App-Entwicklung gleichzeitig Digitalchef – Marketingabteilung und Community-Redaktion sind in einer Abteilung zusammengefasst –, um so die Community auch als Marketing-Tool zu verstehen, und das Verkaufsteam arbeitet eng mit der Redaktion zusammen. Ein Problem sieht Voigt hier nicht. Die Trennungslinien sind heute nicht mehr pfeilgerade, sondern gebogen, aber sie sind nicht verwischt und immer transparent.

Dieser Organismus, wie Voigt Watson nennt, leiste viel in der Gruppe, sei dadurch sehr innovativ und am Puls der Interaktion. «Diese Gruppenprozesse zu moderieren, ist etwas, das mir wahrscheinlich schon noch liegt», fasst Voigt etwas zu bescheiden zusammen. Seine Managerseiten hat Voigt schon früh entdeckt – jedoch weniger als Talent, sondern vielmehr als Ausweg aus den eigentlichen Berufswünschen. So wollte er als Teenager Fussballer werden. «Ich konnte ziemlich gut Fussball spielen, bis ich dann so wahnsinnig gewachsen bin», beschreibt er das Zerplatzen seines ersten Kindheitstraums. Der nächste Berufswunsch war Fotograf. Auch diesen setzte er in die Tat um. «Eigentlich fehlte mir aber das Talent», so Voigt spottend. Danach versuchte er als Schlagzeuger seine musikalische Seite, musste jedoch erkennen, dass er nicht gut genug war, um seinen Ansprüchen standzuhalten. Ganz so talentfrei, wie er sich beschreibt, war Voigt aber wohl doch nicht – vielmehr anspruchsvoll: «Ich bin halt einigermassen ehrgeizig. Nicht so gut zu sein, wie ich möchte, wäre mir peinlich.» Diese Einstellung hat ihn dazu verleitet, eine Band zu managen anstatt mitzuspielen. In Newcastle, England, gründete er gar sein eigenes Plattenlabel und reiste mit einem Frauenduo um die Welt. So stellte sich zum Schluss heraus, dass er lieber organisiert und einen Organismus füttert und steuert. Eine positive Entwicklung, wie er rückblickend weiss: «Ich hätte immer so gerne ein eindeutiges künstlerisches Talent gehabt. Heute bin ich aber sehr froh darüber, dass ich mich anders behelfen musste.»

Als ehemaliger Journalist schreibt Voigt heute immer noch gerne selber – nur sei das leider meist lediglich noch in der Freizeit möglich. Dafür kann sich Voigt inzwischen auch schriftstellerische Projekte ausmalen: «Ich möchte irgendwann gerne ein Buch schreiben», erzählt er begeistert. Wovon es handelt, steht auch bereits fest: Medienwandel. Ob dies jedoch eine Analyse oder eher ein Werk der Belletristik wird, soll sich noch zeigen.

Zugunsten des Neuen

Gerade hat Watson die ersten 20 Millionen Franken aufgebraucht, weitere Investitionen sind gesprochen. Voigt selbst spricht zwar von guten Nutzerzahlen, von erfüllten Erwartungen auch in den kommerziellen Zahlen – ein solches Grossprojekt zu leiten könnte allerdings den Eindruck erwecken, dass deren Chefredaktor etwas mehr unter Druck steht. Hansi Voigt sitzt jedoch eher in seinem Stuhl wie Mister Easy-Peasy höchstpersönlich – nicht arrogant oder unterbeschäftigt, aber auch keineswegs gestresst. Selbstverständlich arbeite er auch meist in seiner Freizeit – «das würde zumindest meine Partnerin sagen», witzelt er. Aber unter Druck scheint er nicht zu sein. Zu sehr ist er überzeugt vom Erfolg des Newsportals, zu sehr auch ehrlich begeistert davon. Dass Chefredaktion und Geschäftsleitung zu Ende des letzten Jahres auch einen Teil des eigenen Gehalts streichen mussten, nimmt er leichter als den Abgang einiger Mitarbeiter. «Das war sehr hart – vor allem auch, da man den einzelnen Personen nichts vorwerfen konnte. Obwohl auch sie alle bereits wieder irgendwo untergekommen sind. Watson ist ein guter Aufenthalt im Lebenslauf», fügt er an. Dass er letztes Jahr einige Mitarbeiter gehen lassen musste, wäre jedoch zum Fortbestand des Ganzen geschehen, erzählt Voigt. Seine Erklärungen klingen ein wenig utilitaristisch, aber auch ein wenig fatalistisch – wie auch Voigts Journalisten-Laufbahn von Cash zum Beobachter, von 20 Minuten zu Watson. Hansi Voigt sieht sich nicht als Philosoph: «Ich mache einfach gerne etwas Neues und habe Freude am Wandel», so Voigt kurz und bündig, «denn etwas nur erhalten zu wollen, damit sich nichts ändert, ist der falsche Weg».

Ursina Maurer

 

«The Great Escape» von Graubünden Ferien zum «Poster of the Year 2015» gekürt

Sunrise: Wechsel im Verwaltungsrat und in der Geschäftsleitung

Am 9. Mai 2016 wird der amtierende CEO Libor Voncina die Leitung des Unternehmens an den neuen Sunrise-CEO Olaf Swantee übergeben. Gleichzeitig gibt Sunrise bekannt, dass Peter Kurer Präsident des Verwaltungsrats der Sunrise Communications Group werden soll.

Lorne Somerville, der nach dem plötzlichen Tod von Dominik Koechlin das Amt des Verwaltungsratspräsidenten von Sunrise ad interim übernommen hatte, stellt sich an der kommenden Generalversammlung von Sunrise am 15. April 2016 nicht zur Wiederwahl als Präsident des Verwaltungsrats. An seiner Stelle wird Peter Kurer, der ehemalige Verwaltungsratspräsident der UBS AG und Partner von BLR & Partners, Thalwil, als neues Mitglied und Präsident des Verwaltungsrats sowie als Mitglied des Nominations- und Vergütungsausschusses zur Wahl vorgeschlagen. Peter Schöpfer, stellvertretender Verwaltungsratspräsident und Vorsitzender des Nominations- und Vergütungsausschusses, Jesper Ovesen, Vorsitzender des Prüfungsausschusses, und Lorne Somerville, Mitglied des Nominations- und Vergütungsausschusses, stellen sich zur Wiederwahl zur Verfügung. Daniel Pindur und Siddharth Patel treten per Ende der Generalversammlung am 15. April 2016 aus dem Verwaltungsrat zurück.

Der Generalversammlung wird zudem Michael Krammer, der Telekommunikationsunternehmer und ehemalige CEO von Orange in Österreich und e-Plus in Deutschland, ebenso wie Fund Managerin Robin Bienenstock, die zuvor als leitende Analystin bei der globalen Investmentgesellschaft Sanford Bernstein tätig war, zur Wahl in den Verwaltungsrat von Sunrise vorgeschlagen. Beide sollen zudem im Prüfungsausschuss des Verwaltungsrats Einsitz nehmen.
 

Zu guter Letzt: GGG Kulturkick eine verpasst

Suan Conceptual Design hat sich für GGG Kulturkick mit der Problematik befasst, dass sich viele jugendliche Kulturschaffende unsicher in der Frage fühlen, ob ihr Projekt eine Förderung verdient hätte – und antwortet mit einem schelmischen Visual.

Die Jugendlichen sollen damit ermutigt werden, die Hürde zu überwinden und den Formularkrieg anzugehen. Dafür wurden vier Ambassadoren, die bereits tatsächlich finanziell gefördert wurden, auf witzige Weise portraitiert. Auf ihr Bild wird der Formular-Entscheid «gefördert» gestempelt, der Informationen zu Identität und Art des Projekts der jungen Erwachsenen vermittelt.

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Die Förderstelle GGG Kulturkick bietet finanzielle Unterstützung kreativer und künstlerischer Ideen und Projekte Jugendlicher und junger Erwachsener in der Region Basel. Mittels Beratung, finanzieller Starthilfe und Wissenszugang entstehen somit neue Möglichkeiten für die Realisierung von Jugendkulturprojekten. Die junge Basler Agentur hat den von GGG Kulturkick ausgeschriebenen Kampagnen-Wettbewerb gewonnen.

Susanne Hartmann und André Konrad, die geschäftsführenden Partner von Suan Conceptual Design wurden für ihre Arbeiten bei verschiedenen früheren Arbeitgebern schon vielfach mit Designpreisen ausgezeichnet. Per 1. Januar 2015 haben sie sich unter dem Namen Suan in Basel selbständig gemacht (uma)

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Deutsches TV-Geschäft kurbelt Wachstum des RTL-Konzerns an

Sprudelnde TV-Werbeeinnahmen in Deutschland treiben Umsatz und Betriebsgewinn des europäischen Fernsehkonzerns RTL Group auf Rekordhöhen. Auch das Digitalgeschäft unterstützte das Wachstum.

Der Konzernerlös legte im vergangenen Jahr um 3,8 Prozent auf mehr als 6 Milliarden Euro zu, wie die Bertelsmann -Tochter am Donnerstag mitteilte. Auch das Digitalgeschäft und günstige Wechselkurseffekten unterstützten das Wachstum. Vom starken Dollar profitierte die Produktionstochter FremantleMedia. Das Betriebsergebnis kletterte 2015 um 2 Prozent auf 1,17 Milliarden Euro, etwas stärker als von der Konzernleitung in Aussicht gestellt und von Branchenexperten erwartet. Der Überschuss, der im Vorjahr von Sondereffekten belastet worden war, stieg sogar um 21 Prozent auf 789 Millionen Euro und übertraf damit die Marktprognosen deutlich.

«Trotz eines gemischten Bildes der globalen Wirtschaft war 2015 ein Rekordjahr für die RTL Group», bilanzierten die Konzernchefs Anke Schäferkordt und Guillaume de Posch. «Unsere grösste Einheit, die Mediengruppe RTL Deutschland, ist deutlich gewachsen und erzielte einen weiteren Rekordgewinn – und das bereits das vierte Jahr in Folge.»

Das Deutsche TV-Geschäft lieferte mit einem Ergebniswachstum um 5,2 Prozent auf 684 Millionen Euro erneut den Löwenanteil des Gewinns. Das entspricht einer Umsatzrendite von 32 Prozent.

Das Digitalgeschäft mit Online-Videos wuchs um 72 Prozent auf 508 Millionen Euro. Das waren rund 8 Prozent der Konzernerlöse. Aus der traditionellen Einnahmequelle Fernseh- und Radiowerbung stammen nur noch 54 Prozent der Erlöse. Beim deutschen Rivalen ProSiebenSat.1 sind es noch 60 Prozent. 22 Prozent der Umsätze lieferte bei RTL das Geschäft mit Inhalteproduktionen.

Im laufenden Jahr erwartet der RTL-Konzern bei stabilen oder leicht wachsenden europäischen TV-Werbemärkten erneut steigende Umsätze und ein stagnierendes Betriebsergebnis. (SDA)

 

Der Impact Check der Werbewoche

Wir zeigen, wie aktuelle Printkampagnen bei den Konsumenten abschneiden. Diesmal hat das Sujet der Schweizer Bauern grossen Anklang gefunden.

Das Sujet der Schweizer Bauern gefällt den Befragten am besten (14,1 %). Es hebt sich auch stark von anderen Anzeigen ab (8,9 %). Ausserdem passt es gemäss den Befragten sehr gut zur Marke (17,6 %), rangiert in der ungestützten Erinnerung aber eher im oberen Mittelfeld (34,3 %). Am besten erinnern konnten sich die Befragten an das Sujet der Bank Coop (57,0 %), dicht gefolgt vom UBS-Sujet (56,6 %). Beide rangieren aber auf den unteren Plätzen der Anzeigenbewertung (Uniqueness, Brand Fit, Likeability). Das ÖKK-Sujet landet in der ungestützten Erinnerung auf dem dritten Platz (47,3 %). Auch das Sujet Swiss Music Award erzielte gute Werte. Es hebt sich am stärksten von anderen Marken ab (9,7 %) und rangiert in Sachen Brand Fit auf Platz zwei (9,7 %) – zusammen mit dem Sujet Marché Restaurant. Zudem gefällt das Sujet Marché Restaurant den Befragten am zweitbesten (11,5 %) – zusammen mit dem Sujet Swiss Mountain Spring.

Die Werbewoche präsentiert in diesem Artikel die insgesamt erzielten Awareness- Werte und die Top-Box-Bewertungen der zentralen Eigenschaften. Durchgeführt wurde die Onlinebefragung von Marketagent.com. (uma)

Zum detaillierten Ergebnisbericht (PDF)

Die abgefragten Sujets:

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Details zu Fragestellung und Methodik finden Sie unter Werbewoche.ch, Webcode Impactcheck.

Schaffhauser Nachrichten stossen zu Media Commons

Die Herausgeberin der Schaffhauser Nachrichten, die Meier + Cie Schaffhausen, setzt auf NP8. Der Ende 2015 gegründete «Media Commons Verein» freut sich über ein neues Mitglied.

Die Meier + Cie wird ihre neue Onlineplattform auf NP8, der Drupal-basierten Portal-Plattform, neu aufbauen. Dazu ist sie dem Verein beigetreten und hat das entsprechende Weiterentwicklungs-Budget gesprochen. Das Portal soll im Sommer 2016 live gehen und wird von Somedia Productions in enger Zusammenarbeit mit der Meier + Cie entwickelt.

 

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