Scholz & Friends Zürich gewinnt Sunrise

Nach einem Pitch entscheidet sich das Telekommunikationsunternehmen Sunrise für Scholz & Friends Zürich. Die Zusammenarbeit startet im April 2011.

Scholz & Friends Zürich ist die neue Above-the-Line-Agentur von Sunrise Communications. In einem Pitch konnte sich die Agentur gegen vier Mitbewerber durchsetzen. Oliver Steil, CEO Sunrise Communications: «Scholz & Friends Zürich hat uns sowohl durch das strategische Markenverständnis als auch durch ein starkes, markenprägendes kreatives Konzept überzeugt.»

Die Agentur wird künftig die Entwicklung und Umsetzung der klassischen Kommunikationsmassnahmen und die Orchestrierung der Kampagnen am Verkaufspunkt verantworten. Im Zentrum der Marketing- und Kommunikationsaufgaben wird die strategische und kreative Neuaufladung der Dachmarke Sunrise und die Profilierung der Produkt- und Preispolitik des Unternehmens stehen, wie Scholz & Friends am Dienstag mitteilte. Die neuen Kommunikationsmassnahmen werden innerhalb der kommenden Monate realisiert werden.
 

SBB muss israelkritisches Plakat im HB Zürich aufhängen

Die SBB muss auf Geheiss des Bundesverwaltungsgerichts im Zürcher Hauptbahnhof ein israelkritisches Plakat der Aktion Palästina-Soldarität aufhängen. Laut Gericht hat die SBB mit ihrem Verbot die Meinungsfreiheit verletzt.

Das Plakat war von der Allgemeinen Plakatgesellschaft (APG) im März 2009 im Auftrag eines Mitglieds der Aktion Palästina-Solidarität zunächst an mehreren Stellen des Hauptbahnhofs ausgehängt worden. Nach drei Tagen veranlasste die SBB die Entfernung, nachdem sie auf den politischen Inhalt aufmerksam gemacht worden war.

Gang vors Bundesgericht möglich

Das Plakat richtet sich gegen die Siedlungspolitik Israels und enthält den Satz «Israel: mit Gewalt errichtet auf dem Boden der Palästinenser» und dem Aufruf «Unrecht verlangt Widerstand!». Das Bundesverwaltungs- gericht hat die von der Auftraggeberin gegen den Entscheid der SBB erhobene Beschwerde nun gutgeheissen.

Die SBB wird angewiesen, den umstrittenen Plakataushang zu bewilligen. Der Entscheid kann innert 30 Tagen noch beim Bundesgericht angefochten werden. In ihrem Urteil kommen die Richter in Bern zum Schluss, dass die SBB mit ihrem Verbot die Meinungsfreiheit verletzt hat.

Generelles Verbot geht zu weit

Die Bundesbahnen seien bei der Nutzung der Bahnhofswände durch Dritte an die Einhaltung der Grundrechte gebunden. Ihre Weigerung hatte die SBB mit einem internen Reglement begründet, wonach Werbungen und Botschaften «zu aussenpolitisch brisanten Themen für sämtliche Medien ausgeschlossen sind».

Gemäss dem Urteil geht dieses generelle Verbot zu weit. Bahnhöfe mit ihren vielen Passanten würden einen wichtigen Raum für den Austausch von Meinungen darstellen. Durch die fragliche Bestimmung werde jegliche Meinungsäusserung mit Bezug zum Ausland unterbunden.

Eine mildere, aber ebenso geeignete Massnahme wäre laut Gericht eine Bewilligungspflicht für Meinungsäusserungen, welche eine unmittelbare und schwere Gefährdung der öffentlichen Sicherheit oder des ordnungsgemässen Bahnverkehrs bewirken könnten. Das sei beim umstrittenen Plakat nicht der Fall.

Kein Aufruf zu Gewalt

Es sei diskret gestaltet und beinhalte weder auffällige noch schockierende Bilder. Im eher kämpferischen Tonfall des Texts könne kein Aufruf zu Gewalt oder anderen rechtswidrigen Handlungen gesehen werden. Widerstand bedeute nicht automatisch auch Gewalt, und es werde auch nicht zu konkreten Aktionen aufgerufen.

Dass das Plakat keine schwere Gefahr für Sicherheit und Ordnung darstelle, zeige sich bereits an der Tatsache, dass es schon drei Tage aufgehängt gewesen sei, ohne dass es zu Sachbeschädigungen oder Demonstrationen gekommen wäre. Auch werde weder die Zirkulation der Bahnhofsbenutzer noch sonst der Bahnbetrieb behindert. (SDA)
 

 

Tamedia prüft den Verkauf der Radio- und TV-Sender

Im Zuge der Fusion passen die Medienhäuser Edipresse Schweiz und Tamedia ab 1. Mai 2011 ihre Unternehmensorganisation an und konzentrieren sich künftig auf ihr Kerngeschäft – Zeitungen, Zeitschriften sowie Onlinemedien. Ein Verkauf der Radio- und TV-Aktivitäten sowie der Fachmedien Mobil mit Automobil Revue und Revue Automobile wird geprüft.

Angesichts beschränkter Synergiepotentiale und einer nach Ablauf der geltenden Sendekonzessionen unsicheren Konzessionserteilung könne sich Tamedia einen Verkauf der vier Sender Radio 24, Capital FM, Tele Bärn und Tele Züri vorstellen. Als Konsequenz sei auch die Beteiligung von Edipresse Schweiz an La Télé nicht mehr von strategischer Bedeutung. In den nächsten Wochen sollen Gespräche mit möglichen Käufern aufgenommen werden. Die Prüfung soll bis Ende Jahr abgeschlossen sein.

In den nächsten Jahren will Tamedia ausserdem mit Investitionen in ihre Onlineplattformen sowie weiteren Beteiligungen an Onlineunternehmen wachsen. Bereits im Jahr 2012 sollen 25 Prozent des Ergebnisses mit digitalen Angeboten erzielt werden. Die Informatik des neuen Unternehmens wird schrittweise vereinheitlicht und ab 2013, nach Auslaufen des Vertrags mit Swisscom IT Services, vollständig im Eigenbetrieb geführt.

Edipresse wird Unternehmensbereich

Edipresse Schweiz wird als eigener Unternehmensbereich unter der Leitung von Serge Reymond weitergeführt. Der 47-jährige Mathematiker und Wirtschaftswissenschafter ist seit 2009 Geschäftsführer von Edipresse Schweiz und war zuvor als Geschäftsführer bei der Naville S.A. sowie bei der Swatch Group tätig. Er wird gleichzeitig Mitglied der Unternehmensleitung von Tamedia.

Die Online-Marktplätze sowie die Online-Services werden mit der Schaffung des neuen Unternehmensbereichs Digital von Christoph Tonini geleitet, dem stellvertretenden Vorsitzenden Unternehmensleitung. Gleichzeitig ist Tonini für den Bereich Medien Schweiz zuständig. Ueli Eckstein bleibt für den Unternehmensbereich Espace Media, Rolf Bollmann für den Unternehmensbereich Medien Zürich verantwortlich.

Sämtliche Vorstufen- und Druckaktivitäten werden im Unternehmensbereich Verlagsservices zusammengefasst. Die Leitung des Unternehmensbereichs Verlagsservices bleibt bei Andreas Schaffner. Der Unternehmensbereich Finanzen vereint unter der Leitung von Sandro Macciacchini alle Finanz-, Im­mobilien und IT-Dienstleistungen des Unternehmens. Mit dem Vorsitzenden der Unternehmensleitung, Martin Kall, umfasst die Unternehmensleitung von Tamedia damit neu sieben Mitglieder.

Übersicht: Zum Organigramm Tamedia

Edipresse-Geschäftsführer neu im Verwaltungsrat 
 

Karl Dietrich Seikel, seit 1996 Mitglied des Verwaltungsrates von Tamedia, stellt sich nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung. Der frühere Geschäftsführer des Spiegel-Verlages will sich in Zukunft wieder vermehrt im deutschen Verlagsumfeld engagieren. Tibère Adler, seit 2005 Geschäftsführer der Groupe Edipresse, wird an der Generalversammlung vom 6. Mai 2011 zur Neuwahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen. Der 1963 in Genf geborene Jurist, der eine Managementausbildung am IMD in Lausanne absolvierte, ist seit 1993 für die Groupe Edipresse tätig. Mit der Wahl in den Verwaltungsrat von Tamedia wird Tibère Adler alle operativen Aufgaben bei Edipresse Schweiz abgeben.

Nach Märkten gegliederte Segmentberichterstattung

Gleichzeitig mit der Publikation des Halbjahresergebnisses am 31. August 2011 führt Tamedia eine nach Märkten gegliederte Segmentberichterstattung ein. Das Geschäftsfeld Print regional umfasst sämtliche Regionalzeitungen und Anzeiger. Das Geschäftsfeld Print national umfasst alle Zeitungen und Zeitschriften mit einer überregionalen Ausrichtung. Alle bisher im Geschäftsfeld Verlagsservices ausgewiesenen Bereiche werden in das Geschäftsfeld Print regional eingegliedert.
 

Geschäftsfelder Medien (Auswahl)
Print regional 24 heures, BZ Berner Zeitung, Der Bund, Tages-Anzeiger, Tribune de Genève, Zürcher Unterländer, Zürichsee-Zeitung, Anzeiger, Lesermarkt-Services, Zeitungsdruckzentren
Print national 20 Minuten, 20 Minuten Friday, 20 minutes, Annabelle, Automobil Revue, Das Magazin, Femina, Finanz und Wirtschaft, L’essentiel, Le Matin, Le Matin Dimanche, Schweizer Bauer Schweizer Familie, SonntagsZeitung, Télé top matin
Digital 20 Minuten Online, car4you.ch, homegate.ch, jobup.ch, lessentiel.lu, Newsnetz, search.ch, Radio- und TV-Aktivitäten

Fusion bereits 2011

Wie die Unternehmen vergangene Woche mitteilten, erfolgt der Zusammenschluss bereits 2011 – und nicht wie geplant erst 2013. Durch die Fusion entsteht das nach der SRG, Publigroupe sowie Ringier das viertgrösste Medienhaus mit einem Umsatz von rund 1'170 Millionen Franken und einem Ergebnis von 152 Millionen Franken auf Stufe Ebit (jeweils Basis 2010). Das Unternehmen beschäftigt insgesamt 3’398 Mitarbeitende (Vollzeitstellen am 31. Dezember 2010). Hauptstandorte sind Bern, Genf, Lausanne und Zürich.

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Tamedia mit Gewinnsprung im 2010

(Teaserbild: Keystone)

 

SFLB: Zu Ostern neue Sujets für Floralp

Spillmann Felser Leo Burnett hat die Floralp-Kampagne weitergeführt. Nachdem letzte Weihnachten Teigmänner der Vorzugsbutter verfielen, hat jetzt auch der Osterhase seine Liebe zur ihr entdeckt.

Ein weiterer Beweis dafür, dass Floralp nicht nur für Teigtierli unwiderstehlich sei, sondern für alle anderen auch, kommentiert die Agentur. Die neuen Sujets sind ab sofort in der Deutsch- und Westschweiz zu sehen.

Verantwortlich bei Floralp: Peter Ryser (Geschäftsführer BO Butter), Martin Rüst (Leiter Werbung + Media SMP), Angela Perniola, Daniela Schmutz (Projektleitung SMP), Matthias Glauser (AMS Media). Verantwortlich bei SFLB: Martin Spillmann, Patrick Suter (CD), Oli Kreienbühl (AD), Reto Vogler (Text), Béa Weilenmann, Pam Hügli (Beratung), Suzana Kovacevic (Art Buying); Sonder-Plakatformat (APG, Clear Channel) Fotograf: David Willen, Bildbearbeitung: Tanja Willen, 3D-Umsetzungen: Philipe Chrétien.

 

Geht Tele Züri an Ringier?

Für Ringier ist der Kauf des Privatfernsehsenders Tele Züri offenbar eine Option. Das Medienhaus hält derzeit bereits 51 Prozent der Aktion von Energy Zürich, Energy Bern ist zu 100 Prozent in Ringier-Besitz.

Es sei kein Geheimnis, dass Ringier an einer Ausweitung seiner Aktivitäten im TV-Bereich interessiert sei, sagte Sprecher Edi Estermann am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Noch sei aber nichts entschieden. «Es gibt mehrere Fernsehsender, die wir uns anschauen», sagte Estermann. Zu Tele Bärn wollte er sich nicht konkret äussern, zu Capital FM sagte er lediglich, der Sender stehe «im Moment nicht auf unserem Radar». Schliesslich sei man mit Radio Energy schon gut in Bern verankert. 

 

Schon heute verfügt Ringier über verschiedene Beteiligungen: An Sat1 (Schweiz) hält der Medienkonzern 50 Prozent, an Teleclub 33,3 Prozent, an der Produktionsfirma Grundy Schweiz 35 Prozent. Dazu kommen etwa Presse TV, Ringier TV Productions und Ringier Web TV.

 

Ogilvy & Mather: Barbie Journal lanciert

Die wohl berühmteste Blondine der Welt meldet sich mit ihrem Barbie Journal Frühling/Sommer 2011 zurück. Verantwortlich zeichnet Ogilvy & Mather. 

Das 40-seitige Barbie Journal ist zweiteilig gestaltet und präsentiert neben Barbie und ihrer Welt die neuen Stars aus dem Hause Mattel – die Clique um Frankie Stein von der Monster High Schule. Das Barbie Journal, mit grossem Wettbewerb, erscheint halbjährlich in einer Auflage von 49'500 Exemplaren und ist seit Ende März kostenlos erhältlich im Spielwarenfachhandel, bei Manor, Migros und an anderen POS-Stellen.

Verantwortlich bei Mattel, Bern: Stefan Bertschi (Marketing Manager), Corinne Ehrsam (Brand Manager). Verantwortlich bei Ogilvy & Mather: Thomas Bolliger (Creative Direction), Stephanie van Ophuisen (Art Direction), Krasso Lindwurm (Text), Patricia Ottinger (Beratung).

 

Evoq für Ringier Print: Partei mit eigener Wahlzeitung lanciert

Mit der Gründung der Partei RP und einer Wahlzeitung mischt Ringier Print die Schweizer Parteilandschaft im Hinblick auf die National- und Ständeratswahlen auf. Zur Zielgruppe gehören heutige und künftige Parlamentarier, Parteipräsidenten und Kommunikationsagenturen.

Mit der Wahlzeitung und dem Parteislogan «RP – Wir machen Druck» will die Zeitungsdruckerei potentielle Parlamentskandidaten auf die Werbewirkung des Kommunikationsmittels «Zeitung» aufmerksam machen und aufzeigen, wie Ringier Print zum Wahlerfolg beitragen kann. Anhand einer Schweizer Karte ist für die Interessenten ersichtlich, wie viele Wähler sie in welchen Kantonen erreichen können. Mittels konkreten Rechenbeispielen erfahren die Kandidaten, was eine Wahlzeitung kostet. Mit dem Slogan «Wer die Ringier-Print-Partei wählt, weiss, was er hat» will die Zeitungsdruckerei den Wahlherbst 2011 bereits heute lancieren. Unterstützt wird die Druckerei dabei von der Zürcher Agentur Evoq Communications.

Verantwortlich bei Ringier Print: Michael B. Norton (Leiter Marketing und Verkauf), Nadine Zuberbühler (Gestaltung). Verantwortlich bei Evoq Communications: Adrian Schaffner (Mandatsleitung), Judith Knapp (Konzept), Nadine Burri (Text).

Tamedia mit Gewinnsprung im 2010

Am Dienstag informierte Tamedia nicht nur über die neue Unternehmensorganisation, sondern auch über das vergangene Geschäftsjahr. Das Medienhaus steigerte seinen Umsatz 2010 auf 806 Millionen Franken und weist einen Gewinnsprung aus. Gewachsen ist Tamedia vor allem durch die neu erworbenen Tageszeitungen Zürcher Unterländer und Zürichsee-Zeitung.

Der Gewinn kletterte um 137,3 Prozent auf 110,8 Millionen Franken. Der Umsatz der Tamedia-Gruppe stieg um 7,6 Prozent auf 806,3 Millionen Franken. Das Betriebsergebnis auf Stufe Ebit nahm um 121,5 Prozent auf 112,4 Millionen Franken zu, die entsprechende Marge verbesserte sich von 6,8 Prozent auf 13,9 Prozent. Alle Unternehmensbereiche erreichten auf Stufe Ebit schwarze Zahlen.

Edipresse verkleinert Verlust – Zusammenschluss mit Tamedia bereits 2011

Die positive Umsatzentwicklung sei in erster Linie auf die erstmalige Berücksichtigung der Regionalzeitungen Zürcher Unterländer und Zürichsee-Zeitung, die Pendlerzeitungen 20 Minuten und 20 Minutes, die Stellenplattformen von Jobup sowie die auf Anfang 2010 neu erworbene Plattform Search.ch zurückzuführen, schreibt Tamedia in einem Communiqué. Das Geschäftsfeld Elektronische Medien legte um 23,6 Prozent zu. Auch die Zeitschriften, insbesondere 20 Minuten Friday und Schweizer Familie, seien dank hoher Rentabilität zu einem wichtigen Ertragspfeiler geworden.

Für das laufende Jahr rechnet Tamedia auf Basis der Konjunkturprognosen des Staatssekretariates für Wirtschaft Seco mit einem moderaten Wachstum der Werbeinvestitionen und im Jahresverlauf steigenden Umsätzen mit Stelleninseraten.

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Mediapulse: New Establishment Survey 2010 publiziert

Mediapulse hat zum zweiten Mal den New Establishment Survey erhoben. Dieser erfasst die Empfangstechnologie und die Empfangsgeräte in Schweizer Haushalten mit einem Fokus auf Radio und Fernsehen.

Der Anteil von Haushalten, die über mindestens ein TV-Gerät zum Empfang von Programmen verfügen, ist mit 92 Prozent gegenüber 2009 stabil geblieben (TV-Haushalte). Nach wie vor empfangen rund drei Viertel aller TV-Haushalte das Fernsehprogramm über einen Kabelanschluss. Gut 17 Prozent beziehen ihre Programme via Satellitenschüssel und circa 7 Prozent über eine digitale Empfangsantenne (DVB-T). IPTV (Internet Protocol Television) kommt auf einen Wert von 12 Prozent. Gut jeder achte TV-Haushalt verfügt Zugang zu mehr als einem Verbreitungsweg.

Von allen TV-Haushalten können mittlerweile 55 Prozent das TV-Programm in digitaler Qualität empfangen. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich dieser Wert um 3 Prozentpunkte. Es zeigen sich jedoch gewisse regionale Unterschiede. Die lateinische Schweiz (62 Prozent in der Suisse romande und 59 Prozent in der Svizzera italiana) ist hinsichtlich des digitalen TV-Zugangs der Deutschschweiz (53 Prozent) voraus. Bereits in jedem fünften Fernsehhaushalt kann – unabhängig vom Empfangsweg – Fernsehen in HD-Qualität genossen werden. Somit steigerte sich dieser Wert gegenüber der Vorjahresstudie um über einen Drittel.

Nur leicht mehr Digitalradios

95 Prozent aller Schweizer Haushalte verfügen über ein Radiogerät (ohne Computer). Herkömmliche Radiogeräte erfreuen sich dabei noch immer grosser Beliebtheit. Die Durchdringung der Haushalten mit DAB/DAB+-fähigen Geräten ist leicht angestiegen und liegt gesamtschweizerisch neu auf rund 9 Prozent. Hier zeigt sich im Vergleich zum Fernsehen ein umgekehrtes regionales Bild. 10 Prozent aller Deutschschweizer Haushalte können mit diesem Endgerät Radio in digitaler Qualität terrestrisch empfangen. In den beiden anderen Sprachregionen liegen diese Werte leicht tiefer.

Zusätzliche Informationen zur Studie, welche von Publica Data vermarktet wird, können unter Publicadata.ch aufgerufen werden.
 

Ringier lanciert monothematisches Tablet-Magazine

Der Medienkonzern Ringier hat am Dienstag sein neuestes digitales Produkt an den Start geschickt. «The Collection» ist ein monothematisches Magazin für Tablet-Computer. Es erscheint in Deutsch, Englisch und Chinesisch und steht ab sofort im App Store zum Download bereit.

Mit The Collection richtet sich Ringier «an global interessierte Personen, die digitale Informationsmedien mit grossem Unterhaltungswert schätzten». Entwickelt wurde das Tablet-Magazine von Ringiers Journalisten, Grafikern und Technikern in der Schweiz und Vietnam. 

In rund einem halben Jahr hat die Collection-Crew um Chefredaktor Peter Hossli und Creative Director Stéphane Carpentier unter der Leitung von CEO Thomas Trüb die erste Ausgabe vom Prototypen zur Vollversion geführt – in Kollaboration zwischen Zürich, Lausanne und Ho-Chi-Min-Stadt. «Wir wollen regelmässig weitere Themen lancieren und sind bereits in der Produktion der nächsten Ausgaben», so CEO Thomas Trüb. Vorerst nur für iPads erhältlich, soll The Collection im zweiten Quartal 2011 zusätzlich für Android-basierte Tablets verfügbar sein. Geplant sind ausserdem weitere Sprachversionen.

Das Thema der ersten Ausgabe ist «Prinz William – Der Hoffnungsträger der britischen Monarchie». Sie vermittelt mit interaktiven Spezialeffekten einen Einblick in das Leben und Wirken des jungen Prinzen. Nach der Hochzeit Ende April wird sie mit aktuellen Bildern und Informationen erweitert – kostenlos für alle, die sich die App bereits heruntergeladen haben. Unterstützt wird die erste Ausgabe durch den Sponsoringpartner Schweiz Tourismus. Der Preis liegt in Europa bei 3.99 Euro und in der Schweiz bei 5.50 Franken.

Itunes.apple.com

 

Tamedia/Edipresse: Neuer Marketingleiter für die Online-Marktplätze

Die Online-Marktplätze von Edipresse und Tamedia, die in der gemeinsamen Organisation Classified Online zusammengefasst sind, erhalten mit Fabian Marbot per 1. Mai 2011 einen neuen Leiter Marketing. Er tritt die Nachfolge von Myriam Reinle an, die am 1. Juli 2011 die Geschäftsführung des Fahrzeugportals Car4you.ch übernimmt.

Als Leiter Marketing Classified Online zeichnet Fabian Marbot für die gesamten Marketingaktivitäten der Immobilienplattform Homegate.ch sowie der Stellenportale Alpha.ch, Jobup.ch und Jobwinner.ch verantwortlich. Im Rahmen dieser Aufgabe nimmt er Einsitz in die Geschäftsleitungen der Homegate AG und der Jobup AG. Für die Datingsite Sswissfriends.ch und die Fahrzeugplattform Car4you.ch ist Fabian Marbot in beratender Funktion im Bereich Marketing tätig.

Der 31-jährige Betriebsökonom verfügt über mehrere Jahre Online- und Marketing-Erfahrung. Er war Marketingleiter beim Modehaus Bayard Wartmann, bevor er als Category Manager für Mode und Lifestyle zur Auktionsplattform Ricardo.ch wechselte. Von 2008 bis 2010 war Fabian Marbot bei Espace Media als Produktmanager Online und später als Leiter Online Medien tätig. Zuletzt arbeitete er als Director bei Omnimedia, der Vermarktungsorganisation der Scout-Gruppe.

 

Net-Metrix: Viel Traffic auf Nachrichtenseiten

In Krisensituationen beschafft man sich aktuelle Informationen gerne im Internet. Die Messstatistik Net-Metrix-Audit zeigt für den Monat März eine enorme Nachfrage nach Newssites. Der Traffic stieg auf diesen Seiten um 20 Prozent oder mehr gegenüber dem Vormonat.

Am 8. April wurden im Rahmen der Messstatistik Net-Metrix-Audit die März-Traffic-Daten von 202 von Net-Metrix gemessenen Sites und 15 Pools veröffentlicht. Das Gros der Websites zeigt im März gegenüber dem Vormonat eine Traffic-Zunahme, was in Anbetracht des kurzen Februars wenig überrascht. Vor allem die Newssites konnten jedoch überproportional zulegen: Die grossen News-Titel der Top Ten zeigen alle eine Steigerung der Visits von 20 Prozent und mehr. Auch die Unique Clients konnten oft im zweistelligen Prozentbereich zulegen. Vor allem das Bedürfnis nach Informationen über die Situation in Japan, aber auch über die Krise in Libyen, schlug sich deutlich im Traffic nieder, wie Net-Metrix am Montag mitteilte.

Tabellen: Traffic-Entwicklung der Top Ten gegenüber Vormonat

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Die gesamte Publikation von Net-Metrix-Audit wird jeweils am 6. Arbeitstag nach Monatsende aufgeschaltet und ist frei zugänglich: Net-metrix.ch. 

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