BBC Farsi: Iranische Reporter festgenommen

Fünf einheimische Reporter, die für den Nachrichtensender BBC Farsi arbeiten, sind im Iran festgenommen worden. Die Reporter waren daran, Dokumentarfilme für das Farsi-sprachige Programm von BBC zu drehen.

Sie hätten dafür keine Erlaubnis vom Aussenministerium gehabt. Nach Angaben von staatlichen Medien am Montag wurden die Journalisten am Samstag von Sicherheitskräften in Gewahrsam genommen. Kultusminister Mohammad Hosseini bestätigte die Festnahme der Reporter, wie die Agentur Isna gemäss SDA berichtete.

Im Iran werde der Farsi-Sender von BBC über Satellit empfangen und von der iranischen Regierung bezichtigt, «anti-revolutionäre Programme» auszustrahlen. Deshalb stellt das iranische Regime keine Drehgenehmigungen im Iran aus. Wie Kultusminister Hosseini weiter sagte, bereite BBC Farsi Probleme und alle in Iran tätigen Reporter sollten nicht für den Sender arbeiten.

Der Kultusminister ist gemäss SDA zuständig für die Akkreditierung iranischer Reporter, die für ausländische Medien in der Islamischen Republik arbeiten. Ohne die Zustimmung aus dem Ministerium dürfen ausländische Medien nicht im Iran arbeiten. Für ausländische Medienberichterstatter ist die Arbeit vor allem seit der umstrittenen Präsidentschaftswahl von 2009 schwierig geworden.
 

Supertext: Fünf-Jahre-Jubiläum gefeiert

Vorletzten Donnerstag lud Supertext zum 5-Jahre-Jubiläum in ihre Räumlichkeiten in Zürich West. Die Text- und Übersetzungsagentur ging am 1. Februar 2006 online.

Die Entstehung der Agentur wurde mit Kunden und Partnern, 14kg argentinischem Rindfleisch, 60 Empanadas, 189 Flaschen Superbräu und 289 Scrabble-Buchstaben gefeiert. Agentur beschäftigt unterdessen 10 fest angestellte Mitarbeitende, hat einen Freelancer-Pool von mehr als 300 vertraglich gebundenen Autoren, Textern, Lektoren, Korrektoren, Übersetzern und Kunden wie Swissmilk, Ovomaltine, Ochsner Sport, Coca-Cola, Hirslanden, Toshiba, Billag, Migros Kulturprozent, aber auch Agenturen wie Wirz, KSB, Unic oder Burson-Marsteller.
 

Forster Ehrler: Konkurrenz für Muotathaler Wetterpropheten

Forster Ehrler hat für Edelweiss Air eine neue Kampagne gestartert. Im Mittelpunkt stehen die Wetterschmöcker aus Mauritius, den Malediven und Kapstadt.

Die Heimat der Wetterschmöcker ist gleichzeitig der Angebotsschwerpunkt dieses Winterhalbjahres von Edelweiss Air. Anders als ihre berühmten Kollegen aus dem Muotathal beziehen sie ihre Erkenntnisse nicht von Tannzapfen, Feldmäusen oder Murmeltieren. Sondern durch die Beobachtung von Sandameisen, Bananen und Erdmännchen. Mit über 99 Prozent richtigen Prognosen liegt ihre Trefferquote deutlich über denjenigen der Muotathaler Wetterschmöcker, bei welchen die Treffsicherheit je nach Jahr und Prophet zwischen 40 und 80 Prozent schwankt. Allerdings haben es die Wetterschmöcker von Edelweiss Air auch ein wenig leichter: Dort wo sie zuhause sind ist es von September bis April durchgehend sonnig und warm.

Zum Film

Verantwortlich bei Edelweiss Air: Peter Spring (CCO), Corinne Römer (Marketing Manager), Monika Blaser (Marketing). Verantwortlich bei Forster Ehrler: Hélène Forster, Stefan Ehrler (CD), Alain Orlow (Beratung). Filmproduktion: Condor Films. Regie: Datenstrudel.
 

Zu guter Letzt: Economiesuisse unbeeindruckt von Social Media-Aktivisten?

Economiesuisse hat seine Kampagne gegen das CO2-Gesetz beendet und die im Internet publizierte Liste von unterstützenden Unternehmen und Verbänden am Freitag vom Netz genommen. Dies werten die Social-Media-Aktivisten als Erfolg ihrerseits.

Man hätte den Entscheid des Wirtschaftsdachverbandes mit grosser Genugtuung zur Kenntnis genommen. Dies erklärte Andreas Freimüller von Kampagnenforum.ch denn auch am Montag in einem Communiqué. Er hatte an der Spitze der vorwiegend auf dem sozialen Netzwerk Facebook ausgetragenen Protestaktion gegen die Liste gestanden. Dass die Liste nun vom Netz genommen wurde, wertet er als Reaktion von Economiesuisse auf die in den vergangenen Wochen getroffenen Entscheide der Outdoorfirma Mammut und des Telekomanbieters Sunrise, ihre Namen von der Liste streichen zu lassen. Die beiden Firmen hatten damit auf die massiven Online-Protestaktionen auf ihren Facebook-Unternehmensauftritten reagiert.
Economiesuisse begründet die Entfernung der bis zuletzt noch über 200 Firmen und Verbände führenden Liste jedoch anderweitig. Die Entfernung habe nichts mit den Social-Media-Aktivisten zu tun, erklärte Kampagnenleiterin Ursula Fräfel am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Die Kampagne sei von vornherein im Hinblick auf die Herbstsession geführt worden und zeitlich begrenzt gewesen. Der Nationalrat habe nun bereits zwei wichtige Entscheidungen bezüglich CO2-Gesetz getroffen: Die Streichung der Treibstoffabgabe und die Begrenzung des Klimarappens auf 5 Rappen. Da er in beiden Fällen im Sinne von Economiesuisse entschieden habe, betrachte der Wirtschaftsdachverband die Aktion mit der Liste der CO2-Gesetz-Gegner daher als gelungen und somit abgeschlossen, so Fräfel.
Und da für Economiesuisse die Aktion abgeschlossen ist, hielt der Dachverband es wohl für das Klügste, die Liste vom Netz zu nehmen, bevor noch mehr CO2-Gesetz-Gegner der «Facebook-Hetze» ausgesetzt werden und wie Mammut später kleinlaut den Schwanz einziehen.
 

Marco Rima wird Markenbotschafter des TCS

Der TCS hat Marco Rima als Markenbotschafter gewinnen können. Der Komiker soll das Leistungsangebot des Schweizer Mobilitätsclubs einem breiten Publikum vorstellen.

Zum Auftakt werden ab Oktober jeweils am Wochenende sechs Kurzfilme mit Marco Rima in der Rolle des TCS-Botschafters ausgestrahlt. Dabei fühlt er den «wahren» TCS-Experten kritisch auf den Zahn, wie der TCS in einer Mitteilung auf Presseportal.ch schreibt. Die Kurzfilme laufen landesweit auf den SRG-Sendern.

Im Film sind auch die Nebenrollen prominent besetzt. So ist Marco Rima in seinem Citroën Légère unterwegs, dem Oldtimer-Klassiker, den der Auto-Liebhaber auch privat fährt. Zum Winter sind weitere Aktionen in der Rolle des Botschafters aktuell in Planung.
 

Yahoo, Microsoft, AOL: Werbeallianz geplant

Microsoft, Yahoo und AOL wollen offenbar bei der Internet-Werbung kooperieren. Damit soll der Marktführer Google in die Schranken gewiesen werden.

So sollen Manager der drei Unternehmen Medienberichten zufolge bei einem Abendessen die Pläne wirtschaftlich einflussreichen Portal-Betreibern vorgestellt haben. Bei der Kooperation geht es gemäss Allthingsd.com um die Weitervermarktung von Werbebannern untereinander, die ein Vermarkter nicht verkauft hat.
 

Zu guter Letzt: Kampagne «Nacktes Meer»

Der für seine Projekte mit nackten Menschenmassen bekannte US-Fotograf Spencer Tunick hat für seine neueste Aktion tausend Menschen für Nacktaufnahmen versammelt. Die Aufnahmen wurden am israelischen Ufer des Toten Meers gemacht.

Das «Nacktes-Meer-Projekt» ist Teil einer Kampagne, um die Anerkennung des Toten Meers als Naturwunder der Welt zu erreichen. Am 11. November kann im Internet darüber abgestimmt werden. Das Tote Meer liegt 417 Meter unter dem Meeresspiegel und ist damit der tiefste Punkt der Welt. Angesichts der Verwendung des Wassers aus dem Jordan zur Bewässerung von Ackerflächen sinkt seit Jahren das Niveau des Toten Meers.
Sollte nicht dringend etwas unternommen werden, könnte es bis 2050 vollständig verschwunden sein.
Die Teilnehmer des Projekts seien zwischen 18 und 77 Jahre alt und überwiegend männlich gewesen. Dies berichtete die Zeitung Jerusalem Post gemäss SDA am Wochenende. Zu dem Fotoprojekt kamen die Freiwilligen auf einem Strand zusammen. Es hatte bereits im Vorfeld in Israel für Kritik gesorgt. Orthodoxe Rabbiner und Politiker warnten vor «Sodom und Gomorrha» und drohten mit juristischen Schritten, um die Aktion zu verhindern. Der jüdische Künstler meinte dazu vor den Medien: Ob seine Projekte akzeptiert würden, zeige den Grad der Offenheit und Toleranz eines Landes. Wenn ein Land Nackt-Kunst zulasse, erweise es sich als offen, progressiv und engagiert.

In den vergangenen Jahren versammelte Spencer Tunick für seine «Körperlandschaften» bereits tausende nackte Menschen für Projekte in Sydney, New York, London, Barcelona und Wien sowie auf dem Aletschgletscher. Die bisher grösste entblätterte Menschenmenge fotografierte er mit 18'000 Freiwilligen in
Mexiko-Stadt.
 

Santésuisse verliert zwei Kommunikationsprofis

Gleich zwei Kommunikationsprofis gehen bei Santésuisse Bord. Der frühere Medienverantwortliche und jetzige Delegierte für Public Affairs, Felix Schneuwly, verlässt den Krankenkassendachverband. Mit ihm geht auch die aktuelle Pressechefin Françoise Tschanz.

Die Austritte erfolgen per sofort. Beide hätten sich für einen beruflichen Neuanfang entschieden, schreibt Santésuisse am Freitag in einer Mitteilung. Als Grund dafür nennt der Krankenkassenverband die laufende Reorganisation in der Abteilung Politik und Kommunikation und die Wahl des neuen Abteilungsleiters Urs Pfenninger. Dieser kommt vom Bundesamt für Gesundheit und tritt seine Stelle im November an.

Laut santésuisse-Direktor Stefan Kaufmann kündigten Schneuwly und Tschanz selbst.
 

Highlight will Mehrheit an Escor übernehmen

Highlight Communications will die Mehrheit am Freiburger Spielautomaten- und Glücksspielkonzern Escor übernehmen. Der Film- und Sportvermarkter hält bereits 31.3 Prozent der Stimmrechte und Aktien an Escor.

Die Firma bietet 17.5 Franken pro Aktie, die noch im Publikum ist. Damit liege das Angebot 9,4 Prozent über dem Schlusskurs der Escor-Aktie vom Donnerstag. Dies teilte Highlight am Freitagmorgen mit. $

Ziel des Medienkonzerns ist es, 50.01 Prozent der Escor-Aktien in die Hände zu bekommen. Die Angebotsfrist beginnt den Angaben zufolge am 10. Oktober und soll voraussichtlich am 4. November enden. Das an der deutschen Börse kotierte Unternehmen sieht Ausbaumöglichkeiten beim Unterhaltungsangebot von Escor. Dabei will es eigenes Fachwissen einbringen. Highlight will zudem die von Escor angekündigte strategische Neuausrichtung unterstützen.

Die in Düdingen ansässige Escor ist im ersten Halbjahr 2011 tief in die roten Zahlen gerutscht. Der Konzernverlust belief sich gemäss SDA auf 3.88 Millionen Franken. In der entsprechenden Vorjahresperiode hatte Escor noch einen Gewinn von 460'000 Franken geschrieben.
 

Swisscom Business Award: Drei Unternehmen ausgezeichnet

Am diesjährige Swisscom Business Award sind die Unternehmen Gossweiler Media, Otto Fischer und die E-Service AG ausgezeichnet worden. Der Preis zeichnet Unternehmen und Institutionen aus, die Lösungen in der Kommunikations- und Informationstechnologie umgesetzt haben.

Vergeben wurde der Award in drei Kategorien vergeben: Dienstleistung (Gossweiler Media ), Handel & Logistik (Otto Fischer) und Bau & Industrie (E-Service). Der Sonderpreis Nachhaltigkeit ging an die Logifleet. Der insgesamt mit 100'000 Franken dotierte Preis wurde am Donnerstag in Zürich vergeben, wie Swisscom mitteilte.

Der Swisscom Business Award zeichnet Unternehmen und Institutionen aus, die laut Mitteilung wegweisende Lösungen in der Informations- und Kommunikationstechnologie mit einem nachweisbaren geschäftlichen Nutzen umgesetzt haben.
 

Edipresse: Rückkaufprogramm beendet

Das Verlagshaus Edipresse hat das im Oktober 2010 lancierte Aktienrückkaufprogramm über eine zweite Handelslinie offiziell per 12. Oktober 2011 beendet.

Allerdings sei seit dem 12. November 2010 keine Transaktion mehr getätigt worden. Dies schreibt Edipresse in einer Mitteilung vom Donnerstagabend. Die Edipresse-Aktien werden, wie bereits früher angekündigt, am 20. Oktober dekotiert. Offiziell bleibe die zweite Handelslinie noch bis am 12. Oktober 2011 geöffnet, ohne dass allerdings Edipresse noch weitere Käufe tätigen werde, heisst es in der Mitteilung weiter.

Ursprünglich war das Rückkaufprogramm bis zum 12. Oktober 2013 angelegt worden, wie Swissinfo.ch schreibt. Wegen der Zusammenlegung von Edipresse Schweiz und Tamedia habe Besitzerfamilie Lamunière im Mai 2011 allerdings ein öffentliches Angebot für den Rückkauf der öffentlich gehaltenen Aktien gestartet.
 

Stabile Mach-Zahlen bei den Gratiszeitungen

Die Werte der wöchentlich erscheinenden Gratiszeitungen, die in die Haushalte verteilt werden, fallen in der neuesten Mach-Studie auf. Sie erweisen sich einmal mehr als äusserst stabil.

Vor allem die deutschsprachigen Titel des Schweizer Verbandes der Gratiszeitungen VSGZ brillieren mit konstanten Reichweiten und Leserzahlen. Dies sagt deren Präsident Thomas Akermann in einer Mitteilung vom Freitag. Kurzfristig seien keinerlei signifikante Abweichungen feststellbar, die Kontaktsummen der vergleichbaren Titel bleiben sich gleich.

Auch gegenüber dem Jahr 2004 sind bei der Mehrzahl der Deutschschweizer VSGZ-Zeitungen keine Änderungen zu verzeichnen. Damit erweise sich diese Mediengattung als ein solider und nachhaltiger Werbeträger auch für die Zukunft und dies mit einer beachtlichen Reichweite, so Akermann weiter.

Das VSGZ-Kombi erreicht insgesamt 1'657’462 Haushalte in der deutsch- und französischsprachigen Schweiz.
 

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