Zu guter Letzt: Hütchenspiel für Erwachsene

Auch wenn sie ein Blickfang ist: Gigi Hadid nicht aus den Augen zu verlieren, fällt in der Kampagne für den neuen BMW M2 schwer.

Gigi Hadid ist zur Zeit eines der angesagtesten Models der Welt. Sie hat zum Beispiel Cara Delevingne als Gesicht von Topshop abgelöst, ist für Victoria's Secret über den Laufsteg gestöckelt und war in Musikvideos von Taylor Swift und Calvin Harris zu sehen. Und nun spielt sie Verstecken mit dem Zuschauer für BMW. Die bayerische Autoschmiede hat mit dem neuen (und ersten) M2 vermutlich einen Volltreffer gelandet und könnte damit an die Erfolge vergangener Kult-Modelle der M-Reihe anknüpfen. Ein Auto, das kein Mensch braucht, aber viele Menschen wollen. Es sieht umwerfend aus – und glaubt man aktuellen Tests, überzeugen auch die inneren Werte.

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Allzu innovativ muss die Werbung da nicht sein. Man nehme fünf Autos, eine schöne Frau und lässt das Ganze von Regisseur Marc Forster mit 360-Grad-Technologie abfilmen – fertig ist das mittelmässig originelle, aber technischn einwandfrei umgesetzte Versteckspiel. Auf der Microsite Eyesongigi.com darf dann getippt werden, in welchem Auto das Model am Ende der rasanten Fahrt steckt. Ungefähr so, wie beim Hütchenbetrug auf Berlins Strassen – nur hat man hier die Chance, die richtige Antwort zu erraten. Übrigens: Das 360-Grad-Erlebnis funktioniert weiterhin nur auf bestimmten Browsern in den neusten Versionen. Chrome beispielsweise. Die Kampagne wurde von der New Yorker Agentur KBS New York entwickelt, der Film von Tool produziert. (hae)

https://www.youtube.com/watch?v=OwDtPixqJLc

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UHD: UPC kritisiert SRG und Swisscom

Dass die SRG für die EM nun plötzlich doch auf UHD setzt – und zwar mit Swisscom – stösst Konkurrent UPC sauer auf. Die Zusammenarbeit wird in Zusammenhang mit Admeira gestellt.

In der vergangenen Woche haben Swisscom und die SRG verkündet, sie würden einzelne Spiele der kommenden Europameisterschaft in Ultra-HD (UHD) zeigen (Werbewoche.ch berichtete). Die neue Technologie, die ein doppelt so scharfes Bild wie der bisherige Full-HD-Standard ermöglicht, bleibt aber Swisscom-Kunden, welche die neue Box kaufen, vorbehalten. Und Neukunden, welche sie ab sofort erhalten.

Brisant: Noch im Herbst hat sich SRG-Sprecher Daniel Steiner gegenüber der Schweiz am Sonntag klar gegen die neue 4K-Technologie ausgesprochen. Investitionen wären zur Zeit noch mit zu hohen Risiken verbunden und liessen sich aufgrund der zu tiefen Gerätepopulation nicht rechtfertigen. Das heisst: Die meisten Fernseher sind heute gar noch nicht in der Lage, UHD darzustellen, sondern sind auf Full HD beschränkt. Gegenüber Blick am Abend fasst Steiner im Januar 2016 zusammen: «Die SRG wird auch die Spiele der Fussball-EM 2016 in regulärem HD ausstrahlen; eine Verbreitung in 4K ist nicht geplant.»

SRG dementiert happige Vorwürfe

Der plötzliche Sinneswandel stösst vor allem Konkurrent UPC Cablecom sauer auf. Man stelle die Zusammenarbeit in den Zusammenhang mit dem neuen, gemeinsamen Werbevermarkter Admeira, so UPC-Sprecher Bernhard Strapp gegenüber der Schweiz am Sonntag. Böse Zungen, so Strapp, könnten behaupten, die SRG verschaffe damit Swisscom einen Wettbewerbsvorteil. UPC sei jedenfalls von Seiten der SRG nicht kontaktiert worden.

Die SRG dementiert die happigen und deutlichen Vorwürfe. Sprecher Daniel Steiner sagt, beim EM-Projekt handle es sich lediglich um einen Versuch, nicht um den Regelbetrieb. Die Infrastruktur werde von Swisscom bezahlt und von der SRG gemietet. Ausserdem sei die Verbreitung des UHD-Programms auch anderen Anbietern offen.

Keine Unterstützung für UPC durch Konkurrenz

Davon will UPC momentan aber gar nichts wissen. Die Nachfrage sei zu klein, obwohl die eigene Netzinfrastruktur für die Technologie bereit wäre, so Strapp. Etwas, was er der Konkurrenz offensichtlich nicht zutraut: Er würde darauf «Wetten abschliessen», dass bei Swisscom-Kunden nebenbei das Internet zusammenbreche, wenn sie die EM in UHD schauen wollten.

Keine Unterstützung bei der SRG-Kritik erhält UPC aus dem Lager der Mitbewerber. Sunrise scheint auf den UHD-Zug aufspringen zu wollen und befindet sich laut Sprecher Roger Schaller zur Zeit in Verhandlungen mit der SRG, um die Ausstrahlung der acht EM-Spiele rechtzeitig in 4K bereitstellen zu können. Und auch Teleboy prüft zumindest für die Samsung-TV-App derzeit eine Umsetzbarkeit. (hae)
 

Unlautere Werbung: Beschwerde gegen Rivella

Weil Rivella mit Pfirsichgeschmack wirbt, obwohl kein Pfirisch drin ist, hat die Stiftung für Konsumentenschutz bei der Lauterkeitskommission (SLK) Beschwerde wegen unlauterer Werbung eingereicht.

Konkret geht es um die 2014 lancierten Rivella-Geschmacksrichtungen Pfirsich und Rhabarber (Werbewoche.ch berichtete). Die SKS stört sich nun daran, dass beim Konsumenten der Eindruck entstünde, im Getränk habe es entsprechende Fruchtbestandteile – obwohl der Geschmack nur durch natürliche Aromen entstehe.

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Wie die Schweiz am Sonntag in der aktuellen Ausgabe schreibt, stören sich die Konsumentenschützer schon lange am Etikettenschwindel verschiedener Firmen. Solange jedoch wenigstens ein kleiner Bestandteil des angepriesenen Bestandteiles im Produkt enthalten war, gab es rechtlich keine Möglichkeit, dagegen vorzugehen. Nachdem der Europäische Gerichtshof im vergangenen Jahr einem deutschen Tee-Anbieter verbot, mit Himbeere und Vanille zu werben, wenn sie nicht im Getränk enthalten sind, machte sich die SKS auf die Suche nach einem Schweizer Musterfall, um via SLK einen Richtungsentscheid zu erhalten. Mit Rivella wurde das passende Beispiel nun gefunden.

Beim Getränkehersteller weist man die Vorwürfe gegenüber der Schweiz am Sonntag als «unbegründet» zurück. Die vom SKS beanstandete Werbung mit dem Pfirsich werde nicht mehr eingesetzt, so Kommunikationsleiterin Monika Christener. Sie verweist auf die neue Kampagne «Mach's». Ausserdem seien die Produkte korrekt und vollständig deklariert – sowohl als «Kohlensäurehaltiges Tafelgetränk mit 35 Prozent Milchserum und Pfirsich-Aromen» auf der Rückseite, wie auch auf der Frontseite mit «Fruchtig, mit natürlichen Aromen».

Der Verband Schweizerischer Mineralquellen und Soft-Drink-Produzenten (SMS) ist der Meinung, die SKS habe sich den falschen Musterfall ausgesucht. Aufgrund der vorliegenden Informationen sehe man dem Entscheid der Lauterkeitskommission «mit Gelassenheit entgegen», so Generalsekretär Marcel Kreber. (hae/SaS)
 

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NZZ-VR: Matthias Reinhart und Roland Siegwart ersetzen Franz Albers und Karin Keller-Sutter

An der 148. ordentlichen Generalversammlung der AG für die Neue Zürcher Zeitung wählten die Aktionärinnen und Aktionäre Matthias Reinhart und Roland Siegwart neu in den Verwaltungsrat.

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Matthias Reinhart und Roland Siegwart (v.l.)

Mit grosser Mehrheit wählten die Aktionärinnen und Aktionäre der AG für die Neue Zürcher Zeitung an der Generalversammlung am Samstag im Kongresshaus Zürich den Gründer und CEO der VZ Holding AG Matthias Reinhart und den ETH-Professor Roland Siegwart neu in den Verwaltungsrat. Sie treten die Nachfolge von Franz Albers und Karin Keller-Sutter an, die sich nach Ablauf ihrer ordentlichen Amtszeit nicht mehr zur Wahl stellten (Werbewoche.ch berichtete). Franz Albers war seit 2003 Mitglied und seit 2007 Vizepräsident des Gremiums. Karin Keller-Sutter ist 2012 in den Verwaltungsrat der NZZ-Mediengruppe eingetreten. Verwaltungsratspräsident Etienne Jornod würdigte den grossen Beitrag, den beide für die NZZ-Mediengruppe geleistet haben, und dankte ihnen für ihren ausserordentlichen Einsatz.

Verwaltungsrat Joachim Schoss, der dem Gremium seit 2010 angehört, stellte sich zur Wiederwahl, da seine Amtszeit gemäss geltendem Wahlmodus in diesem Jahr abgelaufen ist. Die Generalversammlung wählte ihn mit deutlicher Zustimmung für eine vierjährige Amtszeit. Vizepräsident des neu konstituierten Gremiums wird Christoph Schmid, der dem Verwaltungsrat seit 2013 angehört.

Aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs beschloss die Generalversammlung antragsgemäss, eine Dividende von 200 Franken pro Aktie auszurichten. Im Vorjahr beschloss die Generalversammlung die Ausschüttung einer Dividende von 100 Franken pro Aktie. Auch alle weiteren Traktanden der Tagesordnung genehmigten die Aktionärinnen und Aktionäre gemäss den Anträgen des Verwaltungsrats.
 

Der Teaser für den Messestand

Wie kommuniziert ein Unternehmen seine Technologie-Innovation bei den relevanten Zielgruppen? Im April hat Steeltec an der internationalen Fachmesse wire 2016 in Düsseldorf ein neues Stahl-Produkt lanciert und dafür bei Frame Eleven einen Film in Auftrag gegeben. Marc Haas, Mitinhaber von Frame Eleven, über gelungene Messekommunikation und die Herausforderungen bei der Technikvermittlung.

Steeltec hat einen neuartigen Stahl entwickelt. Aussergewöhnlich belastbar, stark und robust soll er sein. Aussehen tut er aber wie herkömmlicher Stahl – und selbst für Steeltec ist noch offen, welche neuen Einsatzgebiete die Ingenieure dafür finden werden. Frame Eleven visualisierte den Produktionsprozess und das Wirkungsvermögen des neuen Stahls in einem Film.

Werbewoche: Warum entschied sich der Auftraggeber dafür, diesen aufwendigen Film für den Messeauftritt zu produzieren?
Marc Haas: Wir haben vor zehn Jahren bereits einen Produktfilm für Steeltec realisiert. Diesen Film setzt das Unternehmen immer noch für Messeauftritte und andere Kommunikationsmassnahmen ein. Er erwies sich als wirkungsvoller Türöffner, um mit Kunden ins Gespräch zu kommen. Darum hat Steeltec zur Lancierung des neuen Stahl-Produkts wieder einen Film bei uns in Auftrag gegeben. Der Film wirkt aufwendig und wir haben tatsächlich viel Arbeit investiert, das ist richtig. Aber man muss auch sagen: Ein Film dieser Qualität ist heute mit wesentlich einfacheren Mitteln möglich als noch vor zehn Jahren. Wir können einen solchen Film mittlerweile von A bis Z inhouse realisieren und so das Budget in einem vertretbaren Rahmen halten.

Wo lagen die Herausforderungen, was die Technikvermittlung betrifft?
Das Produkt übertrifft bezüglich Belastbarkeit alle bisherigen Stahl-Produkte, weil Steeltec ein neu entwickeltes Produktionsverfahren anwendet. Der  nicht zu präzis werden. Denn die Konkurrenz hört (und schaut) mit. Eine weitere Herausforderung war, dass noch offen ist, wie der Stahl eingesetzt werden kann. Die Kunden von Steeltec sind vorwiegend Ingenieure. Sie sollen wissen, dass sie mit dem Stahl auch komplett neue Produkte entwickeln können, die noch nicht auf dem Markt zu finden sind. Der neue Stahl kann extremen Bedingungen viel besser trotzen. Das ist ein grosser Vorteil. Zum Beispiel müssen Lastwagenfederungen bei extremen Kältezuständen wie in Alaska regelmässig gewechselt werden, weil sie brüchig werden. Denkbare Einsatzgebiete sind auch die Eisenbahnindustrie, Kältetechnik, Öl- und Gasförderung oder Windenergie.

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Wo sehen Sie da das Potenzial Ihres Films?
Er weckt Neugier. Ähnlich wie ein Kino-Trailer oder ein Teaser erklärt der Film nicht alles, sondern dient als Eyecatcher und entfaltet eine Sogwirkung. Wir haben eine Bildsprache gewählt, die nicht üblich ist in der Branche und sich von klassischen Produktfilmen abhebt. Steeltec war zum Glück mutig genug, mit uns diesen Weg zu gehen.

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Wieso sollten Firmen generell in Messeauftritte investieren?
Gemäss meinen Erfahrungen haben viele Firmen in den letzten zehn Jahren die Wirksamkeit ihrer Messeauftritte kritisch hinterfragt oder gar angezweifelt. Derzeit feiert die Messe aber ein Revival und bekommt wieder einen neuen Stellenwert. Bei Steeltec freute man sich richtig auf die Messe in Düsseldorf, weil es neue Sachen zu entdecken gibt und andere Fachleute anwesend sind. Messen werden wieder stärker als Erlebniswelten und Begegnungsorte für Gleichgesinnte aufgebaut. Es lohnt sich, spezifisch in den Messeauftritt zu investieren.

Was sind die Vorteile anderen Kommunikationsmassnahmen gegenüber?
Bei einem Mailing können Sie zwar messen, wie viele Kunden es geöffnet haben, aber Sie wissen nicht, wieso sie das getan haben. Darum ist ein Gespräch an einer Messe unter Umständen mehr wert als tausend Klicks: Weil Sie mit den Menschen ins Gespräch kommen, die sich für Ihre Produkte interessieren.

Was macht einen guten Messefilm aus?
Er muss sicher relativ kurz sein. Die Messebesucher sind oft von der Menge der Eindrücke überfordert und je nach Tageszeit ziemlich erschöpft. Der Film muss innert Minuten den Entscheid auslösen: Das interessiert mich, ich will mehr darüber wissen. Ein Film bietet den Vorteil, dass er die Schwellenangst nimmt und sich die Besucher eher darauf einlassen am Stand stehen zu bleiben, weil sie nachher nicht einem Verkäufer erklären müssen, wieso sie das Produkt gar nicht interessiert. Wenn der Film gut ankommt, ist man eher bereit, sich am Messestand auf ein Gespräch einzulassen. Damit er gut ankommt, ist es wichtig, dass er zu jedem Zeitpunkt fasziniert. Nicht alle Zuschauer sehen ihn von Beginn weg bis zum Schluss. Die Begeisterung für das Produkt muss im Film sofort spürbar sein.

Wie inszeniert man einen Film am Messestand am besten?
Es ist erwiesen, dass Menschen bei Bewegtbild fast nicht wegschauen können. Wenn ein Messefilm am Stand prominent platziert ist, wirkt er wie ein Magnet. Ein solcher Teaser muss etwas vom ersten sein, was man sieht. Er sollte nicht irgendwo versteckt auf einem kleinen Screen gezeigt werden. Aber natürlich gibt es diverse Einsatzmöglichkeiten für Filme an einer Messe. Wir haben zum Beispiel auch Erklär-Filme für Kunden umgesetzt, die nur für iPads konzipiert wurden und spezifisch die Funktion eines einzelnen Produkts im Detail erklärten. Oder interaktive Animationen, mit denen sich die Messebesucher selbst über die Produkte informieren konnten. Wir haben auch schon riesige 360-Grad-Bewegtbild- Panoramen geschaffen, durch die die Besucher hindurch spazieren konnten. Es gibt viele Möglichkeiten, das bewegte Bild in einen Messestand zu integrieren. Wichtig dabei ist immer, dass die Inszenierung die Botschaft des Produkts noch besser vermittelt.

Soll man an einer Messe mit Filmmusik arbeiten?
Unbedingt. Der Sound macht sicher 50 Prozent der Wirkung eines Films aus. Auf gesprochenen Text sollte man bei einem Messefilm hingegen verzichten. Denn das Messepublikum ist meistens international ausgerichtet. Ausserdem nervt es, wenn sich Aussagen laufend wiederholen.

Kann ein Messefilm auch sonst verwendet werden – und welche Anpassungen braucht das?
Wenn wir einen Film machen, achten wir von Beginn an darauf, dass er für alle Kanäle einsetzbar ist. Wir machen generell weder reine Mobile- oder Homescreen-Filme noch reine Messefilme. Die Messe ist häufig der Auslöser, um einen Film zu realisieren – und sie ist ein legitimer Auslöser, finde ich. Wir klären aber mit dem Kunden, wie er den Film über die Messe hinaus verwenden kann. Für die Verantwortlichen bei Steeltec war klar, dass sie den Film anschliessend prominent auf der Website platzieren wollen. Die nötigen Anpassungen für die Weiterverwendung sind meistens nicht aufwendig.

Den letzten Film, den ihr für Steeltec produziert habt, verwendet der Auftraggeber seit zehn Jahren. Wie muss man vorgehen, damit ein Film so «zeitlos» funktioniert?
In erster Linie muss das Produkt zeitlos sein. Das ist selten der Fall. Beim Stahl funktioniert es aber. Das zeigte bereits der erste Film, den wir für Steeltec realisiert haben. Was die Filmtechnik betrifft, ist unsere Devise: Ein Realfilm wirkt relativ schnell veraltet, vor allem wenn Menschen, Mode und Fahrzeuge darin vorkommen. Ein Animationsfilm bleibt durch die Abstraktion viel länger aktuell.

Interview: Simone Isliker

Kundenzuwachs und Pitch-Gewinne

Notch Interactive gewinnt BMW, Wirz den WWF und auch PR-KFS, SNK und Super an der Limmat vermelden neue Kundschaft.

Notch Interactive macht das Rennen um BMW

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Der neueste Etatgewinn für Notch Interactive heisst BMW Group Switzerland. Die Zürcher Kreativagentur für digitale Kommunikation konnte sich im Pitch um den digitalen Account durchsetzen. Das Mandat umfasst neben sämtlichen Online/Digital Aktivitäten auch die Betreuung und Entwicklung der Webseiten sowie Apps für die Marken BMW, Mini und BMW Motorrad. Peter van der Touw (CEO, Notch Interactive) ist hocherfreut über den neuen Partner auf der Kundenliste. «Mit BMW gewinnt Notch Interactive einen absoluten Wunschkunden. Denn kaum eine andere Marke versteht es, individuelle Bedürfnisse intelligent zu nutzen und mit der richtigen Technologie lösungsorientiert zu verbinden.» Die ersten Arbeiten von Notch Interactive sind für Mitte Jahr geplant.

 


Wirz: Im Auftrag des Pandabären

 

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Wirz wirkt zukünftig für eine bessere Zukunft: Nach einem Pitch entschied sich der WWF Schweiz im Bereich Brandkampagne mit Wirz zusammenzuarbeiten. Überzeugen konnte die Agentur mit einer intelligenten Leitidee und ersten Kreationsansätzen. Die gemeinsame Mission: Eine Markenkampagne, die über mehrere Jahre hinweg schweizweit für Aufmerksamkeit und Denkanstösse sorgen soll. Bei Wirz definitiv ein Grund zur Freude: Man hat sich gegen mehrere Konkurrenten durchgesetzt – und freut sich vor allem darauf, mit starken Ideen für ein sauberes Klima, gesunde Regenwälder und lebendige Ozeane zu kämpfen.

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Karl F. Schneider arbeitet für Mercedes-Benz Schweiz

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Mercedes-Benz Schweiz hat Karl F. Schneider mit der Kommunikation für ihr Nutzfahrzeug Fuso beauftragt. Das Mandat beinhaltet unter anderem Inseratkampagnen, die Medienarbeit, die Umsetzung von POS-Material sowie die Organisation von Referenz- und Fahrberichten. Der Fuso Canter, meistgebauter Lkw von Daimler Trucks, wird exklusiv über Mercedes-Benz Truck-Händler verkauft.

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SNK gewinnt Pitch für Vetropack-Areal in Bülach Nord

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Die Zürcher Branding-Agentur SNK gewinnt den Pitch für die Identität und Vermarktung eines neuen Stadtquartiers in Bülach Nord. Bis 2020 entstehen auf dem ehemaligen Vetropack-Areal in Bülach rund 600 Wohnungen sowie Raum für öffentliche Nutzungen und Gewerbe. Zusammen mit den Grundeigentümern Logis Suisse und Baugenossenschaft Glattal Zürich (BGZ) entwickelt Steiner AG auf dem Vetropack-Areal in Bülach Nord ein neues Stadtquartier. Auf 42’000 Quadratmeter entstehen rund 600 Wohnungen für einen breiten Mietermix sowie 20’000 Quadratmeter Dienstleistungs- und Gewerberaum für Alterswohnungen, ein Ärztehaus, eine Kinderkrippe, ein Hotel und weitere vielfältige Nutzungen.  SNK freut sich, für dieses spannende Projekt eine überzeugende Identität zu entwickeln und die Bau- herrschaft bei der Vermarktung des neuen Quartiers zu unterstützen.

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Super gewinnt Ineltec der Messe Schweiz

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Die Weiterentwicklung der nationalen Leitmesse für Elektrotechnik und Gebäudeautomation ineltec zur Technologiemesse für Systemlösungen intelligenter Gebäudeinfrastruktur, wird ab sofort von Super an der Limmat kommuniziert. Die junge Zürcher Agentur konnte sich in einem mehrstufigen Pitch um den Gesamtetat der Messe durchsetzen. Super an der Limmat ist die schweizerische Tochter der Berliner Kreativ- und Campaigningagentur Super an der Spree. Seit Gründung im Herbst 2015 konnten unter der beraterischen Leitung von Ulrich Stauffacher und Super Mitgründer und Kreativ-Chef Stefan Trabant erste namhafte Kunden wie Datahouse und Vogel Architekten gewonnen werden.

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Ein Teaser für den Messestand

Der Stahlhersteller Steeltec tritt an der internationalen Fachmesse Wire 2016 in Düsseldorf mit einer Neuheit auf: Ein Stahl, der alle bisherigen Stahl-Produkte in seiner Belastbarkeit übertrifft. Frame Eleven inszeniert den kraftvollen Stahl in einem aufwändigen Film.

Die Technologie-Innovation kann für ganz unterschiedliche Branchen von grosser Bedeutung sein. Vor allem dort, wo extreme Bedingungen herrschen, wie in der Eisenbahnindustrie, der Kältetechnik, der Ölförderung oder in der Windenergie. Wo und wie genau ihr neues Produkt am Ende eingesetzt wird, darauf ist selbst Steeltec gespannt. Ingenieure sollen ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Und genau dazu braucht es den Film.

Welten verschmelzen

In einem Video visualisiert Frame Eleven den Produktionsprozess und das Wirkungsvermögen des neuen Stahls. Die Urkräfte Feuer, Wasser und Erde nehmen den Zuschauer auf eine Reise von der archaischen bis zur futuristischen Hightech-Welt. Es sind Kräfte, die dem Stahl inne wohnen. Kräfte, denen der Stahl trotzen kann.

Einsatz für den Messestand

Dass der Film primär an einer Messe eingesetzt wird, hat sich stark auf das Konzept ausgewirkt. Die Bilder müssen den Zuschauer zu jedem Zeitpunkt des zweiminütigen Clips in den Bann ziehen. Darüber hinaus soll er auch im Web und in Verkaufsgesprächen die Interessenten für sich gewinnen und deren eigene Ideen wecken, wie und wo das Produkt eingesetzt werden kann.

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Verantwortlich bei Steeltec: Guido Olschewski (Head of Quality and Product Development), Mirkka Lembke (Quality and Development), Linda Oberli (Quality / Product Development). Verantwortlich bei Frame Eleven: Marc Haas (Creative Director), Oliver Aemissegger (Director / Art Director), Leoni Kool (Producer), Ivan Lüthi (3D Animation, Compositing), Joel Stutz (3D Animation), Michael Ricar (Music & Sound Design).

Wir kommuniziert ein Unternehmen eine solche Technologie-Innovation bei den relevanten Zielgruppen? Lesen Sie das Interview über Messekommunikation und Technikvermittlung mit Marc Haas, Mitinhaber von Frame Eleven, in der aktuellen Print-Ausgabe der Werbewoche.

SDV Award 2016: Die Shortlist

Am 9. Juni wird der Schweizer Dialogmarketing-Preis 2016 vergeben. 180 Projekte wurden eingereicht, nun präsentiert die Jury die Shortlist.

Am 13. Und 14. April 2016 besuchten über 800 Interessierte die Award-Ausstellung an der Dialogmarketing-Messe (DMM) in Zürich. Alle eingereichten Wettbewerbsbeiträge des Schweizer Dialogmarketing-Preises (FSDV-Award) wurden grosszügig in der weiten Award-Lounge präsentert. Das diesjährige Motto des Schweizer Dialogmarketing-Preises (SDV Award) bringt uns auf die Wurzeln zurück was Werbung und Dialogmarketing sein kann und soll: Werbung ist Unterhaltung. Der SDV präsentierte am 13. und 14. April die über 180 eingereichten Arbeiten zuerst für geladene Gäste an der Vernissage und danach an der für alle zugänglichen Ausstellung. Die Anwärterinnen und Anwärter auf den Schweizer Dialogmarketing-Preis 2016 boten Stoff für angeregte Diskussionen und inspirierten die Interessierten.

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Die diesjährigen Partner und Sponsoren und deren VIP-Kunden wurden an der Vor-Vernissage mit weit über 200 geladenen Gästen in aller Ruhe in Augenschein genommen. Der SDV nutzte diese Gelegenheit, allen Partnern herzlich für die Unterstützung zu danken.
 

Die Jurierung nicht mehr an der Messe

Die Fachjury hat in separaten Prozessen vor der Messe den Wettbewerb begutachtet und bewertet. So gab es eine ungefilterte Betrachtung der Arbeiten, weil über die Gewinner Stillschweigen vereinbart wurde.

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Beim Schweizer Dialogmarketing-Preis wurden Awards in 21 Kategorien vergeben. Wer die Awards abräumt, ist noch offen. Aber die Jury hat jetzt die Nominierten für die Kategorien bestimmt.

 

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Die diesjährige Jury setzt sich aus 21 erfahrenen DM-Profis zusammen, angeführt von Christian Huldi. Sie ist zusammengesetzt aus Agenturchefs, Werbeauftraggebern und Vertretern aus Lehre und Forschung. Das neue Juryverfahren ist nochmals verfeinert worden. Das duale Jurierungssystem ist fairer, weil es Kreation und Erfolg resp. Effizienz gleichwertig gewichtet. Somit bleiben die Chancen für erfolgreiche Kampagnen gegenüber kreativen Ideen-Kampagnen intakt.

Online-Ausstellung aller eingereichten Arbeiten

Ab Ende April werden dieses Jahr sämtliche eingereichten Arbeiten unter Sdv-award.ch in der Online-Ausstellung präsentiert. Dies schafft noch mehr Transparenz und ermöglicht es einem weiten Kreis das derzeitige Schaffen im Dialogmarketing eingehend zu studieren.

Die Award Night – der Ort der Preisverleihung

Die Award-Night des Schweizer Dialogmarketing-Preises 2016 steigt am Donnerstag, 9. Juni 2016 neu im StageOne in Zürich-Oerlikon. Im Rahmen einer völlig neuen Galaveranstaltung feiern die Gewinnerinnen und Gewinner der jeweiligen Kategorien und der Branchen- und Sonderpreise auf der Bühne ihren Sieg. Zusätzlich vergibt die Post den «DM-Life Time Award»  Ein kurzweiliger Abend mit Höhepunkten und vielen Möglichkeiten sich wieder einmal zu treffen und auszutauschen. Die Werbewoche ist Medienpartner des SDV Awards. Die Punkte aus dem Wettbewerb können dem jährlichen Kreativranking der Werbewoche angerechnet werden.

Blue Spirit für Marché Restaurants: Gäste essen sich glücklich

«Fleischlos glücklich» ist bis Anfang Mai das Motto in allen Marché Restaurants Schweiz. Blue Spirit begleitet die Aktion mit einer Kampagne.

Mit speziell entwickelten Rezepten für verschiedenste Geschmäcker werden die Gäste auf vegetarische und vegane Weise beglückt. Wie immer frisch à la minute zubereitet. Die begleitende Kampagne, umgesetzt von Blue Spirit, setzt auf Food-Bilder, die mindestens so gluschtig wie die Menus sind und auf einen attraktiven Wettbewerb quasi als Sahnehäubchen. Die Kampagne läuft seit Anfang April online, über Plakate und Steller und in Anzeigen in der Presse.

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Verantwortlich bei Marché Restaurants Schweiz: Zsuzsa Borsa, Head of Marketing, Communication & Sales, Verena Grest, Communications Manager, Sandro Renz, Marketing und Sales Manager. Verantwortlich bei Blue Spirit Communications: Rolf Jeger (Gesamtverantwortung), Daniela Peter, Sharon Lehmann (Beratung), Sarah Pietrasanta (CD/Text), Jürg Büchi (AD), Giulia Furrer/Danny Bron (Grafik), Eros Montagnani (Prepress), Maysa Meier (Banner). Fotos: Fabian Häfeli.
 

Zur Sache: Mensch statt Maschine

«Nicht mehr akquirieren, sondern begeistern.» Das Editorial von Chefredaktorin Anne-Friederike Heinrich aus der aktuellen Werbewoche 7/16 vom 15. April. 2016.

Arbeiten wird wieder menschlich( er ). Wurden seit den 1990er-Jahren vor allem eierlegende Wollmilchsäue, alleskönnende Mitarbeiter mit geringem Gehaltsanspruch und uneingeschränkter Mobilität, sich für den Job aufgebende Arbeitnehmer ohne Familie, Bindungen und private Leidenschaften gesucht, stehen nun wieder Menschen auf der Mitarbeiterwunschliste von Unternehmen. Allein: Sie zu finden ist nicht ganz einfach.

In der Werbe- und Kommunikationsbranche wird geklagt: «Bei uns bewerben sich nicht die richtigen Mitarbeiter», sagen Vertreter kleiner und grosser Agenturen. Auch in anderen Branchen, namentlich in der IT, fehlen Fachkräfte, und hier schon seit Jahren. Einen Ausweg aus der Misere verspricht Employer Branding, die Positionierung von Arbeitgebern als Marke: Mitarbeiter müssen zur Marke passen, und die Marke zu ihnen, Cultural Fit heisst das im Fachjargon. Endlich haben Arbeitgeber gemerkt, dass nur Mitarbeiter, die sich mit den Zielen und Werten des Unternehmens identifizieren, dauerhaft die gewünschte Leistung bringen.

Identifikation wiederum kann es nur geben, wenn das Unternehmen anerkennt, dass es einen Menschen beschäftigt, der neben der Arbeit noch andere Interessen, Wünsche und Leidenschaften hat – die, gibt man ihnen Raum, die Arbeit auch befruchten können.

Was ist passiert? Menschliche Beziehungen haben einen grundlegenden Bedeutungswandel durchgemacht: Ehepartner sind keine wirtschaftliche Absicherung mehr, sondern im besten ( und mindesten ) Fall der Garant für lebenslanges Glück. Sind sie das nicht, werden sie abgeschossen. Kinder sind keine Altersversorgung mehr, sondern Sinnstifter und der Beweis für Liebesfähigkeit und pädagogische Leistungsstärke der Eltern. Und auch der Arbeitgeber hat sich vom schlichten Brötchengeber zum zentralen Element der Work-Life-Balance entwickelt: Der Erwerb der finanziellen Lebensgrundlage soll heute eben auch Spass machen und Befriedigung bringen; der Arbeitgeber möglichst ein cooles Aushängeschild sein, mit dem man die Kollegen beeindrucken kann. Mit diesem Anspruch verändern vor allem die nun auf den Arbeitsmarkt drängenden Arbeitnehmer der Generation Y und Z die Arbeitswelt grundlegend. Wir gestandeneren Arbeitnehmer können ihnen für diese Rehumanisierung nicht genug danken – wenn die Entwicklung uns als Arbeitgeber auch zunächst einmal unter Druck setzt.

Denn die hohen Qualitätsanforderungen von Arbeitgebern und die stetig wachsenden Ansprüche von Arbeitnehmern zusammenzubringen, wird immer schwieriger. Der Arbeitsmarkt scheint zu kehren, sodass sich bald nicht mehr Mitarbeiter bei Unternehmen bewerben, sondern Firmen bei Fachkräften. Wer die besten Mitarbeiter von sich überzeugen will, muss sich deshalb ins rechte Licht rücken und eine starke Arbeitgebermarke aufbauen. Am besten nicht nur, wenn er die Leute gerade braucht, sondern kontinuierlich, um zuschnappen zu können, wenn der Bedarf akut wird.
Wie man das macht, erklärte Recruiting-Experte Michel Ganouchi am Dienstag in einem Vortrag für Medienjobs.ch und Inside-it.ch. Jede Firma müsse sich darüber bewusst werden, welche Wurzeln sie habe, was ihr Geschäft antreibe und wodurch sie sich von Konkurrenten unterscheide: «Jedes Unternehmen hat eine Arbeitgebermarke, es muss sie aber auch steuern.» Das Ziel ist, eine starke UEP – Unique Employer Proposition – zu entwickeln, ein einzigartiges Verkaufsargument für das Unternehmen. Eine solche Markenbildung kann Jahre in Anspruch nehmen; darum fangen Sie am besten gleich damit an.

Sie wissen, wofür Ihr Unternehmen steht, welche Ziele Sie erreichen wollen und welche Leute Sie dafür brauchen ? Gut. Dann müssen Sie für Ihre Suche nun noch die richtigen Kanäle wählen. Arbeitnehmer werden heute nicht mehr gefunden oder akquiriert, sondern begeistert und gewonnen. Wer die besten haben will, muss sich etwas einfallen lassen. Zeitungsanzeigen waren gestern, heute sind Social Media. Je nach Wunschkandidat kann Bewegtbild ein vielversprechendes «Anzeigen»-Format sein. Warum nicht auf Whatsapp nach einem Kommunikationstalent suchen, oder auf Instagram nach einem Bildredaktor? Die NZZ beispielsweise twittert ihre Stellenanzeigen. Wer diese Tweets nicht sieht, ist auch nicht der richtige Mitarbeiter. Und machen Sie das Bewerben leicht. Wer sich auf der Firmenwebsite erst einloggen muss, bevor er der Personalchefin ein Mail senden darf, ist möglicherweise schneller wieder weg, als Sie gucken können.

Was wie ein riesiges HR-Projekt klingt, kann auch ganz klein vonstatten gehen. Schliesslich hat nicht jede Firma eine fünfköpfige Personalabteilung. Neue Kollegen mit knackiger Sprache und witzigen Einfällen für sich zu interessieren, sollte Arbeitgebern in unserer Branche wohl nicht schwerfallen. «Sparen Sie sich vor allem das Bullshit-Bingo in Stellenan­zeigen», rät Ganouchi. Alle Unternehmen wollen flexible, teamfähige Mitarbeiter, das ist kein Distinktionsmerkmal. Eine klare Beschreibung der Stelle und der Anforderungen ohne Wortgeklimper ist der bessere Weg zum richtigen Mitarbeiter. Investieren Sie ein paar Minuten für die Überlegung, was für einen Menschen Sie sich als Stellenanwärter vorstellen und schneiden Sie Ihr Gesuch präzise ­darauf zu. Umso besser, wenn Sie statt 20 nur zwei Bewerbungen bekommen – und beide Kandidaten passen. Und: Emotionen nicht vergessen. Wer statt eines Verkäufers einen «Verkaufstycoon mit Lachfalten» sucht, ist bereits auf dem richtigen Weg.

Anne-Friederike Heinrich, Chefredaktorin Werbewoche

[email protected]
 

Thomas Passen macht sich beruflich selbständig

Thomas Passen, Head of Sales and Marketing von Ringier, macht sich beruflich selbständig. Er wird ab 1. Mai 2016 mit seiner eigenen Fullservice-Agentur Stilwerk tätig sein, weiterhin aber für Ringier sowie Ringier Axel Springer Schweiz Aufträge ausführen.

Insbesondere wird Passen für diese beiden Unternehmen die Vermarktung von Sponsored Content Projekten erarbeiten, darüber hinaus 360-Grad-Cases und integrierte Kommunikationslösungen.

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Thomas Passen, 46, ist seit 1997 in verschiedenen Funktionen für Ringier tätig, unter anderem als Bereichsleiter der Blick-Gruppe und Leiter Leser- und Werbemarkt Zeitschriften, zuletzt nun seit 2013 als Head of Sales and Marketing von Ringier. Wie bereits angekündigt, verlässt er Ringier somit per Ende April und wird künftig beruflich selbständig tätig sein. In dieser neuen Rolle wird er auf Mandatsbasis auch weiterhin einige Schlüsselkunden betreuen, die er bislang bereits für Ringier begleitete. Thomas Passen wird insbesondere für die Vermarktung der Sponsored Content Projekte, 360-Grad- und integrierten Kommunikationslösungen bei Ringier und Ringier Axel Springer Schweiz verantwortlich zeichnen sowie auch weitere Aufgaben innerhalb von Ringier übernehmen. Basierend auf diesem Mandat wird Thomas Passen auch für Admeira Dienstleistungen im Bereich der 360-Grad- und integrierten Kommunikationslösungen erbringen.

Scout24: Jan Hinrichs neuer Chief Marketing Officer

Seit 11. April ist Jan Hinrichs verantwortlich für das Marketing der Scout24 Schweiz und verstärkt als Chief Marketing Officer die Geschäftsleitung des grössten Schweizer Netzwerks von Onlinemarktplätzen.

Der 36-Jährige kommt vom deutschen Reiseunternehmen Thomas Cook, bei dem er seit 2009 – zuletzt als Director Marketing & Digital Commerce Central Europe – tätig war. Hinrichs hat an der Universität Lüneburg Business Administration studiert und verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich Marketing sowie digital und data-driven Business.

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