Halluzinogen ohne Nebenwirkung

Virtual Reality (VR) erobert den Kunstmarkt, die ersten VR-Brillen drängen auf den Markt – Was ist dran an dem Hype und was bedeutet das fürs Marketing? Dies erläutern die Gründer der Agentur Responsive – mit einer brandaktuellen VR-Kampagne – und Yves Sinka, Mitbegründer der Digitalagentur Y7K.

Neverland Space zeigt aktuell das Virtual Reality Kunstwerk «XOL» vom Bildkünstler und Musiker Lionel Williams aus Los Angeles. Als mystisches Universum aus Farben und Geräuschen bietet XOL eine faszinierende Gelegenheit für Menschen, die an Halluzinogenen interessiert sind, aber Angst vor den möglichen Nebenwirkungen haben. Oder wie Yves Sinka, einer der Gründer von Neverland Space und der Digitalagentur Y7K, das VR-Kunstwerk beschreibt: «Virtual Reality kann das Hirn überlisten, die Aussenwelt ausschalten und den Betrachter dabei total versunken zurücklassen, ohne die Nebenwirkungen eines chemischen Downs». Mit der VRBrille fühlt man sich tatsächlich hineinversetzt in eine virtuelle Welt.

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Die Möglichkeiten dieser Technologie scheinen unbegrenzt – von E-Commerce über 360°-Architektur-Modelle bis hin zu Branding-, Retail- oder Event Experience. «Virtual Reality bietet Möglichkeiten der Kundenansprache, wie sie in diesem Ausmass sonst im Marketing nicht zu finden sind», sagt Patrik Marty, Managing Partner Responsive. Denn die Überflutung mit Werbemassnahmen habe schon lange eine hohe Ignoranzfähigkeit ausgelöst. VR hingegen biete eine virtuelle Welt, die den Kunden auf jeder Ebene in den Bann ziehen und so mit der Marke oder dem Produkt emotional verbinden könne.

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Auch Google ist der Virtual-Reality-Welt auf den Fersen. Mit Project Tango wurde eine Technologie entwickelt, die es dem System ermöglicht, Raum und Bewegung zu verstehen.
Aber auch mit der Cardboard-Brille von Google ist bereits einiges möglich. Sie bietet zwar nicht annähernd dasselbe virtuelle Erlebnis wie eine VR-Brille von Oculus Rift etwa, der Nutzer kann sich aber durch Interaktivität in seinen Bann ziehen lassen. Mit Tilt Brush kann der Nutzer dreidimensionale Räume malen. Während also über die Bewegung der Hände eine Zeichnung entsteht, kann der Maler sich gleichzeitig in diesen neu entstandenen Räumen bewegen. Anschaulich erklärt wird dies auf Youtube: «Tilt Brush The Lab at Google Cultural Institute». Noch wenige Nutzer sind bereits im Besitz einer VR-Brille. Wer nicht bereit ist, den Weg ins Verkehrshaus oder zu anderen VR-Installationen auf sich zu nehmen, kann die virtuellen Welten auch direkt am Heimcomputer runterladen. Da fällt jedoch die Animation weg – was bleibt ist ein 360°-Video. Mit Google Cardboard und der entsprechenden App können diese ohne grossen Mehraufwand nachträglich geschaut werden. Die Cardboard-Brillen von Google werden bereits rege in diversen Bereichen genutzt – gerade weil sie so preiswert zu haben sind. So etwa für eine bewegbare Rundumsicht von Google Maps. Sie bieten eine virtuelle Welt, die sich jederzeit in die Hosentasche stecken lässt. Auf Youtube findet sich bereits ein eigener Kanal nur mit 360°-Videos. Da diese Möglichkeiten zum 360°-Video auf einem Markenkanal, wie auch die 360°-Werbevideos im Format True View (Pre-Roll) von allen Firmen, Agenturen und Werbetreibenden eigenständig genutzt werden können, hat Google keine eigentlichen Partnerschaften – die werbenden Firmen machen dies in Eigenregie. Grundsätzlich kann jede Firma, jeder Werbetreibende ein 360°-Video für Youtube erstellen.

Einige bekannte 360° Werbe/Branding-Videos aus der Schweiz:

Swiss Int'l Airlines vom Januar 2016 anlässlich der Lauberhorn Abfahrt in Wengen

Graubünden Tourismus

MySwitzerland.com mit einer 360° Skiabfahrt in Laax

Samsung Schweiz zum Samsung Galaxy S6 Edge mit Knackeboul

SRF Reportage in 360°

Blick.ch mit 360° Airbus Swiss View

Während für einige wenige VR bereits keine Neuheit mehr ist, sondern Teil der Gaming-Freizeit, bietet Virtual Reality dem Durschnittnutzer immer noch eine neue Welt – Wow-Effekt garantiert. Diese Welt kann den Nutzer nicht nur emotional ansprechen, sondern auch ohne Ablenkung. Tun sich hier neue Möglichkeiten fürs Marketing auf, ist es noch zu früh und die Technologien noch zu wenig weit entwickelt, oder ist VR lediglich ein Hype, der ebenso schnell wieder verpuffen wird, wie er gekommen ist? Virtual Reality (VR) erobert den Kunstmarkt, die ersten VR-Brillen drängen auf den Markt – Was ist dran an dem Hype?

Virtual Reality – ein Hype mit Zukunft

Yves Sinka, Mitbegründer der Digitalagentur Y7K, ist überzeugt vom Marketingnutzen von Virtual Reality, er sieht in dem Hype ein Trend mit Bestand.

Werbewoche: Virtual Reality – Hype oder Trend 2016?
Yves Sinka:
Virtual Reality bietet in Zukunft sicher viele spannende Möglichkeiten, sowohl im Kunst- als auch im Marketingbereich. Die Technologie ist aber noch nicht so weit, dies auch gezielt umzusetzen. Im Jahr 2016 wird Virtual Reality garantiert noch nicht unsere Marketingwelt erobern.

Welche Möglichkeiten sehen Sie in VR zukünftig fürs Marketing der Schweiz?
Sinka:
Die Möglichkeiten sind in Zukunft sicher unbegrenzt. Ein Bereich ist sicher E-Commerce oder der Immobilienmarkt. Aber auch für Eventmarketing, Retail- oder Marken-Experience könnte VR vielseitig genutzt werden. Nur fehlt heute in der Schweiz neben der technologischen Umsetzung eindeutig auch noch das Interesse der Kunden – wer hat heute schon eine Oculus Rift zu Hause, die immer noch rund 800 Franken kostet? Gamer vielleicht. Im Bereich Gaming ist VR sicher am ehesten etabliert.

Welche VR-Projekte sind Ihnen besonders aufgefallen?
Sinka:
Die Outdoor-Marke North Face etwa hat eine Indoor Experience im Laden angeboten, mit Virtual-Reality-Brillen. Der Film zeigt den Aufstieg eines Bergsteigers, den der Oculus-Nutzer live mitverfolgen kann. Aber hier hatte der Bergsteiger einfach eine 360°-Kamera auf dem Rücken, damit so der Nutzer mitverfolgen kann, was um ihn herum passiert. Sehr eindrücklich! Aber eigentlich nichts weiter als ein 360°-Film. Das ist noch nicht wirklich Virtual-Reality-Marketing, meiner Meinung nach – geht jedoch in diese Richtung. Oft sind diese Projekte in der Kategorie «Now and Wow» einzuordnen. So wird VR momentan viel eingesetzt. Sapient Nitro etwa hat ein Tool für den Immobilienmarkt veröffentlicht. Mit der Brille in deren Office kann der Kunde die diversen Apartments besichtigen. Hier ist definitiv auch ein Businessgedanke dahinter.

Welche Grundlagen fehlen in erster Linie noch für eine solide Umsetzung von VR fürs Marketing?
Sinka:
Das Problem momentan ist, dass diverse Grundlagen fehlen. Zum Beispiel: Wo ist die Konsumentengruppe, die solche Brillen hat? Die VR-Brillen von Oculus etwa waren bisher alles Beta-Versionen und so teuer, dass sie fast niemand hat. Für die Nutzung der Brillen muss zudem ein guter Windows-Computer vorhanden sein. Macs werden meines Wissens noch nicht mal unterstützt. Nur schon aus der Nutzerperspektive gesehen, ist Virtual Reality noch ein Nischenprodukt. Daher ist die Behauptung im Raum, dass 2016 das Jahr der Virtual Experience noch ein wenig weit hergeholt ist. Hinzu kommt die Generierung von Inhalt. Die Technologie ist noch nicht so weit fortgeschritten, dass man einen guten Content gestalten kann. Sicher gibt es bereits gute 360°-Videos. Aber diese sind oft sehr stark geschnitten, da man sonst die ganze Filmcrew sehen würde. Entsprechend sind solche Videos noch schwer zu drehen, weil Beleuchtung und Ton nicht so einfach zu beeinflussen sind, wie sonst bei Bewegtbild.

Welche Branche sehen Sie als Vorreiter für VR ?
Sinka:
Ehrlich gesagt: die Pornoindustrie. Porno ist im Bereich Video meist als Pionier tätig, da hier die Kunden am ehesten bereit sind, die entsprechenden Gadgets zu kaufen – also eine VR-Brille, die heute immer noch rund 800 Franken kostet. In anderen Bereichen, wie Kunst etwa oder E-Commerce, kommen die Brillen sicher auch früher zum Tragen. Nur wird es sich in diesen Branchen wohl eher um Einzelprojekte handeln. So könnte eine Kleidermarke etwa die Brillen im Umkleideraum aufstellen, damit die Kunden virtuell und ohne Anstrengung testen können, welche Kleiderkombination zu ihnen passt. Wie gesagt, es gibt viele Möglichkeiten. Nur ist die Technologie noch nicht ausgereift genug, und die VRBrillen sind im Privatbesitz meist erst bei den Technikfreaks zu finden – so auch bei uns in der Agentur.

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Facts
Neverland Space, ein Projekt der Zürcher Agentur Y7K, ist eine Onlinegalerie, die digitale Kunst ins Rampenlicht setzt. Sie zeigt Arbeiten, die im Internet gedeihen: GIFs, Anima-tionen, virtuelle Skulpturen, Videos und Virtual Reality. Die Galerie stellt normalerweise nicht in einem physischen Raum aus. «Für XOL macht das aber Sinn», sagt Yves Sinka, einer der Gründer der Galerie. Denn das VR-Kunstprojekt gebe den Besuchern die Möglichkeit, Virtual Reality live zu erleben. Ausgestellt wird das Projekt im Geschäft QWSTION Invites in Zürich. Y7K bietet zusammen mit Hinderling Volkart Ende Mai einen VR-Workshop an. Hier lernt man die Basics, um eine kleine VR-Experience zu erstellen. Die Werbewoche verlost zwei Plätze: Senden Sie ein E-Mail mit kurzer Motivationsbegründung an [email protected].

Eine neue Welt des Marketings

Im Verkehrshaus in Luzern können Besucher bis im Herbst mit einer der ersten öffentlichen 3D-Virtual-Reality-Anwendungen den Bau der beiden Gotthard-Eisenbahntunnel und das Tessin hautnah erleben. Eine andere Welt, deren Sogwirkung dem Marketing in vielerlei Hinsicht eine neue Richtung verpassen könnte, so sind Patrik Marty und Tuan Nguyen, Managing Partner von Responsive, überzeugt.

Werbewoche: Die virtuelle Welt für Ticino Turismo im Verkehrshaus Luzern hat eine starke Anziehungskraft. Welche Möglichkeiten sehen Sie generell für VR?
Patrik Marty:
Virtual Reality ermöglicht es dem Nutzer, dahin zu gehen, wo man sonst nicht hin kann – sei dies aus physischen oder zeitlich-räumlichen Gründen: Mit VR können wir etwa vergangene oder zukünftige Zeiten besuchen und dabei das Gefühl verspüren, wirklich dort zu sein. Wir können uns in Räumen bewegen, ohne uns zu bewegen. Es gibt geschichtliche oder verbotene Räume, die man mit VR besuchen kann. Wir können weite Distanzen zurücklegen, uns im Grand Canyon umsehen, während wir eigentlich ans Bett gefesselt sind. Und wir können an Orte gehen, die wir physisch nicht in der Lage sind zu besuchen – etwa im Inneren eines Backofens den Wernli- Guetzli beim Backen zusehen.

In welche Richtung geht VR fürs Marketing?
Marty:
Wir nutzen VR bereits sehr vielseitig. Einerseits für Immobilienanbieter: Ein noch nicht gebautes Gebäude kann so besichtigt werden, bevor es gebaut wurde. Dabei kann der Nutzer auch sehen, wie zum Beispiel seine Aussicht vom Balkon aus wäre, fotografiert von einer Drohne. Der Nutzer hat eine 360°-Ansicht der einzelnen Zimmer, kann sich frei darin bewegen und kann dank in Echtzeit berechneten 3DObjekten in jeden Winkel der Wohnung sehen. Geplant ist für die Zukunft noch mehr Interaktivität – gerade auch für diese Anwendung. So sollte der Nutzer der Zukunft auch beispielsweise Gegenstände hochheben, drehen und verstellen können, aber auch selber neue Gegenstände gestalten und so den Raum selber einrichten können. Unsere bisherige Kernkompetenz liegt bei der Konzeption und Realisation von hoch involvierenden Gewinnspielen. Da sehen wir in Zukunft viele Synergien zu VR. So können die Leute am POS, Messen, Events etc. via VR-Brille in die Markenwelt eintauchen. Und auch hier: Je mehr Interaktivität, je mehr die Leute zum Beispiel ihre Hände nutzen und die Welt selber mitgestalten können, desto mehr sind sie auch emotional involviert. Virtual Reality bietet so völlig neue Möglichkeiten der Kundenansprache, die den Kunden auf jeder Ebene in den Bann ziehen und so mit der Marke oder dem Produkt emotional verbindet. Hinzu kommt, dass der Nutzer in der virtuellen Welt zu 100 Prozent auf die Marke oder das Produkt aufmerksam ist, es gibt nichts, das ihn ablenken könnte. Wenn der Nutzer in der virtuellen Welt ist, in der Markenwelt, sieht er genau das, was ich will. Das war bisher mit keinem andern Medium möglich.

Wie reagieren Kunden auf Ihre Vorschläge, VR etwa in eine Kampagne zu integrieren?
Marty:
Die Nachfrage ist definitiv da – für viele ist VR aber noch ziemlich unbekannt. Die Überzeugungsarbeit ist aber zu einem grossen Teil geleistet, sobald ein Kunde die Brille angezogen und sich einmal in die virtuelle Welt begeben hat und sich deren Möglichkeiten so richtig bewusst wird.

Was ist der Vorteil einer 3D-Animation gegenüber einem 360°-Video?
Tuan Nguyen:
Die Technologie, die die VRBrille benötigt, ist in der Gaming-Welt schon vorhanden. Games sind ja an sich schon prädestiniert für VR. Man taucht in fremde Welten ein und interagiert mit ihr, man kann überall hinlaufen und jeden Gegenstand benutzen. Mit VR ist man jetzt zusätzlich mittendrin statt nur dabei. Diese bis anhin noch nicht dagewesenen Möglichkeiten können unsere Kunden nun auch für ihre Bedürfnisse und Zielgruppe nutzen. Ein 360°-Video dagegen ist eher mit einem Film zu vergleichen, den man passiv anschaut, ohne interagieren zu können. Bei 360°-Videos kann ich nicht hinter einen Baum schauen, während dies mit einer in 3D erschaffenen Welt möglich ist, und der Nutzer kann den Baum beispielsweise auch mit einer virtuellen Axt fällen – mit einem Film geht das nicht. Somit liegen die Vorteile einer in 3D erschaffenen Welt klar auf der Hand.

Virtual Reality ermöglicht im Zuge einer erweiterten Interaktivität auch wieder neue Anwendungen. Gerade etwa im ECommerce oder im Eventbereich.
Marty:
Genau! Sobald ein Nutzer etwa einen Avatar von seinem eigenen Körper zur Verfügung hat, kann er sich selber einkleiden, ohne sich dabei umziehen zu müssen – und kann sich dabei noch problemlos von allen Seiten betrachten, etwa ob die Jeans auch von hinten sitzt. Dies ist nur ein Beispiel für Anwendungen, die ich mir für die Zukunft vorstellen könnte. Mit VR kann man praktisch alles machen, es lässt nichts nicht zu. Schlussendlich ist das lediglich eine Frage des Aufwands. Organische Gegenstände etwa, die sich vielleicht auch bewegen, sind viel schwerer als geometrische Figuren zu animieren. Hier werden sich die Technologien noch stark verbessern.

Das klingt, als könnte VR zukünftig viele Bereiche des sozialen Kontakts fast komplett ersetzen.
Marty:
Im ersten Moment, wenn man eine solche Brille nutzt, denkt man noch «Wow, jetzt muss man nirgends mehr hin, man könnte auch einfach in einer Kiste wohnen und trotzdem alles erleben und überall sein – VR ermöglicht es, seine eigenen Welt zu kreieren. Aber aus Erfahrung kann man rückblickend sagen: Man hat schon beim Telefon befürchtet, dass die Menschen vereinsamen. Das Gleiche bei der Verbreitung von Radio, Fernsehen, Internet und aktuell beim Smartphone. Aber das Gegenteil ist der Fall: Die Leute waren noch nie so viel unterwegs und haben noch nie so viel miteinander kommuniziert. Auch VR wird die Menschen nicht vom Reisen abhalten, stattdessen eher vielleicht einen Vorgeschmack geben – wie bei der Nutzung von Google Earth etwa kann man via virtuelle Realität einen ersten Eindruck gewinnen und dann entscheiden, wo man hin und auch in real sehen will. Nguyen: Es gibt bestimmt einen guten Grund, warum Facebook sich für VR interessiert. Wie ich gelesen habe, ist Mark Zuckerbergs längerfristiges Ziel eine «connected world». So geht der Plan mit VR wohl auch in diese Richtung. In Zukunft kann der Nutzer möglicherweise eine VR-Brille anziehen und sich mit seiner Grossmutter auf der andern Seite der Erdkugel im selben Raum unterhalten.

Aktuell sind drei VR-Brillen auf dem Markt.
Nguyen:
Was die Hardware-Anforderungen und das Set-up betrifft, stammt alles aus dem Gamingbereich. Auch die VR-Brillen. Einerseits gibt es heute die Oculus Rift. Dann die Playstation-VR, welche im Herbst erscheint und die günstigste sein wird. Hier wird daher wohl auch die Verbreitung am stärksten stattfinden; nicht nur wegen des Preises, sondern vor allem weil die Hardware (Playstation 4) schon in vielen Haushalten vorhanden ist. Die dritte Brille ist eine HTC Vive. Diese hat den Vorteil, dass man sich mit der Brille physisch im Raum bewegen kann.

Grundsätzlich: VR 2016, Hype mit Zukunft oder vergänglicher Trend mit Wow-Effekt?
Nguyen:
Die Technologien sind sicher noch ausbaufähig, gerade auch was Animationen mit organischen Gegenständen betrifft. Die Gaming-Industrie wird anfangs die grösste Industrie in diesem Bereich sein – Playstation etwa hat 36 Millionen User. Jeder, der eine entsprechende Brille hat, ist dabei und kann die dann aber auch für andere Anwendungen nutzen, sodass sich die Nutzung der Brillen über die Gaming-Welt hinaus bewegen wird. Marty: Die mobile Version von VR wird sicher bereits in diesem Jahr eine ziemlich grosse Verbreitung erfahren. Aber die Konsumentenversion von Oculus Rift kommt bei einer Bestellung heute im besten Fall im Juli beim Konsumenten an. Und dann fehlt immer noch die entsprechende Hardware (PC mit extrem starker Rechenleistung und Grafikkarte) – für den Heimkonsum wird somit dieses Jahr sicher noch nicht der grosse Durchbruch sein. Darum empfehlen wir aktuell VR-Aktionen eher an fixen Standorten – wie Museen, Messen, Events, Fabrikläden – wo wir die Hardware mitbringen und die Zielgruppe VR so konsumieren kann. Wir sehen ein Riesenpotenzial gerade an Messen. Die ersten Feedbacks sind extrem positiv, VR ist ein sehr starker Eyecatcher. Viele haben erst davon gelesen, noch die wenigsten haben eine VR-Brille bereits nutzen können und wollen diese einfach mal ausprobieren. Die Hardware wird aber bald billiger, sobald die breite Masse sich dafür interessiert und so auch die Nachfrage steigt. Oculus bietet zum Beispiel bereits jetzt attraktive Bundles an – Brille inklusive VR-fähigem PC. Ich bin überzeugt, in den nächsten zwei bis drei Jahren wird VR eine grosse Verbreitung erfahren.

Sobald eine solche Verbreitung eintritt, werden die Nutzer sich aber nicht mehr unbedingt Marketingfilme anschauen wollen.
Nguyen:
Da wird sicher eine Angewöhnung stattfinden und die Erwartungen an VR wie bei allen neuen Medien werden laufend steigern. Gleichzeitig werden aber auch die Tools immer besser und somit auch die Möglichkeiten immer mehr, sodass wir mit den steigenden Erwartungen Schritt halten können – wie zum Beispiel mit dem Einbezug der Hände.

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Facts
Am 23. März feierte die Agentur Responsive mit Ticino Turismo und den geladenen Gästen in Anwesenheit von Bundesrätin Doris Leuthard und der Moderatorin Christa Rigozzi im meistbesuchten Museum der Schweiz eine Premiere. An der neuen Sonderausstellung «NEAT – Tor zum Süden» dürfen die Besucher auf einer der drei VR-Stationen Platz nehmen und eine eindrückliche Reise durch Raum und Zeit in einer besonders detailgetreuen 360°-Welt erleben. Die auf Online-, Mobile- und VR-Anwendungen spezialisierte Agentur Responsive hat für den Kunden und Gast im Verkehrshaus Ticino Turismo den gesamten VR-Auftritt vor Ort konzipiert und die Anwendung inhouse konzipiert und realisiert. Die Stationen wurden mit ausrangierten original SBB-Salonwagensitzen stilgerecht durch Objektbauer Cyrus Schwabe ebenfalls komplett in der Schweiz gebaut – inklusive zwei mobilen Oculus-Stationen komplett integriert in Alu-Rollkoffern. Responsive präsentiert VR gerne vor Ort – die erwähnten Anwendungen sowie weitere Demos können direkt am Standort der Agentur erlebt werden.

Interviews: Ursina Maurer
 

Marko-Filip Ninkov wird Head of Performance Marketing bei Havas Digital

Marko-Filip Ninkov, ehemals Leiter Marketing Vertrieb bei der Blick Gruppe, hat per sofort seine neue Funktion bei Havas Digital in Zürich angetreten. Damit stärkt Havas Zürich die Ausrichtung im data-driven- und Performance-Marketing.

Weitere Stationen von Marko-Filip Ninkov waren in den Online-Kanal Direktvertriebsbereichen von Helsana und Swisscom. Insgesamt blickt er damit auf 10 Jahre Berufserfahrung im CRM und Performance-Marketing zurück.

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Neben dem klassischen digitalen Agenturportfolio bietet Havas Digital ein breites Spektrum an daten- und prozessbasierten Dienstleistungen: performance Kampagnen, Datenanreicherungen und -konsolidierungen, Realtime Scoring, Customer Journey Tracking sowie viele Tools zur Automatisierung von cross-channel Marketingprozessen. Havas Digital wurde im Januar 2014 gegründet und betreut insgesamt mehr als 20 namhafte Kunden aus der Schweiz, Deutschland und Österreich.

Peter Rehnke, Managing Director Havas Digital kommentiert: «Mit Marko Ninkov haben wir bereits die letzten Jahre intensiv zusammengearbeitet und freuen uns nun umso mehr, ihn für uns gewonnen zu haben. Neben seiner Fachkompetenz und grossem Netzwerk wird er uns sowohl bei der Datenakquise als auch bei der Kundenberatung im Performancebereich grosse Schritte vorwärts bringen. In den nächsten Monaten möchten wir uns als kompetenter Ansprechpartner für performancegetriebene CPO- und CPL Kampagnen im gesamten deutschsprachigen Raum weiter etablieren.»
 

Renzen: Jubiläums-Truck zum SRK-Jubiläum

150 Jahre SRK: Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) ist mit einem Eröffnungsevent ins Jubiläumsjahr gestartet. Dabei wurde auch der von Renzen konzipierte Jubiläums-Truck präsentiert, welcher nun auf seine grosse Roadshow durch die Schweiz geht.

Mit dem feierlichen Eröffnungsevent vom 2. April auf dem Bundeshausplatz ist das SRK offiziell ins Jubiläumsjahr gestartet. Rund 3500 Personen erlebten einen Anlass mit vielen Höhepunkten. Einer davon war die Präsentation des von Renzen konzipierten und gestalteten Jubiläums-Trucks, der sich in den nächsten Monaten auf eine grosse Roadshow durch die ganze Schweiz begibt. Die Seiten des Trucks sind durch das ebenfalls von Renzen entwickelte Jubiläums-Keyvisual geprägt, während im Inneren des Anhängers eine mobile Ausstellung untergebracht ist. Besucherinnen und Besucher können auf dieser mobilen Ausstellungsplattform bei verschiedenen Spielen und Interaktionsmöglichkeiten Rotkreuz-Aktivitäten selber erleben oder ausführen.

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Der Truck macht im Laufe der Roadshow landesweit an verschiedenen Messen, Musik-, Kultur- und Sportevents Halt. Stationen: Aarau (AMA), Basel (Muba), Bern (BEA), Zürich (Zoo), Nyon (Paléo-Festival), Locarno (Filmfestival), Saignelégier (Marché Concours), Estavayer-le-Lac (Eidgenössisches Schwing- und Älplerfest), Lausanne (Comptoir Suisse), Weinfelden (WEGA), Zug (Zuger Messe), Echallens (Comptoir Régional d’Echallens) und Ecublens (Salon de la Santé). Mehr Informationen zu den Jubiläumsaktivitäten und zur Roadshow: 150jahre.redcross.ch

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Verantwortlich beim Schweizerischen Roten Kreuz: Markus Obertüfer (Projektleiter 150 Jahre SRK). Verantwortlich bei Renzen Communications, Aarau: Achim Kaufmann (AD); Hanno Lietz (CD/Text); Jan Maurer (Vice-CEO/Beratung).
 

DAB+ in Strassentunnel ab Ende 2018

Ab Ende 2018 soll auch in den längeren Tunnel der Schweizer Nationalstrassen der Radioempfang über DAB+ möglich sein. Das Bundesamt für Strassen (Astra) investiert rund 30 Millionen Franken in die Aufrüstung.

Der UKW-Empfang bleibt vorläufig gewährleistet. Ein guter Radioempfang in den Strassentunnel diene nicht nur dem Komfort der Reisenden, sondern stelle auch ein wichtiges Element der Strassensicherheit dar, teilte das Astra am Donnerstag mit. Denn damit könnten die Einsatzkräfte bei einem Ereignis die Autofahrer mit Verkehrs- und Sicherheitsmitteilungen auf dem Laufenden halten. Bis spätestens 2024 planen die SRG und die Privatradioverbände, die UKW-Sender abzuschalten. Eine Aufrüstung der Technologie sei deshalb notwendig, hiess es weiter. Betroffen sind laut Astra rund 200 Tunnel über einer Länge von 300 Metern. Auf kürzeren Strecken sei der DAB+-Empfang bereits jetzt möglich. Neue Tunnel und Tunnel, die saniert werden, würden bereits seit längerem standardmässig mit der neuen Technologie ausgerüstet. (SDA)

Zu guter Letzt: Magic Billboard

Wie bewirbt man ein Zauber-Festival? Man lässt die Plakatstelle verschwinden.

Wenn dass alljährliche «Quebec City Magic Festival» steigt, ist die Agentur Lg2 zur Stelle und zaubert eine gute Werbeidee aus dem Hut. Bereits die Ambient-Aktion für die Ausgabe 2015 vermochte zu überzeugen (Werbewoche.ch berichtete). Auch die diesjährige Kampagne braucht sich nicht zu verstecken – erst recht nicht hinter einem Vorhang. Denn der könnte plötzlich fallen.

Und obwohl man Zaubertricks eigentlicht nie verraten sollte, liefert die Agentur das Making-of gleich mit. Nicht klar wird dabei, wie oft die Konstruktion wieder aufgerichtet und vor wessen Augen der Trick genau vorgeführt wurde. Aber wie immer bei der Zauberei gilt: Man muss nicht alles wissen, man kann auch einfach mal geniessen. (hae)

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Dennis Lück wechselt von FCB zu Jung von Matt

Dennis Lück wird ab Mitte Juli 2016 als Chief Creative Officer und Mitglied der Geschäftsleitung für die kreative Führung von Jung von Matt/Limmat verantwortlich sein. Gleichzeitig beteiligt er sich an der Agentur.

Mit Dennis Lück übernimmt ein renommierter Kreativer die Führung, der eine breite Erfahrung in der Entwicklung von Kampagnen für sämtliche Kommunikationskanäle mitbringt und starke Marken wie Zurich, Tchibo und BMW äusserst erfolgreich betreut hat. «Ich freue mich sehr, dass wir einen ebenso brillanten wie vielseitigen Kreativen für die Agentur gewinnen konnten, der den interdisziplinären Kurs weiter vorantreiben wird», sagt Roman Hirsbrunner, CEO von Jung von Matt/Limmat.

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Lück startete seine Laufbahn in Hamburg bei Scholz & Friends als Copywriter, bevor er 2011 als Executive Creative Director nach Zürich wechselte (Werbewoche.ch berichtete). Die letzten fünf Jahre war der 38-Jährige ECD und Mitglied der Geschäftsleitung bei FCB Zürich. Lück wurde mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet, darunter auch mehrere Cannes-Löwen. Er ist Mitglied im Art Directors Club Schweiz und lehrt an verschiedenen Instituten medienübergreifende Kreativitätstechniken.
 

Crossmedia Award: Shortlist bekannt

Zum zwölften Mal verleiht die Goldbach Group den Crossmedia Award. Neun der insgesamt 44 eingereichten Kampagnen stehen nach Prüfung der Fachjury auf der Shortlist.

Am Donnerstag, 21. April 2016 wird im Zürcher Komplex 457 der Gewinner gekürt. Durch den Abend führt Frank Baumann. Die Nominierten für den Crossmedia Award 2016 stehen fest und können online eingesehen werden. Auch in diesem Jahr wird der Gewinn auf das Kreativranking der Werbewoche Einfluss nehmen und mit 10'000 Frankendotiert sein. Die unabhängige Fachjury unter der Leitung von Marco Taborelli (Marco Taborelli Consulting) hat die 44 eingereichten crossmedialen Kampagnen geprüft und die neun überzeugendsten Cases für die Shortlist ernannt (in alphabetischer Reihenfolge):
 

Kampagne Agentur
Mini BMW – #MINIBlockbuster Mediaplus Gruppe
Brack.ch – Pack den Brack Freundliche Grüsse
Die Post – Rennende Pakete Jung von Matt/Limmat
Die Post – The Yellow Tour Jung von Matt/Limmat
Eichhof – Das 9. Brauchtum Jung von Matt/Limmat
Österreichische Post – Mission Susi Dirnberger de Felice Grüber
Graubünden Ferien – Bergdorf Jung von Matt/Limmat
Samsung – Galaxy S6 Launchkampagne Equipe
USM – Project50 Scholz & Friends

Wer die Preisverleihung im Zürcher Komplex 457 selbst erleben möchte, ist herzlich eingeladen. Anmeldung unter Crossmediaaward.ch.

BMW MINI – #MINIBlockbuster

Die #MINIBlockbuster-Kampagne bot Usern erstmals die Möglichkeit, einen TV-Spot für den neuen MINI John Cooper Works via Instagram mitzugestalten. Die unter dem #MINIBlockbuster geposteten Bilder schufen den Rahmen für die erste Social Media User-generated TV-Kampagne. Auftraggeber: SevenOne Adfactory. Agentur: Mediaplus Gruppe für innovative Media

BRACK.CH – Pack den Brack

Online-Händler sind als Marke wenig fassbar und wirken anonym. Also galt es, BRACK.CH erlebbar zu machen und möglichst viele User mit der Marke interagieren zu lassen. Wir setzten auf das bisher untypische Thema «Reisen»: Ein Koffer rollte über diverse Massnahmen und Kanäle durch die Story. Auftraggeber: BRACK.CH. Agentur: Freundliche Grüsse

Die Post/PostLogistics – Rennende Pakete

Für neun von zehn Berufstätige ist der Pendleralltag Realität. Nicht zu Hause zu sein bedeutet leider auch, dass man Postsendungen verpasst. Mit Hochdruck hat die Post deshalb orts- und zeitunabhängige Dienstleistungen entwickelt. Leider weiss kaum jemand davon. Das soll geändert werden. Auftraggeber: Die Schweizerische Post / PostLogistics. Agentur: Jung von Matt/Limmat

Die Post – The Yellow Tour

Die Post muss sich in einem dynamischen Markt behaupten. Digital, 24/7/365, ortsunabhängig. Die Post hat dazu neue innovative Produkte. Nur weiss das niemand. Die starke Marke ist auch eine Barriere – sie wird als arriviert angesehen. Höchste Zeit zu zeigen, was die Post drauf hat. Auftraggeber: Die Schweizerische Post. Agentur: Jung von Matt/Limmat

Eichhof – Das 9. Brauchtum

Im 2014 zählte Eichhof 180 Jahre. Mit einer Brauchtumskampagne wurde aufgezeigt, dass die Traditionsbrauerei schon immer und für ewig mit der Innerschweiz verbunden ist. Mit dem Erfolg von 2014 machte sich Eichhof 2015 weiter daran, Herzen zurückzuerobern. Dort wo man sich trifft: Am Stammtisch. Auftraggeber: Heineken Switzerland. Agentur: Jung von Matt/Limmat

Graubünden Ferien – Bergdorf

Die Marketingkooperation «Graubünden: Mein Bergdorf» besteht aus acht kleinen Tourismusdestinationen. Die Herausforderung: Die Konkurrenz wird immer grösser und lauter – Bergdörfer hingegen sind klein und fein. Eine mutige Kampagne ist nötig, um sich Gehör zu verschaffen. Auftraggeber: Graubünden Ferien. Agentur: Jung von Matt/Limmat

Österreichische Post – Mission Susi

Wertschätzung nach innen – Darstellung der Leistung nach aussen. Täglich legen PostlerInnen 240'000 km durch Österreich zurück, um Briefe, Pakete, Zeitungen und Werbesendungen auch in das entlegenste Tal zu bringen. Dieses «Leistungspaket» sollte in einer Mitarbeiterkampagne veranschaulicht werden. Auftraggeber: Österreichische Post. Agentur: Dirnberger de Felice Grüber

Samsung Galaxy S6 Launchkampagne

Im März 2015 präsentierte Samsung das innovative Smartphone Galaxy S6 mit dem internationalen Claim: Next is Now. Für die Schweiz entwickelten wir das Kampagnen-Motto «Was als nächstes kommen sollte, ist schon da» ‒ und setzten es zielgruppenspezifisch und individuell für jedes Werbemedium um. Auftraggeber: Samsung Electronics Switzerland. Agentur: Equipe

USM – Project50

Die Kampagne Project50 eröffnet einen offenen und authentischen Dialog mit jungen Meinungsmachern und gewinnt sie als freiwillige Markenbotschafter. Dadurch schafft sie für die alternde Designikone eine neue Begehrlichkeit und führt eine neue Generation designaffiner Konsumenten an USM heran. Auftraggeber: USM U. Schärer Söhne. Agentur: Scholz & Friends Schweiz

Die Casemovies können auf Crossmediaaward.ch angesehen werden.

Zu guter Letzt: Kaffeeklatsch

Publicis und Nescafé haben in Italien über die Balkone hinweg Nachbarn zusammengebracht. Zum Kaffeetrinken.

«It all starts with a Nescafé». Nicht nur der Tag für alle Nescafé-Trinker, sondern beispielsweise auch ein Gespräch mit dem Nachbarn, den man zwar täglich sieht, aber eigentlich doch nicht kennt. Je mehr Menschen auf engem Raum wohnen, desto grösser ist oft auch die Anonymität. Vielleicht eignen sich Treppenhäuser und Fahrstühle nicht als fruchtbare Begegnungszonen. Ok, man fragt sich schon, wieso diese vielen netten Leute im gezeigten Beispiel nicht schon vorher ein paar Worte mit ihren ebenso netten Nachbarn wechselten – wenn die Balkone schon fast in Griffnähe liegen. Jedenfalls kam dann Publicis Mailand und hat das Problem gelöst. Auf eine schöne Art und Weise. Inklusive Aufforderung an der gegenüberliegenden Hauswand, mit den nahestehenden Fremden Kontakt aufzunehmen. Fazit: Nescafé ist nicht nur fürs «Kafi Fertig» gut, sondern auch um Brücken zu schlagen. (hae)

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Bakom muss Auftragsvergabe für SRG-Online-Analyse nochmals prüfen

Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) muss im Rahmen einer Auftragsvergabe prüfen, ob beim Angebot der Universität Zürich für die Analyse des Online-Angebots der SRG ein Ausschlussgrund vorliegt.

Dies hat das Bundesverwaltungsgericht in einer öffentlichen Beratung entschieden. Die Firma Publikom aus dem Kanton Zürich hatte nach der öffentlichen Ausschreibung des Auftrags im Januar 2015 ebenfalls ein Angebot eingereicht. Der Zuschlag ging jedoch an die Universität Zürich. In seiner Beschwerde rügte das Privatunternehmen unter anderem, dass die Universität Zürich ein Angebot eingereicht habe, das nicht kostendeckend sei. Dies sei nur möglich, weil es sich bei der Universität um eine öffentlich-rechtliche Anstalt handle. Das Angebot werde somit quersubventioniert. In ihrem Angebot hatte die Universität zum Beispiel die Leistungen des Projektleiters hinsichtlich der benötigten Stundenzahl zwar aufgeführt. Diese wurden jedoch nicht in Rechnung gestellt. Einer der Bundesverwaltungsrichter rechnete in der öffentlichen Beratung vor, dass es sich dabei um einen Posten von rund 40'000 Franken handle, wenn man bei einem Stundensatz von 200 Franken ausgeht.

Knapper Entscheid

Das Bundesverwaltungsgericht hat mit drei zu zwei Stimmen die Beschwerde der Publicom teilweise gutgeheissen und an das Bakom zurückgewiesen. Dieses muss prüfen, ob die Universität Zürich wegen Verletzung von vergabe- beziehungsweise wirtschaftsverfassungsrechtlichen Gründen aus dem Vergabeverfahren hätte ausgeschlossen werden müssen. Private Anbieter dürfen bei einer Vergabe unter Preis mitbieten. Dies sei in der Schweiz nicht verboten, wie an der öffentlichen Beratung ausgeführt wurde. Hinsichtlich eines öffentlichrechtlichen Akteurs ist die gesetzliche Grundlage jedoch weniger klar. Die Mehrheit der St. Galler Richter ist am Mittwoch zum Schluss gekommen, dass bei der Beteiligung einer öffentlichrechtlichen Anstalt an einem Vergabeverfahren dem Grundsatz der Wettbewerbsneutralität staatlichen Handelns Rechnung zu tragen sei.

Erster Teilauftrag vergeben

Den Dienstleistungsauftrag für die Analyse des SRF Online-Angebots hatte das Bakom für das Kalenderjahr 2015 ausgeschrieben. Der Auftrag beinhaltet zudem eine Option für die Jahre 2016 bis 2018. Weil mit der Analyse geprüft wird, ob das Online-Angebot der SRG der Konzession entspricht, hat das Bundesverwaltungsgericht zugelassen, dass der Auftrag für das Jahr 2015 – wie vom Bakom bestimmt – an die Universität Zürich vergeben wird. Je nachdem, wie das juristische Verfahren ausgeht, ist die Option für die Jahre 2016 bis 2018 noch zu vergeben. Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts kann noch an das Bundesgericht weitergezogen werden. (SDA)

Schweiz: Jeder Fünfte besitzt eine Smartwatch oder ein Smartband

Wer glaubt, Smartwatches und –bands seien nur etwas für Technik- oder Sport-Freaks, täuscht sich. Bereits 21 Prozent der Schweizer Bevölkerung besitzen eine Smartwatch oder ein sportliches Smartband. Tendenz steigend.

Stark verbreitet – aber mit Unterschieden beim Alter, Geschlecht und der Wohnregion Smartwatches und Smartbands, so genannte Wearables, erfreuen sich in der Schweiz grosser Beliebtheit. So sagen bei einer persönlichen Befragung durch das unabhängige Marktforschungsinstitut GFS-Zürich im Frühling 2016 bereits 21 Prozent der Befragten, dass sie eine Smartwatch (10 Prozent), ein Smartband (8 Prozent) oder sogar beides (3 Prozent) besitzen.

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Erwartungsgemäss sind die Unterschiede zwischen den Altersgruppen gross. So antwortet bei den 18-39-Jährigen schon fast ein Drittel (30 Prozent) der Befragten, dass sie Wearables besitzen. Bei den 40-64-Jährigen ist es noch rund ein Fünftel (21 Prozent), bei den über 65jährigen sind es nur 3 Prozent der Befragten.

Männer besitzen eher eine Smartwatch (12 Prozent), welche grundsätzlich teurer ist und über mehr Funktionen verfügt als ein Smartband (8 Prozent). Bei den Frauen ist es umgekehrt: 9 Prozent geben an, ein Smartband zu besitzen, welche als sogenannte Aktivitätsmesser insbesondere über Funktionen wie Schritt- oder Kalorienzähler, Herzfrequenzmesser oder sonstige Fitnessfunktionen verfügen.

Überraschend sind die Unterschiede zwischen den Deutsch- und Westschweizern. So besitzen in der Deutschschweiz 17 Prozent der Befragten eine Smartwatch, ein Smartband oder beides, in der Westschweiz sind es bereits deren 32 Prozent.

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Marktleader Samsung

Die Besitzer einer Smartwatch oder eines Smartbands wurden ausserdem nach dem Modell gefragt: 30 Prozent geben an, ein Modell von Samsung zu besitzen. An zweiter und dritter Stelle folgen Apple (22 Prozent) und Sony (15 Prozent). Die Schweizer Marke Swatch wird nur von einem Prozent der befragten Wearables-Besitzer genannt.

Zukunftsaussichten

6 Prozent der Befragten schätzen die Wahrscheinlichkeit, in den nächsten 6 Monaten eine Smartwatch zu kaufen, als eher oder sehr hoch ein. In der Westschweiz sind die Kaufabsichten mit 18 Prozent deutlich höher als in der Deutschschweiz (3 Prozent). Samsung ist auch bei der Kaufabsicht der Marktleader: 37 Prozent der Befragten geben Samsung als bevorzugte Marke bei einem möglichen Kauf im nächsten halben Jahr an, gefolgt von Apple mit 21 Prozent. Die Schweizer Marke Swatch folgt an vierter Stelle mit 6 Prozent, nach Garmin. Die Smartbands haben ähnliche Zukunftsaussichten wie die Smartwatches: 5 Prozent der Befragten schätzen die Kaufwahrscheinlichkeit im nächsten halben Jahr auf eher oder sehr hoch.

Über die Studie

Das Forschungsinstitut gfs-zürich befragte 1004 Personen in der Deutsch- und Westschweiz vom 22. Februar bis 12. März 2016 im Rahmen einer persönlichen Mehrthemenbefragung (face-to-face Omnibus). Gerade wenn es um die Nutzung von digitalen Medien geht, ist die persönliche Befragung die bevorzugte Methode, da technisch oder online affine Personen bei dieser Methode nicht überrepräsentiert werden. Die Befragung ist repräsentativ für die Bevölkerung ab 18 Jahren in der Deutsch- und Westschweiz. Der Vertrauensbereich der Gesamtstichprobe liegt bei +/- 3,2 Prozent bei einem Prozentwert von 50 Prozent.

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Valencia macht den Garten zum Abenteuer

Abenteuer Garten: die neue Coop Promotion von Valencia verspricht grosse Erlebnisse für die Kleinen, direkt vor der eigenen Haustüre oder auf dem Balkon.

Eine grüne Revolution erobert unsere Städte. Seit einigen Jahren werden unter dem Begriff «Urban Gardening» vermehrt Nutzpflanzen in Parks oder auf Flachdächern gezogen. Ganz in diesem Trend startet Coop diesen Frühling ins «Abenteuer Garten». Kinder können dabei lernen, welche Pflanzen und Tiere in unserer nächsten Umgebung leben und selber zu kleinen Gärtnerinnen und Gärtnern werden. 120 Tier- und Pflanzenkarten warten darauf von den Kindern entdeckt, gesammelt und getauscht zu werden. Ein umfangreiches Sammelalbum dient der Aufbewahrung der Sammelkarten. Als besonderes Extra bietet Coop zusätzlich kleine Saat-Becher zum Ziehen von 18 verschiedenen Blumen, Kräutern oder Gemüse an. Mit etwas Glück ist unter den Sammelkarten ein Gutschein für einen der Saat-Becher.

Mit der Bewerbung der Promotion wurde erneut Valencia Kommunikation betraut. Die Agentur gestaltete diverse Werbemittel vom POS-Plakat bis zum Hello-Family-Mailing. Für den Einsatz in TV und Internet produzierte Valencia gemeinsam mit WirzFraefelPaal Productions einen stimmungsvollen Spot in verschiedenen Versionen. Darin sehen wir eine Kinderbande, die sich voller Elan ans Gärtnern macht und sich dabei mit grossem Eifer ins Abenteuer Garten stürzt. Die Sammelaktion läuft seit 11.4. bis 28.5.2016 in allen Coop Supermärkten, Coop City Warenhäusern, Coop Bau+Hobby, Coop Restaurant und coop@home.

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Verantwortlich bei Coop: Thomas Schwetje (Leiter Marketing/Services), Sacha Zuberbühler (Leiter Werbung), Catherine Gritti (Projektleiterin Werbung), Helmut Träris (Leiter Verkaufsförderung/ Koordination CP/Projekte), Manuela Kerker (Projektleiterin Verkaufsförderung), Oliver Johnson (Leiter Digitales Marketing), Anja Kapust (Digitales Marketing), Karin Heliopoulos (Leiterin Media). Verantwortlich bei The Whole Media: Stephan Küng. Verantwortlich bei Valencia Kommunikation: Michael Gerber (CEO), Tommy Schilling (Creative Director), Gianna Burghartz (Art Director), Delia Guerriero (Assistant Art Director), Sebastian Refardt (Senior Texter), Diana Aberkane (Senior Account Director), Mirjam Müller (Kommunikationsplanerin), Emanuel Plüss (Teamleiter Polygrafie), Marina Korth (Polygrafin) und Patrick Hublard (Polygraf). Verantwortlich bei Wirz Fraefel Paal Productions: Cello Schnyder (Director), Stefan Fraefel (Executive Producer), Nina Wirth (Producer).
 

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