Wunderman: Zurück zu den Schönheits-Wurzeln

Wunderman lanciert für Marionnaud eine Kampagne mit Christa Rigozzi.

Christa Rigozzi hat sich seit dem Gewinn des Missen-Titels im Jahr 2006 zu einer der vielseitigsten Persönlichkeiten im helvetischen Showbusiness entwickelt. Moderieren, singen, schauspielern, modeln. Wenig hat sie ausgelassen und überall hat sie es geschafft, erfolgreich ihren ganz persönlichen Stil zu etablieren.

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Für Marionnaud schlüpft sie nun in eine Rolle zurück, die ganz am Anfang ihrer Karriere stand: Als Botschafterin für Schönheit. Dabei ist sie aber weit mehr als einfach ein hübsches Gesicht. Mit ihrer starken Persönlichkeit prägt sie diverse Kampagnen und es gelingt ihr die Botschaft zu transportieren, dass nicht die Kosmetik uns schön macht, sondern unsere Persönlichkeit, uns unverwechselbar macht. Kosmetik hilft uns dabei sie besser zum Ausdruck zu bringen.
Bisher trat Christa Rigozzi für Marionnaud im Frühjahrsmagazin 2016 in einer mehrseitigen Story auf, sie war das Gesicht der Muttertagskampagne und prägt weitere Marionnaud Kampagnen.

Foto-Shooting mit Christa Rigozzi (Making Of):

Verantwortlich bei Marionnaud Switzerland: Martina Müller (Marketing Manager), Rätia Laeri (Publishing Manager), Christian Aeberli (POS Manager). Verantwortlich bei Wunderman (Member of Y&R Group Switzerland): Thomas Engeli (CD), Sonja Gross (AD), Andrea Pfister und An Le (DTP), Julie Macé und Sonja Bernardi (Beratung).
 

Zur Sache: Empörung allerorten – und keine Strategie

Jeder echauffiert sich über den Inserate-Boykott von SVP und UBS oder Hanspeter Lebruments Aussage, dass die Trennung von Werbung und Redaktion schwieriger geworden sei. Das Editorial von Chefredaktorin Anne-Friederike Heinrich aus der Werbewoche 10/16 vom 3. Juni 2016.

Millisekunde darüber nachzudenken, was der andere gesagt hat, ob er nicht vielleicht auch ein bisschen recht hat und welche Lösung es für das skizzierte Problem gäbe.

Ein Beispiel: Baz-Chefredaktor Markus Somm sagte im April im Montagstalk «Roger gegen Markus» über den Inserate-Boykott von SVP und UBS: «Ich kann nicht erwarten, dass ein Inserent ein Inserat schaltet, wenn ihm die ganze Zeit auf der Nase herumgetanzt wird. Das ist der Deal mit meinen Kunden. Es gibt ein Mass von Kritik, das richtig ist, und es gibt eine Art von Einseitigkeit, die nicht mehr geht. In diesem Fall kann ich einen Inserate-Boykott nur unterstützen.»

Hören wir genau hin: Markus Somm spricht von einem Deal mit seinen Kunden. Er meint nicht seine Leser, sondern die Werbeauftraggeber. Was Somm gut macht: Ganz Journalist macht er transparent, wie er denkt und entscheidet. Jetzt wissen Baz-Leser, woran sie sind. Unglücklich ist: Somm legt mit seiner Aussage nahe, dass er als Chefredaktor so schreiben lässt, dass es seinen grössten Werbeauftraggebern passt. Wir leben zum Glück in einem freien Land und jeder kann frei entscheiden, wo er wirbt und warum. Jeder kann aber auch frei entscheiden, was er liest. Und das hat Somm nicht mitgedacht. Denn ein Abonnent, der mit tendenziöser Berichterstattung rechnen muss, weil eine Bank oder Partei in der gleichen Zeitung Werbung schalten, wird das Blatt hoffentlich sofort abbestellen. Worauf liefe das hinaus: Dass die Baz über den Börsenkurs von UBS 100 nur berichtet, wenn die Performance stimmt?

Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument sagte Mitte April in der «NZZ am Sonntag»: «Eine saubere Trennung zwischen dem Werbemarkt und dem redaktionellen Teil einer Zeitung ist viel schwieriger geworden als vor zwanzig Jahren, als es die finanzielle Lage erlaubte, die redaktionelle Unabhängigkeit über alles zu stellen.»

Hören wir genau hin: Der Verlegerpräsident formulierte, es sei heute «viel schwieriger als vor zwanzig Jahren», sauber zwischen Werbung und Redaktion zu trennen. Natürlich hat er recht – übrigens nicht nur, weil er auch die Werbewoche verlegt. Auf allen denkbaren Wegen wird heute versucht, Redaktionen werbliche Meldungen als redaktionelle Beiträge unterzujubeln, getarnt als hochwertiger und neutraler Content, seltsamerweise kostenlos. Spätestens dann muss man aufhorchen. Chefredaktoren müssen höllisch aufpassen, dass ihnen kein gezinkter Beitrag ins Heft oder auf die Website rutscht. Impliziert Hanspeter Lebrument mit seiner Aussage aber auch, dass die finanzielle Lage es heute nicht mehr erlaubt, die redaktionelle Unabhängigkeit zu wahren? Ich denke nicht. Lebrument hat vielleicht etwas unklar formuliert, eine Kausalität lese ich dennoch nicht. Früher konnte man als Medium redaktionelle Unabhängigkeit über alles stellen und das auch bezahlen, platte Werbung und Publireportagen einfach abweisen. Heute muss man sich in der Tat überlegen, ob man sich das leisten kann – doch die einfachste Möglichkeit, sich weder in eine journalistische noch in eine finanzielle Klemme zu bringen, ist so alt wie der Journalismus selbst: Draufschreiben, was drin ist, Redaktion oder Werbung. Und ja: Auch einseitig positive Beiträge und Publireportagen sind Werbung. Doch Achtung, die Welt war noch nie nur schwarz und weiss; Übergänge sind fliessend, Information kann auch werblich und Werbung Information sein, ohne dass gleich die Absicht dahintersteht, Leser zu täuschen und zu trügen. Man braucht ein feines Gespür für seine Leser, um abzuschätzen, was man ihnen zumuten kann und was unzumutbar ist.

In der ganzen Debatte verloren geht der Leser. Unsere Leser, liebe Kollegen Medienmacher, sind klug und mündig. Unterschätzt sie nicht! Sie begreifen sehr wohl, was ihnen geboten wird, und entscheiden autonom, was sie konsumieren möchten und was nicht. Ebenso wissen sie, dass uns auf dem hart umkämpften Medienmarkt nichts geschenkt wird. Und dass Qualität Geld kostet. Deshalb müssen wir uns eine klare Linie leisten. Das heisst weder, Werbeauftraggeber vor den Kopf zu stossen noch, Leser zu düpieren. Sondern einen Weg zu finden, der für alle stimmt.

Der Presserat urteilte nun Anfang der Woche, Aussagen wie die von Somm und Lebrument seien gefährlich und untergrüben die Glaubwürdigkeit der Medien. Im Journalisten- Kodex sei festgelegt, dass Journalisten «jede Form von kommerzieller Werbung» vermeiden und «keinerlei Bedingungen vonseiten der Inserenten» akzeptieren sollen.

Hören wir genau hin: Der Presserat ruft den Journalisten-Kodex in Erinnerung und mahnt die Medien, ihre Glaubwürdigkeit nicht zu gefährden. Das ist gut und richtig. Journalisten dürfen sich mit keiner Sache gemein machen, auch nicht mit einer guten. Wie Journalisten aber «jede Form von kommerzieller Werbung vermeiden» sollen, wenn einzig Werbung Medien finanziert, sagt der Presserat nicht. Recht hat der Presserat damit, dass Journalisten «keinerlei Bedingungen» akzeptieren sollten: weder von Inserenten, noch von Abonnenten, noch vom Chefredaktor.

Tacheles: Abonnements finanzieren die Produktion von schlagkräftigen Medien schon längst nicht mehr, ausserdem sind immer weniger Menschen bereit, Medien zu abonnieren, wenn sie die halbe Wahrheit kostenlos im Internet bekommen. Ein Jahresabonnement der NZZ am Sonntag kostet 252 Franken, das der Werbewoche 295 Franken. Davon können sie nicht einmal die Putzfrau bezahlen. Werbung ist immer noch die Haupt-Einnahmequelle von Medien, auch wenn immer weniger Werbung geschaltet wird. Hören wir also auf mit dem scheinheiligen Gerede und suchen gangbare Wege, unseren Lesern auch in Zukunft gut recherchierte, hintergründige Berichterstattung zu bieten. Und vergessen dabei die klare Trennlinie zwischen Berichterstattung und Werbung nicht. Dafür müssen wir Journalisten einfach wieder ihre Arbeit machen lassen: Ich garantiere Ihnen, dass kein Journi freiwillig in einen hart recherchierten Artikel einen Werbejingle einbaut.

Der eigentliche Skandal ist ohnehin die Haltung von UBS und SVP. Zwei, die sich Inserate lässig leisten könnten und durch einen guten Job Medienarbeit machen sollten, setzen Medien unter Druck, weil diese nicht nach ihrem Munde reden. Dazu braucht man eigentlich gar nichts mehr zu kommentieren, die Sache kommentiert sich selbst. Profil wird nicht durch Werbung gemacht – weder das von Medien, noch das von Unternehmen.

Nochmal: «In was für einer Zeit leben wir eigentlich?» 2016, liebe Grossmami. Und es gibt viel zu tun.

 

Anne-Friederike Heinrich, Chefredaktorin
[email protected]

 

AZ Nordwestschweiz: Neuer stellvertretender Chefredaktor, neue Co-Leitung Inland

Andreas Schaffner wird stellvertretender Chefredaktor, Doris Kleck und Anna Wanner übernehmen die Leitung der Bundeshausredaktion.

Andreas Schaffner folgt auf Gieri Cavelty, der die Redaktion Ende Juli verlässt und Medienchef des Staatssekretariats für Migration wird. Schaffner ist ein Wirtschaftscrack mit langjähriger journalistischer Erfahrung bei verschiedenen Medienhäusern. Er schloss 1992 sein Jus-Studium ab. Danach schrieb er für Cash, arbeitete als Wirtschaftsjournalist für SRF («Kassensturz», «Eco» und «10vor10»). Dann folgte sein erster Wechsel zur AZ Nordwestschweiz als Wirtschaftschef. Später kehrte er als Dok-Filmer zu SRF zurück, schrieb kurz für Blick und ist seit Anfang 2015 Wirtschaftschef der AZ Nordwestschweiz.

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Doris Kleck (34) und Anna Wanner (31) folgen als Co-Leiterinnen der Bundeshausredaktion auf Stefan Schmid, der Chefredaktor des St. Galler Tagblatt wird. Sie treten die Nachfolge per 1. Oktober an.

Kleck studierte an der Hochschule St. Gallen Internationale Beziehungen. Ab 2006 war sie Inland- und Wirtschaftsredaktorin bei den «Schaffhauser Nachrichten», später Blattmacherin und Mitglied der Redaktionsleitung. Ab 2012 war sie Bundeshausredaktorin bei der AZ Nordwestschweiz, heute ist sie in gleicher Funktion beim Bund / Tages-Anzeiger angestellt.

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Wanner studierte an der Universität Zürich und der Columbia University in New York Politikwissenschaften, Geschichte und Kunstgeschichte. Nach dem Studium absolvierte sie bei der AZ Nordwestschweiz den zweijährigen Diplomlehrgang Journalismus am MAZ. Danach wechselte sie zur Südostschweiz in die Bundeshausredaktion. Seit März 2015 ist sie bei der AZ Nordwestschweiz in derselben Funktion angestellt.

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Velvet setzt Werkschau und Aktionstage in Szene

Die jährlich im Juni stattfindende Werkschau Design & Kunst der Hochschule Luzern bildet den Höhepunkt der Studienzeit. Velvet setzt sie in Szene.

Die Werkschau Design & Kunst markiert den Abschluss des Studiums und den Übergang ins Berufsleben und ist somit auch der erste Berührungspunkt mit zukünftigen Auftraggeberinnen und Kunden. Die Aktionstage bilden den Abschluss des Masterstudiengangs in Kunst. Dabei haben die Studierenden die Aufgabe, künstlerische oder vermittelnde Projekte zu entwickeln, die sich rund um konkrete Themen, Orte und Akteure drehen. Velvet entwickelte in Zusammenarbeit mit ehemaligen Absolventen der Hochschule die Idee und das Setting der beiden Motive.

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Verantwortlich bei der Hochschule Luzern – Design & Kunst: Mari Serrano (Verantwortlich Marketing & Kommunikation), Oliver Tubic (Mitarbeiter Marketing & Kommunikation). Verantwortlich bei Velvet Creative Office: Wolfgang Möhrle (Beratung), Jürg Schaffhuser (CD), Daniel Peter, Dominique Raemy (Grafik), Reto Leuthold (Künstler).

Uri auf der Weltbühne – mit Uriversum

Herger Imholz inszeniert zur Gotthard-Basistunnel Eröffnung den Teufelsstein multimedial und audiovisuell in 3D. Für das Uriversum des Kantons Uri hat die Agentur eine Corporate Identity inklusive Website entwickelt.

Pünktlich zur Gotthard-Basistunnel-Eröffnung präsentiert der Kanton Uri sein Uriversum in einer domähnlichen Halbkugel mit Themenschwerpunkten zu Tourismus, Wirtschaft und Lebensraum der Region. Dazu hat Herger Imholz zusammen mit dem Künstlerkollektiv Projektil eine spektakuläre Replika des Teufelsteins kreiert. Auf diesem werden an den zwei Eröffnungstagen vom 4. und 5. Juni mittels spezieller Licht- und Tontechnik Impressionen aus dem Kanton Uri projiziert.

Gleichzeitig wurde der Marke Uriversum eine prägnante Corporate Identity verpasst. Im Zentrum steht das Logo mit dem fliegenden Stier.  Ergänzend dazu sind eine umfassende Broschüre, diverse Postkarten, Fahnen und die Website in Responsive Design umgesetzt worden.

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Verantwortlich bei Kanton Uri: Karin Gaiser (externe Projektunterstützung Kanton Uri – Gottardo 2016), Emil Kälin (Direktionssekretariat VD Kanton Uri). Verantwortlich bei Herger Imholz: Yves Herger (Creative Direction), Jasmin Zurfluh (Grafik), Andreas Schuler (Polygrafie), Sebastian Mehl (Web-Entwicklung), Jonas Staub (Visuals, Projektil Medialabel).

Leading Swiss Agencies begrüsst vier Neumitglieder

Gleich vier namhafte Agenturen aus verschiedenen Kommunikationsbereichen sind neu Mitglied von Leading Swiss Agencies: YJOO Communications, Mediaplus, SNK Identities und Virtua.

An den Standorten Zürich, St.Gallen, Rolle und Lugano entwickelt die inhabergeführte schweizweit tätige Agentur YJOO Communications seit 2010 Strategien, Content und Design in den Bereichen Corporate und Marketing Communications, Corporate Publishing on- und offline sowie Digital Communications. Mit rund 30 Mitarbeitenden ist YJOO schwerpunktmässig tätig für Kunden aus den Branchen Konsumgüter wie Coop, McDonald’s und Nespresso, öffentliche Hand wie Bundesamt für Gesundheit, Baudepartement des Kantons St.Gallen, Standortorganisationen, Gemeinden und Städte, Industrie Services und Finanzen sowie Kultur. 

Mediaplus, gegründet 2005, ist ein Full-Service-Dienstleister für Media-Effektivität und -Effizienz. Die Agentur wird von Christian Kumar-Meier geleitet und betreut namhafte Kunden wie Appenzeller Käse, CSS Versicherung, Valais/Wallis Promotion, Vögele Shoes und viele mehr. Mediaplus macht Media für Marken, versteht Media dabei als strategischen Bestandteil der integrierten Marketing-Kommunikation, setzt Mediaplus ist Gewinner eines Swiss Effie Gold und Silber 2016. 

SNK Identities, gegründet 2000, ist eine der führenden Branding-Agenturen der Schweiz und unterstützt Unternehmen in den Bereichen Markenstrategie, Markenentwicklung, Markenerlebnis und Markenmanagement. Die Agentur wird geleitet von Armin Niederberger, Daniel Kraft und Oscar Todeschini und beschäftigt rund 30 Fachspezialisten in den Bereichen Strategie, Design und Kommunikation. Zum Kundenportfolio gehören national, international und global tätige Unternehmen wie Bauwerk Parkett, Feller, Baloise, ORB Media, PH Zürich, PKRück, SIX, ZHdK, UBS, Betty Bossi und das Weingut Erich Meier.

1998 gegründet, gehört Virtua heute mit 72 Mitarbeitenden zu den führenden Digitalagenturen in der Westschweiz. Die unabhängige Schweizer Agentur unter der Leitung von Aurélie Duplais und Damien Fournier durfte als Web-Pionier schon einige Auszeichnungen für innovative und mutige Lösungen entgegen nehmen. Die Fähigkeit zuzuhören, Kompetenz, Kreativität und ausgezeichnete Leistung sind die Werte, auf die Virtua für eine langfristige Kundebindung setzt. Virtua betreut unter anderem Kunden wie la Haute Horlogerie, Nespresso, BCV, RTS, les TL, Manpower, Romande Energie, Laurastar, CransMontana, Bata, Nestlé und Dolce Gusto. 

Bonus.ch wettert gegen ungebetene Werbeanrufe

Der Internetvergleichsdienst Bonus.ch hat genug von unerwünschten Werbeanrufen unter seinem Namen. Er macht darum mobil gegen diese Call Center und will Partner an Bord holen, um den Druck auf Verwaltung, Telekomanbieter und Politik zu erhöhen.

Dabei machten sich die Call Center namentlich bei der Krankenversicherung den guten Namen des Internetvergleichsdienstes zunutze. Bonus.ch ist indessen ausschliesslich im Internet aktiv.

Die Kunden können sich kaum gegen die Anrufe wehren, schreibt der Vergleichsdienst weiter. Von rund 28'000 erfassten unerwünschten Werbeanrufen führten gemäss Statistik des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) nur 17 zu einem Urteil.

Bonus leitet dennoch nicht rechtliche Schritte ein

Bonus.ch resignierte deshalb und leitete den Angaben zufolge keine rechtlichen Schritte gegen die Anrufer in seinem Namen ein. Das könne gemäss dem Dienst aber keine Lösung sein. Da der Justizapparat keine befriedigende Lösung biete, müsse ein echter Wille zur Bekämpfung des Übels her, schreibt Bonus.ch. Politiker, das Seco (Staatssekretariat für Wirtschaft), das Bundesamt für Kommunikation und die grossen Telefonanbieter müssten aktiv werden.

Weil der Grossteil der Anrufe die Krankenversicherung betrifft, seien auch die Krankenkassenverbände santésuisse und curafutura gefordert. Die Praktiken der Call Center würden das negative Image der Krankenkassen bei der Bevölkerung nämlich verstärken. (SDA)
 

Karin Carpentier verlässt die NZZ-Mediengruppe

Die Verkaufsleiterin der NZZ-Mediengruppe Karin Carpentier verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen.

Karin Carpentier übernahm im September 2014 die Leitung der neu gegründeten NZZ Media Solutions AG und wurde gleichzeitig Mitglied der Unternehmensleitung der NZZ-Mediengruppe. Per Anfang 2015 überführte sie die vormals von der Publicitas wahrgenommenen Werbeverkaufsaktivitäten in die Eigenregie der NZZ-Mediengruppe.

Es gelang ihr, in kürzester Zeit eine zentrale Verkaufsorganisation aufzubauen, die nicht nur in der digitalen Vermarktung schneller wuchs als der Markt, sondern auch im besonders herausfordernden Print-Werbemarkt bessere Ergebnisse erzielte als der vergleichbare Schweizer Gesamtmarkt, heisst es in einer Mitteilung des Unternehmens vom Donnerstag.. Zudem habe sie in dieser Zeit die neue Gesellschaft für die digitale Werbevermarktung audienzz gegründet und damit den Weg für noch schnelleres Wachstum in der Digitalvermarktung geebnet.

Veit Dengler, CEO der NZZ-Mediengruppe: «Karin Carpentier hat beeindruckende Aufbauarbeit geleistet und die NZZ Media Solutions am Markt sehr gut positioniert. Ich bedaure den Weggang einer geschätzten Kollegin und erfahrenen Führungspersönlichkeit und wünsche ihr viel Erfolg für ihre weiteren Aufgaben.»

Über die Nachfolge von Karin Carpentier wird in den nächsten Monaten entschieden. Interimistisch übergibt Karin Carpentier die Leitung der Werbevermarktung Ende Juni an Steven Neubauer, Leiter NZZ Medien, und Jürg Weber, Leiter Regionalmedien. Bis im Herbst steht sie dem CEO der NZZ-Mediengruppe Veit Dengler noch für ein strategisches Projekt zur Verfügung.

Onlineplattform News.ch steht vor dem Aus

Die Onlineplattform News.ch stellt ihre Dienste nach 16 Jahren aus wirtschaftlichen Gründen ein. Die Einnahmen aus Inseraten für kleine Portale seien eingebrochen, teilte das Medienunternehmen mit Sitz in St. Gallen auf seiner Website mit. Es dürfte Entlassungen geben.

Obwohl 2015 das erfolgreichste Jahr in der Online-Werbung in der Schweiz gewesen sei, sei der Werbemarkt für kleine und mittelgrosse Portale schwieriggeworden. Die Inseratepreise seien um den Faktor zehn gesunken, heisst es am Donnerstag auf der Website des Newsportals. Es sei nicht mehr möglich, ein wirtschaftlich erfolgreiches News-Produkt von guter journalistischer Qualität herzustellen.

Laut eigenen Angaben war News.ch die erste Schweizer News-Plattform, die einen Gesamtüberblick über das nationale Geschehen lieferte. Das Unternehmen wurde im Jahr 2000 gegründet und hat eine Redaktion mit einigen festangestellten und mehreren freischaffenden Journalistinnen und Journalisten.

Neustart wird geprüft

Auf dem Höhepunkt seiner Verbreitung hätten mehr als die Hälfte der Schweizer Onlineleser Nachrichten von News.ch konsumiert, heisst es auf der Website. Als die Konkurrenz grosser Portale wuchs, habe News.ch versucht, mit Kolumnisten wie Regula Stämpfli oder Peter Achten und Kooperationen, etwa mit dem Nebelspalter, weiterhin ein eigenständiges Produkt zu liefern.

Wie Co-Geschäftsführer und Verleger Piero Stinelli gegenüber Kleinreport sagte, werde es zu Entlassungen kommen. Ein Teil des Teams prüfe derzeit einen Neustart. Wie dieser aussehen solle, werde an einer Klausursitzung erarbeitet. (SDA)

Business4you erweitert die Geschäftsleitung

Zu guter Letzt: Halten für Zach statt für Zebras

Zebrastreifen werden in Dubai offenbar kaum beachtet. Mit einem simplen psychologischen Trick bringt Ogilvy Dubai die Autolenker dennoch zum Anhalten.

Die Regierung in Dubai ist bestrebt, das Konzept Zebrastreifen in den Köpfen der Menschen zu verankern. Doch das scheint in den Emiraten bislang nicht recht zu fruchten. Im Auftrag von Volkswagen Middle East hat Ogilvy darum das «Human Crossing» gelauncht: Schulkinder werden mit einem persönlichen Chip ausgestattet und wenn sie sich dem Zebrastreifen nähern, werden die Autofahrer über digitale Billboards zum Stoppen angehalten. Verstärkt werden soll die Wirkung dadurch, dass dank der personalisierten Chips der jeweilige Name des Kindes am Billboard aufleuchtet.

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Nach einer erfolgreichen Testwoche im Mai ist man laut Agentur derzeit im Gespräch, die Technologie und die Idee weiter auszubauen. (sis)
 

VSM fordert neues Fördermodell für TV und Radio

Der Verband Schweizer Medien (VSM) schlägt gestützt auf eine Studie ein neues Fördermodell für Radio und Fernsehen vor. Die effektive Nutzung von Inhalten durch Konsumentinnen und Konsumenten soll in die Steuerung der Medienförderung einfliessen.

Die Studie zur «Neugestaltung des Programmauftrags der audiovisuellen Medien im digitalen Zeitalter» kommt zum Schluss, dass die aktuelle Medienpolitik bei Radio und TV negative Auswirkungen auf andere Medienformen zeigt. Eine verstärkte Regulierung der öffentlich finanzierten Programmveranstalter sei nötig, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Peter Hettich (Universität St. Gallen) und Mark Schelker (Universität Freiburg) schlagen in der Studie eine Neuregelung vor, die «eine unabhängige Evaluation förderungswürdiger Medieninhalte sicherstellt und dabei auch deren Konsum miteinbezieht». Das Parlament solle die Höhe der Gesamtsubvention von Medieninhalten festlegen. Die Verteilung an die Medien soll dann durch politisch unabhängige Gremien auf Basis tatsächlich erbrachter Leistungen erfolgen.

Gefordert wird neben der Festlegung von Qualitätskriterien auch die Messung der effektiven Nutzung der geförderten Inhalte. Dabei sei auf den Marktanteil abzustützen. Über die Gebührenfinanzierung entscheiden solle somit Qualität und effektive Nutzung. Bereits existierende Modelle zu Medienförderung fokussierten ausschliesslich auf die Produktion und Ausstrahlung von Inhalten, ohne dabei den eigentlichen Konsum dieser Inhalte und deren Erfolg zu messen, heisst es weiter in der Mitteilung. (SDA)

 

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