Werbung wird Kunst

Das Landesmuseum in Zürich zeigt die Ausstellung «Gut zum Druck. Kunst und Werbung bei Wolfensberger». Die Objekte stammen aus dem Bestand der Druckerei J. E. Wolfensberger. Kurator Felix Graf erklärt die Hintergründe dieser Schenkung.  

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WW: Wie ist es zur Ausstellung «Gut zum Druck: Kunst und Werbung» gekommen?

Felix Graf: Auslöser für die Ausstellung war eine Schenkung der Familie Wolfensberger an das Schweizerische Nationalmuseum. Die Schenkung vermittelt hat uns die Swiss Graphic Design Foundation. Ein Vorstandsmitglied dieser Foundation ist Ruedi Külling, der frühere CD und Mitinhaber von Advico. Er hat als Designer zum Beispiel Cementit gestaltet, das berühmte Plakat für Bic-Kugelschreiber sowie die Sinalco-Kampagne und vieles mehr. Ruedi Külling hat in seiner Epoche viel in der Offset- Druckerei bei Wolfensberger drucken lassen. Daraus hat sich eine familiäre Beziehung und Freundschaft entwickelt. Külling ist im Wolfsberg sogar als «Samichlaus » aufgetreten bei den kleinen Wölfen Benni und Thomi. Das haben die beiden Urenkel des Firmengründers und heutigen Geschäftsführer der Druckereien in Zürich und Birmensdorf erst beim Interview erfahren, das ich mit ihnen und Ruedi Külling zusammen machte für die Begleitpublikation zur Ausstellung. Nun, bei all diesen «Erbteilungen » im Hause Wolfensberger – da waren über die Generationen hinweg viele Kinder – sind immer wieder Originalgrafiken und Bilder in andere Hände geraten. Schliesslich hat die Familie auch ihren Wolfsberg verkauft, um mit dem neuen Kapital die Druckereien an einem geeigneteren Standort weiterführen zu können. Als Benni und Thomi Wolfensberger realisierten, dass immer weniger der Dokumente aus der Geschichte der Druckerei übrig blieben, hatten die beiden die Idee: Es wäre gut, wenn eine dafür geeignete Institution den wertvollen Bestand übernehmen könnte.
 
Wie gross ist diese Sammlung Wolfensberger?
Dieser Bestand ist immer noch relativ gross, rund 400 Blätter jeder Art, Reklame-Märkli, Plakate, Broschüren, Bücher, Archivalien, Verträge, ganz tolle historische Fotografien. Zum Beispiel ein Foto des Lithographen Oscar Haag, der gerade Hodlers Tell auf den Stein überträgt. Damit wollte Wolfensberger 1938 das Landi-Plakat machen. Aber die Jury hat abgelehnt, und so hat Alois Carigiet schliesslich das Landi-Plakat gestaltet. Es wurde aber auch bei Wolfensberger gedruckt. Das Foto mit dem seitenverkehrten Tell auf dem Stein kannte die Hodler-Forschung zum Beispiel noch nicht. Und in dieser Qualität ist noch viel mehr Material in der Schenkung vorhanden.
 
Was haben Sie für die Ausstellung übernommen?
Ich habe mal alles inventarisiert und mich dabei mit Ruedi Külling beraten. Er hatte dann die Idee, daraus eine Ausstellung zu machen. Und weil ich Kurator bin für Druckgrafik und mediengeschichtlich sehr interessiert, hat mich das natürlich sofort interessiert. Dann konnte ich auch unseren Direktor Andreas Spillmann für das Projekt begeistern. Eine Druckerei mit einer über 100 Jahre alten Geschichte, die heute immer noch im Geschäft ist, das muss uns eine Ausstellung wert sein.
 
Nach welchem Konzept stellen Sie aus?
Eine erste Ideenskizze ist zusammen mit der Swiss Graphic Design Foundation entstanden. Deren Präsident, Christian Jaquet, Vorstandsmitglied Ruedi Külling und ich haben das Konzept grob entworfen, dann habe ich übernommen. Ich bin nicht nur Kurator für Druckgrafik, sondern auch Kulturhistoriker. Politische Geschichte und Mediengeschichte interessieren mich, gleichermassen Mentalitätsgeschichte und natürlich Kunstgeschichte. Aus dieser Optik heraus haben wir die Ausstellung aufgebaut, und so hat auch der Künstler Otto Dix, der im Wolfsberg ausstellte und druckte, ein grosses Gewicht bekommen – und auch General Wille ist mit einem Foto präsent. Wir sind das historische Museum der Schweiz und weniger spezialisiert als andere. Wir gehen sozusagen aufs Ganze. Das Konzept ist somit eine Zeitreise durch Bilderwelten aus Werbung und Kunst, die mehrheitlich auf der Steindruck-Schnellpresse mit Baujahr 1905 in der grafischen Anstalt J. E. Wolfensberger gedruckt wurden. Historisch passieren wir auch den Moment, wo der Steindruck durch den Offsetdruck abgelöst wurde.
 
Wie haben Sie die vielen Anekdoten eingebaut?
Das kommt bei den Führungen zum Spielen. Das kann man nicht alles auf Tafeln schreiben. Wir haben aber eine Begleitpublikation in Form von Essays produziert. Wo wir wirklich Neuland betreten haben und eigene Forschungsergebnisse vorlegen können, wollen wir diese in der Weihnachtsnummer der Zeitschrift für Schweizerische Archäologie und Kunstgeschichte publizieren, unserer Hauszeitschrift. Und ich würde ganz gerne am Tag der Finissage die ganze Ausstellung integral ins Netz stellen, als erste elektronische Ausstellung des Landesmuseums. Aber natürlich nicht parallel zur Ausstellung, sondern nach der Ausstellung. Damit man sie dann von der ganzen Welt aus anschauen kann. Wir haben das noch nie gemacht. Ich bin begeistert von dieser Idee, weil wir damit das Thema erweitern könnten. Wenn wir neue Objekte bekommen, können wir die Ausstellung im Netz ergänzen. Wir können auch einen Link machen auf unseren elektronischen Objektkatalog. Das wäre dann etwas zwischen elektronischem Ausstellungskatalog und Teilbestandeskatalog, also eigentlich eine neue Gattung von Museumspublikation.
 
Es gibt die ZB, die Plakatsammlung des Kunstgewerbemuseums und die Plakate im Landesmuseum. Wir sind eigentlich die Kompetenzen verteilt?
Da gibt es gar keine Rollenverteilung. Das Museum für Gestaltung hat eine Plakatsammlung und sammelt Plakate. In der Sammlung finden sich gegen 300 000 Plakate. Wir haben ungefähr 400 Plakate im Weltformat in der Sammlung, die wir jetzt zusammen mit der Swiss Grafic Design Foundation weiter ausbauen bis auf vielleicht 1200. Bei uns ist es ein expositorisches Sammeln. Also nicht auf Vollständigkeit bedacht zum Beispiel nach Grafiker, Produkt oder Jahrzehnt, sondern im Hinblick auf unsere Ausstellungen.
 
Nach welchen Kriterien sammelt das Landesmuseum Plakate?
Unser Sammeln dient der Ergänzung unserer dreidimensionalen Bestände. Es ist wichtig, dass wir zu Objekten, die wir ausstellen, die eventuell vorhandene Werbung und ein Plakat zeigen können. Die Schweizer Gebrauchsgrafik des 20. Jahrhunderts geniesst einen internationalen Ruf, das gehört zu unserem kulturellen Erbe. Ich meine: Wir müssen für jedes Jahrzehnt etwa zwei gute Tourismus-Plakate haben. Und wir wollen das Original zeigen, den Zeitzeugen, der den Geist der Zeit atmet, der ins Papier eingedrungen ist. Ein Kriterium ist auch das Schwellenprodukt. Wenn etwas Wichtiges das erste Mal seriell produziert wird: der erste Schnallenskischuh Henke, das erste Sonnenschutzmittel Hamol, der erste Billig-Kugelschreiber Bic, das erste Natel oder Snowboard – solche Dinge sammeln wir aus dem Bereich Alltag, Konsum, Industriegesellschaft, Freizeitgesellschaft. Und wenn es dazu Werbedrucksachen gibt, unter anderem Plakate, dann nehmen wir die natürlich als Ergänzung.
 
Wann wird eine Werbegrafik zur Kunst?
Ich würde sagen: In dem Moment, wo eine gute Werbedrucksache als Wandschmuck taugt, wenn sie aufgehängt wird, wenn der Funktionswandel stattfindet und funktioniert. Das lässt sich ja nicht programmieren. Das passiert einfach. Und dann ist die Werbegrafik mit grösster Wahrscheinlichkeit auch gute Kunst. Ein Beispiel ist auch das Landi-Bild von Hans Erni. Es zeigt 100 Meter lang und 4 Meter hoch auf mehr als 140 Tafeln die Schweiz als Ferienland der Völker. Wir haben das Objekt vor Jahren aus einem Schuppen übernehmen können. Dieses Wandbild ist Kunst, Selbstdarstellung der Schweiz und politische Werbung im Sinne von Selbstbestärkung im Jahr 1939. Unsere Hodler-Fresken sind natürlich auch politische Werbung. Dann haben wir Ölbilder von grossen Künstlern in der Ausstellung von Otto Dix, von Adolf Dietrich, Cuno Amiet. Diese haben nicht eigentlich Werbegrafik gemacht, aber sie schufen Plakate für ihre Ausstellungen. Diese haben die Künstler dann selber bei Wolfensberger auf den Stein übertragen. Diese «Werbeplakate» sind nummeriert und signiert und haben einen Handelswert.
 
Interview: Andreas Panzeri

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Vom Steindruck zum Offset

Hintergründe zur soeben eröffneten Ausstellung «Gut zum Druck. Kunst und Werbung bei Wolfensberger» im Zürcher Landesmuseum.
 
Die Ausstellung «Gut zum Druck» im Landesmuseum spiegelt eine Zeitreise durch die Bilderwelten aus Werbung und Kunst. Alle erstmals in einer solchen Komplexität gezeigten Exponate sind bei J. E. Wolfensberger gedruckt worden. Im Jahre 1902 ist das Unternehmen von Johann Edwin Wolfensberger (1873–1944) in Zürich gegründet worden. Der Patron setzte im grafischen Gewerbe neue Massstäbe und gab der modernen Schweizer Kunst eine frische Plattform. 1911 zügelte der gelernte Steindrucker in einen imposanten Jugendstilbau an der Bederstrasse 109 in Zürich und vereinte dort Geschäfts- und Wohnräume, Druckerei, Steindruckatelier und Kunstgalerie unter einem Dach. In- und ausländische Künstler, unter ihnen Ferdinand Hodler, Cuno Amiet und Oskar Kokoschka, entwerfen die Plakate zu ihren Ausstellungen im Wolfsberg gleich selber direkt auf den Stein. Otto Baumberger, Emil Cardinaux und Burkhard Mangold und andere Pioniere der Schweizer Werbegrafik gehören zu den Mitarbeitern der erste Stunde. 1956 beginnt Wolfensberger mit dem Offsetdruck. 1985 wird ein Teil der Produktion in ein neu dazugekauftes Haus in Birmensdorf verlagert. Dieser zweite Standort wird sukzessive ausgebaut, bis schliesslich 2006 die Firma komplett nach Birmensdorf verlagert wird. Hier bietet das Unternehmen heute sämtliche Dienstleistungen der «schwarzen Kunst» bis zum Digitaldruck. Nur der Steindruck findet ein neues Domizil an der Eglistrasse in Zürich West. Noch heute wird dieses Kunsthandwerk vom Familienunternehmen Wolfensberger gepflegt. Ihre Steindruckerei geniesst dabei einen hervorragenden Ruf unter den nur noch 30 Anbietern, die heute weltweit nach wie vor aktiv sind. Das Pflegen dieser Tradition wird von Thomi Wolfensberger geleitet. Benni Wolfensberger ist verantwortlich für die Offsetdruckerei in Birmensdorf. Die beiden Brüder sind Urenkel des Firmengründers.

 
Alles, was Rang und Namen hat

Der Zwölffarbendruck mit den Lithosteinen und Zustandsdrucken dient als wichtigstes Exponat der Ausstellung im Landesmuseum. Während der bei Wolfensberger bis in die 1950er-Jahre dauernden Ära des Steindrucks zählte das Unternehmen rund 30 Mitarbeiter. Dazu zählten Grafiker, Handlithografen, Andrucker, Maschinenmeister sowie zahlreiche Hilfsdrucker und Steinschleifer. Die Grenze zwischen Reproduktionsgrafik und Künstlerlithografie ist im «Wolfsberg» während der ersten Jahrzehnte fliessend. Der im gleichen Gebäude an der Bederstrasse untergebrachte «Kunstsalon» gilt als die erste private Schweizer Galerie für moderne Kunst. Bis in die 1920er-Jahre fanden hier jährlich zwölf Ausstellungen statt – mit eigenem Plakat und Broschüre. Im ersten 1927 gedruckten Verkaufskatalog der Firma werden sowohl Künstlerlithografien wie Kunstreproduktionen angeboten. Auch davon finden sich einmalige Dokumentationen und Fotos in der Ausstellung «Gut zum Druck». Später haben berühmte Künstler wie Otto Dix, Hans Sturzenegger oder Cuno Amiet ihren Galeristen porträtiert. Die Werbung in eigener Sache galt als die wichtigste «Visitenkarte » des Unternehmens.
 
Andreas Panzeri.

Zur Sache: und es gibt sie doch

Gemeint sind die Innovationen in der Medienszene. Da gab es in den letzten Monaten und Wochen einige. Zum Teil erst angedacht, teils geplant und zum Teil schon realisiert. Nicht nur im Ausland, sondern auch in der Schweiz.

Amazon-Chef Jeff Bezos hat die Washington Post gekauft. David Pogue, der zum Teil umstrittene Tech- Journalist der New York Times, geht zu Yahoo, um dort ein Tech-Nachrichtenangebot zu lancieren. Der E-Bay-Gründer Pierre Omidyar plant ein 250 Millionen Dollar schweres Joint Venture mit dem Guardian- Enthüllungsjournalisten Glenn Greenwald. Anfang 2011 kaufte der Online-Riese AOL die Huffington Post für rund 315 Millionen Dollar von der Gründerin und Chefredakteurin Arianna Huffington. Huffington, eine ehemalige Autorin von Biografien, die sich erfolglos in der Politik versuchte und schliesslich 2006 mit einem Partner die Huffington Post gründete. Jetzt hat AOL zusammen mit Tomorrow Focus, einer Burda-Tochter, eine deutsche Ausgabe lanciert. Immerhin schon die sechste ausländische Ausgabe.

Hansi Voigt, der ehemalige Chefredaktor von 20min.ch, werkelt still und leise an seinem Online- News-Projekt Watson, bei dem notabene auch AZVerleger Peter Wanner dabei ist. Ringier denkt laut über ein Buzzfeed-ähnliches Produkt nach, das sich an den Blick am Abend anlehnen soll. Ähnliche Überlegungen gibt es bei Springer Deutschland. Und schliesslich kann sich Jean-Claude Biver, der begnadete Kommunikator und Uhrenmanager, vorstellen, Le Temps zu kaufen.

Gibt es Gemeinsamkeiten? Es gibt deren zwei. Erstaunlich – oder eben vielleicht gerade nicht erstaunlich: Die Investoren sind mehrheitlich branchenfremd. Und sie sind allesamt bekannt als Querdenker, in vielen Fällen haben sie etwas aufgebaut, das es vorher so nicht gab. Und sie suchen sich journalistische Partner, die auch keine 08/15-Journalisten sind.

Am diesjährigen Medienkongress referierte Eran Davidson, Ex-CEO des Venture-Capital-Unternehmens Hasso Plattner Ventures über den «Clash of Innovation Cultures» zwischen den USA und der Schweiz. Ein Beispiel: «You have a great idea and want to share it with an engineer: The response in the US: Let’s do it today. In Switzerland: It can’t be done.» Perfection is the goal in Switzerland in the US Perfection means Inefficiency. Er gab auch einen Rat, wie man erfolgreich jegliche Innovation abwürgen kann: Ein etabliertes Unternehmen, das ein Start-up kauft, soll dieses sofort in die bestehende Organisation integrieren und es an der kurzen Leine führen. Warum kommt mir das alles gerade jetzt wieder in den Sinn? Raten Sie mal.

Pierre C. Meier, Chefredaktor [email protected]
 

Drei Gänge hochgeschaltet für Simpel

Kreienbühl und Vogler wurde mit der Neupositionierung, dem Re-Design und der Kommunikation für die Fahrradmarke Simpel beauftragt.

Seit über zehn Jahren liefert die Zürcher Velomarke Simpel via Online-Direktvertrieb wartungsarme Fahrräder in die ganze Welt. Seit 2013 ist Simpel ausserdem der offizielle Lieferant des neuen Schweizer Militärvelos.

Simpel beauftragte Kreienbühl und Vogler mit der Entwicklung eines Claims und dem Re-Design des gesamten Markenauftritts. Dabei wurde das Logo entschlackt, indem ab sofort auf das «.ch» im Namen wie auch im Logo verzichtet wird. Auf diese Weise werde die Marke vom Dot-Com-Mief der 2000er-Jahre befreit, heisst es in der Mitteilung vom Donnerstag. Und noch simpler gemacht.

Der entwickelte Claim «Velos, die man braucht» positioniert die Fahrradmarke als Lieferanten von zuverlässigen Fahrrädern, die man täglich und viel fährt: zur Arbeit, zum Einkaufen oder um Kinder herum zu chauffieren. Zudem entwickelte Kreienbühl und Vogler erste Kommunikations-Massnahmen. Darunter E-Banners sowie ein Anzeigesujet für das neue Schweizer Militärvelo, das

Verantwortlich bei Simpel: Philip Douglas (Geschäftsführer und Inhaber), Joachim Schneebeli (Finanzen und Inhaber). Verantwortlich bei Kreienbühl und Vogler: Reto Vogler, Oli Kreienbühl, Marco Donada, Fabian Schiltknecht.

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Der Motz vom Butz: Gründe, warum es schlechte Werbung gibt; 3. Kapitel

Aus seiner fast 50-jährigen Werbeerfahrung hat Theophil Butz in mehreren Theorien versucht, die Gründe für das Entstehen von schlechter Werbung zu beschreiben. Dritter und letzter Teil.

Theorie G: Eine der geeigneten Werbeverschlechterungsmethoden ist das Ändern der Werbekampagne. Ich habe selber oft gehört, dass der Auftraggeber nach zwei Jahren einen neuen Werbeauftritt verlangte. «Das haben wir jetzt alle schon zur Genüge gesehen», meinte er. Täglich beschäftigte er sich mit seiner Kampagne. Sie schmückte sogar seine Bürowände. Klar, dass er sich satt gesehen hat. Nur, das Zielpublikum hat für die 10 Millionen Werbebudget über zwei Jahre etwa zehnmal einen Kontakt von wenigen Sekunden gehabt. Daneben hat der Konsument aber täglich bis zu 1000 Werbebotschaften mitbekommen. Also ist es wichtig, natürlich mit einer unter die Haut und ins Gedächtnis gelangenden Werbung kontinuierlich über 20 oder 30 Jahre präsent zu sein. Die in meiner Generation Aufgewachsenen können sich sicherlich noch an die HB-Zigaretten-TV-Spots erinnern: «Warum denn gleich in die Luft gehen, greife lieber zu HB, und alles geht wie von selbst.» Oder «Der Duft der grossen, weiten Welt von Peter Styvesant». Nicht zu vergessen «Marlboro Country», die «lila Kuh» und die «Lovely Milchkuh». Alles Werbebotschaften, die uns über 30 Jahre hinweg und mehr gepredigt wurden. Und das mit viel Erfolg. Deshalb stecken sie heute noch im Gedächtnis. Hört also auf zu zappen.

Theorie H: Werbung erfinden, gestalten und texten kann jeder. Das Computerzeitalter hat diesem Unsinngedanken extremen Vorschub geleistet. Bei der Typografie besitzt heute kaum noch jemand eine Ahnung, was Spationierung, Durchschuss, Einzug, Kapitälchen, Weissraum, Binde- oder Gedankenstrich bedeutet. Auch gelernte Grafiker oder Polygrafen missachten jede Regel der Kunst. Somit sieht die meiste Werbung beschissen aus. Von E-Newslettern und Flyern ganz zu schweigen. Was dann zum Teil noch geschrieben steht, nähert sich immer mehr der SMSUnsprache. Eine Werbeidee ist nicht nur eine Idee, wenn sie realisiert wird, sondern erst wenn der Adressat sie auch als Werbeidee erkennt. Viel Werbung beinhaltet keine Idee, weil man sie nämlich nicht erkennt. Jekami ist mit ein Grund für schlechte Werbung.

Ich habe mit dieser Dreierkolumne (Kapitel 1, Kapitel 2) versucht herauszufinden, welches die Gründe sein könnten, dass so viel Werbegeld quasi aus dem Fenster geschmissen wird. Einer der Gründe, den ich hier nicht erwähnt habe, ist das Geldsparen an Kreation und Realisation. Es ist schon so: Was wenig kostet, ist auch meistens wenig wert. Warum macht niemand mehr 75-seitige Anzeigen zum 75-jährigen Jubiläum (BMW)? Wieso macht keiner mehr 1700 Unikat-Anzeigen für einen Magenbitter? Warum macht niemand mehr 25 Jahre lang gute Werbung mit der gleichen Agentur (Swissair). Leider ist unser Übervater Paul Gredinger, der solche und noch viel andere schräge und originelle Werbeideen beeinflusst, gefördert und unterstützt hat, gerade eben gestorben. Leider ist kurz darauf noch ein guter Freund aus der Zeit der kreativen Werbung verstorben. Adieu Gebi Schregenberger. Im Gedenken an Euch gibt es heute keinen Aufsteller der Woche.

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Das Rätsel, weshalb die Werbung nicht besser, sondern im Vergleich zu früher deutlich schlechter wird. Die Lösung ist nicht so einfach wie hier aufgekritzelt.

Theophil Butz, Grafiker, Werbeagentur-Inhaber, Inspirator und seit über zweieinhalb Jahren auch noch Motzer für die Werbewoche-Leser. Sachdienliche Hinweise bitte an theophil(at)undbutz.ch.

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Stallluft für Städter

Mit bisher über 160 Videos im Netz betreibt der Bauernverband mit BuureTV eine erfolgreiche Imagekampagne.

Es gibt gute Gründe, BuureTV.ch als Beispiel für eine Video-Imagekampagne im Netz hervorzuheben: Der offizielle Web-TV-Channel des Schweizerischen Bauernverbandes (SBV) läuft bereits im fünften Betriebsjahr und hat im Mai dieses Jahres am World Media Festival in Hamburg einen Gold Award in der Kategorie Web-TV Information gewonnen. Verantwortlich für das Projekt im Geschäftsbereich Kommunikation beim SBV ist Matthias Singer. Gefragt nach der Episode, die ihm persönlich am liebsten ist, nennt er den Beitrag über den Berufsmusiker Michel Biedermann, der als Klarinettist im Berner Sinfonieorchester mitspielt. «Ich mag diesen Beitrag so, weil Michel Biedermann nicht nur Musiker ist, sondern auch Landwirt. Und dieses Wechselspiel finde ich faszinierend. Nicht zuletzt auch deshalb, weil man spürt, wie sehr Michel Biedermann seinen Beruf als Landwirt liebt.» Als weitere Episoden hebt er hervor:

– Die beste: «Der Beitrag über den Wanderschäfer, weil er emotional ist, humorvoll, nachdenklich, aber eben auch ernst: Wenn – bei aller Romantik – kein einheimisches Lammfleisch gegessen wird, wird es bald keine Wanderschäfer mehr geben.»

– Die am meisten geschaute: «Das ist ganz klar der Beitrag über den 1.-August-Brunch.»

– Die unterschätzte: «Ein Film, der klar mehr Aufmerksamkeit verdiente, ist der Beitrag über den Mohnölbauer David Brugger. Ein junger Landwirt, der mit einem neuen alten Betriebszweig ein Auskommen gefunden hat.»

– Die aufwändigste: «Das war wohl die Episode über das Molkebad der Familie Marti auf der Berglialp hoch über dem Glarnerland. Das Filmteam musste die Kameraausrüstung für diesen Film fast zwei Stunden steil den Berg hoch tragen. Resultat war ein toller Film über eine Bergbauernfamilie, die sehr erfolgreich eine Nische entdeckte und diese mit viel Liebe fürs Detail pflegt.»

Der SBV als Dachverband hat seine Kommunikation in der Form einer Pyramide strukturiert: Zuoberst stehen, in Verantwortung der jeweiligen Markeninhaber, einzelne Produkte, wie Emmi oder Caffe latte, darunter Produktegruppen wie Obst, Gemüse, Milch usw. Und ganz zuunterst, quasi als Basis, führt der SBV bereits seit 1998 unter dem Claim «Gut, gibt’s die Schweizer Bauern» eine umfassende Imagekampagne für die Schweizer Landwirtschaft. Die Kampagne umfasst neben der klassischen Mediawerbung mit Plakaten und TV-Spots noch zahlreiche weitere Massnahmen, mit denen das Image der Landwirtschaft verbessert werden soll. Buuretv. ch ist eine dieser Massnahmen und wurde 2007 zuerst als Pilotprojekt im Kanton Aargau und dann 2008 für die ganze Deutschschweiz eingeführt, um ein junges, städtisches Zielpublikum zu erreichen. «Wir stellen eine zunehmende Entfremdung zwischen der bäuerlichen und der nichtbäuerlichen Bevölkerung fest und versuchen deshalb mit den Online- Videos etwas ‹Stallluft› in die städtischen Wohnzimmer zu bringen», begründet Singer die Zielgruppenstrategie.

YouTube enttäuschte

Die Videos sind in einem separaten Kanal auf Internettv. ch zu sehen, der über Buuretv.ch erreichbar ist, sie werden auf diversen Websites eingebaut, wie auf Bauernverband.ch oder Landwirtschaft.ch und auch in Social Media verwendet, vor allem auf Facebook. Daneben kommen sie auch bei Messen und Hoffesten der jeweiligen Bauern zum Einsatz und werden Lokalfernseh-Stationen wie TeleNapf oder ZüriPlus gratis zur Verfügung gestellt. Über die eigenen Websites und über Facebook werden die grössten Reichweiten erzielt. Pro Jahr werden zwischen 400 000 und 500 000 angeschaute Videos verzeichnet, was gemessen am Budget eine der höchsten Reichweiten aller Kommunikationsmassnahmen des SBV entspricht. Die Verweildauer liegt bei durchschnittlich 2:45 Minuten, was bedeutet, dass in der Regel die Episoden mit einer durchschnittlichen Dauer zwischen 2:30 Minuten bis zu 4 Minuten in der vollen Länge angeschaut werden. Eine Verbreitung über YouTube steht für Singer nicht im Vordergrund. In der Pilotphase habe man den Videokanal auf YouTube relativ stark promotet, habe aber bald gemerkt, dass die anvisierte Zielgruppe mit einem eigenen, gut eingebetteten Kanal viel besser erreicht werden könne. Der Bauernverband verbreite heute über einen YouTube-Kanal «sporadisch einige Videos». Doch YouTube sei viel zu wenig zielgruppenorientiert, international gebe es riesige Streuungen und die Zugriffszahlen seien im Vergleich zum BuureTV-Kanal «erstaunlich tief», berichtet Singer und räumt gleichzeitig ein, vielleicht müsste man nach dem letzten Anlauf im Jahr 2010 «das Experiment wieder einmal machen».

Für die Produktion der Videos sowie für das Hosting und Streaming hat Singer von Anfang an mit der Firma Ipmedia in Zürich zusammengearbeitet. Heute sind die Produktionsabläufe mit Ipmedia gut eingespielt, und Singer wendet für BuureTV pro Woche noch ein bis zwei Stunden auf. Vor allem die Themensuche und die Absprachen mit den beteiligten Bauern liegen beim SBV. Anfangs habe man für jeden Dreh ein kurzes Storyboard verfasst, doch mittlerweile kennen die Videojournalisten die Anliegen des Bauernverbandes «sehr gut und entscheiden vor Ort selber, wie die Themen in Szene gesetzt werden», rühmt Singer. Vor dem Dreh werde die zentrale Aussage festgelegt und dann vor Ort umgesetzt. «Die VJs haben da eine grosse Freiheit, das eigentliche Storytelling passiert häufig während des Drehs. Denn man habe gemerkt, dass mit einem Drehbuch «häufig gute, spontane Ideen keinen Platz hatten». Auch habe man anfänglich immer zu viele Informationen in die Videos packen wollen, berichtet Singer über weitere Erkenntnisse. «Die VJs haben uns aber sehr bald davon überzeugt, dass die Videos kurz sein müssen, eine Story pro Film mehr als genug ist.»

Ausbau zu einem nationalen Projekt

Auf Zukunftspläne mit BuureTV angesprochen, meint Singer, man wolle künftig dem Ansatz treu bleiben, die Landwirtschaft in ihrer ganzen Breite zu zeigen und dabei immer die Menschen ins Zentrum zu stellen. Und schon länger habe man im Sinn, auch in die Westschweiz zu expandieren und mittelfristig BuureTV zu einem nationalen Projekt zu entwickeln. Singer weiss, dass dazu die Videos von Romands gemacht werden müssten, und bedauert, dass Ipmedia keine welschen VJs beschäftigt. Derweil hat BuureTV bereits Nachahmer in der eigenen Familie gefunden: Die Gemüseproduzenten betreiben eine eigenständige Kommunikation und sind mit Gemüsetv.ch aktiv geworden, nachdem sie BuureTV gesehen haben. So es thematisch sinnvoll ist, werden Videos ausgetauscht, um gegenseitig von der zusätzlichen Verbreitung zu profitieren.

Christoph J. Walther

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TV bleibt Meinungsbildungsmedium Nummer eins

Die Medien nehmen eine herausragende Rolle ein, wenn es darum geht, sich eine Meinung zum Zeitgeschehen zu bilden. Doch wie relevant sind die einzelnen Mediengattungen im Prozess der Meinungsbildung der Verbraucher?

Medien unterhalten die Menschen. Doch ebenso dienen sie wissbegierigen Bürgern als Informationsquelle, wenn es um aktuelle politische, wirtschaftliche oder kulturelle Ereignisse und Zusammenhänge geht. Mit dem «Medienvielfalts-Monitor » der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und TNS Infratest wird im nördlichen Nachbarland regelmässig unter die Lupe genommen, welches Gewicht einzelnen Mediengattungen im Meinungsbildungsprozess zukommt. In der aktuellen Untersuchung wurden dazu über 3000 deutsche Konsumenten befragt. Zudem flossen die im Medienmarkt regelmässig durchgeführten Reichweitenstudien der verschiedenen Mediengattungen in die Analyse ein.

Die Studie bestätigt zunächst einmal mehr, dass das Fernsehen weiterhin das am häufigsten genutzte Medium ist. 85 Prozent der Konsumenten haben am Vortag der Befragung ferngesehen. Radio hörten im- merhin 65 Prozent – das bedeutet Rang zwei. Es folgen das Internet (57%), Tageszeitungen (48%) und Zeitschriften (20%). Im Vergleich zu 2009 haben sich die TV-Nutzung (-1 Prozentpunkt) und die Radionutzung (+1 Prozentpunkt) quasi nicht verändert. Die Reichweite der Printmedien ist deutlich gefallen: Die Tageszeitungen haben 6 Prozentpunkte, die Zeitschriften 4 Prozentpunkte verloren. Die Internetnutzung hat dagegen erwartungsgemäss um 6 Prozentpunkte zugelegt.

TV ist nicht nur allgemein das reichweitenstärkste Medium, sondern liegt auch in Sachen informierender Mediennutzung in Front. 60 Prozent der Deutschen nutzen das Fernsehen, um sich über das nationale und internationale Zeitgeschehen in Politik, Wirtschaft und Kultur zu informieren. 50 Prozent der Konsumenten nutzen dazu das Radio, 37 Prozent Tageszeitungen und 8 Prozent Zeitschriften. Das Internet wird nur von jedem Vierten zur Information über das Zeitgeschehen genutzt. Das bedeutet, dass sich nur 43 Prozent der Onliner im Internet über das Zeitgeschehen informieren. Zum Vergleich: Beim TV liegt der Anteil der informierenden Nutzung an der Gesamtnutzung bei 71 Prozent. Wie steht es nun um die Wichtigkeit der Medien als Informationsquelle? Auch hier hat das TV die Nase vorn. Für 40 Prozent der Befragten ist das TV das wichtigste Informationsmedium, gefolgt von Tageszeitungen (25%), Internet (22%), Radio (10%) und Zeitschriften (3%).

Der Altersvergleich zeigt, dass das TV sogar für rund die Hälfte (48 %) der Verbraucher der Generation 50+ das wichtigste Informationsmedium ist. Auf Rang zwei liegen in dieser Altersgruppe die Tageszeitungen (33%). Bei den 30- bis 49-Jährigen liegt das TV ebenso klar an erster Stelle (37%), vor dem Internet (27%). Für die 14- bis 29-Jährigen ist das Fernsehen ebenfalls eine zentrale Informationsquelle (26%), auch wenn es hier hinter dem Internet (49%) liegt. Aus den Angaben zur informierenden Nutzung und zur Wichtigkeit kann für jedes Medium das so genannte «potenzielle Meinungsbildungsgewicht » ermittelt werden.

Demnach bleibt das TV das gewichtigste Medium für die Information und Meinungsbildung (Gewicht: 37%). Die Bedeutung des Fernsehens ist damit in etwa doppelt so hoch wie die des Internets (18%). Auch Tageszeitungen (23%) und Radio (19%) haben noch immer mehr Gewicht als das Web. Ebenfalls interessant: der Anteil einzelner Anbieter an der Meinungsbildung. Die grösste «Meinungsmacht » haben demzufolge die öffentlich-rechtlichen Medien ARD und ZDF mit einem Anteil am Meinungsmarkt von zusammen 30 Prozent. Bertelsmann mit der RTL Group (13%) und ProSiebenSat1 (8%) beeinflussen im Vergleich die Meinungsbildung weniger stark.

Clemens Koob

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Key Facts

– TV ist das am häufigsten genutzte Medium (85% Nutzung am Vortag), vor dem Radio (65%) und dem Internet (57%).
– TV ist auch in Sachen informierender Nutzung top (60%). Es folgen Radio (50%), Tageszeitungen (37%) und Internet (25%).
– Für 40% der Konsumenten ist das TV das wichtigste Informationsmedium (Tageszeitungen 25%, Internet 22%).
– Das «potenzielle Meinungsbildungsgewicht» (gebildet aus Angaben zur Nutzung und Wichtigkeit) des TV liegt bei 37%.
– Die anderen Medien tragen jeweils weniger stark zur Meinungsbildung bei (Tageszeitungen 23%, Radio 19%, Web 18%).
 

Werbung und Röstigraben

In der welschen Schweiz präsentiert sich die Migros mit anderen Ideen für ihre Werbung und Kommunikation als in der deutschen Schweiz. Die bilingue Berner Agentur Numéro 10 stellt drei neue Arbeiten vor.

Auf der anderen Seite des Röstigrabens ist nicht nur das Leben manchmal ein bisschen lockerer. Auch die Werbung zum Beispiel für die Migros ist nicht den gleichen Grundsatzpapieren wie in der deutschen Schweiz verpflichtet. Sie darf sich ein paar «typisch welsche» Freiheiten erlauben. Verantwortlich gleich für drei verschiedene Einkaufstempel oder «Centres» ist die Berner Agentur Numéro 10. In den nächsten Wochen sind für alle drei neue Arbeiten von Gilles Aebi und seinen bilinguen Kreativen zu sehen. Alle Kampagnen bauen der Spezialität der Agentur entsprechend auf «sync big» – die «neue Methode für synchronisierte Kommunikation », zu der rund um den roten Faden mit Transmedia-Storytelling klassische Massnahmen mit dynamischer und digitaler Kommunikation verbunden werden. Die Kampagnen sind für die drei Centres in Bulle, Marin-Epagnier im Kanton Neuenburg sowie auf dem Campus der Technischen Hochschule EPFL in Lausanne völlig unabhängig und individuell gestaltet worden.

Gruyère Centre Bulle

In Bulle, das zur Migros-Genossenschaft Neuchâtel-Fribourg gehört, locken seit 30 Jahren 20 Verkaufsgeschäfte die Kunden an. Die Migros setzt in der eben angelaufenen Kampagne auf Kinder. Die Kampagne von Numéro 10 baut auf drei in der Region stark verankerte und bei Kindern sehr beliebte «Legenden». Der Riese Gargantua, der Hofnarr Chalamala und die Hexe Catillon werden noch einmal zu neuem Leben erweckt mit 3‑D-Zeichnungen, die beim Zielpublikum eine ähnliche Anziehung wie aktuell beliebte Filme im Stil von «Ice Age» erzeugen sollen. Die Figuren werben auf Plakaten für eine Märchenaufführung. Dieses Spiel von insgesamt 45 Minuten ist im Centre an verschiedenen Tagen in drei Akten von je 15 Minuten zu sehen. «Eine ideale Zeit für eine Pause nach dem Familieneinkauf», meint Gilles Aebi. Und der Trick funktioniert natürlich, dass die Kinder für alle Fortsetzungen noch einmal ins Centre kommen wollen. Dort werden sie auch mit 68 Karten beschenkt. Anders als bei den «Mania»-Sammelobjekten in der Deutschschweiz ist die Abgabe dieser Karten aber nicht an einen Kauf gebunden. Verteilt werden sie nach einer Vorankündigung in der Presse an rund 15 Events. Bei diesen können die Kinder dann Karten tauschen und an einem Turnier teilnehmen, während ihre Eltern beim Shoppen sind.

Marin Centre Kanton Neuenburg

Das Einkaufszentrum Marin war eines der ersten seiner Art in der Schweiz. Numéro 10 hat die vierjährige Umbauzeit bis zur Neueröffnung im November 2011 bereits kommunikativ begleitet. Jetzt bewirbt die Agentur das auch architektonisch ausgezeichnete Shoppingcenter mit einer Reihe von Happenings. Gesucht werden oder wurden jeweils «die Besten» oder am meisten Ausgefallenen aus einem bestimmten Fachgebiet. Für den Wettbewerb «Wer zeigt die originellsten Schuhe» sind an einem Samstag über hundert Leute mit selber gebastelten «Fantasieschuhen» ins Center gekommen. Das Vorzeigen hat natürlich ein noch viel grösseres Publikum angelockt. Auch ein Auftritt von 80 Mutigen im Pyjama hat die Zuschauer in Scharen ins Marin Centre gelockt.

Migros EPFL Lausanne

Die neue Migros auf dem Campus der Technischen Hochschule EPFL und ganz in der Nähe der Universität ist erst am 19. September dieses Jahren eröffnet worden. Hier soll ein vor allem junges Publikum angesprochen werden. «Diese Studenten kommunizieren überdurchschnittlich gerne über soziale Medien», weiss Gilles Aebi. Bei seiner Kampagne von Numéro 10 spielt deshalb Facebook eine entsprechend starke Rolle. Dazu ist auch der Look mit dem Design der Werbemittel «jünger» als bei anderen Migros-Massnahmen gestaltet worden. Die Agentur arbeitet mit schwarzen Einkaufstaschen. 50 verschiedene Modelle mit jeweils anderen Aufschriften sind produziert worden. Die Wortspiele nehmen jeweils bekannte Sprichwörter rund um das Essen auf. In den gratis verteilten Taschen fanden die Studis während der Eröffnungsphase einen von der Migros offerierten Snack. Dazu wurde über Facebook jeweils ein Wortspiel speziell promoted. Wer eine Tasche mit dem entsprechenden Spruch vorweisen konnte, wurde mit grosszügigen Einkaufsgutscheinen beschenkt. Und damit die Kampagne auch nachhaltig wirkt, sind die schwarzen Taschen in einer besonders guten Qualität produziert worden – damit die Studis sie nicht wegschmeissen, sondern weiterhin täglich Werbung für ihre Migros machen.

Andreas Panzeri

Bilder zum Artikel zu sehen im PDF-File

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Im Marin Centre gibt es regelmässige Happenings nach dem Vorbild von Casting-Shows.

 

Ein Phantom geht um

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Angriff ist die beste Verteidigung

Swisscom führte zu Beginn 2013 verschiedene Marketing- und Kommunikationsaktivitäten zusammen. Die Leitung Marketingkommunikation hat am 1. September Tim Alexander übernommen.

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Der Marktführer Swisscom will Synergien besser nutzen und der Auftritt der Marke soll vereinheitlicht werden. Den Bereichen Marketing- und Markenkommunikation kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Im Sinne dieser Strategie sind zu Beginn 2013 entsprechende Aufgaben erstmals zusammengefasst worden unter einem Marketingchef. Diese neue Gesamtverantwortung hat Jürg Pauli übernommen. Für die Leitung Marketingkommunikation wurde per 1. September Tim Alexander nach Bern berufen. Seine Verantwortung umfasst neben der Marketingkommunikation für Geschäfts- und Privatkunden auch Public Relations und den Bereich Online Communications.

Tim Alexander kann auf eine langjährige Erfahrung in der Telecom-Branche zurückblicken. Er hat den Claim «Erleben was verbindet» für die Deutsche Telekom eingeführt und konnte 2012 mit der Marke O2 den Digital Brand Champion Award der Wirtschaftswoche gewinnen. Der heutige Leiter Marketing-Kommunikation bei Swisscom ist auf einen Tipp seines Vaters in die Welt der Werbung eingestiegen. Dieser arbeitete selber im Marketing und meinte: «Bevor du studieren gehst, solltest du dir die Branche einmal anschauen. » So ist Tim Alexander mit einer Lehre als Werbekaufmann bei Grey in Düsseldorf gestartet. «Weil es toll war», ist aus der Neugier Berufung geworden und Alexander hat sich von der Pike auf entwickeln können. Schon als Junior-Berater wurde Tim Alexander aber auch klar: «Wenn ich die Dinge nach meinen Vorstellungen verändern möchte, dann muss ich noch ein Studium draufsetzen.»

Entschieden hat er sich für Pforzheim. Die dortige Hochschule gilt als führend in Deutschland für das Thema Marketing und Kommunikation. «Das Fundament der Betriebswirtschaft im Auge haben und sich in der Praxis ausprobieren», wurde im Verlauf seines Studiums dann zu einem Erfolgsrezept, das Alexander im Verlauf seiner Karriere immer wieder aufgreifen sollte. Neben einem Praktikum bei Springer & Jacoby in Hamburg konnte er seine Erfahrungen auch bei einem Auslandsaufenthalt bei Merck in Thailand erweitern.

Agenturgründung schon als Student

Finanziert hat Alexander sein Studium selber als Jungunternehmer. Mit seinen WG-Genossen zusammen gründete er die Werbeagentur «Werbeliebe ». Dort haben die Studis am Küchentisch professionelle Kreationen für kleine und mittelständische Unternehmen entwickelt. Aus der «Übungsagentur» ist später eine feste Institution der Hochschule in Pforzheim geworden und Tim Alexander wirkt noch heute im Aufsichtsrat. Er verfolgt regelmässig, was auch heutige Studenten in seiner «Werbeliebe» für neue Ideen entwickeln, und findet: «Wahrscheinlich ist dies das Nachhaltigste, das ich bis jetzt geschaffen habe. Auf jeden Fall bin ich sehr stolz auf meine Jugendsünde. »

Bei den heute 15 Jahre jüngeren Studenten kann Alexander, der inzwischen auch als Dozent an Fachhochschulen in Düsseldorf und München wirkt, eine immer noch gleiche Neugier «wie damals bei uns» feststellen. Aber die Möglichkeiten der Technik sind heute so viel anders und vielseitiger geworden. «Heute ist viel mehr möglich. Zum Beispiel wird beim Entwickeln parallel getwittert. In einem Blog können Interessierte das Entstehen eines Projekts verfolgen. Professoren und auch wir als Alumni können über diese Kanäle Feedback geben. Damit können wir alle in Echtzeit miteinander arbeiten, unsere Erfahrungen austauschen und voneinander lernen», meint Alexander und schlägt den Bogen zu seinem neuen Job: «Das ist auch die Welt, in der sich Swisscom bewegt.» Damit die Förderung von Nachwuchs nicht nur Theorie bleibt, hat Alexander in seinen folgenden Stationen immer wieder versucht, jungen Talenten aus der «Werbeliebe» einen Einstieg in grössere Unternehmen zu verschaffen. «Etwas zurückgeben» ist seine Motivation.

Erfahrung auf beiden Seiten der Front

Beim Verlauf seiner eigenen Karriere fällt mehrmals ein Wechsel zwischen Agentur und Kundenseite auf. Alexander will das aber nicht als «Frontwechsel» kommentieren. «Am Ende des Tages gehören die beiden Wirkungskreise zusammen. Wir alle sind in der Dienstleistungsbranche unterwegs – wir dienen Marken. Und nur wenn man beide Seiten richtig versteht, kann man Marken zum Erfolg verhelfen.» Auf Kundenseite war das bei Alexander zuerst vier Jahre Daimler, bei der er für die Einführung des Smart arbeiten durfte. In diese Phase haben sich auch die ersten Kontakte zur Schweizer Agenturszene ergeben. Das Smart-Budget wurde damals von Weber, Hodel, Schmid betreut. Später von Springer & Jacoby. Bei Daimler hat Alexander gelernt, «wie ein grosser Konzern funktioniert und wie man Themen wirklich vorantreibt». Das Tolle auf dieser Kundenseite
war für ihn auch: «Man ist wirklich verantwortlich.

Da gibt es keine Ausreden. Man sagt ja oder nein.» Dafür sei auf Agenturseite die Vielfältigkeit der Aufgaben interessant. «Marken in der Tiefe zu verstehen und immer wieder Antworten auf neue Fragen zu finden, das hat mir immer viel Spass gemacht. » Nach seiner Station bei Smart wurde Tim Alexander 2005 noch einmal zu Grey zurückgeholt. Bei seinem alten Lehrmeister betreute er jetzt als Profi unter anderem das Budget von O2. Für diese Mobilfunkmarke aus dem Konzern von Telefónica hat er den Account geführt. Mit Erfolg, denn bald hat ihn Saatchi & Saatchi angefragt, ob er nicht das Gleiche für die Deutsche Telekom machen möchte. «Der Wechsel interessierte mich: für die Telekom auf europäischer Ebene die Werbung zu machen war eine neue Herausforderung.»

Wachsende Spezialisierung

Schliesslich hat ihn O2 noch einmal auf einer höheren Hierarchieebene zurückgewinnen können. Tim Alexander wurde 2008 Head of Branding und dann Vice President Brand Management bei Telefónica Germany. «Ich wurde immer freundlich herumgereicht », lächelt er über seine immer konzentrierteren Erfahrungen in der Telekommunikationsbranche. Die gesammelten Referenzen haben ihn jetzt auch für Swisscom interessant gemacht. «Ein Unternehmen, das ich von Deutschland aus schon länger aufmerksam verfolgt und bewundert habe. Man darf ruhig sagen: Ein paar Ideen für die Vermarktung haben wir bei O2 sogar von Swisscom abgeschaut.» Als Spezialist, der parallel zur wachsenden Bedeutung der Telekommunikation in deren Vermarktung hineingewachsen ist, sieht Tim Alexander den stark diversifizierten Markt heute in der Konsolidierungsphase. Nach acht Jahren in dieser beinahe überkochenden Branche kennt er die Regeln sowohl von der Anbieterseite her wie auch an der Front der Werbung. «Mit diesem Background kann ich etwas zur weiteren Entwicklung der Swisscom beitragen. Das ist eine Herausforderung, der ich mich sehr gerne stelle. Dazu kommt die Ehre, mit Swisscom ein Teil der Schweiz repräsentieren zu dürfen.»

Die Strategie des Marktführers

Mit seinem heutigen Chef Jürg Pauli hat Tim Alexander vor seiner Anstellung bei Swisscom sehr intensiv diskutiert und erkannt, dass Swisscom nicht nur reagieren, sondern agieren muss. «Das heisst: Wir sind als Marktführer eigentlich in der Verteidigungsposition. Aber jetzt kommt das Einmalige: Verteidigung ist bei Swisscom nicht das Thema, sondern wir greifen an, weil das die beste Verteidigung ist.» Swisscom habe auch frühzeitig gesehen, dass es Sinn macht, in das Netz zu investieren. «Deshalb steht Swisscom hervorragend da. Wenn man zum Beispiel den Netzvergleich macht, kann man feststellen: Das Geld wurde an der richtigen Stelle investiert in die Zukunft. Die Marke verspricht seinen Kunden: Du kannst dich verlassen. Es funktioniert!» Dazu habe Swisscom alle Produkte aus einer Hand im Angebot. Ein Vorteil, den das Marketing in Zukunft noch mehr «nutzen und einsetzen muss». Nach Bern gelockt hat ihn auch die Unternehmenskultur. Im Verlauf seiner Branchen-Kontakte hat Tim Alexander feststellen können: «Swisscom stellt nicht nur den Kunden in den Mittelpunkt, sondern auch die Mitarbeitenden. Man gibt diesen Raum und es herrscht eine Kultur, die seinesgleichen sucht. Das Vertrauen in die Marke ist sehr gross.»

Die Erfolgshebel verstehen

Seit seinem Antritt im September 2013 hat sich der neue Leiter Marketing-Kommunikation natürlich auch im Bereich Agenturen «sehr genau» eingearbeitet. «Die Agenturen, mit denen Swisscom zusammenarbeitet, machen alle einen guten Job, denn die Marke steht ja gut da. Wir haben nicht das Problem, dass wir die Marke neu positionieren und hektisch den Laden umkrempeln müssen. Es geht darum, die Erfolgshebel noch besser zu verstehen und diese dann gezielt einzusetzen. Darüber hinaus wollen wir die Dinge identifizieren, die uns vielleicht noch fehlen. Dann können wir noch einmal ein Stückchen besser werden. » Eine Möglichkeit dazu? «Die Kunden noch mehr aktivieren und die Marke weiter schärfen. Das ist die Aufgabenstellung. Ich werde nicht rumwirbeln. Marke ist keine Kurzstrecke, sondern Langstrecke. Es ist unsere Verantwortung, darauf aufzupassen, dass die richtigen Marketingaktivitäten zum Zuge kommen. Ich fühle da eine gewisse Demut der Marke gegenüber. Swisscom ist solide und gross. Wir haben genug Zeit, um die Lage genau zu analysieren, um dann das Richtige zu machen. Das ist das Vorgehen, das wir bei meiner Verpflichtung abgestimmt haben.»

Deutschland und die moderne Schweiz
Dass der Lead der Swisscom-Werbung inzwischen seine Heimat in Berlin gefunden hat, habe auch in Deutschland in der Branche für Aufsehen gesorgt, bestätigt Alexander. Er kann die Aufregung von Bern aus heute «besser verstehen». Auf der anderen Seite «ist Heimat einfach eine der besten Agenturen unserer Zeit» und liefert unglaublich gute Arbeit, zum Beispiel für Hornbach und für die Volksbanken, Raiffeisenbanken. «Das für uns zu nutzen, ist eine schlaue Idee. Ich habe das nicht zu verantworten, aber ich lebe sehr gerne damit.» Die Wogen glättend, will Alexander präzisieren, dass alle Produktionen sowie PR und Online «in der Schweiz gemacht werden ». Aber für neue Ideen helfe es manchmal, «einen frischen Kopf zu haben». Konkret: Inspiration und Dynamik sind zwei der Dinge, die Tim Alexander in Zukunft noch stärker in der Marketingkommunikation dramatisieren will. «Das ist sicher eine Aufgabe, der wir uns stellen wollen, denn die Marke Swisscom verkörpert die moderne Schweiz.»

Andreas Panzeri

Das Interview mit Tim Alexander hat im «Brain Gym» von Swisscom am Bollwerk in Bern stattgefunden. In diesem Zentrum für Kreativität gibt es auch eine Wohnstube (Foto oben), die mit ihrer Einrichtung dem Lebensraum möglicher Kunden nachempfunden ist.

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«Best of Swiss Apps»: Shortlist bekannt

Nach einer aufwändigen ersten Bewertungsrunde steht die Shortlist der diesjährigen Wettbewerbsteilnehmer fest und kann auf der Website eingesehen werden.

Der erste Ausschreibungs- und Jurierungsprozess des neuen «Best of Swiss Apps Awards» wurde erfolgreich abgeschlossen. Fünf Tage lang sassen 41 Jurymitglieder in Zürich zusammen und haben alle 130 eingereichten Projekte bewertet. Das Ergebnis ist die Shortlist, auf welcher in diesem Jahr insgesamt 69 Projekte stehen, die sich ernsthaft Hoffnungen auf eine Auszeichnung machen können. Best of Swiss Apps gratuliert allen Projekten, die es auf die Shortlist geschafft haben.

Projekt Auftraggeber Auftragnehmer
After Party
bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung UND Bundesamt für Gesundheit, Kampagne „Ich spreche über Alkohol“ Gestalt Kommunikation GmbH | Gbanga Millform AG
Alerte Budget
Editions Plus Sàrl Mediancer Sàrl
Alpenblumen Finder – Entdecken Sie die Wildblumen der Alpen
Renata Caviglia, webgestalten.ch n3xd software studios AG
appolino Plus & Minus
Lehrmittelverlag St. Gallen LerNetz AG
appolino Schreiben
Lehrmittelverlag St. Gallen LerNetz AG
Ausflugsziele der Schweiz
Privates Projekt Privates Projekt
AutoScout24
Scout24 Schweiz AG Xmedia AG
az Aargauer Zeitung Mobile
AZ Zeitungen AG Goldbach Mobile
BLINQ
BLINQ Dreipol
Bring! Einkaufsliste
Bring! Bring! by Publisheria
chocogreets
mySwissChocolate AG Boxalino AG
ComeOn!
Apps with love GmbH Apps with love GmbH
Comparis Immobilien Windows Store App
comparis.ch AG Zühlke Engineering AG
Coop Grill
Coop Genossenschaft bitforge AG
Coop Hello Family App
Coop Genossenschaft include7 AG | Obvious
Datasport Events
DATASPORT AG Experience Guys GmbH
Departures Switzerland
Taktil Software GmbH Taktil Software GmbH
Die Schlaumäuse – Im Land der Sprache
Microsoft Schweiz GmbH HELLIWOOD media & education im fjs e.V.
easyPush – Executive MBA App
Universität Zürich Futurecom
ExLibris Mobile Shopping App (iOS)
Ex Libris AG Youngculture AG | Carpathia Consulting GmbH
gleis7 Entertrainment
SBB CFF FFS Moca AG
Grand Prix von Bern
approppo approppo
HockeyInfo
Ahrina GmbH Ahrina GmbH
home.ch
home.ch home.ch
HSG Focus
Universität St.Gallen (HSG) Dachcom.ch AG
Insights Orthopedics
Medical Insights AG finebrain AG | Canoo Engineering AG
iRoom
Raumgleiter GmbH atfront ag
Kaba Docs
Kaba AG webgearing ag
KPT Smileball
KPT/CPT Versicherung webguerillas AG
LeShop.ch iPad Edition
LeShop SA LeShop SA
Lindt2b
Lindt & Sprüngli Middle East Netcetera AG
LiquidSketch
Keine Keine
M8! – Mind Map
WeyDo WeyDo
MeteoSwiss
MeteoSchweiz Ubique Engineering GmbH
Mila
Mila AG Mila AG
MINIMANIA Führe deine eigene Migros-Filiale
Migros-Genossenschafts-Bund PRfact AG
MobileDataReporting (MDR)
Martha Software GmbH Martha Software GmbH
MobileSG – Sankt Gallen Mobile
Stadt St.Gallen anthrazit ag
myENIGMA
Qnective Qnective
Nachtschichten
Zürcher Hochschule der Künste Zürcher Hochschule der Künste
NZZ.ch für iPhone
Neue Zürcher Zeitung AG Cellular GmbH
Ocean Science
Monterey Bay Aquarium Research Institute Ringier Studios AG
OKO
independante independante/privé
OutdoorMaps
Nexplore AG Nexplore AG
Partners Group iPad Information Platform
Partners Group mp technology
Photo Service
Ifolor AG Zühlke
PipeFiction
Goldfish Software GmbH Goldfish Software GmbH
PipeFiction (Windows 8)
Goldfish Software GmbH Goldfish Software GmbH
Ricola Farmer
Ricola AG YooApplications AG
SBB Mobile
SBB AG, E-Business SBB AG, E-Business
Sennheiser LSP-500 PRO App
Sennheiser NOSE Design AG
SIWÄ
Privat Privat
SmartID Pay
Institut Icare Institut Icare
Sternenflug 2
Coop Genossenschaft bitforge AG
Swisscom TV App
Swisscom (Schweiz) AG youngculture AG | monostream GmbH
Tooxme
Tooxme Tooxme
UBS Financial Health Check
UBS AG Namics AG
UBS Mobile Banking App 3.0
UBS AG Namics AG | AdNovum Informatik AG
Uepaa!
Uepaa AG Uepaa AG
Wetterböcke
Lenzerheide Tourismus Jung von Matt/Limmat
WWF Ratgeber
WWF Schweiz getunik ag
XBMC Remote
keine Firma. Privates Projekt keine Firma. Privates Projekt
Zoo Zürich
Zoo Zürich Futurecom
Zwap.TV
Filmwords AG Filmwords AG
«Cargo Game»
Nationale Suisse SCHMAUDERROHR

In Echtzeit die Abfahrt mitverfolgen

Die neue Partnerschaft von Microsoft und Red Bull Rampage haucht dem Freestyle Mountain Biking auf dem Internet Explorer 11 neues Leben ein.

In einer Mitteilung vom Mittwoch gibt Microsoft die neue Partnerschaft mit Red Bull bekannt und präsentiert dazu Red Bull’s Freeride- Mountainbike-Downhill-Wettbewerb Rampage auf dem Internet Explorer 11.  Dieser Event feierte soeben vom 11. bis am 13. Oktober 2013 in der südlichen Wüste von Utah seine Premiere.

Die Veranstaltung wurde das ganze Wochenende live übertragen, so dass die Zuschauer direkt für den Sieger voten konnten. Mit der akualisierten Website können die Highlights von Rampage noch eindrücklicher übermittelt werden, so Microsoft. Die Website präsentiert eine 3D-Karte der Downhill-Strecke, Fahrer Biographien, Videos von den Abfahrten und einen Blick hinter die Kulissen der Veranstaltung. Mit Web GL nutzt sie insbesondere eine neue Möglichkeit für die Erstellung von 3D-Inhalten.

Um eine geografisch korrektes, dreidimensionales Modell des Rampage-Geländes zu erschaffen, sammelten die Entwickler 3D- Geodaten über die Lage des Kurses und seiner Umgebung vom Gebiet rund um Gooseberry Mesa. Als weiterer Schritt wurden kleine GPS-Geräte auf den Mountainbikes befestigt um ihre genaue Position während der Abfahrt zu erfassen. Schliesslich verwendeten die Entwickler den Zeitstempel der GPS- Daten und brachten sie mit den exakten GPS-Daten des Videomaterials der Fahrer zusammen.

Die Kombination dieser drei Datenquellen schafft eine völlig neue Art von körperlichem Bewusstsein der Athletik welche bei Rampage präsentiert wird, heisst es in der Mitteilung von Microsoft. Das solle Web-Entwickler auf der ganzen Welt dazu anregen, die Möglichkeiten des Web neu zu entdecken.

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Felix Partner für German Design Award nominiert

Das Buch «Swiss Housing Projects by Felix Partner»“ ist bei den Iconic Awards im Bereich Communication am 27. Juni als Winner 2013 ausgezeichnet worden und nimmt damit am German Design Award teil.

Prämiert werden bei den Iconic Awards visionäre Architektur, innovative Produkte und nachhaltige Kommunikation aus allen Sparten der Architektur und der Bau- und Immobilienbranche. Damit lenkt der Wettbewerb den Blick auf das Zusammenspiel einzelner Gewerke. Der Fokus liegt auf der ganzheitlichen Inszenierung von Produkten in der Baukunst.

Mit dieser Auszeichnung hat sich das Architektur- und Designbüro Felix Partner gleichzeitig auch für die Teilnahme am German Design Award qualifiziert und ist Nominee 2014. Beim German Design Award werden Produkte und Projekte aus dem Produkt- und Kommunikationsdesign ausgezeichnet. Initiator und Veranstalter der beiden Awards ist der Rat für Formgebung.

Über das Buch

Hinter Felix Partner stehen das Ehepaar Peter Felix, Architekt, und Rahel M. Felix, Designerin und Planerin Marketingkommunikation. Das Buch möchte anhand gebauter und ungebauter Projekte der letzten Jahre den Denkansatz erläutern, dass sich Architektur und Design mit der gesamten Wertschöpfungskette eines Bauvorhabens befassen soll. Diese reicht von der Immobilienbewertung und Projektentwicklung über die Projektfinanzierung bis zur Planung und Ausführung inklusive Vermarktung und Einrichtung. Das Zürcher Architektur- und Designbüro deckt all diese Bereiche ab. «Swiss Housing Projects» zeigt anhand von dreizehn ausgewählten Projekten die Arbeit von Felix Partner. Die verschiedenen Aspekte werden mit Beiträgen von Kenneth Frampton, Thomas Held und Ulrike Gölker Zeugin ausgelotet. Porträts mit Bewohnern und Bauherren vermitteln zusätzlich persönliche Einblicke.

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