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Contexta: Kampagne für Walliser Wirtschaft
Das Wallis hat Grosses vor. In Zukunft sollen die Kräfte bezüglich der Promotion der gesamten Walliser Wirtschaft unter einem Dach und somit einer Marke gebündelt werden. Contexta präsentiert erste Ergebnisse.
Mit dem Ziel einer wertschöpfungsstarken Walliser Wirtschaft wurde Ende 2012 Valais/Wallis Promotion als branchenübergreifende Vermarktungsstruktur gegründet. Die Organisation selbst versteht sich als gemeinsames, unabhängiges, innovatives und effizientes Promotionsinstrument. So soll sie helfen, das Wallis nachhaltig zu positionieren, zu vermarkten und somit eine attraktive Plattform für Tourismus, Landwirtschaft, Handel und Industrie zu schaffen.
In diesem Zusammenhang steht die Marke Wallis ebenfalls auf kommunikativer Ebene im Aufbruch. «Es gilt die Marke gegen aussen, aber auch gegen innen zu stärken», so Damian Constantin, der die Geschicke von Valais/Wallis Promotion seit dem ersten September 2013 leitet. Die Ziele dabei sind klar: «Wir wollen das Wallis und die Vielfalt seiner Angebote und Produkte mit relevanten Botschaften positionieren». So liegt der Fokus in den kommenden Monaten in der Entwicklung der Kommunikation und in der konkreten Angebotsgestaltung. Der 47-Jährige weiss genau wo die Walliser ansetzen müssen: «Zukünftig gilt es, in vielen Bereichen, insbesondere in der Beweisführung der touristischen Dienstleistung professioneller zu werden. Dabei sind alle Destinationen, Partner und involvierten Leistungsträger gefordert. Diese gilt es für das gemeinsame Vorhaben zu mobilisieren und sensibilisieren.»
Auch Nadine Borter, Geschäftsführerin und Inhaberin der Contexta spricht von einer nicht zu unterschätzenden Ausgangslage: «Die komplexe Aufgabenstellung mit zahlreichen Ziel- und Anspruchsgruppen machen selbst die Vermarktung des eigenen Kantons zu einer anspruchsvollen, aber äusserst interessanten Herausforderung. Nur wenn jeder vor Ort mit anpackt und das zukünftige Markenversprechen auch einlöst, bringen wir die 13 Sterne zum Glänzen».
Sowohl die kommunikative Positionierung, als auch die übergreifende Kampagne entstehen in Zusammenarbeit mit der Berner Agentur und befinden sich aktuell noch in der Ausarbeitung. Erste Massnahmen werden im Frühjahr 2014 zu sehen sein. Ein Jahr später steht mit dem 200-Jahre Jubiläum des Kantons Wallis bereits ein absoluter Höhepunkt an.
Die Geheimtipps aus dem Wallis
Als Sofortmassnahme für den kommenden Winter verraten Walliser Skilehrerinnen und Skilehrer Geheimtipps aus dem Wallis. Auf Plakaten, Inseraten und verbunden mit taktischen Onlinemassnahmen machen die Experten des Wallis auf die Vorzüge des Alpenkantons aufmerksam. Die Kampagne ist als Adaption der Winterkampagne von Schweiz Tourismus entstanden. Auch hier lüften Skilehrerinnen und Skilehrer aus den jeweiligen Regionen die besten Geheimnisse.
Verantwortlich bei Valais/Wallis Promotion: Damian Constantin (CEO), Madeleine Savioz (Head of Marketing & Communication). Verantwortlich bei Contexta: Nadine Borter (Gesamtverantwortung), Tobias Wasmuth, Jan Ehrenreich (Creative Direction), Ulysse Schnegg (Art Buying, FFF), Livio Canonica (Grafik), Michèle Borter, Delia Zeiter (Beratung). Produktion: Fotographie: Caspar Martig. Media: Mediaplus, Bern.




Social Media: Wie der Chef, so das Unternehmen
Eine Onlinestudie von Webrelaunch, Sparkling Stream und Link Institut zeigt: Der Einsatz von Social Media im Unternehmen ist abhängig davon, wie Social Media von Führungskräften privat genutzt wird.
Die Nutzung steht damit in direktem Zusammenhang mit der persönlichen Einstellung und der Emotionalität, die diesen neuen Medien entgegengebracht wird. Das Ziel dieser Studie war es, nicht nur die bewussten Unsicherheiten im Umgang Social Media, sondern auch die unbewussten Barrieren auf emotionaler Ebene zu analysieren.
Das für die Befragung verwendete Link Internet Panel erlaubt, eine repräsentative Stichprobe von Führungskräften gezielt in ihrem privaten Umfeld zu erreichen. Damit wurde es möglich, die 538 Teilnehmenden nicht nur als Sprachrohr eines Unternehmens, sondern auch in ihrer persönlichen Einstellung und Erfahrung zu interviewen. Dabei sind über 75 Prozent der Befragten als Geschäftsführer, Marketing- oder IT Leiter tätig und vertraten zu je einem Drittel kleinere (bis 49 Mitarbeiter), mittlere (bis 249 Mitarbeiter) und Grossunternehmen (ab 250 Mitarbeiter) aller Branchen.
Social Media wird von Führungskräften vor allem für den Aufbau eines privaten und geschäftlichen Netzwerkes und den Informationsaustausch genutzt. Bei der geschäftlichen Nutzung werden die neuen Medien am häufigsten als Informationskanal für Produkte und Dienstleistungen genutzt. Die Integration in weitere geschäftliche Aufgaben wie die Kommunikation mit Partnerunternehmen oder Kundendienst ist wenig anzutreffen und wird lediglich von 21 Prozent, respektive 24 Prozent der Unternehmen genutzt.
Das Wissen rund um Social Media wurde mit einer Einschätzung über technisches Wissen, strategischem Verständnis, organisatorischen Voraussetzungen und den Einsatzmöglichkeiten von Plattform abgefragt. Hier ist der IT Verantwortliche die Person, welche sein Wissen am höchsten einstuft.
Der potentielle Kontrollvorlust in Social Media durch die Preisgabe öffentlicher Daten, die aufzuwendende Zeit und die Angst davor, dass Ungewolltes publik wird, sind die häufigsten emotionalen Barrieren in der Verwendung. Dennoch wird bei einer expliziten Abfrage das eigene Sicherheitsgefühl im Umgang mit Social Media als hoch eingestuft.
Differenzierter werden die Aussagen bei der Verwendung des Impliziten Assoziationstests. Dieser ermöglicht, im Rahmen der online Befragung unbewusste emotionale Einstellungen zu messen und diese mit den expliziten Aussagen zu vergleichen. Hier zeigt sich klar eine Abweichung in der Wahrnehmung: Emotionale Barrieren sind unbewusst stark und beeinflussen die Einstellung, die als Treiber für die Nutzung neuer Medien nachgewiesen wurde.
Die Barrieren in Social Media lassen sich nach der Auswertung wie folgt zusammenfassen: Unsicherheit und fehlendes Wissen, unklare Rechtslage / Datenschutz, kein erkennbarer Nutzen/Sinn und Zweck, fehlende Ressourcen, keine verlässliche Messbarkeit und wenig bis keine Integration in unternehmerische Abläufe.
Für die Praxis lassen sich mittels einer Cluster Analyse sechs Nutzertypen beschreiben, welche individuelle Voraussetzungen für die Nutzung von Social Media für sich persönlich und für den erfolgreichen Einsatz im Unternehmen mitbringen. Das aus den Erkenntnissen der Studie abgeleitet Social Media Kompetenzmodell ermöglicht diese gezielte Auseinandersetzung.
Grafik 1: Studiendesign. Zusammensetzung der Stichprobe

Grafik 2: Nutzerstruktur und Motive. Nutzung aufgeteilt nach Funktion und privater und geschäftlicher Nutzung

Grafik 3: Motive für den Einsatz von Social Media in Unternehmen

Grafik 4: Gründe gegen den Einsatz von Social Media in Unternehmen

Grafik 5: Eigene Beurteilung von Kompetenz: Technisches Know – How, strategisches Verständnis, organisatorischen Voraussetzungen, Einsatzmöglichkeiten von Plattformen. Aufgeteilt nach Funktionsbereichen.

Grafik 6: Messung emotionaler Faktor. Impliziter Assoziations Test IAT.

DD Com & The House Agency lancieren Skoda
DD Com & The House Agency haben für den neuen Skoda Rapid Spaceback eine Lancierungskampagne kreiert.
Der Individualität Raum geben – unter diesem Motto will der Rapid Spaceback von Skoda im Markt der kompakten Mittelklasse Massstäbe in punkto Design, Fahrgastkomfort und bezahlbarer Vielseitigkeit setzen. Mit seinem markanten Panoramaheckfenster und einer überraschenden Raumdimension überzeugt das Kurz-Heck-Modell sowohl innen und als auch aussen. Die neuen Perspektiven für Betrachter und Passagier verknüpft DD Com im Rahmen der aktuellen Lancierungskampagne mit den Werten Emotionalität und Individualität – ein Novum in der Kampagnenkommunikation der gesamten Skoda-Markenpalette.
Die beiden Agenturen stellten innerhalb von nur drei Wochen ab Vorlage des Bildmaterials eine nationale Kampagne auf die Beine, die das Modell selbstbewusst mit einem breitem Media-Mix in Szene setzt. Zu sehen ist der neue Skoda Rapid Spaceback ab sofort grossformatig auf Plakatstellen, Ad-Screens, im Kino, in diversen Sonder- und Standard-Formaten auf Youtube, Mobile und Online-Medien, innerhalb von Google sowie im Print.
Verantwortlich bei Amag: Jeannine Micheli (Marketingleiterin Skoda) Mario Montanari (Werbeleiter Skoda), Marc Bislin (ECommerce Manager Skoda). Verantwortlich bei DD Com: Daniel Müri (CD), Florian Brand (AD), Peter Gehrig (Text), Sandy Pfuhl (Junior AD), Christoph Pfister (Grafiker), Mathias Lingenhel (Motion Designer), Marcus Dickenmann, Nicole Baumann (DTP), Maurizio Feraco (Bildbearbeiter), Matthias Städeli (Leiter Beratung), Jasmin Jost (Beraterin). Verantwortlich bei The House Agency: Andreas Jorgella (Konzeption & Beratung), Michael Booz (AD), David Roth (Text/Konzept) und Jasmin Kaltenegger (Multimedia-Producer). Verantwortlich bei Mediacom: Katharina Momani (Planning Manager), Corinne Schneiter (Strategy and Planning), Andreas J. Bartneck (Head of Interaction). Verantwortlich Ton und Postproduction: NJP Studio.







Sonntagszeitung: Neuer stellvertretender Chefredaktor
Andreas Kunz wird neuer Stellvertretender Chefredaktor der Sonntagszeitung. Der 37-Jährige war zuletzt bei der Blick-Gruppe als stellvertretender Politikchef tätig.
Zuvor schrieb er bis Mitte 2013 während fünf Jahren für die Weltwoche. Kunz begann seine journalistische Laufbahn im 2004 als Volontär bei der Sonntagszeitung. Im 2006 wechselte er zum Nachrichtenmagazin Facts, um im darauffolgenden Jahr als Nachrichtenredaktor zur Sonntagszeitung zurückzukehren. Nach einer Lehrerausbildung studierte Kunz Geschichte und Literatur an der Universität Basel. 2006 schloss er an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW sein Studium in Journalismus und Organisationskommunikation ab.
Simon Bärtschi, bisher stellvertretender Chefredaktor, wird für die erweiterte Chefredaktion die Leitung der Stabsstelle Redaktionsmanagement übernehmen. Dominic Geisseler, seit 2010 stellvertretender Chefredaktor, übernimmt die Verantwortung für redaktionelle Beilagen.
Ab 2014 neue Blattarchitektur, Tagi-Zusammenarbeit wird ausgebaut
Ab dem Frühjahr 2014 erscheint die Sonntagszeitung zudem mit einer erneuerten Gestaltung und Blattarchitektur mit neu sechs Zeitungsbünden. Die gewohnte Themenvielfalt wird beibehalten, gleichzeitig wird die Redaktion jedoch vermehrt thematische Schwerpunkte setzen und die Leserführung mit neuen Themenbünden vereinfachen.
Die Ressortleitung des neu vorgesehenen Gesellschaftsbundes übernimmt Bettina Weber, die zuletzt über vier Jahre als Redaktorin Kultur & Gesellschaft des Tages-Anzeigers tätig war. Die 39-Jährige startete ihre Karriere im Jahr 2000 als Mode- und Reportagenjournalistin beim Modemagazin Bolero, bevor sie im 2005 als Redaktorin Trend zur Sonntagszeitung stiess. Vor ihrem Engagement bei Tages-Anzeiger hatte Weber während eines Jahres bei der Weltwoche die Ressortleitung Gesellschaft inne.
Die Zusammenarbeit mit dem Tages-Anzeiger, mit dem sich die SonntagsZeitung bereits seit ihrer Lancierung 1987 ein gemeinsames Sport-Ressort teilt, wird ausgebaut. So wird ein neues Kompetenzzentrum für Datenjournalismus bei der Sonntagszeitung geprüft, das auch den Tages-Anzeiger mit aktuellen Infografiken beliefern könnte. Ein verstärkter Austausch zwischen den beiden, weiterhin eigenständigen Redaktionen soll auch bei den Themen Gesellschaft und Lifestyle, Wissen und Kultur geprüft werden.
TBWA: Mit tierischen Sujets ins Luerzer’s Archive
Die erste klassische Kampagne von TBWA\Zürich für die PHA (Pet Health Assocoation) hat es auf Anhieb ins Luerzer´s Archive geschafft.
TBWA freut sich in einer Mitteilung nicht nur über die Aufnahme der beiden Sujets, die treffend das Mitgefühl von Katzen- und Hundebesitzern inszenieren (Werbewoche.ch berichtete), ins aktuelle Archiv, sondern auch über den bisherigen Erfolg der Produktlancierung mit dem Auftritt auf Plakatstellen vor zahlreichen Apotheken und in SI Anzeigen. PHA wurde in der Schweiz von Tiermedizinern, Pharmazeuten und Biologen gegründet und ihre Produkte für Hunde und Katzen werden auch in Deutschland vertrieben.
Verantwortlich bei PHA: German Theler (CFO). Verantwortlich bei TBWA\Zürich: Frederick Rossmann, Tizian Walti, Danielle Bürli, Chan I. Au, Laura Haas (Kreation), Matthias Kiess, Friederike Lehmann (Beratung), Kilian Kessler (Foto).



Zu guter Letzt: Folksame Hunde
Tauchende Hunde haben was. Deshalb ist der neue Spot der schwedischen Versicherung Folksam sehenswert.


Das ist jetzt aber schon ein Jahr her – für Wasser-Hunde-Fans eine lange Zeit. Gut, schafft die schwedische Versicherung Volksam nun Abhilfe und veröffentlicht einen kaltschnäuzigen Tauch-Spot. Folksam erlangte mit der letzten Kampagne übrigens viralen Weltruhm:
//www.youtube.com/watch?v=f9OUFS9uTb4
Die fallschirmspringenden Katzen sorgten bei vielen (naiven, aber zumindest tierfreundlichen) Leuten für derart grosse Empörung, dass sogar CNN Aufklärungsarbeit leisten musste. Die tauchenden Hunde dürften für keine erhitzten Gemüter sorgen. Auch wenn wohl die ganze Meeresumgebung nachträglich eingefügt wurde – sie tauchten freiwilllig. Und sie tauchten wirklich. (hae)
Deindeal übernimmt operatives Geschäft von Dailydeal
Das operative Schweizer Geschäft des Schnäppchen-Portals Dailydeal wird vom Konkurrenten Deindeal übernommen. Konkret heisst das, dass auf der Webseite von Dailydeal nun ausschliesslich Produkte von dem zu Ringier gehörenden Portal Deindeal angeboten werden.
Dailydeal hatte von September 2011 bis Februar 2013 zum Google-Konzern gehört. Vor neun Monaten hatten die Unternehmensgründer Fabian und Ferry Heilemann das Shopping-Portal aber wieder vom Internetgiganten zurückgekauft, wie Unternehmenssprecher Michael Hensch auf Anfrage erklärt. Zum damaligen Kaufpreis wie zum aktuellen Verkaufspreis an Deindeal kann Hensch jedoch keine Angaben machen. Die Heilemann-Brüder hatten Dailydeal im September 2009 ins Leben gerufen. Inspiration zogen sie dabei wie auch die Urheber von Deindeal vom ebenfalls in der Schweiz aktiven US-Schnäppchen-Portal Groupon. Dailydeal ist auch in Deutschland und Österreich aufgeschaltet. In den beiden Nachbarländern wird es künftig weiterhin unabhängig von Deindeal und damit Ringier tätig sein. Deindeal besteht seit Februar 2010 und zählt aktuell rund 600'000 registrierte Kunden in der Schweiz. (SDA)
SLK: Entscheidend ist der Durchschnittsadressat
Die Schweizerische Lauterkeitskommission (SLK) hatte an ihrer Sitzung vom 18. September 2013 insgesamt 13 neue Beschwerden zu beurteilen und präsentiert die interessantesten Fälle.
Was selbstverständlich ist, darf nicht speziell beworben werden
«Ohne 1,4-Dioxan/Ethylenoxid», so bewarb ein Kosmetikunternehmen seine Körperpflegelinie. Gleich zwei Detailhändler haben diese Herstellerangaben in ihrer Kommunikation unbesehen übernommen. Die fraglichen Inhaltsstoffe sind allerdings gemäss Art. 2 Abs. 3 der EDI-Verordnung über kosmetische Mittel (VKos) grundsätzlich verboten. Wirbt ein Unternehmen mit solchen Selbstverständlichkeiten, handelt er im Sinne des SLK-Grundsatzes 3.6 irreführend und unlauter. Dass sich die beklagten Unternehmen auf die Korrektheit der Herstellerangaben verlassen hätten, nutzte ihnen nichts. Für die eigene Kommunikation ist jeder selbst verantwortlich.

Werbung tötet – darf man das sagen?
Zugegeben, die Claims «Werbung tötet», «Werbung macht impotent» und «Werbung verursacht Krebs» sind in ihrer Radikalität grenzwertig. Unlauter sind sie deswegen nicht. Der Durchschnittsadressat nehme die beanstandeten Aussagen als Überzeichnungen wahr und sehe im Claim «Werbung tötet» keine reale Handlungsaufforderung. Umso mehr, als der Bezug zur Raucherprävention offensichtlich sei und einzelne Werbeaussagen nicht isoliert, sondern nur im Gesamtzusammenhang betrachtet werden dürften.
Die Golden Lady mag keinen Hamburger
Was kommt Ihnen in den Sinn, wenn Sie eine kaum bekleidete junge Dame mit golden gefärbter Haut sehen? Wohl kaum ein besonders herzhafter Hamburger. Ein genügender Sachzusammenhang ist gemäss Grundsatz 3.11 der Lauterkeitskommission nicht gegeben, wenn die beiden Sujets zusammen abgebildet werden wie in der beanstandeten Werbung einer grossen Burger-Kette. Die Frau hatte rein dekorative Funktion; die Werbung war deshalb diskriminierend und unlauter.

Entscheidend ist der Durchschnittskonsument
Wenn dagegen leicht bekleidete Damen das Spiel-, Entertainment-, Restaurant- und Barangebot eines Casinos bewerben, ist das nicht geschlechterdiskriminierend. Denn der Durchschnittskonsument, so die Erste Kammer, erwarte in einem Casino heutzutage nicht mehr nur Gewinnspiele und sei sich auch bewusst, dass Sängerinnen und Bardamen dort eher leicht bekleidet sein können. Die beanstandeten Sujets würden deshalb darauf hinweisen, wie die beworbenen Dienstleistungen tatsächlich erbracht werden.

Über die Schweizerische Lauterkeitskommission
Jede Person ist befugt und legitimiert, kommerzielle Kommunikation, die ihrer Meinung nach unlauter ist, bei der Schweizerischen Lauterkeitskommission zu beanstanden. Die SLK ist seit 1966 das Selbstkontrollorgan der Werbebranche. Darin vertreten sind neben den Branchenverbänden das Bundesamt für Gesundheit, das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, die Fachstelle für Gleichstellung der Stadt Zürich, die Lotterie- und Wettkommission Comlot, das Institut für Geistiges Eigentum sowie Konsumentenverbände. Präsidiert wird die Schweizerische Lauterkeitskommission seit 2012 von Nationalrätin Christine Bulliard-Marbach.
Franz & René: Street-Marketing in Lausannes Metro
Franz & René hat im Auftrag der Verkehrsbetriebe der Region Lausanne (TL) mit einer Inszenierung auf die Vorzüge der umgebauten U-Bahn-Züge aufmerksam gemacht.
Die Lausanner Metro M2 feiert ihr fünfjähriges Bestehen. Eine gute Gelegenheit für die Lausanner Verkehrsbetriebe, auf die umgebauten U-Bahn-Züge aufmerksam zu machen, die mit mehr Stehplätzen den stetig wachsenden Passagierströmen gerecht werden sollen.
Eine Aktion sollte die Fahrgäste für die neuen Reisegewohnheiten sensibilisieren, und die Agentur Franz & René gewann den dafür ausgeschriebenen Agenturpitch.
Willkommen an Bord!
Franz & René plante und inszenierte eine Street-Marketing-Aktion mit Schauspielern, die den Fahrgästen das neue Wagenkonzept näherbrachten. Diese patrouillierten zwischen dem 30. Oktober und dem 1. November auf den Perrons sowie in den Zügen und empfingen Reisende, die in die M2 stiegen. Look und Gestik der Schauspieler erinnerten an die Mitarbeitenden einer Fluggesellschaft: Als Flight Attendants und Bodenpersonal in den M2-Farben wiesen sie den Reisenden den Weg in die neuen Wagenzonen für Kurz- und Langstrecken und verteilten speziell für diese Aktion entworfene Broschüren. Eine neue Beschilderung im Wageninneren soll die Fahrgäste ebenfalls in die richtigen Zonen lenken und sie dazu bewegen, ihre Einsteigegewohnheiten den neuen Gegebenheiten anzupassen. An den Haltestellen unterstützen ePanels die Aktion. Eine Multichannel-Aktion mit Charme, die in guter Erinnerung bleiben wird und der es gelang, die Botschaft der Verkehrsbetriebe Lausanne auf positive Art und Weise zu vermitteln.
Die Aktion startete am 30. Oktober frühmorgens live vor Ort in Anwesenheit von rund zehn geladenen Medienvertretern und der Westschweizer Kultfigur Marie-Thérèse Porchet als Überraschungsgast. Im Laufe des Tages berichteten die verschiedenen Medien (20min.ch, La Télé und RTS siehe unten) über das Event, das die Bestrebungen der Lausanner Verkehrsbetriebe, sich auch nach fünf Jahren stetig an die Bedürfnisse ihrer Kunden anzupassen, ins rechte Licht rückte.
Verantwortlich bei Transports Publics de la Région Lausannoise: Frédéric Zamofing (Leiter Kommunikation), Elodie de Kalbermatten und Virginie Meusy (Kommunikationsbeauftragte). Verantwortlich bei Franz & René: Valérie Pecalvel (Strategic Direction), Luciano Gerber (Client Service Direction), Vincent Eichenberger und Olivia Divorne (Event Management), Daniel Rödel (AD), Basile Z’Graggen (CR), Samir El Bourachdi (Junior AD), Pierrick Allan (Junior AD), Noam Perakis und Céline Rey (Regie und Koordinierung der Schauspielerinnen und Schauspieler).







Presserat weist drei Beschwerden ab
Der Presserat hat Beschwerden gegen 24 Heures, Vigousse und die Weltwoche abgewiesen. Dabei ging es um Privatsphäre von Politiker, satirische Anprangerung von öffentlichen Ämtern und den «Chüngel-Gate».
Streitet sich die Frau eines Politikers vor Gericht mit einer Hausangestellten, darf die Presse darüber berichten und den Politiker identifizieren. Der Presserat hat eine entsprechende Beschwerde abgewiesen. Allerdings müsse der Medienbericht im Zusammenhang mit der politischen Tätigkeit stehen.
24 Heures berichtete in mehreren Artikeln über eine Hausangestellte, die der Ehefrau eines SP-Politikers vor Gericht vorwarf, ihr Lohn vorenthalten, sie unter dem gesetzlichen Minimum bezahlt und sie missbräuchlich entlassen zu haben. Der angegriffene Politiker und seine Frau beschwerten sich daraufhin beim Presserat, ihre Privatsphäre sei verletzt. Für den Presserat besteht im konkreten Fall ein den Schutz der Privatsphäre überwiegendes Interesse an einer identifizierenden Berichterstattung. Auch wenn die Hausangestellte formal von der Ehefrau und deren Apotheke angestellt war, sei der Politiker faktisch trotzdem ebenfalls Arbeitgeber gewesen. Und als Anwalt mit Spezialgebiet Arbeitsrecht sowie als Parlamentarier einer Partei, die kürzlich eine Kampagne zur Besserstellung der Hausangestellten lanciert hat, müsse er es sich gefallen lassen, dass sein privates Verhalten in diesem Zusammenhang öffentlich thematisiert wird.
Vigousse: Betroffene vor sich selber schützen
Darf eine satirische Zeitschrift Missstände in einem öffentlichen Amt anprangern? Selbstverständlich, sagt der Presserat. Dies entbindet die Redaktion aber nicht davon, die Verantwortlichen des Amts vor der Veröffentlichung schwerer Vorwürfe anzuhören. Zudem
erinnert er daran, dass Medien Betroffene unter Umständen vor sich selber schützen und deshalb trotz deren Einwilligung auf eine identifizierende Berichterstattung verzichten sollten.
Das Westschweizer Satireblatt Vigousse berichtete in mehreren Artikeln über Missstände in der Abteilung Jugendschutz des Genfer Jugendamts. Die Genfer Erziehungsdirektion beschwerte sich daraufhin beim Presserat über falsche Unterstellungen, die Vermischung von Fakten und Kommentar, die unterlassene Anhörung zu schweren Vorwürfen sowie eine unzulässige Nennung des Namens einer betroffenen Familie. Der Presserat heisst die Beschwerde teilweise gut. Trotz einiger Ungenauigkeiten sei eine Verletzung der Wahrheitspflicht nicht erstellt. Und die Leserschaft von Vigousse sei angesichts des sarkastischen Tonfalls in der Lage, den kommentierenden Charakter der Berichte zu erkennen. Demgegenüber wäre die Zeitschrift verpflichtet gewesen, die Verantwortlichen der kritisierten Behörde vor der Veröffentlichung beispielsweise mit den Vorwurf zu konfrontieren, eine grosse Zahl von Kindern missbräuchlich platziert zu haben und ausserhalb des Gesetzes zu agieren. Zudem wäre es unter dem Gesichtspunkt des Schutzes der betroffenen Kinder angebracht gewesen, trotz des Einverständnisses der Eltern auf eine identifizierende Berichterstattung einer von den kritisierten Massnahmen betroffenen Familie zu verzichten. (PD)
Weltwoche: Keine Richtigstellung im «Chüngel-Gate» nötig
Im dritten behandelten Fall klagte der Verein gegen Tierfabriken (VGT) gegen die Weltwoche. In Artikel «Schweizer ‹Chüngel-Gate›» prangerte Philipp Gut Täuschungen und Missachtungen im Zusammenhang mit ausländischem Qual-Kaninchenfleisch in der Schweizer Gastronomie an. In der Einleitung lobte er die Schweizer Vorschriften und Gesetze bei der Kaninchenhaltung. VGT-Präsident Erwin Kessler verlangte in der Folge eine Richtigstellung, da auch in der Schweiz Kaninchen in Einzelhaltung gehalten werden dürften – eine mit dem Schweizer Tierschutzgesetz nicht vereinzubarende, tierquälerische Haltungsform. Dass es Schweizer Kaninchen weniger gut geht, als von Gut in der Einleitung behauptet, wird weder von Fachleuten, noch vom Presserat bestritten. Da aber das Hauptthema des Artikels ein anderes war, war die Weltwoche nach Ansicht des Presserates nicht verpflichtet, die rechtspolitische Kritik an den Bestimmungen der Tierschutzverordnung zur Kaninchenhaltung in der Schweiz wiederzugeben. Ausserdem habe der Autor seine Aussage nicht auf einen absoluten Massstab bezogen, sondern lediglich auf einen Vergleich der Gesetze von In- und Ausland. (hae)
Le Temps: Kein Management-Buy-out
Ringier und Tamedia haben sich darauf verständigt, die Idee eines Management-Buy-outs bei Le Temps nicht weiterzuverfolgen. Dies teilten die beiden Medienunternehmen am Dienstag mit.
Die Direktion von Le Temps hatte die Idee eines Management-Buy-outs aus eigener Initiative entwickelt und die beiden Haupteigentümer Ringier und Tamedia sowie die Öffentlichkeit Ende Oktober über die Idee informiert. Die Initiative zeigt aus Sicht der beiden Haupteigentümer Ringier und Tamedia, dass sich die Direktion von Le Temps motiviert und mit grossem Engagement für die Zukunft ihrer Zeitung einsetzt und bereit ist, ihre ganze journalistische und verlegerische Erfahrung in die Weiterentwicklung der Zeitung einzubringen.
In Gesprächen in den letzten Tagen sind die Medienunternehmen Ringier und Tamedia laut Mitteilung jedoch übereingekommen, die Idee eines Management-Buy-outs bei Le Temps nicht weiterzuverfolgen. Das Ziel eines starken Mehrheitsaktionärs, der Le Temps in eigenem Namen und auf eigenes Risiko weiterführt, sei mit einem Management-Buy-out angesichts der fehlenden Finanzierung nicht realistisch. Eine gleichzeitige Suche des Managements von Le Temps nach möglichen Finanzinvestoren im Hintergrund würde darüber hinaus zu einem Interessenskonflikt zwischen dem Management und den Haupteigentümern von Le Temps führen.
Ringier und Tamedia werden ausschliesslich Interessenten zum Verkaufsprozess zulassen, die eine Übernahme von Le Temps mit eigenen Mitteln finanzieren wollen. Einzelpersonen oder Unternehmen, die sich offensichtlich im Auftrag dritter Investoren im Hintergrund für eine Übernahme von Le Temps interessieren, werden nicht berücksichtigt. Ziel von Ringier und Tamedia ist es, angesichts der strukturellen Herausforderungen der Medienbranche die besten Voraussetzungen für den Fortbestand und die Weiterentwicklung von Le Temps zu schaffen. Diese Entscheidung wurde der Direktion und der gesamten Belegschaft von Le Temps anlässlich eines Treffens in der Redaktion in Genf mitgeteilt.
