Zu guter Letzt: Eine Schrift für Lissabon

Leo Burnett Lisboa hat aus dem Stromversorgungsnetz des Lissabonner Trams eine Typografie entwickelt. Aus der Idee ist ein einmalig schöner Werbespot für Städtereisen nach Lissabon entstanden.

Es gibt Tausende von Möglichkeiten, Lissabon zu entdecken. Aber keine ist so charakteristisch wie eine Tramfahrt. Auch die Kabel entlang der historischen Tramlinien sind in der Stadt allgegenwärtig. Obschon nicht mit Absicht fotografiert, findet man sie auf zahlreichen Reisefotos von Touristen wieder.

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Die Kreativen von Leo Burnett Lisboa entdeckten in diesem Kabelwirrwarr eine Typografie. Diese besticht zwar nicht durch gute Lesbarkeit, sondern erinnert an krakkelige erste Schreibversuche. Dafür symbolisiert sie Lissabon, wie das keine andere Schrift besser könnte.

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Mit der Unterstützung durch die Stadtverwaltung wurde die Schrift auf einer Website zur Benutzung freigegeben. Dort erfährt man auch, aus welchen Blickwinkeln die Buchstaben aufgenommen wurden. Jeder von ihnen steht für einen konkreten Ort in der Stadt, den man mit dem Tram besuchen kann. So entstehen persönliche und spontane Stadtrundgänge, wenn man zum Beispiel seinem eigenen Namen durch Lissabon folgt. (sis)

//www.youtube.com/watch?v=bFC5pu2SrVU

Cineman baut Team aus

Das Schweizer Online-Kinoportal Cineman verstärkt sein Team mit neuen Mitarbeitern in den Bereichen Redaktion, Entwicklung und Sales.

Unterstützung erhält die Cineman-Redaktion unter der Leitung von Stefan Gubser durch Raphaela Dreyfus (vormals Volontärin bei Cineman) und Adrian Nicca (vormals Redaktor für Cinergy Content). Als Product Owner konnte der Medienmanager Markus Röösli gewonnen werden, der zuvor bei Axel Springer als Product Manager für Beobachter.ch verantwortlich war.

Um die technische Umsetzung weiter voranzutreiben, wurden zwei neue Entwickler eingestellt, welche den Senior Developer Luzius Hausammann unterstützen: Gregory Plüss (vormals Web Developer bei Future Connection) im Bereich Front End Web Development und Boris Stock (vormals leitender Software-Entwickler bei BlankPage) für den weiteren Ausbau und Entwicklung der Plattform im Bereich Mobile.

Auch das Sales-Team unter der Leitung von Danilo M. Ciaravolo erhält mit Benjamin Baruffa (vormals Group M) und einer neu geschaffenen Position als Operations Manager Sales, tatkräftige Unterstützung. Ab Februar 2014 wird zusätzlich Roman Faé (vormals Sales Manager bei AE Group Holding) als Key Account Manager zum Unternehmen stossen.

 

Goldbach fordert auf Anibis.ch zum Handeln auf

Für das Kleinanzeigenportal Anibis.ch lanciert Goldbach Interactive einen Online-Marktplatz, auf dem jeder Verkäufer seine Produkte mit einem eigenen Spot bewerben kann. Zwei Schweizer Comediansparodieren dafür als ani+bis die TV-Verkaufsshow aus den 1980ern.

Auf Anibis.ch wird alles gehandelt, was es in Schweizer Haushalten zu finden gibt – vom Mofa bis zum Kunsthaartoupet. Deswegen hat Goldbach Interactive der Teleshopping-Sendung ani+bis aus den 80er- und 90er-Jahren ein Revival beschert. Wo sonst werden sogar Tischbowling-Kegel im Taschenformat mit derselben Leidenschaft angepriesen wie ein Oldtimer Modellauto oder eine Elvis-Plastilinfigur?

Neu kann jeder Verkäufer seine Produkte, Dienstleistungen oder Job-Angebote mit einem Teleshopping-Spot promoten. Analog dazu haben auch Käufer die Möglichkeit, sich Suchergebnisse als Videos anzeigen zu lassen. Möglich macht’s ein Interface, das Goldbach Interactive zusammen mit Impossible Software entwickelt hat. Die Videospots lassen sich von Käufern und Verkäufern als Werbung nutzen und nahtlos über Social Media weiterverbreiten.

Die neue ani+bis Teleshopping-Show wird aktuell mit einer breit angelegten Kampagne mit der Headline «Jetzt handeln»  beworben.

 

//www.youtube.com/watch?v=Np8Jqvh-n5U

Pitch-Honorar ist Pflicht! Oder nicht?

Die Unternehmensberatung Inverto befragte Entscheider aus Marketing und Einkauf sowie Geschäftsführer in deutschen Markenunternehmen, wie sie jetzt und in Zukunft bei Pitch-Honoraren vorgehen.

Verbände und Agenturen sind sich einig: Die Zahlung eines Pitch-Honorars ist Pflicht. Stimmen auf der Gegenseite halten dieser Forderung entgegen, dass es kaum eine andere Branche gäbe, in der ein Kunde die Akquise finanzieren soll. Vor diesem Hintergrund führt die Unternehmensberatung Inverto in Deutschland die Online-Umfrage «Pitch-Honorar ist Pflicht! Oder nicht?» durch.

Pitch-Honorare sind nicht Standard

Bei knapp einem Drittel der befragten Unternehmen wurde noch nie ein Pitch-Honorar gezahlt. 64 Prozent haben ein bis fünf mal bereits ein Pitch-Honorar gezahlt, nur 19 Prozent vergüten Agenturen aber regelmäßig (> 6 mal). Dafür sind Pitches keine Massenveranstaltungen. 65 Prozent laden in der Regel nur eine bis drei Agenturen ein.

Pitches vor allem in klassischer Werbung üblich

80 Prozent der Befragten haben bereits einen Pitch im Bereich klassische Werbung durchgeführt. 87 Prozent halten dort auch ein Pitch-Honorar für sinnvoll. Auf Platz zwei bei der Zahlung von Pitch-Honoraren ist der Bereich Online Marketing mit 55 Prozent.

Pitch-Honorare steigen selten über 5000 Euro

28 Prozent würden unabhängig von der Etathöhe des Auftrags nie ein Pitch-Honorar zahlen; die Mehrheit (63 Prozent) hält Pitch-Honorare je nach Etathöhe von 500 bis zu 5000 Euro für angemessen, nur 9 Prozent halten höhere Honorare für gerechtfertigt. Die durchschnittliche Empfehlung für die Honorarhöhe basiert auf verschiedenen Etat-Klassen (50.000 bis > 1.000.000 Euro).

Gründe für Pitch-Honorar: Hoher Agentur-Aufwand und bessere Qualität

Für zwei Drittel gelten eine bessere Präsentationsqualität, ein hoher Aufwand und die Wertschätzung der Agenturen als Top-Begründung für die Honorarzahlung, nur 55 Prozent wollen sich auch die Urheberrechte sichern. Dagegen glaubt die Hälfte, dass nur ein wirkliches Agenturinteresse am Auftrag maßgeblich über die Pitch-Qualität entscheidet.

Pitch-Honorare werden aussterben

Fast zwei Drittel glauben, dass Pitch-Honorare aussterben, vorwiegend die Befragten aus dem Einkauf und der Geschäftsführung. Sie rechnen nicht mit einer negativen Auswirkung auf die Pitch-Leistung. 53 Prozent (derjenigen, die an weniger Pitch-Honorare glauben) gehen davon aus, dass die Leistung trotzdem steigen werde.

Die vollständigen Umfrageergebnisse finden Sie hier.
 

Kunde & Co macht Kieser Training zu starker Marke

Kunde & Co analysierte das Marketing-Konzept und die Corporate Identity von Kieser Training und nahm eine umfassende Imageanpassung vor.

Befragt wurden 5000 Kunden, 500 ehemalige Kunden, Mitarbeiter, Geschäftspartner, Ärzte, Physiotherapeuten und 2000 Nichtkunden. «Wir wollten unsere Positionierung, das Image der Marke, unser Marketing-Konzept und unsere Corporate Identity selbstkritisch hinterfragen», erklärt Patrik Meier, Chief Branding Officer von Kieser Training.

Neben dem Werbestil überprüfte man auch der Kern der Marke, die interne Kultur und das Verhalten den Kunden gegenüber. Die Auswertung zeige, dass das Angebot viel Potential habe, aber das Image von Kieser Training eher mit «Training für alte und kranke Leute» besetzt ist. Die Kunden seien überzeugt vom Angebot, aber man müsse das Bild bei denjenigen verändern, die noch nicht bei Kieser trainieren, so Patrik Meier.

Kernaufgabe der Imageanpassung war es daher, die Marke visuell zu modernisieren und dabei das bewährte Angebot hervorzubringen, so Henrik Kattrup, Managing Partner bei Kunde & Co: «Die Quintessenz lautet: ‚Starker Körper. Starke Haltung.‘ Daraus haben wir den neuen Leitsatz abgeleitet: ‚Ja zu einem starken Körper‘.»

Besonderes Augenmerk legte man darauf, dass die Mitarbeiter das Konzept mittragen. Daher wurde im September 2013 bei einem internen Kick-Off im Kölner Musical Dome einem Grossteil der Kieser Training Belegschaft das neue Marketingkonzept präsentiert. Der Roll-Out des neuen Auftritts startete am 27.Dezember 2013.

Kunde & Co erstellte ausserdem ein Bestellsystem für Werbeelemente für die 140 Kieser Training Betriebe in der Dach-Region. Mit dem neuen Print-on-Demand System können die Studios selbst Anpassungen an den vordefinierten Werbeelementen vornehmen.

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Gemi Dezember 2013: Digital legt zu

Zum Jahresende legt der Werbedruck bei Digital out of Home noch einmal kräftig zu und auch Internet schliesst das Jahr 2013 mit einer signifikanten Zunahme ab. Radio sowie der Gesamtmarkt bleiben stabil, während TV und Teletext einen leichten Rückgang verzeichnen.

Digital out of Home bleibt nicht nur auf Wachstumskurs sondern verzeichnet einen kräftigen Anstieg von ganzen 62 Indexpunkten 686 (624), gefolgt von Internet mit einer Zunahme von sieben Indexpunkten 753 (746).

Bei TV nimmt der Werbedruck im Vergleich zum Vormonat um drei 627 (630) Indexpunkte ab, bei Teletext beläuft sich der Rückgang auf einen Indexpunkt 61 (62). Radio hingegen verzeichnet mit 426 (426) Indexpunkten einen stabilen Werbedruck.

Die elektronischen Medien insgesamt verlieren einen Indexpunkt und schliessen bei 633 (634), während der Werbedruck im Gesamtmarkt stabil bleibt 235 (235). Das zeigt die Dezember Ausgabe des Goldbach Index (Gemi).

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Website für faire Werbung

Für das symbolische Honorar einer Zürichsee-Rundfahrt realisierte die Agentur am Flughafen die neue Website der Schweizerischen Lauterkeitskommission. Sie vereinfacht die Eingabe von Beschwerden und die Suche nach lauterkeitsrechtlichen Informationen.

Jedes Jahr reichen Privatpersonen, Unternehmen und Organisationen zahlreiche Beschwerden gegen Inserate, Plakate, TV-Spots, Youtube-Filme oder andere Werbesujets ein. In Zukunft können sie ihre Einwände gegen aggressive, diskriminierende oder auf sonst eine Art unlautere kommerzielle Kommunikation noch einfacher und direkter äussern. Zwei Clicks auf Faire-werbung.ch genügen und schon lässt sich das Beschwerdeformular online ausfüllen.

Auf der Website finden Medien, Juristen und Interessierte auch alle wichtigen Informationen über die Lauterkeitskommission wie die Grundsätze «Lauterkeit in der kommerziellen Kommunikation», alle Tätigkeitsberichte seit 1995 sowie die gesammelten Medienmitteilungen seit 2001. Erstmals sind auch alle Kammermitglieder sowie alle Fachexpertinnen und -experten, die ihr branchenspezifisches Know-how ohne Entschädigung in den Dienst der fairen Werbung stellen, mit Namen aufgeführt.

Auf Vermittlung von BSW leading swiss agencies hat die Agentur am Flughafen den grafischen und technischen Relaunch der Website gegen das symbolische Honorar einer Zürichseerundfahrt mit Lunch übernommen.

 

Ogilvy: Das Ende der «Zuvielisation»

Die Gesellschaft befindet sich im Transformationsprozess: vom Ich zum Wir, vom Zuviel zum Wesentlichen. Was dies für Unternehmen bedeutet, hat die Konsumpsychologin Simonetta Carbonaro Kunden und potenziellen Neukunden von Ogilvy & Mather nähergebracht.

Mehr als 10'000 Gegenstände besitzen Konsumenten im Durchschnitt. Das ist die «Zuvielisation», der materielle Überfluss, in dem wir leben. Doch der Lack der Wohlstandgesellschaft, die sich am materiellen Wachstum orientiert, blättere, sagt Simonetta Carbonaro. «Seit über 15 Jahren weise ich schon darauf hin.» Und, mittlerweile sei sie ja nicht mehr die Einzige.

Die Krise könne nicht einfach überwunden werden, sondern führe zwingend zu einem anderen Miteinander in den westlichen Gesellschaften. «Es geht um Transformation.» Menschen werde es bewusst, dass der Traum des stetig wachsenden Wohlstandes ausgeträumt ist.

Das Marketing hat den Bezug zur Realität verloren

In der Unsicherheit haben Menschen das Bedürfnis nach Gemeinschaft. Nicht mehr «Me», sonder «We». Konsumenten vernetzen sich, tauschen sich aus, bilden Allianzen, entwickeln soziale Innovationen und neue Konsumformen, wie etwa die Shareconomy zeigt.

Nur, das Marketing habe nicht verstanden, dass sich die Menschen neu organisieren, kritisiert die Konsumpsychologin, und bringt einige Beispiele:

• «Die Markenführung sagt, die Marke mache den grossen Teil des Unternehmenswertes aus. Der Kunden entgegnet: Warum kommuniziert ihr nicht einfach eure Werte?» 

• «Markenverantwortliche behaupten, dass Brand Awareness auf der Maximierung der Visibilität der Marke beruhe. Die Kunden jedoch suchen nach Inhalten und Glaubwürdigkeit.» 

• «Eventmanager verkaufen die teuersten Shows zur Inszenierung der Brand Experience. Aber die Kunden wollen hinter die Kulissen blicken und verstehen, wofür die Marke steht.» 

• «Die Kommunikation spricht den Hedonismus und Individualismus der Konsumenten an. Aber die Menschen suchen nach ihrer verlorenen Identität und nach einem neuen Gemeinschaftsgefühl.»

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(Simonetta Carbonaro, Foto: Ogilvy/Dominik Fricker)

Verstehen, was ist

Die Konsumenten kehrten der «Zuvielisation» den Rücken. Das bedeute jedoch nicht, dass sie sich vom Konsum verabschieden. Carbonaro ruft nicht das «Age of Less» aus, sondern spricht vielmehr vom «Age of Essentiality» – der Besinnung auf das Wesentliche.

Sie fordert die Marketing- und Kommunikationsverantwortlichen auf, zu Anthropologen zu werden. Anstatt Marktforscher oder Neuropsychologen zu sein, müssten sich Unternehmen wieder mit der Gesellschaft auseinandersetzen. Sich nicht mehr an den Kundenwünschen orientieren – und in Folge dessen den Kunden mit immer neuen Produktvariationen, die ohnehin nur kurzfristigen Bestand haben, nachrennen.

Anstatt Consumer Insight-Studien zu deuten, müssten Marketingverantwortliche wieder verstehen, was draussen bei den Menschen passiert, was sie bewegt. Die Bedürfnisse der Kunden erkennen. Und mit ihnen zusammen Problemlösungen zu den Herausforderungen des täglichen Lebens entwerfen.

«Wer keine Alternative sieht, ist blind.»

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(Foto: Ogilvy/Dominik Fricker)

Die Werbewoche hat mit Simonetta Carbonaro über Markenführung und die Herausforderung für Unternehmen im Transformationsprozess gesprochen. Mehr lesen Sie in der nächsten Printausgabe der Werbewoche, die am 7. Februar erscheint – und ab dann natürlich auch online.

Isabel Imper

 

Eingabefrist für SDV Award verlängert

Gute Nachrichten für alle Dialogmarketer-Helden die Ihre Taten in Gold, Silber oder Bronze wandeln möchten: Die Eingabefrist für den Schweizer Dialogmarketing-Preis 2014 (SDV Award) wurde verlängert und endet nun erst am 7. Februar 2014.

Auch für den SDV Junior Award gilt die Verlängerung bis am 7. Februar 2014. Junioren profitieren von einer Gratis-Teilnahme, die Gebühren werden in diesem Jahr von der ZHAW Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften gesponsert. Die Siegerarbeit des Vorjahres wird im Folgejahr als Motto des Schweizer Dialogmarketing Preises umgesetzt.

Kampagnen können weiterhin online eingereicht werden unter Sdv-award.ch/teilnahme.

 

Kritik an Konzessionsänderungsgesuch von Radio Top

Der Schaffhauser Regierungsrat kritisiert die beantragte Konzessionsänderung von Radio Top. Man solle dem Gesuch nur zustimmen, wenn für die Berichterstattung aus dem Kanton Schaffhausen mindestens so viele Journalistenstellen wie bisher eingesetzt werden.

Die bestehende Konzession verpflichtet Radio Top, in den Kantonen Zürich/Schaffhausen, Thurgau sowie St. Gallen je ein in der entsprechenden Region produziertes, tägliches Programmfenster auszustrahlen. Mit der Konzessionsänderung, die aus finanziellen Gründen erfolgt, soll die bisherige Verpflichtung für die Ausstrahlung von Programmfenstern gestrichen werden. Die Lokalinformationen sollen künftig im Gesamtprogramm verbreitet werden.

Die Schaffhauser Regierung kritisiert in ihrer Vernehmlassung an das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) den damit einhergehenden Abbau von journalistischer Kapazität, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst. Ein Verzicht auf die Programmfenster führe zu einer weiteren Reduktion der regionalen Berichterstattung. Ein Abbau von für den Kanton zuständigen Journalistenstellen könne in keinem Fall hingenommen werden.

Radio Top wies Ende 2012 einen Jahresverlust von knapp 753'000 Franken aus und rechnet auch für 2013 mit einem erheblichen Jahresverlust, so dass der Bilanzverlust fünf Millionen Franken übersteigen dürfte. Laut Radio Top ist mit den jetzigen Konzessionsbedingungen ein kostendeckender Betrieb nicht möglich. (SDA)

 

Wirz Wietlisbach Dialog verstärkt das Kader

Wirz Wietlisbach Dialog, die auf Performance ausgerichtete Agentur der Wirz Gruppe, beruft mit Jörg Bewersdorff (42) und Nadine Vasella (41) zwei neue Mitglieder in die Geschäftsleitung, welche bisher aus Guido Wietlisbach, CEO, und Stefan Dätwyler, CD, besteht.

Creative Director Jörg Bewersdorff leitet seit 2012 gemeinsam mit Stefan Dätwyler die Kreation. Der vielfach ausgezeichnete Texter und Konzeptioner kann gleichermassen auf Erfahrung in internationalen Netzwerkagenturen wie auch in Kreativagenturen zurückblicken. Zu seinen bisherigen Stationen gehören unter anderem OgilvyOne, Mech Berlin, Springer & Jacoby Direct und Tequila\, die Brandactivation-Agentur der TBWA\.

Die gebürtige Zürcherin Nadine Vasella stiess 2013 zunächst als Beratungsgruppenleiterin zur Agentur, bevor sie binnen Kurzem die Gesamtverantwortung für die Beratung übernahm. Sie kam vom Schweizerischen Roten Kreuz, wo sie die Bereichsleitung für das Fundraising verantwortete. Davor war sie unter anderem bei Ogilvy One für internationale Etats federführend. Wietlisbach und Vasella arbeiteten bereits bei Ogilvy One zusammen.

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Radio 1 gewinnt Bieterkampf um Radio 105

Radio 1 von Roger Schawinski hat vom Konkursverwalter Zürich-Oerlikon den Zuschlag für Radio 105 erhalten. Dies, weil man auch in der zweiten Bieterrunde das höchste Angebot vorgelegt habe.

Durchsetzen musste er sich in der abschliessenden Bieterrunde gegen den Jugendsender Joiz und das Jugendportal Toasted.ch, die ihn beide überboten hatten. Zum Zug kam aber Schawinski mit seinem letzten Angebot, das er nach eigenen Angaben um 11 Uhr in einem Couvert Konkursverwalter Thomas Rüegg übergeben hatte.

Keine Angaben zum Preis

Wie viel er für Radio 105 bezahlt hat, wollte der Radio-1-Betreiber nicht verraten. Sein zweites Angebot sei jedoch erheblich höher gewesen, als das erste.Mit der Ausschreibung des Notverkaufs im Schweizerischen Handelsamtsblatt vor einer Woche hatte Schawinski für den Jugendsender 784'534 Franken geboten.

Nun muss der neue Radio-105-Besitzer zusammen mit dem Konkursverwalter beim Bundesamt für Kommunikation (Bakom) das Konzessionsübertragungsgesuch einreichen. Der Konkurs eines konzessionierten Privatradios ist ein Präzedenzfall. Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) muss unter anderem prüfen, ob das Gesuch die Konzessionsvoraussetzungen erfüllt und der Leistungsauftrag eingehalten wird. Es habe dafür maximal drei Monate Zeit, sagte Bakom-Sprecherin Deborah Murith gegenüber der SDA.

Bisheriges Team bleibt bestehen

Den regulären Sendebetrieb will Radio 105 bereits am Donnerstag mit der «Morning Show» aufnehmen. Bis dahin läuft ein Non-Stop-Programm mit Musik, angereichert mit einigen Informationen, die sukzessive hochgefahren werden. Programmleiter bleibt Jan Müller. Er und das gesamte Moderationsteam von Radio 105 haben bereits Arbeitsverträge mit der neuen Arbeitgeberin Radio 1 AG unterzeichnet. Insgesamt übernimmt Schawinski vom konkursiten Sender elf Programmleute sowie einen Werbeverkäufer. Produziert und ausgestrahlt werden die Sendungen des neuen Radios 105 aus den Räumlichkeiten von Radio 1 in der Nähe des Zürcher Schauspielhauses. Der Name Radio 105 bleibe bestehen, versicherte der Zürcher Privatradiopionier.

Preis zu hoch für Energy

Um die Übernahme von Radio 105 war in den letzten Tagen hart gerungen worden. Als weiterer aussichtsreicher Anwärter galt bis am Montagabend Radio Energy. Der zu Ringier gehörende Sender nahm sich jedoch kurz vor Bieterschluss selbst aus dem Rennen. Es habe keinen Sinn mehr gemacht, die unvernünftig hohen Angebote zu überbieten, so Energy-Geschäftsführer Dani Büchi gegenüber der SDA. Die Marke 105 sei in den letzten Tagen stark beschädigt worden, Hörer und Werbekunden seien verunsichert. Ob man mit dieser Ausgangslage überhaupt noch Erfolg haben könne, sei mehr als fraglich.

Am Samstag steigt eine grosse 105 Forever-Party im Zürcher In-Lokal Aura, bei der die Wiederauferstehung des Senders gefeiert werden soll.

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