Mehr als 540 Medienschaffende aus Print, Online, Radio und TV haben an der Untersuchung teilgenommen. Dies sind die Ergebnisse der Online-Umfrage in der Schweiz.
Fast die Hälfte nutzt täglich Smartphone oder Tablet zur Recherche
41 Prozent der befragten Journalisten recherchieren jeden Tag auf ihrem
Smartphone oder Tablet nach Informationen. Weitere 23 Prozent tun dies immerhin einmal pro Woche. Besonders aktiv sind die Multimedia-Journalisten mit ihren mobilen Geräten. 58 Prozent der Videoredaktoren, 47 Prozent der Audioredaktoren 45 Prozent der Online-Redaktoren suchen täglich mobil nach Informationen für ihre redaktionelle Arbeit. Knapp ein Fünftel der befragten Journalisten setzt nie Smartphone oder Tablet für die Recherche ein.
Sehr überraschend ist der Unterschied zwischen älteren und jüngeren Journalisten: Während von den 41- bis 50-jährigen Redaktoren fast jeder Zweite täglich mobil recherchiert (48 Prozent), sind es bei den 21- bis 30-jährigen Redaktoren nur gut ein Drittel (35 Prozent).
Journalisten wollen Medienmitteilungen, die Bilder enthalten
Visuelles Material ist in Redaktionen gefragt wie nie. Da der Arbeitsalltag vieler Journalisten von einem straffen Zeitmanagement geprägt ist, nehmen Fotos gattungsübergreifend eine herausragende Bedeutung bei der Vermittlung von Informationen ein. 78 Prozent der Redaktoren halten es für wichtig oder sehr wichtig, dass Medienmeldungen neben dem Text auch Bilder enthalten. Die Nutzungsrate von PR-Bildern ist in Redaktionen entsprechend hoch: Rund die Hälfte der befragten Redaktoren (49 Prozent) verwendet Originalfotos von Unternehmen und Organisationen täglich oder mindestens einmal wöchentlich.
Video-Livestreaming gewinnt stark an Bedeutung
Das Live-Streaming von Medienkonferenzen oder Firmenevents hat für Journalisten in den letzten beiden Jahren spürbar an Bedeutung gewonnen. Mittlerweile hält fast ein Drittel (29 Prozent) der Redaktoren dieses Format für wichtig oder sehr wichtig.
Welche Recherchequellen nutzen Journalisten?
Ganz oben auf der Liste der Recherchequellen stehen erwartungsgemäss die Suchmaschinen. 94 Prozent der Redaktoren setzen Google & Co für die Recherche ein. Auch die Websites von Unternehmen sowie Presseportale nehmen bei der Onlinerecherche eine wichtige Rolle ein. Unternehmenswebsites nutzen vier von fünf Redaktoren (78 Prozent), Presseportale gut die Hälfte der befragten Redaktoren (53 Prozent). Auch soziale Netzwerke werden regelmässig für die Recherche eingesetzt. Meist genutztes Social Network für die Recherche ist Facebook. Mehr als ein Drittel der befragten Redaktoren schaut dort nach relevanten News (39 Prozent). Auf den weiteren Plätzen folgen Twitter (37 Prozent), YouTube (33 Prozent) und Google+ (24 Prozent). Wenig Bedeutung bei Redaktoren haben dagegen RSS-Feeds. Nur rund jeder zehnte Medienmacher (12 Prozent) setzt auf diese Technologie.