Freispruch für Klatsch-Kolumnistin

Hildegard Schwaninger wurde vor dem Zürcher Bezirksgericht vollumfänglich freigesprochen vom Vorwurf, einen Winterthurer Unternehmer mit Verleumdung und übler Nachrede verunglimpft zu haben.

Der Fall zieht sich seit Jahren hin. Das Bezirksgericht befasste sich bereits zum zweiten Mal damit. Im August 2012 verurteilte es die Kolumnistin wegen übler Nachrede zu einer bedingten Geldstrafe. Aufgrund eines Formfehlers wurde das Urteil aufgehoben.

Im zweiten Anlauf kam das Gericht nun zu einem Freispruch, wie eine Mitteilung vom Montag bekannt gibt. Der Kläger muss die Gerichtskosten übernehmen und der Gegenseite eine Prozessentschädigung von mehr als 10000 Franken entrichten. Ob er die Angelegenheit weiterziehen wird, ist noch nicht klar. Die schriftliche Begründung des jüngsten Urteils steht noch aus.

Schwaninger hatte im August 2008 in einer Kolumne im Tages-Anzeiger den Unternehmer als gescheiterten und undurchsichtigen Hochstapler bezeichnet. Durch Kapitalvernichtung habe er eine Megapleite hingelegt. Er habe stets eine halbseidene Lady an jedem Arm gehabt. Wegen illegaler Machenschaften könne er nicht mehr in die Schweiz einreisen.

Der Unternehmer hatte eine Verurteilung wegen Verleumdung und eine Bestrafung mit 100 Tagessätzen zu 150 Franken verlangt. Das Gericht folgte nun jedoch dem Antrag der Verteidigung auf Freispruch. Als Klatsch-Kolumnistin habe Schwaninger keinen sachlich-journalistischen Bericht geschrieben. In einer Klatsch-Kolumne erwarte die Leserschaft sprachliche Übertreibungen. Die Autorin habe sich zudem auf den Hausjuristen verlassen, der den Text überprüft und als unbedenklich eingestuft hatte. (SDA)
 

Kulturmagazin Saiten baut Online-Plattform aus

Das St. Galler Kulturmagazin kann mit der Unterstützung der Stiftung für Medienvielfalt und durch private Geldgeber die Online-Plattform ausbauen.

Saiten kann seine Online-Plattform Saiten.ch ausbauen, wie die Verlagsleitung am Montag bekanntgibt. Saiten wird von der Stiftung für Medienvielfalt aus Basel mit 75000 Franken unterstützt, gleich viel Geld steuern Ostschweizer Privatpersonen bei.

Für den Ausbau von Saiten.ch wird die Saiten-Redaktion mit Katharina Flieger verstärkt. Die Kulturjournalistin wird laut Mitteilung in einem 50-Prozent-Pensum angestellt. Flieger ist auch für das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) und das Winterthurer Kulturmagazin Coucou tätig. (SDA)
 

Roland Wittmann verlässt Tamedia

Roland Wittmann, Leiter Unternehmensentwicklung und Projekte bei Tamedia, wechselt per 1. Juni 2014 als Chief Strategy Officer und Mitglied der Geschäftsleitung zur Goldbach Group.

Roland Wittmann(Jahrgang 1972, deutsch-schweizerischer Doppelbürger) stiess 2008 zur Mediengruppe Tamedia. In den letzten fünfeinhalb Jahren baute er das Team Unternehmensentwicklung und Projekte auf und begleitete unter anderem die Integration von Espace Media sowie des Schweizer Geschäfts von Edipresse, den Verkauf der Radio- und TV-Aktivitäten sowie zahlreiche strategische und operative Projekte. Neben seiner Aufgabe als Leiter Unternehmensentwicklung leitete er zwischen Januar 2011 und April 2012 interimistisch den Bereich Online Entwicklung.

Der studierte Betriebswirt (lic. oec. publ.) mit Schwerpunkt strategischeSchweizerischen Bundesbahnen, SBB, tätig. Bei der Goldbach Group wird er ab 1. Juni 2014 als Chief Strategy Officer für die Führung der strategischen Entwicklungsprozess verantwortlich sein.


Kampagne gegen sexuelle Diskriminierung im Sport

Die Arbeitsgemeinschaft Schweizerischer Sportämter hat am Freitag eine Kampagne vorgestellt, die für die Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung im Sport sensibilisieren soll.

Die Arbeitsgemeinschaft Schweizerischer Sportämter (Assa) hat in Anwesenheit von Sami Kanaan, Michel Pont, Markus Feller und dem Judoka Laurent Paccaud eine nationale Kampagne vorgestellt. Ziel der Kampagne ist es, den Sexismus und die Homophobie im Sportalltag zu bekämpfen. Sie wird von Swiss Olympic unterstützt.

Im Haus des Sports in Ittigen präsentierte die Assa den versammelten Journalisten und Akteuren aus der Schweizer Sportwelt die fünf Plakatsujets. Zur Kampagne wurde auch ein Flyer in den drei Landessprachen Deutsch, Französisch und Italienisch entworfen, der einen Einblick in die Problematik und die Ziele der Kampagne geben soll.

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Jonas Projer wird neuer Arena-Moderator

Die «Arena» bekommt einen neuen Moderator: Jonas Projer, zurzeit Fernsehkorrespondent in Brüssel, wird Ende August 2014 die Nachfolge von Urs Wiedmer übernehmen, der im Sommer in die Bundeshausredaktion wechselt.

Jonas Projer ist seit 2006 beim Schweizer Fernsehen tätig. Neben zwei Praktika auf den Korrespondentenstellen von Washington und Brüssel absolvierte er das Stage bei «Schweiz aktuell» und arbeitete in verschiedensten Redaktionen wie «10vor10», «ECO» oder «Tagesschau». Im August 2009 übernahm er die Stelle als TV-Inlandkorrespondent für Zürich und Schaffhausen. Danach wechselte er 2011 als TV-Auslandkorrespondent nach Brüssel.

Ende August 2014 beginnt Jonas Projer nun als Moderator bei der «Arena». Er folgt auf Urs Wiedmer, der sich entschieden hat, künftig für Schweizer Radio und Fernsehen aus dem Bundeshaus zu berichten. Wiedmer moderiert die politische Diskussionssendung noch bis zur Sommerpause im Juli 2014.

Streuplan: Mit CS Viva an die Swiss Music Awards

Die Swiss Music Awards feiern am siebten März 2014 ihre siebte Ausgabe im Zürcher Hallenstadion. Mit von der Partie ist Credit Suisse Viva als Hauptsponsor der Veranstaltung. Im Rahmen dieser neuen Partnerschaft kreierte Streuplan eine integrierte Kampagne.

Für die siebte Ausgabe ziehen die Swiss Music Awards ins Hallenstadion Zürich und öffnen ihre Tore für die Schweizer Musikfans. Zum ersten Mal werden die begehrten Preise öffentlich verliehen und einem grossen Publikum zugänglich gemacht. Credit Suisse Viva, das Banking Angebot für Jugendliche und Studierende, unterstützt die Veranstaltung als Hauptsponsor. Streuplan war für die gesamte Kommunikation der Partnerschaft verantwortlich.

Mit dem Viva Music Quiz wird das Musikwissen der Zielgruppe auf eine harte Probe gestellt. Die Teilnehmer, welche die kniffligen Fragen korrekt beantworten, haben die Möglichkeit, je zwei von 100 Tickets für die Show zu gewinnen. Zusätzlich zum Viva Music Quiz im Internet ist das Viva Quiz Taxi in verschiedenen Schweizer Städten unterwegs. Beantworten die Fahrgäste während der Fahrt fünf Fragen rund um das Thema Musik richtig, gewinnen sie zwei Stehplatz-Tickets für die Swiss Music Awards. Mit einer Masterfrage können die Teilnehmer dann noch alles auf eine Karte setzen und VIP-Tickets gewinnen. Wer aber eine Frage falsch beantwortet, muss aussteigen und den Weg zu Fuss fortsetzen.

Die ersten beiden Folgen des Viva Quiz Taxi aus Zürich und Basel sind bereits auf 20 Minuten Online zu sehen. Weitere Folgen aus Bern und Luzern werden in den nächsten Wochen ausgestrahlt.

Verantwortlich bei Credit Suisse: Tarkan Özküp Marketing Private Banking & Wealth Management – Gesamtverantwortung), Daniel Fischer (Marketing Private Banking & Wealth Management Clients Switzerland), Olivia Zechner (Marketing Marketing Private Banking & Wealth Management Clients Switzerland Bonviva&Viva -Teamleitung), Raffael Leu (Marketing Private Banking & Wealth Management Clients Switzerland Bonviva&Viva – Projektleiter), Christian Clavadetscher (Marketing Private Banking & Wealth Management Clients Switzerland Bonviva&Viva). Verantwortlich bei Streuplan: Thomas Back (Gesamtverantwortung), Stefanie Fink (Art Direction), Ennio Cadau, Barbara Michel (Text / Konzept), Sébastien Rouiller (Beratung), Rebecca Kalina (Projektmanagement), Dalibor Tihi (Online). Online: INM. Film: John Allen AG.

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/Department für 100 Jahre Axpo

Seit 1913 stellt Axpo die Stromversorgung in St. Gallen, Glarus, Zürich, Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Thurgau, Schaffhausen und Zug sicher. /Department hat Diego Benaglio, Simone Niggli-Luder und Köbi Kuhn entsprechend in Szene gesetzt.

Die Kampagne ist eine Hommage an die Anfänge eines Unternehmens, das sich von Beginn an Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit auf die Fahne geschrieben hat und diese Maximen seit einhundert Jahren konsequent verfolgt, heisst es in einer Mitteilung vom Sonntag.

Nebst der Jubliäumskampagne zeichnet /Department auch für die vierteljährlich erscheinende Jubiläumspublikation «Die Nordostschweiz» verantwortlich. Sie wird im Laufe des Jubiläumsjahres in verschiedenen Schweizer Zeitungen als Beilage erscheinen.

Verantwortlich bei Axpo: Rainer Meier (Head of Corporate Communications), Andreas Wild (Senior Consultant Advertising & Marketing), Monica Binder (Leiterin Sponsoring). Verantwortlich bei /Department: Marianne Sauter (Beratung), Tim Boin, Dominik Brülisauer (Text), Robin Mummenthaler (Bildbearbeitung), Johannes Eisenhut (Strategie), Oliver Brunschwiler (Creative Direction). Fotografie: Oliver Nanzig.

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ADC Jurierung 2014: 7 Gold, 4 Evergreen

Der ADC Schweiz hat die besten Arbeiten des letzten Jahres ausgezeichnet. 

Während zwei Tagen beurteilten unter der Leitung von Jurypräsident Markus. Gut rund hundert der besten Schweizer Kreativen Arbeiten des letztenJahres – zusammen mit dem diesjährigen Gastjuror, dem Schweizer Regisseur und Autor Dani Levy. Nach zwei Tagen Jurierung standen 7 Gold-, 29 Silber- und 61 Bronzegewinner fest. Und zudem vier Evergreens.

Bei den prämierten Kampagnen fällt auf: Werberisch besonders erfolgreich ist eine spektakuläre Aktion, der Menschen berührt, unterhaltet oder bewegt und so über soziale Medien Verbreitung findet, heisst es in der Mitteilung des ADC.

Die Goldarbeiten

Kategorie Film: Pro Infirmis «Mannequins» – Jung von Matt/Limmat
Der Onlinefilm über die Entstehung der behinderten Schaufensterpuppen an der Bahnhofstrasse ist ein eindrückliches Beispiel dafür, wie kreative Ideen es heute schaffen, über soziale Netzwerke und PR weltweit verbreitet zu werden. Der Film hat auf Youtube mittlerweile über zeh Millionen Views. Die Aktion mit den behinderten Schaufensterpuppen und der Film davon wurden in vier weiteren Kategorien mit Silber prämiert und sind damit Hauptgewinner der diesjährigen Jury.

//www.youtube.com/watch?v=vf55LVk4ek4

 

Kategorie Promotion: Swisscom «All eyes on S4» – Heimat Werbeagentur
Beim crossmedialen Event für die Lancierung des Samsung Galaxy S4 konnten Passanten ein S4 gewinnen, wenn sie ihren Blick eine Stunde lang nicht vom S4 abwendeten. Mit verschiedenen verrückten Aktionen versuchte man die Teilnehmer abzulenken. Die Aktion konnte online auf grossen Portalen verfolgt werden.

Kategorie Plakate: Max Shoes «Stunning collection» – Jung von Matt/Limmat
Für die verblüffende und plakative Bildidee und deren grossartige, modische Umsetzung gab es von der ADC Jury ebenfalls Gold.

Kategorie Creative Media: «Days of Hope» – Saatchi & Saatchi
Im Februar 2013 wurde der Wetterbericht im Fernsehen von einem Obdachlosen präsentiert – weil niemand die Kälte besser erklären kann als ein Obdachloser. Die eindrückliche Aktion machte in der Schweiz auf die Sozialwerke von Pfarrer Sieber aufmerksam. Sie war Teil einer europäischen Initiative «Days of Hope».

Kategorie Radio: BMW Motorräder «Adventure» – Serviceplan Suisse
Was einem Schreckliches passieren kann, wenn ein Motorrad mitten in einem fernen Land plötzlich den Geist aufgibt, wird in dieser Radiospot- Serie auf eine verblüffende, höchst unterhaltsame und relevante Art umgesetzt.

Kategorie Design: Rotpunkt-Apotheken-Magazin «Hä?» – Studio Marcus Kraft
Eine völlig frische Art eines «Apotheker-Heftlis»: Eines, das sich an die Jungen und ihre Bedürfnisse und Fragen rund um ihre Gesundheit richtet und das in der Gestaltung entsprechend alles andere als kränklich und ältlich daherkommt.

Kategorie Illustration: Zürcher Kammerorchester «Fantastisches Orchester» –Havas Worldwide Zürich
Bekannte klassische Werke wurden aufwändig illustrierte als verblüffendes Orchester: Ein Augenschmaus, den die Jury mit Gold honorierte.

Die Evergreens

Seit letztem Jahr zeichnet der ADC exzellente Kampagnen aus, die seit mindestens drei Jahren bis zum heutigen Zeitpunkt auf derselben Leitidee basieren und damit strategisch und konzeptionell Kontinuität auf höchstem Niveau zeigen.

Schweiz Tourismus «Sebi & Paul» – Leo Burnett Schweiz
Mit einem Evergreen ausgezeichnet wurde die Schweiz-Tourismus-Kampagne mit den beiden urchigen Berglern Sebi & Paul. Diese sind seit Jahren national und international Werbebotschafter für unseren Tourismus.

Bundesamt für Gesundheit «Love Life» – Havas Worldwide Zürich
Mit «Love Life» schaffte es das Bundesamt für Gesundheit, erst das Thema «Stop Aids» und später Geschlechtskrankheiten auf eine lebensbejahende, frische Art statt mit dem Mahnfinger zum Thema zu machen.

Graubünden «Gian & Giachen» – Jung von Matt/Limmat
Die Steinböcken Gian und Giachen der Graubünden-Kampagne witzeln über Skifahrer, frotzeln über Biker und nehmen sich auch gegenseitig hoch – in Spots, als Reisebüro, als Wetter-App oder «Bockcast».

Sonntagszeitung «Babuschkas» – Y&R Group Switzerland
Seit über sechs Jahren zeigt die Babuschka-Kampagne auf immer wieder verblüffende Art, dass die Sonntagszeitung den verschiedensten Themen auf den Grund geht.

Sämtliche prämierten Arbeiten können hier angesehen werden.

 

Topwerber identifizieren sich mit ihrer TV-Werbung

Für ihren Kunden Publisuisse zeigt die Agentur Ruf Lanz, wie stark sich Topwerber mit ihrer TV-Werbung identifizieren.

Symbolisiert wird das am Beispiel von Peter Felser, der mittlerweile eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem Helden der preisgekrönten Schweiz Tourismus Spots seiner früheren Agentur Spillmann Felser Leo Burnett hat. Das Sujet erscheint in der ADC-Festzeitschrift Cicero sowie in der Werbefachpresse.

Verantwortlich bei Publisuisse: Reto Burkhalter (Leiter Kommunikation), Oliver Hofer (Projektmanager Kommunikation). Verantwortlich bei Ruf Lanz: Markus Ruf, Danielle Lanz (Creative Direction), Mario Moosbrugger (Art Direction), Markus Ruf (Text/Konzept), Sabrina Luck (Beratung), Sebastian Durband (Beratungsleitung).

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Zu guter Letzt: Ausgeschlossen von Olympia

Ein Online-Spot von Guinness kann während den Winterspielen in Sotschi nicht zum Einsatz kommen – genauso wie eine der Sportlerinnen, die er zeigt.

Guinness ist kein offizieller Sponsor von Olympia. Den Online-Spot mit den Biathletinnen Tracy und Lanny Barnes musste die Bierproduzentin darum kurz nach der Veröffentlichung Ende Januar wieder von den offiziellen Kanälen entfernen. So scheiben es die Regeln von Swiss Olympic vor. Bis zum Ende der Winterspiele dürfen nun nur noch Sponsoren mit den Gesichtern der Olympia-Teilnehmenden werben.

Der Spot erzählt in knappen Worten von einer gewichtigen Entscheidung im Leben der Zwillinge. Eine von ihnen hat freiwillig auf ihre Teilnahme in Sotschi verzichtet. Die andere wird weiterhin im Rennen sein. Und das wird wahrscheinlich auch der Spot von Guinness – nicht auf den offiziellen Kanälen des Unternehmens, aber auf Youtube. (sis)
 

//www.youtube.com/watch?v=YphIJoS6rRg

Transparenz-Forderung nach Seco-Korruptionsaffäre

Der Verein Öffentlichkeitsgesetz.ch wirft der Verwaltung vor, das Grundrecht auf Information weiter beschneiden zu wollen. Er verlangt eine kompromisslose Umsetzung des Öffentlichkeitsgesetzes.

Die Generalsekretärenkonferenz (GSK) will das seit 2006 bestehende Öffentlichkeitsgesetz einer ausserordentlichen Überprüfung unterziehen. Ausgerechnet Inspektionseinheiten der Verwaltung wollen dabei vom Öffentlichkeitsgesetz ausgenommen werden, heisst es in einer Mitteilung des Vereins Öffentlichkeitsgesetz.ch vom Samstag.

Die Korruptionsaffäre im Staatssekretariat für Wirtschaft Seco zeige, wie wichtig ein gut funktionierendes Öffentlichkeitsgesetz sei, so die Mitteilung. Während Monaten habe sich das Seco geweigert, die freihändigen Vergaben offen zu legen. Die Seco-interne Aufsicht ist dem Missstand aber nicht auf den Grund gegangen. Erst die Medien brachten den Korruptionsfall ans Licht.

Statt über Beschränkungen des Öffentlichkeitsgesetzes zu diskutieren, müsse die Verwaltung die Umsetzung des bestehenden Gesetzes vorantreiben, um so, wie vom Parlament vorgesehen, die Transparenz der Verwaltungstätigkeit zu fördern, so die Forderung des Vereins.
 

Rolf Cavalli wird Digitalchef bei der Nordwestschweiz

Rolf Cavalli, ehemaliger Chefredaktor von Blick.ch, wird neu Chef Digitale Medien der Nordwestschweiz und Mitglied der Chefredaktion. Er tritt die Stelle per 1. April an.

In seiner neuen Funktion verantwortet Rolf Cavalli (45) publizistisch die Online- und Mobile-Plattformen der Nordwestschweiz und all ihrer Ausgaben. Zudem ist er in der Weiterentwicklung der digitalen Angebote der AZ Medien eng eingebunden und vertritt die Nordwestschweiz in den zentralen Gremien des Digitalgeschäfts, wie das Medienunternehmen mitteilte.

Rolf Cavalli studierte an der Universität Zürich Allgemeine Geschichte, Politische Wissenschaften und deutsche Linguistik. Er war zuletzt Vorsitzender des Newsrooms der Blick-Gruppe und 2009 bis 2013 Chefredaktor von Blick.ch. Zudem führte er von November 2012 bis August 2013 interimistisch den Sonntagsblick. Ringier verliess Cavalli gleichzeitig mit Andrea Bleicher (Werbewoche.ch berichtete), welche den Blick von Februar bis August interimistisch als Chefredaktorin führte.

Rolf Cavalli ist in Winterthur aufgewachsen und hat drei Kinder.
 

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