SVP erhielt mediale Unterstützung

Eine der Schweiz am Sonntag vorliegende Fög-Studie zeigt, welche Medien wie über die Zuwanderungsinitiative berichteten. Der Tages-Anzeiger stellt seine Pro-Spitzenposition allerdings in Frage.

Das Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft (Fög) wertete in den letzten Monaten die Berichterstattung von sechs ausgewählten Zeitungen zur Zuwanderungsinitiative der SVP aus. Dabei zeigt sich, dass die als linksliberal geltende Zeitung Tages-Anzeiger den grössten Pro-Überhang aufweist: Von insgesamt 76 veröffentlichten Artikeln berichteten 51 für die Initiative (Pro-Überhang: +13). Ebenfalls mehr positive als negative Publikationen gehen auf das Konto eines zweiten Tamedia-Mediums, nämlich 20 Minuten (Pro-Überhang +3).

Gegen die Initiative positionierten sich laut Studie Le Temps (Anzahl Artikel: 115, Kontra-Überhang: -29), NZZ (98/-38) und Blick (49/-24). Fög-Leiter Kurt Imhof spricht gegenüber Schweiz am Sonntag von einem in den letzten Wochen wachsenden Zuspruch für die Initiative, von einem «tiefen Reflexionsgrad über die Auswirkungen» und einem «fehlenden aufklärerischen Horizont». Die häufig geäusserte Kritik in Leserkommentaren, Politik und Medien würden die Probleme der Zuwanderung herunterspielen, habe zu einer «Überkompensation bei der Problembeschreibung» geführt.

Gegenüber Schweiz am Sonntag bestreitet der Tages-Anzeiger den Pro-Kurs. Die Thematisierung von Problemen sei nicht mit einer Ja-Positionierung gleichzusetzen, so Inlandchef Daniel Foppa. Zudem sei die Methodik der Studie «abenteuerlich». Er bestätigt jedoch, dass es redaktionsintern Pro-Stimmen gab – ein Novum bei einer SVP-Initiative. Die Mehrheit der Redaktion habe sich jedoch klar gegen die Initiative ausgesprochen.

Kurt Imhof erklärt die wachsende mediale Zuwanderungsskepsis ausserdem damit, dass Medienschaffende aufgrund der «rasanten Verschlechterung ihrer beruflichen Perspektiven selbst von Abstiegsängsten geplagt» seien. Eine These, die im Artikel auch von Das Magazin-Autor Daniel Binswanger gestützt wird: Journalisten seien mit einem realen Absinken ihres Lebenstandards konfrontiert, wodurch ihre Immunität gegenüber der SVP-Rhetorik abgenommen habe. Die persönliche Betroffenheit lasse wichtige Gegenargumente in den Hintergrund geraten. (SaS/hae)
 

Kundenzuwachs und Pitch-Gewinne

Verschiedene Agenturen freuen sich über Kundenzuwachs und Pitch-Gewinne. Diesmal mit dabei: Publicis, TBWA, Werbeanstalt und Wapico.

Publicis: Umwelt Arena neu im Portfolio

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Rechtzeitig zum neuen Jahr hat sich die Umwelt Arena Spreitenbach dazu entschieden, bei der Gesamtkommunikation auf die Dienste von Publicis zu setzen. Die von Unternehmer Walter Schmid erdachte und finanzierte Umwelt Arena Spreitenbach wurde im August 2012 eröffnet und befasst sich mit sämtlichen Facetten des modernen Lebens: Von erneuerbaren Energien über Elektroantriebe bis hin zu neuartigen Bauverfahren und –Materialien erfahren Besucher dort alles über die umweltfreundlichen Lösungen von heute und morgen. Die ersten Resultate dieser Zusammenarbeit werden voraussichtlich Ende Februar in der Schweiz zu sehen sein.

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TBWA\Zürich: Neu als Leadagentur für Sunrise tätig

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Der grösste private Schweizer Telekommunikationsanbieter setzt ab sofort auf die Agentur im Zürcher Seefeld. TBWA\Zürich konnte sich dank markenstrategischer Überlegungen und überzeugender Kreativkonzepte in einem Pitch durchsetzen. Erste Arbeiten werden im Frühling zu sehen sein.

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Werbeanstalt: Sechsfacher Kundenzuwachs

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Werbeanstalt Schweiz startet das neue Jahr mit sechs neuen Kunden: Schweizer Milchproduzenten SMP, Linkgroup, Paramediform, ViiV Healthcare, Jacobs Foundation sowie Pulmonx.

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Drei neue Kunden für Wapico

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Wapico, Werbe- und Kommunikationsagentur in Bern, startet gleich mit drei neuen Kunden ins neue Jahr. Théâtre Vidy Lausanne vertraut der Agentur sämtliche Kommunikationsmassnahmen an, ebenso die AHV Ausgleichskasse des Kantons Bern. Für Mountain Twister, eine Limonade aus Apfel und alkoholfreiem Bier aus dem Hause Rügenbräu, kann Wapico etliche Arbeiten in Angriff nehmen.

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Saas-Fee: Initiative für mehr Masseneinwanderung

Während die Schweiz über Sinn- oder Unsinn unbeschränkter Zuwanderung abstimmt, geht eine kleine Alpenrepublik völlig andere Wege. In der Freien Ferienrepublik Saas-Fee lanciert man die Initiative für mehr Masseneinwanderung.

Die Beherbungsbetriebe von Saas-Fee stehen diesbezüglich vor allem im Vordergrund und wollen von Beherbergungsbetrieben zu Auffangszentren für Einreisewillige werden. «Dabei sprechen wir im Prinzip alle ausserhalb der Freien Ferienrepublik Saas-Fee an. Walliser und Schweizer, die sich vom heftig geführten Abstimmungskampf in Sachen Einwanderungsstopp erholen wollen wie auch Europäer, die sich für einmal nicht den schweizerischen Aufenthaltsbeschränkungen unterwerfen möchten», ist von den Initianten zu erfahren. Für sie ist klar: Saas-Fee hat die Limits in Sachen Einwanderung nicht erreicht. «Das Boot ist noch lange nicht voll! Wir haben genügend Kapazitäten in unseren Hotels und Ferienwohnungen, Entschuldigung, natürlich Auffangzentren. Notfalls öffnen wir auch die Wellnessanlagen und funktionieren die Liegestühle zu Schlafstätten um, damit Einreisewillige nicht zurückgewiesen werden müssen.»

Offenbar nicht ganz ernst genommen wird die abtrünnige Alpenrepublik im Saastal von der politischen Bühne in der Schweiz. So zumindest lässt sich die trockene Absage der Verantwortlichen der Schweizer Politik in Sachen Stellungnahme deuten. «Wir geben keinen Kommentar ab!», ist da im typisch schweizerischen Diplomatenslang zu erfahren. «Die in Bern machen was sie wollen. Dann machen wir eben, was wir wollen», bringen es die Initianten in Saas-Fee auf den Punkt.

Neben der touristischen Aussage, dass Saas-Fee als Tourismusort seine Weltoffenheit und seine Treue zu den internationalen Gästen und Mitarbeitern unter Beweis stellen will, steckt auch die Sorge um die Zukunft des Tourismus in der Schweiz hinter dem Aufruf der Freien Ferienrepublik Saas-Fee. Arbeitskräftemangel, Kostenexplosion bei der Arbeitskräftebeschaffung, Imageverlust im Ausland und damit verbunden ein drohender Rückgang von Übernachtungen drohen bei Annahme der Initiative. Dieses Damoklesschwert gelte es zu vermeiden.

Sollten die Freien Ferienrepublikaner ihre Idee tatsächlich umsetzen, sind Sanktionen aus Bundesbern nicht ausgeschlossen. «Kein Kommentar», heisst es dazu aus Regierungskreisen. Hinter vorgehaltener Hand wird aber von Abschottung und Dichtmachung der Zufahrtswege gemunkelt. «Kein Problem», so die Initianten. «Schliesslich verfügen wir im Süden über eine eigene EU-Grenze. Haben es die alten Walliser vor Jahrhunderten geschafft, dort das Land zu verlassen, wird es heute auch möglich sein, auf diesem Weg zu uns zu kommen.» Bereits werden Heugabeln und Sensen geschliffen und Schneekatapulte in Stellung gebracht, um diesem Recht auf freie Ein- und Ausreise Nachdruck zu verleihen. Es scheint so, dass die unbeugsamen Gallier neuerdings Saaser heissen. Affaire à suivre!

Die «Freie Ferienrepublik Saas-Fee» geht auf die Agentur Matter & Gretener zurück.

 

Der Stellefant ist zurück

Die Basler Zeitung bündelt ihre Aktivitäten im Stelleninseratenmarkt seit Samstag, 8. Februar 2014 wieder in einer Beilage, die Stellefant heisst. Neu dabei sind dann neben der Basler Zeitung auch die Baz Kompakt und die Neue Fricktaler Zeitung.

Zusammen mit den bisherigen Partnern, Sonntagszeitung und Volksstimme in der Region Nordwestschweiz sowie Weiler Zeitung, Markgräfler Tagblatt und Die Oberbadische in Südbaden, erreicht der Stellenanzeiger neu eine Auflage von 215'000 Exemplaren. Der Stellefant liegt der Basler Zeitung am Samstag (bisher Freitag) bei ebenso wie den südbadischen Zeitungen. In der Sonntagszeitung der Region findet man den Stellenanzeiger wie gewohnt am Sonntag, in Baz Kompakt, in der Neuen Fricktaler Zeitung und in der Volksstimme dann am darauf folgenden Dienstag. Mit dieser Zusammenarbeit wollen die Basler Zeitung Medien und die beteiligten Verlage laut Mitteilung ihre Rolle im Bereich der Print-Stellenanzeiger in der Nordwestschweiz und in Südbaden ausbauen.

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Zu guter Letzt: Amüsanter Zug

Pendeln für Fortgeschrittene: Ein Illustrator zeichnet Mitpassagiere heimlich in die Herzen seiner Twitter-Follower.

Jetzt, wo die langfristige Finanzierung dank diesem Fabi gesichert ist, darf man sich getrost wieder den amüsanten Seiten des öffentlichen Verkehrs zuwenden. Wie das ohnehin schon sehr lustige Zugfahren noch lustiger wird, demonstriert beispielsweise der Illustrator October Jones. Er hält seinen Mitpassagieren individuell angefertigte Zeichnungen über den Kopf und verbreitet die dabei entstandenen Fotos über Twitter. Das Prinzip erinnert an den anonymen englischen Pendler, der anderen Menschen mit gefalteten Zeitungen zu neuem Glanz verhalf («Zu guter Letzt» vom 21.04.2013). Da Jones die Köpfe nicht nur selbst (und äusserst gekonnt) zeichnet, sondern sie auch passend an den jeweiligen Mitreisenden anpasst, haben es seine Kreationen via Buzzfeed nun auf die ganz grosse Internet-Bühne geschafft. Und in den Werbewoche-Newsletter. (hae)

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NZZ Mediengruppe will Frauen fördern

Die NZZ-Mediengruppe will künftig ihre Mitarbeiterinnen noch gezielter fördern und in ihren Karrierezielen unterstützen. Darum tritt das Unternehmen dem Netzwerk Advance – Women in Swiss Business bei.

Advance ist eine junge Vereinigung, welche das Ziel hat, Frauen in Führungspositionen zu fördern. Das Netzwerk bietet Frauen in Kaderpositionen Events, Workshops, Mentorschaft und Beratung an und rüstet ambitionierte Kaderfrauen mit Kompetenzen und Führungsqualitäten aus. Bei der NZZ-Mediengruppe sind heute 40 Prozent der Angestellten Frauen. Das Unternehmen hat sich nun zum Ziel gesetzt, Talente zu fördern und dadurch den Frauenanteil insbesondere in Kaderpositionen zu erhöhen, wie es in einer Mitteilung heisst. Hingegen wurde bewusst auf die Einführung einer Quote verzichtet.

Advance – Women in Swiss Business wurde im März 2013 gegründet. Zu den neun Gründerfirmen gehören ABB, Credit Suisse, GE Capital, Ikea, McKinsey & Company, PWC, Sandoz, Siemens und Swiss Re.

GIM Suisse: Neue Co-Geschäftsführung

Seit 1. Februar 2014 wird das Marktforschungsunternehmen GIM Suisse in Zürich neu von zwei Personen geleitet. Neben dem langjährigen Geschäftsführer Lukas Zihlmann wurde die bisherige Senior Research Managerin Susan Shaw in die Geschäftsleitung berufen.

«GIM Suisse hat in den letzten Jahren eine sehr erfreuliche Entwicklung gemacht» sagt Lukas Zihlmann. «Unsere Kunden schätzen uns einerseits als kleineres, flexibles und professionelles Schweizer Institut. Andererseits wünschen sie sich gleichzeitig das grosse Forschungsangebot und die Branchenkompetenzen eines internationalen Netzwerks. Das kann GIM bieten. Zusammen mit Susan Shaw wollen wir diese bis dato tolle Entwicklung fortsetzen.»

Die neue Co-Geschäftsführerin Susan Shaw: «GIM Suisse ist für die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen in unserer Branche hervorragend aufgestellt. Wir haben das Know-how, die methodische Kompetenz und ein hervorragendes Team, um innovative und individuelle Lösungen anbieten zu können.» Zur neuen Führungsstruktur sagen Susan Shaw und Lukas Zihlmann: «Wir ergänzen uns ausgezeichnet und haben mit GIM Suisse noch viel vor. Mit einer gemeinsamen Führung des Unternehmens können wir die wichtigen Aufgaben besser aufteilen, unsere Pläne und Entwicklungen schneller voranbringen und mehr bewegen. Wir freuen uns beide sehr auf die anstehenden Herausforderungen und die Möglichkeit, die Zukunft von GIM Suisse gemeinsam zu gestalten.»

GIM Suisse ist eine selbständige Tochtergesellschaft der Gesellschaft für innovative Marktforschung mit Hauptsitz in Heidelberg und weiteren Niederlassungen in Berlin und Lyon. Mit einem Gruppenumsatz von rund 30 Millionen Franken (2013) gehört GIM zu den grössten unabhängigen und wachstumsstärksten Marktforschungsunternehmen in Europa.
 

Online-Werbemarkt wächst 2013 um 10 Prozent

Der Schweizer Onlinewerbemarkt ist im vergangenen Jahr erneut stark gewachsen. Insgesamt schätzt Media Focus das Gesamtvolumen des Marktes auf 743 Millionen Franken. Der Markt ist damit 2013 um 10,3 Prozent gewachsen.

Zwar hat auch die klassische Onlinewerbung – sprich Banner-Werbung auf Internetseiten – erneut zugenommen. Media Focus spricht in einer Mitteilung vom Donnerstag von einem Plus von 9,4 Prozent. Mit 186 Millionen Franken Umsatz beträgt der Anteil klassischer Onlinewerbung an den gesamten Werbeausgaben im Internet rund ein Viertel. Viel stärkere Wachstumsraten hat Media Focus aber bei anderen Formen der Internetwerbung identifiziert. So stieg der Umsatz, der mit Werbung in Suchmaschinen in der Schweiz erzielt wurde, um 18,9 Prozent auf 250 Millionen Franken. Der Anteil am Gesamtvolumen beträgt über ein Drittel. Mit 27,4 Prozent noch stärker gestiegen ist das Volumen der Affiliate-Werbung. Dabei erscheint die Werbung auf unterschiedliche Art auf einer Internetseite – und die Kosten werden leistungsorientiert, das heisst anhand der aufgrund der Werbung tatsächlich ausgelösten Bestellungen, abgerechnet. Gesamthaft gesehen ist diese neue Werbeform aber noch unbedeutend. Weiterhin kräftige Zuwachsraten wurden auch bei den Rubrikeninseraten auf Stellen-, Immobilien- und Autoportalen verzeichnet. Für 2014 geht Media Focus von einem weiteren Wachstum der Werbeumsätze auf dem Internet aus. (SDA)

Media Focus Online-Werbestatistik Report 2013/02 (PDF)

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Bund plant Zigaretten-Werbeverbot

Der Bund plant ein umfassendes Werbeverbot für Zigaretten. Die Werbeindustrie wehrt sich dagegen, zum Sündenbock gestempelt zu werden. Für den Werbemarkt hat die Tabakwerbung mit einem Anteil von weniger als 0,5 Prozent aber nur geringe Bedeutung.

Letztes Jahr hatte die Tabakindustrie rund 21 Millionen Franken in den Schweizer Werbemarkt investiert. Dabei handelt es sich um Brutto-Zahlen, wie Jens Windel vom Marktforschungsunternehmen Media Focus auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda am Freitag erklärte. Die teils beträchtlichen Rabatte, die im Rahmen einer Werbekampagne gewährt werden, sind darin noch nicht berücksichtigt.

Schlusslicht bei der Werbung

Die Tabakbranche bildet damit das Schlusslicht der 24 von Media Focus erhobenen Branchen. Zum Vergleich: In Nahrungsmittelwerbung werden laut Windel jährlich brutto 500 Millionen Franken investiert. Insgesamt beliefen sich die Ausgaben in den klassischen Werbeträgern TV, Print, Plakate, Radio oder Digital 2013 in der Schweiz auf 4,84 Milliarden Franken. Die Sendung «10vor10» von Schweizer Fernsehen SRF hatte am Donnerstag publik gemacht, dass der Bund ein umfassendes Werbeverbot für Tabakprodukte plant. Gemäss Vorentwurf für ein neues Tabakproduktegesetz, welcher der Nachrichtenagentur SDA vorliegt, soll Werbung in Zeitungen und Zeitschriften, auf Plakatwänden, in elektronischen Medien, Radio und Fernsehen verboten werden. Auch für Werbeaktionen, bei welchen Zigaretten günstiger abgegeben werden, ist ein Verbot geplant. Das Tabakproduktegesetz sieht ausserdem vor, die elektronische Zigarette dem Rauchen von Zigaretten gleichzustellen. Weiterhin erlaubt sein soll jedoch das Sponsoring, soweit die Veranstaltung nicht internationalen Charakter oder grenzüberschreitende Wirkung hat. Damit wären Openairs, an welchen die Zigarettenhersteller jeweils stark präsent sind, vom Verbot ausgenommen.

Lungenliga zufrieden

Warum das Gesetz gerade dieser Zugang zu vorwiegend jugendlichem Publikum offenlässt, war beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) nicht zu erfahren. Wie die zukünftige Regelung ausgestaltet sein soll, werde derzeit geprüft, heisst es auf Anfrage beim BAG. Der Vorentwurf befindet sich zur Zeit in der Ämterkonsultation. Obwohl Sponsoring an Openairs weiterhin erlaubt sein soll, ist die Lungenliga mit der Stossrichtung des Vorentwurfs zufrieden. Werbeverbote machten Sinn, weil über die Werbung Junge geradezu zum Rauchen verführt würden, sagte Geschäftsführerin Sonja Bietenhard zu «10vor10».

Keine Freude hat die Schweizer Werbeindustrie: Die Zigarettenbranche habe in den letzten Jahren grosse Schritte gemacht, sagte Thomas Meier von Branchenverband Schweizer Werbung auf Anfrage der SDA. «Wir unterstützen einen guten Jugendschutz, aber wir wehren uns dagegen, dass die Werbung vorschnell für alles verantwortlich gemacht wird.» Meier erinnert an die geplanten Einschränkungen für Werbung für Kleinkredite. Der Anteil der Jugendlichen, die sich auf diesem Weg verschuldeten, sei sehr gering, gibt Meier zu bedenken. «Man zeigt mit dem Finger auf die Werbebranche, in der Pflicht wären aber beispielsweise die Eltern», sagte er.

Sinkende Einnahmen

Hanspeter Lebrument, Präsident des Verbands Schweizer Medien, leht das Werbeverbot rundweg ab: «So lange das Rauchen nicht verboten ist, sollte man es auch bewerben dürfen», sagte er. Der Vorentwurf soll im Sommer 2014 in die Vernehmlassung geschickt werden. Bereits zu Ende ist die Vernehmlassung für die ebenfalls geplante Erhöhung der Tabaksteuer. Diese will der Bundesrat nicht zuletzt deshalb anheben, weil immer weniger Leute rauchen. Diese Ausfälle konnten in den letzten Jahren nur mit einer stetigen Erhöhung der Tabaksteuer kompensiert werden. (SDA)

Adello: Video-Werbung neben, statt über Content

Die Mediengattung Mobile bietet Video-Werbung grosses Potenzial, kämpfte aber um Akzeptanz bei den Konsumenten. Eine neuartige Werbeform ermöglicht erstmals Mobile Video-Kampagnen neben dem redaktionellen Content, statt darüber – und dies bei unlimitierter Reichweite.

Die unabhängige Schweizer Instanz für Internet-Nutzungsforschung Net-Metrix weist in ihrer Mo- bile-Publikation über zwöf Monate ein Traffic-Wachstum auf über 1,6 Milliarden Mobile Page-Impressions aus. Dies entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von über 85 Prozent. Innerhalb der Mediengattung Mobile ist Video der grösste Traffic-Wachstumstreiber, was mit der immer besseren Leistungsfähigkeit der Geräte, schnelleren Funkverbindungen sowie rückläufigen Abonnementskosten zusammenhängt.

Grosses Potenzial für die Werbeindustrie

Bislang war das Reichweitenpotenzial von Video-Kampagnen auf dem mobilen Touchpoint technisch stark limitiert. Drei Hürden waren hierfür verantwortlich: Zunächst wird für die Aussteuerung von Video-Werbung im Source-Code ein «Player» benötigt, der Video-Dateiformate interpretieren und ausspielen kann. Ein solcher ist auf dem nutzungsstarken Content standardmässig nicht vorhanden. Daneben ist es das Mobile-Betriebssystem (iOS) selber, welches das automatische Starten von Vi- deodateien unterbindet. Deshalb konnten TV-Spots bislang ausschliesslich über IPTV-Anbieter (Zattoo, Teleboy, Wilmaa) auf Mobile verlängert werden, was neben der stark limitierten Reichweite nur mit einer zeitlichen Limitierung möglich war (im Normalfall zehn Sekunden). Das grösste Problem aus User-Sicht bestand darin, dass Video Werbung den redaktionellen Content zwingend überdeckte, anstatt daneben zu erscheinen. Die Folge waren Akzeptanzprobleme bei den Konsumenten.

«Inlay-Videostitial» Pionier-Kampagne mit Chevrolet

Mit dem Inlay-Videostitial erweitert Adello seine Premium Rich-Media Innovationen für die Algo- rithmic Targeting-Technologie «AdCtrl» um einen strategisch wichtigen Schritt. Das neue Werbe- Template löst die bestehende Problematik vollumfänglich und macht es erstmals möglich, das volle Reichweitenpotenzial für Mobile-Videowerbung auszuschöpfen. Als Premiere im Schweizer Markt legt sich das Inlay-Videostitial nicht über den redaktionellen Content, sondern dazwischen. Es ist mit einer Autostart-Funktion versehen, beinhaltet zum ersten Mal keine zeitliche Limitierung und unter- stützt zusätzlich eine optionale Audiospur. Partner für die Pionier-Kampagne ist der Autobauer «Chevrolet» in Zusammenarbeit mit Isobar/Aegis Media Central Services. Erstmals wird damit ein TV-Spot über die grössten Schweizer Verlage wie 20 Minuten, Blick, NZZ, Teleboy und Cineman direkt in den Tagesablauf seiner Zielgruppe gebracht. Alle bekannten Tracking- und Targeting-Optionen von Mobile Advertising (Geo-Location der User, Wetter, Zeit, Endgeräte, Kontaktfrequenzkontrolle, Retargeting etc.) können auch auf das neue Template des Inlay-Videostitials angewendet werden.

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Showcase: Das «Inlay-Videostitial» im live-Showcase unter Static.adello.ch oder direkter Aufruf per QR-Code.

 

Blick-App: Überarbeitet und nun kostenlos

Die Blick-App für iPhone und Android-Smartphones wurde überarbeitet und wartet mit Neuerungen auf. Zudem ist die News-Zentrale für die Hosentasche neu gratis im App Store von iTunes und im Google Play Store erhältlich.

Schneller, moderner, bunter: Die neue Blick-App spielt einem laufend alle wichtigen Nachrichten aus dem In- und Ausland auf das Smartphone – angereichert mit zahlreichen Features, abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse der Benutzer. Die App wird im Minutentakt rund um die Uhr direkt aus dem Newsroom der Blick-Gruppe in Zürich bespiesen, bietet die Möglichkeit von kostenlosen Push-Meldungen sowie Live-Ticker zu den wichtigsten Aktualitäten. Im Sport-Live-Center können grosse Sport-Ereignisse direkt mitverfolgt werden. Die Bedienung der App soll dank neuer Navigation und neuem, aufgeräumterem Design intuitiver werden. Alle Ressorts sind direkt über die Navigations-Buttons erreichbar.

Multimediale Zusatzelemente wie Videos und Infografiken intensivieren den Erlebnisfaktor. Die Wetter-Zentrale innerhalb der App liefert die Prognosen für Standorte in der Schweiz. Über die Leserreporter-Funktion können sich Benutzer mit ihrem Input direkt bei der Redaktion melden – und auch alle Bilder des «Star des Tages» von Blick sind auf der neuen App abrufbar. Zudem ist die modernisierte und auf allen Geräten schneller laufende App neu gratis im App Store von iTunes und im Google Play Store erhältlich.

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Maxomedia erneuert Unternehmenswebsite

Maxomedia hat die Website von Kilchenmann zum Jahresbeginn einem umfassenden Redesign unterzogen und den neusten Standards in Sachen Design, Usability, Funktionalität und Technologie angepasst.

Zum hochwertigen Angebot des Unternehmens habe man ein schlichtes Design gewählt, heisst es in der Mitteilung der Agentur vom Donnerstag. Grossflächige Bilder setzen die Produkte und Dienstleistungen Kilchenmanns in Szene. Grosser Wert sei auch auf die Usability gelegt worden. Geschäfts- und Privatkunden erhalten schnell, übersichtlich und intuitiv die für sie relevanten Informationen.

Die Website soll einen Mehrwert für die Besucher bieten: Neu wurden etwa die Erfolgsgeschichte des Unternehmens aufbereitet, die Grundwerte wie «Green Engineering» und die Referenzenen ansprechend dargestellt. Die Website wurde im «Responsive Design» umgesetzt und für die Nutzung über Desktops, Tablets und Smartphones optimiert.

Maxomedia ist verantwortlich für die Disziplinen Information Design, Interaction Design und Visual Design, für die technische Umsetzung der neuen Corporate Website sowie die Implementierung eines geeigneten Content Management Systems.

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