Kopf der Woche: «Die Zukunft des Wissens und der Informationsvermittlung ist bildhaft»
Michelle Nicol stellt ihr Wissen aus Kunst und Mode bei Glamour Engineering in den Dienst der Kommunikation
Michelle Nicol stellt ihr Wissen aus Kunst und Mode bei Glamour Engineering in den Dienst der KommunikationMichelle Nicol hat die Füsse in vielen Türen: Die 34-Jährige weist ein Studium der Kunstgeschichte vor, kuratiert Kunstausstellungen, schreibt Katalogtexte ebenso wie die Modekolumne «Fashionable» der NZZ und hat mit Rudolph Schürmann und Thomas von Ah die Agentur Glamour Engineering gegründet. Die kommerzielle Kommunikation ist für sie ein Medium unter anderen: «Kunst, Mode, Schönheit, das sind die Themen, um die sich meine Arbeit stets drehte. Zudem hat es mich immer interessiert, mich in verschiedenen Welten zu bewegen.»Ihre Erfahrungen aus der Mode- und Kunstwelt bringt sie bei Glamour Engineering in die Kommunikation ein. «Was uns von anderen Agenturen unterscheidet, ist unser Wissen über Bilder», befindet Nicol, «die Zukunft des Wissens und der Informationsvermittlung ist bildhaft. Und Bilder sind unsere neuen Sexobjekte, sie sind das, was wir begehren.» Die spannendsten Bilder, ist sie überzeugt, werden aber in der zeitgenössischen Kunst produziert.
Zu dieser Welt hat Nicol nicht nur beruflich, sondern auch persönlich beste Kontakte – Freundeskreis und internationales berufliches Netzwerk deklariert sie als praktisch deckungsgleich, fliessend darum der Übergang vom Broterwerb zum Privatleben.
Auf diese internationalen Kontakte legt sie grossen Wert, da sie es ermöglichen, stets am Puls der Zeit zu bleiben: «Man kann nicht behaupten, etwas von Lifestyle zu verstehen und zu wissen, was läuft, wenn man immer in Zürich sitzt.» Rund einen Drittel ihrer Arbeitszeit verbringt sie im Ausland, in Paris, wo Glamour Engineering ein Büro betreibt, oder in Berlin, wo die Agentur nächstens als Kuratorin einer Ausstellung fungiert.
An der Kommunikationswelt schätzt sie das Arbeitstempo, das sie nach Abschluss ihres Studiums als Kuratorin für zeitgenössische Kunst des Museums Ludwig in Köln vermisste: «Im Museum gehen die Prozesse von der Konzeption bis zur Realisierung unendlich lang. In meiner jetzigen Position kann ich viel schneller etwas bewirken.» Entsprechend lautet das Credo von Glamour Engineering «Promote the now idea»: Der aktuelle Puls von Kunst und Gesellschaft soll gefühlt und in die Kommunikation eingebracht werden. Die kunsthistorische Trennung zwischen Hochkultur der Kunst und Massenkultur der Werbung ist dabei für Nicol kein Thema: «Diese Diskussion interessiert mich nicht.»
Kunden für ihren Arbeitsansatz ortet sie in der Modewelt: «Modebrands kommunizieren nur mit Bildern, und unser Wissen über Bilder lässt sich in diesem Bereich ideal anwenden.» Begehrt ist visuelles Know-how auch in anderen Bereichen, wie der Gewinn des Kommunikationsbudgets für die Weltmesse für Uhren und Schmuck in Basel beweist. Bruno Amstutz
Zu dieser Welt hat Nicol nicht nur beruflich, sondern auch persönlich beste Kontakte – Freundeskreis und internationales berufliches Netzwerk deklariert sie als praktisch deckungsgleich, fliessend darum der Übergang vom Broterwerb zum Privatleben.
Auf diese internationalen Kontakte legt sie grossen Wert, da sie es ermöglichen, stets am Puls der Zeit zu bleiben: «Man kann nicht behaupten, etwas von Lifestyle zu verstehen und zu wissen, was läuft, wenn man immer in Zürich sitzt.» Rund einen Drittel ihrer Arbeitszeit verbringt sie im Ausland, in Paris, wo Glamour Engineering ein Büro betreibt, oder in Berlin, wo die Agentur nächstens als Kuratorin einer Ausstellung fungiert.
An der Kommunikationswelt schätzt sie das Arbeitstempo, das sie nach Abschluss ihres Studiums als Kuratorin für zeitgenössische Kunst des Museums Ludwig in Köln vermisste: «Im Museum gehen die Prozesse von der Konzeption bis zur Realisierung unendlich lang. In meiner jetzigen Position kann ich viel schneller etwas bewirken.» Entsprechend lautet das Credo von Glamour Engineering «Promote the now idea»: Der aktuelle Puls von Kunst und Gesellschaft soll gefühlt und in die Kommunikation eingebracht werden. Die kunsthistorische Trennung zwischen Hochkultur der Kunst und Massenkultur der Werbung ist dabei für Nicol kein Thema: «Diese Diskussion interessiert mich nicht.»
Kunden für ihren Arbeitsansatz ortet sie in der Modewelt: «Modebrands kommunizieren nur mit Bildern, und unser Wissen über Bilder lässt sich in diesem Bereich ideal anwenden.» Begehrt ist visuelles Know-how auch in anderen Bereichen, wie der Gewinn des Kommunikationsbudgets für die Weltmesse für Uhren und Schmuck in Basel beweist. Bruno Amstutz
