Aufgefallen: Es ist nichts als recht, dass im Zeitalter der Gleichberechtigung auch Frauen in Märchenrollen schlüpfen.
AufgefallenEs ist nichts als recht, dass im Zeitalter der Gleichberechtigung auch Frauen in Märchenrollen schlüpfen. Wie in «Des Kaisers neue Kleider» von Hans Christian Andersen. Unschuldig und sich keiner List bewusst – so präsentiert das Mode
Aufgefallen Es ist nichts als recht, dass im Zeitalter der Gleichberechtigung auch Frauen in Märchenrollen schlüpfen. Wie in «Des Kaisers neue Kleider» von Hans Christian Andersen. Unschuldig und sich keiner List bewusst – so präsentiert das Modell die neue Jil Sander-Kollektion, ohne zu merken, dass diese entweder durchsichtig ist, nur aus Schuhen besteht oder noch nicht fertig genäht worden ist. Warum sich das Modell aber wie sein gedresster Betrachter an den Busen fasst, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Fest steht aber, dass Jil Sander nackte Frauen ganz gerne hat und ihnen offensichtlich eine märchenhafte Karriere offeriert. Chandra Kurt, die bis jetzt nur undurchsichtige Jil-Sander-Anzüge trägt. [email protected]
Business Lunch Ein ganz weltliches Paradies
Paradies am See heisst die korrekte Übersetzung für den Namen dieses Hotelbaus am Utoquai in Zürich: Eden au Lac. Die Herberge, im Besitz dreier Aktionäre, verfügt über eines der schönsten (und schrägsten) Restaurants in der Stadt. Schön ist der Hauch von Fin de Siècle im hohen Raum; bunt, aber doch diskret sind Bilder, Tapisserien und Draperien, ergänzt um kristall-lüsterne Lichtquellen. Schräg ist die Statik der Location: Erbaut auf einer Seeuferaufschüttung, fängt das Haus an, sich leicht nach hinten zu neigen. Legte man bei der einladenden Fensterfront eine Murmel an den Boden, sie rollte ohne Anschubkraft durch den Raum.
Das Essen! Paradiesisch kann es nicht sein (wir leben ja noch!), aber irdische Wonnen verspricht es durchaus. Einen veritablen Business Lunch mit drei Gängen kennt man hier nicht. Noch nicht, sagt der neue, freundliche Direktor Dario Fumagalli. Dafür eine Wochenkarte mit marktfrischem Angebot. Spargeln wurden empfohlen, standen aber nicht in der Gunst. Stattdessen kamen eine kräftigende Hummersuppe zu Tisch und ein Ackersalat mit Speck und Croûtons. Parbleu, der beste, den ich kenne: feinste Speckstreifchen, unaufdringlichste Brotstückchen, eine ebenso ausgewogene Salatsauce (French Dressing).
Das lob ich mir, wenn den kleinen Entrees so viel Aufmerksamkeit geschenkt wird wie dem Sisteron-Lammrücken, der hernach die Teller füllte – angerichtet mit jungem Gemüse. Tadellos die Garzeit, zart in der Konsistenz das Fleisch, nur: Ein bisschen mehr Kräuter hätte die Kruste durchaus ertragen. Diskret und knackig, also unauffällig fast das Gemüse.
Das Trinken! Könnte noch etwas grösser sein, die Auswahl an Offenweinen. Klar, dass die Crus hervorragend sind, aus denen glasweise ausgeschenkt wird. Und verständlich auch, dass ein Lokal lieber Siebendeziflaschen unter die Gäste bringt, als angebrochene (und nicht ausgetrunkene) Flaschen in die Küche stellen zu müssen, wo sie hernach den Sauerbraten ertränken.
In der Summe aber: Ein für Business Lunches hervorragend geeignetes Lokal, weil die Tische weit auseinander stehen, viel Platz für Papiere und Dokumente zulassen – aber nicht für Mobiltelefone. Die bittet man auszuschalten, und das ist recht so. Schliesslich ist man zum Essen hier und nicht zum Telefonieren. Sollte es trotzdem mal piepsen, würde die trefflich geschulte und erlesen höfliche Bedienung den Gast diskret darauf aufmerksam machen. Carlo Bernasconi [email protected]
Hotel Eden au Lac Utoquai 45
8023 Zurich
Tel. 01 266 25 25
Fax 01 266 25 00
Parkplätze im nahen Parkhaus Utoquai
Kolumne 3 SMS à je 60 Zeichen
Von Carmelo Buffoli
Die rasante Entwicklung der letzten Jahre hat im Bereich der Technik gewaltige Möglichkeiten geschaffen. Arbeiten, die bis anhin enorm Zeit raubend waren, benötigen heute einen Bruchteil des ursprünglichen Aufwands. Diese Entwicklung hat selbst vor der Werbebranche nicht Halt gemacht, sodass auch wir Werber davon profitieren können, oder – sagen wir besser – davon profitieren könnten. Immer wieder stelle ich jedoch fest, dass diese genialen Mittel nur teilweise genutzt werden.
Allein die grosse Hektik in der Branche schreit nach Mitteln, die einem die Arbeit erleichtern. Projekte in kürzester Zeit umsetzen, Konzepte im letzten Moment erarbeiten und übermitteln – mit herkömmlichen Methoden sind solche Aufträge kaum mehr zu bewältigen. Dazu möchte ich gerne ein Beispiel anführen. Vor wenigen Wochen erhielten wir den Auftrag, ein aufwändiges Konzept zu erarbeiten. Der Kunde benötigte dieses, fertig ausgearbeitet, bereits am nächsten Tag. Ich hatte damit kein Problem und beruhigte den unter Termindruck stehenden Kunden. Ich habe dann in aller Ruhe konzipiert, geschrieben, umgesetzt und aufgebaut und das 12-seitige Konzept in allerletzter Minute per SMS gesendet. Nach herkömmlicher Methode hätte der Auftrag eine schier unmögliche Leistung bedeutet, dank neuster Handytechnologie war es für mich jedoch ein Leichtes.
Viele Netzanbieter offerieren übrigens 3 Gratis-SMS à je 60 Zeichen pro Tag. Dank weltweiten Websites mit ähnlichen Angeboten bin ich heute daher in der Lage, Arbeiten obgenannten Umfangs gratis zu übermitteln. So kann ich zeitlich knapp bemessene Aufträge problemlos erledigen, und das erst noch kostengünstig. In diesem Sinne appelliere ich an alle BranchenkollegInnen sich mehr der heutigen technischen Möglichkeiten zu bedienen. Gerne stehe ich auch mit weiteren Tipps zur Verfügung.
[email protected] Carmelo Buffoli ist Inhaber von Buffoli und Partner GmbH, ASW.
Business Lunch Ein ganz weltliches Paradies
Paradies am See heisst die korrekte Übersetzung für den Namen dieses Hotelbaus am Utoquai in Zürich: Eden au Lac. Die Herberge, im Besitz dreier Aktionäre, verfügt über eines der schönsten (und schrägsten) Restaurants in der Stadt. Schön ist der Hauch von Fin de Siècle im hohen Raum; bunt, aber doch diskret sind Bilder, Tapisserien und Draperien, ergänzt um kristall-lüsterne Lichtquellen. Schräg ist die Statik der Location: Erbaut auf einer Seeuferaufschüttung, fängt das Haus an, sich leicht nach hinten zu neigen. Legte man bei der einladenden Fensterfront eine Murmel an den Boden, sie rollte ohne Anschubkraft durch den Raum.
Das Essen! Paradiesisch kann es nicht sein (wir leben ja noch!), aber irdische Wonnen verspricht es durchaus. Einen veritablen Business Lunch mit drei Gängen kennt man hier nicht. Noch nicht, sagt der neue, freundliche Direktor Dario Fumagalli. Dafür eine Wochenkarte mit marktfrischem Angebot. Spargeln wurden empfohlen, standen aber nicht in der Gunst. Stattdessen kamen eine kräftigende Hummersuppe zu Tisch und ein Ackersalat mit Speck und Croûtons. Parbleu, der beste, den ich kenne: feinste Speckstreifchen, unaufdringlichste Brotstückchen, eine ebenso ausgewogene Salatsauce (French Dressing).
Das lob ich mir, wenn den kleinen Entrees so viel Aufmerksamkeit geschenkt wird wie dem Sisteron-Lammrücken, der hernach die Teller füllte – angerichtet mit jungem Gemüse. Tadellos die Garzeit, zart in der Konsistenz das Fleisch, nur: Ein bisschen mehr Kräuter hätte die Kruste durchaus ertragen. Diskret und knackig, also unauffällig fast das Gemüse.
Das Trinken! Könnte noch etwas grösser sein, die Auswahl an Offenweinen. Klar, dass die Crus hervorragend sind, aus denen glasweise ausgeschenkt wird. Und verständlich auch, dass ein Lokal lieber Siebendeziflaschen unter die Gäste bringt, als angebrochene (und nicht ausgetrunkene) Flaschen in die Küche stellen zu müssen, wo sie hernach den Sauerbraten ertränken.
In der Summe aber: Ein für Business Lunches hervorragend geeignetes Lokal, weil die Tische weit auseinander stehen, viel Platz für Papiere und Dokumente zulassen – aber nicht für Mobiltelefone. Die bittet man auszuschalten, und das ist recht so. Schliesslich ist man zum Essen hier und nicht zum Telefonieren. Sollte es trotzdem mal piepsen, würde die trefflich geschulte und erlesen höfliche Bedienung den Gast diskret darauf aufmerksam machen. Carlo Bernasconi [email protected]
Hotel Eden au Lac Utoquai 45
8023 Zurich
Tel. 01 266 25 25
Fax 01 266 25 00
Parkplätze im nahen Parkhaus Utoquai
Kolumne 3 SMS à je 60 Zeichen
Von Carmelo Buffoli
Die rasante Entwicklung der letzten Jahre hat im Bereich der Technik gewaltige Möglichkeiten geschaffen. Arbeiten, die bis anhin enorm Zeit raubend waren, benötigen heute einen Bruchteil des ursprünglichen Aufwands. Diese Entwicklung hat selbst vor der Werbebranche nicht Halt gemacht, sodass auch wir Werber davon profitieren können, oder – sagen wir besser – davon profitieren könnten. Immer wieder stelle ich jedoch fest, dass diese genialen Mittel nur teilweise genutzt werden.
Allein die grosse Hektik in der Branche schreit nach Mitteln, die einem die Arbeit erleichtern. Projekte in kürzester Zeit umsetzen, Konzepte im letzten Moment erarbeiten und übermitteln – mit herkömmlichen Methoden sind solche Aufträge kaum mehr zu bewältigen. Dazu möchte ich gerne ein Beispiel anführen. Vor wenigen Wochen erhielten wir den Auftrag, ein aufwändiges Konzept zu erarbeiten. Der Kunde benötigte dieses, fertig ausgearbeitet, bereits am nächsten Tag. Ich hatte damit kein Problem und beruhigte den unter Termindruck stehenden Kunden. Ich habe dann in aller Ruhe konzipiert, geschrieben, umgesetzt und aufgebaut und das 12-seitige Konzept in allerletzter Minute per SMS gesendet. Nach herkömmlicher Methode hätte der Auftrag eine schier unmögliche Leistung bedeutet, dank neuster Handytechnologie war es für mich jedoch ein Leichtes.
Viele Netzanbieter offerieren übrigens 3 Gratis-SMS à je 60 Zeichen pro Tag. Dank weltweiten Websites mit ähnlichen Angeboten bin ich heute daher in der Lage, Arbeiten obgenannten Umfangs gratis zu übermitteln. So kann ich zeitlich knapp bemessene Aufträge problemlos erledigen, und das erst noch kostengünstig. In diesem Sinne appelliere ich an alle BranchenkollegInnen sich mehr der heutigen technischen Möglichkeiten zu bedienen. Gerne stehe ich auch mit weiteren Tipps zur Verfügung.
[email protected] Carmelo Buffoli ist Inhaber von Buffoli und Partner GmbH, ASW.
