EU macht Werber nicht mehr froh

Die Europäische Kommission (EK) verteidigt ihre im Juli publizierten Massnahmen gegen irreführende Lebensmittelwerbung.

Die Europäische Kommission (EK) verteidigt ihre im Juli publizierten Massnahmen gegen irreführende Lebensmittelwerbung.Werbeverbote Laut EK darf künftig nur mit gesundheitlichen Vorzügen geworben werden, wenn diese nachweisbar sind. In der Berichterstattung darüber sei es zu «Missverständnissen» gekommen, klagt die EK. Slogans wie «Haribo macht Kinder froh» seien weiterhin erlaubt, weil sie keine gesundheitsbezogenen Aussagen machten. Vage Angaben wie «verbessert das Gedächtnis» soll es dagegen nicht mehr geben.

Sag mir, was du liest, und ich sag dir, was du kaufst

Die Mach Basic enthält unter anderem auch Basisdaten über Produktinteressen der Mediennutzer. Wer sich jedoch detaillierter mit den Zielgruppen auseinander setzen will, muss auf die Mach Consumer zurückgreifen. Diese ist mit Daten aus über 11000 Inte

Die Mach Basic enthält unter anderem auch Basisdaten über Produktinteressen der Mediennutzer. Wer sich jedoch detaillierter mit den Zielgruppen auseinander setzen will, muss auf die Mach Consumer zurückgreifen. Diese ist mit Daten aus über 11000 Interviews die grösste Konsumstudie der Schweiz. Darin werden Kaufverhalten und Mediennutzung der Schweizer Bevölkerung miteinander verknüpft. Die Studie zeigt neben dem Einkaufsverhalten der jeweiligen Zielgruppe auch auf, mit welchen Titeln diese Gruppen am effizientesten erreicht werden können.Wer ein Produkt auf den Markt bringen will, informiert sich vorab über Bedürfnisse, Neigungen und Gewohnheiten von Konsumentinnen und Konsumenten. Deshalb benötigen Marketingstrategen Forschungsergebnisse, die das Konsumverhalten näher beleuchten. Für die werberelevanten Märkte, die in der Mach Consumer erfasst sind, finden sich Informationen unter anderem darüber: Wie viele Konsumenten kaufen ein bestimmtes Produkt oder nutzen eine bestimmte Dienstleistung? Welche Ladengeschäfte suchen sie auf? Zudem enthält die Mach Consumer auch Daten über die Mediennutzung der Zielgruppen. Die Ergebnisse der Mach Consumer stammen aus einer repräsentativen Stichprobenbefragung der Schweizer Wohnbevölkerung ab 14 Jahren. Regelmässig und übers ganze Jahr verteilt werden rund 23000 Telefon-Interviews geführt, um das Medienverhalten der Schweizerinnen und Schweizer zu erforschen. Die Ergebnisse dieser Interviews werden in der Mach Basic, der Schweizer Reichweitenstudie, publiziert. Alle zwei Jahre gibt die Hälfte der jährlich interviewten 23000 Personen schriftlich über ihr Konsumverhalten Auskunft und beantwortet dazu einen ausführlichen Fragebogen, der sich mit allen werberelevanten Teilmärkten befasst. Die Auswertung dieser Fragebögen wird in der Mach Consumer publiziert. In den Zwischenjahren, in denen das Konsumverhalten nicht neu erforscht wird, werden die Medienwerte der jährlich neu erhobenen Mach Basic angepasst. Weitere Informationen sind zu finden unter www.wemf.ch.
Autos
Stark interessiert an Autos, 18- bis 34-j, HHE 8000+
Affinität ggü. Reichweite innerh. Projektion
Grundgesamtheit Zielgruppe (in %) ’000
Facts 166 21,3 49
NZZ-Folio 105 16,4 38
Film demnächst 228 15,6 36
Bilanz 134 15,0 35
Jugendpool Basic 355 14,3 33
Die Weltwoche 103 11,0 25
Das Magazin 76 9,3 21
Cosmopolitan 186 9,1 21
Schöner Wohnen 78 9,0 21
Annabelle 81 7,2 16
Good News Magazin 187 5,5 13
Bolero 109 2,6 6
Hochparterre 104 1,3 3
Quelle: Mach 2003
(WW)

Raichle wandert zu Spillmann Felser

Nach einer Konkurrenzevaluation hat sich die Bergschuhmarke Raichle für die Zusammenarbeit mit der Zürcher Werbeagentur Spillmann Felser Leo Burnett (SFLB) entschieden. Der Etat umfasst unter anderem eine Kampagne, die in Europa und Amerika zu sehen

Nach einer Konkurrenzevaluation hat sich die Bergschuhmarke Raichle für die Zusammenarbeit mit der Zürcher Werbeagentur Spillmann Felser Leo Burnett (SFLB) entschieden. Der Etat umfasst unter anderem eine Kampagne, die in Europa und Amerika zu sehen sein wird. Die renommierte Marke wurde im April von der Schweizer Mammut Sports Group übernommen. Gemäss Brand Manager Stefan Merkt will Raichle vor allem in den USA wachsen.

Ein Buch, eine CD, ein Fest

Rechtzeitig zur Frankfurter Buchmesse kommt auch mal wieder ein kluges Buch eines Schweizer Autors auf den Markt – abgesehen von einigen Standardwerken der Kochkunst, bei der wir uns bekanntlich schon länger auf hohem Niveau bewegen. Es ist allerding

Rechtzeitig zur Frankfurter Buchmesse kommt auch mal wieder ein kluges Buch eines Schweizer Autors auf den Markt – abgesehen von einigen Standardwerken der Kochkunst, bei der wir uns bekanntlich schon länger auf hohem Niveau bewegen. Es ist allerdings weder von Muschg, noch von Weber, sondern von Jean Etienne Aebi. Mit «Einfall oder Abfall – was Werbung warum erfolgreicher macht» legt der CCO von Publicis ein über vierhundert Seiten starkes Buch vor, das den Namen starkes Werk verdient. Oder, um es in ADC-Begriffen auszudrücken: Ziemlich wegweisend!Der im Verlauf seiner Karriere von ebendiesem ADC vielfach bewürfelte Starwerber bot für den Vernissagenevent den Mitwerber Frank Baumann fürs Podiumsgespräch auf. Was war Aebis Motivation, ein Buch über Werbung zu schreiben, wollte Baumann wissen. Eigentlich sei, so Aebi, das Buch aus Wut entstanden, denn seit über dreissig Jahren ärgere er sich über schlechte und schlecht gemachte Werbung.
Erstaunlich übrigens, dass trotz der gleichzeitig stattfindenden Pressekonferenz der Rolling Stones so viele Gäste gekommen seien, witzelte Aebi danach, derweil auch Baumann zur Höchstform auflief – ein verbaler Steilpass folgte dem nächsten. So Aebi beispielsweise im Verlauf des Gesprächs: «Es handelt sich ganz sicher um ein globales Standardwerk.» Darauf Baumann: «Ein ideales Kundengeschenk also.» Und danach augenzwinkernd: «Die Idee mit dem Buch ist an und für sich sogar genial, die meisten anderen haben ja als Eigenwerbung lediglich eine Broschüre.»
Wie schon an der Vernissage zu spüren: Neben viel Lob wird Aebi – wie auch die Kameradenhäme gewiss sein. Von wem sie letztlich kommen wird, sei vorerst dahingestellt. Jedenfalls waren folgende Leute am Premierenanlass zugegen und sind für die Kritik bereits in den Startlöchern: ADC-Primus Andreas Prokesch mit Partnerin Manuela Prokesch, Euro-RSCG-CEO Frank Bodin, Jean Etiennes Bruder Geri Aebi, CEO bei Wirz, Wirz-CD Hans-Peter Schweizer und Wirz-VR-Präsident Hansueli Schweizer, Beraterin Gerda Schröck, Mike Weber, Werbeleiter bei Swisscom Mobile, Consultant Urs Peter Naef, Medard Meier, Galerist Andy Illien, Ivan Schultheiss von der APG, Jean-Pierre Reinle, ADC-Geschäftsführerin Helen Müller, Hélène Sonderegger von Universal-McCann, Cem Capanoglu und viele andere – mehr oder weniger – Kreative.
Fazit der Buchvernissage: Alle versuchten, Aebi nachzueifern und gescheit über Werbung zu reden, was nicht überall gelang. Aber die nicht so beredten Zeitgenossen haben ja jetzt ein beinahe unerschöpfliches Nachschlagewerk zur Verfügung.
Hoch zu und her gings am selbigen Abend auch im Zürcher Kaufleuten. Das Zürcher Kult-Duo Yello lud zur Premiere der neuesten CD. Und wie immer, wenn Dieter Meier und Boris Blank eine CD-Party feiern, war tout Zürich auf den Beinen. Ein idealer An- und Abschluss des Abends, der mit Aebis Buchvernissage schon gut begonnen hatte.
Edel und gepflegt lautete das Motto am traditionellen Jahresfest der NZZ an der Falkenstrasse tags darauf. Wer etwas auf sich hält, war da. In seiner Begrüssungsrede reihte ein gut gelaunter Marco de Stoppani ein Bonmot ans andere. So gedenke er, bei der NZZ noch einiges zu erledigen – auch wenn ihn die Konkurrenzmedien dauernd frühpensionieren wollen. Diese, frotzelte er weiter, würden ja keine Gelegenheit verpassen, das baldige Ende der NZZ am Sonntag vorherzusagen. Aber, so der NZZ-Direktor:
«Wir sind für das Durchstehen von Durststrecken mehr als gerüstet.» Und abschliessend, mit einem herzlichen Dankeschön an die Lieferanten verbunden: «Die NZZ baut für die Ewigkeit. Sorgen Sie deshalb dafür, dass Sie den Aufschwung nicht verpassen!»
Sollte es der NZZ je einmal wirklich schlecht gehen: Man könnte immer noch das schönste Personalrestaurant, das Zürich je gesehen hat, in einen In-Club umfunktionieren. Die Lage im Seefeld wäre ideal. Nicht von ungefähr wird ja kolportiert, dass es Kunden geben soll, die in der NZZ buchen, damit sie von den Kundenberatern ins NZZ-Bistro (mit gut bestückter Bar) eingeladen werden. Die «Kantine» hat nichts vom angestaubten Ambiente, das man üblicherweise in solchen Etablissements antreffen kann.
Nicht für die Ewigkeit, aber doch wenigstens für ein paar Tage hielt auch der Eindruck des superben Caterings von Gianni Segantini an, quasi Hoflieferant der NZZ-Jahrespartys. Um in den folgenden Tagen nicht gleich wieder in die Niederungen der bürgerlichen Küche abzutauchen, hätte man das Budget schon arg strapazieren müssen. Das Essen hatte Sterne-Niveau. Stupend, was die Cateringcrew für die über 300 Gäste auf die Teller zauberte. Nur ein kleiner, stellvertretender Auszug aus der Liste der Gerichte, die immer wieder neu aufgetragen wurden. Thunfisch-Carpaccio, das auf der Zunge zerging – Pasta mit Trüffel, und davon nicht zu knapp – und als Finale eine Dessertsymphonie zum Dahinschmelzen.
Beat Fritschhatte letzte Woche zwei Vernissagen und einen kulinarischen Orgasmus im Terminplan stehen. Im Kunsthaus lud Jean Etienne Aebi zu einer anregenden Buchpremiere, im Kaufleuten feierten Yello eine wilde CD-Taufe. Am NZZ-Jahresfest wiederum war die Verköstigung vom Allerfeinsten, wofür
Gianni Segantini mit seinem Catering bürgt.
Wo sich die Kommunikations-, Media- und Verlagsbranche zu ihren Events trifft, orten wir an den diversen Veranstaltungen der Szene. Haben Sie schon jetzt etwas zu berichten? Greifen Sie zum Hörer (01 296 97 98) oder in die Tasten ([email protected]). Veranstaltungstipps und weitere Shortlistbilder gibt es online unter www.werbewoche.ch
Jean Etienne Aebi signierte nahezu pausenlos sein neues Buch.
Urs Beer (r.) mit Frank Baumann – Letzterer sprach mit Aebi vor dem Publikum über Werbung und Bücher mit Werbung drin.
Markus Pekeler (M.) und Cary Steinmann (r.), mit Markus Gut, hatten News: Steinmann ist ab sofort in der GL von TBWA zu finden.

Karl Lüönd (l.), Leiter des Medieninstituts der Schweizer Presse, mit einem langjährigen Weggefährten der Branche, Walter Bosch.
Liessen sich die Vernissage von Kollege Aebi nicht entgehen: Werbe-Doyens Gebi Schregenberger (l.) und Domenic K. Geissbühler.
Ebenfalls im Vortragssaal des Kunsthauses gesehen: Iris Ruprecht (r.), Soda, und Petra Bottignole, Publicis.
Das «globale Standardwerk» über Werbung interessiert auch Medialeute: Andi Gedenk (l.) und Dietmar Bemberg von Optimedia.
Stellvertretend für all die Schönheiten an der Yello-Party in der Kaufleuten-Himmelbar: Zineta Blank (r.) und Fiona Hefti.
Hat mal wieder einen Wurf gelandet: Boris Blank, musikalisches Hirn des kultigen Schweizer Pop-Duos Yello.
Gute Laune bei der Release-Party im Kaufleuten, so auch bei Hubertus Prinz von Hohenlohe (l.) und Christoph Guye.
Der Zeitungsständer – stramm und schön rausgeputzt wie der Rest der Crew am NZZ-Jahresfest.
Marco de Stoppani (r.) und Tobias Trevisan waren voll des Lobes für die Verantwortliche des Jahresfests, Marianne Läderach.
NZZ-Chefredaktor Hugo Bütler und Martin Spillmann, stv. Chefredaktor der NZZ am Sonntag, mit J. Pepe Wiss (v. l.), Bund-Verlag.
Die Vorgesetzten nennen sie die Perlen von der Falkenstrasse: Grazia Ganci, Corinne Baumberger und Antonella Mezzena (v. l.).
Viviane Rauch-Lyoth mit den Marketing Executives Michèle Chevin (l.), JPMorgan Fleming, und Jeannine Meier (r.), British Airways.
Freuten sich über die Rückkehr von Natalie Schneider ins Werbefach: Hans Siegwart (l.) und Markus Bircher von By Heart.
Marketingleiter Christoph Bauer (l.) und Verkaufsleiter Marcel Kohler bilden das verkaufstechnische Rückgrat der «Alten Tante».
Jean-Marc Meyer, stv. CD bei Lang Gysi Knoll, und Jean-Marie Egger (r.) von Publicis an der NZZ-Bar mit Sonja Hürlimann.
Können beide ein Liedchen von den Freuden und Leiden eines Agenturleiters singen: Peter Felser (l.) und Fredy Collioud.
Gerry Stadler (l.) von MPG sah man im extra aufgestellten Festzelt mit NZZ-Kundenberater Stefan Bernet.
Team von Mediaedge:CIA – Planerinnen Katja Stoffels (l.) und Laurence Saas (r.) mit Assistentin Caroline Landolt.
Verstehen es, sich an gepflegten Branchenevents jeweils bestens zu unterhalten: Sacha Baer (l.) und Thomas Hinderling.
Waren vom Essen am NZZ-Fest absolut begeistert: Daniela Hotz (l.) von V-Zug und Lisa Meyerhans, Bank Vontobel.
Hatten beim Catering «keine Fragen» – Reto Gadient, Director Marketing bei UBS Investment Bank, und Monica Marchesi.

Alldays on the rocks

Aufgefallen Drei Sachen kennen alle Werber: Aida, Dagmar und den englischen Humor. Im Unterschied zu den zwei alten Damen der Werbetheorie hat der insuläre Witz nichts von seiner Vitalität eingebüsst.

Cocktailbar Drei Sachen kennen alle Werber: Aida, Dagmar und den englischen Humor. Im Unterschied zu den zwei alten Damen der Werbetheorie hat der insuläre Witz nichts von seiner Vitalität eingebüsst.Cocktailbar Drei Sachen kennen alle Werber: Aida, Dagmar und den englischen Humor. Im Unterschied zu den zwei alten Damen der Werbetheorie hat der insuläre Witz nichts von seiner Vitalität eingebüsst. Das hat allerdings auch Nachteile. Zu viele Kontinental-Kreative
fühlen sich dazu berufen, den englischen Schalk nachzuahmen. Nur kann unser Humor niemals so trocken sein, weil wir das üblicherweise
garstige britische Klima nicht kompensieren müssen. Die Folge solcher Selbstüberschätzung sieht man in der Anzeige für die neuen Slipeinlagen von Allways – Alldays extra. So wie der Hersteller dem hauchdünnen Nichts das «gewisse Extra» hinzugefügt hat, so hat auch der kreative Barkeeper eine Extraportion Humor über die Werbeidee gegossen. Die Saugkraft, die wir bisher nur von «Zewa-wisch-und-weg» kannten, demonstriert er eindrücklich mit einem knochentrockenen Slip im Cocktailglas. Nur: Der gewisse Drink für die gewissen Tage überzeugt schon beim ersten Nippen nicht ganz. Ob Aida und Dagmar in ihrem gesetzteren Alter Geschmack am textil-faserigen Gout der «Spirituose» finden, darf bezweifelt werden.
(la)

Kunst am Paket für die Post

Servicemarketing Die Post will nach dem Fall des Paketmonopols Anfang 2004 ihre Marktführerschaft wahren und setzt dazu auf LangGysiKnoll.

Servicemarketing Die Post will nach dem Fall des Paketmonopols Anfang 2004 ihre Marktführerschaft wahren und setzt dazu auf LangGysiKnoll.
Die vollständige Liberalisierung des Paketmarktes am 1. Januar 2004 stellt die Post vor grosse Probleme. Die private Konkurrenz hat seit der ersten Teilliberalisierung das lukrative B2B-Geschäft entdeckt. Das Paketvolumen der Mitbewerber vergrösserte sich in den letzten Jahren bis auf gut ein Viertel des Marktes. Obwohl auf Jahresbeginn für den Transport von Paketen unter zwei Kilogramm wegen der tieferen Marge keine Intensivierung des Wettbewerbs erwartet wird, droht den «Pöstlern» Gefahr. Der kostenintensive Monopolbereich hat erneut das grösste Loch in die defizitäre PaketPost-Kasse gerissen. Und die Aussicht, dass bisherige Firmenkunden bald das oft kostenlose Probeangebot der Mitbewerber prüfen und auf den Geschmack kommen könnten, dürfte auch nicht gerade ermutigend sein. Ob die letztjährige Ergebnisverbesserung – eine Reduktion des Defizits auf 76 Millionen Franken – das Unternehmen dem angepeilten Ziel näher bringt, 2005 schwarze Zahlen zu schreiben, hängt nicht zuletzt vom Marktauftritt der Konkurrenz ab. Wachstum ist im schrumpfenden Schweizer Paketmarkt (–7% seit 2001) nur noch auf Kosten anderer möglich.So hat etwa die Direct Parcel Distribution, besser bekannt unter der Marke DPD, im Franchise-Land Schweiz selbst im rückläufigen Paketmarkt stark zugelegt (2002: +15%). Damit erreicht die französische Geopost-Tochter, die seit zehn Jahren in der Schweiz tätig ist, einen Marktanteil von rund acht Prozent. DPD-Marketing- und -Verkaufsdirektor Gregor Menzi: «Auf den bevorstehenden Teilabbau des Monopols werden wir kaum mit einer aggressiven Kampagne reagieren, sondern das Preis-Leistungs-Verhältnis weiter verbessern und auf Mundpropaganda, persönlichen Verkauf sowie auf hochkarätige Anlässe setzen.»
DHL, die zweitgrösste PaketPost-Konkurrentin, hat im hiesigen Markt laut Media Relations Manager Mirjam Steiner «selbst in der schwierigen Wirtschaftslage ein Wachstum von über zehn Prozent verzeichnet». Steiner erhofft sich zwar von der Marktöffnung eine weitere Vergrösserung des Paketvolumens. Allerdings verbleibe nach wie vor der Paketpostbereich unter einem Kilogramm im staatlichen Monopol, sagt sie. Und: «So- lange die Schweizer Post über Wettbewerbsvorteile verfügt wie die Ausnahmeregelung im Nachtfahrverbot, kann nicht von einem
vollständigen Fall des Monopols gesprochen werden.» Entsprechend werde DHL ihre Stärken im globalen Transport- und Logistik-Know-how weiterhin mit der «More Power»-Kampagne vermitteln, die die Troika DHL Worldwide Express, Danzas und Euroexpress visualisiert.Bis ins hinterste Tal
Während ein Privatunternehmen sich den Abbau des «poor dog» in seinem Portfolio längst überlegt hätte, muss die PaketPost mit dem Service-public-Auftrag das Beste daraus machen. Aber auch der verbreiteten Angst der Konsumenten vor einem Abbau des Poststellennetzes will sie mit einer Strategie der Qualitätsführerschaft begegnen. «Mit dem dichtesten Annahmenetz und einer leistungsfähigen Infrastruktur bieten wir zuverlässige Dienstleistungen an, verarbeiten die Pakete schonend und stellen diese auch ins hinterste Tal zu», bringt Daniela Diethelm, bei der PaketPost verantwortlich für die Kampagne, die Positionierung des Unternehmens auf den Punkt.
«Auf Grund dieser Ausgangslage haben wir ein Konzept entwickelt, welches das Selbstbewusstsein des Leaders verströmt, ohne überheblich zu wirken», sagt LangGysiKnoll-Beraterin Nicole Huber. Claudia Zechner, ebenfalls Beraterin beim Etat: «Die Kampagne sollte die Kundenbedürfnisse in den Vordergrund stellen und die PaketPost als Problemlöser darstellen.»
Die Berner Agentur suchte bekannte Unternehmen, die den Service der Post in Anspruch nehmen und glaubhaft für deren Vorteile werben: Brütsch-Rüegger für die Pünktlichkeit, Provins Valais für das flächendeckende Verteilnetz und die Glasi Hergiswil für das sorgfältige Handling. «Stellvertretend für die verschiedenen PostPaket-Kunden haben wir bei diesen Firmen Hunderte gelber Pakete in
deren Fabrikhallen und Lager aufgestellt», erinnert sich AD Stephan Wittwer an die Shootings. In ungewohnter Umgebung entstanden spannende «Paketbilder», die an Land-Art-Installationen erinnern und im Anzeigenumfeld auffallen. «Ein moderner Auftritt des Marktleaders», kommentiert der Art Director stolz.
Bessere Effizienz: Die PaketPost generierte 2002 einen Umsatz von 710 Millionen Franken, indem sie täglich 500000 Pakete oder jede Sekunde 18 verteilt hat.
Luca Aloisi

Best of «MusicStar» auf Viva Schweiz

Am Freitag vergangener Woche lancierte SF DRS «MusicStar», seine eigene Ausgabe einer Gesangs-Castingshow.

Am Freitag vergangener Woche lancierte SF DRS «MusicStar», seine eigene Ausgabe einer Gesangs-Castingshow.Musik-TV Ab sofort bis 5. Oktober läuft die Anmeldefrist für die Castings. SF DRS geht fürs neue Format eine Reihe von Partnerschaften ein. Punktuell will der Sender mit nationalen und regionalen Medien zusammenarbeiten. So mit Viva Schweiz: Der Musiksender wird in verschiedenen Gefässen übers neue Format berichten, ausserdem sollen die besten «MusicStar»-Clips ins tägliche Viva-Programm integriert werden.

Comparis.ch macht wieder Bannerwerbung

Internet Der Onlinevergleichdienst Comparis.ch hat seine Webplattform einem sanften Redesign unterzogen und den personalisierten Bereich ausgebaut.

Internet Der Onlinevergleichdienst Comparis.ch hat seine Webplattform einem sanften Redesign unterzogen und den personalisierten Bereich ausgebaut.Zudem kann auf der Site des Vergleichdiensts wieder Bannerwerbung geschaltet werden. Die Plattform hat laut der MA Comis 2003 einen Nutzerkreis von 462000 Personen und eine Reichweite von 17,9 Prozent. Damit liegt sie auf Rang 9 der (erhobenen) Schweizer Websites.

Virus für Wasser

Virus Ideenlabor betreut neu die deutsche Grünbeck AG im Schweizer Markt.

Virus Ideenlabor betreut neu die deutsche Grünbeck AG im Schweizer Markt.Die Bieler Kommunikationsagentur wurde vom Hersteller von Wasseraufbereitungs- und -enthärtungsanlagen mit der Ausarbeitung und Umsetzung eines Kommunikationskonzeptes beauftragt.

Neue Presse-Typologie

Print Der Verband Schweizer Presse (VSP) hat eine neue Typologie der Schweizer Printmedien entwickelt.

Print Der Verband Schweizer Presse (VSP) hat eine neue Typologie der Schweizer Printmedien entwickelt.Künftig unterscheidet er «Tages-, regionale Wochen- und Sonntagspresse», «Publikums-, Finanz- und Wirtschaftspresse», «Spezialpresse» und «Fachpresse». Ab 2004 soll die Systematik auf alle wichtigen Publikationen angewandt werden. Seit
1. Oktober sind ausführliche Informationen auf www.vsw-assp.ch erhältlich.

AdRating

«Graubünden»

«Graubünden»Der Ostschweizer Kanton will nicht mehr nur Ferienecke sein und krempelt sein Image um. AdRater mit und ohne Urlaubsgelüste bewerten die Kampagne auf www.werbewoche.ch/adrating.
Swiss ReAdRaters mussten sich nicht erst bei ihrer Werbeerfahrung rückversichern, was sie gut fanden: die Fotos oder die Kampagne?
Top 36,52%Flop 63,48%

Bakom lanciert Kampagne für das Internet

Service public Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) will trotz hoher Internetpenetration mit einer Kampagne weitere Bevölkerungskreise ansprechen,

Service public Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) will trotz hoher Internetpenetration mit einer Kampagne weitere Bevölkerungskreise ansprechen,Service public Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) will trotz hoher Internetpenetration mit einer Kampagne weitere Bevölkerungskreise ansprechen, die noch eine unterdurchschnittliche Internetnutzung aufweisen. Dazu führt der Bund im Oktober eine Kampagne unter dem Titel «Tour-de-Clic.ch» durch. Zielgruppe sind vor allem ältere Menschen sowie Personen mit geringer formaler Bildung. Ein mit PCs ausgestattetes Infomobil fährt während drei Wochen durch die Schweiz.
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