Gegen «visuelle Verschmutzung»

Werbeverbote I Der Grosse Rat des Kantons Genf hat eine Peti-tion entgegengenommen, die eine Reduktion der Plakatstellen sowie eine Kontrolle des Werbeinhaltes verlangt.

Werbeverbote I Der Grosse Rat des Kantons Genf hat eine Peti-tion entgegengenommen, die eine Reduktion der Plakatstellen sowie eine Kontrolle des Werbeinhaltes verlangt.Die Absender der Petition nennen sich StopAbuPub. Näheres über diese Gruppe ist nicht bekannt. Unterzeichnet wurde die Petition von 1293 Menschen. Diese haben «das Gefühl, wir seien überschwemmt von visueller Verschmutzung, die wir niemals verlangt haben und die immer weiter zunimmt».

JobChange

Die Zürcher PR-Agentur Peter Bütikofer & Company integriert per Anfang 2004 die Agenturen CIPR in Genf und Loepfe & Partner in Zug in ihr Netzwerk. Der langjährige CIPR-Inhaber und -Geschäftsführer Jean-Claude Delaude wird weiterhin die Geschäfte

Die Zürcher PR-Agentur Peter Bütikofer & Company integriert per Anfang 2004 die Agenturen CIPR in Genf und Loepfe & Partner in Zug in ihr Netzwerk. Der langjährige CIPR-Inhaber und -Geschäftsführer Jean-Claude Delaude wird weiterhin die Geschäfte in Genf leiten. Loepfe & Partner verlegt den Standort von Zug nach Zürich. Agenturgründer Steven Loepfe wird per 1. April neuer Geschäftsführer von Peter Bütikofer & Company.
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Ab Anfang Dezember leitet Christina Muggli (Bild) die Abteilung Marketing & Sales der Pizolbahnen AG. Sie übernimmt die Nachfolge von Sabine Lendi, welche die Stelle Ende September auf eigenen Wunsch verlassen hat. …
Die auf Medienforschung und -beratung spezialisierte Agentur
Publicom baut die Geschäftsleitung aus. Neu unterstützt Stefan
Thommen den bisherigen Geschäftsführer René Grossenbacher bei der Leitung und Weiterentwicklung des Unternehmens.
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Unter dem Namen The PR Factory hat Andrea Miolo-Eberhard eine neue Kommunikationsagentur in Zürich gegründet. Sie war zuletzt stellvertretende Agenturleiterin bei der Dr. Peter P. Knobel AG in Zug.
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Die Zürcher Kommunikationsagentur Prime Communications hat Matthias Städeli als Leiter Marketing Communications verpflichtet.
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Der Schweizer Gestalter Markus Thommen übernimmt Anfang
November die Art Direction der deutschen Frauenzeitschrift Brigitte.
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Das National Associations Council des europäischen Verbands der Kommunikationsagenturen (EACA) hat Walter Merz zum Präsidenten für das Geschäftsjahr 2003/2004 ernannt. Der BSW-Geschäftsführer löst Henning von Vieregge ab, den Hauptgeschäftsführer des deutschen GWA. Designierter Nachfolger von Merz ist Hamish Pringle, Direktor des englischen Verbandes IPA.
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Ueli Walther ist ab sofort nicht mehr Mitglied der Chefredaktion Blick. Die Trennung erfolgt im gegenseitigen Einverständnis. Er stiess 1995 als Redaktor von Cash zu Ringier und wechselte im September 2000 in die Blick-Chefetage.

Orange8 gewinnt drei Neukunden

Die Bieler Internetagentur Orange8 Interactive AG hat die Ausschreibungen von drei Webprojekten gewonnen.

Die Bieler Internetagentur Orange8 Interactive AG hat die Ausschreibungen von drei Webprojekten gewonnen.Der Haushaltgerätekonzern Electrolux Schweiz will die Struktur und das Design der Internet- und Extranetsites der Marken Electrolux, AEG, Therma und Zanussi auffrischen und um neue Funktionalitäten ergänzen. Die Bieler Hochschule für Architektur, Bau und Holz (HSB) lässt ihre Kommunikations-instrumente (Internet, Extranet und Intranet) überarbeiten. Dritter Neukunde ist Peugeot Schweiz. Die Bieler Webagentur ist für das neue Design der Website des Automobilherstellers beigezogen worden.

Der Saft zur Wahl

Bier Diese Erkenntnis fehlte den Wählern und Kandidaten noch: Auch vor, während und nach den National- und Ständeratswahlen gibt es viele Gründe anzustossen.

Bier Diese Erkenntnis fehlte den Wählern und Kandidaten noch: Auch vor, während und nach den National- und Ständeratswahlen gibt es viele Gründe anzustossen.Zum Beispiel auf eine demo-kratisch-arithmetische Errungenschaft für Wählerinnen und Wähler und alle, die gewählt werden möchten: aufs Kumulieren und Panaschieren. Mit diesem aktuellen Sujet wirbt Feldschlösschen zurzeit in der ganzen Schweiz. «Gemeint ist natürlich nicht das Panaschieren mit Bier und Citro», meint Peter Brönnimann, Texter bei der Agentur Spillmann Felser Leo Burnett in Zürich. Trotzdem dürfte das häufig so verstanden werden, denn gemäss einer Studie wissen nach wie vor viele potenzielle Urnengänger nicht, wie man auf seinem Wahlzettel einen Biertischpolitiker mit einer Zitrone mischt.

Scout 24 hilft Print

Der Inserateplattformbetreiber Scout 24 ermöglicht seinen Kunden neu, ihre Inserate zugleich in Printmedien zu schalten.

Der Inserateplattformbetreiber Scout 24 ermöglicht seinen Kunden neu, ihre Inserate zugleich in Printmedien zu schalten. Er ist dazu eine Kooperation mit dem Anzeigenvermittler Publicitas eingegangen. Mit der Software «Mediamanager» können Kunden ihre Online-Inserate am Bildschirm selber nach Layout- und Preisvorstellungen gestalten und direkt an Publicitas übermitteln, welche die Disposition in den gewünschten Printmedien vornimmt. Der neue Service steht allen Kunden von Autoscout 24 und Immoscout 24 zur Verfügung und ist in den Grundfunktionen kostenlos.

Kein Spott für Spots!

Letzte Woche war es endlich so weit, die Freunde von guter Kino- und TV-Werbung atmeten auf.

Letzte Woche war es endlich so weit, die Freunde von guter Kino- und TV-Werbung atmeten auf.Mit einem breit angelegten Premierenevent in der Maag-Musical-Hall begann die Schweizer Tournee der Cannes-rolle mit den prämierten Arbeiten des diesjährigen Werberfestivals. Die Verantwortlichen der Schweizer Repräsentantin Cinecom beschlossen, zum 50-Jahr-Jubiläum der Werber-WM den Anlass auszubauen, und nahmen die Rolle gleich an drei aufeinander folgenden Tagen ins Programm.Während am ersten Abend geladene Gäste aus der Wirtschaft mit den Notabeln der BSW-Agenturen gebannt den Erläuterungen der deutschen Werbefilmlegende Hermann Vaske folgten, gehörte die zweite Nacht den Legionen von ADs, Textern, Beratern, Assistenten, Produktionern und Empfangsdamen, welche die Werbung ebenfalls als ihr täglich Brot betrachten – und das waren dann doch knapp tausend Besucher.
Den krönenden Abschluss bildete die Cannes-Party am Mittwoch, die im Schiffbau mit Musik von DJ Arnold Meyer über die Leinwand ging. Knapp vierhundert Gäste waren zugegen, um sich nochmals so richtig mit Werbung berieseln zu lassen. Das Konzept von Cinecom ging auf. Im Schiffbau lief die Rolle ohne Ton, parallel dazu konnte man sich die Filme im Maag-Areal mit Geräuschkulisse reinziehen; es herrschte ein reges Kommen und Gehen an beiden Orten.
Nicht nur Spots gabs übrigens zu sehen, sondern auch die Sieger des Press-&-Outdoor-Wettbewerbs, der von Publimedia tatkräftig unterstützt wird. Für die Präsentation der Originalsujets, die momentan auf Welttournee sind, fand man keine andere Lösung, als die prämierten Plakate und Inserate auf zwei langen Korpussen auszubreiten. Dass sich diese Flächen gleichzeitig als idealer Abstellplatz für Gläser anboten, bereitete Cinecom-Marketingleiter Jean-Claude Bruhin anfangs zwar noch etwas Kopfzerbrechen, liess ihn aber mit zunehmender Dauer des Abends ziemlich kalt. Schliesslich hatte er noch in letzter Minute die Idee, die preisgekrönten Arbeiten mit einer Transparenzfolie vor auslaufendem Prosecco und anderen, weitaus klebrigeren Getränken zu schützen. Die Inserate- und Plakatvorlagen sind nämlich eben erst aus Kanada angekommen und mussten gleich nach der Zürcher Stippvisite an die Spanier weitergereicht werden.
Auch der von Christinger Partner gesponserte und von Markus Cavegn gestaltete Simmenthaler-Löwe samt Matterhorn und einer Jubiläums-Fünfzig im Käselook kam nochmals zu einem grossen Auftritt – nachdem er sich ja bereits während des Cannesfestivals eine Woche lang an der Croisette in der Sonne räkeln durfte. Und für alle, die es in Cannes noch nicht gemerkt haben, sei es jetzt offiziell: Matthias Luchsinger sieht baldigen Vaterfreuden entgegen. Und hat mittlerweile seine Alexandra klammheimlich geheiratet – seit neuestem schmückt ein sehr schöner Goldring die Hand des Cinecom-CEO (und ebenso diejenige von Frau Luchsinger).
Viel Spass hatten auch die Gäste des 1. Idée-VfW-Golfevents, der letzte Woche im M-Golfpark Otelfingen stattfand. Seit die Migros im Golfgeschäft mitmischt, ist dieser schöne Sport auch für unsereiner – und nicht nur für Agenturinhaber, Verlagsleiter und Consultants – erschwinglich geworden. Was allerdings nicht immer allen zu passen scheint, fällt doch unter ganz feinen Club-Schnöseln des Öfteren auch mal das Wörtchen Prolo-Golfer, wenn von den Neueinsteigern die Rede ist.
Von solchen Bösartigkeiten liessen sich über dreissig Ladies und Gentlemen nicht beirren, die sich gerne in die Geheimnisse des grünen Sports einweihen liessen. Neben dem Idée-VfW-Putting-Contest, der von der Werberausbildungsstätte Sawi gesponsert wurde, gab es für bereits geübte Spieler auch ein kleines Plauschturnier auf dem Kurzplatz. Zwar nahmen an dieser ersten Austragung der Idée-Golf-Trophy – sponsored by Publimedia – erst sieben Spieler teil, aber aller Anfang ist ja bekanntlich schwer. Und das von allen Seiten positive Feedback verleitete die Verantwortlichen bereits bei der Preisverteilung zum Versprechen, die Golf-Trophy nächstes Jahr in einem grösseren Rahmen wieder durchzuführen.
Vielleicht darf man dann auch diesjährige Teilnehmer des Schnupperkurses auf dem grossen Platz begrüssen. Erfahrungsgemäss sind nach solchen Events immer ein paar Leute unheilbar mit dem Golfvirus infiziert. Vielleicht Astrid Gartenmann oder Markus Bien, die als Vertreter von Publimedia teilnahmen. Oder Daniel Pauletto, der sich als Naturtalent (oder als ehemaliger Minigolf-Profi?) entpuppte und den Putting-Contest klar für sich ent-schied. Oder SonntagsZeitung-Verlagsleiterin Sandra Geiger und Hans-Peter Thoma vom Tages-Anzeiger, die dem Vernehmen nach ebenfalls viel Spass beim Schnuppern hatten. Die Angestellten von Tamedia gelten ja momentan sowieso als ein bisschen verspielt. Diese Woche begrüsst nämlich der Tages-Anzeiger, und somit auch Lokal-Verkaufsleiter Thoma, Gäste zum Tennisspiel, allerdings nur zum Zuschauen an der Swisscom Challenge in Kloten. Und nächste Woche lädt das SonntagsZeitung-Kader unter Sandra Geiger und Verkaufsleiter Daniel Pauletto zur berühmtberüchtigten Gambling Night.
Dominiert wurde das Plauschturnier übrigens von den Frauen. Sandra Haldi und Claudine Gut führten die Rangliste klar an, nur bedrängt von Leos Gerteis von NJP, der sich ex aequo mit Haldi an die Spitze setzen konnte.
Cinecom-Marketingleiter Jean-Claude Bruhin, hier mit Nicole Bohn, hatte dieses Jahr mit drei Vorführungen einiges vor.
Moderator Claudio Zuccolini (l.) sei in Hochform gewesen, meinten Roger Baur und Christian Rösch (r.) nach der Vorstellung.
Die beiden Freelancer Cornelia Bichsel und Adrian Stitzel liessen sich von den «Top of the Spots» inspirieren.
Frame-Eleven-Mitinhaber Marc Haas mit Cannes-Jurymitglied Remy Fabrikant und Jason Million (v. l.) von Sat 1 Schweiz.
Verushka Salvo (l.) und Rosa Mattia von Cinecom mit Daniel Weissbaum, GL-Mitglied beim Löwen-Sponsor Christinger Partner.
Absolute Werbefilmfreaks: Matthias Michel von Mad Dog und Thomas Schär von Filmreif mit Simon Rahm, IWC (v. l.).
Matthias Fürer (l.) vom Foodimporteur Delico mit Silvia Matter, American Express, und Alexander Fürer, Texter bei TBWA.
Auch das Cablecom-Team zeigte sich interessiert an guten Spots: Reiner Bühler, Simone Schäfer und Alain Mehmann (v. l.).
Die beiden APG-Key-Account-Berater Victor Tschuggmall (r.) und Thomas Macho mit Verkaufsassistentin Flavia Papi.
Gute «Spot»-Laune bei Barbara Litschi (l.), Beraterin Matter & Partner, mit McCann-AD Tom Kees und Theresia Nuber, freie AD.
Christine (r.) und Christian Hansen liessen mit Alexandra Luchsinger gemeinsame Cannes-Erlebnisse nochmals Revue passieren.
Von der Zürcher Eventagentur Action Agency kamen Annette Weisskopf (r.), Josy Fernando und Andi Lehner an die Cannesrolle.
Angela Cherella, VBZ-Marktkommunikation, kam mit Cornelia Löffel, SIS-Group, und Kommunikationsplanerin Susanne Notter (v. l.).
CD Dani Krieg und AD Flo Matter von Publicis dachten mit WHS-Texter Thomas Ammann (v. l.) laut über Veränderungen nach.
Christian Hermle (l.), Werbeleiter bei John Lay Electronics, mit Madeleine Hermle, TBWA, und Advico-CD Daniel Comte.
Den Meister gezeigt: Claudine Gut (l.) und Sandra Haldi von By Heart lehrten die Herren auf dem Golfplatz das Fürchten.
Lange Golfdiskussionen: Idée-VfW-Vorstand und Golfeinsteiger Heinz Egli (l.) mit Leos Gerteis, NJP-Tonstudio.
Hatten riesig Plausch während des Schnupperkurses: Verlagsberaterin Yvonne Philipp und Putting-Contest-Sieger Daniel Pauletto.
Ob Golf, Tennis oder Glücksspiel: Hans-Peter Thoma und SonntagsZeitung-Verlagsleiterin Sandra Geiger sind Spezialisten.
Wollten die ersten Golfplatzerfahrungen nicht missen: Cumi Karagülle, Jean-Christophe Francet und Roger Stemmer (v. l.).
Natalie Schneider vom Idée-VfW-Vorstand, hier mit Jürg Trösch von Linkgroup, organisierte den 1. Idée-VfW-Golfevent.
Beat Fritschhat gut lachen – jedenfalls über die Cannesrolle, die Cinecom letzte Woche gleich dreimal dem interessierten Publikum vorführte. Einmal mehr waren ganz witzige Spots darunter zu finden. Und auch der 1. Golfevent der Idée – Vereinigung für Werbekommunikation sorgte für zufriedene Gesichter. Bei den Teilnehmern, weil sich die Schnuppergolferei als Heidenspass herausstellte; beim Idée-Vorstand, weil der neue Anlass ein voller Erfolg war.
Wo sich die Kommunikations-, Media- und Verlagsbranche zu ihren Partys trifft, orten wir an den diversen Veranstaltungen der Szene. Haben Sie schon jetzt etwas zu berichten? Greifen Sie zum Hörer (01 296 97 98) oder in die Tasten ([email protected]). Veranstaltungstipps und weitere Shortlistbilder gibt es online unter www.werbewoche.ch.

Red Dot Award sucht bestes Produktdesign

Das Design-Zentrum Nordrhein-Westfalen in Essen schreibt wiederum den Red Dot Award für Product Design aus.

Das Design-Zentrum Nordrhein-Westfalen in Essen schreibt wiederum den Red Dot Award für Product Design aus.Anmeldeunterlagen sind auf www.red-dot.de erhältlich. Einsendeschluss ist am 30. Januar 2004. Der Preis wird am 5. Juli verliehen. Zur Jury gehören unter anderen Hannes Wettstein, Wolfgang Meyer-Hayoz und Ubald Klug.

Swisscom Broadcast kappt Intro-TV

Lokal-TV Der Solothurner Regionalsender Intro-TV ist nur noch in einem Teil des bisherigen Sendegebiets empfangbar.

Lokal-TV Der Solothurner Regionalsender Intro-TV ist nur noch in einem Teil des bisherigen Sendegebiets empfangbar.Lokal-TV Der Solothurner Regionalsender Intro-TV ist nur noch in einem Teil des bisherigen Sendegebiets empfangbar. Swisscom Broadcast hat die Durchleitung zum Kabelnetz gekappt, weil ihr Intro-TV rund 70000 Franken schuldet. Verstummt ist der Kabelsender in rund einem Viertel der bisher bedienten 220000 Haushalte, unter anderem in der Region Olten, wie Geschäftsführer Simon Schmidli gegenüber der Nachrichtenagentur SDA sagte. Man setze alles daran, die betroffenen Gebiete möglichst rasch wieder bedienen zu können. Laut Intro-TV kostet dies jährlich die «horrende Summe von weit über 100000 Franken», die für den Sender nicht zahlbar sei.

Texterverband empfiehlt Honorare

Der Schweizerische Texterverband Script hat neue Honorarempfehlungen für Texter veröffentlicht.

Der Schweizerische Texterverband Script hat neue Honorarempfehlungen für Texter veröffentlicht.Die rund 20-seitige Broschüre enthält neben den empfohlenen Stundenansätzen und Beispielen weitere Informationen für Auftraggeber, etwa zum Briefing oder zur Suche nach einem Texter. Sie kann gegen eine Schutzgebühr von 20 Franken auf www.scriptweb.ch bestellt werden. Verbandsmitgliedern stehen die Honorarempfehlungen auch online zur Verfügung, als Teil des neuen, browsergestützten «Werkzeugkoffers» Scripttool.ch

Porno für Boarder

Wintersport Peitsche, Straps und Lederfummel? Alles Schnee von Gestern. Die Snowboard Garage weiss, was es braucht, um den wahren Boarder auf Touren zu bringen.

Wintersport Peitsche, Straps und Lederfummel? Alles Schnee von Gestern. Die Snowboard Garage weiss, was es braucht, um den wahren Boarder auf Touren zu bringen.Sie versorgte Ende September die Boarder-Szene an der Freestyle.ch mit allerschärfster Ware. «Porno für Snowboarder» versprach der Sticker auf den ominösen schwarzen Plastiksäcken, die auf der Landiwiese verteilt wurden. Und die Erwartungen werden nicht enttäuscht: In den Säcken verbarg sich eine Ausgabe des Magazins «Geile Gipfel». Auf acht Seiten findet sich darin alles, was den ausgehungerten Boarder richtig heiss macht: Bilder von Schneebergen und Pisten, Reportagen wie «Total versaute Hänge bekennen: Wir lassen alle drüber» sowie die scharfe Kontaktbörse «Einsame Berge suchen Dich». Die Flyer wurden in einer Auflage von 3000 Stück produziert und sollen den Ruf der Snowboard Garage als kultiges Unternehmen weit ab vom Mainstream weiter festigen, wie Beat Gattiker, Verantwortlicher bei Publicis, hofft.

Die BaZ spart anders

Verlage Mitarbeiter haben zwei Tage Zeit für eigene Vorschläge.

Verlage Mitarbeiter haben zwei Tage Zeit für eigene Vorschläge.Dass Basel auch in schwierigen Zeiten «anders tickt» als die übrige Schweiz, beweist die Basler Mediengruppe (BM), die Anfang Woche ihrem Flaggschiff Basler Zeitung vorgab, jährlich 3,5 Millionen Franken zu sparen (siehe Seite 15). Dieses Ziel sei zwar unverrückbar, sagt BM-Sprecher Walter Schäfer. Doch habe die Unternehmensleitung einigen Ressortleitern, die mit ihren Kolleginnen und Kollegen spontan nach sozialverträglichen Lösungen suchen wollten, zwei Tage Zeit gegeben. Diese Woche werde über die Vorschläge entschieden. Gedacht sei primär an reduzierte Pensen oder an Frühpensionierungen. Eine solche Solidarität entspreche wohl der «baslerischen Art», so Schäfer. (mk)

Meister der Feinmechanik

Martin Fueter feiert sein 40. Dienstjahr bei der Condor Communications.

Martin Fueter feiert sein 40. Dienstjahr bei der Condor Communications.Eigentlich wollte er Automechaniker werden. Aber in einer Familie, in der bis heute ausnahmslos alle Mitglieder aus der Nachkommenschaft von Anne-Marie Blanc und Heinrich Fueter in der Medienbranche arbeiten, war das ein schwieriges Unterfangen. Das Zürcher Schauspielhaus lockte schon den Buben mit einem ersten Auftritt als Walterli in Schillers «Tell». Später wurde der Autotraum von einer Rolle als Jöggi im Spielfilm «S Vreneli vom Eggisberg» verdrängt. Zum Glück gab es bei dieser Produktion aber wochenlang schlechtes Wetter, sodass Martin doch noch von der Schauspielerei weg zu einem wenigstens halbwegs technischen Beruf fand. Während das Filmteam in den Bergen tagelang auf Sonne wartete, brachte dem damaligen Mittelschüler eine junge Standfotografin das Entwickeln von Fotos bei. Im Badezimmer des Hotels hätten sie stundenlang zusammen «bädelet». Zurück im Condor-Haus richtete sich Fueter gleich ein richtiges Labor ein. Die Berufung war gefunden. Aus dem Fotografen wurde ein Kameramann – auf autodidaktischem Weg. Schliesslich führte ihn die Laufbahn zum Assistenten, Cutter, Regisseur und final zum Produzenten. Heute blickt er auf sein Mitwirken bei mehr als 3000 Filmen zurück.
Seine ersten professionellen Arbeiten waren Reportagen, die Martin Fueter noch während der Gymnasialzeit jeweils am Wochenende drehte. Etwa einen Klatschfilm über Jackie Kennedy mit ihren Kindern beim Skifahren. Hier stahl der junge Reporter allen anderen Paparazzi in St.Moritz die Show, weil er auf seinen Skiern rückwärtige Spitzen montiert hatte und damit immer noch besser als die Präsidentengattin zu fahren wusste. «Das habe ich bei Art Furrer gelernt», erinnert sich Fueter – und man ahnt, dass er noch stundenlang in Anekdoten schwelgen könnte.
Mehr als eine Fussnote der Filmgeschichte wurde aus seiner Idee, 1965 bei Condor eine eigene Commercials-Abteilung einzurichten. Als das Fernsehen nach Einführung von Werbung immer mehr Spots benötigte, hatte Martin Fueter «die Lücke erkannt». Für seinen Vater war das zwar «als Reklame» verschrien. Der Patron betreute lieber die Abteilung «wissenschaftliche Filme» sowie Auftragsfilme, die damals als Vorfilme im Kino gezeigt wurden. Weil Vater Fueter einige Werber als «unkultivierte Pinsel» betrachtete, wollte er sich umgekehrt aber auch nicht gross ins neue Geschäft seines Sohnes einmischen. «Dadurch durfte ich sehr selbstständig arbeiten, und es war wunderbar», erinnert sich Martin Fueter.
Sein Bruder Peter Christian habe es schwerer gehabt. PC, wie er genannt wird, schlug zuerst eine Laufbahn beim Theater ein und kehrte auf Drängen des Familienrats in die Abteilung seines Vaters zurück – weil dieser nach einem Herzinfarkt kürzer treten musste. Später baute PC die Abteilung TV-Produktionen massiv aus. Gemeinsam sind die beiden Brüder noch immer stolz darauf, dass sie mit Xavier Kollers «Reise der Hoffnung» für Condor 1991 einen Oscar gewannen.
Unter seinen zahlreichen Arbeiten für die Werbung ragt Martin Fueters Unesco-Spot «Mädchen» heraus, für den er in Cannes einen Löwen erobert hatte. Gerne erinnert er sich auch an den Sinalco-Spot mit dem spritzenden Glas. «Als verkappter Automech liebe ich eben die technischen Dimensionen des Filmens nach wie vor», meint er.
Freuen tut er sich auch an seinen Verdiensten für den Aufbau des Young Directors Award beim europäischen Werbespotverband, in dem er die Schweiz vertritt. Anregend war für ihn daneben ein Engagement als Verwaltungsrat für das Zürcher Theater Neumarkt. Nicolas Baerlocher von der Präsidialabteilung der Stadt Zürich und Ex-Condor-Mann hatte ihn damals vorgeschlagen, weil man sich viel von seinem Talent zum «Organisieren von Geld» versprochen hatte. Fueter gab sich zehn Jahre Zeit für die Bühne, «und es hat sich gelohnt». Als Werber müsse man eben die verschiedensten Anregungen aus
der Kultur «aufsaugen wie ein Schwamm».
Am meisten freut Fueter heute seine Familie. Sohn Michael ist ein gefragter Regisseur. Der zweitgeborene Oliver war Redaktor bei Radio 24 und sitzt heute bei Radio DRS vor dem Mikrofon. Tochter Corinna war Sonderpädagogin für Behinderte. Nach einem Burn-out hat auch sie jetzt ins Medienbusiness gewechselt und arbeitet als Produktionsassistentin bei «Lüthi & Blanc». Vorher war sie die Einzige des Fueter-Clans gewesen, die nicht in der Medienbranche arbeiten wollte. «Jetzt ist auch diese Bastion gefallen», resümiert Fueter, der nun mit fundiertem Rückhalt seine Nachfolge regeln will. «Ab dem
1. Januar 2005 arbeite ich nur noch 50 Prozent», verspricht er. Den Rest seiner Zeit will er «beim Mechen» in seinem Ferienhaus im Burgund verbringen.
Andreas Panzeri
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