Derzeit kann man sich die Events, die man die Woche über besuchen will, aus einer grossen Auswahl aussuchen. Neben Fachlichem findet sich Gesellschaftliches ebenso in der Veranstaltungsagenda wie ganz wilde Partys.Es scheint, dass die bevorstehenden Festtage jetzt schon fleissig eingeläutet werden.Immer gern und gut besucht werden die Cocktail-Veranstaltungen der Wirz-Gruppe. Neben einem meist spannenden Thema lockt eine grosszügige Getränkeauslage und die Aussicht auf Gratisverpflegung. Fast 250 Gäste fanden deshalb den Weg ins Lakeside Casino Zürichhorn, allwo unter der Gesprächsleitung von «Kulturzeit»-Moderatorin Eva Wannenmacher fünf Gäste zum Thema «Deutsche Sprache: Note ungenügend?» Voten abgaben und – von leider nicht sonderlich kontroversen Standpunkten aus – diskutierten.
So kam das Gespräch nie wirklich in Fahrt, und die auf der Einladungskarte gestellten, notabene hochinteressanten Fragen blieben grösstenteils unbeantwortet. Beispielsweise, ob die Popularisierung der Dialekte oder der zunehmende Telegrammstil – SMS lässt grüssen! – eine zusätzliche Erschwernis bei der Pflege unserer Hochsprache darstellten. Oder ob der Gebrauch von Anglizismen in unserer Sprache ein Qualitätsverlust sei – was übrigens indirekt insinuiert, dass das Englische eine qualitativ minderwertige Sprache sei. Studierten Anglisten sei es erlaubt, an dieser Stelle laut aufzuheulen – schliesslich ist es noch nicht einmal so lange her, dass sich hier zu Lande eine bürgerliche Bildungselite durch das Einflechten französischer Sprachfetzen vom profan Mundart sprechenden Proletariat abzuheben suchte. Weil dieses als nicht sehr chic galt!
Weiterer Wermutstropfen: Statt sich in der Diskussion mit leicht polemisierendem Touch lediglich über das schlechte Deutsch von Schülern und Journalisten auszulassen, wäre ein intensiverer Seitenblick auf die Werbesprache durchaus angebracht gewesen. Stilblüten wie «Hey, gömmer Migros» oder «Hier werden Sie geholfen» sind eben gerade nicht im redaktionellen Teil der Presse, sondern in deren Inseraten zu finden. Am pointiertesten formulierte es aber Podiumsteilnehmer Karl Lüönd: «Genitiv, Dativ, Akkusativ – hoffentlich klappts wenigstens mit dem Aperitif!»
Viel zu berichten gäbe es auch von der Welcome-Party der Action Agency für ihre neuen Bürogemeinschaftspartner im alten Zeughaus. In den Räumlichkeiten der Eventagentur im Zürcher Westend befindet sich seit kurzem auch die jüngste Zürcher Agenturgründung namens Acapulco Communications. Gegründet haben die Firma Tereza Stäheli und Sebastian Rundy, die vorher als AD beziehungsweise stellvertretender CD im Sold der Werbeagentur Inhalt & Form standen. Und über den Rest dieser wahrlich wilden und wüsten Party schweigen wir uns diskret und geflissentlich aus – für diesen Umstand darf eine alkoholbedingte Teilamnesie als gute Ausrede herhalten.
Vorbote der Weihnacht in Zürich ist jeweils das grosse, rote Zelt des Zirkus Conelli, welches Ende November auf dem Bauschänzli hergerichtet wird. Das Programm steht heuer unter dem Motto «Da capo». Letztes Jahr seien es nämlich in Zürich, so Zirkusdirektor Herbi Lips in seiner Begrüssung, drei Zirkusveranstalter gewesen, welche auf die Festtage hin um die Publikumsgunst buhlten. Und dieses Jahr sei nur noch Conelli vertreten, deshalb «Da capo». Gar zum Zürcher Kulturgut, wie etwa die festlich beleuchtete Bahnhofstrasse oder die Bratwurst im «Vorderen Sternen», erklärte Stapi Elmar Ledergerber den Weihnachtszirkus.
Die Premiere ist ein gewaltiges Stelldichein von Show- und Wirtschaftspromis, zu dem sich jeweils auch der eine oder andere Werbetreibende verirrt. Der aktuelle Marktwert der Cervelatprominenz lässt sich übrigens an der Sitzordnung feststellen. Je tiefer die Nummer der Sitzreihe und je zentraler vis-à-vis Manegeneingang der Platz, desto höher der aktuelle Stellenwert im Gesellschaftsklüngel.
Und auch wenn die an die Presse abgegebene Gästeliste einen etwas unsorgfältig redigierten Eindruck machte (es figurierte dort ein Werber namens Felix Bodin), lautete der Grundtenor sowohl beim Publikum als auch in der Pressekritik unisono: eines der besten Conelli-Programme überhaupt. Neben den Programm-Highlights überzeugten vor allem die Kostüme und die Choreografie des Balletts restlos und uneingeschränkt.
An dieser Stelle und zu guter Letzt noch ein Gratistipp für alle, welche für ihre Kunden noch kein originelles Weihnachtsgeschenk gefunden haben. Gutscheine für oder Einladungen zu einer der Conelli-Galavorstellungen inklusive Viergangmenü kommen nicht nur bei Zirkusfans gut an.
Beat Fritschfühlte sich bei Action Agency richtig wohl. Kein Wunder, bei all den netten Frauen und der Bombenstimmung im Zeughaus.
Gesitteter gab man sich am traditionellen Wirz-Cocktail im Lakeside, und festliche Premierenstimmung herrschte auf dem Bauschänzli im Zirkus Conelli. Dort fanden sich neben der Cervelatprominenz auch ein paar Werber ein.
Wo sich die Kommunikations-, Media- und Verlagsbranche zu ihren Partys trifft, orten wir an den diversen Veranstaltungen der Szene. Haben Sie schon jetzt etwas zu berichten? Greifen Sie zum Hörer (01 296 97 98) oder in die Tasten (
[email protected]). Veranstaltungstipps und weitere Shortlistbilder gibt es online unter www.werbewoche.ch.
Dieser Ausweis garantierte Drinks à discrétion.
Zürcher Weihnachtssymbol: Conelli-Zelt auf dem Bauschänzli.
Die Gastgeber von Action und von Acapulco: Annette Weisskopf, Tereza Stäheli, Sebastian Rundy und Andi Lehner (v. l.).
In Partylaune: Student Jan Luternauer (l.), Anastasia Karagianis, Marketing Ticket Corner, plus Lukas Vásvary, Fisch Meier Promotion.
Hier tanzte der Bär ganz schwer: Brigitte Bolliger (l.), Filmfrau Bettina Bussey und Serge Riedener, CD bei Inhalt & Form.
Melissa Sabo, Freelance-Promotorin für Action Agency, und Emanuel Femminis, Event Manager bei Bluewin.
Marco Maurer, Andri Puorger von Tecnowledge und Matthias Graf (v. l.) von der Luzerner Modemesse Gwand.
Die zwei scheinen sich ja sehr gut zu mögen: Annette von Action Agency und Alain Picard, Creative Director Text bei TBWA.
Lud zum Gespräch über Missstände der Sprache: Gastgeber Jost Wirz mit Podiumsmoderatorin Eva Wannenmacher.
Benny Wurmser (l.), Campaign Manager bei Viseca, mit Barbara und Stefan Brugger von der Dialogagentur Wirz Brugger Lüthi Direkt.
Monica Glisenti, Leiterin Corporate Communications beim Migros-Genossenschafts-Bund, mit Wirz-Geschäftsleiter Geri Aebi.
Ein Flair für gutes Deutsch: NZZ-Marketingleiter Christoph Bauer (l.) und TR-7-Geschäftsleiter Sandro Rüegger.
Sandra Hediger (l.), PR-Beraterin Wirz Corporate, mit Kundin Rosangela Thomaz, Teamleiterin Marketing bei Skandia Leben.
Pflegten die fachliche Diskussionskultur: Helsana-DM-Leiter Urs Schiltknecht (l.) mit Roman Jud, Helsana-Berater bei Wirz.
Alte Bekannte aus gemeinsamen Zeiten an der Falkenstrasse: Tele-Verlagsleiterin Jacqueline Friederichs und Tobias Trevisan, NZZ.
Gut in Szene gesetzte Wirz-Ladys: Beraterin Vanessa Rubinick, Melanie Auerbach, GL-Assistant, und Caroline Haas (v. l.).
Mike Weber (l.), Swisscom, Ochsen-Wirtin
Jana Caniga, und Peter Renggli vom Werbe-Auditing-Unternehmen Second Opinion.
Zirkusprinzessinnen, die Erste: Katharina (l.) und Christine Lips mit «ihrem» Zirkusdirektor Herbi Lips.
Zirkusprinzessinnen, die Zweite: Chantal Lips (r.) lud Kollegin Marta Vispo von Gucci zur Premiere ein.
Flavia Schlittler, DDB, und Tamara Jud (r.) begleiteten Frank Bodin, Juror am New-York-Festival, zur Zirkuspremiere.
Im Premierengedränge gesichtet: Hansjürg Klöti, mittlerweile pensionierter Tamedia-Anzeigendirektor.
Auch sie gehören zur Conelli-Premiere wie die Butter aufs Brot: Hans Heinrich Coninx und Christine Gerber.
TeleZüri-Anchorwoman und MTJ-Award-Moderatorin Anna Maier ist wieder in festen Händen: bei Pascale Billeter.
Die Cervelatpromis sind ihr tägliches Brot: Peter Wyss und Simone Zikmund von VIP-TV, zu sehen auf ZüriPlus.
Zirkussponsor: Energy-Marketing- und -Programmleiter Dani Büchi mit seiner Morgenshow-Moderatorin Isabelle Paris.