Zürcher Volksinitiative für zeitgemässe Filmförderung eingereicht

Knapp sechs Monate nach der Lancierung haben der Verein «Zürich für den Film» und die Swiss Game Developers Association (SGDA) am Mittwoch ihre Volksinitiative für eine zeitgemässe Filmförderung im Kanton Zürich eingereicht.

Gesammelt wurden rund 9000 Unterschriften. Für das Zustandekommen der Initiative sind 6000 Unterschriften nötig. Dass dieses erforderliche Minimum bei weitem übertroffen worden sei, zeige deutlich, dass es in der Bevölkerung eine breite Akzeptanz für das Film- und Medienschaffen gebe, heisst es in einer Mitteilung der Initianten. Die Initiative verlangt die gesetzliche Verankerung der Förderung der Film-, Game- und interaktiven Medienkunst im Kanton Zürich. Nach Ansicht der Initianten ist die Film- und Medienförderung im Kanton nicht mehr zeitgemäss. Der heutige Flickenteppich diverser Förderangebote müsse gebündelt und dadurch der Vielfalt und Innovationskraft der einzelnen Werke besser Rechnung getragen werden.

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Foto: Facebook.com/Zürich für den Film

Ein Film- und Medienförderungsgesetz stelle die Förderung von innovativen und kulturell relevanten Film- und interaktiven Medienwerke auf eine solide Gesetzesgrundlage. Damit werde die Kontinuität der bisherigen Filmförderung gewährleistet und gleichzeitig werde der Weg geebnet für neue Kunstformate des digitalen Zeitalters. Laut den Initianten ist der Kanton Zürich nicht nur das Film- und Medienzentrum der Schweiz, sondern auch Innovationshub der Digitalkultur. Rund zwei Drittel aller audiovisuellen Werke der Schweiz würden von Zürcher Film- und Medienschaffenden entwickelt und produziert. Dem politisch breit abgestützten Initiativkomitee gehören unter anderem die Nationalratsmitglieder Doris Fiala (FDP) und Kathy Riklin (CVP) sowie Ständerat Daniel Jositsch (SP) an. (SDA)

Alpha 245: «Primeli»-Spot für Jumbo

Die neuen Aktions-Spots von Alpha 245 sehen so aus, als hätten sie die Jumbo-Mitarbeitenden selbst gedreht. Die Premiere: Die «Primeli»-Aktion.

Seit dem Pitch-Gewinn vor zwei Jahren hat Alpha 245 dem Schweizer Baumarkt Jumbo mit Erfolg ein neues Corporate Identity und einen markanten Werbeauftritt im Printbereich beschert. Dazu gehören Flyer, Magazine, Anzeigen und als Hauptmedium das Plakat. Nun macht der blaue Elefant erneut einen riesigen Schritt in der Kommunikation. Mit Werbespots im TV und Internet. Die Aufgabe lautete, ganz besonders grossartige Preisaktionen bekannt zu machen. Die Umsetzung: Die Werbespots sehen aus, als ob sie die Angestellten von Jumbo im Warenlager selber gedreht hätten. Denn zum einen sollen Sonderpreis-Angebote glaubwürdiger wirken, wenn auch der Spot preisbewusst rüberkommt. Zum anderen handelt es sich beim Absender Jumbo um einen Baumarkt – do it yourself eben.

Verantwortlich bei Jumbo Schweiz: Jérôme Gilg (CEO), Fabian Rauber (Leiter Marketing). Verantwortlich bei Alpha 245: Patrick Senn, Patrick Beeli (CD), Patrick Senn (Text), Barney Rees (AD), Sylvia Kohler, Inma Mendiola (Beratung), Plan B (Filmproduktion) Chris Niemeyer (Regie), Niels Vije (Produzent).

 

«Echo der Zeit»: Nicoletta Cimmino wird neue Moderatorin

Die politische Hintergrundsendung «Echo der Zeit» bekommt mit Nicoletta Cimmino eine neue Moderatorin. Die 41-jährige Journalistin wechselt bei Radio SRF per Juni 2016 von der Inlandredaktion ins Team von «Echo der Zeit».

Sie folgt auf Simone Fatzer, die in die Auslandredaktion wechselt. Cimmino absolvierte nach der Handelsschule ein zweisprachiges Volontariat bei Radio Canal 3 in Biel/Bienne. Danach wechselte sie als Redaktorin, Moderatorin und Reporterin zu Radio 24 in Zürich. Als Tagesproduzentin kam sie 2004 zu DRS 1. In der Informationsabteilung von Radio SRF begann Nicoletta Cimmino als Nachrichtenredaktorin, danach moderierte sie die Sendungen «Info 3» und «Heute Morgen». Seit 2014 ist sie Mitglied der Inlandredaktion.

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Nicoletta Cimmino: «Ich freue mich sehr, zusammen mit dem «Echo»-Team dafür zu sorgen, dass das «Flaggschiff» auch weiterhin mit Rückenwind segelt – dies im Wissen darum, dass ich in die grossen Fusstapfen begnadeter Journalistinnen und Journalisten trete, die das «Echo der Zeit» geprägt haben. Diese Herausforderung nehme ich mit viel Elan und Neugier an.»

Streaming überholt Downloads in US-Musikgeschäft

Im US-Musikmarkt ist 2015 erstmals mehr Umsatz mit Streaming direkt aus dem Netz als mit Song-Downloads erzielt worden.

Die Streaming-Erlöse sprangen um 29 Prozent auf 2,4 Milliarden Dollar hoch, wie der Branchenverband RIAA am späten Dienstag mitteilte. Das ergab einen Anteil von 34,3 Prozent an den Gesamteinnahmen. Die Downloads, die zuletzt die wichtigste Geldquelle in der US-Musikbranche waren, brachten nach einem Rückgang noch 34 Prozent der Erlöse ein. Die sogenannten physischen Tonträger wie CD und Vinyl steuerten noch 28,8 Prozent bei.

Für das Wachstum des Streaming-Geschäfts in den USA war vor allem der Sprung bei den Abo-Einnahmen um die Hälfte auf 1,22 Milliarden Dollar verantwortlich. Die Erlöse mit Werbung in kostenlosen Streaming-Angeboten wurden auf 385 Millionen Dollar beziffert – nach 295 Millionen im Jahr 2014. Insgesamt wuchs das Geschäft mit Musik in den USA im vergangenen Jahr RIAA zufolge um 0,9 Prozent auf sieben Milliarden Dollar – die sinkenden Verkäufe bei Downloads und CDs glichen die Streaming-Zuwächse weitgehend aus. Zu den bekannten Anbietern im Geschäft mit Musik-Streaming gehören Spotify, Apple Music, Napster, Google Music und Deezer. In der Schweiz erzielten im vergangenen Jahr die rund 35 im Branchenverband IFPI Schweiz zusammengeschlossenen Musiklabels einen Gesamtumsatz von 81,8 Millionen Franken. Das waren 3,5 Prozent weniger als noch im Vorjahr. Die Streaming-Dienste legten dabei um 30 Prozent auf 15,3 Millionen Franken zu. Im Download-Geschäft ging der Umsatz um vier Prozent auf 24,6 Millionen Franken zurück. (SDA)

Renzen: Neues Corporate Design für Gastrosocial

Die Aarauer Agentur Renzen hat für die Sozialversicherung Gastrosocial einen neuen Auftritt kreiert.

Gastrosocial zählt mit 20'000 Kunden und 160'000 Versicherten in der Hotellerie- und Gastronomiebranche zu den bedeutendsten Sozialversicherungen der Schweiz. Pünktlich zur Eröffnung des neuen Hauptsitzes in Aarau hat die Aarauer Kommunikationsagentur Renzen ein neues Erscheinungsbild konzipiert. Nebst dem Logo galt es sämtliche Kommunikationsmassnahmen zu entwickeln – von den Briefschaften über die Gebäudebeschriftung bis hin zu allen Broschüren und Flyern. Auch der Webauftritt wurde neu konzipiert.

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Verantwortlich bei Gastrosocial, Aarau: Simon Köbeli (Leiter Marketing), Linda Keller (Leiterin Kommunikation). Verantwortlich bei Renzen Communications, Aarau: Achim Kaufmann (AD), Patricia Belser (Grafik), Hanno Lietz (Text), Frédéric Renzen (Beratung).
 

Exxtra: Der neue Audi Q2 ist #untaggable

Digitale Reife: Grosse Unternehmen holen auf

Die Universität St. Gallen, das Beratungsunternehmen Crosswalk und Best of Swiss Web haben erneut die digitale Reife von Unternehmen untersucht.

Die zweite Auflage des «Digital Maturity & Transformation Report 2016» zeigt: Grosse Unternehmen haben gegenüber dem Vorjahr deutlich aufgeholt, das Management interessiert sich stärker für die digitale Transformation und: Digital reife Unternehmen beurteilen die wirtschaftlichen Effekte ihrer Transformation positiver als weniger reife.

Die Digitalisierung der Geschäftswelt schreitet mit grossen Schritten voran, die regelmässige Überprüfung des eigenen Geschäftsmodells ist daher eine Notwendigkeit. Nichtsdestotrotz ist noch nicht allen Unternehmen klar, was es wirklich braucht, um im neuen digitalen Wettbewerb zu bestehen. Auch bezüglich der unternehmenseigenen digitalen Reife bestehen unterschiedliche Auffassungen. Bei dieser Problematik setzen das von der Universität St. Gallen (IWI-HSG), dem Strategieberatungsunternehmen Crosswalk und ‚Best of swiss Web‘ entwickelte «Digital Maturity Model» und der darauf basierende «Digital Maturity Check», eine Online-Befragung, an: Die beiden Instrumente ermöglichen Aussagen zur digitalen Reife eines Unternehmens und zeigen auf, wo Handlungsbedarf besteht. Bereits zum zweiten Mal haben die beiden Partner Universität St. Gallen und Crosswalk Unternehmen verschiedener Branchen eingeladen, an der Untersuchung teilzunehmen. Mit knapp 550 Personen konnten sie die Teilnehmerzahl im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppeln – das Interesse an einer Standortbestimmung rund um das Thema Digitalisierung hat nochmals zugenommen.

Nun liegen die Ergebnisse, zusammengefasst im «Digital Maturity & Transformation Report 2016», vor.

Die wichtigsten Erkenntnisse:

Grosse Unternehmen haben aufgeholt: Während im vergangenen Jahr Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitenden die höchsten Reifegrade erreichten, weisen grosse Unternehmen nun durchschnittlich die besten Werte auf.

Die digitale Transformation ist definitiv im Bewusstsein des Managements angekommen: Zwei Drittel der Befragungsteilnehmer sind auf Geschäftsleitungs- oder Abteilungsleiterstufe tätig.

Unternehmen aus der Kommunikations- und Informationsbranche sind am besten gerüstet – die Industrie hat weiterhin Aufholbedarf: Unternehmen aus der verarbeitenden Industrie erreichen wie im Vorjahr nur niedrige Reifegrade.

Die Themen Prozessdigitalisierung und Customer Experience erhalten noch wenig Aufmerksamkeit: Die Reifegrade bei diesen Themen sind die niedrigsten der gesamten Untersuchung.

Digital reife Unternehmen beurteilen die Erreichung wirtschaftlicher Ziele positiv: Teilnehmer aus Unternehmen mit einem hohen Reifegrad zeigen sich bei der Einschätzung des Erfolgs der digitalen Transformation deutlich positiver als Umfrageteilnehmer von digital wenig reifen Firmen.

Die zweite Auflage des Reports mit Informationen zum Modell, den Resultaten der Befragung inklusive branchenspezifischen Auswertungen und Handlungsempfehlungen kann kostenlos unter Crosswalk.ch/dmtr2016 bestellt werden.

Wer gewinnt «Swiss Digital Transformation Award»?

Ebenfalls zum zweiten Mal wird am 7. April 2016 im Rahmen der Award-Gala von Best of Swiss Web der «Swiss Digital Transformation Award» verliehen. Der Preis geht an Unternehmen oder Organisationen, die ihre digitale Reife besonders verbessern konnten. Die Jury stützt sich bei der Vergabe der Auszeichnung unter anderem auf das «Digital Maturity Model». Erster Gewinner im Jahr 2015 war die SBB.

Die Nominierten für den Swiss Digital Transformation Award

Zwischen letztem November und Ende Januar diesen Jahres haben rund 400 Unternehmen und Organisationen den umfangreichen Fragebogen «Digital-Maturity-Check» des IWI der Univerität St. Gallen ausgefüllt. Diese Selbstdeklaration war gleichzeitig die Qualifikationsvoraussetzungen für den Unternehmenspreis «Swiss Digital Transformation Award». In einem mehrstufigen qualitativen Beurteilungsprozess der Fachjury haben es schliesslich folgende neun Unternehmen auf die Shortlist geschafft (Werbewoche.ch berichtete): Alpha Sprachwelt, Axa Winterthur, Interio, Medela, Post CH, Sanitas, Swiss Life, Victorinox, Wincasa.

Die Kommentare der Jury zu den Nominierungen 2016:

Alpha Sprachwelt

Bildung und Weiterbildung gehören zu den wichtigsten Grundlagen für den wirtschaftlichen Erfolg der Schweiz. Innovative Unternehmen wie die Alpha Sprachwelt nehmen somit eine wichtige Rolle in der Modernisierung des Bildungswesens ein. Mit der Digitalisierung der Kernprozesse mithilfe einer innovativen Branchenlösung hat die Alpha Sprachwelt aufgezeigt, wie man auch als kleines Unternehmen von der digitalen Transformation profitiert.

Axa Winterthur

Die digitale Transformation ist bei der Axa Winterthur voll angerollt und wird mit vielen verschiedenen Massnahmen vorangetrieben. So etwa im Bereich der Organisationsentwicklung (etwa mit einem Ressort für Transformation und Market Management) oder der Produkteinnovation (Drive Recorder, Connected Home, Hackathons, Kooperation mit Start-ups etc.). Dies und insbesondere das erlange Commitment beim Senior Management sowie die breite Abstützung des Programms in der Organisation wurden von der Jury positiv gewürdigt.

Interio

Auch der Möbelhandel wird immer digitaler. Interio setzt seit einiger Zeit konsequent auf Digitales Marketing: Guter Content, performante Kampagnen und zahlreiche Features auf der Website unterstützen den Webshop. Das Top Management trägt und unterstützt die entsprechenden Initiativen – verstärkt werden Mittel vom klassischen Marketing in den Digitalbereich verlagert. Social Media und diverse Touchpoints werden aktiv bewirtschaftet und als Dialoginstrument genutzt. Für die Jury ist Interio ein gutes Beispiel für einen online-aktiven Multichannel

Medela

Im Rahmen der digitalen Transformation baut Medela ihre Beziehungen zu den Zielgruppen stetig aus. So werden einerseits mit einem kanalübergreifenden Konzept neue Kundinnen angesprochen, anderseits wird die Kontaktdauer mit Kundinnen intensiviert und verlängert. Medela generiert dadurch bereits heute deutlich höhere Online-Umsätze.

Post CH

Die Schweizer Post hat im Bereich Digitale Transformation signifikante Fortschritte gemacht. Das bezieht sich nicht nur auf neue innovative Lösungen an den verschiedensten Schnittstellen zum Endkunden, wie zum Beispiel das neue Bezahlsystem Twint, das neue Online Portal oder die autonom fahrenden PostAuto Shuttles, sondern auch konzernintern wird kräftig digitalisiert.

Sanitas

Sanitas überzeugt ‘digital’ mit ihrem von VR und GL geführten, weitsichtigen und sehr gut strukturierten Vorgehen. Darüber hinaus setzt Sanitas mit Analytics einerseits und Two-Speed-IT (bzw. agile IT) andererseits auf das für die Zukunft wichtige Pferd hinsichtlich Big-Data und Fast-Implementation.

Swiss Life

Die digitale Transformation der Swiss besticht namentlich durch eine hohe Stringenz in den Dimensionen Strategie und Transformations-Management, aber auch bei Kultur und Expertise. Als eines der ganz wenigen untersuchten Unternehmen führt Swiss Life das Thema Digitalisierung in den übergeordneten vom Verwaltungsrat verabschiedeten strategischen Zielen (Stichwort «Swiss Life Strategie 2018»).

Victorinox

Die Transformation von Victorinox hin zu einem Multi-Channel-Retailer ist eine sehr spannende Entwicklung – die Eingabe gehört daher auf die diesjährige Shortlist. Gerade weil das Unternehmen mit seinem Brand und seiner Produkthistorie eigentlich prädestiniert wäre, «Digitalisierung zum Anfassen» zu leben, könnte daraus mittelfristig sogar eine veritable Erfolgsgeschichte vom Umgang mit Widrigkeiten, situativer Gewandtheit und Hochhalten von Markenwerten werden.

Wincasa

Bei Wincasa ist in Bezug auf die strategische Reife eine grosse Weiterentwicklung erkennbar. Dabei ist das klare Bekenntnis der Führung zum Digitalen Wandel einer der Schlüsselfaktoren. Die bisher in den Bereichen Prozessoptimierung und -digitalisierung erfolgreich realisierten Cases sind aus Sicht der Jury ein wichtiger Proof of Concept. Auch in Bezug auf IT-Alignment ist die Wincasa auf einem sehr guten Weg.

Die Jury-Mitglieder des «Swiss Digital Transformation Award»

Bramwell Kaltenrieder, Crosswalk (Jurypräsident)
Martin Armand, Infocentric Research
Sabine Berghaus, Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität St. Gallen
Beat Bühlmann, Yourposition
Patrick Comboeuf, Swiss Life
Dr. Tim Dührkoop, Namics
Dr. Florian Hamel, AXA Winterthur
Andreas Eggimann, Post Schweiz
Milos Radovic, Swisscom
Stephan Odermatt, UBS

 

SWA-Jahresmeeting 2016 : «Communications in the age of disruption»

Disruption in der ganzen Werbe- und Medienwelt, nur nicht beim SWA: Mehr Mitglieder denn je, mehr Gäste denn je, Einigkeit und Festigkeit im Kreise des Schweizer Werbe-Auftraggeberverband (SWA).

Entsprechend gut gelaunt begrüsste Präsident Roger Harlacher gut 300 Gäste am Dienstagnachmittag am Jahresmeeting und ganz besonders die 14 neuen SWA-Mitglieder seit der letzten GV. So gab es spontanen Applaus für: Banque Pictet, Group Mutuel, Swiss Recycling, brack.ch, Automobil Club der Schweiz, Amplifon, Swissquote, Schweizer Obstverband, FRANKE, Dabso, Les Ambassadeurs, Parship, Brita und Continental Suisse. Harlacher erläuterte weiter die 5 wichtigsten Aufgaben des SWA – Kampf für Werbefreiheit und Medientransparenz, realistische Mediaforschung, europakompatible Preise und Erweiterung des Fachwissens der Mitglieder – und kam dann zum Thema des Tages.

«Clever Data und Clever Communication sind wichtiger als Big Data. Daraus entsteht oft Clever Business. Und Clever Business ist heute meistens intensiv mit Clever Communication verbunden», meinte Harlacher und zeigte am Beispiel von Uber, wie die Taxi Nutzung disruptiert wurde. Erst im Jahr 2010 im Silicone Valley gegründet, ist Uber heute in 68 Ländern und 370 Städten aktiv und sehr erfolgreich.

Damit übergab er das Wort an den Tagungsmoderator, Matthias Ackeret, dem Chefredaktor und Verleger von Persönlich. Dieser stellte als ersten Redner Christoph Tonini, CEO von Tamedia vor, der sich über das Jahr 2015 als bestes Geschäftsjahr seines Unternehmens erfreuen darf. Er legte dar, wie ein privates Unternehmen durch ständige Anpassung und Verbesserung bestens mit der Disruption zurechtkommt: 2004 bestand Tamedia noch vor allem aus dem Tages-Anzeiger, der drittgrössten Tageszeitung der Schweiz. Heute bilden die Medien Tages-Anzeiger, 20 Minuten, Newsnet National und Tamedia Classifieds, Local.ch und Search.ch, Ricardo.ch, Homegate.ch, Tutti.ch etc. ein reichweitenstarkes Digital-Portfolio. Erstaunlich, dass die klassischen Titel Tages-Anzeiger und Tribune de Genève noch immer ihre Gesamtreichweite vergrössern konnten. Und «20 Minuten» erreicht heute satte 60 Prozent der Schweizer Bevölkerung. Letztes Highlight war die erfolgreiche Lancierung der #12-App im Herbst 2015: Täglich die 12 besten Artikel aus den Tamedia-Medien auf einer App vereint.

Thomas Koch, «Mr. Media» aus Deutschland und Doyen der deutschen Mediawelt meinte in seinem Vortrag «The end of media as we know it»: «Wir reden heute über Disruption – und das wird auch mal Zeit. Unsere Welt ist im Umbruch. Nur leider die Werbung noch nicht so ganz. Und erst recht nicht die Mediastrategien. Hand aufs Herz: Ihre Mediapläne sehen doch noch aus wie die im Vorjahr!». Koch beklagte, dass die Medien angesichts des Zusammenbruchs ihres gewohnten Gefüges nur noch aufeinander eindreschen, dass jeder ins Geschäftsmodell der anderen einbricht und gab zu bedenken: «Wir brauchen dringend eine Diskussion – Nach dem Motto: «Ist das digital, oder kann das weg? Müssen wir wirklich digital? Am besten führen wir dazu die Diskussion, bevor die Digitalisierung und ihre Algorithmen in blinder Wut alles Wertvolle vernichten, war wir womöglich erhalten wollten und sollten!»

Dass die Zukunft schon heute Zukunft hat, zeigte Konstanze Kossack von der Hamburger Innovationsberatungs-Agentur Futurecandy in ihrem Vortrag «Digital Transformation». Und dies, obwohl die Frage «Quo vadis digitale?» gemäss ihrer Erfahrung in 60% der deutschen Chefetagen noch nicht verinnerlicht wird. Zwar sagen alle: Klar, das kommt – aber dabei bleibt es meistens! Dass es tatsächlich geht, zeigt eine digitale Edeka-Werbung der Beratungsagentur, die in 2 Tagen 4,3 Millionen Klicks verzeichnete. Bekannt wurde auch das Konzept des Unternehmens für den Auftritt von Vodafone, das Cebit Oculus Project, welches zur Hauptsache aus einem virtual reality LTE-Game für die Besucher bestand.

Die Innovationsberater widmet sich allen Fragen bei denen es um die künftigen Arbeitstechnologien und die Möglichkeiten geht, die sich bereits heute einsetzen lassen – Von «Smart Life» über «Connectivity» – bis zur «New Technology Wave». Wer dabei Frau Kossack zuhört kommt bald zur festen Überzeugung dass das wirkliche Silicone Valley nicht in Kalifornien, sondern an der Elbe liegt.

Beim anschliessenden Roundtable-Gespräch mit Matthias Ackeret (persönlich), Christoph Tonini (Tamedia), Martin Schneider (Publisuisse) und Thomas Schwetje (Coop Schweiz) ging es – wie nicht anders zu erwarten – um die Disruption in der Kommunikation und das geplante Joint Venture von SRG/Ringier/Swisscom (Admeira). Dass sich das Medien-Rad der Zeit nicht zurückdrehen lässt und die gemeinsame Werbeplattform neue multi- und crossmediale Wege eröffnet ist das Eine. Dass eine solche Werbeallianz vermutlich auch Nachteile hat weiss auch der SWA. Trotzdem begrüsst der Verband die innovativen Angebote und den Wettbewerb für die Werbeauftraggeber. Nicht von der Hand zu weisen ist aber auch die politischen Argumente von Tamedia CEO, Christoph Tonini, dass staatliche und halbstaatliche Unternehmen wie die gebührenfinanzierte SRG und die Swisscom, nicht so einfach vollendete Tatsachen schaffen sollen. Die nächste gerichtliche Entscheidung dazu liegt inzwischen beim Bundesverwaltungsgericht, nachdem WEKO und UVEK dem Vorhaben bereits grünes Licht erteilt hatten.

Neue und bisherige Vorstandmitglieder im SWA

Unmittelbar vor dem Jahresmeeting fand die 67.Generalversammlung des Verbandes statt. Dabei wurde Andreas Schönenberger, CEO der Sigvaris für eine weitere Amtsperiode von 3 Jahren als Vorstandsmitglied bestätigt. Neu in den Vorstand gewählt wurden Herr Roman Reichelt, Leiter Marketing-Kommunikation, beim Migros Genossenschafts-Bund , Herr Thomas Schwetje, Leiter Marketing/Services bei Coop Schweiz und Herr Marc Werner, COO und Mitglied der Konzernleitung, Swisscom. Die drei Herren ersetzen Oliver Schwegmann (L'Oréal), Marc Engelhard (Migros) und Jürg Pauli (Swisscom), die aus beruflichen und privaten Gründen von ihrem Amt zurück treten. Zuletzt bedankte sich der Präsident beim ganzen Vorstand, dem Direktor, Roland Ehrler und dem Team in der Geschäftsstelle für den unermüdlichen Einsatz im vergangenen Jubiläumsjahr 2015. (pd)
 

Zu guter Letzt: Katzen-Jury

Der ADC Deutschland lässt in einem neuen Kinospot Katzen Werbung beurteilen. Die Jury ist wenig begeistert.

Katzen sind die unbestrittenen Königinnen des Internets, was Zuschauerinteresse, Aufmerksamkeit und Reichweite betrifft. Wo «Cat Content» draufsteht, ist Erfolg meist vorprogrammiert. Kein Wunder, haben die beiden Urteils-Katzen nur Verachtung für den preisgekrönten, tiefgründigen Hornbach-Spot «Gothic Girl» von Heimat Berlin (siehe unten) übrig. Selbst wenn dieser bis heute über 5,3 Millionen mal auf Youtube angeschaut wurde und weltweit für Aufsehen gesorgt hat. Fazit: «Da kriege ich ja mehr, wenn ich mir die Eier lecke». Der ADC Deutschland spielt mit dem von Grabarz & Partner kreierten Spot das Content-Marketing-Motto des diesjährigen ADC-Festivals, «The Battle of Content», an. Mehr echten-, weniger oberflächlichen Katzen-Content. (hae)

Amnesty: Schwächung der Verschlüsselung bedroht Menschenrechte

Amnesty International stellt sich im Streit um die iPhone-Verschlüsselung hinter Apple. Die Menschenrechtsorganisation pocht auf Verschlüsselung der Online-Kommunikation als «unverzichtbaren Schutz» der Privatsphäre und der freien Meinungsäusserung.

Die Verschlüsselung von Kommunikation und persönlichen Daten müssten weltweit allen zustehen, schreibt Amnesty in seinem am Dienstag veröffentlichten Bericht. Denn Verschlüsselung sei eine entscheidende Voraussetzung für die Privatsphäre und die Meinungsfreiheit. «Verschlüsselung zu verbieten ist wie Briefumschläge oder Vorhänge zu verbieten», wird Sherif Elsayed-Ali, stellvertretender Direktor für globale Themen bei Amnesty, in einer Mitteilung vom Dienstag zitiert. So werde verhindert, dass man sein privates Leben privat halten könne. Die Schwächung der Privatsphäre online könnte gemäss der Organisation verheerende Folgen für offene Gesellschaften haben, insbesondere für Menschenrechtsaktivisten, Journalisten und Anwälte. Amnesty warnte davor, Firmen zu zwingen, so genannte «Hintertüren» in Verschlüsselungssoftware einzubauen. Solche Massnahmen «bedrohen nicht nur die Privatsphäre und haben eine abschreckende Wirkung auf die freie Meinungsäusserung, sie setzen auch die Online-Kommunikation und die persönlichen Daten Sicherheitsrisiken aus», heisst es weiter.

Das US-Technologieunternehmen Apple war per Gerichtsbeschluss angewiesen worden, dem FBI beim Entsperren eines iPhones 5C zu helfen, das vom Attentäter von San Bernardino genutzt worden war. Er und seine Frau hatten Anfang Dezember in der kalifornischen Stadt 14 Menschen erschossen. Apple weigert sich, die Anordnung des kalifornischen Gerichts zu befolgen und spricht von einem gefährlichen Präzedenzfall. In diesem Fall könne das Verlangen, Zugriff auf die Daten eines einzelnen iPhones zu erhalten, zwar gerechtfertigt sein, hält Amnesty fest. Die Methode des Datenzugriffs – durch eine Umgehung von Sicherheitsvorschriften – berge aber Gefahren. «Beim Öffnen einer Hintertüre für eine Regierung riskiert man, die Türe auch für Cyber-Kriminelle zu öffnen sowie für repressive Regimes, die ihre Kritiker überwachen und verfolgen wollen», so Elsayed-Ali. (SDA)

Goldbach Audience lanciert Goldbach Crossfactory

Goldbach Audience lanciert Goldbach Crossfactory. Die neue Marke des Online-Vermarkters bietet den Kunden die Möglichkeit, Kurzfrist-Inventar aller elektronischen Medien zentral zu buchen.

Durch die zentrale Vermarktung des Kurzfrist-Inventars von TV, Online, Mobile, Digital out of Home sowie Digital Audio erfülle die Goldbach Crossfactory ein Bedürfnis von Werbetreibenden, schreibt Goldbach in einer Mitteilung. Das Zusammenführen aller Gattungen mit Goldbach Crossfactory erlaube eine hohe Reichweite sowie grosse Kampagnenpräsenz auf allen elektronischen Medien.

 

Neuer Look für den Toppharm Apotheken Ratgeber

Zum Jahreswechsel hat die Basler Agentur Kreisvier den Toppharm Apotheken Ratgeber überarbeitet und dem gesamten Layout einen moderneren und frischeren Look verpasst.

Dabei wurden insbesondere die Resultate einer im Sommer 2015 durchgeführten qualitativen und quantitativen Studie berücksichtigt. Wichtig für den neuen Gesamtauftritt waren laut Mitteilung, dass die grafischen Anpassungen dem Leseverhalten der Kunden besser entsprechen und der Toppharm Gesundheits-Coach, der ein zentrales Element in der Kommunikation von Toppharm ist, stärker in den Apotheken Ratgeber integriert wird. Das regelmässig erscheinende Kundenmagazin vermittelt eine hohe Kompetenz in allen Fragen rund um die Gesundheit. Damit trägt der Apotheken Ratgeber das Bild des TopPharm Gesundheits-Coachs nach aussen.

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Verantwortlich bei TopPharm: Caroline Kuster (Projektleitung), Christoph Baumgartner (Redaktion). Verantwortlich bei Kreisvier Communications: Nannette Graf (Geschäftsleitung, Beratung), Simone Brutsche (Beratung), Martin Friedlin (Art Direction), Stefanie Thöni (DTP), Bianca Kury (Text).

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