Ständeratskommission will kein Online-Werbeverbot für SRG

Den SRG-Sendern soll auf ihren Internet-Seiten kein Werbeverbot auferlegt werden. Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Ständerats (KVF) hat mit 8 zu 5 Stimmen eine parlamentarische Initiative von Maximilian Reimann (SVP/AG) abgelehnt, die ein solches Verbot forderte.

Reimann verlangte in seinem Vorstoss, dass Werbung neu auch im Onlineangebot der SRG verboten ist und nicht nur wie heute in den Radioprogrammen. Für Reimann wird der Wettbewerb verzerrt, wenn die gebührenfinanzierten SRG-Sender auf ihren Webseiten Werbung schalten. Benachteiligt würden die werbefinanzierten privaten Onlineanbieter. Diese werden in der Schweiz vor allem von den Verlegern der Printmedien und den privaten Radio- und TV-Stationen betrieben.

Die ständerätliche KVF ist mit Reimann zwar einverstanden, dass die Frage geklärt werden muss. Die Kommission sehe Handlungsbedarf, teilten die Parlamentsdienste am Donnerstag mit. Aufgrund der technischen, finanziellen und medienpolitischen Entwicklung müsse unbedingt eine Lösung gefunden werden. Ein Totalverbot für SRG-Onlinewerbung scheine der Kommission aber ungeeignet. Die Kommission fordert die SRG und die Verleger stattdessen auf, eine Lösung aushandeln. Der Bundesrat solle dabei den Druck auf die Beteiligten erhöhen. Im Frühling 2012 will die Kommission sich mit Medienministerin Doris Leuthard über die weitere Entwicklung unterhalten.

Trotz des Neins zu Reimanns Initiative ist das Totalverbot noch nicht vom Tisch. Entscheiden wird das Plenum des Ständerats. (SDA)
 

Statement: Brancamenta auf Eis

Statement zeichnet für Konzept und Strategie der Winterpromotion 2011/2012 für Brancamenta verantwortlich. Brancamenta gehört zur Campari Schweiz und ist ein Bitter Digestif.

Mit den Promotionsaktivitäten wurde gemäss Mitteilung USP Partner in Thalwil betraut, welche mit Statement gemeinsam zum Pitch angetreten war.

 

Vizner Borel: Für Denner Weinführer in neues Kleid gesteckt

Seit 2011 präsentiert sich der von Vizner Borel konzipierte Denner-Weinführer in neuem Kleid und er erscheint neu zwei- statt nur einmal pro Jahr.

Während sich die Frühlingsversion auf die Neuheiten und Bestseller konzentriert, widmet sich die aktuelle Herbstausgabe gemäss Mitteilung der Agentur den prämierten Denner Weinen. Hier gibt es mit unterschiedlichen Preisen Rot-, Weiss-, Rosé- sowie Schaumweine aus den besten Anbauregionen der Welt zu entdecken – wobei nicht bloss die teuren Tropfen zu den Edelsten gekürt wurden.

Der Denner Weinführer 2011/2012 liegt ab sofort in allen Denner Filialen auf, wird auf Weinmessen abgegeben und erscheint als Beilage in diversen Zeitschriften von Bilanz über Saisonküche bis hin zu NZZ Folio.

Verantwortlich bei Denner: Huanita Wenger (Leiterin Werbung, Gesamtverantwortung), Sabrina Heid (Werbeassistentin). Verantwortlich bei Vizner Borel: Lajos Vizner, Guillaume Borel (Gesamtverantwortung), Gian Maurizio (AD), Nina Vetterli-Treml (Text/Konzept), Andrea Vizzarro (Beratung), Martin Hargreaves (Illustrationen), Detail AG (Litho/Bildbearbeitung), JBW- Media (Media).

 

Futurecom: Reportern die Worte im Mund verdreht

Reporter ohne Grenzen setzt sich weltweit für Pressefreiheit und die Rechte von Journalisten ein. Futurecom wirbt mit einer Bannerkampagne, die eine perfide Art der Zensur illustriert, für die Organisation.

Reporter werden dabei zu Falschmeldern gemacht. Dazu muss nicht mal etwas gestrichen oder eingefügt werden. Die bestehenden Wörter umstellen reicht bereits, um den Sinn einer Information zu verdrehen. So sollen die von Futurecom kreierten Banner zeigen: Den Reportern die Worte im Mund umzudrehen ist ein einfaches Spiel.

> Zur Bannerkampagne

Verantwortliche Reporter ohne Grenzen: Thérèse Obrecht Hodler, Bettina Büsser. Verantwortlich bei Futurecom: Markus Gut (Gesamtverantwortung), Daniel Bieri, Thomas Engeli, (CD), Florian Tillmann, Dieter Boller, Kevin Bloch (Text), Milan Pavic (AD), Vincent Scheublin (Screen Design).

 

Zu guter Letzt: Der Anti-Raucher-Automat

Ein in der kanadischen Provinz Britsh Columbia aufgestellter Automat belohnt Raucherinnen und Raucher für jede nicht gerauchte Zigarette – mit Keksen, Blumen oder Badminton-Schlägern.

Initiiert wurde die Aktion von der Organisation Quitters Unite. Ob es der Automat schafft, Raucher zu Nichtrauchern zu machen, bleibt fraglich. Trotzdem eine nette Aktion. Selbstverständlich kursiert auf dem Netz ein Video dazu:
 

Radio Basel: Uvek genehmigt vollständige Übernahme durch Kögel

Der deutsche Unternehmer Karlheinz Kögel darf Radio Basel ganz übernehmen. Das Uvek hat den Verkauf der Anteile von Christian Heeb an Miteigentümer Kögel genehmigt.

Mit seinem Entscheid habe das Uvek gleichzeitig zwei bewilligungspflichtigen Eigentumsänderungen beim konzessionierten Radio Basel zugestimmt, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Einerseits habe die «Medien für Erwachsene AG» (MFE) ihren Anteil an Radio Basel von 67 auf 100 Prozent erhöht. Ausgeschieden aus dem Aktionariat von Radio Basel seien Radio Nostalgie (Paris) sowie zahlreiche Kleinaktionäre. Andererseits habe Heeb seinen 50-Prozent-Anteil an Media Clearing Center – welche MFE zu 100 Prozent besitzt – an Kögel verkauft. Als Folge dieser Veränderungen besitze dieser Radio Basel nun zu 100 Prozent.

Karlheinz Kögel hält kein Eigentum an anderen Radio- oder Fernsehsendern. Radio Basel sichert gemäss Uvek zu, sämtliche Konzessionsvoraussetzungen weiterhin zu erfüllen, insbesondere den auf die Region Basel ausgerichteten programmlichen Leistungsauftrag.

Radio Basel hatte die Konzession – damals unter dem Namen Radio Basel 1 – im Oktober 2008 vom Uvek erhalten, als zweites kommerzielles Basler Lokalradio neben Radio Basilisk. Im Juni 2009 übernahm MFE die Mehrheit an Radio Basel von den Basler Zeitung Medien und führte ein stark journalistisch geprägtes Programmkonzept ein.

> Radio Basel: Christian Heeb steigt aus

Coundco: 360°-Unterwasser-Film für Victorinox entwickelt

Victorinox hat die Züricher Online-Agentur Coundco nach einer Konkurrenzpräsentation mit der Entwicklung einer Kampagne für die Victorinox Parfum-Kollektion beauftragt.

Coundco habe eine Kampagne entwickelt, deren Kern eine Weltpremiere sei, so die Agentur in einer Mitteilung: «The Swiss Way of Freshness», der erste 360°-Unterwasser-Film. Der Film sei mit den preisgekrönten Spezialisten Yellowbird aus Holland im Cauma See in Flims gedreht worden. Gefilmt worden sei mit einer Kamera, wie man sie von Google Streetview kenne. Dabei herausgekommen sei eine digitale Geschichte, die den Usern ein interaktives Duft-Erlebnis beschere.

Eingebettet ist der Film in eine Social-PR-Kampagne in den Kernmärkten Deutschland, Frankreich, UK und der Schweiz. Coundco ist verantwortlich für die Distribution des Films über neue Kommunikationskanäle innerhalb von «Box Network Europe», dem ersten europäischen Netzwerk unabhängiger Social-Media- und Digital-PR-Agenturen. Die Kampagne soll beweisen, dass eine kreative Story, breit verteilt in der Blogosphere, zur gewünschten Bekanntheit in Europa führt. Zum Erfolg der digitalen Kampagne sollen zudem die Verbreitung durch Mund-zu-Mund-Kommunikation und die Verflechtung europäischer Blog-Netzwerke beitragen.

Verantwortlich bei Victorinox: Jose Amorim (International E-Commerce Division Manager). Verantwortlich bei Coundco: Florian Wieser (Kampagnenstrategie), Nicole Schnell (Gesamtprojektleitung – Schnellkraft.ch), Dave Strupler (Projektleitung), Jaromir Fuoli (Art Direction), Fabian Hernandez (Flash-Animation), Philipp Moser (Facebook Development), Michel Suter, Mirjam Gebhardt (Content Management), Léonie de Montmollin (Blogosphere Relations). Verantwortlich bei Box Network Europe (Social PR): Thomas Praus (Panorama3000, Berlin), Roger Warner (C&M, London), Claire Goyat (cgo&co, Paris). Verantwortlich bei Yellowbird (360° Film-Produktion): Hannah Wink (Projekleitung), Richard Nockles (Regie), Fabian Debats (Kamera), Liron Veenstra (Kamera-Assistenz) Verantwortlich bei Fontana-Hunziker (Fotorahmen Entwicklung): Daniel Hunziker (CD), Nadja Kratschmer & Patrizia Keller (Produkt Design).

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Werbeanstalt: Burgerkampagne für Bell fortgesetzt

Die Kommunikationskampagne für Burger und Meatballs von Bell ging in diesen Wochen in die zweite Runde und damit auch die Lancierung der neuen Meatballs Country.

Die Werbeanstalt kreierte dazu neue Anzeigensujets, die wiederum die «Mach-Deinen-Burger doch-lieber-selber»-Botschaft-Botschaft transportiert. Zusätzlich zu Anzeigen und ÖV-Hängekartons kamen heuer auch Publireportagen zum Einsatz. Mit diesen gab Bell gleich noch Ideen mit auf die Küche, was man mit den Meatballs Gutes kochen kann. Die Rezepte dazu kreierte die TV-Köchin Meta Hiltebrand. Die Kampagne läuft in diesen Wochen schweizweit.

Verantwortlich bei Bell: Davide Elia (Leiter Marketing/Kommunikation), Nicole Schaad (Projektleiterin Werbung), Micha Roth (Projektleiter Marketing). Verantwortlich bei Werbeanstalt Schweiz: Reto Dürrenberger (Strategie), Sarah Hiltebrand (CD), Beat Fedier (Text/Konzept), Mike Surovka, Daniele Pucci (AD), Sandra Städler (Beratung), Andi Laub (DTP). Fotografie: Eugen Leu & Partner AG. Bildbearbeitung: Ansichtsache.

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Bertelsmann: Umsatz und Gewinn leicht gesteigert

Europas grösster Medienkonzern Bertelsmann hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2011 Umsatz und Gewinn leicht gesteigert. Die Erlöse aus fortgeführten Unternehmensbereichen erhöhten sich von Januar bis September um 2,3 Prozent auf 10,7 Milliarden Euro.

Das Konzernergebnis stieg auf 377 von 357 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Das operative Ergebnis wurde leicht durch Ausgaben für neue Geschäfte belastet und belief sich auf 1,03 Milliarden Euro nach 1,04 Milliarden Euro im Vorjahr.

Ende August hatte Bertelsmann angesichts der trüben Konjunkturaussichten die Erwartungen an das Jahr gedämpft. Demnach soll das operative Ergebnis nicht mehr die 1,85 Milliarden Euro des Vorjahres erreichen, sondern ein wenig darunter liegen. Dies bestätigte der Konzern nun, ebenso wie den Ausblick auf ein steigendes Konzernergebnis bei moderatem Umsatzwachstum. (SDA)
 

Stailamedia: Neuer Interregio-Pool erschliesst ländliche Schweiz

Stailamedia bündelt die regionalen Titel seines Portfolios und lanciert einen interregionalen News-Pool. Damit ermöglicht der Online-Vermarkter Platzierungen neu auch in den ländlichen Gegenden der Schweiz.

Der Interregio-Pool erreicht gemäss Mitteilung jeden Monat 720'000 Unique User bei mehr als 8'700'000 Page Impressions. Neben den wichtigsten Webseiten der AZ-Medien sowie der Südostschweiz und des Bieler Tagblattes umfasst der Interregio-Pool auch die Seiten von Le Monde, Le Figaro, den Freiburger Nachrichten, dem Walliser Boten und vielen weiteren regionalen News-Portalen. Der interregionale Pool erreiche nationale Reichweiten in allen drei Sprachen im Umfeld redaktionell hochwertiger News und sorge damit für die ideale Ergänzung zu den bisher verfügbaren, ausschliesslich urbanen News-Pools in der Schweiz, so Stailamedia.
 

Der Landbote und Publicitas beenden Zusammenarbeit

Die Ziegler Druck- und Verlags-AG und die Publicitas beenden ihre langjährige Zusammenarbeit für die Vermittlung von Inseraten im Landboten, im Winterthurer Stadtanzeiger sowie für die Winterthurer Kombi per 31. Dezember 2011.

Publicitas werde die Titel aus ihrem Angebot entfernen und im Werbemarkt nicht mehr anbieten, heisst es in einer Mitteilung von Ziegler. Die Kombinationen «Zürcher Regionalzeitungen» (ZRZ) und «Stellen Nordost» seien davon nicht betroffen und könnten weiterhin auch über Publicitas abgewickelt werden.

Das Verkaufs- und Administrationsteam des Landboten unter der Leitung von Anzeigenleiter Roland Alt sei bereit, auch die Bedürfnisse der bisherigen Publicitas-Kunden zu erfüllen, heisst es weiter. Für national werbende Grosskunden und Agenturen stehe wie gewohnt Peter Menzato zur Verfügung.

> Publicitas brach nun auch mit der Basler Zeitung
> Publicitas lässt «unwesentliche» Verlage fallen

Verein «info-en-danger» aufgelöst

Der 2005 für die Verteidigung der journalistischen Ethik und der Meinungsfreiheit gegründete Verein «info-en-danger» (Medien in Gefahr) hat sich aufgelöst. In dem Verein hatten sich rund 600 Westschweizer Journalisten und Sympathisanten zusammengefunden.

Die Mitglieder von «info-en-danger» befanden gemäss Communiqué an einer Generalversammlung, das Ziel, die öffentliche Meinung für die Probleme der gedruckten Presse zu sensibilisieren, sei teilweise erreicht worden. Eine unabhängige und glaubwürdige Medienberichterstattung sei ein Grundrecht der Bürger und eine Pflicht für die Journalistinnen und Journalisten sowie die Verleger, hatte der Verein stets betont. Eine Hauptforderung war auch gewesen, Werbung müsse klar von redaktionellen Beiträgen getrennt werden. (SDA)

 

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