Zu guter Letzt: Geburtenkontrolle à la Peta

Die Tierschutzorganisation Peta hat Kondome für Jäger entwickelt, damit sich diese nicht fortpflanzen. Die Jäger haben (unfreiwillig) mitgespielt.

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Die Freizeit damit zu verbringen, Tiere über den Haufen zu schiessen, ist in den Augen vieler Menschen ein ziemlich doofes Hobby. Erst recht, wenn man dafür in ferne Länder fliegt und viel Geld für das Erlegen möglichst grosser und seltener Tiere bezahlt. Ab und zu kommt mal ein Fall an die Öffentlichkeit, zum Beispiel wenn ein Zahnarzt zum Spass einen sehr berühmten, alten Löwen erschiesst und das Foto danach über Facebook teilt. Aber auch wenn das Opfer nicht Prominent ist: Tierschutzorganisationen wie Peta finden jagen in jedem Fall unnötig und verwerflich. Da die Leidenschaft für den fragwürdige Freizeitspass meist von Generation zu Generation weitergegeben wird und Argumente meist nur auf taube Ohren stossen, hat Peta zusammen mit der Agentur Mulenlowe Kondome speziell für Jäger lanciert: Huntsman. Und diese in Jägerkreisen mit Kampagnen und Promo-Aktivitäten verbreitet – inklusive eigener Website. Gut Schuss! (hae)

Fotojournalisten und Festivals einigen sich zu Arbeitsbedingungen

Erstmals in der Schweiz haben Fotojournalisten mit grossen Musikfestivals in der Romandie eine Charta mit gegenseitigen Rechten und Pflichten unterzeichnet. Auslöser waren immer stärkere Einschränkungen für Fotografen im vergangenen Jahr.

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In der Westschweiz hatte es vor allem an den Musikfestivals Paléo in Nyon und dem Montreux Jazz Festival Konflikte zwischen Fotografen und Festivalbetreibern gegeben. Darauf arbeiteten die Fotografen und die Festivals einvernehmlich eine Charta zu den Arbeitsbedingungen aus. Ziel ist es, dass die bisherigen Einschränkungen nicht weiter ausgedehnt oder zu einer unumstösslichen Gewohnheit werden, wie der Berufsverband Impressum am Mittwoch mitteilte. Das sei mit der Charta erreicht worden. Fotografen können grundsätzlich mindestens während der ersten drei Stücke der Künstler Bilder aufnehmen. Die Festivals verpflichten sich zudem, ihnen angemessene Bereiche zur Verfügung zu stellen. Weiter verpflichten sich die Festivals, sich bei den Künstlern dafür einzusetzen, dass diese kein Einsichtsrecht, keine Abtretung der Bildrechte sowie keine zeitliche Beschränkung für die Verwendung der Fotografien verlangen. Zudem müssen die Festivals offenlegen, wenn von ihnen herausgegebene Bilder retouchiert oder vom Künstler genehmigt wurden. Derzeit gilt die Charta nur für das Paléo und das Montreux Jazz Festival, sagte Laurent Gilliéron vom Vorstand der Schweizer Fotojournalisten. Man habe noch nicht die Zeit gehabt, auf andere Veranstaltungen zuzugehen.

Festivals zufrieden

Die Festivals zeigen sich zufrieden. Diese Charta lege Eckwerte fest und könne vorbeugen, sagte Antoine Bal, Mediensprecher des Montreux Jazz Festival. Er rief zugleich die Rolle des Festivals in Erinnerung, das als Scharnier zwischen Management der Musiker und den Fotografen diene. Auch das Paléo zeigt sich «sehr zufrieden», wie Mediensprecherin Michèle Müller sagte. Man arbeite seit Jahren daran, dass es so wenig Einschränkungen wie möglich gebe. Es sei auch im Interesse der Festivals, dass qualitativ gute Bilder in der Presse erscheinen würden. (SDA)

Foto: hae/Werbewoche

Ferris Bühler benennt Flugzeuge von Edelweiss

Die Schweizer Ferienfluggesellschaft Edelweiss vergrössert ihre Flotte und benennt die Flugzeuge neu. Ferris Bühler Communications hat dafür ein Namenskonzept entwickelt und umgesetzt.

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In den letzten Wochen hat Edelweiss gleich zwei neue Maschinen in die Luft geschickt: Begleitet mit spektakulären Events am Flughafen Zürich wurde ein Airbus A330-300CT auf „Chäserrugg“ und ein A320 auf «Blüemlisalp» getauft. Verantwortlich für das neue Namenskonzept und seine Umsetzung zeichnet sich Ferris Bühler Communications. Die Badener PR- und Storytelling-Agentur lässt die neuen Flugzeuge unter dem Motto «Wo Edelweiss zu Hause ist» fliegen. Sie werden nach heimischen Ferienregionen benannt, an denen Edelweisse tatsächlich wachsen und werben so weltweit für die Schweiz.

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Das Konzept wird in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Ferienregionen umgesetzt. Ferris Bühler Communications konzipierte dazu heimische Entspannungsinseln, die Fernweh vermitteln. So ist Edelweiss in den entsprechenden Partnerregionen mit einer hölzernen Ruhebank in Form von Flugzeugsitzen präsent. Ein spezieller Wegweiser verrät den Wanderern die Anzahl Flugstunden zu Traumdestinationen des Edelweiss-Streckennetzes. Die helvetischen Ferienmomente können die Touristen mit dem Hashtag #flyedelweiss versehen und auf Instagram teilen. Der erste Edelweiss-Flugsitzbank wurde am letzten Wochenende am Oeschinensee in Zusammenarbeit mit Kandertal Tourismus feierlich eingeweiht.

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Verantwortlich bei Edelweiss: Corinne Römer (Projektleitung), Andreas Meier (Corporate Communications). Verantwortlich bei Ferris Bühler Communications: Ferris Bühler (Creative Direction), Ennie Bertelli (Projektleitung & Events), Olga Cudakova (Creative Team), Markus Tofalo/Selica Media (Creative Team)
 

Pinterest setzt verstärkt auf Online-Handel

Der Foto-Dienst Pinterest will sich stärker als Plattform für Online-Shopping etablieren. Das Start-up aus San Francisco führt einen eigenen Einkaufskorb ein, in dem Artikel verschiedener Anbieter abgelegt werden können.

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Die zunächst nur in den USA verfügbare Funktionen ergänzt die «Kaufen»-Buttons, die Händler in Fotos mit Artikeln einbinden können. Über Partnerschaften mit 20'000 Händlern seien rund zehn Millionen Produkte über Pinterest verfügbar, gab das Unternehmen in einem Blogeintrag am späten Dienstag bekannt. In der Schweiz wurden die Einkaufs-Funktionen bisher nicht eingeführt. Bei Pinterest können Nutzer Fotos aus dem Netz in Online-Kollektionen speichern und in Bilder-Sammlung stöbern. Der Dienst versteht sich als eine «visuelle Suchmaschine» und will eine Rolle als Ideengeber spielen, zum Beispiel wenn sich Leute nach Inspiration für neue Hauseinrichtung, Mode oder Reisen umsehen. Dazu passt auch der Einkaufs-Fokus: Die Nutzer kämen oft zu Pinterest, wenn sie auf der Suche nach etwas seien, betont Mitgründer und Chef Ben Silbermann. Zudem wird eine Funktion, bei der ähnliche Foto-Inhalte – egal, ob Möbel, Gebäude oder Mode – innerhalb der Plattform gefunden werden konnten, weiterentwickelt. Pinterest experimentiert mit der Möglichkeit, auch Objekte aus der realen Welt über die Kamera auf der Plattform zu finden. Eine ähnliche Funktion bietet zum Beispiel auch der Mode-Händler Zalando über seine App für Bekleidung an. Für Einkäufe direkt bei Pinterest spielt nach aktuellen Zahlen der sogenannte Home-Feed, in dem eine Auswahl von Bildern für den jeweiligen Nutzer angezeigt wird, eine zentrale Rolle. Rund 30 Prozent der Käufer schlagen bei den dort angezeigten Produkten zu. Ein Viertel finde die Waren über eine Suchanfrage.

Weniger störende Werbung

Aktuell sind die zentrale Geldquelle von Pinterest sogenannte «bezahlte Pins», die von Marken im Sichtfeld eines Nutzers platziert werden können. Das Start-up zeigt sich überzeugt, dass solche Werbung weniger störend empfunden wird als bei anderen Online-Diensten, weil sie zu aktuellen Interessen der User passe. In diesem Umfeld könnten auch die «Kaufen»-Buttons platziert werden, die Marken grundsätzlich nichts kosteten, wie Silbermann betonte. «Wir wollen für das Entdecken von Neuem das schaffen, was Google für die Websuche erreicht hat», sagte er. Dabei sieht Silbermann eine Stärke des Dienstes darin, dass die Kollektionen von Foto-«Pins» von den Nutzern zusammengestellt würden. «Menschen organisieren Inhalte anders als Computer – zum Beispiel Gerichte nach dem Geschmack. Computer würden eher nach Inhaltsstoffen sortieren», erläuterte er. Die Firma aus San Francisco hat über 100 Millionen aktive Nutzer weltweit. Konkrete Angaben zu einzelnen Ländern macht Pinterest nicht. Für dieses Jahr stehe eine weitere Globalisierung des Geschäfts auf der Agenda, sagte Silbermann. Pinterest war bei einer Finanzierungsrunde im vergangenen Jahr laut Medienberichten mit 11 Milliarden Dollar bewertet worden. Nach Informationen des Wall Street Journal machte das Start-up im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 100 Millionen Dollar. (SDA)

3D-Printing – der ewige Trend im Umbruch

Jeden beliebigen Gegenstand auf Knopfdruck ausdrucken – so lautet das einfache und fast magische Versprechen, das hinter 3D-Printing steckt. Wie steht es eigentlich um den «ewigen» Emerging Trend 3D-Printing, der mittlerweile auf eine über 30-jährige Geschichte zurückblickt?

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Ein Gastbeitrag von Sandro Morghen, Senior Experience Designer bei Nexum Schweiz.

Nur wenige Technologien wurden in den vergangenen zehn Jahren so intensiv und vielseitig beleuchtet und von den Medien so aufmerksam verfolgt wie 3D-Printing; und vermutlich kaum eine Technologie ist so breitgefächert und ausgestattet mit so vielerlei technischen und kommerziellen Implikationen wie die im Grunde einfache Idee, jeden nur erdenklichen Gegenstand auf Knopfdruck zu reproduzieren.

Die Fülle der Anwendungen, welche vom profanen Marketinggag bis zur anspruchsvollen Hightech-Innovation reicht, umfasst eine Vielzahl von Lebens-, Wirtschafts- und Wissenschaftsbereichen: Während das Anfertigen von verblüffend detailgetreuen Miniaturstatuen der eigenen Person, das Ausdrucken kleiner Schmuckgegenstände oder die Herstellung einfacher Ersatzteile noch zu den trivialeren Einsatzgebieten gehören, scheint das Spektrum des Erreichbaren um ein Vielfaches grösser. So arbeiten Forscher bereits heute an den Grundlagen, um demnächst weitaus futuristischer anmutende Erzeugnisse wie menschliches Gewebe, Implantate oder gar Kunstfleisch durch den 3D-Drucker zu pressen. Sensationsmeldungen aus der Welt des 3D-Printings sorgen regelmässig für Schlagzeilen in den Medien. So etwa wurde 2014 das erste 3D-gedruckte Auto vorgestellt – 44 Stunden dauerte der Druckvorgang, und im April dieses Jahres erblickte der erste nach dem 3D-Printing-Verfahren hergestellte Roboter, der ohne weitere Montagevorgänge auskommt, gewissermassen das Licht der Technologiewelt.

Die Macht der Daten

Für eine hitzige Diskussion sorgte 2013 der damals 25-jährige amerikanische Internet- und Waffenaktivist Cody Wilson, der die kompletten 3D-Druck-Daten für das Ausdrucken einer funktionierenden Schusswaffe im Internet veröffentlichte. Die Debatte, welche Wilson einen Platz in der Rangliste des «Wired Magazine» der 15 gefährlichsten Menschen weltweit einbrachte, machte deutlich, dass die «Magie», die sich hinter der Technologie verbirgt, nicht nur durch die Konstruktion der 3D-Drucker alleine zu erklären ist, sondern zu einem wesentlichen Anteil auch von den zur Verfügung stehenden 3D-Druckdaten bestimmt wird. Denn wird ein 3D-Drucker nicht mit den entsprechenden Daten gefüttert, ist er ungefähr so nützlich wie ein Smartphone ohne Internetverbindung.

Daher überrascht es auch nicht, dass sich 3D-Printing zunehmend zu einem primär daten- und internetgetriebenen Phänomen entwickelt. Die Firma Makerbot, Pionierin in der Herstellung von 3D-Druckern für den Heimgebrauch, hat mit der Website thingiverse.com ein soziales Netzwerk für 3D-Druckdaten geschaffen und steht stellvertretend für den Trend zur immer stärkeren Digitalisierung der Technologie. Auf der Website laden User die Druckdaten ihrer selbstdesignten 3D-Entwürfe hoch, laden die Werke anderer herunter und sind daneben mit Likes, Kommentaren und Shares aktiv. Thingiverse gilt als Erfolgsstory – die Plattform meldet beachtliche Wachtsumszahlen. Das Angebot der gegenwärtig über 50'000 verfügbaren Designs reicht von Werkzeugen, Gadgets und Spielzeugen über Schmuck, Haushaltshilfsmittel und Kunst bis hin zu Zubehör für 3D-Printer. Die zur Schau gestellten Arbeiten erweisen sich mal als sehr, mal als mässig nützlich, zeugen aber insgesamt von einer lebendigen Bewegung, getragen durch eine begeisterte Fan-Community, welche die Vision und Faszination antreibt, Objekte jederzeit, und das ist bemerkenswert, unabhängig von Unternehmen und einer organisierten Fabrikation, zu Hause am Schreibtisch herzustellen. Makerbot selbst sieht seine Zukunft längst nicht mehr ausschliesslich in der Entwicklung von 3D-Druckern, sondern zunehmend im Ausbau des thingiverse-Universums, und hat im April dieses Jahres die eigene Produktion nach China ausgelagert, was unter Experten als Zäsur gilt.

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Social Network für die 3D-Printing-Community: Auf thingiverse.com entdecken User Hundertausende Produktentwürfe. (Bild: Screenshot thingiverse.com)

B2B und Prototyping im Fokus

So faszinierend die Grassroot-Bewegung der 3D-Printing-Nerds sein mag, den kommerziellen Durchbruch mit Consumer-Geräten auf jedem Schreibtisch hat sie bis anhin noch nicht geschafft. Dennoch prognostiziert das amerikanische Marktforschungsunternehmen IDC einen Anstieg der weltweiten jährlichen Investitionen in die 3D-Printing-Technologie von 11 Milliarden USD in 2015 auf an die 27 Milliarden USD bis Ende 2019. Die Fachwelt sieht im 3D-Printing in erster Linie eine Technologie, von der vor allem produzierende Unternehmen profitieren.

Das Forschungsinstitut hat im Rahmen ihrer Studie im Speziellen auch den Einsatz von 3D-Printing in der Automobilindustrie untersucht und fand heraus, dass 2015 3D-Drucker zu rund 90% für Prototyping bzw. Rapid-Prototyping-Zwecke im Einsatz waren. Lediglich zu 10% wird, laut IDC, die Technologie zu reinen Produktionszwecken verwendet.

Ein Technologie-Chamäleon

Hat 3D-Printing nun also als Prototyping-Technologie seine definitive Bestimmung gefunden? Dazu eine abschliessende Aussage zu machen wäre verfrüht. Denn die Veränderung ist eine der wenigen Konstanten des Phänomens 3D-Druck. Kaum eine Technologie hat sich über die Jahrzehnte, einem Chamäleon gleich, so stark gewandelt und immer wieder neu ausgerichtet, wie dies beim 3D-Printing zu beobachten war. Und kaum eine Technologie hat eine über 30-jährige Entwicklungsgeschichte hinter sich gebracht, ohne bislang den kommerziellen Mainstream erreicht zu haben.

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Eine kühne Idee wird erwachsen: HP hat sich mit der «HP Jet Fusion» Reihe im Highend-Bereich in Position gebracht. (Bild: HP)

3D-Printing im Wandel der Zeit

Erfunden wurde 3D-Printing 1983, nur wenige Jahre nach der Einführung des ersten IBM-PCs unter dem etwas sperrigen Begriff «Stereolithografie». Brachten vor Beginn der Internet-Ära die Verkleinerung der Geräte und immer wieder neue Materialien und verbesserte Druckverfahren 3D-Printing stetig weiter, scheint nicht zuletzt die fortschreitende Digitalisierung wie ein Brandbeschleuniger auf die Technologie einzuwirken. Noch nie waren die Erwartungen an die Möglichkeiten der 3D-Printing-Technologie so hoch wie heute. Und: Noch nie war die Euphorie gerechtfertigter als heute. Das hat mitunter auch mit den erstaunlichen Fortschritten zu tun, welche die Wissenschaft in Disziplinen wie Medtech, Foodtech, Materialforschung oder Nanotechnologie erreicht hat oder eben mit den Errungenschaften in Digitaltechnologien wie der Künstlichen Intelligenz oder Virtual Inventory (um z. B. 3D-Druckdaten im Web verfügbar zu machen).

3D-Printing war schon immer eng mit dem Fortschritt in anderen Bereichen verknüpft und so sehen Experten beachtliche Potenziale insbesondere in der Verwendung innovativer, neuer Materialien wie Kohlefasern, pulverisiertem Metal oder Titan, um die mechanischen, chemischen und thermischen Eigenschaften der gedruckten Erzeugnisse radikal zu verbessern. Auch die Fortschritte bei der Erforschung der Künstlichen Intelligenz sollen nach Meinung von Forschern 3D-Printing in nächster Zukunft noch weiter beflügeln. Bereits wurde das welterste Auto-Chassis vorgestellt, welches auf der Basis von AI-Algorithmen entworfen und anschliessend auf einem 3D-Drucker ausgedruckt wurde, und erst kürzlich sorgte die verblüffend detailgetreue Replikation eines Rembrandt-Gemäldes für weltweites Aufsehen. Dabei wurde der verwendete 3D-Drucker nicht etwa durch einen Menschen mit den notwendigen Daten gefüttert – die Programmierung erfolgte in diesem Fall durch Künstliche Intelligenz.

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Auto-Chassis aus dem AI-Labor: Intelligente Algorithmen entwerfen selbstständig eigene Designs und drucken diese auf dem 3D-Drucker aus. (Bild: Forbes.com)

Bei der distribuierten Produktion («Distributed Manufacturing») sind in näherer Zukunft ebenfalls Innovationen im Bereich des 3D-Printings zu erwarten, und geht es nach der Meinung von Experten, darf in Zukunft auch mit einer spürbaren Verkürzung der Druckvorgänge gerechnet werden, was wiederum weitere, aufregende Anwendungsfelder hervorbringen dürfte.

Bewegung im Schweizer Markt

Auch in der Schweiz wächst die Begeisterung für das Thema «3D-Printing». Zahlreiche Agenturen, Kreativateliers sowie sogenannte «Fablabs» bieten die unterschiedlichsten Dienstleistungen an. Das bisweilen bunte Serviceangebot umfasst das Anfertigen von 3D-Drucken ab mitgebrachten Daten, vergleichbar mit den traditionellen Print- und Copy-Shops, die Unterstützung bei der Herstellung von Rapid-Prototypes, aber auch Seminare und die Beratung in strategischen Themen in Bezug auf 3D-Printing. Und mit Herstellern wie beispielsweise Delta Tower sind längst auch 3D-Drucker «made in Switzerland» erhältlich.

Jede Innovation hat ihren Zeitpunkt

Ist es richtig 3D-Printing, angesichts der vielen Jahre, während derer wir bereits auf einen endgültigen Durchbruch in den Mainstream warten, als «Zangengeburt» zu bezeichnen? Schliesslich dürfen andere Technologietrends in der Vergangenheit von sich behaupten, in deutlich kürzerer Zeit ganze Märkte umgekrempelt zu haben. Denken wir an den vergleichsweise rasanten Aufstieg des Personal Computers oder an Apples iOS-Universum. Mag sein. Doch wenn uns die Geschichte eines gelehrt hat, dann die Weisheit, dass jede Innovation ihren Zeitpunkt hat, und das gilt auch für 3D-Printing.

Weitere Informationen und Quellen:

 

http://www.augment.com/blog/technology-trends-2016-augmented-reality-and-3d-printing/
http://www.talentinternational.com/is-3d-printing-the-next-hot-startup-trend/
http://news.mit.edu/2016/first-3d-printed-robots-made-of-both-solids-and-liquids-0406
http://www.theverge.com/2016/4/25/11503360/makerbot-manufacturing-outsource-china-industry-city
http://www.techrepublic.com/article/3d-printing-the-trends-that-will-change-the-game-in-2016/
http://www.forbes.com/sites/ricksmith/2016/01/12/8-hot-3d-printing-trends-to-watch-in-2016/#493d75f7319a
https://en.wikipedia.org/wiki/Cody_Wilson
https://de.wikipedia.org/wiki/3D-Druck
www.makerbot.com
www.thingiverse.com
https://en.wikipedia.org/wiki/Strati_(automobile)
http://www.pcworld.com/article/3053520/analytics/ai-just-3d-printed-a-brand-new-rembrandt-and-its-shockingly-good.html

 

Neue SRF-Eventshow: «Ich schänke dir es Lied»

SRF präsentiert im Frühling 2017 die fünfteilige Eventsendung «Ich schänke dir es Lied». Im Zentrum der neuen Samstagabendshow stehen die Musik und die ganz persönlichen Geschichten hinter den Songs.

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Ein Lied sagt mehr als 1000 Worte. In der Sendung «Ich schänke dir es Lied» erzählen Menschen ihre persönliche Geschichte. Und sie überraschen eine bestimmte Person mit einem Lied, dem Song ihrer gemeinsamen Geschichte: von der romantischen Popballade bis hin zu Volksliedern, Rap- oder Rocksongs – für Momente der Freundschaft, des Verliebtseins, des Abschieds oder des Glücks. Dargeboten wird dieses Lied jeweils von einem bekannten Künstler – der Fokus liegt hierbei auf Schweizer Musikern. SRF möchte das nationale Musikschaffen fördern und mit diesem Event heimischen Künstlern eine Plattform bieten.

Die Überraschung für den Beschenkten kann überall stattfinden: in der Fussgängerzone, im eigenen Garten, in der Bürokantine oder eben live im Studio. Mal ist sie riesig, mal klein und intim – immer aber geschieht sie aus gutem Grund.

In vier Liveshows aus der Bodensee-Arena in Kreuzlingen gibt es je zehn Menschen, zehn Geschichten, zehn Überraschungen und zehn Lieder. Die Zuschauerinnen und Zuschauer wählen in jeder Sendung drei der zehn Songs aus, die sie besonders berührt haben – in der fünften und letzten Liveshow stehen schliesslich zwölf der insgesamt 40 Songs für das finale Voting zur Auswahl. Das Publikum entscheidet am Ende, welches der emotionalste Song aus allen «Ich schänke dir es Lied»-Sendungen ist.

Die Moderation und die genauen Sendedaten gibt SRF zu einem späteren Zeitpunkt bekannt. Für die Show bewerben kann man sich unter srf.ch/ichschaenkedireslied.

Wiegand: «Wir vertrauen unseren Quellen»

Verdienen deutsche Fussball-Experten Millionen? Nach der harschen Kritik an der Recherche von Kress Pro fordert Chefredaktor Wiegand nun ARD und ZDF dazu auf, die Verträge offenzulegen.

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Das deutsche Branchenmagazin Kress Pro mit Chefredaktor Markus Wiegand hat am Mittwoch viel Staub aufgewirbelt: Recherchen sollen ergeben haben, dass ARD-Experte Mehmet Scholl und ZDF-Fachmann Oliver Kahn jährlich mit siebenstelligen Euro-Beträgen entschädigt werden sollen (Werbewoche.ch berichtete).

Als Reaktion kritsierten sowohl ARD, wie auch Oliver Kahn das Magazin harsch. ARD sprach von «beinahe schon vorsätzlicher Bösartigkeit», Kahn bezeichnete die Recherche als «eklatante Falschmeldung» und appellierte an die publizistische Verantwortung der Medien.

Am Donnerstag nun die Reaktion aus dem Kress-Lager. Kress Pro Chefredaktor Markus Wiegand fordert in einem Kommentar ARD und ZDF auf, die Verträge offenzulegen. Denn er hält an den von ihm veröffentlichten Zahlen fest. «Wir haben die Geschichte nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert und vertrauen unseren Quellen.»

Auch Kress.de-Chefredaktor Bülend Ürük kritisiert die Reaktion der Öffentlich-Rechtlichen auf die Recherche. «Wenn es eng wird, ist Angriff oft die beste Verteidigung». Intendanten, Direktoren und ihre Vollstrecker in den Sportredaktionen hätten sich «vom Rausch der Zahlen für Übertragungsrechte, Millionengagen für Kicker und eine kaum steigerbare Kommerzialisierung des Fussballs anstecken lassen».

Etwas transparenter ist die Lage in der Schweiz – und weit weniger spektakulär. Gegenüber Tagesanzeiger.ch macht SRF-Studioexperte Andy Egli kein Geheimnis aus seinem Gehalt: «Pro Studiogang erhalte ich 2000 Franken inklusive Spesen und Sozialabgaben. Für einen ganzen Tag mit drei EM-Spielen gab es 3000 Franken, für einen Tag mit zwei Partien 2500 Franken.» Ein anderer Experte, der nicht genannt werden möchte, hat hingegen ebenfalls kein Interesse daran, dass seine Entlöhnung in den Medien diskutiert wird: «Es geht niemanden etwas an, was ich für ein Honorar erhalte. Es gibt eine gewisse Summe für ein Spiel, die jeder für sich persönlich mit SRF aushandeln muss.» (hae)

Beachten Sie unsere neue Umfrage zum Thema (rechts).

Jede zweite Gratis-App fordert Zugriff auf sensible Informationen

Ganz umsonst gibt es selten etwas. Das gilt auch für Apps: Ein Studie stellt eine Wechselbeziehung zwischen Preisen und Privatsphäre fest. Je günstiger eine mobile Applikation, desto eher fordert sie Zugriffsrechte auf persönliche Daten.

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Wer beim Download einer App gefragt wird, ob er Zugriffsrechte wie «den Aufenthaltsort der Nutzer zu erfassen» oder «Daten über das Internet zu versenden» erlauben will, sollte sich eine Zustimmung vielleicht noch einmal überlegen. Denn diese Rechte sind aus Sicht einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) als datenschutzrechtlich problematisch einzustufen. Mit der Studie haben die Autoren untersucht, in welchem Ausmass mobile Applikationen dazu in der Lage sind, in die Privatsphäre von Nutzern und Nutzerinnen einzudringen und Informationen über deren Verhalten zu sammeln.

Die Untersuchung kommt zum Schluss, dass jede zweite Gratis-App Zugriff auf sensible Informationen hat. Knapp über 50 Prozent der kostenfreien Apps verlangten die als problematisch eingestuften Berechtigungen, heisst es in der am Dienstag veröffentlichten Studie. Bei den kostenpflichtige Apps liege dieser Anteil hingegen lediglich bei 20 Prozent. Für die Anbieter der günstigen und kostenfreien Apps geht die Rechnung dennoch auf: Die Möglichkeit, auf persönliche Informationen der User zugreifen zu können, hat für die Anbieter einen Wert. Ihren Gewinn machen sie mit dem Verkauf von Produkten und Diensten durch die App oder alternativ mit personalisierter Werbung sowie dem Handel mit den gesammelten Daten.

Aufenthaltsort und Adressbuch

Insgesamt identifizierten die Autoren 136 verschiedene Rechte, von denen sie 14 als problematisch für den Schutz der Privatsphäre einstufen. Darunter fällt beispielsweise auch das Recht «das Smartphone mit einer eindeutigen ID zu identifizieren». Rund 40 Prozent aller Apps nähmen mindestens eines dieser problematischen Rechte in Anspruch, lautet das Fazit. 28 Prozent der Apps hätten dabei die Möglichkeit, App-User eindeutig über deren ID zu identifizieren. Ausserdem verfügten App-Anbieter bei 24 Prozent aller Apps über die Möglichkeit, den Ort der Nutzer und Nutzerinnen zu erfassen. Weitere acht Prozent der Apps können auf das Adressbuch der User zugreifen.

Vertrauen in den «guten Ruf»

Zwar lassen die Hinweise auf die geforderten Zugriffsrechte die User bei einem Download-Entscheid nicht völlig kalt. Apps, die kritische Berechtigungen verlangen, werden laut der Studie weniger häufig installiert. Allerdings falle dieser Effekt eher gering aus und verschwinde nahezu komplett, wenn App-Anbieter bereits über eine gewisse Bekanntheit verfügten. Die Autoren beobachten hier einen «Reputationseffekt», der die User dazu veranlasse, bereitwilliger sensible Informationen zu teilen. Für die Untersuchung wurden die verfügbaren Apps des Google Play Store im Jahr 2012 untersucht. (SDA)

Uni-Berichte der Weltwoche: Jetzt geht es ins Beweisverfahren

Zwei Parteien, zwei Perspektiven: Bei der Artikelserie in der Weltwoche handle es sich um «unverantwortlichen Journalismus», sagte der Anwalt der beiden Uni-Professoren am Dienstag vor dem Zürcher Bezirksgericht.

Der Anwalt der Zeitschrift spricht indes von «gerechtfertigtem Journalismus». Die beiden Professoren Philipp Sarasin und Svenja Goltermann haben eine Klage wegen Persönlichkeitsverletzung gegen die Weltwoche und deren Journalisten Philipp Gut eingereicht. Im Zivilverfahren verlangen die beiden bei der Universität Zürich angestellten Historiker unter anderem eine Genugtuung in einer vor Gericht nicht bezifferten Höhe (Werbewoche.ch berichtete). Zudem sollen verschiedene in der Weltwoche erschienene Artikel im Internetarchiv gelöscht, dafür das Urteil, das dereinst gefällt wird, in der Zeitschrift publiziert werden.

In der Weltwoche wurde ab Oktober 2014 die These vertreten, dass Professor Sarasin seiner Geliebten Goltermann zu einer Stelle an der Uni verholfen haben soll. Er sei während des Auswahlverfahrens in den Jahren 2009 bis 2011 nicht in den Ausstand getreten. Die Weltwoche schrieb von «Beziehungskorruption». Die beiden Professoren gaben an, erst 2013, also lange nach dem Berufungsverfahren, ein Paar geworden zu sein.

Der Anwalt der Professoren wies am Dienstag vor dem Bezirksgericht Zürich auf 19 Artikel in 14 Ausgaben hin: Er sprach von «beispiellosem, unverantwortlichem Journalismus». Von den Anschuldigungen sei nichts wahr. Es gebe keinen Beweis, welcher die Artikel bestätigen würde. Sieben verschiedene Quellen Von einem «gerechtfertigten Journalismus» sprach hingegen der Verteidiger des Journalisten. Philipp Gut habe demnach sieben verschiedene Informanten, die teilweise aus dem Uni-Umfeld stammen würden. Diese würden die These bestätigen.

Erwartungsgemäss kündigte der Anwalt aber an, dass sich Gut auf den Quellenschutz und das Redaktionsgeheimnis berufen und die Namen nicht preisgeben wird. Das Gericht klärt nun ab, ob Zeugen befragt werden sollen. Wann mit einem Entscheid in diesem Zivilverfahren zu rechnen ist, ist offen. Im Herbst steht vor dem Zürcher Bezirksgericht in der selben Causa ein Strafverfahren an: Die Staatsanwaltschaft hat unter anderem wegen übler Nachrede eine Anklage erhoben. (SDA)

Zu guter Letzt: Mauer-Bauer

Ein Werbespot zeigt, wie Donald Trumps Mauer einst aussehen könnte. Vermutlich wird die Realität weit weniger lustig.

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Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen. Ausser Donald Trump. Sein Wunderwerk soll einst mexikanische Immigranten davon abhalten, illegal über die Grenze nach Nordamerika zu gelangen. Um Amerika finally great again zu machen, muss er aber erst mal Präsident werden. Nachdem man aber bereits in Grossbritannien gesehen hat, dass sich viele Menschen erst im Nachhinein genauer damit befassen, ob und was sie hätten wählen sollen, ist man im Herbst auf alles gefasst. Bis es soweit ist, zeigt uns die Werbung, in welche Richtung es gehen könnte. Von der Agentur 180LA kreiert und von Oscar-Preisträger Bob Richardson («Django Unchained», «Inglourious Basterds») gefilmt, zeigt der Spot, wieso die 360-Grad-Kamera 360fly-4K gut ist. Man sieht alles, in alle Richtungen. Selbst dann, wenn es andere nicht sehen. (hae)

Markus Wiegand vs. ARD und ZDF: Knatsch um Fussballexperten-Honorare

Deutschland reibt sich die Augen: Die Fussball-Experten Oliver Kahn und Mehmet Scholl sollen für ihre Einsätze Millionen-Honorare erhalten. Doch ARD und Oliver Kahn dementiert die Zahlen in aller Deutlichkeit.

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Wie das Portal Kress.de mit Bezug auf Recherchen des Magazins Kress Pro berichtet, soll der ehemalige Fussballstar Scholl mit 1,6 Millionen Euro pro Jahr aus dem Gebührentopf für seine Dienste als ARD-Experte «entschädigt» werden. Auch der ehemalige Nationalmannschaftstorwart Oliver Kahn soll für seine ZDF-Expertisen im siebenstelligen Bereich fürstlich entlöhnt werden. Das wären pro Einsatz bis zu 50'000 Euro.

Die beiden öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten schweigen erst zu den Zahlen, geben aber an, die Experten marktgerecht bezahlen zu müssen. Verständlich, findet Kress-Chefredaktor Markus Wiegand, der die Summen als «Skandal» bezeichnet. «Die überragende Mehrheit der Zuschauer würde solche Summen niemals billigen, wenn sie davon wüsste. Darum halten ARD und ZDF die Honorare für ihre Fussballvolksaufklärer lieber geheim.» Und er geht in seinem Editorial sogar noch weiter: «Eigentlich müssten Scholl und Kahn Geld mitbringen, um die gemeinschaftlich finanzierte Plattform nutzen zu dürfen. Schliesslich vermarkten sich beide als Werbeträger und ihr Wert liegt vor allem darin, dass sie auf quotenträchtigen Plätzen dauerhaft präsent sind.»

Der ehemalige langjährige Chefredaktor der Fachzeitschrift Schweizer Journalist spricht sich generell dagegen aus, dass Übertragungen von Sport-Grossveranstaltungen von der öffentlichen Hand getragen werden müssen. Diese wären für die Privaten nämlich refinanzierbar, würden die Öffentlich-rechtlichen sie bei der Rechtevergabe nicht mit Gebührengeldern überbieten. ARD und ZDF seien Fussball-Endrunden und Olympische Spiele deshalb so viel wert, weil sie sich darüber bei der Bevölkerung Legitimation verschaffen wollen.

«Gleicht beinahe schon vorsätzlicher Bösartigkeit»

Im Laufe des Dienstags nimmt ARD dann in aller Deutlichkeit Stellung zu den kursierenden Zahlen. «Es gleicht beinahe schon vorsätzlicher Bösartigkeit, welche Zahlen auch hier im Zusammenhang mit dem Expertenvertrag von Mehmet Scholl geschrieben und vervielfältigt werden», so ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky. «Diese derzeit im Raum stehenden Summen entsprechen nicht annähernd der Realität und entbehren jedweder Grundlage». Zu vertraglichen Inhalten mit den Mitarbeitenden werde man sich aber generell nicht äussern, so Balkausky.
Auf welchen Quellen Wiegands publizierte Zahlen beruhen, steht indes noch aus.

Auch der betroffene Experte Oliver Kahn hat sich am Dienstag über Facebook zu Wort gemeldet. Es handle sich um eine «eklatante Falschmeldung, die jeglicher Grundlage» entbehre. Kress.de verbreitete eine Fehlinformation, die bewusst Neid und Missgunst in der Öffentlichkeit in Kauf nehme und den Zuschauern die Freude an der Berichterstattung vermiesen solle. Ausserdem wies Kahn darauf hin, dass er sich rechtliche Schritte gegen die Publikation vorenthalte. (hae)
 

«Songmates»: Neue Musik-Show auf SRF

Ab dem 24. Juli startet die von B&B Endemol kreierte Sendung «Songmates» auf SRF 1. Schweizer Musik-Stars erhalten die Aufgabe, innert 48 Stunden einen neuen Hit zu schreiben. Diese Challenge startet mit einem Blind-Date.

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Zwei bekannte Schweizer Musiker treffen aufeinander, ohne zu wissen, wer ihr Gegenüber ist. Das Einzige, was feststeht: Innert 48 Stunden muss ein neuer Song geschrieben und produziert sein. Die beiden Songmates bilden eine Schicksalsgemeinschaft, auserkoren vom musikalischen Leiter Adrian Stern.

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Peter Reber trifft dabei auf Anna Rossinelli. Casting-Star Luca Hänni bekommt es mit der Multi-Instrumentalistin Lea Lu zu tun. Bastian Baker sucht einen gemeinsamen Weg mit Sina. Und James Gruntz muss mit Baschi gemeinsame Sache machen. Die Song-Challenge ist aber nicht nur mit dem Druck der 48-Stunden-Deadline verbunden. Zusätzlich gibt Adrian Stern allen Songmates-Paarungen ein Songthema vor.

Songmates ist eine Mission ohne Netz und doppelten Boden. Die Tipps des einzigen Ratgebers Adrian Stern erweisen sich immer wieder als wertvoll. Den Song schreiben müssen aber die Stars ganz allein. So suchen Luca Hänni und Lea Lu erste Inspiration in ihrem Musik-Atelier. Dort erweist sich der junge Berner als kompetenter Pianist und Gitarrist. Bastian Baker trifft mit dem ersten Riff den richtigen Ton, und Sina überrascht mit «Instrumenten», die der Lausanner wohl nie im Zusammenhang mit Songwriting erwartet hätte. Es kann aber auch harzen: James Gruntz und Baschi verschenken wertvolle Stunden mit lustigen Sprüchen, Umbauten im Hotelzimmer und unzähligen Versuchen, einen Text auf die Reihe zu kriegen. Und wähnt sich das Duo Reber/Rossinelli auf der Erfolgsstrasse, merkt es bald, dass der neue Song verdächtig wie ein schon existierender Hit klingt.

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