Ostschweiz am Sonntag widmet sich dem Thema Zeit

Sieben Monate nach ihrer Lancierung setzt die Ostschweiz am Sonntag erstmals einen thematischen Schwerpunkt. Aus Anlass der Zeitumstellung gibt es in allen vier Bünden Beiträge über die Zeit, zum Beispiel eine Reportage über die letzten Tage eines Sterbenden.

„Das ganze Redaktion-Team stand sofort mit Begeisterung hinter der Idee, aus Anlass der Zeitumstellung den Schwerpunkt Zeit zu setzen“, sagte Christian Ortner, Blattmacher der Ostschweiz am Sonntag , am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.
In allen vier Bünden vom Sonntag findet man Hintergrundgeschichten und Reportagen. Das Thema Zeit zieht sich wie ein roter Faden durch alle Ressorts. Zum Beispiel erfahren die Leserinnen und Leser mehr über einen Mann, der jeweils nächtens die Uhren der Stadt umstellt oder können nachlesen, wie ein sterbender Mensch seine letzten Tage und Stunden erlebt. „Wir wollen unseren Leserinnen und Lesern einen Mehrwert bieten. Auf die gewohnten Beiträge oder die Interviews muss deshalb niemand verzichten“, versicherte Ortner.
(SDA)
 

Rod: Kampagne für ZHAW School of Engineering

Es braucht fähige Ingenieure, die ZHAW School of Engineering bildet sie aus. So die Botschaft der von Rod Kommunikation entwickelten Kampagne, die in diesen Tagen lanciert wurde.

Die Sujets gehen der Frage nach, was Ingenieurinnen und Ingenieure überhaupt tun – augenzwinkernd und anhand von alltäglichen Beispielen, bei denen nicht alles nach Plan läuft. Die Kampagne ist ab sofort on Air und macht Interessentinnen und Interessenten auf den Infotag zum Bachelorstudium aufmerksam.

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Tamedia strafft Organisationsstruktur

Das Verlagshaus Tamedia hat am Freitag angekündigt, seine Organisation per Anfang 2014 schlanker zu gestalten. Zugleich wurde bekannt, dass Eric Hoesli, publizistischer Direktor der Westschweizer Zeitungen, kündigt.

Eric Hoesli verlässt das Verlagshaus wegen Meinungsverschiedenheiten über Strategie, Organisation und Betrieb. In seinem Kündigungsschreiben hält der 56-Jährige fest, dass die Meinungsverschiedenheiten es ihm nicht mehr erlaubten, seine Verantwortung in der Westschweizer Niederlassung von Tamedia zu erfüllen, heisst es in einer Medienmitteilung von Tamedia vom Freitag. „Eine gewisse Anzahl von roten Linien“ sei überschritten worden, sagte Hoesli am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Er habe über seinen Entscheid bereits seit Wochen nachgedacht und Probleme mit Pietro Supino, Verwaltungsratspräsident von Tamedia, diskutiert.

Supino bedauert den Schritt, wie es in der Medienmitteilung hiess. Trotz der Kündigung hofft Tamedia, die Zusammenarbeit mit Hoesli weiterführen zu können und unterbreitete ihm Vorschläge auf nationaler Ebene. Dieser bat sich gemäss Tamedia aus, darüber zuerst gründlich nachdenken zu können.

Erster Chefredaktor von Le Temps

Hoesli war Chefredaktor des Wochenblatts L'Hebdo, bevor er der erste Chefredaktor der Zeitung Le Temps nach der Fusion des Nouveau Quotidien und des Journal de Genève wurde. Seit dem Verkauf des Verlags Edipresse an das Zürcher Verlagshaus Tamedia war er als publizistischer Direktor für die Westschweizer Zeitungen tätig. Er vertrat auch Tamedia im Verwaltungsrat der Schweizerischen Depeschenagentur (SDA). Tamedia kündigte in der gleichen Medienmitteilung weitere Neuorganisationen an. Die Funktion der publizistischen Leitung, die Hoesli innehatte, wird gestrichen. Die Chefredaktionen der grossen Zeitungen 24 heures, Tribune de Genève, Le Matin und Le Matin Dimanche werden dem Direktor von Tamedia Publications Romandes und Medien Deutschschweiz, Serge Reymond, unterstellt.

Leiter Zeitschriften verlässt Tamedia

Auch in der Deutschschweiz wird die Organisation verschlankt. So ist Reymond neu auch für die Chefredaktionen von Annabelle, Finanz und Wirtschaft, Das Magazin und Schweizer Familie verantwortlich. Der bisherige Leiter Zeitschriften von Tamedia, Christian Haberbeck, wird das Unternehmen in den kommenden Monaten verlassen. Die Leitung der Deutschschweizer Zeitschriften-Verlage sowie des Verlags der Finanz und Wirtschaft übernimmt ab dem 1. Januar Walter Vontobel. Die Sonntagszeitung wird neu Teil von Regionalmedien Deutschschweiz unter der Leitung von Ueli Eckstein. Die neue Organisation soll gemäss Tamedia die publizistische Autonomie und Verantwortung der verschiedenen Redaktionen stärken sowie direktere Entscheidungswege ermöglichen.
(SDA)
 

Schweiz Tourismus läutet den Winter ein

Schweiz Tourismus lanciert diese Woche die Wintersaison. Als Vorgeschmack machten am Wochenende rund 550 Skilehrerinnen und Skilehrer einen Städtetrip in drei Schweizer Städte und verrieten den Passanten ihre Tipps zum Schweizer Winter.

Die Wintersaison steht vor der Tür. Das ist seit Samstag selbst eingefleischten Unterländern klar, dafür sorgten in Zürich, Bern und Lausanne die Schweizer Winterbotschafter schlechthin: In einer von Schweiz Tourismus und Swiss Snowsports orchestrierten Aktion besuchten rund 550 Skilehrerinnen und Skilehrer aus 75 Wintersportorten die drei Städte und weckten bei den Passanten Lust auf das Schweizer Schnee-Erlebnis. Das schreibt Schweiz Tourismus in einer Mitteilung vom Samstag.

Offiziell lanciert wird die Schweizer Wintersaison diesen Montag anlässlich der beiden Medienkonferenzen in Zürich und Lausanne. Dann wird unter anderem auch die aktuelle Winterkampagne von Schweiz Tourismus präsentiert, ebenfalls mit den Skilehrern als Botschafter des Schweizer Winters.

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Zweite Runde für Schatzsuche von Samsung

In diesem Frühjahr sorgte das Spiel «Treasure Hunt» von Samsung bei der Facebook Community für Goldgräber-Stimmung. Nun lanciert Serranetga mit «Treasure Hunt 2 – Glacier Trophy» eine Neuauflage.

Seit gestern verschlägt es die Samsung Facebook Community auf einen Millionen Jahre alten Gletscher in den Schweizer Alpen. Umgeben von Schneehasen, Mammuts und Yetis geht es darum, tief in eine Gletscherspalte hinunter zu klettern und die verborgenen Schätze zu heben. Dafür kann man sich von Freunden Energie spenden lassen. Wer sich bis zum Spielende am tiefsten abgeseilt hat, gewinnt den Hauptpreis: ein Wochenende in Zermatt für zwei Personen und zwei Galaxy S4 Active. Ausserdem werden auf der Strecke immer wieder Samsung-Produkte wie Smartphones, Fernseher, Kameras und Computer verlost. Das wird in einer Mitteilung vom Freitag bekannt gegeben.

Die Erstausgabe von «Treasure Hunt» dauerte von Mitte März bis Mitte April und verzeichnete täglich über 1000 Nutzer und insgesamt über 90'000 Besuche. In den vergangenen Monaten haben Serranetga und Samsung neben «Treasure Hunt» diverse weitere Facebook-Kampagnen lanciert und so die Anzahl Facebook-Fans um über 100'000 gesteigert. Mittlerweile gehört Samsung zu den grössten Facebook-Seiten der Schweiz.

Das Spiel finden Sie hier.

Verantwortlich bei Samsung: Adrian Iten (Digital Marketing Manager), Gabriel Jenny (Social Community Specialist). Verantwortlich bei Serranetga: Samuel Textor, Pascal Deville (Creative Direction), Nicolas Hostettler (Projektleitung), Julia Miller (Illustration/Design), Thomas Blumer (Text), Diego Dirren, Erwan Eydt (Programming).

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Nouvelliste-Chefredaktor tritt ab

Jean-François Fournier, Chefredaktor der Walliser Zeitung Nouvelliste, verlässt das Blatt. Sein Nachfolger steht noch nicht fest.

Der Verwaltungsrat der Edition Le Nouvelliste und Jean-François Fournier entschieden in einer gemeinsamen Übereinkunft, das Arbeitsverhältnis zu beenden, wie der Internetseite der Zeitung zu entnehmen war. Fournier führte die Zeitung sechs Jahre lang. Die Suche für einen Nachfolger soll rasch beginnen. Unterdessen wird die Redaktion gemeinsam von den Chefredaktoren ad interim, Jean-Yves Gabbud und Pascal Fauchère, geführt.

(SDA)
 

SRG SSR und Swiss Indoors: Vertragsverlängerung

Die SRG und Swiss Indoors Basel führen ihre Partnerschaft fort. Der Vertrag wurde vorzeitig bis und mit 2018 verlängert. Das Abkommen regelt die Verwertungsrechte der Fernseh- und Radiosender sowie Multimediaplattformen der SRG.

Die langjährige Vertragspartnerschaft zwischen der SRG und den Swiss Indoors Basel bleibt auch in Zukunft bestehen, gibt das Medienunternehmen in einer Mitteilung vom Freitag bekannt. Für die Jahre 2015 bis 2018 tritt Swiss Indoors die Übertragungsrechte an die SRG ab. Im Gegenzug verpflichtet sich die SRG zur Produktion des internationalen Fernsehsignals des Turniers. Dieses wird via Satellitenverbindung allen interessierten Fernsehstationen auf der ganzen Welt angeboten. Die aktuelle Vereinbarung dauert nur noch bis 2014.

Die Partnerschaft zwischen der SRG und den Swiss Indoors besteht seit 39 Jahren. Das Turnier der ATP-Formel 500 in Basel zählt zu den prestigeträchtigsten der Welt. Roger Brennwald, Gründer und Präsident der Swiss Indoors, streicht den Wert der Kontinuität in der Zusammenarbeit heraus und betont, dass die globale TV-Abdeckung zum Rückgrat der Swiss Indoors zählt. Zur finanziellen Abgeltung und weiteren Vertragsdetails wurde Stillschweigen vereinbart.
 

Finanzierung für Watson steht

Das neue Newsportal Watson startet definitiv im ersten Quartal 2014. Finanziert wird es durch die AZ Medien und Verleger Peter Wanner.

Seit Mai 2013 entwirft beim Zürcher Medien-Startup Fixxpunkt ein 15-köpfiges Team von Journalisten, Designern, Marketingspezialisten und IT-Entwicklern das neue Newsportal Watson. Finanziert wird es durch die AZ Medien und die BT Holding, gibt nun eine Mitteilung vom Sonntag bekannt. Deren Verwaltungsräte haben letzte Woche entschieden, die Aktienmehrheit von Fixxpunkt zu übernehmen. Eine Minderheit verbleibt beim Entwicklungsteam. Peter Wanner, Verleger und Verwaltungsratspräsident von AZ Medien und BT Holding, hat das Projekt bereits in den vergangenen Monaten begleitet. Durch sein Engagement wird Watson jetzt auf eine finanziell tragfähige Basis gestellt, heisst es in der Mitteilung.

Das Team Watson

Die meisten der bereits fest angestellten Fixxpunkt-Mitarbeiter arbeiteten zuvor mehrere Jahre bei 20 Minuten Online. Hansi Voigt, Gründer und Geschäftsleiter von Fixxpunkt, war bis Dezember 2012 Chefredaktor des Tamedia-Portals, die beiden Geschäftsleitungsmitglieder Steven Goodman und Franz Ermel waren Leiter Unternehmensentwicklung respektive stellvertretender Chefredaktor.
 

Zu guter Letzt: Nicht krank googeln

Das Internet ist voll von Informationen über Krankheiten und ihre Behandlungsmöglichkeiten. Das kann in Einzelfällen hilfreich sein – meist macht Krankheiten googlen aber nur noch mehr krank.

Man durchforstet das Internet, um sich von der aufsteigenden Beunruhigung zu befreien, doch dann versetzt einen das, was man findet, erst recht in Panik. Denn fast jedes körperliche Symptom kann Anzeichen einer tödlichen Krankheit sein.

Jedes Symptom weist im Internet aber auch auf eine ganze Palette an Krankheiten hin. Oder anders gesagt: Man bekommt von Google nicht nur eine Diagnose, sondern viele gestellt. Das brachte die brasilianische Agentur Festo auf den Claim: You cant trust in a diagnosis with 2'110'000 results. Search for a reliable doctor. Das dazugehörige Plakat von Festo fordert auf, bei körperlichen Beschwerden lieber professionelle Unterstützung zu suchen und sich dafür bei der Krankenkasse Amil versichern zu lassen.

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Von richtigen Ärzten bekommt man eine einzige Diagnose gestellt, nicht 2'110'000. Oder zumindest höchstens so viele, wie man Ärzte fragt. (sis)

Wer gewinnt einen Edi.13?

Rund 250 Werke aus den Bereichen Werbe-, Industrie- und Unternehmensfilme haben sich für einen Edi beworben. 52 Filme sind für die hier präsentierte Shortlist ausgewählt worden. Die Awards werden am 7. November im Zürcher Schiffbau vergeben.

Mit rund 250 Werken sieht die Swissfilm Association für den Jahrgang 2013 «erfreulich viele Einreichungen». Das ist fast ein «Langzeit-Höchststand», meint Geschäftsführerin Rita Kovacs. Für Präsident Peter Beck ist auch das generelle Niveau hoch. Die Jury konnte «viele gut produzierte Werke» sehen. Etwas seltener seien «die überraschenden Ausreisser nach oben». Wer die Shortlist genau ansehe, «wird aber die Gewinner erahnen», meint Rita Kovacs. Die Werbewoche zeigt hier PDF der Shortlist (Werbewoche) die 52 Filme der Shortlist. Die Credits im Detail sind unter diesem Link: Shortlist Edi.13 mit Credits zu finden.

Die Filmbranche steckt mitten in einem Prozess der Veränderungen. Das Internet hat sich zum grössten «Kino» der Schweiz entwickelt. Wo früher Unternehmen sich noch mit Fotos präsentierten, haben inzwischen Bewegtbilder das Sagen. Nicht jedes Bild sagt aber mehr als die berühmten 1000 Worte. Im Netz tummeln sich auch unübersehbar viele Amateure. Die technischen Veränderungen machen die Filmbranche zum Jekami. «Das verleitet einige Auftraggeber, mithilfe solcher Halbprofis billig zu einem Film zu kommen», weiss Peter Beck bei der Swissfilm Association. Was aber neben dem Autofokus unterschätzt wird, sind die Herausforderungen bei der Drehbuchentwicklung. Auch beim Bewerten der Einsendungen für den Film-Wettbewerb Edi haben deshalb die Ideen, das Konzept und die professionell erschaffenen Stimmigkeiten wieder an Gewicht gewonnen.

Andreas Panzeri
 

Deine Kampagne, Dein Ticket nach Dublin

Der Wettbewerb für junge Kreative «Das kann nur ein Inserat» geht in die nächste Runde. Die Gewinner realisieren ihre Arbeit und reisen zum Best-Yet-Award nach Dublin. Anmelden kann man sich bis zum 8. November 2013.

Zum zwölften Mal schreibt der Verband Schweizer Medien den Printwettbewerb aus. Die Aufgabe ist dieselbe wie in den Vorjahren: Junge Kreative bis Alter 28 senden Ideen für Printanzeigen ein, die für ihresgleichen werben. Ganz nach dem Motto «Das kann nur ein Inserat» (DKNEI). Wer diese Aufgabenstellung am besten erfüllt, erhält eine Siegprämie von 2000 Franken in bar, dazu den Auftrag für die Realisierung der Arbeit und ein Honorar für die Begleichung von Fremdkosten.

Zwei Sieger-Teams von DKNEI fliegen zudem im Mai auf Einladung des Verbands Schweizer Medien nach Dublin zum Best YET – «Best Young European Team». Jedes Team hat bei dieser Herausforderung auf internationaler Ebene 24 Stunden Zeit, um aus einem Briefing eine Anzeige zu machen – plus 2 Minuten, um die Jury und alle Teilnehmer zu überzeugen. Wer die beste Idee präsentiert, fliegt im Juni zu den Cannes Lions.

Die Chancen auf einen Gewinn bei DKNEI seien gross, so der Verband in einer Mitteilung. Dies, da es erlaubt ist, eine beliebige Anzahl von Arbeiten einzureichen (wahlweise Einzelsujets und Kampagnenideen) und die Jury bis zu 10 Arbeiten aufs Siegerpodest heben kann.

Die Jury

Die Arbeiten werden komplett anonymisiert, so dass für die Jury weder der Name der Einsender noch deren Arbeitgeber ersichtlich ist. Die diesjährigen Juroren sind:

• Dominic Beyeler, freischaffender Art Director und Illustrator, Gewinner DKNEI 2013
• Marcel Kohler, Geschäftsleiter 20 Minuten und Repräsentant des Verbands Schweizer Medien
• Thomas Kurzmeyer, Creative Director Wirz Werbung
• Simon Staub, Creative Director Leo Burnett
• Heinz Vögeli, Vizedirektor VBZ, Leiter Personal und Unternehmenskommunikation

Jury-Präsident ist Andreas Prokesch, der 16 Jahre als Jury-Chairman für die Jurierung des ADC Schweiz verantwortlich war.

Die Termine

– Briefing-Erläuterungen (Teilnahme fakultativ) 12. November 2013
(Anmeldung bis 8. November an [email protected])
– Einsendeschluss 14. Januar 2014
– Jurierung 24. Januar 2014
– Preisverleihung 6. Februar 2014
– best YET in Dublin 22.–24. Mai 2014

Mehr Infos

Die Ausschreibung und alle bis jetzt erschienenen Sujets sind online verfügbar:
Das-kann-nur-ein-inserat.ch

Bestyet.org

Die Partner

DKNEI wird ermöglicht durch Keystone (Gratis-Downloads aus dem Foto-Archiv), Art Directors Club (ADC) Schweiz, ASW Allianz Schweizer Werbeagenturen, bsw swiss leading agencies, Textverband, SW Schweizer Werbung. Medienpartner sind: Werbewoche, Cominmag.ch (Medien-Partner) und Swissprinters Zofingen.

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Noch mehr Gründe, warum es schlechte Werbung gibt. 3. Kapitel

Aus meiner fast 50-jährigen Werbeerfahrung habe ich in mehreren Theorien versucht, die Gründe für das Entstehen von schlechter Werbung zu beschreiben. Von Theophil Butz

Theorie G: Eine der geeigneten Werbeverschlechterungsmethoden ist das Ändern der Werbekampagne. Ich habe selber oft gehört, dass der Auftraggeber nach zwei Jahren einen neuen Werbeauftritt verlangte. «Das haben wir jetzt alle schon zur Genüge gesehen», meinte er. Täglich beschäftigte er sich mit seiner Kampagne. Sie schmückte sogar seine Bürowände. Klar, dass er sich satt gesehen hat. Nur, das Zielpublikum hat für die 10 Millionen Werbebudget über zwei Jahre etwa zehnmal einen Kontakt von wenigen Sekunden gehabt. Daneben hat der Konsument aber täglich bis zu 1000 Werbebotschaften mitbekommen. Also ist es wichtig, natürlich mit einer unter die Haut und ins Gedächtnis gelangenden Werbung kontinuierlich über 20 oder 30 Jahre präsent zu sein. Die in meiner Generation Aufgewachsenen können sich sicherlich noch an die HB-Zigaretten-TV-Spots erinnern: «Warum denn gleich in die Luft gehen, greife lieber zu HB, und alles geht wie von selbst.» Oder «Der Duft der grossen, weiten Welt von Peter Styvesant». Nicht zu vergessen «Marlboro Country», die «lila Kuh» und die «Lovely Milchkuh». Alles Werbebotschaften, die uns über 30 Jahre hinweg und mehr gepredigt wurden. Und das mit viel Erfolg. Deshalb stecken sie heute noch im Gedächtnis. Hört also auf zu zappen.

Theorie H: Werbung erfinden, gestalten und texten kann jeder. Das Computerzeitalter hat diesem Unsinngedanken extremen Vorschub geleistet. Bei der Typografie besitzt heute kaum noch jemand eine Ahnung, was Spationierung, Durchschuss, Einzug, Kapitälchen, Weissraum, Binde- oder Gedankenstrich bedeutet. Auch gelernte Grafiker oder Polygrafen missachten jede Regel der Kunst. Somit sieht die meiste Werbung beschissen aus. Von E-Newslettern und Flyern ganz zu schweigen. Was dann zum Teil noch geschrieben steht, nähert sich immer mehr der SMSUnsprache. Eine Werbeidee ist nicht nur eine Idee, wenn sie realisiert wird, sondern erst wenn der Adressat sie auch als Werbeidee erkennt. Viel Werbung beinhaltet keine Idee, weil man sie nämlich nicht erkennt. Jekami ist mit ein Grund für schlechte Werbung.

Ich habe mit dieser Dreierkolumne versucht herauszufinden, welches die Gründe sein könnten, dass so viel Werbegeld quasi aus dem Fenster geschmissen wird. Einer der Gründe, den ich hier nicht erwähnt habe, ist das Geldsparen an Kreation und Realisation. Es ist schon so: Was wenig kostet, ist auch meistens wenig wert. Warum macht niemand mehr 75-seitige Anzeigen zum 75-jährigen Jubiläum (BMW)? Wieso macht keiner mehr 1700 Unikat-Anzeigen für einen Magenbitter? Warum macht niemand mehr 25 Jahre lang gute Werbung mit der gleichen Agentur (Swissair). Leider ist unser Übervater Paul Gredinger, der solche und noch viel andere schräge und originelle Werbeideen beeinflusst, gefördert und unterstützt hat, gerade eben gestorben. Leider ist kurz darauf noch ein guter Freund aus der Zeit der kreativen Werbung verstorben. Adieu Gebi Schregenberger. Im Gedenken an Euch gibt es heute keinen Aufsteller der Woche.

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Das Rätsel, weshalb die Werbung nicht besser, sondern im Vergleich zu früher deutlich schlechter wird. Die Lösung ist nicht so einfach wie hier aufgekritzelt.

Theophil Butz, Grafiker, Werbeagentur-Inhaber, Inspirator und seit über anderthalb Jahren auch noch Motzer für die Werbewoche-Leser. Sachdienliche Hinweise bitte an theophil(at)undbutz.ch.

 

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