Presserat heisst Beschwerde wegen unlauterer Recherche gut

Der Presserat hat eine Beschwerde gegen die Zeitung Sonntagsblick wegen unlauterer Recherche gut geheissen. Im Fall des Artikels «Sozial-Irrsinn! Familie kostet 60'000 Franken im Monat» habe die Journalistin die betroffene Familie über das Ziel der Recherche getäuscht.

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Mit dem Artikel habe der Sonntagsblick die Ziffer 4 der «Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten» verletzt, schreibt der Schweizer Presserat in einer Stellungnahme vom Mittwoch. Die Ziffer verlangt von Journalisten, sich bei der Beschaffung von Informationen, Tönen, Bildern und Dokumenten keiner unlauteren Methoden zu bedienen. In dem Artikel, der am 14. September 2014 veröffentlicht worden war, berichtete der Sonntagsblick über eine eritreische Familie, deren Betreuung ihre Wohngemeinde im Kanton Zürich 60'000 Franken monatlich kostet. Gegen den Artikel reichte die Sozialarbeitsfirma SolidHelp beim Presserat Beschwerde ein.

Als Informantin «benutzt»

SolidHelp begründete die Beschwerde damit, die Journalistin habe die im Artikel erwähnte Mutter der eritreischen Familie als Informantin «benutzt». Vier der sieben Kinder sind in einem Heim fremdplatziert worden. Die Journalistin habe vorgegeben, der Mutter zu helfen, die Kinder zurückzubekommen. Der Artikel selbst gehe jedoch in keiner Weise auf das Thema der eventuell ungerechtfertigten Fremdplatzierung der Kinder ein. Als Beleg führte die Beschwerdeführerin drei SMS der Journalistin an die Mutter an. Die Autorin des Artikels gibt sich darin als Journalistin zu erkennen und teilt der Frau mit, ihr helfen zu können, die Kinder zurückzubekommen.

Ziel der Recherche nennen

Aus dem Lauterkeitsgebot der «Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten» und der dazu gehörigen Richtlinie 4.1 leitet der Presserat ab, dass der Journalist das Ziel der Recherche – wenn auch nicht deren Details – klar nennen soll. Insbesondere verpönt seien «Fishing expeditions», mittels derer unter Vorgabe eines anderen Recherchezwecks versucht werde, an brisante Informationen heranzukommen. In einer Stellungnahme schrieb der Sonntagsblick, SolidHelp sei die Firma, welche die Familie betreue, erwähne dies jedoch in der Beschwerde nicht. Der Presserat hält fest, die Zeitung gehe in der Stellungnahme aber nicht auf die SMS-Kommunikation ein und mache auch nicht geltend, es lägen andere SMS vor, mittels derer die Mutter über den Recherchezweck informiert worden wäre. Für den Presserat sei es offensichtlich, dass die Autorin via die Frage der Fremdplatzierung von vier Kindern an Informationen über die Betreuungsleistungen für die Familie herankommen wollte. Dies widerspreche eklatant dem berufsethischen Fairnessgebot und verletze das Lauterkeitsgebot, heisst es in der Stellungnahme. (SDA)

Zu guter Letzt: Toilettengang

Ein brasilianischer TV-Spot zeigt sehr präzise den Unterschied zwischen WC-Papier und Feuchttüchern auf – ohne dabei irgendwas zu zeigen.

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Man kann etwas sehr Explizites sehr unexplizit darstellen. Das Stilmittel ist nicht neu – wir kennen es spätestens aus dem Film «Die nackte Kanone», in dem ein Geschlechtsakt mit Zügen, Fabriken und Feuerwerk dargestellt wird. Nach 30 Jahren kann man es wieder mal einsetzen. Unterlegt mit dem Tango-Klassiker «Por una Cabeza» von Carlos Gardel – vielen bekannt aus dem Flim «True Lies». «Etwas, das schwierig zu erklären ist – aber wenn Sie es verstehen, ist es offensichtlich», heisst es. Wir verstehen. Kreiert hat den Spot übirgens Iris Worldwide aus São Paulo. Dem Publikum gefällt er: Nach zwei Tagen weist er bereits über 630'000 Views und viele positive Kommentare auf. Wir wünschen einen guten Toilettengang. (hae)

Agentur am Flughafen hält für Skin Deep Art den Spiegel vor

Für eines der grössten Tattoo- und Piercing-Studios der Schweiz, Skin Deep Art in St. Gallen hat die Agentur am Flughafen pünktlich zum Sommeranfang eine Visitenkarte der besonderen Art kreiert.

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Die runde Karte ist aufklappbar und mit einem kleinen Spiegel versehen. Die aufgedruckte Botschaft «Objects in the mirror are sexier than they appear.», fordert mit einem Augenzwinkern dazu auf, sich mit einem Piercing im Gesicht verschönern zu lassen.

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Verantwortlich bei Skin Deep Art: Pele Brunner (Inhaber und Tattoo-Artist). Verantwortlich bei Agentur am Flughafen, Altenrhein: René Eugstair (Creative Direction), Dominique Rutishauser (Art Direction), Valeria Hörler (Grafik), Miriam Egli (Beratung).

 

Basler Zeitung Medien: Damian Fischer wird neuer Verkaufsleiter Digital

Damian Fischer übernimmt ab 2. August 2016 die neu geschaffene Funktion des Verkaufsleiters Digital der Basler Zeitung Medien.

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Der 32-Jährige führt im Werbemarkt die «Kompetenzzelle Digital», und ist unter anderemfür den Salesbereich Digital und die Entwicklung neuer, digitaler Geschäftsmodelle verantwortlich. Im Nutzermarkt unterstützt er das Verlagsteam im digitalen Abo-Marketing und bei imagefördernden Massnahmen. Darüber hinaus übernimmt er Aufgaben in bereichsübergreifenden Digital-Projekten und ist in Fachfragen auch Ansprechpartner für externe Kooperations-Partner. Damian Fischer ist dem Leiter Werbemarkt und der Leiterin Nutzermarkt unterstellt.

Der Basler wechselt vom Newsportal Watson zu den Basler Zeitung Medien, wo er seit Oktober 2014 als Key Account Manager arbeitete. Von 2011 – 2014 war er beim Newsnet-Verbund/Tamedia in der gleichen Funktion tätig, davor während sieben Jahren in verschiedenen Funktionen bei Publigroupe.

Standing Ovation baut Geschäftsleitung aus

Standing Ovation baut die Geschäftsleitung aus. Mit Christina Spindler und Etienne Ruppen kommen zwei erfahrene Branchenspezialisten an Bord. Beide sind sowohl in das Projektmanagement wie auch in die strategische Führung der Agentur involviert.

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Christina Spindler, seit 2015 bei Standing Ovation, übernimmt als Head of Consulting die Verantwortung für sämtliche Leistungen der Kundenberatung. Christina Spindler bringt umfassende Erfahrung sowohl auf Agentur- wie auch auf Kundenseite mit. Seit 1999 in der Schweiz, hat sie eine Eventagentur mit aufgebaut und dabei zahlreiche Kunden aus der Finanz-, IT- und Automobilindustrie in allen Belangen der Live-Kommunikation betreut. Christina Spindler versteht es, komplexe Aufgaben mit strategischem Weitblick zu lösen: Eine der besonderen Herausforderungen Ihrer Karriere war unter anderem die Realisation der Eventmassnahmen zum Börsengang der Deutschen Telekom in Frankfurt und New York.

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Etienne Ruppen, seit 2014 bei Standing Ovation, koordiniert als Head of Operations die gesamten Betriebsprozesse und Leistungen des Eventdienstleisters. Seine Karriere umfasst unter anderem Stationen als Leiter Marketing & Events im Private Banking, als agenturseitiger Senior Projektleiter sowie als VR-Mitglied einer Schweizer Tourismusdestination.
Markus Michel, seit 2007 bei Standing Ovation und seit 2013 Mitglied der Geschäftsleitung, wird die Agentur per Ende Oktober verlassen. Bis zu diesem Zeitpunkt bleibt er in der Geschäftsleitung und zeichnet als Production Director verantwortlich.

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Das Engagement der neuen GL-Mitglieder soll laut Mitteilung dafür sorgen, dass Kundennähe und Beratungsqualität auch beim aktuellen Agenturwachstum optimal gewährleistet sind. Standing Ovation nimmt zurzeit zahlreiche neue Projekte in Angriff.

Täglich bis zu drei Stunden TV-Nutzung

Die TV-Nutzung in der Schweiz ist weiterhin hoch. Dies belegen die neusten Semesterzahlen des unabhängigen Forschungsinstitutes Mediapulse.

Deutschschweizer sitzen im Durchschnitt täglich 131 Minuten vor dem TV. In der Svizzera italiana sind es gar 3 Stunden. Dabei steigt der Anteil an zeitversetzter TV-Nutzung weiterhin kontinuierlich an.

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Im 1. Semester 2016 wurde in der Schweiz gewohnt viel ferngesehen. Bis zu drei Stunden (182 Minuten) Fernsehkonsum täglich sind es in der Svizzera italiana. Die Deutschschweizer bringen es auf immerhin 131 Minuten und in der Suisse romande sind es 153 Minuten. Im Vergleich zu den Vorsemestern stiegen die Reichweiten leicht an. So erreichte das Medium TV in der Deutschen Schweiz eine Tagesreichweite von 66,9 Prozent, in der Suisse romande 68,3 Prozent und in der Svizzera italiana 77,8 Prozent.*

Dabei steigt der Anteil zeitversetzter TV-Nutzung weiterhin kontinuierlich an. Insbesondere bei den jüngeren Zuschauern von 15-29 Jahren in der Deutschschweiz, erfolgt bereits etwa ein Fünftel der Nutzung in zeitversetzter Form (20,1 Prozent der Gesamtnutzung). Ebenso in der Suisse romande, wo der Anteil zeitversetzter Nutzung in der jungen Zielgruppe der 15-29- Jährigen bereits 21,9 Prozent erreicht. Bei einer Gesamtbetrachtung der zeitversetzten Nutzung aller Personen ab 3 Jahren unterscheiden sich die Sprachregionen kaum voneinander. **

Weitere Informationen, Zahlen und Grafiken auf Mediapulse.ch.

* Quelle: Mediapulse Fernsehpanel (Instar Analytics), DS/SR/SI, Personen 3+ inkl. Gäste, total TV, 1. Semester 2016, Mo-So 24h, alle Plattformen, Overnight +7

** Quelle: Mediapulse Fernsehpanel (Instar Analytics), DS/SR/SI, Personen 15-29 / 3+ inkl. Gäste, total TV, 1. Semester 2016, Mo-So 24 h, alle Plattformen, live vs. zeitversetzt

Ole Højriis Kristensen neuer CEO von Trendsales

Trendsales Aps hat ihren Chief Technical Officer Ole Højriis Kristensen mit sofortiger Wirkung zum neuen CEO ernannt. Das Unternehmen mit Sitz in Kopenhagen ist Skandinaviens grösster Marktplatz für Secondhandmode und gehört zu Tamedia.

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Ole Højriis Kristensen ist seit September 2015 Chief Technical Officer (CTO) von Trendsales und wird diese Position nebst seiner neuen Rolle als CEO weiterhin innehaben. Der Däne zeichnet sich durch fundierte Kenntnisse in der Web- und Software-Entwicklung sowie einer langjährigen Führungserfahrung aus.

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Bevor er zu Trendsales wechselte, war Ole Højriis Kristensen Associate Director bei der Saxo Bank sowie CEO von Vodafone Denmark (Zyb Aps). Darüber hinaus ist er der Gründer und Entwickler des Internet-Dienstleistungs-Startup Zyb.com, das 2008 von Vodafone akquiriert wurde. Ferner war er als Software-Entwickler bei verschiedenen dänischen Unternehmen im Online-Bereich tätig. Der Verwaltungsrat von Trendsales und die Unternehmensleitung von Tamedia freuen sich, dass Ole Højriis Kristensen die Rolle des CEO angenommen hat und wünschen ihm für seine künftigen Aufgaben viel Erfolg. Nicola Claglüna, Head of Internet Services von Tamedia: «Durch seine hohen Kompetenzen, sein grosses Knowhow und starkes Engagement hat Ole bewiesen, dass er die ideale Besetzung für den CEO-Posten ist. In den vergangenen Monaten hat er gezeigt, wie wertvoll er für das ganze Team ist und wir freuen uns, künftig noch enger mit ihm zusammenzuarbeiten.»

Trendsales wurde 2002 in Dänemark gegründet und ist heute der grösste Marktplatz für Secondhandmode in Skandinavien. 2014 übernahm die Schweizer Mediengruppe Tamedia 88 Prozent von Trendsales ApS.

Jung von Matt/Brand Identity entwickelte das neue Kartenprogramm von Socar

Futureworks verstärkt Kompetenzen in Strategie und Markenführung

Im Rahmen des Generationenwechsels verstärkt Futureworks seine Kompetenzen in den Bereichen Strategie und Markenführung. Per 1. Juni ergänzt Isabel Cerliani als Executive Director
 die Geschäftsleitung von Futureworks.

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Die 44-jährige Strategin und Markenexpertin war während der letzten 15 Jahre für namhafte Unternehmen in Phasen der Veränderung und Neuausrichtung tätig.

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Futureworks entwickelt nachhaltige Lösungen an der Schnittstelle von Business, Design und neuen Technologien und ermöglicht so die kontinuierliche und erfolgreiche Transformation von Organisationen und Unternehmen. Seit 1. Juni erweitert Isabel Cerliani die Geschäftsleitung und das interdisziplinäre Team von Futureworks mit dem Ziel, Unternehmen künftig noch umfassender bei der Realisierung ihrer Ambition zu unterstützen. Sie verfügt über vielfältige Erfahrung in den Bereichen Visionsentwicklung, Identitätsfindung, Erneuerung von Geschäftsmodellen und Angebotskonzepten, in der Begleitung und Beschleunigung kultureller Veränderungsprozesse sowie in der Führung komplexer Markenportfolios.

Darüber hinaus wird Cerliani die Geschäftsentwicklung von Futureworks aktiv mitprägen und das Engagement der Creative Consultancy sowohl in der Schweiz als auch international weiter verstärken.

Isabel Cerliani studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen. Sie arbeitete anschliessend für die Corporate Development Abteilung der Zurich Financial Services bevor sie zu MetaDesign in Zürich wechselte, wo sie sieben Jahre lang als Kopf der Strategieabtei- lung tätig war. 2009 folgte der Schritt in die Selbstständigkeit. Isabel Cerliani ist Mutter eines Sohns und lebt in Zürich.
 

Exxtra: Das Audi Fotobuch zur Grand Tour of Switzerland

Begleitend zur Grand Tour of Switzerland hat Exxtra für Audi ein Fotobuch kreiert, das nun allen Händlern die Möglichkeit gibt, ihre Neuwagenkäufer zu beschenken. Das Buch ist nicht käuflich und geht somit exklusiv an gute Audi-Kunden.

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Die über 1600 Kilometer lange Strecke der Grand Tour of Switzerland wurde von Schweiz Tourismus, dem Verein Grand Tour of Switzerland und Audi als Official Partner im April letzten Jahres lanciert. Audi engagiert sich als Partner, da die Tour über fünf Alpenpässe führt und somit perfekt zum Allradantrieb Quattro passt.

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Im sorgfältig gestalteten 72-seitigen Werk dokumentieren sechs Schweizer Nachwuchsfotografen je eine Teilstrecke der Grand Tour of Switzerland. Jeder Fotograf bekam dafür ein anderes Audi Modell zur Verfügung gestellt. Die so entstandenen stimmungsvollen Bilder schaffen beim Betrachter eine Verbundenheit zu unserem vielseitigen Land und regen dazu an, die Route bald mit dem eigenen Audi zu fahren. Das Buch Audi Grand Tour of Switzerland ist soeben in einer Auflage von 22'000 Exemplaren erschienen.

Verantwortlich bei Audi: Livio Piatti (Marketingleiter Audi), Olivier Pasche (Leiter Marketing Kommunikation Audi). Verantwortlich bei Exxtra (Member of Y&R Group Switzerland): Markus Gut (CCO), Dominik Siegrist und Andrei Vid (AD), Marion Lim (Text), Susan Baumgartner (Beratung), Elias Zurbuchen (DTP), Printlink AG Zürich (Druck und Bindung), Karin Giger (Art Buying), Esther Mathis, Thomas Stöckli, Nico Schärer, Ueli Alder, Beat Schweizer, Scott Typaldos (Fotografen). Verantwortlich bei Schweiz Tourismus: Maria Sägesser (Geschäftsführerin Verein Grand Tour of Switzerland).
 

Gericht verringert Entschädigung für Kachelmann

Die Bild-Zeitung muss dem Wettermoderator Jörg Kachelmann weniger als in erster Instanz festgelegt für die Berichterstattung über den Prozess gegen ihn bezahlen. Das entschied das Oberlandesgericht Köln am Dienstag.

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In erster Instanz hatte das Landgericht Köln ihm 635'000 Euro zugesprochen. Neu sind es noch 513'000 Euro inklusive Zinsen. Der Schweizer Wettermoderator Kachelmann war 2011 vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen worden. In der Berichterstattung über seinen Prozess hatte die Bild-Zeitung nach Ansicht der Richter in ihrer gedruckten Ausgabe und online mehrfach die Grenzen des Erlaubten überschritten und Kachelmanns Persönlichkeitsrecht schwer verletzt. Eine zielgerichtete Kampagne von Springer zusammen mit anderen Medien konnten allerdings weder das Landgericht noch das Oberlandesgericht erkennen. Die bisher höchste Entschädigung in einem ähnlichen Verfahren lag bei 400'000 Euro für die schwedische Prinzessin Madeleine, ein Urteil des Oberlandesgerichts Hamburg von 2009. (hae/SDA)

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