Neue Kampagnen Oswald Nahrungsmittel

Ziel: Visits auf Oswald.ch von BesucherInnen des eBund.

Ziel: Visits auf Oswald.ch von BesucherInnen des eBund.Oswald Nahrungsmittel Werbemittel: Flash-Banner auf ebund.ch. Einsatz: Seit Mitte Mai bis auf weiteres.
Auftraggeber: Oswald Nahrungsmittel GmbH; Verantwortung: Christian Meier. Werbeagentur: Assai Interactive AG, Zürich; CD: Stefan Dätwyler; AD/Grafik/ Flash-Programmierung: Patrik Giacobbo; Text/Konzept: Danny Schwendener.

Paul Greenwood bringt die Zahlen zum Blühen

Weber Harbeke lanciert für Migros die erste Premium-Pflanzenmarke

Weber Harbeke lanciert für Migros die erste Premium-PflanzenmarkeVon Ernst Weber Die Migros lanciert mit werblicher Unterstützung von Weber Harbeke eine neue strategische Eigenmarke: den Zimmerpflanzen-Brand Paul Greenwood. Damit stösst der Detailhandelsriese in ein Konsumgebiet vor, in
dem bisher noch keine Marken blühen.
Paul Greenwood ist die jüngste von rund 30 strategischen Eigenmarken, die Migros derzeit im Angebot führt. Konzipiert wurde sie für urbane Blumenfreunde. Sie betrachten Zimmerpflanzen als Bestandteil der Wohnung, mithin als Objekte. Doch die sollen Freude bereiten und keine Arbeit verursachen. Um den Erwartungen der Zielgruppe zu entsprechen, verströmt die neue Eigenmarke bis in die äussersten Verästelungen ihres USP den Duft elitärer und nobler Kompetenz.
Der Name Paul Greenwood soll eine Brücke zur englischen Gartenkultur schlagen. Diese gilt als hoch entwickelt und unter Kennern als nobel. Vor allem der Nachname impliziert ein entsprechendes Produktversprechen. Für Matthias Haudenschild erzeugt der Name «die Vorstellung eines alten, weisen Gärtners, der genau über die Bedürfnisse der Pflanzen Bescheid weiss». Deshalb nimmt man dem Brand einen Hang zu persönlichem Stil gerne ab.
Mit der Gestaltung des Markenvisuals und der Namensfindung wurde die französische Agentur CBA beauftragt, mit der zuvor bereits ähnliche Projekte realisiert worden waren.
Um die Positionierung an den POS zu tragen, werden die Markenpflanzen nur in bedienten Pflanzenabteilungen geführt – in 50 städtischen und stadtnahen Florissimo-Verkaufsstellen in der ganzen Schweiz. Die Pflanzenfreunde werden nur von Mitarbeitenden beraten, die speziell geschult worden sind. Ausserdem muss das Bedienungspersonal eine Lehre als Floristin absolviert haben.
Tatsächlich verlangt das Sortiment, mit dem Paul Greenwood startet, einiges Zusatzwissen. Es beinhaltet neun exotische Topfgewächse mit hoher Klima- und Standorttoleranz wie etwa Orchideen und Sukkulenten, «die nicht jeder kennt». Teils sind die Pflanzen bizarren Wuchses, teils weisen sie spezielle Blattformen oder seltene Behaarungen auf.
Angeboten werden die Ziergewächse in Designergefässen verschiedener Formen und Materialien wie Metall, Ton und Geflecht. «Die Konsumenten machen sich die Hände nicht mehr schmutzig, da sie die Zimmerpflanzen zu Hause nicht umtopfen müssen», sagt Matthias Haudenschild, Projektleiter beim MGB. Eine weitere Bequemlichkeit wird ferner darin gesehen, dass jede Pflanze mit Informationen über ihre Herkunft und mit Hinweisen zur Pflege versehen ist. Alle Pflanzen sind in einem höheren Preissegment angesiedelt.
Marken ohne Namen sind Marken ohne Ziel
«Meines Wissens existiert bisher noch keine Pflanzen-Convenience-Marke», sagt Lukas Mühlemann, Leiter Direktion Marketingkommunikation beim MGB. Er ist überzeugt, eine Marktnische entdeckt zu haben. Auch Matthias Haudenschild zeigt sich optimistisch. Er hält den Zeitpunkt der Einführung unter anderem deshalb für günstig, weil der Markt derzeit weniger nach neuen Massenartikeln als vielmehr nach Erzeugnissen verlange, die auf eine individuelle Zielgruppe abgestimmt seien.
Gemäss eigenen Angaben besteht das gesamte Migros-Sortiment etwa zu 90 Prozent aus Eigenmarken. Die verbleibenden rund zehn Prozent sind Fremdmarken wie Pepsi oder Kellog’s. Das Einbinden von Fremdmarken werde weiterhin die Ausnahme bleiben, da sie lediglich dem Zweck dienten, das eigene Sortiment sinnvoll zu ergänzen und zu stärken, teilt Migros mit.
Bei den Eigenmarken ist zwischen Labels mit und ohne strategischer Bedeutung zu differenzieren. Strategisch bedeutungslos sind «charakterlose» Eigenmarken ohne Gesicht, ohne eigene Identität, die nicht wirklich als Markenartikel wahrgenommen werden, sondern als Produkte der Migros.
Hingegen werden durch die Einführung «charakteristischer» Eigenmarken mit ausgeprägter Identität wie etwa Slimline, Annas Best, Jana, Sunlook und die eben lancierte Zimmerpflanzenmarke Paul Greenwood der Auf- und Ausbau bestimmter Sortimentsbereiche unterstützt.
Explizit positionierte Eigenmarken eröffnen der Migros zudem die Möglichkeit, in fremde inländische Absatzkanäle vorzustossen, die ihren nicht profilierten Marken verschlossen blieben. Eine Voraussetzung, die in identischer Weise auch auf das Auslandgeschäft zutrifft, wie etwa die Beispiele Midor Feingebäckwaren und Chocolat-Frey-Produkte zeigen, die ihres Namens wegen erfolgreiche Exportgüter sind. Dazu Urs Peter Naef, stellvertretender Leiter Corporate Communications beim MGB: «Mit unserer Markenpolitik hoffen wir unter anderem dazu beizutragen, dass unsere Industrie mehr Exportumsatz erwirtschaften kann.»
An werblicher Übertreibung wird das Marken-Ich sichtbar
Auch mit dem Label Paul Greenwood hofft man, nach einer Aufbauzeit von fünf Jahren in Migros-fremden Schweizer Absatzkanälen Wurzeln schlagen zu können und auf einen grünen Exportzweig zu kommen.
Doch vorerst konzentriert man sich auf die Einführung. Die Inseratekampagne von Weber Harbeke setzt den strategischen Satz «Paul-Greenwood-Pflanzen liebt man so sehr, dass man sie nicht mehr hergeben will» durch eine werbliche Übertreibung um. Auf den Motiven sind durch eine Kette oder ein Drahtseil und ein Vorhängeschloss vor Diebstahl gesicherte Topfpflanzen zu sehen. Freunde, die zu Besuch kommen, könnten von der Schönheit der Pflanzen und ihrer Gefässe hingerissen sein und sie mitgehen lassen. Aufgelöst werden die Visuals durch die positionierende Kampagnen-Headline «Begehrenswerte Pflanzen».
«Die Umsetzung weist schon fast leicht paranoide Züge auf», meint Inhaber und CD Max Weber. Flankiert wird die in Publikums-, Wohn- und Frauenzeitschriften erscheinende Kampagne durch Flyers, Ladenplakate und Tragtaschen.

Etat-News: Drei Neukunden für Freiburghaus und Partner

Die Berner Werbeagentur Freiburghaus und Partner betreut nach zwei erfolgreich verlaufenen Konkurrenzpräsentationen und einer Agenturevaluation drei neue Kunden.

Die Berner Werbeagentur Freiburghaus und Partner betreut nach zwei erfolgreich verlaufenen Konkurrenzpräsentationen und einer Agenturevaluation drei neue Kunden.Etat-News Drei Neukunden für Freiburghaus und Partner Die Firma Tetrade AG aus Bern-Gümligen spezialisiert sich auf die Integration von Informatiksystemen und beschäftigt insgesamt 44 Mitarbeitende. Mit Swisspool bewirbt Freiburghaus neu eines der grössten Anzeigenkombis der Schweiz (Basler Zeitung, Berner Zeitung, Neue Luzerner Zeitung, St. Galler Tagblatt und Tages-Anzeiger sowie 24 heures und Tribune de Genève). Dritter Neukunde ist IP-Suisse, die Vereinigung der integriert produzierenden Bauern. Für alle drei Auftraggeber werden erste Arbeiten nach Angaben der Agentur in Kürze realisiert. Neu sind übrigens auch Webadresse und -auftritt von Freiburghaus und Partner.
In Marketing betreut Dynabit Die Schwerzenbacher Public-Relations-Agentur In Marketing hat das Schweizer IT-Unternehmen Dynabit als neuen Kunden gewonnen. Dynabit bietet Multimedialösungen für die Unternehmensbereiche Corporate Communications, Customer Relationship Management oder E-Training an. In Marketing unterstützt Dynabit beim Launch seines neuen Webpräsentationstools DPresent im September und ist zusätzlich für die Gesamtkommunikation der Firma verantwortlich.

Neue Kampagnen Swisscom

Ziel: Steigerung der Registrationen auf der Swisscom Mobile Community-Plattform FriendZone sowie Bekanntheit der ersten Plattform für mobiles Flirten und Chatten in der Schweiz steigern.

Ziel: Steigerung der Registrationen auf der Swisscom Mobile Community-Plattform FriendZone sowie Bekanntheit der ersten Plattform für mobiles Flirten und Chatten in der Schweiz steigern.Swisscom Werbemittel: Promotionssite, Banner, Skyscraper, Buttons, Page Takeover. Einsatz: Seit Mitte August bis Mitte Oktober.
Auftraggeber: Swisscom Mobile AG, Bern; Verantwortung: Monika Scheiwiller, Com. Manager, Residential Communication. Werbeagentur: Connector, Bern; Beratung/Vermittlung: Publimedia webadvertising AG, Tiziano Obrecht, Jacqueline Meister.

Neue Kampagnen Coop

Ziel: Nationale Lancierungskampagne der neuen Kompetenzmarke Coop/ Betty Bossi.

Ziel: Nationale Lancierungskampagne der neuen Kompetenzmarke Coop/ Betty Bossi.Coop Werbemittel: Kino- und TV-Spots, Plakate, Inserate. Einsatz: Seit Mitte August bis auf weiteres.
Auftraggeber: Coop, Basel; Verantwortung: Heino Peier, Leiter Marketing; Lydie Bader, EM-Kommunikation. Werbeagentur: TBWA Switzerland, Küsnacht; CD und Konzept: Hans-Joachim Timm, Oliver Schneider; AD: Dani Schranz, Dani Käser; Text: Gerald Mink; Beratung: Ursula Guhl, Barbara Meier; Regie: Christian Aebi; Produktion: Blood, Sweat & Tears; Musik: Matthias Willvonseder; Fotos: Claude Stahel (People)/König & König (Stills).
Besprechung siehe Seite 7

Angst wird Geschäftsführer der Mediapolis Zürich

Neue Herausforderung für Kenneth Angst: Der 48-jährige Wirtschaftshistoriker und Soziologe eröffnet als Geschäftsführer in Zürich eine neue Geschäftsstelle

Neue Herausforderung für Kenneth Angst: Der 48-jährige Wirtschaftshistoriker und Soziologe eröffnet als Geschäftsführer in Zürich eine neue Geschäftsstelleder Kommunikations-Management-Agentur Mediapolis. «Nach 15 Jahren im Journalismus hatte ich Lust auf einen Frontwechsel», sagte Angst gegenüber der WerbeWoche. Seinen Job als Ko-Chefredaktor der Weltwoche hatte Angst «aus persönlichen Gründen», die er nicht weiter ausführen will, bereits vergangenen Februar beendet. Die Zeit dazwischen nutzte er, um sich über seine Zukunft Gedanken zu machen, Angebote zu prüfen, und um sich auf seine neue Aufgabe als Geschäftsführer und Partner der Gesamtagentur der Mediapolis vorzubereiten, deren Verwaltungsratspräsident Peter Weigelt ist: Der St.Galler FDP-Nationalrat amtet auch als Präsident der Medienkommission FDP Schweiz.
Es reize ihn, ein Teil eines Netzwerks zu sein, einen neuen Standort aufzubauen und die Kunden zu unterstützen, sagt Angst. «Alle unsere Kunden sind darauf angewiesen, dass die Gesellschaft ihnen vertraut. Von uns bekommen sie den passenden Support.»
Die Mediapolis AG für Kommunikations-Management betreibt seit 1998 professionelle Öffentlichkeitsarbeit, Image- und Politikberatung für Unternehmen, Verbände, Parteien und Behörden und führte bislang drei Geschäftsstellen – in St.Gallen, Bern und Kreuzlingen. Dank des neuen Büros in Zürich sollen jetzt auch aus dem wichtigsten Wirtschaftsraum der Schweiz regionale und nationale Mandate in den Bereichen Strategieberatung, Reputation-Management, Unternehmens- und Verbandspublikationen sowie Politik-Coaching möglichst kundennah betreut werden können.
Für Angst ist es eine weitere Station in seiner Karriere. Lanciert hat er sie als persönlicher Berater von Bundesrat Kaspar Villiger, stellvertretender Chefredaktor der Neuen Zürcher Zeitung und als Buchautor (unter anderem «Die Schweiz und Zürich – Zürich und die Schweiz»).
Neben seinem Engagement bei Mediapolis wird Angst weiterhin als freier Publizist tätig sein, mit einer 14-täglichen Kolumne in Finanz und Wirtschaft und als Gastautor der Aargauer Zeitung. (af)

Aufgefallen: Schönen Frauen verzeiht man fast alles – auch dass sie mit ihren Givenchy-Schuhen die Dehnbarkeit des Sportmax-Badeanzuges testen und dabei ihren Bauchnabel freilegen.

AufgefallenSchönen Frauen verzeiht man fast alles – auch dass sie mit ihren Givenchy-Schuhen die Dehnbarkeit des Sportmax-Badeanzuges testen und dabei ihren Bauchnabel freilegen. Oder dass sie eine Parfümflasche mit einem Eis verwechseln. Pr

Aufgefallen Schönen Frauen verzeiht man fast alles – auch dass sie mit ihren Givenchy-Schuhen die Dehnbarkeit des Sportmax-Badeanzuges testen und dabei ihren Bauchnabel freilegen. Oder dass sie eine Parfümflasche mit einem Eis verwechseln. Problematischer wirds, wenn gar keine Verwechslung vorliegt, zumal Parfüm und Lutscherin den gleichen Namen tragen: Naomi Campbell. Was wohl im Kopf des Supermodels vorging, als sie sich über ihre eigene Parfümflasche hermachte, wollen wir gar nicht wissen. Wichtig scheint vielmehr, dass auf der Packungsbeilage steht, dass der kostbare Duft nicht geschluckt werden darf – und falls doch, Arzt und Apotheker aufgesucht werden müssen.
Chandra Kurt [email protected]
Kolumne

Schulanfang Von Mike Müller
Nun sieht man
sie wieder, die Schulanfänger. Geha oder Pelikan, in der Hand ein angeschmortes Tiki, feinschmöckiger Radiergummi, schöne Dinge allesamt. Der Anfang vom Ende meiner Schulkarriere war der Spöizchnebel, die Blockflöte. Mein Dackel litt dermassen unter meinem Spiel, dass er eines Nachts das Mundstück der obligatorischen C-Flöte zerbiss. Leider kriegte ich sofort eine neue und der Dackel Schimpfis. Der Hund hatte dasselbe Trauma wie ich, nur traute ich mich nicht zu beissen. Ich rate daher allen Schulanfängern zu niederen Instinkten. Rudelverhalten, Sitzgehorsam und Unterwürfigkeit vertragen sich eh mit keiner Moral, da ist die Schlauheit eines kleinen Jagdhundes der weit bessere Leitfaden. Wieso nicht mal an eine Reckstange pinkeln, wenn man sich schon den halben Arm ausrenkt. Oder einen Französischlehrer anbellen, der einem frech kommt. Hätte ich meine Schulkarriere so hinter mich gebracht, ich hätte meinen anfänglichen Berufswunsch mit Sicherheit verwirklicht: Schulhausabwart. Meine leidigen Erfahrungen als Schüler jedoch führten mich später anderen Anstalten zu. Nur manchmal nachts, unter Einwirkung starker Rauschmittel, ziehe ich mir einen blauen Arbeitskittel an, betrachte mich im Spiegel und stelle fest: Aus mir wäre ein schöner Abwart geworden. Ich hätte den Barren, das dümmste aller Turngeräte, der Sperrgutabfuhr mitgegeben, die Lehrer im Lehrerzimmer eingeschlossen und den Erstklässlern Himbeersirup ausgeschenkt. Von den Eltern hätte ich die alten Schulzeugnisse im Glaskasten neben den Fundgegenständen ausgehängt, und der Schulzahnarzt hätte seine Arbeit angsterfüllt unter dem Anblick meines Elektroschockgerätes verrichten müssen.
Mein Dackel war überzüchtet, aber der schlaue Hund wehrte sich gegen Bildungsgut, das ihm nicht passte: Als er noch nicht stubenrein war, erledigte er sein Geschäft vor dem Fernseher, und Bücher, die ihm zu dick erschienen, frass er auf.
[email protected]
Mike Müller ist Darsteller.
Business Lunch

Nur die Suppe schmeckte dem Engel nicht Engel haben Hochkonjunktur. Ist ja auch kein Wunder in diesen Zeiten, in denen alles geflutet wird und die Aktienkleinsparer von so genannten Volkstribunen geplündert werden. Also tröste man sich über den Lauf der Welt im «Engelis». In der Metropole der Ostschweiz betreibt René Engler dieses und noch weitere Lokale.
Im ersten Stock des «Engelis» gehen aber Befürchtungen, vom Kitsch erschlagen zu werden, nicht in Erfüllung. Danket dem Herrn Innendekorateur! Nur der Serviettenring weist darauf hin, dass hier etwas Engelhaftes auf den hungrigen Gast wartet. Eine Putte hängt noch über dem Aufgang, dann darf sich der Blick auf die umfangreiche Mittagskarte konzentrieren.
Den Auftakt setzte eine Kartoffelcremesuppe mit Majoran. Verfehlt! Weder stach das Gewürz besonders hervor, noch breitete sich der Kartoffelgeschmack so richtig aus – eine fade Sache. Besser gings der im Balsamico geschmorten Kalbsbacke: Kräftig der Jus, zart das Fleisch, und der dazu gereichte Kartoffelstock überzeugte formidabel – eine buttrige Sache.
Bloss, ich scheine noch nicht begriffen zu haben, weshalb der Teller viereckig sein musste und erst noch geschwungen, auf dem dieses Pièce de résistance des Lokals serviert wurde – aber korrekterweise hat mir auch noch niemand schlüssig erklären können, weshalb Teller rund sein müssen.
Ein Leuchten im Auge beendete die Rede übers Viereck in der Gastronomie: Aufgetischt wurde auf einem runden, glasblauen Teller eine caramelisierte Vanillecreme mit einem Séparée von Rahmeis – eine kolossal gute Sache. Die Creme besass schon fast die Konsistenz eines Puddings und fand einen netten Begleiter: Riesling Spätlese von der Mosel. Womit das Thema Wein im Munde wäre: Zum Lunch gesellte sich ein Pinot grigio aus dem Friaul, La Viarte, der mit 14 Volumenprozenten auch dem Balsamico-Kalb standhielt. Die Rechnung für die drei Gänge, zu zweit, inklusive Wein: 155 Franken. Ergo: Preis und Leistung stimmen.
Die Bedienung lahmte anfänglich, kam dann aber rasch in Fahrt. Man wurde diskret und zügig bedient – und wurde offenherzig über den Ausschank von Offenweinen informiert. Lobenswert. Wer im «Engelis» tafelt, ist also himmlisch aufgehoben, muss sich aber gefallen lassen, dass die Tische etwas zu nahe beieinander stehen.
Carlo Bernasconi
[email protected]
EngelisBrühlgasse 30
9000 St.Gallen
Tel. 071 223 33 32
Fax 071 223 33 50
Parkplätze im nahen Parkhaus
Bewertung

Essen …………………..4
Getränke ………………4
Bedienung …………….3
Businessfaktor ……..2
5=top, 4=sehr gut, 3=o.k., 2=naja, 1=Flop

News: SRI überarbeitet swissinfo.org

Drei Jahre nach der Lancierung erhält Swissinfo.org ein Redesign.

Drei Jahre nach der Lancierung erhält Swissinfo.org ein Redesign.News SRI überarbeitet swissinfo.org
Damit soll die Nachrichten- und Informationsplattform der SRG-Tochter Schweizer Radio International (SRI) den Bedürfnissen der Nutzer besser entsprechen. Eine neue Rubrik mit Informationen und Dienstleistungen für Auslandschweizer wurde dafür eingerichtet. In der Rubrik «Multimedia» können neu auch aktuelle Meldungen aus der Schweiz mit Ton, Videos und Bildern in neun Sprachen abgerufen werden.
Tele Top schafft es nach Schaffhausen Die Schaffhauser Kabelnetzbetreiberin Sasag hat auf Geheiss des Bundesgerichts den Regionalsender Tele Top aufgeschaltet. Das Gericht hat einer Beschwerde der Sasag die aufschiebende Wirkung verweigert. Darin wehrt sich das Unternehmen gegen eine Verfügung des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek), wonach es Tele Top per 15. August Zugang zu seinem Netz gewähren muss. Die einstweilige Aufschaltung von Tele Top treffe die Sasag nicht derart schwer, um die Aufhebung der vom Uvek gesetzten Frist zu rechtfertigen, meinten die Richter. Die Aufschaltung sei zur Sicherstellung der Programmvielfalt angeordnet worden.
RTR verstärkt regionale Präsenz Radio e Televisiun Rumantscha (RTR) verfügt mit Armin Schlegel neu über einen Engadiner TV-Korrespondenten und mit Urs Baltermia über einen neuen Radiokorrespondenten in Mittelbünden. Zudem sind neue Radiodirektsendungen aus der Region geplant. Eine Zusammenarbeit mit Viasuisse erlaubt aktuelle Verkehrsinformationen auf Romanisch, und mit der Schweizerischen Teletext AG wird eine Vereinbarung über romanische Kurztexte auf Teletext getroffen.

News: Schweizer Presse litt weiter im Juli

Die Schweizer Presse litt auch im Juli unter der Flaute auf dem Werbemarkt.

Die Schweizer Presse litt auch im Juli unter der Flaute auf dem Werbemarkt.News Schweizer Presse litt weiter im Juli Das gesamte Inseratevolumen sank gegenüber dem Vorjahresmonat um 10,1 Prozent. Verantwortlich für den Taucher waren erneut vor allem die Stelleninserate, die um 39 Prozent einbrachen. Bei der Deutschschweizer Presse betrug das gesamthafte Minus 13,2 Prozent. Die Tessiner Blätter verzeichneten einen Rückgang um 16 Prozent. Nur die Westschweizer Presse legte leicht um 0,2 Prozent zu. Bei den Wochenzeitungen betrug der Rückgang des Inseratevolumens 10,2 Prozent, bei den Zeitschriften jedoch nur 1,7 Prozent.
«P»-Index mit Hoffnungszeichen Der Publicitas-Index, der die Werbeausgaben in der Tagespresse misst, sank im Juli um 1,3 Punkte auf 112,7 Punkte. Er steht damit auf dem Niveau von Oktober 1998. Der Rückgang fiel etwas geringer aus als in den vergangenen Monaten, als ein Minus von durchschnittlich zwei Punkten zu verzeichnen war. Der Zusammenbruch der Stelleninserate spiele jedoch nach wie vor eine entscheidende Rolle in der Verringerung des Indexes. Der separate Index Stelleninserate sank um 7,9 auf 207,0 Punkte.
Ringier verkauft TopJobsScout24 Die Scout24-Gruppe wird Alleinbesitzer des Online-Jobbörsenbetreibers TopJobsScout24 Schweiz. Sie übernimmt sämtliche Aktien aus dem Besitz des Medienkonzerns Ringier und von VR-Präsident Peter B. Müller. Gleichzeitig treten Ringier und Müller aus dem Verwaltungsrat aus. Die beiden bisherigen Partner hatten die Humanline-Gruppe als Vorgängerin von JobScout24 aufgebaut, in die Scout24-Gruppe geführt und mit ihrem Know-how zur Fusion von TopJobs und JobScout24 im vergangenen Jahr beigetragen. TopJobsScout24 solle nun enger an die Online-Marktplätze AutoScout24 und ImmoScout24 angebunden werden, erklärte Christian Mangstl, CEO der Scout24- Gruppe. Die Zusammenarbeit zwischen Scout24 und Ringier wird weitergeführt.

Stärkle wird Mediaconsulter

Christian Stärkle, der erst vor eineinhalb Jahren die Leitung der Belcom AG übernommen hatte

Christian Stärkle, der erst vor eineinhalb Jahren die Leitung der Belcom AG übernommen hatteChristian Stärkle, der erst vor eineinhalb Jahren die Leitung der Belcom AG übernommen hatte, ist am 19. August per sofort von diesem Posten zurückgetreten – «auf Grund unterschiedlicher Auffassungen über die strategische Weiterentwicklung», wie es in einem Communiqué von Tamedia hiess. Genauere Angaben zu seinem Abgang wollte Stärkle nicht machen. Man habe Stillschweigen vereinbart, sagte er auf Anfrage. Tamedia hat nun Andreas Meili, im Konzern Leiter Elektronische Medien, die Führung der Belcom übergeben.
Ebenfalls per sofort ist Stärkle als Geschäftsführer beim TeleNewsCombi (TNC) zurückgetreten. Somit wird bereits die nächste TNC-Sitzung am 30. August statt mit Stärkle mit Meili stattfinden. Offen ist hingegen, wer die TNC-Geschäftsführung übernehmen wird.
Den Radioday vom 5. September, den Stärkle mitleitet, werde er aber noch durchführen helfen, sagte er der WerbeWoche. Im Weiteren werde er nun seine längst gegründete Medienberatungsfirma Media Consulting aktivieren. Konkrete Aufträge habe er aber nicht. (mk)

Ausserdem: Ende Jahr verlässt Peter Plan, Marketing Director Germany/ Switzerland, den Messeveranstalter Reed Exhibitions. Plan war erst Anfang Juli 2001 zu Reed gestossen.

Ausserdem: Ende Jahr verlässt Peter Plan, Marketing Director Germany/ Switzerland, den Messeveranstalter Reed Exhibitions. Plan war erst Anfang Juli 2001 zu Reed gestossen.Rolf O. Sperisen hat bei der Fullservice-Agentur Advertising,

Ausserdem: Ende Jahr verlässt Peter Plan, Marketing Director Germany/ Switzerland, den Messeveranstalter Reed Exhibitions. Plan war erst Anfang Juli 2001 zu Reed gestossen.
Rolf O. Sperisen hat bei der Fullservice-Agentur Advertising, Art & Ideas ein Verwaltungsratsmandat übernommen.
Die Zürcher Eventagentur Living Media und Grünbaum Marketing & Promotion haben fusioniert und heissen jetzt Grünbaum Koblasa Livingmedia. Beide Unternehmen sind von Peter Grünbaum gegründet und geleitet worden. Als neuer Partner wurde Eventberater Radek Koblasa aufgenommen.
Die Kölner PR-Agentur Antwerpes & Partner hat eine Niederlassung in Basel eröffnet. Die Leitung der Filiale übernimmt Melanie Hoffmann.
Seit Anfang Juli hat sich Martin Denecke bei Rüegg Werbung eingemietet und betätigt sich neu als Creative Consultant.
Peter Zeller, Vizepräsident Marketing bei der Airline Swiss, wurde per sofort freigestellt. Zeller hat auf Ende August gekündigt, um sich in eine neue Richtung zu entwickeln.
Managing Director Peter Frey hat sämtliche Anteile von Jürg Schaub an der Basler Werbeagentur cR DDB übernommen. Schaub bleibt noch bis Ende nächsten Jahres bei der Agentur. Neu in die Geschäftsleitung aufgenommen wurden CD Hans Tanner und Berater/Stratege Dani Bürgi.

Zehntausend Leser zahlen gerne

Ellen Ringiers Fritz und Fränzi braucht aber noch mehr Sponsoren und zahlende Abonnenten.

Ellen Ringiers Fritz und Fränzi braucht aber noch mehr Sponsoren und zahlende AbonnentenAuch auf Gönnergelder angewiesene Medien
werden von der Krise nicht verschont. Trotzdem schneidet Ellen Ringiers
Elternmagazin Fritz und Fränzi ein Jahr nach dem Start
überdurchschnittlich gut ab im Rennen um die derzeit spärlich
fliessenden Werbefranken. Doch über dem Berg ist das Nonprofit-Magazin
damit noch nicht.Eigentlich kann sich Fritz und Fränzi am ersten
Geburtstag, der jetzt im September ansteht, durchaus freuen. Während
andere Magazine eher magersüchtig daherkommen und vor allem reichlich
Eigeninserate zu drucken gezwungen sind, sieht das Nonprofit-Projekt
von Ellen Ringier gar nicht so schlecht genährt aus. «Zwei Drittel der
budgetierten zwanzig Anzeigenseiten pro Ausgabe kommen herein», sagt
Sabine Danuser, die das Heft konzipiert hat und seit September 2001
zusammen mit ihrem Team produziert.

Fritz und Fränzi hat reichlich Abnehmer, aber wenig zahlende Erheblich
seien die Probleme hingegen beim Sponsoring. «Dort haben wir erst ein
Drittel unserer Einnahmenziele erreicht.» Dieses Loch macht Danuser
auch am meisten Sorgen, wenn sie an die Zukunft des Heftes denkt.
Ellen
Ringier hatte die Idee für ein regelmässig erscheinendes Magazin vor
gut anderthalb Jahren aufgegleist (siehe auch das Interview auf dieser
Seite). Das Ziel war: ein Nonprofit-Projekt zum Thema Elternsein in der
Form einer Zeitschrift auf die Beine zu stellen. Inhaltlich will das
Magazin Eltern mit Kindern im Schulalter als Ratgeber und Begleiter zur
Seite stehen. Ein Heft, welches das heute zwar reichhaltig vorhandene,
aber verstreute Wissen zu diesem Themenbereich bündelt und ansprechend
verpackt. Als Trägerschaft hatte Ringier dafür im Frühjahr 2001 die
Stiftung Elternsein ins Leben gerufen, die sie auch präsidiert – und
deren anfallende Defizite sie deckt. Mit einem «unverzinslichen
Darlehen», wie sie das wahrscheinlich à fonds perdu investierte Geld
nennt.
Eines der wichtigsten Ziele von Ellen Ringier ist, Fritz und
Fränzi einer möglichst breiten Leserschaft zugänglich zu machen. Das
Rezept dafür sei die grundsätzliche Möglichkeit, das Heft gratis
beziehen zu können. Das heisst, die Abonnenten können selber bestimmen,
ob sie den ganzen Betrag, die Hälfte, das Doppelte oder gar nichts
beisteuern wollen. Das Resultat ist, dass aktuell lediglich rund 10000
Abos zu 24 Franken bezahlt werden – das sind nur gerade mickrige zehn
Prozent der aktuell 100000 vertriebenen Exemplare.
Mit anderen
Worten: Zusätzlich zu den ungenügenden Sponsoringerträgen ist auch der
finanzielle Beitrag aus dem Abo-Kanal noch deutlich zu tief. Doch
dessen Ausweitung sei unter diesen Umständen auch nicht einfach, sagt
Danuser. «Es ist extrem schwierig, Abonnenten für eine Spende zu
gewinnen, wenn man das Heft gleichzeitig kostenlos haben kann», weiss
sie.
Trotzdem verteidigt Ellen Ringier die Strategie der
Gratisabgabe. «Wir wollen auch für die Mutter und den Vater im
Calancatal oder auf dem Sustenpass da sein. Das sind Leute, in deren
Budget es keinen Platz hat, um am Kiosk Heftli zu kaufen.»

Langer Atem dank finanziell zuverlässigem Fundament Fritz
und Fränzi kommt bei den Leserinnen und Lesern offenbar gut an und
weckt breites Interesse. Von den ersten beiden Ausgaben rollten statt
der angekündigten 100000 über 180000 Exemplare über die Druckerpresse.
So stark sei die Nachfrage seitens der Vertriebspartner gewesen, sagt
Danuser. Zu diesen zählen neben der Lehrerschaft, Elternbildnern und
Kinderärzten vor allem die namhaften Organisationen für Kind und Eltern
in der Schweiz.
Diese pädagogischen Institutionen sind gleichzeitig
Partner für die Inhalte von Fritz und Fränzi. Über sie – Pro Juventute,
Marie-Meierhofer-Institut für das Kind, Verein Schule und Elternhaus
und andere mehr – werden im Durchschnitt 50000 Magazine abgesetzt.
Weitere 40000 Exemplare gehen an die Lehrerschaft, die die Hefte
ebenfalls weiterreicht. «Wir entwickeln laufend neue Ideen, um die
Auflage oben zu halten», sagt Sabine Danuser.
Trotz noch viel zu
tiefer Abo- und Sponsoringeinnahmen scheint das Magazin vorderhand
einen starken Stand zu haben. Dafür sorgt Ellen Ringier, die persönlich
für die finanzielle Basis des Magazins geradesteht. Ein Jahr nach dem
Start zeigt sie keinerlei Ermüdungserscheinungen, wie aus dem Interview
hervorgeht. Mit anderen Worten: Das finanzielle Fundament von Fritz und
Fränzi ist für eine längere Durststrecke ausgelegt.
Trotzdem hat das
Elternmagazin noch einen steinigen Weg vor sich, das weiss auch
Danuser. Deshalb denkt sie intensiv über weitere nötige Massnahmen in
den Bereichen Marketing und Leserbindung nach. Im Frühjahr 2003 möchte
sie einen Fritz-und-Fränzi-Club ins Leben rufen mit diversen geplanten
Vergünstigungen und Exklusivangeboten für die Mitglieder. Eine andere
sympathische Aktion: Fritz und Fränzi nachgeahmte Holzfiguren zum
Bestellen warnen Automobilisten vor spielenden Kindern.

Daniel Schifferle

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