Ärztlich getestet.

Dass originelle Werbung auch bei Ärzten gut ankommt, beweist der diesjährige Anzeigentest der Ärztefachzeitschrift Journal.

Dass originelle Werbung auch bei Ärzten gut ankommt, beweist der diesjährige Anzeigentest der Ärztefachzeitschrift Journal. Die von Jung von Matt/Limmat realisierte Kampagne für das Erektionsmittel Uprima belegt Platz 1 im Ranking und ist somit die beliebteste Anzeige in der medizinischen Fachwelt. Die Ärzte kommentieren die Kampagne als «witzig und überraschend», «einfach und aussagekräftig» sowie «auf den Punkt gebracht». Für das Journal bewerteten 1487 Ärzte und Apotheker insgesamt 41 Anzeigen. Für Carlos Friedrich, Account Supervisor bei Jung von Matt/ Limmat, ist die Auszeichnung der Ärzte für die erigierte Zehe «eine Bestätigung, dass man in der Pharmabranche mit zielgerichteter Kreativität etwas bewegen kann».Bilanz schwelgt wieder im Luxus. Zum zweiten Mal gibt Bilanz ihr Lifestyle-Special «Luxus» heraus. In der ersten Ausgabe hatte sich Danielle Lanz als «Frau im Anzug» präsentiert und von La-Perla-Unterwäsche geschwärmt. Diesmal gibt sich die Ex-Werberin des Jahres natürlicher: Ihr Top-Tipp für shoppen, essen, trinken und schlafen ist Tarasp im Unterengadin. Satin, Schmuck und Haut zeigt dafür Autorin Zoë Jenny. Umrahmt wird die Bildstrecke von einem Text, in dem sie träumt, ein Diamant zu sein. Gemäss Bilanz wurde Jenny dazu von der neuen Uhrenkollektion von Ebel inspiriert.
Ceccaronis Comeback. Für die Basler Fussballfans ist Massimo Ceccaroni Kult, für die Manager des FC Basel gehört er zum alten Eisen. Nach 15 Jahren beim Club hat der Vorstand dem Profi ausgerechnet im Jahr der Champions League gekündigt. Für Ceccaroni kein Grund zum Aufgeben. Der Profi hat einen neuen Club gefunden. City Sports Club heisst der Verein. Dort wird zwar nicht mehr Fussball gespielt. Dafür bietet der Club ein Fitness-Angebot. Die Plakate und Anzeigen mit Ceccaronis Claim «Time to Change!» sind von mrg communications Basel konzipiert worden; CDs Andreas Mesmer, Michael Gerber. Die abgetakelte Garderobe von Ceccaronis Ex-Verein wurde von AD Tommy Schilling gestylt.
«Lifestyle» mit neuem Konzept und weniger Stellen. Das Magazin «Lifestyle» auf Tele Züri startet am 1. Januar mit einem neuen Konzept. Künftig soll die Sendung nicht mehr im Studio, sondern vor Ort produziert werden. Der Talk-Teil wird intensiviert, wie Tamedia-Sprecher Peter Hartmeier gegenüber der WerbeWoche erklärte. Durch den Relaunch werden 2,4 Stellen überflüssig. Den Journalisten Dieter Guggenheim und Florina Rudin wurde gekündigt, wie die WerbeWoche erfahren hat. Weitere Stellenprozente können laut Hartmeier durch Teilzeit abgebaut werden. Der Abbau habe nichts mit dem Tamedia-Sparprogramm zu tun, betont Hartmeier. Man habe bei «Lifestyle» einfach «nach all den Jahren» einen neuen Approach gesucht.
Umrühren lohnt sich. Im Rahmen der VBZ-Kampagne «Umsteigen lohnt sich» hat die Agentur Ruf Lanz eine kecke Neu-Interpretation des Kreisverkehrs-signals entdeckt. Während dieses für die Autofahrer laut Theoriebüchlein bedeutet, die Geschwindigkeit zu mässigen und den im Kreis von links kommenden Fahrzeugen den Vortritt zu lassen, bedeutet es für die Gäste des Fondue-Trams viel entspannender: «Gemütlich rühren.» Das neue Zürcher Fondue-Tram bietet Platz für 28 Leute. Es wird vom Zunfthaus zur Zimmerleuten bekocht und kann ab sofort für Weihnachtsessen und andere Partys für eine frei wählbare Fahrt auf dem ganzen Netz der VBZ gemietet werden.
Geile Zahlen. Man nehme die Zahlenkombination 71.39, lasse diese als digitale Gewichtsanzeige auf einer Waage erscheinen, dann drehe man die Anzeige um 180 Grad – und schon hat man ein voll geiles Inserat. Woher die eben entdeckte Werbeidee für Kellogg’s Special «99 Prozent fettfrei» stammt, wollte uns Kellogg’s Schweiz allerdings auch nach drängelnden und mit säuselnder Stimme vorgetragener Bitten nicht verraten. Anfragen von Medien werden nur auf dem langwierigen Briefweg beantwortet. Auch das ist voll fettfrei – aber nicht so geil!
Schienenverkehr. Seit 39 Jahren arrangiert Margrit Neisser liebevoll ihre Modelleisenbahnen im Schaufenster an der Zürcher Birmensdorferstrasse und lädt so zum Verweilen ein. Nicht nur eingefleischte «Isebähnler» versinken ob der ausgestellten Bahnromantik in nostalgischen Gefühlen. Umso mehr erstaunt der Slogan «Die geilsten Schienen und schärfsten Kurven im Kreis 4!», der seit Oktober auf Shop-Plakaten, Postkarten und Fachanzeigen zu lesen ist. Brüskierte Stammkunden können aber beruhigt werden: Frau Neisser hat nicht das Gewerbe gewechselt! Sie war einfach der Meinung, «nach 30 Jahren Reklame-Abstinenz», könnte ein bisschen Aufmerksamkeit nicht schaden. Kreative Unterstützung erhielt die alte Dame von AD Roland Hess und Texter Tamás Kiss. Für die Headline im Langstrassen-Slang (mit dem man bei Hesskiss bestens vertraut ist) machte sich das Duo den Umstand zu Nutze, dass der Laden, wenn auch an der Grenze zu Wiedikon, noch knapp im «Kreis Cheib» liegt.
Editorial

Wie Medien auf die Wirklichkeit blicken«Krise – die Schweiz im Tief» titelte in fetten Lettern das Nachrichtenmagazin Facts vergangene Woche auf den Kioskplakaten. Das Kontrastprogramm zum Weltwoche-Aushang hätte nicht schärfer ausfallen können: Mit Schlagworten wie «Kein Grund zur Panik – Der Welt geht es besser – Schweizer haben Erfolg – Die Liebe siegt» versuchte das Wochenmagazin die durch Wirtschaftspleiten, Börsencrash und bundesrätlich legitimierten Rentenklau verstörten Schweizerinnen und Schweizer aufzumuntern. Einmal in Umkehrung des medienimmanenten Zynismus – «Only bad news are good news, good news are no news» – überraschte die Weltwoche ihre Leserschaft mit der frohen Botschaft.
Er habe kein Hurra-Dossier drapieren wollen, verkündet Chefredaktor Roger Köppel im Editorial, doch der Befund zur Lage der Welt sei verblüffenderweise positiv ausgefallen, die wohlfeilen Angstprognosen, die vor allem in den Medien rasch und bedenkenlos herumgeboten würden, seien in wesentlichen Punkten falsch. Angesichts der grassierenden Verunsicherung und Kriegsangst mag es tröstlich sein, dass uns ein Magazin frei nach den berühmten Formeln von Leibnitz & Hegel vorrechnet, dass wir in der besten aller möglichen Welten leben, dass alles Wirkliche vernünftig ist und nur das Vernünftige wirklich ist. Und man fragt sich insgeheim, wieso es in den Medien so unpopulär ist, die Welt positiv zu betrachten.
Die Diskrepanz zwischen den Schlagzeilen von Facts und Weltwoche liefern den besten Beweis für das populäre Vorurteil, dass uns die Medien mit ganzer Macht zu manipulieren versuchen. Ein Befund, der schwer zu widerlegen, aber trotzdem sinnlos ist. Denn die Medien interessieren sich nicht für die Wirklichkeit «an sich», sondern dafür, wie die Wirklichkeit von andern gesehen wird. Sie berichten nicht, was geschieht, sondern was andere vermeintlich für wichtig halten. Die Medien sind eine Art Wirklichkeitsindustrie; sie konstruieren die Realität vor allem mit Informationen, die irritieren und erregen.
Sie können dies, weil nicht Tatsachen, sondern Meinungen über Tatsachen unser Zusammenleben bestimmen. Denn was wir über unsere Gesellschaft, ja über die Welt, in der wir leben, wissen, wissen wir durch die Massenmedien. Andererseits wissen wir so viel über die Massenmedien, dass wir ihnen nicht trauen können. Wir wissen, dass wir manipuliert werden und trotzdem sind wir bereit, die Informationen über die Welt und die Gesellschaft als Informationen über die Realität zu akzeptieren. Ein Paradox, mit dem wir trotz allem gut leben, weil wir insgeheim wissen, dass es kein Jenseits der Massenmedien gibt.
Samuel Helbling, Chefredaktor

Ausserdem: Der neue Chefredaktor des Blicks heisst Werner de Schepper.

Ausserdem Der neue Chefredaktor des Blicks heisst Werner de Schepper. Was als Gerücht seit einiger Zeit durch die Branche geistert, hat Ringier am Dienstag offiziell bekannt gegeben. De Schepper löst Ende Januar Jürg Lehmann ab, als dessen St

Ausserdem Der neue Chefredaktor des Blicks heisst Werner de Schepper. Was als Gerücht seit einiger Zeit durch die Branche geistert, hat Ringier am Dienstag offiziell bekannt gegeben. De Schepper löst Ende Januar Jürg Lehmann ab, als dessen Stellvertreter er seit 1999 amtiert. Neue Mitglieder der Chefredaktion werden zudem Rolf Cavalli als Stellvertreter und Hanspeter Peyer. Cavalli war zuvor Stellvertreter von SonntagsBlick-Chefredaktor Bernhard Weissberg. Peyer, seit Mai 2001 stellvertretender Chefredaktor der Berner Zeitung, war lange bei Ringier tätig, unter anderem als Stellvertreter des Blick-Chefredaktors von 1987 bis 1999.
Seit Anfang Oktober stellt Adrian Häusermann mit Denkwerk GmbH sein in Agenturen und Freelance-Mandaten erworbenes Know-how in Strategie und Konzeption von integrierter Kommunikation als «Sparring-Partner» und Coach Auftraggebern und Agenturen zur Verfügung.
Friedhelm Lammoth, Chef der Direktmarketingagentur Lammoth Mailkonzept, hat seine 50-prozentige Beteiligung an der CallWorld Telemarketing AG abgegeben. Der Mitgründer und bisherige VR-Präsident von CallWorld will sich wieder auf das kreative Kerngeschäft seiner beiden Agenturen in St.Gallen und Wiesbaden konzentrieren.
In der Person des Berner Medienjuristen Franz A. Zölch hat die PR-Agentur Peter Bütikofer & Company in Zürich und Lausanne einen Kommunikationsexperten für ihren Verwaltungsrat gewonnen. Er verstärkt die strategische Ebene der Zürcher Agentur mit Kompetenzen in den Bereichen Medien- und Verlagsrecht.
An der Spitze der Zürcher Kommunikationsagentur Burson-Marsteller (B-M) werden die Sessel gerückt: Der bisherige CEO Ulrich Bollmann löst Agenturgründer Dieter Jäggi als VR-Präsident ab. Jäggi will als freier Consultant tätig sein. In dieser Rolle steht er B-M weiter zur Verfügung. Bollmanns Nachfolger in der operativen Leitung wird Roman Geiser, der seit Anfang 2000 als COO das Beratungsgeschäft der Agentur führt. Bollmann bleibt für einzelne Kunden und Spezialprojekte aktiv.
Seit Anfang Oktober ist der Grafiker und Designer Urs Rindlisbacher Chef des Gestaltungsteams und neues Mitglied der Geschäftsleitung der Werbeagentur Fruitcake aus Worb. Die Aktivitäten seiner Firma Logo Kommunikationsgesellschaft AG wurden von der AdConsult Holding AG, Hauptaktionärin von Fruitcake, übernommen.
Von 15 Interessenten haben dieses Jahr drei die Mitgliedschaft im Art Directors Club (ADC) Schweiz erlangt. Die Aufnahmekommission sah die Kriterien bei folgenden Werbern erfüllt: Art Director Ralf Kostgeld von Publicis, dessen Uno-Beitrittskampagne der Agentur im Sommer Gold von den New York Festivals brachte, Pierre Rebetez, Mitgründer und AD der Zürcher Multimediaagentur Haedbanger, und Daniel Bieri, freischaffender Werber in Berlin.

Neue Kampagnen: Sony Overseas

Ziel: Steigerung der Bekanntheit als B-2-B-Lösungsanbieter und Produktpräsentation.

Ziel: Steigerung der Bekanntheit als B-2-B-Lösungsanbieter und Produktpräsentation.Sony Overseas Werbemittel: Anzeigen in der Tages-, Sonntags- und Wirtschaftspresse sowie Fachzeitschriften der Schweiz. Einsatz: Seit Anfang Oktober bis Ende November.
Auftraggeber: Sony Overseas SA, Schlieren; Gesamtverantwortung: Sara Provenzale, Marketing Communication Manager. Werbeagentur: Blue Spirit, Schlieren; AD: Lionel Buettner; Text: Ueli Bleuler; Beratung: Christine Lakits; Gesamtverantwortung: Peter Trüb; Foto: Christian Dietrich; Media: Media Schneider, Manuela Sigrist, Zürich.

Ende eines Kabelsalates

McCann-Erickson verdrahtet für Cablecom die Beziehungen zum Konsumenten neu

McCann-Erickson verdrahtet für Cablecom die Beziehungen zum Konsumenten neuVon Ernst Weber Cablecom rückt näher zum Kunden ran und verabschiedet sich vom Image des Kabelverlegers. Das sieht ein von McCann-Erickson konzipierter Dachmarkenauftritt für die hoch verschuldete Kabelnetzbetreiberin vor. Der Gewinn des fast zweistelligen Millionenetats soll die Zürcher Agentur nach herben Budgetverlusten (Diax, Suva) wieder auf Erfolgskurs bringen.
Als Cablecom vor einem Jahr mit der Reorganisation des Unternehmens begann, habe man rasch gemerkt, dass ein Neustart mit einem neuen Image unumgänglich sei, sagt Theresia Büsser, Leiterin Corporate Communications. Damals haben sich die vielen lokalen Netzwerkgesellschaften zur Cablecom zusammengeschlossen.
Die Imagekorrektur verläuft parallel zur Optimierung des Angebots. Nach eigenen Angaben will Cablecom mit einem digital gestützten Netzwerk die Voraussetzungen für ein wahres Breitbanderlebnis bei Digital-TV, Digitaltelefonie und bei den Hi-Speed Internet Services schaffen. Und dies sei erst der Anfang einer Angebotsvielfalt, die in den kommenden Jahren lanciert werde.
Sofern nicht ein vorzeitiges Grounding diese Pläne vereitelt. Seit die britisch-amerikanische Eigentümerin NTL im Frühjahr in die Nachlassstundung ging, hat Cablecom eine Schuldenlast von 3,7 Milliarden Franken zu tilgen. NTL hatte die Schweizer Kabelnetzbetreiberin im März 2000 für 5,8 Milliarden Franken gekauft.
Konzipiert wurde das neue Cablecom-Markenbild von McCann-Erickson. Sie gewann das Mandat Anfang dieses Jahres in einem Pitch gegen drei Agenturen. Ausschlaggebend für den Zuspruch war die Telecomerfahrung, die man mit Diax sammeln konnte. Zudem kam der Agentur der Umstand zu Hilfe, dass die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Dialogmarketing mit der zu McCann gehörenden MRM Target Group abgedeckt wird.
Neues Logo drückt Bewegung und Weichheit zugleich aus
Kein Stein des alten Markenbildes blieb auf dem anderen. Das Logo, die Drucksachen, das CD, das Naming der einzelnen Angebote und der aus Produkt- und Imagewerbung bestehende Kommunikationsauftritt wurden von Grund auf neu überdacht.
Dreh- und Angelpunkt der gesamten Kommunikation bildet das Versprechen, wonach Cablecom des Konsumenten Unterhaltungs-, Informations- und Kommunikationsbedürfnisse erfüllt. Relevanz erhielt die Positionierungsidee durch die Umsetzung, die den Konsumenten mit allen Welten verbunden zeigte.
Der aus dem Angebot entstandene Claim «Touch your worlds» führte zu dem produktorientierten homogenen Dachmarkenauftritt, der am 20. Oktober anläuft. Zugleich formte er das neue Signet. Es stellt zwei durch eine Brücke verbundene Welten sowie zwei mit dem Rücken zueinander stehende C dar. «Die Form des Logos hat etwas Organisches und drückt Bewegung und Weichheit aus», beschreibt Marion Marxer, Group Account Director bei McCann, das neue Logo.
Die Dachkampagne umfasst die Bereiche Digital-TV, Hi-Speed Internet und vom kommenden Jahr an auch die digitale Telefonie, die dannzumal eingeführt werden soll. Beworben werden die Sparten durch je zwei Anzeigen, je einen 30-Sekunden-Kino-/TV-Spot und einen Reminder von 5 respektive 7 Sekunden. Der Auftritt vermittelt in keinem Augenblick den Eindruck, bei den Bereichen handle es sich um Subbrands, denn die markenbildenden Merkmale sind durchgängig prioritär präsent.
Verankert wird das Markenversprechen, indem die Anzeigenheadlines und die Spottexte mit der Wendung «Meine Welt:» beginnen. Daran schliesst sich ein Statement an wie etwa «Die wöchentliche Videokonferenz mit meiner Nichte» und «Spontan zur Nocturne einladen». Aussagen, die zu den jeweiligen Produktwelten gehören.
Um höchstmögliche Individualität zu vermitteln, tragen die im Rot des Logos abgesetzten Headlines die Handschrift einer der abgebildeten Personen, während in den Spots die Protagonisten mit der Sprachwahl auf ihre Individualität hinweisen.
In den Anzeigen wird die Markenatmosphäre durch kräftige, mehrheitlich dunkle Farben geprägt. Pastelltöne vermied man vor allem, um sich von der Bluewin-Werbung zu differenzieren, wo eher blasse und kühle Farben vorherrschen.
Damit der erste Blick des Betrachters auf die Marke und nicht etwa auf das Produktangebot fällt, wurden der Firmenname und das Logo rechts oben platziert. Die Produktkategorien sind in einem am Fuss platzierten Balken nur marginal erwähnt.
«Ich wüsste von keiner Marke, die in letzter Zeit so integriert neu aufgebaut worden ist», sagt McCann-CD Dominik Imseng, der damit Vorgänger Daniel Comte ein Kränzchen windet. Er hatte den Auftritt konzipiert, ihn aber nicht mehr zu Ende geführt, da er inzwischen als CD zu Advico Young&Rubicam gewechselt hat.
AD–Rating

Aufgefallen
Nein, diesmal bitte keine Meinungen zu einer Kampagne, sondern zur Website eines italienischen Sargschreiners: Darf der mit halbnackten Frauen für Behältnisse werben, in die der Mensch zur letzten Ruhe gebettet wird? Freudianer und Jungianer klicken auf www. werbewoche.ch/adrating
Haglöfs-Kampagne
Top: 50,03%
Flop: 49,97%
Lob und Tadel der Ad-Raters zusammengefasst auf www.werbewoche .ch/adrating/comments

Ausserdem: Die Zürcher PR-Agentur Marengo verliert den Berater Adrian Erni.

Ausserdem Die Zürcher PR-Agentur Marengo verliert den Berater Adrian Erni. Erni war seit der Gründung Anfang 1999 dabei gewesen. Zeitgleich hat die Agentur in Nora Ehrensperger und Simone Brunner (Bild, links) zwei neue Junior Beraterinnen en

Ausserdem Die Zürcher PR-Agentur Marengo verliert den Berater Adrian Erni. Erni war seit der Gründung Anfang 1999 dabei gewesen. Zeitgleich hat die Agentur in Nora Ehrensperger und Simone Brunner (Bild, links) zwei neue Junior Beraterinnen engagiert.
Die Fluggesellschaft Swiss International Air Lines erhält eine neue Leiterin Media Relations. Ab November ist Priska Spörri mit ihrem Team verantwortlich für die Medienarbeit in der Schweiz und im Ausland.
Seit Ende September verstärkt Senior Texter/Konzepter Enrico Bachmann die Kreation von McCann-Erickson, Zürich. Zuvor war er vier Jahre als Freelancer tätig. Bachmann begann seine Karriere vor 15 Jahren bei der GGK Basel und arbeitete unter anderem für Scholz & Friends und Weber Hodel Schmid.

Seit Anfang Oktober verstärken Stephan Huwiler (Art Direction) und Adrian Hoenicke (Text/Konzept) die Kreation bei der Zürcher Werbeagentur Sulzer Sutter.
Die Zürcher Agentur Felber Kristofori & Pinzon hat ihre Beratung mit Claudia Imholz verstärkt. Die diplomierte Werbeleiterin nimmt zudem Einsitz in die Geschäftsleitung und wird von der Werbeassistentin Stephanie Jocic unterstützt.
Stefan Rupp wird neuer Geschäftsführer der Freizeit Graubünden AG. Der 32-jährige Zürcher tritt auf Anfang November die Nachfolge von Daniel Häberli an. Rupp war bisher in Graubünden bei der Rothornbahn in Lenzerheide sowie bei der Diavolezza-Bahn im Engadin als Leiter Marketing & Sales tätig.

Anschluss mit Zukunft

McCann-Erickson baut das Markenbild von Cablecom von Grund auf neu

McCann-Erickson baut das Markenbild von Cablecom von Grund auf neuDie wirtschaftlich gebeutelte Kabelnetzbetreiberin Cablecom rückt näher zum Endkunden. Bilder von buddelnden Kabellegern gehören der Vergangenheit an. Die Investitionen in den digitalen Datenverkehr aber kosten: Mindestens eine Milliarde Franken buttert Cablecom nach Schätzungen von Branchenkennern in dessen Ausbau. Logischerweise erfordert der «Wandel vom technischen Anbieter zum Erlebnisprovider» auch eine Veränderung des Markenbildes und eine Neupositionierung der Marke. Vorgenommen wurde sie von McCann-Erickson mit Hilfe von Spots und Anzeigen. Die Agentur konzipierte einen Imageauftritt, in dem die alte Marke kaum noch zu erkennen ist. Seite 6

Vegetarisch für Fortgeschrittene.

Was Wirz Werbung für das Zürcher Hiltl schüchtern mit einem T-Shirt angetönt hat (WW 36/02), kam in der September-Ausgabe des Wallpaper in nackter Konsequenz zum Spielen.

Was Wirz Werbung für das Zürcher Hiltl schüchtern mit einem T-Shirt angetönt hat (WW 36/02), kam in der September-Ausgabe des Wallpaper in nackter Konsequenz zum Spielen. «All animals have the same parts», steht als Headline über dem Inserat, das für mehr vegetarische Fantasie bei des Menschen täglicher Suche nach Nahrung wirbt. Ein Kenner der Szene meinte beim Anblick des Inserats, dass mann auf einen solchen Service – vegetarisch für den Magen, fleischlich fürs Auge – bei Hiltl vergebens warten wird.Beppi-Buchmesse. Die Basler werden vom 2. bis 4. Mai kommenden Jahres definitiv zwischen Verlagsständen in Büchern stöbern und an Lesungen Autorinnen und Autoren zuhören können. Stephan Lips, Leiter Messe- und Veranstaltungsentwicklung der MCH Messe Basel AG, und Matthyas Jenny, Leiter des Literaturfestivals, erklärten an der Frankfurter Buchmesse: «Die Messe Basel findet statt.» Anlass zu diesem Entscheid gaben Buchungen deutschsprachiger Verlage, darunter Ammann, Bastei-Lübbe, die Gruppe Ullstein Heyne List, Schwabe sowie andere Basler Verlage. Wenig Freude an diesem Entscheid haben die Ausrichter des Salon international du livre et de la presse in Genf, der zeitgleich stattfindet.
Terre des hommes BAT zu Tisch. Am 16. Oktober haben 217 Deutschschweizer Restaurants einen Teil ihrer Einnahmen Ernährungsprojekten der Kinderhilfsorganisation Terre des hommes zukommen lassen. Wer an diesem Welternährungstag in einem der beteiligten Restaurants speiste, unterstützte hungernde Kinder in 15 der ärmsten Länder der Welt. Publik gemacht wurde die Aktion als Goodwill-Arbeit von der Zürcher Werbeagentur Galbucci.
Luckys neuster Streich. «Push The Button» heisst der neuste Lifestyle-Gag von Lucky Strike. Erstmals in der Geschichte der Zigarettenschachtel stellt die Marke mit dieser Erfindung nicht das Grafische, sondern das Technisch-Spielerische in den Vordergrund. Mit einem einfachen Druck auf das Logo öffnet sich die Zigarettenschachtel. Die «Push The Button»-Box wird anlässlich des Festes zum 100-Jahr-Jubiläum von British American Tobacco lanciert und ist ab sofort in der Schweiz erhältlich. Dabei entscheidet der Zufall, wer Besitzer einer exklusiven «Push The Button»-Box wird, denn die handgefertigte Schachtel wird in einer limitierten Auflage unter die herkömmlichen Schachteln gemischt. Für
die Schweiz sind 50000 Stück reserviert. Bei dieser Gelegenheit kann auch daran erinnert werden, dass das Logo von Lucky Strike damals von Raymond Loewy, dem «Vater des modernen Industriedesigns», entwickelt worden ist. Von ihm stammen auch das Logo von Shell, die Coca-Cola-Flasche oder das Styling der Greyhound-Busse.
Salz & Pfeffer: Weg frei für die Zukunft. Die Firma Edition Salz & Pfeffer AG erhält mit Robert Meier sen. einen neuen Verwaltungsratspräsidenten (VR). Der enge Freund des verstorbenen Daniel E. Eggli, der auch VR-Präsident der Horego AG (Einkaufszentrale für das Schweizer Gastgewerbe, Schulen, Heime und Spitäler) ist, werde den Verlag in die Zukunft führen, sagte Verlagsleiter Romeo Brodmann gegenüber der WerbeWoche. Auch die übrigen VR-Mitglieder wurden anlässlich der GV vom vergangenen Mittwoch (nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe) neu bestimmt. Seit dem Ableben von Eggli herrschte Verwirrung um die Besitzverhältnisse und die Zukunft des Gastroverlages. Die Stimmrechte seien nun so bereinigt worden, dass Meier die Mehrheit auf sich vereinige. Der bisherige VR, bestehend aus Sikander von Bhicknapahari (VR-Präsident), Helmut Koch (VR-Delegierter) und Richard Altdorfer ist in corpore zurückgetreten. «Das war nötig, um den Transformationsprozess bei Salz & Pfeffer zuzulassen», sagte Brodmann. An den Produkten der Edition Salz & Pfeffer AG werde sich grundsätzlich nichts ändern. Bei den Inhalten der Publikationen sei aber eine schrittweise «Ent-Egglisierung» angesagt. Freunde grammatikalischer Ordnung atmen auf.
Kunst auf dem Kopf. Das geflügelte Wort «Figaro, bleib bei deinen Scheren» gilt für den Zürcher Szene-Haarkünstler Mondo Valentino schon lange nicht mehr. Jetzt steigt der Coiffeur, der schon lange im Eventbereich tüchtig mitmischt, auch noch in die Werbebranche ein. Nicht als Quereinsteiger allerdings, sondern sinnvoll sachbezogen. Valentino ist vom internationalen Label Goldwell ausgewählt worden, um weltweit eine neue Imagekampagne für den Konzern in Sachen Haarkosmetik zu inszenieren. Die Coiffeurbranche versteht im Topsegment ihr Metier schon lange als angewandte Kunst. Goldwell nutzt nun diese Positionierungschance, um mit der Goldwell Art Collection einen neuen Weg in Sachen Werbung zu beschreiten. «Selten wurde eine weltweite Imagekampagne von Schweizern in der Schweiz realisiert», meint dazu Ogilvy Public Relations, die das Konzept kommunikativ betreuen. Die Umsetzung der globalen Werbekampagne lag beim Luzerner Fotografenduo Alex Gertschen und Felix Meier. Ihre 20 Bilder sind als dreidimensionale Installationen gebaut worden und sollen in Zukunft als Anzeigen in der weltweiten Presse sowie als dekorative Ladenposter zu bewundern sein.
Starker Bass. Panasonic verfolgt im Jugendsegment den vor ein paar Jahren erfolgreich eingeschlagenen Weg der emotionalen und nonverbalen Kommunikation konsequent weiter. Die neuste Anzeige bewirbt Kopfhörer, die ein extra starkes Basssystem haben. «Wiederbelebung» heisst das Motiv, das von Jung von Matt/Limmat ausgedacht worden ist. «Wie schon beim Ohrmuschel-Bauchnabelmotiv wird einzig und allein ein Ziel verfolgt: Musik unter die Haut bringen», meint CD Daniel Meier zu seinem Sujet.

Einladung zum Kaufrausch

Lounge ist für die Luxusgüterbranche ein willkommenes Nischenprodukt

Lounge ist für die Luxusgüterbranche ein willkommenes NischenproduktMit Spannung wurde das neue Lifestyle-Magazin aus dem Westschweizer Kleinverlag Artist Edition SA erwartet. Jetzt hat das zweisprachige Heft, das auch in der Deutschschweiz sein Publikum sucht, an zwei Präsentationen in Lausanne und Zürich das Licht der (Werbe-)Welt erblickt. Lounge setzt einen frohen Farbtupfer ins eher trübe konjunkturelle Gesamtbild – muss aber in Sachen Inhalt noch nachbessern.Einstimmig lobten Mediafachleute und Werber das Layout, die Typo und die Qualität der Fotos. Sie wiesen vor allem darauf hin, dass die Ästhetik dem Schwesterprodukt Eveil Culturel entspreche – dem ebenfalls zweisprachigen Musikmagazin aus dem gleichen Verlag. «Viel fürs Auge», meinte Flo Kernmayer, von Hermès Communication in Genf. Christine Barnaud von Mediaedge|CIA hatten es die originellen Modefotos in Verbindung mit Design-Möbeln angetan.
Bei der Einschätzung des redaktionellen Inhalts gibt man sich allerdings zurückhaltender. Auf Grund von nur einer Ausgabe sei es schwierig, bereits ein Urteil zu fällen. Der Stoff entspreche zwar den Erwartungen der Leser von Lifestyle-Magazinen, müsse aber sicher noch weiter entwickelt werden, sagt Barnaud. Auch Sebastien Fabi von OMD Nyon ist der Meinung, die Texte müssten noch etwas gehaltvoller werden. Er findet aber das Gleichgewicht zwischen Bild und Text gelungen und leserfreundlich.
Mühe bekundet man aber mit dem englischsprachigen Résumé am Schluss der Zeitschrift. Fabi betrachtet diese Zusammenfassung eher als Sprach-Link, da sich Deutschschweizer und Romands oft auf Englisch verständigten. Laurence Saas von Micom Carat in Zürich erachtet eine englische Zusammenfassung für die Leser in der Schweiz als bedeutungslos. Sie findet es zudem schade, dass dieses Résumé optisch gegenüber dem ästhetischen Niveau des Magazins abfalle. Lounge-Herausgeberin Nicole Steffen verfolgt mit der englischsprachigen Zusammenfassung allerdings ein ganz anderes Ziel: Lounge soll künftig in Flughäfen aufliegen und in Flugzeugen verteilt werden.
Mediafrau Saas hat bei Werbeauftraggebern der Luxusgüterbranche ein grosses Bedürfnis nach Werbeplattformen festgestellt, wie sie etwa Lounge offeriert. Internationale Werbeauftraggeber verstünden nicht, weshalb es in der Schweiz so wenig Glamour-Magazine gebe. Aus dieser Sicht sei Lounge ein hervorragendes Nischenprodukt, ist Steffen überzeugt.
Anita Vaucher
30000 angepeilt

Lounge, Zeitschrift für Lifestyle, Design, Living&Music – wie die Unterzeile präzisiert – wird mit einer Auflage von 30000 Exemplaren in der West- und – ab November – auch in der Deutschschweiz vertrieben. Die erste Ausgabe wurde den Abonnenten von Eveil Culturel, ebenfalls ein Artist-Edition-Titel, gratis beigelegt. Für 2003 sind vier bis sechs Ausgaben geplant.

Paradies der Werktätigen

Guye Benker inszeniert für die Onlineplattform Jobwinner glückliche Arbeitnehmer

Guye Benker inszeniert für die Onlineplattform Jobwinner glückliche ArbeitnehmerKein Käfig voller Narren, sondern ein farbenfroher Bus mit Hippies leuchtet von Berner und Basler Plakatstellen herab. Die singenden und tanzenden Menschen freuen sich aber nicht etwa auf die Stones-Welttournee – sie stimmen sich ausgelassen auf einen neuen Arbeitstag ein. Diese paradiesische Vision der Arbeiterklasse stammt aus der Kreativabteilung Guye Benker, die der Tamedia-Onlineplattform Jobwinner.ch zu mehr Klicks ausserhalb des Grossraumes Zürich verhelfen soll. «Damit Sie wieder gerne arbeiten gehen. www.jobwinner.ch» verspricht die Headline den Werktätigen und versucht Hoffnung zu schüren, wo es keine gibt. Denn die farbenfrohe Flower-Power-Szenerie der Zürcher Agentur steht in krassem Gegensatz zu den schwarzen Zahlen vom Arbeitsmarkt: Gemäss Staatssekretariat für Wirtschaft wurden im Monat September 151503 Jobsuchende registriert, 8267 Stellen waren als vakant gemeldet. Auch die UBS-Ökonomen bezeichnen die Perspektiven im Arbeitsmarkt als «Besorgniserregend», wie sie im jüngsten UBS-Outlook schreiben.
Make love, not war – gilt auch für den Weg zur Arbeit
Mit der farbenfrohen und heiteren Umsetzung opponiert das Agenturteam um CD André Benker gegen das trübe Marktumfeld. Die Vorteile des Stellenportals sollen in einem Bild kommuniziert werden und vor allem als Gegenpol zum tristen Arbeitsalltag Fröhlichkeit ausstrahlen. Für Hippie-Authentizität sorgte denn auch der Fotograf Michael Joseph, der vor gut 40 Jahren bereits die jungen Rolling Stones auf Zelluloid gebannt hat.
Die aktuelle Regionenkampagne soll die Stellenplattform aus der Winner-Familie in den Wirtschaftsräumen Bern und Basel stärker verankern, so Produktmanagerin Catrin Rubenson. Das Portal, seit Januar 2000 online, verzeichnete bis September 2,5 Millionen Seitenansichten, die von 260000 Besuchern generiert wurden – mehr als das Doppelte im Vergleich zum Vorjahr. Die Anzahl der registrierten Stellen belief sich auf 2200.
Der Claim «Täglich neue Arbeitsplätze» will neben Stellenlosen auch Arbeitnehmer mit festen Jobs animieren, auf Jobwinner.ch zu klicken. Einfach so, aus Neugier, wie Guye Benker verlauten lässt. Dazu sollen neben dem Hippie-Sujet auch zwei Textanzeigen beitragen, die behaupten: «Glücklich ist, wer vergisst, dass er nur Arbeitnehmer ist» oder «Zum Glück ist bald wieder Montag». Ob so viel Optimismus drängt sich die Frage auf, ob die kreativen Köpfe, aus denen diese Sätze gepurzelt sind, nicht eher eine «Montagskampagne» entwickelt haben? Simone Keller

Muse & Musse: Eric Forsthoefel

Eric Forsthoefel Welche kulturelle Veranstaltung haben Sie zuletzt besucht?Eric Forsthoefel: Die CannesRolle im Maag-Areal.Was lesen Sie gerade?Forsthoefel: Eine Biografie von John Adams – und Detektivromane.Welche CD hören Sie z

Eric Forsthoefel Welche kulturelle Veranstaltung haben Sie zuletzt besucht?
Eric Forsthoefel: Die CannesRolle im Maag-Areal.
Was lesen Sie gerade?
Forsthoefel: Eine Biografie von John Adams – und Detektivromane.
Welche CD hören Sie zurzeit mit Vorliebe?
Forsthoefel: Die neue von Elvis Costello.
Welchen Kinofilm würden Sie am liebsten nochmals sehen?
Forsthoefel: Ich kann immer wieder «Glengarry Glen Ross» von David Mamet sehen.
Bei welcher TV-Sendung sind Sie neulich eingeschlafen?
Forsthoefel: CNN-Berichterstattung zur Wirtschaftslage und der Irak-Krise. Halt: Das war es genau, was mich daran gehindert hat einzuschlafen…
Welches ist Ihre neuste Entdeckung im Internet?
Forsthoefel: Rhapsody auf lis ten.com.
Worauf könnten Sie nie verzichten?
Forsthoefel: Magnum Almond Glace.
Was machen Sie in einer freien Minute?
Forsthoefel: Auf www.theoni on.com surfen.
Liebe ist…?
Forsthoefel: Die Welt mit deinem Partner und besten Freund bereisen und erleben.

Wanner schweigt viel sagend

AZ-Medien-Gruppe-Chef lässt Partner im Unklaren über möglichen CR-Wechsel

AZ-Medien-Gruppe-Chef lässt Partner im Unklaren über möglichen CR-WechselAm Hof des Aargauer Medienzaren Peter Wanner herrscht Unruhe, weil er offenbar den Chefredaktor der Aargauer Zeitung (AZ), Hans Fahrländer, durch Markus Gisler ersetzen will. Wanner dementiert entsprechende Gerüchte nicht. Und stösst Redaktion, Fahrländer und die Verlegerkollegen vom Verbund Mittelland Zeitung vor den Kopf. Als Fahrländer 1998 den Posten des AZ-Chefredaktors (CR) antrat, erklärte er, maximal acht Jahre im Amt bleiben zu wollen. Vor einem Monat zog er vor der Redaktion eine Halbzeitbilanz: «Auf in die zweite Amtsperiode», lautete sein Schlachtruf. Wenige Tage später kursierte ein Gerücht, wonach Verleger Peter Wanner Fahrländer durch den ehemaligen Cash-Chefredaktor und Ex-Moneycab-CEO Markus Gisler ersetzen wolle. Weil Wanner gerade in den Ferien weilte, blieben Fahrländer und AZ-Redaktion tagelang im Ungewissen. An seinem ersten Arbeitstag nach dem Urlaub, am 14.Oktober, nahm Verleger Wanner Stellung: Er bestätigte «unverbindliche Gespräche» mit Gisler. Dieser verfüge «über Medienerfahrungen auf operativer und strategischer Ebene, die der AZ-Medien-Gruppe dienlich sein könnten», wobei für Gislers allfälliges Engagement «diverse Optionen» denkbar seien, schrieb Wanner, der die Gespräche ausdrücklich «nicht weiter kommentieren» will.
Wanners Communiqué wirft aber mehr Fragen auf, als es beantwortet. Fahrländer wird mit keinem Wort erwähnt, von einem Bekenntnis zum amtierenden CR ganz zu schweigen. Ein Gespräch mit Wanner am 14.Oktober scheint für den CR nichts geklärt zu haben. Gegenüber der WerbeWoche sagte er, dass er im Moment nicht wisse, wie es weitergehe, was die Arbeit mit der Redaktion beträchtlich erschwere.
Auch im Verbund Mittelland Zeitung (MZ) sorgt die Angelegenheit für Ärger. Denn der AZ-CR ist auch CR des MZ-Mantelteils. Bei einem AZ-CR-Wechsel haben deshalb auch die Verleger der Solothurner Zeitung sowie des Oltner und Zofinger Tagblatts (ZT) ein Wörtchen mitzureden. «Ohne uns macht Wanner nichts», sagt ZT-Direktor Hans Gresch. Aber Gresch, der letzte Woche ebenfalls in den Ferien war, erfuhr erstmals am 15.Oktober von den Gerüchten – via WerbeWoche; Wanners Stellungnahme hatte er bis dahin noch nicht mal erhalten. So viel konnte er aber immerhin sagen: Bisher sei ein AZ-CR-Wechsel im etwa vierteljährlich tagenden MZ-Verlegerrat nie angesprochen worden.
Nicht äussern mochte sich ein verstimmter Rudolf Rentsch, Direktor von Vogt-Schild/Habegger. «Alle wichtigen Fragen diskutieren wir im Verlegerrat», sagte er nur. Arthur Tabeling, Direktor beim Oltner Tagblatt, war ferienhalber gar nicht erreichbar. Und Markus Gisler, derzeitiges VR-Mitglied bei Jean Frey AG und bei der Finanzfachmarkt AG, rief bis Redaktionsschluss nicht zurück.
Markus Knöpfli

News: «P»-Index sinkt wieder stärker

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Marquard kauft Playboy in Polen Der Schweizer Verlag Marquard Media übernimmt den polnischen Herausgeber des Männermagazins Playboy. Die bisherigen Gesellschafter von VIPress bleiben als Geschäftsführer im Amt. Marquard Media gibt den Playboy bereits seit Frühling 2000 in Ungarn heraus. In Polen erscheinen im Verlag von Jürg Marquard nach der Übernahme nun neun Titel mit einer Leserzahl von insgesamt 4,5 Millionen Personen.
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