Schweizer Familie lanciert Gesundheitsbeilage

Zeitschriften Am 10. April erscheint die Tamedia-Zeitschrift Schweizer Familie (SF) erstmals mit dem Gesundheitsmagazin Praxis. Das Magazin wird der SF in einer Auflage von 200000 Exemplaren beigelegt. Praxis behandelt in jeder Ausgabe zwei Hauptthem

Zeitschriften Am 10. April erscheint die Tamedia-Zeitschrift Schweizer Familie (SF) erstmals mit dem Gesundheitsmagazin Praxis. Das Magazin wird der SF in einer Auflage von 200000 Exemplaren beigelegt. Praxis behandelt in jeder Ausgabe zwei Hauptthemen, berichtet aus der medizinischen Forschung und stellt kosmetische und pharmazeutische Produkte vor. Die 60-seitige Line Extension erscheint in diesem Jahr zweimal. Die zweite Ausgabe ist für den Herbst geplant. Bei positiver Marktakzeptanz könne die Frequenz 2004 erhöht werden, schreibt die SF in einer Mitteilung.

Fachkurs für Public Affairs lanciert

Die Fachhochschule Solothurn Nordwestschweiz lanciert gemeinsam mit der Agentur cR Kommunikation Bern einen Lehrgang für Public Affairs.

Die Fachhochschule Solothurn Nordwestschweiz lanciert gemeinsam mit der Agentur cR Kommunikation Bern einen Lehrgang für Public Affairs.Gemäss einer Mitteilung ist es der erste Einstiegskurs zum Thema in der Schweiz. Die Ausbildung richtet sich an Führungs- und Kommunikationsverantwortliche. Der Kurs umfasst 10 Tage zwischen 23. Mai und 19. September. Die Teilnehmer sollen eine praxisnahe Einführung in politisches Beziehungsmanagement mit Themen wie Monitoring, Lobbying, Campaigning und Media Relations erhalten. Kursleiter ist PR-Berater Markus Schneider von cR Bern.

Masters of Suspense

Mailing Am 28. April will die Zürcher Agentur Publicis «den perfekten Mord» zelebrieren – vor laufenden Kameras und «den Augen tausender Schaulustiger».

Mailing Am 28. April will die Zürcher Agentur Publicis «den perfekten Mord» zelebrieren – vor laufenden Kameras und «den Augen tausender Schaulustiger».Das verspricht zumindest die DVD-Hülle, die als Einladung zum traditionellen Sechseläuten-Kunden-event versandt wurde. Darauf kündigt die Agentur die «exklusive Weltpremiere von Alfred Hitchcocks ‹Cocktail für eine Leiche›» an, presented by Publicis. Bedenken, die Agentur wolle auf diese Weise ihren Personalbestand reduzieren, können aber ausgeräumt werden. Aebi & Co. wollen nur den Kopf des Bööggs rollen sehen, wie im Umschlagstext weiter zu lesen ist. Nicht von ungefähr: an der Theaterstrasse 8 domiziliert, bietet Publicis die besten Logenplätze, um dem Schauspiel beizuwohnen. Wer trotzdem noch Zweifel hegt, der vergewissere sich mit einem Blick unter das kalte Buffet und vermeide Gespräche über Nietzsche.

Ein Mann und hundert Ideen

Emil Mahnig ist Chefredaktor der Pro-Senectute-Zeitschrift Zeitlupe und Hansdampf in vielen Gassen

Emil Mahnig ist Chefredaktor der Pro-Senectute-Zeitschrift Zeitlupe und Hansdampf in vielen GassenHat Emil Mahnig einen Doppelgänger? Die Frage drängt sich auf, wenn der 47-Jährige seine Aktivitäten aufzählt: Als Inhaber der Einmannfirma Papercommunication AG betreut Mahnig Medienprojekte auf Mandatsebene. So wirkt er als Chefredaktor und Geschäftsführer der Pro-Senectute-Zeitschrift Zeitlupe und realisiert auch die Zeitschrift Nix des Bundesamtes für Gesundheit zum Projekt «Experiment Nichtrauchen». Zudem managte er bis vor kurzem den Relaunch des Magazins Le Menu und arbeitet derzeit auch an einem Lokalfernsehprojekt – darüber verrät er nicht mehr, als dass es sich um ein «TV-Magazin für Lebensqualität» handelt.
Weil das noch nicht ausreicht, doziert Mahnig am Medienausbildungszentrum MAZ und ist Mitglied der SRG-Programmkommission. Bleibt noch die Freizeit, in der er Musse für Familie, Sport und Hund findet und nebenbei Klavier, Gitarre oder Handorgel spielt.
In Mahnigs Büro auf der Zeitlupe-Redaktion laufen PC, Radio und Fernseher gleichzeitig. Als Synergiefan denke und handle er stets mehrspurig. Deshalb hegt der Journalist auch eine Vorliebe für Medienverbünde: «Wenn Informationen über verschiedene Kanäle verbreitet werden, kann man die Leute bei dem Medium abholen, das sie gerade nutzen. Zudem verstärkt ein Verbund die Wirkung von Botschaften.»
Dies erklärt auch, warum Mahnig die Zeitlupe, die in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feiert, «multimedialer» gestalten will. Sein Ziel ist es, die Leserschaft auch per Teletext und Radio zu erreichen sowie vermehrt Events zu organisieren. Zudem soll eine moderate inhaltliche Verjüngungskur das Produkt von einem allzu ältlichen Image befreien. «Wir wollen kein Sterbehilfemagazin sein», betont der gebürtige Luzerner, «sondern Lebensfreude im Alter vermitteln». Von der derzeit herrschenden Anzeigenflaute sei Zeitlupe kaum betroffen: «Die Werbung hat die 55+-Generation als Zielgruppe entdeckt. Zudem hat sich unser Anzeigensegment auf Reisen, Kultur oder Unterhaltung ausgeweitet, seit wir den Anzeigenverkauf neu geregelt haben», betont Mahnig. Diese spiegelt sich auch in den neusten Auflagenzahlen der Wemf, die der Zeitlupe eine Steigerung von 11,4 Prozent beglaubigt hat (siehe auch Seite 22).
Der ehemalige Primarlehrer stieg über die Ringier-Journalistenschule in die Medien ein. Danach war er unter anderem Chefredaktor von Radio Pilatus, Nachrichtenchef sowie Blattmacher bei SonntagsBlick und Blick. Als Projektleiter und Chefredaktor der TV-Sendung «GesundheitSprechstunde» realisierte er eine Idee von der Lancierung bis zur Führung eines Medienverbundes. Nach drei Jahren stiess er damit auf Widerstand: «Das Gärtlidenken hat bei einigen Ringier-Kollegen zunehmend Probleme verursacht.» Eine Entwicklung, die ihn dazu bewog, sich im August 2002 selbstständig zu machen. Obwohl vollauf ausgelastet, könne er interessante Projekte nie ausschlagen: «Für gute Ideen muss es immer Kapazität geben!», lacht Mahnig.
Carole Koch

Department rennt für Adidas

Die Zürcher Werbeagentur Department hat Adidas Schweiz als Neukunden für das grösste Schweizer Jugendfussballturnier gewonnen, heisst es in einer Mitteilung der Werbeagentur.

Die Zürcher Werbeagentur Department hat Adidas Schweiz als Neukunden für das grösste Schweizer Jugendfussballturnier gewonnen, heisst es in einer Mitteilung der Werbeagentur.Bei Department fühlt man sich indes zu Höherem berufen. «Es ist ein erster Schritt», zeigt sich Teilhaber Ollie Brunschwiler zuversichtlich. «Vielleicht können wir mit unseren Ideen ja auch den grossen Herzog in Aurach beeindrucken?», hofft der ehemalige Snowboardprofi augenzwinkernd.

Zensur? Aber ja!

Aufgefallen Journalistische Forderungen nach gänzlich freier Kriegsberichterstattung sind nicht nur naiv, sondern auch illegitim. Ausserdem: Was ist schon die reine Wahrheit?

Kolumne Journalistische Forderungen nach gänzlich freier Kriegsberichterstattung sind nicht nur naiv, sondern auch illegitim. Ausserdem: Was ist schon die reine Wahrheit?Es gibt keinen Krieg ohne Journalisten, die sich über Versuche empören, ihrer Berichterstattung Grenzen zu setzen oder sogar Zensur auszuüben. Das US-Angebot, mehr als 500 Presse- und Fernsehkorrespondenten als «embedded journalists» mit den Soldaten an die Front reisen zu lassen, gilt Kritikern als besonders perfide Strategie der Informationskontrolle: Zu vermuten sei, so heisst es, dass diese Nähe von Krieger und Kriegsberichterstatter zu einer Identifikation der Letzteren mit den Ersteren führe. Überdies habe das Pentagon Regeln für das Verhalten der «Info-Kombattanten» (ZDF-Redaktor Ulrich Kienzle) formuliert, die eine freie Berichterstattung unmöglich machten. Im «Central Command» in Doha schimpfen zugleich Hunderte von Journalisten über routiniert vorgetragene Leerformeln.Schon wurde ein Reporter des Christian Science Monitor von den Alliierten Streitkräften aus dem Südirak ausgewiesen. Er hat nach Ansicht der Militärs zu genaue Angaben über Positionen und Operationen ihrer Einheiten gemacht. NBC kündigte seinem Reporter Peter Arnett, einem publizistischen Veteranen des ersten Golfkriegs, weil er sich im irakischen Propagandafernsehen zum Kronzeugen gegen die Koalition hatte machen lassen. Darin erkennen jene deutschen Medienkritiker einen weiteren Beleg für den grenzenlosen Patriotismus der US-Networks, die schon die Nichtausstrahlung der TV-Bilder von gefallenen GIs als Selbstzensur gerügt hatten.
Was da in der Pose der Verteidiger einer freien Presse gegen das Schweigekartell des (natürlich angloamerikanischen) militärisch-politischen Komplexes daherkommt, ist
in Wirklichkeit eine Mischung aus Dummheit und dreister Geschäftstüchtigkeit. (Der kleine Rest an ernst zu nehmender Besorgnis darf an diesem auf Zuspitzung angelegten Ort getrost vernachlässigt werden.) Schandbar dumm
ist es, wenn Journalisten nicht begreifen, dass auf einem Kriegsschauplatz andere Gesetze gelten als etwa im Treibhaus politischer Intrigen oder im Dschungel der Bilanzmanipulationen grosser Konzerne.
Krieg ist der ultimative Ernstfall, in dem gekämpft und gestorben wird. Information ist dabei eine wichtige Waffe – immer auch für den Gegner. Deshalb gibt es die ganze Wahrheit, was immer das sein mag, erst nach Ende der Kampfhandlungen. Wie blauäugig bis borniert muss sein, wer nicht begreift, dass Angaben über die Bewaffnung und Position einer Einheit Nachrichten enthalten können, die Leib und Leben der Soldaten gefährden? Und soll das «Central Command» im Ernst dem Haufen journalistischer Wegelagerer Einsicht in seine Kriegspläne gewähren, damit Saddam sie dann bei CNN betrachten kann? Wer so etwas fordert, will die Selbstaufgabe durch Medienöffentlichkeit.
Peter Arnett dagegen ist gewiss nicht so blöd. Der Ex-CNN-Mann, der bei diesem Krieg etwas ins Abseits geraten ist, wollte einfach mal wieder auf sich aufmerksam machen und tönte deshalb so vollmundig in Saddam Husseins TV-Kanal. Wer eine Bude auf dem Markt hat, muss Krach machen: Diese Devise ist das einzige Motiv für ein Interview, für das er mit guten Gründen gefeuert wurde. So erinnern Kriegszeiten daran, dass es auch für Journalisten Grenzen gibt. Von dieser Einsicht soll man sich auch nicht durch den lautstarken Zensurvorwurf abbringen lassen.
> Heribert Seifert ist Medien- und Kulturkorrespondent der Neuen Zürcher Zeitung und lebt als freier Journalist in Norddeutschland.

Südostschweiz stellt Lifestylebund ein

Zeitungen Die Tageszeitung Die Südostschweiz stellt ihre Freitagsbeilage Apropos ein. Der Extrabund hatte über Freizeit- und Lifestylethemen berichtet.

Zeitungen Die Tageszeitung Die Südostschweiz stellt ihre Freitagsbeilage Apropos ein. Der Extrabund hatte über Freizeit- und Lifestylethemen berichtet.Diese sollen neu in den Regionalteil der Zeitung integriert werden, wie der Südostschweiz vom Freitag zu entnehmen war. Ab Mai erhält die Zeitung stattdessen eine 14-tägliche Jugendbeilage.

Sorgen um die Forschung

Marktforschung Die SRG überprüft die Strukturen von Forschungsdienst und Publica Data.

Marktforschung Die SRG überprüft die Strukturen von Forschungsdienst und Publica Data.Der SRG-Forschungsdienst (FD), der für die SRG-Medien und für die privaten Radio- und TV-Sender die Marktdaten erhebt, ist ein Service-center der SRG. Das ist den Privaten seit je ein Dorn im Auge. Der kommerzielle Teil, die Vermarktung der Daten, ist dagegen Aufgabe der 100-prozentigen SRG-Tochter Publica Data AG (PDAG). Anders als beim FD haben die privaten Anbieter und die Werbewirtschaft bei der PDAG seit 1998 eine beschränkte Mitsprache. Zum einen setzt sich der PDAG-VR aus je einem Vertreter der privaten Anbieter (derzeit Goldbach-CEO Klaus Kappeler) und der Werbewirtschaft (derzeit Urs Renner, Geschäftsführer von Mediaedge|Cia) sowie aus drei SRG-Vertretern zusammen. Zum andern existieren zwei User-Commissions, eine für SRG-Medien, die zweite für private Anbieter und die Werbewirtschaft.
Dass die SRG nun daran geht, diese Strukturen zu überprüfen, wurde erst letzte Woche gerüchteweise bekannt. FD-Leiter Matthias Steinmann, an der jährlichen FD-Pressekonferenz vom 4. April auf die Reorganisationspläne angesprochen, teilte mit, dass er «nichts sagen kann und darf».
Private protestieren bei Walpen
SRG-Sprecherin Josefa Haas bestätigte darauf, dass von der SRG-Generaldirektion eine Projektgruppe eingesetzt worden ist, die Organisationsvorschläge ausarbeiten soll. Die Überprüfung stehe im Zusammenhang mit dem Artikel 33 im RTVG-Entwurf, der die Publikumsforschung für Radio und TV bei der SRG belässt, sowie mit Steinmanns Pensionierung im nächsten Jahr. Noch seien keine Entscheide über die künftige Struktur gefällt wor-den. Zu Vorgaben, Zielen und Zusammensetzung der Gruppe machte Haas keine Angaben, sie bestätigte aber, dass private Radio- und TV-Anbieter nicht einbezogen sind. Diese protestierten mit Briefen an SRG-Chef Armin Walpen.
Deshalb gab Haas am 8. April zusätzliche Details bekannt, so die Zusammensetzung der Projektgruppe (siehe Kasten). Vor allem aber skizzierte sie erstmals die offenbar doch vorhandenen, bereits konkreten Pläne. «Überprüft wird die Auslagerung des SRG-SSR-Forschungsdienstes in die Publica Data AG», schreibt sie. Am PDAG-VR und an der Institution User-Commission (UC) werde aber nicht gerüttelt. «Mit diesem Modell soll vermehrt Transparenz geschaffen werden, und der Einfluss Dritter wird erhöht», da die Privaten und die Werbewirtschaft, so Haas, bei der PDAG «über die User-Commission und den VR Mitsprache haben».
Haas hält fest, dass sich die SRG auch eine aus der SRG ausgelagerte Forschung «grundsätzlich vorstellen» könne. Das bedinge aber eine Änderung des RTVG-Artikels 33. Falls dies erfolge, stelle «die anvisierte Zielorganisation (FD zur PDAG)» dafür kein Hindernis dar, «im Gegenteil, die PDAG liesse sich einfach in eine allen Interessierten offen stehende Trägerschaft einbringen», schreibt Haas.
Steinmann scheint dieses Modell nicht gutzuheissen. Sein angekündigtes Ausscheiden aus dem PDAG-VR an der GV Mitte Juni ist in diesem Zusammenhang zu sehen. Silvio Studer, PDAG-VR-Präsident, präzisierte jedenfalls auf Anfrage, dass sich Steinmann nicht mehr zur Wiederwahl stelle, um Interessenkonflikte zu vermeiden. Tatsächlich hatte Steinmann an seiner FD-Pressekonferenz noch einmal das Primat der Wissenschaft beim FD hochgehalten und darauf hingewiesen, dass dieser trotz Einbettung in die SRG «nie pro domo geforscht» habe. Um diese Unabhängigkeit zu wahren, sei auch die Vermarktung der Daten bewusst vom FD getrennt und der PDAG übertragen worden.
Will Konflikte vermeiden: SRG-Forscher Steinmann.
Sie arbeiten an den neuen StrukturenProjektleiter: Nico Issenmann, Issenmann Consulting, VR Publisuisse
Projektteam: Heinrich Anker, Medienreferent SR DRS, Gregor Doser, Leiter Marketing Services, Publisuisse, Patrick Holtz, Rechtsdienst SRG SSR, Markus Jedele, Studienleiter Fernsehforschung; MSC FD*, Rolf Müller, Geschäftsleiter PDAG, Michel Racine, Medienreferent TSR, Urs Renner, Geschäftsführer Mediaedge:Cia, VR PDAG*, Felix Widmer, Senior Consultant, KPMG
Steuerungsausschuss: Vorsitz: Walter Rüegg, Direktor SR DRS, Ingrid Deltenre, Direktorin Publisuisse, Daniel Jorio, Leiter Finanzen+Controlling SRG-GD, Rainer Keller, Stabchef SRG-GD, Gilles Marchand, Direktor TSR
*PDAG/FD = Publica Data / Forschungsdienst
Markus Knöpfli

Grey telefoniert und spielt für Nokia

Der finnische Technologiekonzern Nokia hat Grey Worldwide in London mit dem Launchetat seines neuen Produkts N-Gage betraut.

Der finnische Technologiekonzern Nokia hat Grey Worldwide in London mit dem Launchetat seines neuen Produkts N-Gage betraut.N-Gage verschmilzt Mobiltelefon, MP3-Player und Gameboy zu einem Gerät und soll im Herbst lanciert werden. Grosse Spielsoftwarefirmen wie Activision, Sega und Eidos hätten ihre Unterstützung zugesagt. Grey Worldwide, die bereits den europäischen Werbeetat von Nokia betreut, setzte sich im Pitch gegen Bates und die texanische Richards Group durch, die für Asien beziehungsweise Amerika zuständig sind. Für die weltweite Einführungskampagne sollen 100 Millionen Dollar zur Verfügung stehen.

Code macht aus Züritipp ein Stadtmagazin

Ausgehmagazine Der Tages-Anzeiger (TA) hat die Zürcher Grafikwerkstatt Code mit dem Redesign seines Ausgehmagazins Züritipp beauftragt.

Ausgehmagazine Der Tages-Anzeiger (TA) hat die Zürcher Grafikwerkstatt Code mit dem Redesign seines Ausgehmagazins Züritipp beauftragt.Code setzte sich in einer Konkurrenzpräsentation durch. Gemäss einer Mitteilung des TA achtete sie bei ihrem Layoutvorschlag besonders auf eine sinnvolle Leserführung und eine schnelle Orientierung. Der Relaunch des «Stadtmagazins» (so TA-Chefredaktor Peter Hartmeier) ist für Mitte Juni geplant. Die Nullnummer soll Ende April oder Anfang Mai vorliegen. Gegenüber der Werbewoche erklärte TA-Chefredaktor Peter Hartmeier, der neue Züritipp werde «zum Stadtgespräch werden».

Planungssicherheit durch Mafo

Die Marktforschung ist ein wichtiges Entscheidungsinstrument des Marketing-Managers,

Die Marktforschung ist ein wichtiges Entscheidungsinstrument des Marketing-Managers,denn mit Hilfe der Marktforschung werden die erforderlichen Basisinformationen aus und über den zu bearbeitenden Markt beschafft, aufbereitet und analysiert. Wie das in der Praxis funktioniert, erklärt das Sachbuch von Manfred R. Lüttgens. «Marketing-Forschung» ist ein Leitfaden für alle Marketingplaner, die den Markt besser erkennen und verstehen wollen. Das Buch erscheint bei Crusius in Bern jetzt in der zweiten, überarbeiteten und erweiterten Auflage und ist in jeder Buchhandlung erhältlich. ISBN 3-905318-05-9.

Schmetterling im Blätterwald

Kontaktanzeigen Facts und NZZ beschreiten im persönlichsten aller Rubrikenmärkte neue, interaktive und zudem profitable Wege.

Kontaktanzeigen Facts und NZZ beschreiten im persönlichsten aller Rubrikenmärkte neue, interaktive und zudem profitable Wege.Wenn die ersten Pflanzen keimen und der Menschen Hormone verrückt spielen, treibt auch die mediale Partnersuche frische, bunte Blüten. Eine solche lag am 20. März, sprich: einen Tag vor kalendarischem Frühlingsbeginn, dem Nachrichtenmagazin von Tamedia bei. Der erste Single-Guide von Facts versammelte auf 40 einheitlich gestalteten Seiten gleich 300 einsame Herzen, die man (und frau) auf Papier erst in Ruhe selektionieren und dann via E-Mail oder SMS kontaktieren konnte.Die Idee zur Ausdehnung der bislang auf Bar- und Restaurantführer beschränkten Line Extension «Guide» auf die Domäne Kontaktvermittlung stammt denn auch nicht aus Tamedias Offlinebereich. «Wir wollten endlich Synergien nutzen und eine Innovation lancieren, die Spass macht und sich zudem rechnet», sagt Claudia Wyss, Projektleiterin bei Tamedias «Date’n’flirt»-Plattform PartnerWinner.ch. Als Dritter im neuartigen Kommunikationsbund markiert auch Swisscom Mobile kostenlos visuelle Präsenz im Single-Booklet, dessen Auflage von 150000 Exemplaren noch nicht vergriffen ist. (Nachbestellungen via PartnerWinner oder Swisscom sind zwar möglich, machen auf Grund der geringen Halbwertzeit von Kontaktanzeigen jedoch wenig Sinn.)
Für die übrigen sechs ganzseitigen Inserate wurde gemäss Facts-Produktmanagerin Claudia Gillardon jeweils der volle Seitenpreis von 10000 Franken verrechnet. Deswegen sei bereits der erste nach Vorbild des monatlichen Amica-Beihefters «Zum Verlieben» entstandene Single-Guide «mindestens kostendeckend». Im Herbst soll das synergetische Ménage à trois mit einem Nachfolger für die Kuschelsaison in Serie gehen – und Tamedia so bald eine neue Ertragsquelle sichern.
Erfolg als Gütesiegel
Bei der in «Gefühlsgeschäften» bislang zurückhaltenden NZZ erfolgte die Aktivierung dieses konjunkturresistenten Rubrikensegments standesgemäss durch einen hochseriösen Anbieter. Überzeugt von der mit wissenschaftlichem Anspruch auftretenden Agentur Parship (siehe Kasten) hat den Marketingchef von NZZ-Online, Kurt Busslinger, aber letztlich deren Leistungsausweis: So schreibt der Internetableger dank der Kooperation mit dem Wochenblatt Die Zeit seit Anfang 2003 schwarze Zahlen. «Im Januar betrug der Erlös unseres ersten und bis dato ertragreichsten Medienpartners erstmals über 100000 Euro», sagt Parship-Mitgründer Lars Langusch. Die Zeit, mit deren Holtzbrinck-internem Jawort vor etwas über zwei Jahren alles begann, bezeichnet er daher als «Role model» und Türöffnerin für die stetig wachsende Zahl von Verlagen, die den Parship-Link auf den Homepages ihrer Renommiertitel platziert haben.
Ein Schlüssel zum Überraschungserfolg des elektronischen «Match making» – allein via nzz.ch liessen sich im ersten Quartal 2003 laut Busslinger knapp 10000 User registrieren – ist zweifellos dessen crossmediale Promotion. Wobei Parship insofern von der Branchenflaute profitiert, als der Bedarf an unverdächtigem «Füllmaterial» dieser Tage besonders hoch ist. So erscheinen im NZZ Ticket wöchentlich ein bis zwei ganzseitige Hinweise auf die neue Plattform. Und an deren Lancierung lockerte selbst das sich sonst zugeknöpft präsentierende Hauptblatt seinen Hemdkragen und liess im Inlandbund ungewohnt lustvoll «Nasenbär gesucht?» fragen.
Facts und NZZ (Online) sichern sich ein Stück des lukrativen Rubriken-Kuchens für Herzen in Flammen.
Marktführer der «Match-Maker»Mit seinen derzeit 340000 registrierten Mitgliedern ist Parship nach eigenen Angaben die grösste deutschsprachige Online-Partneragentur mit Sitz in Hamburg. Gegründet wurde der Internet-Vermittlungsdienst Mitte 2000 von Holtzbrinck Networxs AG, der Venture-Capital-Gesellschaft des Holtzbrinck-Verlags (Handelsblatt, Die Zeit, Wirtschaftswoche, Der Tagesspiegel und andere). Diese hält heute noch knapp
87 Prozent des seit 2002 profitablen Unternehmens; den Rest teilen sich die Gründer mit den derzeit 22 Mitarbeitern. Die aktuelle Kooperationsliste umfasst 30 Medienpartner und reicht von der Suchmaschine altavista.de über sämtliche Holtzbrinck-Produkte bis zu Spiegel Online. Auch in Österreich ist Parship bereits auf fünf Zeitungssites vertreten. Von den Schweizer Verlagen arbeitet bislang einzig die NZZ mit der Hamburger Agentur zusammen. Mit search.ch und Bluewin stehe man allerdings in Verhandlungen. Ganz oben auf der Wunschliste rangiert auch
die Weltwoche. Deren Verlagsleiterin Uli Rubner zeigt sich auf Anfrage durchaus interessiert, allerdings «frühestens auf Anfang 2004, wenn wir unser gesamtes Rubrikengeschäft neu organisiert haben». (oc)
Oliver Classen
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