Forscher aus Passion
Manuel Dähler wird Leiter der Forschungsabteilungen der SRG und tritt in Matthias Steinmanns Fussstapfen.
Manuel Dähler wird Leiter der Forschungsabteilungen der SRG und tritt in Matthias Steinmanns Fussstapfen.
«Wir stehen jetzt an der Schwelle von der Generation 1 zur Generation 2», erklärt Manuel Dähler. Und gerät gleich ins Schwärmen: «Die zukünftige Radiocontrol-Uhr wird länger messen können und fleissiger. Sie wird zum Beispiel einen Funkempfänger haben.» Wenn verschiedene Orte mit Funksendern ausgestattet werden, könne man messen, wie viele Leute in einem Kinosaal sind oder im Auto Radio hören. Auch Plakatstellen können mit einem Funksignalgeber erfasst werden. Sogar Zeitungen und Zeitschriften sollen mit der neuen Uhr erfasst werden. «Wann wird ein Medium konsumiert?», ist dabei die Frage, auf die Manuel Dähler alle nur denkbaren Antworten geben will. Hört man dem neuen Leiter der Forschungsabteilungen der SRG in Bern zu, spürt man sofort: Er ist Forscher mit Leib und Seele. Dass er jetzt den gesamten Forschungsdienst managen soll, diese Herausforderung hat er «nicht eigentlich gesucht». Aber der bisherige Leiter der Radioforschung lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass er dazulernen wird.
Als Dähler sich für eine erste Ausbildung als Primarlehrer entschied, gab es noch zu wenig Lehrer. Nach Abschluss des Seminars gab es plötzlich zu viele. Anders als geplant fand der junge «Leist» seine erste Stelle deshalb im Strafvollzug beim Kanton Bern. «Bei einer Anstalt, die sich von Gesetzes wegen auf eher komplizierte Delikte spezialisiert hat», präzisiert Dähler. Und weil er sich im Betreuungsteam nicht adäquat ausgebildet fühlte, begann er, Psychologie zu studieren. Kinder- und Jugendpsychologie zuerst. Dann verschoben sich die Interessen immer mehr in Richtung Sozialpsychologie. Die Frage «Wie funktioniert der einzelne Mensch in seiner sozialen Umgebung?» weckte im jungen Assistenten an der Uni Bern das Interesse an der Forschung, und er begann nach Antworten zu suchen.
Konkret wandte Dähler sein Wissen gleichzeitig auch am Schweizerischen Institut für Berufspädagogik an, wo er als Dozent und Forscher wirkte. Später gründete er zusammen mit zwei Kollegen eine private Beratungs- und Ausbildungsfirma. Dähler suchte Aufträge und bekam 1995 auch einen Anruf von Matthias Steinmann. Zu realisieren war eine Untersuchung im Bereich Motivtypologie: «Wieso konsumieren Menschen welche Medien?»
«Diese Arbeit war die Initialzündung», erinnert sich Dähler. Er lernte nicht nur die Forschungstools der SRG kennen, sondern gewann auch das Vertrauen von Steinmann. 1997 durfte er als Leiter der Radioforschung gleich von Beginn weg die Tests mit der Radiocontrol-Uhr aufbauen. Eine Verpflichtung, die Dähler auch in Zukunft mit einer adäquaten Qualifikation ausweisen möchte. Aus diesem Grund arbeitet er zurzeit an einer Dissertation mit dem Thema «Die Umstellung von der Interviewbefragung auf die Radiocontrol-Messuhr». Diese Arbeit vergleicht die Resultate der Messuhr mit einer Befragung ihrer Träger. Dabei geht es auch darum, herauszufinden, wie gut sich der Mensch erinnern kann. So schliesst sich für Dähler der Kreis zu seinem Psychologiestudium.
Dähler wird von Matthias Steinmann weiterhin gecoacht. Anders als sein Mentor entspannt er sich «nicht beim Pilotieren eines Flugzeugs oder Krimischreiben». Er spielt leidenschaftlich Golf, weil man dabei «etwas mit Entspanntheit machen kann und zugleich konzentriert sein muss».
Manuel Dähler setzt mit Radiocontrol zum Sprung von der (Mess-)Generation 1 zur Generation 2 an.
«Wir stehen jetzt an der Schwelle von der Generation 1 zur Generation 2», erklärt Manuel Dähler. Und gerät gleich ins Schwärmen: «Die zukünftige Radiocontrol-Uhr wird länger messen können und fleissiger. Sie wird zum Beispiel einen Funkempfänger haben.» Wenn verschiedene Orte mit Funksendern ausgestattet werden, könne man messen, wie viele Leute in einem Kinosaal sind oder im Auto Radio hören. Auch Plakatstellen können mit einem Funksignalgeber erfasst werden. Sogar Zeitungen und Zeitschriften sollen mit der neuen Uhr erfasst werden. «Wann wird ein Medium konsumiert?», ist dabei die Frage, auf die Manuel Dähler alle nur denkbaren Antworten geben will. Hört man dem neuen Leiter der Forschungsabteilungen der SRG in Bern zu, spürt man sofort: Er ist Forscher mit Leib und Seele. Dass er jetzt den gesamten Forschungsdienst managen soll, diese Herausforderung hat er «nicht eigentlich gesucht». Aber der bisherige Leiter der Radioforschung lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass er dazulernen wird.
Als Dähler sich für eine erste Ausbildung als Primarlehrer entschied, gab es noch zu wenig Lehrer. Nach Abschluss des Seminars gab es plötzlich zu viele. Anders als geplant fand der junge «Leist» seine erste Stelle deshalb im Strafvollzug beim Kanton Bern. «Bei einer Anstalt, die sich von Gesetzes wegen auf eher komplizierte Delikte spezialisiert hat», präzisiert Dähler. Und weil er sich im Betreuungsteam nicht adäquat ausgebildet fühlte, begann er, Psychologie zu studieren. Kinder- und Jugendpsychologie zuerst. Dann verschoben sich die Interessen immer mehr in Richtung Sozialpsychologie. Die Frage «Wie funktioniert der einzelne Mensch in seiner sozialen Umgebung?» weckte im jungen Assistenten an der Uni Bern das Interesse an der Forschung, und er begann nach Antworten zu suchen.
Konkret wandte Dähler sein Wissen gleichzeitig auch am Schweizerischen Institut für Berufspädagogik an, wo er als Dozent und Forscher wirkte. Später gründete er zusammen mit zwei Kollegen eine private Beratungs- und Ausbildungsfirma. Dähler suchte Aufträge und bekam 1995 auch einen Anruf von Matthias Steinmann. Zu realisieren war eine Untersuchung im Bereich Motivtypologie: «Wieso konsumieren Menschen welche Medien?»
«Diese Arbeit war die Initialzündung», erinnert sich Dähler. Er lernte nicht nur die Forschungstools der SRG kennen, sondern gewann auch das Vertrauen von Steinmann. 1997 durfte er als Leiter der Radioforschung gleich von Beginn weg die Tests mit der Radiocontrol-Uhr aufbauen. Eine Verpflichtung, die Dähler auch in Zukunft mit einer adäquaten Qualifikation ausweisen möchte. Aus diesem Grund arbeitet er zurzeit an einer Dissertation mit dem Thema «Die Umstellung von der Interviewbefragung auf die Radiocontrol-Messuhr». Diese Arbeit vergleicht die Resultate der Messuhr mit einer Befragung ihrer Träger. Dabei geht es auch darum, herauszufinden, wie gut sich der Mensch erinnern kann. So schliesst sich für Dähler der Kreis zu seinem Psychologiestudium.
Dähler wird von Matthias Steinmann weiterhin gecoacht. Anders als sein Mentor entspannt er sich «nicht beim Pilotieren eines Flugzeugs oder Krimischreiben». Er spielt leidenschaftlich Golf, weil man dabei «etwas mit Entspanntheit machen kann und zugleich konzentriert sein muss».
Manuel Dähler setzt mit Radiocontrol zum Sprung von der (Mess-)Generation 1 zur Generation 2 an.
Andreas Panzeri
