Experience und Emotion: Wider die digitale Transformation

Am 7. November lancierte MCH Global, früher Rufener Events, ihre Trendstudie «Future Trends 2020». Das Gegengift gegen die digitale Transformation heisst Experience und Erlebnis.

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Innovation und Disruption bedrängen uns von allen Seiten, steht in der Einführung der Trendstudie «Future Trends 2020» von MCH Global, früher Rufener Events, die sich im 2018 umfirmierte. Und die Antwort heisst Erlebnis und Emotion. Das ist nicht falsch.

Kunden wollen Marken heute nicht mehr zuhören, bei dem was sie sagen. Sie wollen emotionale, anhaltende Erlebnisse und sich mit einer Marke identifizieren. Marken werden beurteilt nach den Gefühlen, die sie bei uns bewirken, nicht nach deren Werbebotschaften. Das waren Themen, die an der Lancierung der Studie Future Trends 2020 bei MCH Global (Bild oben) präsentiert wurden. 

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Der kleine Unterschied

Die Tage der sogenannten Zukunftsforschung oder Trendforschung sind schon lange gezählt. Sie hatten ihren Zenit schon vor 10 Jahre überschritten, weil sie ihre Erkenntnisse meist aus der Vergangenheit bezogen. Was heute gefragt ist sind Berater zum Thema «digital» respektive zu hybriden digitalen und Echtzeit-Erlebnissen. Was leistet nun die Studie «Future Trends 2020»?

Man muss der MCH Global zugutehalten, dass sie das Thema «digital» respektive hybride Erlebnisse versteht. Und dass die Studie «Trends» nennt, die Relevanz haben, auch für Klein- und Mittelunternehmen, nicht nur für die Werbebroschüre.

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Future Trends: Die Inhalte der Studie

Die Lancierung der Trendstudie war begleitet von digitalen Anwendungen wie einem Flugsimulator oder einer Gesichtserkennung und machte das grosse Thema der Studie «Experience» respektive «Emotion» glaubhafter. Die Gesichtserkennung des MCH Global Partners Vicarvision misst die Emotionen respektive das Profil eines Gastes auf Messen und Events und ist eine Weiterentwicklung von Big Data zu Smart Data.

Einer der zehn Trends heisst – wen wundert es – «Festivalisation». Das eingleisige Keynote-Speaker-Format hat sich erschöpft und ist ermüdend. Wichtig sei in Zukunft «Dialog» (anstatt Marken-Monolog) und das ist zweifellos richtig. 

Die zehn Trends sind…

  • Storyscaping (Landschaften von packenden Geschichten)
  • Proximity (näher am Kunden)
  • The Human Touch (Mensch vor Maschine)
  • Accountability (Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit)
  • Continuity (integrierte, anhaltende Erlebnisse)
  • Emotional Data (Daten über Emotionen anstelle von vielen Daten)
  • Festivalisation
  • Hyper-Personalisation (massgeschneiderte, individuelle Erlebnisse)
  • The Unexpected (Überraschungsmomente)
  • und Calmtrasting (Ruhe als Kontrast im Informationsoverkill).

Die Studie kann kostenlos heruntergeladen werden. Eine Ausführung zu den zehn Trends und ein Interview mit dem Trend- und Innovation-Strategieberater Harry Hofstetter (Reflection Marketing, Bild oben bei der Präsentation der Studie) erscheint im Jahrbuch Messe & Events von Expodata Live Kommunikation am 15. Dezember 2019.

 

Die leise Transformation

Die intelligente Studie könnte MCH Global helfen, den Rang der früheren Rufener Events in der Schweiz, wo es nur noch knapp eine Handvoll wirklich kreativer Eventagenturen gibt, teilweise wieder zu etablieren respektive zu halten. Aber weshalb «Global»? Sieht die Agentur, die bereits Niederlassungen in Dubai und Hong Kong hat, ihre eigene Zukunft im Ausland? Ist das der Grund, dass die Studie in Englisch und nicht in Deutsch erhältlich ist?

Und was geschieht, wenn MCH Group, wie am 19. September 2019 gemutmasst, ihre Live Marketing Solutions, auf die sie lange so stolz war, aus wirtschaftlichen Gründen verkauft? Gibt es ein Management Buyout? Wird man zur in der Schweiz bekannten, renommierten Marke «Rufener Events» zurückkehren? Antworten darauf erhalten Sie ebenfalls im Jahrbuch Messe + Events vom 15. Dezember. 

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