Opel Astra fährt am Radio ein

Radiowerbung Zur Lancierung des neuen Opel Astra startet GM mit dem Swiss Radio Pool ein Gewinnspiel.

Radiowerbung Zur Lancierung des neuen Opel Astra startet GM mit dem Swiss Radio Pool ein Gewinnspiel.«Wir wollen den Opel Astra, der am Genfer Automobilsalon seine Schweizer Premiere feierte, bekannt machen», umreisst Samir Saydjari, Leiter Marketing-Kommunikation bei General Motors Switzerland (GM), das Ziel der Lancierungskampagne. Für die Bewerbung des neuen Modells setzt GM auf einen breiten Mediamix, der Inserate, TV-Spots, Plakat- sowie Online- und Radiowerbung umfasst. Einen speziellen Schwerpunkt setzt GM diesmal bei der Radiowerbung, zumindest erhält sie ein grösseres Gewicht als bei früheren GM-Kampagnen.Das hat gemäss Saydjari drei Gründe: Zum einen kam es letztes Jahr zu personellen Wechseln im GM-Management – «und damit zu neuen strategischen Meinungen und Ideen». Zudem hat GM mit den bisher kleinen Radiobudgets (weniger als fünf Prozent des gesamten Auftragsvolumens) «gute Erfahrungen gemacht». Vor allem während des Tages. Saydjari: «Abends schauen die Leute fern, aber im Auto, am Arbeitsplatz oder zu Hause sind wir ihnen übers Radio den ganzen Tag sehr nahe.» Der dritte Grund: Das Konzept der Belcom für ein dreiwöchiges Game auf sieben Sendern des Swiss Radio Pool (Radio 24, Basilisk, Pilatus, ExtraBern, Aktuell, One FM und Lausanne FM) hat überzeugt. Zumal Richi Gasser, Verkaufsleiter von Radio 24, Erfahrungen und Zahlen zu einem letztjährigen ersten Versuch – mit einer andern Automarke und nur auf Radio 24 – vorlegen konnte (siehe Kasten links).
Nur Hörer mit Gewinnchancen
Und so funktioniert das Spiel, bei dem insgesamt sieben Opel Astra als Hauptpreise winken – je ein Auto pro beteiligten Radiosender: Während drei Wochen, vom 5. bis 23. April 2004, strahlt jeder der sieben Sender zwischen 7 und 19 Uhr stündlich kurze Hinweise mit je einer zweistelligen Zahl aus. Die Zuhörer haben bis zur vollen Stunde Zeit, die Zahl per SMS (nur ab Handy, Gebühr 50 Rappen) an die Kurznummer der eingeschalteten Radiostation zu senden (eine Teilnahme ist auch per Postkarte möglich). Die SMS gehen an die Voice Publishing AG (siehe Kasten rechts unten), wo die Nummer des Handy erkannt und dazu ein Punktekonto eröffnet wird. Jedes Mal, wenn von demselben Handy ein SMS eingeht, wird die neue Zahl zu den bereits gemeldeten Zahlen auf dem Konto addiert. Je mehr Zahlen per SMS an die Zielnummer gesendet werden, desto grösser wird somit der Kontostand des jeweiligen Mitspielers. Wer am Ende des dreiwöchigen Spiels den höchsten Kontostand erreicht hat, knackt quasi den Jackpot und gewinnt den Hauptpreis.
Crossmediale Unterstützung
Zuhörer, die erst im Laufe des Spiels einsteigen oder nur sporadisch SMS senden, haben die Chance, immerhin einen der 105 zusätzlichen Tages- oder Wochenpreise (etwa ein Verkehrssicherheitstraining) zu gewinnen. Vor und während des Spiels laufen auf den Sendern Trailer, die das Spiel erklären und auch den Sponsor – GM und Opel Astra – nennen. In Zürich und Bern wird das Spiel darüber hinaus mit Inseraten und TV-Spots crossmedial unterstützt. Je eine Woche vorher und nachher hat GM zudem im Swiss Radio Pool Werbespots gebucht.
«Ein solcher Jackpot ist in der bisherigen Schweizer Radiogeschichte einmalig», freut sich Richi Gasser. Und es sei auch das erste Mal, dass sieben Deutsch- und Westschweizer Sender zu einer so breiten Kooperation zusammengefunden haben. Auch Saydjari ist gespannt. Zwar hege GM keine Erwartungen bezüglich der Anzahl SMS, sagt er. Und doch: «Falls das Spiel gut läuft, werden wir vielleicht für die Lancierung des Opel Tigra im Herbst etwas Ähnliches ins Auge fassen.»
Wie gross das Budget für das Spiel ist, war auf keiner Seite zu erfahren. Wenn man aber bedenkt, dass 50 Spots werktags über zwei Wochen im Swiss Radio Pool rund 114000 Franken kosten und die zu gewinnenden sieben Opel Astra allein je 30000 Franken, lässt sich das eingesetzte Budget zumindest grob schätzen.
Aus Erfahrungen Lehren gezogenDas erste Spiel dieser Art führte Radio 24 mit einer anderen Automarke im Herbst 2003 durch. Der Wert des Hauptpreises war verglichen mit einem Opel Astra rund 50 Prozent tiefer. Gemäss Peter Brun, Programmleiter von Radio 24, wurden damals rund 50000 SMS generiert (und nur wenige Postkarten). Den Hauptpreis gewannen schliesslich eine Frau und drei Männer, die sich quasi rund um die Uhr mit demselben Handy organisiert hatten und so fast das Punktemaximum erreichten. Diese Erfahrungen flossen nun in das Opel-Game ein. «Wir stellten fest, dass fünf Wochen zu lang waren», sagt Brun. Zudem will man nun mit den Wochen- oder Tagespreisen auch Späteinsteiger zum Mitmachen motivieren. (mk)
Jürg Wildberger zählt die SMSGeschäftsführer und Mitinhaber der Voice Publishing AG in Rümlang ZH ist Jürg Wildberger, einst Chef von TV 3. Die Firma, die laut Homepage zu den führenden Anbieterinnen von Voice-, Fax-, SMS- und MMS-Applikationen gehört, löst Probleme im interaktiven Bereich. Für das Opel-Game generiert sie die stündlich ausgestrahlten Zahlen und stellt sicher, dass ihr System die eingehenden SMS korrekt zuordnet, die Handynummern speichert und die Zahlen richtig verbucht. Zudem erhalten die Absender jeweils eine Bestätigung. Jeder Spieler kann seinen Kontostand abrufen. Zugang zu den Daten hat gemäss Wildberger aber auch der jeweilige Radiosender. Dieser kann so Mitspieler für ein Interview anrufen. (mk)
SMS mit Gewinnchancen: General Motors lanciert den neuen Opel Astra mit einem Wettbewerb, der per Handy entschieden wird.
Markus Knöpfli

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