Kino wurde attraktiver
Kino Die Zahl der Kinogänger nimmt tendenziell ab, weil es weniger junge Leute gibt. Diese scheinen aber häufiger ins Kino zu gehen.
Kino Die Zahl der Kinogänger nimmt tendenziell ab, weil es weniger junge Leute gibt. Diese scheinen aber häufiger ins Kino zu gehen.Auch die Mach Basic 2004 für Kinos wurde – analog zu den Printmedien – nach der Volkszählung 2000 neu gewichtet. Anders als bei der Presse wünschte hier aber der Auftraggeber (in diesem Fall die Cinecom) kein paralleles Nachgewichten der Daten aus der Mach Basic 2003. Deshalb liegen für das Medium Kino keine wirklich vergleichbaren Zahlen vom Vorjahr vor.So viel lässt sich dennoch sagen: Dass die Cinecom-Kinos ihre Wochenreichweiten von 420000 Besuchern 2003 auf neu 464000 steigern konnten, hat mit der neuen Gewichtung gar nichts zu tun, sondern einzig mit der Integration der Westschweizer Kinos, die bis Ende 2003 in Mediavision-Pacht waren. In der Westschweiz konnte die Cinecom ihre Wochenreichweiten dank dem Rückzug des französischen Kinovermarkters sogar beinahe verdoppeln.
Kleinere Hauptzielgruppe
Obwohl die Vorjahreszahlen nicht wirklich vergleichbar sind, ist dennoch ein Trend ersichtlich: Das Kinopublikum nimmt ab. Letztes Jahr betrug die Kino-Wochenreichweite für die ganze Schweiz insgesamt noch 486000 Besucher – signifikant mehr als die 464000, die aktuell ausgewiesen werden. Daraus aber eine geringere Nachfrage nach dem Medium Kino abzuleiten, wäre falsch. Der Rückgang ist primär bedingt durch die neue Bevölkerungsstruktur: Die Hauptzielgruppe des Mediums Kino – also die 20- bis 29-Jährigen – hat verglichen mit der Volkszählung 1990 sowohl in absoluten Zahlen als auch prozentual deutlich abgenommen.
Dieses Alterssegment reduzierte sich allein in der Deutschschweiz um 25 Prozent oder 200000 Personen. Angesichts dieses Rückgangs ist es erstaunlich, dass das Medium Kino nicht noch mehr Reichweite verlor. Oder anders gesagt: Was die Kinos bevölkerungsbedingt an Potenzial verloren haben, konnten sie offenbar mit mehr Besuchen pro Person beinahe auffangen.
Möglicherweise haben sie aber auch zusätzliches Publikum in andern Alterssegmenten anzulocken vermocht. Stichhaltige Aussagen dazu sind wegen der mangelnden Vergleichbarkeit der Zahlen aber leider nicht möglich, eine Schlussfolgerung hingegen schon: Kino wurde attraktiver.
Mit dazu beigetragen haben wohl die neuen Multiplexe. Die Cinecom-Zahlen in Luzern und St. Gallen/Schaffhausen deuten darauf hin. Dort wurden Multiplexe eröffnet, die die dortigen Reichweiten entgegen dem allgemeinen Trend signifikant ansteigen liessen.
Unscharf: Neue Messparameter machen Zahlenvergleiche schwierig.
Markus Knöpfli
Kleinere Hauptzielgruppe
Obwohl die Vorjahreszahlen nicht wirklich vergleichbar sind, ist dennoch ein Trend ersichtlich: Das Kinopublikum nimmt ab. Letztes Jahr betrug die Kino-Wochenreichweite für die ganze Schweiz insgesamt noch 486000 Besucher – signifikant mehr als die 464000, die aktuell ausgewiesen werden. Daraus aber eine geringere Nachfrage nach dem Medium Kino abzuleiten, wäre falsch. Der Rückgang ist primär bedingt durch die neue Bevölkerungsstruktur: Die Hauptzielgruppe des Mediums Kino – also die 20- bis 29-Jährigen – hat verglichen mit der Volkszählung 1990 sowohl in absoluten Zahlen als auch prozentual deutlich abgenommen.
Dieses Alterssegment reduzierte sich allein in der Deutschschweiz um 25 Prozent oder 200000 Personen. Angesichts dieses Rückgangs ist es erstaunlich, dass das Medium Kino nicht noch mehr Reichweite verlor. Oder anders gesagt: Was die Kinos bevölkerungsbedingt an Potenzial verloren haben, konnten sie offenbar mit mehr Besuchen pro Person beinahe auffangen.
Möglicherweise haben sie aber auch zusätzliches Publikum in andern Alterssegmenten anzulocken vermocht. Stichhaltige Aussagen dazu sind wegen der mangelnden Vergleichbarkeit der Zahlen aber leider nicht möglich, eine Schlussfolgerung hingegen schon: Kino wurde attraktiver.
Mit dazu beigetragen haben wohl die neuen Multiplexe. Die Cinecom-Zahlen in Luzern und St. Gallen/Schaffhausen deuten darauf hin. Dort wurden Multiplexe eröffnet, die die dortigen Reichweiten entgegen dem allgemeinen Trend signifikant ansteigen liessen.
Unscharf: Neue Messparameter machen Zahlenvergleiche schwierig.
Markus Knöpfli
