Onlineshopping: Nichts geht über Kleider und Schuhe – in Corona-Zeiten umso mehr
Der seit Jahren boomende Online-Handel hat durch Corona weiter an Schwung gewonnen. «Kleider und Schuhe» bleibt einer Umfrage von Marketagent.com Schweiz zufolge die beliebteste Produktkategorie. Und wie kaufen wir morgen ein? Technologien wie AR oder Gesichtserkennung stossen auf Akzeptanz.
Die Studie von Marketagent.com Schweiz zeigt, dass 74 Prozent der befragten Deutsch- und Westschweizer*innen Kleider und Schuhe mindestens einmal pro Jahr online einkaufen. Das sind 5 Prozentpunkte mehr als in der vergleichbaren Umfrage im Februar 2020, also vor der Corona-Krise.

In der Kategorie Körper-Pflegemittel und Kosmetika ist der Anteil auf 44 Prozent gestiegen, was ebenfalls klar höher ist als der Wert der Vorjahres-Umfrage vom Februar 2020, der 37 Prozent betrug. Ähnlich hoch ist das Plus in der Kategorie dauerhafte Lebensmittel. 2021 kommt diese Kategorie mit 30 Prozent auf knapp ein Drittel, im Februar 2020 betrug der Wert noch 23 Prozent.
«Aufgrund von Corona mussten die Menschen zwangsläufig vermehrt online einkaufen. Dass der Anteil in den jeweiligen Kategorien aber nicht deutlicher gestiegen ist als im Vergleich zum Vorjahr, unterstreicht, wie sehr Einkaufen per Mausklick in der Schweizer Bevölkerung bereits etabliert ist», führt Martina Staub von Marketagent.com Schweiz aus.
AR und Co: Männer und Jüngere sind offener
Neue Technologien werden die Art, wie die Gesellschaft einkauft, weiter aufmischen. Doch welche Entwicklungen werden begrüsst, welche abgelehnt? Von den abgefragten Möglichkeiten stösst das Shoppen in Geschäften ganz ohne Verkaufspersonal bei den Befragten auf die grösste Akzeptanz (33 Prozent). Allerdings befürworten dies Männer signifikant deutlicher als Frauen (38 Prozent versus 29 Prozent). Noch deutlicher ist der Unterschied zwischen den Altersgruppen: die Akzeptanz der 14- bis 29-Jährigen liegt bei 45 Prozent, bei den 50- bis 74-Jährigen lediglich bei 24 Prozent.

Augmented Reality zu nutzen können sich 31 Prozent der Befragten vorstellen. Hier zeigt sich kein deutlicher Unterschied zwischen den Geschlechtern. Gross ist indes die Differenz je nach Alter. So zählt die Hälfte der 14- bis 29-Jährigen zu den Befürwortern, aber nur ein Fünftel der 50- bis 74-Jährigen.
Insgesamt sagen 31 Prozent eher ja zur Bezahlung via Gesichtserkennung oder Fingerabdruck. Männer befürworten dies signifikant häufiger als Frauen (34 Prozent versus 27 Prozent), 14- bis 29-Jährige signifikant häufiger als 50- bis 74-Jährige (41 Prozent versus 23 Prozent).
Auf grosse Ablehnung stösst jedoch der Kauf von Produkten, die anhand eines DNA-Tests individuell auf eigene Bedürfnisse angepasst werden. Insgesamt befürworten dies lediglich 15 Prozent.
Marketagent.com Schweiz befragte für die Studie 1004 Personen aus der Deutsch- und Westschweiz im Alter von 14 bis 74 Jahren. Die repräsentative Umfrage wurde vom 4. bis 15. Februar 2021 durchgeführt.
