Luzerner Pilotprojekt zeigt Potenzial digitaler Direktverkäufe

Ein Jahr nach dem Start wurde das Innovationsprojekt «Direct.» am Pilatusplatz in Luzern erfolgreich abgeschlossen. Es testete kassenlose Einkaufstechnologien für regionale Produkte und zeigte deren Akzeptanz bei Konsument:innen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in zukünftige Geschäftsmodelle einfliessen.

(Bilder: Digitalrat)

Nach vierzehn Monaten endete das Pilotprojekt «Direct.» in Luzern, das den digitalen Direktverkauf regionaler Produkte erprobte. Konsument:innen konnten per Smartphone Zugang zum Laden erhalten, Produkte scannen und bezahlen – ohne Kasse oder Personal vor Ort. In Kooperation mit der Initiative «Too Good To Go» wurde zudem Food Waste vermieden.

Positives Feedback

Die Resonanz war durchweg positiv. Besonders geschätzt wurden die Verfügbarkeit lokaler Produkte, die Nähe zum Quartier und die einfache Handhabung der Technologie. Vor allem jüngere Kund:innen bezeichneten das System als «zeitgemäss» und «einfach». Kritik gab es an den gesetzlichen Einschränkungen der Öffnungszeiten, die als unnötig und ungerecht empfunden wurden.

Das Projekt bot auch Erkenntnisse für den Handel. «Neue Technologien ersetzen nicht zwingend bestehende Strukturen, sondern eröffnen neue Geschäftsfelder», heisst es von den Verantwortlichen. Zudem wurde eine Diskussion über Anpassungen im kantonalen Ladenschlussgesetz angestossen.

Echion Communication hat für das Projekt eine Gesamtlösung für Instore-Kommunikation bereitgestellt, eine Software für den kassenlosen Zugang. Die externe Kommunikation wurde mit klassischer Werbung sowie einem projekteigenen Instagram-Account unterstützt.

Weitere Entwicklungen vorgesehen

Kevin Klak von Digitalrat betont die Bedeutung solcher Tests: «Innovation ist kein einmaliges Projekt, sondern eine fortlaufende Reise.» Basierend auf den Erkenntnissen sollen nun weitere Entwicklungen und Anpassungen folgen.

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