Digital Transformation: Buzzword or not?

Die Einstiegsfrage am Summit «Digital Transformation – Buzzword oder was?» weckte sofort die Aufmerksamkeit des Publikums.Man würde ja die prickelnde Marketingszene Deutschlands eher in Hamburg oder Berlin erwarten – weit gefehlt. Was der Organisator von André Morys (www.webarts.de) an internationalen Speakers nach Frankfurt gebracht hat, ist bemerkenswert. Vor dreissig Jahren war das Walter Schmid mit seinem Montreux Direktmarketing Symposium, das das Stelldichein der Szene war. Ein dicht gepacktes Tagesprogramm mit zwölf Präsentationen drehte sich grundsätzlich um das Thema Konversionsoptimierung. Auch wenn die Eingangsfrage, ob Digital Transformation mehr als ein Buzzword sei, nicht schlüssig beantwortet wurde, konnten dafür die relevanten Fragen rund um Conversion-Rate-Optimierung fachkundig beantwortet werden. Und gerade deswegen sind die fast 600 Teilnehmenden auch gekommen.Sprache und Gestik als kommende GeräteschnittstellenBryan Eisenberg aus den USA hat in seiner Keynote betont, dass wir an Stelle von „Digital Transformation“ eher von „Extreme Transformation“ sprechen sollten. Die bekannten Veränderungen würden nämlich nicht nur heftiger ausfallen, sondern auch schneller passieren. Am Beispiel von Amazon Alexa konnte er veranschaulichen, dass Sprache in einigen Jahren zur dominanten Schnittstelle wird. Er hat in diesem Zusammenhang von sogenannten „Conversational Interfaces“ gesprochen. Spannend dann auch die Erläuterung auf welchen Elementen das Amazon-Wachstum basiert.

Amazon Growth-Framework.Vier Bausteine sind nach Auffassung des CEO von Amazon Jeff Bezos verantwortlich für das stetige Wachstum des Onlinegiganten:- Kundenzentrierung (Customer Centricity)- Innovationskultur (Culture of Innovation)- Organisations-Agilität (Corporate Agility)- Kontinuierliche Verbesserung (Continuous Optimization)Nich erstaunlich daher das Zitat von Jeff Bezos:“Start with the customer and then work backwards.“Websites mit Big-Bang- oder Permanent-Einsatz optimierenIn verschiedenen weiteren Beiträgen wurde gezeigt, wie auf Homepages Selbstprofilierungsfunktionen eingebettet werden können, die den Besucher schneller zum relevanten Content führen und so die Konversionsrate deutlich gesteigert werden kann.Der Skandinavier John Ekmann, CEO von Conversionista, hat an den beiden Beispielen Booking.com und Spotify.com aufgezeigt, dass hinter diesen beiden Webauftritten fundamental unterschiedliche Ansätze der Website-Optimierung stehen. Bei Booking.com wird permanent und graduell verbessert, Spotify verfolgt einen Big-Bang-Ansatz in grossen Zeitabständen.Als Konklusion über alle Referate des Tages kann festgehalten werden, dass bei Websiteoptimierungen noch zu häufig und zu viel auf Annahmen basiert anstatt sich auf reale Kundeninformationen oder Nutzer- und Bewegungsdaten abzustützen.Erfreulich auch festzustellen, dass dieses Jahr deutlich mehr Online-Marketer aus der Schweiz angereist sind.Der 9. Growth Marketing Summit findet am 6. September 2018 in Frankfurt statt.

