Bundesgericht: SRF muss VGT-Spot zeigen

Das Schweizer Fernsehen muss einen Spot des Vereins gegen Tierfabriken ausstrahlen, in dem es selber kritisiert wird. Das Bundesgericht hat dem Tierschützer Erwin Kessler Recht gegeben und eine Verletzung der Meinungsäusserungsfreiheit festgestellt.

Der Verein gegen Tierfabriken VGT hatte 2011 bei der SRG-Tochter Publisuisse Werbezeit für einen Spot gebucht. Darin wurde die Internetadresse des VGT gezeigt, verbunden mit dem Hinweis «was andere Medien totschweigen». Später reichte der VGT eine abgeänderte Version mit dem Text «was das Schweizer Fernsehen totschweigt» nach.

An Grundrechte gebunden

Die erste Fassung wurde Ende 2011 mehrmals gezeigt. Die Ausstrahlung der zweiten Version wurde verweigert, da sie imageschädigend sei. Die Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen wies die Beschwerde des VGT 2012 ab. Das Bundesgericht hat der Organisation des radikalen Tierschützers Erwin Kessler nun aber Recht gegeben.
 
Gemäss dem Urteil, das der VGT am Montag veröffentlicht hat, ist die SRG im  Werbebereich an die Grundrechte gebunden. Dabei sei sie zu einer neutralen,  sachlichen Haltung verpflichtet und müsse auch eine gewisse Kritik gegen sich  selber zulassen. Der Werbespot des VGT falle in den Schutzbereich der Meinungsäusserungsfreiheit. Diese diene auch dem Zweck, Kritik an staatlichen Behörden oder an  Institutionen zu üben, die staatliche Aufgaben wahrnehmen würden. Für eine Beschränkung der Meinungsäusserungsfreiheit des VGT bestehe für die SRG keine gesetzliche Grundlage.
 
Schliesslich sei der Spot auch nicht widerrechtlich. Die blosse Befürchtung der  SRG, dass er ihrem Ruf abträglich sein könnte, rechtfertige die  Sendeverweigerung nicht. Das Bundesgericht kommt in seinem Entscheid deshalb zum Schluss, dass die SRG die verfassungsmässigen Rechte des VGT verletzt hat.
 
VGT-Präsident Erwin Kessler äusserte am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur  SDA, dass er an der Ausstrahlung des Spots festhalte. Laut dem Urteil sind SRG/Publisuisse zum Abschluss eines entsprechenden Vertrags verpflichtet. Der VGT und die SRG haben bereits mehrfach juristische Kämpfe um Werbespots ausgefochten. (SDA)

Tanda neu im Autorenpool von Blick

Jean François Tanda verstärkt den Autorenpool von Blick. Er tritt seine neue Stelle am 1. März 2014 an.

Derzeit arbeitet der 39-Jährige als Journalist bei der Handelszeitung. Von 2004 bis 2010 war Tanda bei der Sonntagszeitung tätig, 2010 bis 2011 dann im Wirtschaftsressort des Tages-Anzeigers in Zürich. Als freischaffender Journalist publizierte er bereits im britischen Economist.

Tanda hat Rechtswissenschaften an der Universität Fribourg studiert und eine Diplomausbildung als Journalist am Medienausbildungszentrum Maz in Luzern. Als versiertester Rechercheur habe er beispielsweise die verworrenen Geldströme der Fifa und des Vatikans aufgedeckt, heisst es in einer Mitteilung von Blick. Tanda schreibt über Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft. Unter der Leitung von Peter Hossli baut Blick einen Autorenpool auf. Derzeit werden Gespräche mit verschiedenen weiteren Kandidaten geführt.
 

Verlagsleiter verlässt Annabelle

Seine Stelle wurde im Zuge einer Restrukturierung in der Verlagsleitung gestrichen. Der 46-Jährige lehnte gemäss dem Zürcher Verlagshaus Tamedia eine andere Funktion ab. Er leitet den Verlag der Annabelle seit 2007.

Ab dem 1. Januar 2014 wird Walter Vontobel die Verlagsleitung des Bereichs Deutschschweizer Zeitschriften sowie der Finanz und Wirtschaft übernehmen, wie das Unternehmen bereits bekannt gab. Im Zuge dieser Zusammenlegung sei die Stelle von Daniel Schnüriger weggefallen, sagte Tamedia-Unternehmenssprecher Michele Paparone am Montag auf Anfrage der SDA. Man habe dem 46-Jährigen eine andere leitende Funktion angeboten. Er suche aber lieber eine neue berufliche Herausforderung.

Vor seiner Tätigkeit als Verlagsleiter der Annabelle war Schnüriger seit 1995 in verschiedenen Funktionen für die Mediengruppe Tamedia tätig, unter anderem als Leiter Anzeigenverkauf Annabelle und als Anzeigenleiter des Nachrichtenmagazins Facts. Ab 2006 verantwortete er als Leiter des Werbemarktes Zeitschriften den Verkauf der Annabelle, der Schweizer Familie, des Nachrichtenmagazins Facts sowie der Programmzeitschrift TV täglich. In den letzten Jahren habe Daniel Schnüriger als Verlagsleiter der Annabelle massgeblich zur erfolgreichen Positionierung der Frauenzeitschrift im Werbe- und Lesermarkt beigetragen, heisst es in einer Mitteilung vom Montag.

 

Jung von Matt/Public Relations: Neuer Geschäftsführer

Cyrill Hauser übernimmt die Geschäftsführung von Jung von Matt/Public Relations. Er ist seit 2008 bei Jung von Matt/Limmat und verantwortet ab dem 1. Dezember 2013 die achtköpfige Agentur.

Der 31-Jährige kann auf eine langjährige Erfahrung bei Jung von Matt/Public Relations zurückgreifen, wo er diverse Mandate wie Graubünden Ferien, Hug/Wernli, Maison Cailler, Sky-Frame, Swissmem oder Tui Suisse betreute. Zuletzt in der Funktion als Senior PR Berater. Cyrill Hauser hat einen Bachelor in Kommunikation und schliesst derzeit das Executive MBA mit Schwerpunkt Marketing an der HWZ ab. Er übernimmt die Leitung von Roland Thomann, der sich mit seiner Frau ganz der eigenen Stiftung Rosa Foundation widmen will.

 

Alt und vergessen?

Creafactory macht in einer schweizweiten Kampagne das hohe Alter sichtbar. Um die Vielfalt des Lebens abzubilden und einen Dialog zu starten, hat die Agentur verschiedene Menschen portraitiert und eine Plattform entwickelt.

Wer nicht mitten im Leben steht, gerät leicht in Vergessenheit. Das kann alle treffen und es betrifft insbesondere Menschen im hohen Alter. Die Kampagne «Alles hat seine Zeit – Das hohe Alter in unserer Gesellschaft» diskutiert das Thema Hochaltrigkeit aus verschiedenen Blickwinkeln und will dazu beitragen, dass auch Menschen im hohen Alter als bereichernder Teil der Gesellschaft wahrgenommen werden.

Die Zuger Kommunikationsagentur wählte dazu den Dialog als Methode der Sensibilisierung und trat bereits während der Zielfindung in einen dialogischen Prozess ein. «Denn, seien wir ehrlich, was wissen wir schon vom Leben jenseits der Achtzig?»

In Gesprächen mit hochaltrigen Menschen aus der ganzen Schweiz zeigte sich: Menschen jenseits der Achtzig sind so verschieden, wie Menschen eben sind. Sie fühlen sich integriert oder einsam, sind vergesslich oder hellwach, dankbar oder enttäuscht. Zwar müssen sie sich damit arrangieren, dass sie Hilfe brauchen, dass Freunde sterben und sich das Leben dem Ende neigt, aber sie haben alle ihre ganz persönliche Geschichte zu erzählen, die sie zu denen gemacht hat, die sie heute sind. Ihren Lebensabend empfinden die meisten von ihnen als eine bereichernde Erfahrung der Rückschau, der Versöhnung und des Geniessens.

Creafactory suchte nach einer geeigneten Form, um die Vielfalt und Individualität des Lebens im hohen Alter abzubilden und die Jüngeren schon heute an der Perspektive wertschätzender Reflexion teilhaben zu lassen. Eine ebenso adäquate wie praktikable Form fand sich in der Publikation biografisch-narrativer Interviews und Textporträts auf der Kampagnen-Website Alleshatseinezeit.ch sowie in authentischen Plakaten, die auf die Website verweisen.

Die Protagonisten haben bei der Text- und Bildauswahl mitbestimmt und so die verschiedenen Kommunikationsmittel zu ihrem Sprachrohr gemacht. Neben den Interviews und Porträts bietet die Kampagnen-Website Informationen zu verschiedenen Aspekten der Hochaltrigkeit sowie Veranstaltungshinweise und ist eine zentrale Plattform zur Fortführung des begonnenen Dialogs.

Plakat_A4_de_oB_Feuz_01
Plakat_A4_de_oB_Lasen_01
Plakat_A4_fr_oB_Gendre_Yvon

Auftraggeber sind die Organisationen Justitia et Pax, Reformierte Kirchen der Schweiz und Pro Senectute.

 

Startbahnwest überzeugt im Osten

Die Agentur präsentiert die ersten Arbeiten für den exklusiven Member Club Tsarsky City Resort in Kiew.

Startbahnwest hat sich in einem internationalen Pitch um den Etat des Tsarsky City Resort in Kiew durchgesetzt. Der private Club im Zentrum der Stadt bietet Wellness, Sport, Gourmetküche, Bars, Businesscenter und setzt dabei auf Exklusivität. Zu den Attraktionen gehören unter anderem eine Regenwaldlounge auf dem Dach des siebenstöckigen Gebäudes und ein mit Kristallen besetzter Pool. Weitere Tsarsky City Resorts sind zukünftig in New York, Dubai und Moskau geplant.

Startbahnwest überzeugte mit einer Strategie, die Tsarsky City Resort als internationale Marke im Luxussegment implementiert. In einer Teaserkampagne wird der Club bereits vor der Eröffnung beworben. Die von Michael Munique geshooteten Motive erscheinen sukzessive in internationalen Magazinen wie Vogue und Forbes, sowie auf Megapostern in Kiew City. Sie transportieren den Stil internationaler Mode-, Lifestyle- und Beauty-Marken, der zukünftigen Clubmitgliedern im Tsarsky City Resort geboten werden soll. Hinzu kommt ein Image-Trailer, der die einzelnen Bereiche des Clubs anteasert.

Der Auftrag zeige, dass die strategische und kreative Kompetenz Schweizer Agenturen international nachgefragt werden, so Startbahnwest-CEO Hartmut Vetter in einer Mitteilung vom Montag. Man habe demonstrieren können, dass man den Ansprüchen des osteuropäischen Marktes kreativ wie strategisch gerecht werde.

Verantwortlich bei Startbahnwest: Chantal Weibel (Gesamtverantwortung), Andrea Pramor (Strategie), Vera Riemeier (Beratung), Eva Bajer (Creative Direction), Antje Karlfeld, Nathanael Erdin (Art Direction, DTP), Stephanie Kleinlein (Konzept & Text). Fotografie: Michael Munique. Produktion: Agentur Neubauer. Filmproduktion: Olivier Egli, Condor Films (Regie).

Sujet_Bar-2
Sujet_Pool-2
1.tsarsky.4

Die Post hilft dem Weihnachtsmann

«Liebes Christkind…, lieber Samichlaus…» – So beginnen jedes Jahr Tausende von Briefen von Kindern, die sich etwas Besonderes zu Weihnachten wünschen. Wie jedes Jahr können das Christkind und der Samichlaus auf die tatkräftige Unterstützung der Post setzen.

Die Post leitet alle Briefe, die an das Christkind oder den Weihnachtsmann adressiert sind, an die fünf Postmitarbeitenden in der Weihnachtsfiliale in Chiasso weiter. So gelangen Kinderbriefe mit den fantasievollsten Adressen – «Gesù Bambino, Via delle stelle, Paradiso», «Liebes Christkind im Himmel» oder «Père Noël, pôle Nord» – in die Schweizer Zweigstelle der Hauptpost Santa Claus im finnischen Rovaniemi. Jeder Absender erhält – wenn es die Adressangaben auf seinem Brief erlauben – eine Antwort und ein kleines Geschenk.

Weihnachtsteam beantwortet fast alle Briefe

Letztes Jahr haben die Gehilfen des Christkinds und des Weihnachtsmanns 17149 Kinderbriefe und -zeichnungen erhalten. Das Postteam des Weihnachtsmanns versucht, jeden Brief zu beantworten. Leider ist das nicht immer möglich: Zuweilen fehlt der Absender oder die übrigen Angaben im Brief reichen nicht aus, um ihn ausfindig zu machen. Trotzdem ist es dem Team 2012 gelungen, rund 16434 Kindern zu antworten.

Viel Freude bereitet dem Team vor allem das Lesen der Briefe, denen oft auch Zeichnungen, Gebasteltes oder Spielsachen beiliegen. Die Antworten auf die Kinderbriefe werden in einer der vier Landessprachen oder in Englisch verfasst. Die Antwortbriefe zieren eine besondere Weihnachtsbriefmarke. Der Stempel stammt wie jedes Jahr von der Poststelle Bern-Bethlehem.
 

Studie: Qualität einer Online-Kampagne entscheidet sich vor dem Klick

Millward Brown hat mit dem Analyse-Tool Ad Index die Wirksamkeit von über 8000 Online-Kampagnen mit Blick auf die Markenwerte untersucht. Ein zentrales Ergebnis: Die Optimierung in Richtung Klicks und Visits zeigt kaum positive Effekte hinsichtlich Marke.

Marketingentscheider sollten daher die Kommunikation von Markenwerten und Botschaften ihrer Online-Kampagne testen. Weitere wichtige Ergebnisse der Analyse:

• Grösse entscheidet: Das Wallpaper-Format erzielt im Vergleich zu Standard Flash Bannern eine fünfmal höhere Ad Awareness.

• Video-Content veredelt die Kampagne: Online Videos bringen signifikant bessere Ergebnisse als Flash Banner für die Awareness einer Marke ebenso wie für die Verknüpfung mit den Botschaften einer Kampagne.

• Der Erfolg der Kreation entscheidet sich in den ersten Sekunden: Ohne klare Botschaft und Markennennung in den ersten zwei Sekunden eines animierten Banners verliert die Kampagne erheblich an Wirkung.

• Buchungen in Ad Networks schwächen die Marke: Der Einkauf von kostenoptimierten Klicks in sogenannten Ad Networks hat einen deutlich unterproportionalen Beitrag auf alle Markenwerte.

Der Ad Index soll helfen, das Potenzial digitaler Maßnahmen optimal auszuschöpfen. Das betrifft etwa die Definition der effizienten Kontaktklassen sowie die Budgetverteilung auf unterschiedliche Online-Werbeformate oder Werbeumfelder. In der Diagnose liefert der Ad Index Aufschlüsse darüber, wie das Stärken-Schwächen-Profil des Werbemittels in der kreativen Umsetzung wahrgenommen wird, um damit die Empfehlungen zur Kampagnenoptimierung abzurunden.
 

Sony macht Passanten zu Gamern

Drei Tage lies APG SGA die Passanten rätseln, was es mit dem blauen Turm in der Schalterhalle des Hauptbahnhofs Basel auf sich habe. Ein Countdown lief auf einem LED-Screen, der am Turm montiert war. Donnerstagnacht wurde der Vorhang gelüftet.

Rund 300 Passanten und Presseleute verfolgten die letzten Sekunden des Countdowns. Punktgenau um Mitternacht richteten sich alle Scheinwerfer auf den Promotower, der blaue Vorhang fiel und der Turm präsentierte sich als riesige Play Station 4-Gamestation.

Die neue Play Station 4 steht nun bis Dienstag im Bahnhof Basel zum Ausprobieren zur Verfügung. Die Spielszene auf den Sony-Fernsehern kann manuell auf den LED-Screen geschaltet und damit von der ganzen Schalterhalle mitverfolgt werden.

Verantwortlich bei Sony: Sascha Komaromy (Marketing Manager Switzerland). Verantwortlich bei APG SGA: Ernst Fuhrer (Geschäftsführer), Denise Cevallos (Verkaufsberatung). Verantwortlich bei Richnerstutz: André Richner (Geschäftsführer).

1.sonytower.1_0
1.sonytower.2
1.sonytower.3

Le Temps: NZZ nicht an Kauf interessiert

Für die Westschweizer Zeitung Le Temps haben ein Dutzend möglicher Käufer Interesse angemeldet. Die NZZ gehört jedoch nicht dazu.

Die Medienhäuser Tamedia und Ringier hatten die Zeitung am 8. Oktober zum Verkauf ausgeschrieben. Bisher seien ein Dutzend Dossiers eingegangen, sagte Ringier-Sprecher Edi Estermann am Freitag zur Nachrichtenagentur SDA. Zu den möglichen Übernahmekandidaten machte das Medienhaus keine Angaben. Bereits bekannt ist jedoch das Interesse der Wirtschaftszeitung L'Agefi sowie von Jean-Claude Biver, dem Verwaltungsratspräsidenten der Uhrenfirma Hublot. Auch die Medien Vielfalt Holding von Christoph Blocher und Tito Tettamanti zeigte sich interessiert. Gemäss Estermann werden die Dossiers derzeit geprüft und nach im Voraus festgelegten Kriterien ausgewählt.

NZZ unterbreitet kein Kaufangebot

Im Rahmen des laufenden Verkaufsprozesses wurde auch die NZZ mehrfach als potenzielle Käuferin genannt. Sie hat sich nach detaillierter Prüfung jedoch entschieden, den aktuellen Mehrheitseigentümern kein Kaufangebot zu unterbreiten, heisst es in einer Mitteilung des Medienunternehmens. Eine detaillierte Begründung dieses Entscheids liegt nicht vor. Beim Entscheid eine Rolle gespielt habe, dass die NZZ im Bereich der Publizistik in erster Linie auf den deutschsprachigen Raum ausgerichtet sei. Eine Ausdehnung in die französische Schweiz gehöre nicht zur Strategie.

Die NZZ ist interessiert daran, bei einem allfälligen Eigentümerwechsel die bereits bestehende Zusammenarbeit mit Le Temps weiterzuführen und eventuell auszubauen, heisst es weiter in der Mitteilung. Es bestünden heute schon wichtige Kooperationen, etwa im Bereich des Anzeigenverkaufs.
 

Zu guter Letzt: Geschmackloser Kitsch

Ein gigantischer Louis Vuitton Koffer auf dem roten Platz erhitzte während Tagen die russischen Gemüter. Dass der historische Ort für auffällige Werbung herhalten muss, ist aber nichts Ungewöhnliches. Es scheint fast so, als habe einfach Louis Vuitton in Russland an Prestige verloren.

Der Kreml forderte auf öffentlichen Druck hin den Abbau des Werbepavillons, der eigentlich bis Mitte Januar da hätte stehen sollen. Es müsse «Rücksicht genommen werden auf die Gefühle in Teilen der Gesellschaft» sagte auch ein Sprecher des Einkaufstempels GUM, der den Koffer mitverantwortete. Viele Medien beriefen sich auf die Erklärung eines kommunistischen Abgeordneten, in den Augen der Bevölkerung werde der «heilige» Ort durch die Kommerzialisierung herabgewürdigt.

In der Vergangenheit hatte die Bevölkerung aber nichts gegen Kommerz am roten Platz einzuwenden. Das Nobelkaufhaus GUM hatte erst diesen Sommer einen riesigen verspiegelten Pavillon aufgestellt, in dem die Herbst-Winter-Kollektion von Dior präsentiert wurde. Der rote Platz diente auch schon als Bühne, Eisbahn oder sogar als Motorradrennbahn. Und das verletzte keine patriotischen Gefühle.

Vielleicht finden auch einfach weite Kreise der russischen Bevölkerung die Marke Louis Vuitton mittlerweile geschmacklos. Dann muss man sich den Louis Vuitton Koffer auf dem roten Platz etwa so vorstellen, wie eine Mc Donalds Filiale neben dem Schauspielhaus Zürich. (sis)

 

//www.youtube.com/watch?v=H2zblGPnBl8

Radio Pilatus gibt es neu auch als TV

Radio Pilatus startet am Montag, 2. Dezember in ein neues Radio-Zeitalter. Drei Roboterkameras werden ein hochauflösendes Bewegtbild aus dem Studio 1 übertragen.

Mit dem neuen System wird Radio Pilatus auch visuell erlebbar. Die Hörerinnen und Hörer bekommen Einblicke ins Studio und können die Moderatorinnen und Moderatoren bei der Arbeit beobachten. Das Livevideo bietet zudem Informationen zum aktuell gespielten Song und zu kommenden Livegästen, Nachrichtenmeldungen, Webcam-Bilder aus dem Pilatusland, Wetterprognosen, Verkehrsmeldungen und vieles mehr. Das gibt Radio Pilatus in einer Mitteilung vom Freitag bekannt.

Ersatz für die Studiokamera

Radio Pilatus bietet bereits seit Jahren einen Live-Videostream aus dem Studio 1. Obwohl dieser visuelle Auftritt mit einer alten Kamera eher langweilig und statisch war, erfreue sich das Livebild aus dem Studio bei den Radio Pilatus Hörerinnen und Hörern grosser Beliebtheit, so die Mitteilung. Radio Pilatus ist daher überzeugt, ein beliebtes Feature der Webseite noch attraktiver zu machen.

Vollautomatisiertes System

Das System entscheidet anhand der Mikrofonpegel im Studio, welche Kamera aktiv sein soll. Wer spricht, ist im Bild. Verbreitet wird das Livevideo über die Webseite von Radio Pilatus. Es wird in drei verschiedenen Qualitäten angeboten (360p, 540p und 720p) und kann auch auf Smartphones und Tablets empfangen werden. Nach der Aufschaltung von Beatz TV im Sommer ist Radio Pilatus TV bereits das zweite Internet-TV Projekt von Radio Pilatus in diesem Jahr.
 

get_footer();