«Es gibt durchaus Lichtblicke»

Auf einen Zeitpunkt für den Aufschwung wagt sich derzeit niemand festzulegen.

Auf einen Zeitpunkt für den Aufschwung wagt sich derzeit niemand festzulegen.Ralph Büchi, Verleger der Gruppe HandelsZeitung, glaubt aber nicht an den grossen Exodus von der durchgeschüttelten Börse. Wann kommt der konjunkturelle Aufschwung zurück?
Ralph Büchi: Niemand weiss es. Und wer es zu wissen vorgibt, ist ein Schwindler. Die Verunsicherung über den Zeitpunkt des konjunkturellen Aufschwungs ist allgegenwärtig. Deshalb kommt es auch zu so starken Volatilitäten an den Finanzmärkten.
Aber die Börse hat auf lange Sicht Vertrauen verloren. Jetzt wird gemutmasst, viele der gebeutelten Anleger würden für die nächsten fünf bis zehn Jahre die Finger von der Börse lassen.
Büchi: Das ist Humbug. All die Sprüche, Privatanleger hätten sich von der Börse verabschiedet und wollten nun für die nächsten zehn Jahre von Aktien nichts mehr wissen, stimmen erfahrungsgemäss nicht. Auch eine Börsenbaisse kann die menschliche Natur nicht nachhaltig verändern. Sobald es einige Wochen lang aufwärts geht, sind die allermeisten wieder dabei. Wenn Anleger die Chance sehen, an der Börse wieder Geld zu verdienen, werden sie diese Chance auch wahrnehmen.
Woher beziehen Sie diese Überzeugung?
Büchi: Die Börse bietet die einzige realistische Chance, zumindest einen Teil der verlorenen Investments zurückzugewinnen. Das Sparbüchlein und der ganze festverzinsliche Anlagemarkt bieten diese Möglichkeit nicht. Auch im Immobilienmarkt sind die Renditen nicht überragend, aber die Risiken sind ähnlich hoch wie im Aktienmarkt.
Das heisst, die Leute werden schon bald wieder wie vorher mit der Börse umspringen?
Büchi: Das nicht. Die Leute werden mit mehr Erfahrung und risikobewusster investieren. Man wird viel disziplinierter arbeiten als bisher, beispielsweise mit Stopp-Loss-Orders. Wir alle mussten lernen, dass auch Schweizer Blue Chips nicht um fünf oder zehn Prozent, sondern um 50 oder 70 Prozent fallen können – das hatte niemand erwartet.
Im Moment zeigen allerdings immer noch alle Indikatoren nach unten. Sehen Sie irgendwo positive Signale?
Büchi: Es gibt durchaus auch Lichtblicke, zum Beispiel bei den Unternehmensabschlüssen. Im dritten und vierten Quartal werden diese vom Basiseffekt profitieren. Denn im vergangenen Jahr waren diese Quartalsabschlüsse bereits im Keller. Die diesjährigen Resultate werden demnach an den schlechten Resultaten von 2001 gemessen. Das hat zur Folge, dass die Abschlüsse 2002 automatisch in einem besseren Licht erscheinen. Bereits dieser Sachverhalt kann zu einer positiveren Stimmung beitragen.
Wie sieht Ihr Best-Case-Szenario aus?
Büchi: Bestätigen sich die konjunkturellen Erholungstendenzen, wird es an den Finanzmärkten und an den Werbemärkten relativ rasch einen substanziellen Aufschwung geben.
Was passiert, wenn die Wirtschaft in ein zweites Loch hineintaucht?
Büchi: Dann wird es ungemütlich. Findet die negative Entwicklung nicht bald ein Ende, werden wir um schmerzhafte Anpassungen nicht herum kommen. Das gilt aber für die gesamte Wirtschaft, nicht nur für die Medienbranche. Trotzdem: Auch im schlimmsten Falle eines Double-Dip sähe ich noch keine Anzeichen für eine lang anhaltende Depression. Dann wäre es eine Frage von zusätzlich vielleicht einem Jahr, wo der Gürtel nochmals enger zu schnallen wäre. Interview: Daniel Schifferle

Muse & Musse: Mark Zumbühl

Muse & Musse Mark Zumbühl Welche kulturelle Veranstaltung haben Sie zuletzt besucht? Mark Zumbühl: Ich besuchte die Expo.02 und war angenehm überrascht, wie sinnlich und verspielt sie daher

Muse & Musse Mark Zumbühl Welche kulturelle Veranstaltung haben Sie zuletzt besucht?
Mark Zumbühl: Ich besuchte die Expo.02 und war angenehm überrascht, wie sinnlich und verspielt sie daherkommt. Weniger überzeugend finde ich die Behindertengerechtigkeit der Landesausstellung.
Was lesen Sie gerade?
Zumbühl: «Schmetterling und Taucherglocke» von Jean-Claude Bauby (durch einen Hirnschlag gelähmter Chefredaktor der französischen Zeitschrift Elle).
Welche CD hören Sie zurzeit?
Zumbühl: Vivaldi-Arien von Cecilia Bartoli.
Welchen Kinofilm würden Sie am liebsten nochmals sehen?
Zumbühl: «Paris, Texas» von Wim Wenders, weil er in seiner Traurigkeit nicht belanglos wirkt.
Bei welcher TV-Sendung sind Sie neulich eingeschlafen?
Zumbühl: Ich stelle vorher ab.
Welches ist Ihre neueste Entdeckung im Internet?
Zumbühl: www.sWISH.ch.
Worauf könnten Sie nie verzichten?
Zumbühl: Musik und Liebe.
Was machen Sie in einer freien Minute?
Zumbühl: Alles.
Liebe ist…?
Zumbühl: …worauf ich nicht verzichten kann.

Ausserdem: Der Schweizer Markus Tellenbach ist neuer CEO des Luxemburger Medienkonzerns SBS Broadcasting.

Ausserdem Der Schweizer Markus Tellenbach ist neuer CEO des Luxemburger Medienkonzerns SBS Broadcasting. Bereits im August 2001 hatte SBS angekündigt, dass er mittelfristig den bisherigen CEO Michael Finkelstein ersetzen solle. Bislang amtete

Ausserdem Der Schweizer Markus Tellenbach ist neuer CEO des Luxemburger Medienkonzerns SBS Broadcasting. Bereits im August 2001 hatte SBS angekündigt, dass er mittelfristig den bisherigen CEO Michael Finkelstein ersetzen solle. Bislang amtete der Schweizer als COO und President des Konzerns. Tellenbach stiess Ende 2000 zu SBS, als dieses noch mit 50% am Tamedia-Sender TV 3 beteiligt war.
Ab Anfang September steht Dominik Imseng der Kreation von McCann-Erickson Zürich vor. Der neue CD war zuvor als Texter bei WHS und JvM/Limmat tätig und ersetzt Daniel Comte, der im Juli zu AY&R gewechselt hat.
Der bisherige Director Broadcasting des Medienvermarkters IP Multimedia Schweiz (IPM), Paolo Lococo, hat das Unternehmen per Ende Juli verlassen.
Seit 5. August betreut Jeannette Morath bei der Wigra Expo AG, Bern, die Projektleitung der Basler Ferienmesse. Sie war zuvor während vier Jahren für die Eventagentur MCI Group SA tätig. Die Direkt-Marketingdienstleisterin SPDS baut das Key Account Management aus: Kristina Kuchen wird sich den Kundenbelangen in der Zentralschweiz und dem Mittelland annehmen, Stefano Cibien berät die Kunden in der Ostschweiz.
Seit Anfang August ist Alexander Carisch neuer Projektleiter Sponsoring bei SF DRS. Er übernimmt die Nachfolge von Peter Nieuwenhout, der innerhalb des Unternehmens in den Bereich Merchandising gewechselt hat. Carisch war zuvor als Projektleiter Sponsoring und Events bei Amag tätig.
Per sofort nehmen Nadine Borter und Ursula Käser Aebi als Client Service Directors Einsitz in die Geschäftsleitung der Berner Agentur Contexta. Beide waren zuvor als Beratungsgruppenleiterinnen tätig. Gleichzeitung verlässt GL-Mitglied Marco Mesot die Agentur auf eigenen Wunsch.
Nach mehrjähriger Freelancer-Tätigkeit für diverse Agenturen und Unternehmen verstärkt Tanya Barlogis seit Anfang August die Beratung bei Fisch Meier Direkt. Ebenfalls zur Dialogmarketingagentur gestossen ist Riesgo Horacio, der seit Juli als AD tätig ist.
Canon (Schweiz) AG verstärkt ihr Team im Bereich Corporate Communications. Yvonne Baumgartner ist für Eventmanagement zuständig und wird von Pascal Schäublin unterstützt. Neu übernimmt Alex Nossack die Verantwortung für das Kommunikationsmanagement, er wird von Sarah Wirz assistiert.

Ein rechter Vergleich

Guye Benker positioniert die Leser der neuen Weltwoche als interessantere Menschen

Guye Benker positioniert die Leser der neuen Weltwoche als interessantere MenschenVon Andreas Panzeri Drei Monate nach der Lancierung der neuen Weltwoche startet Guye Benker eine weitere Kampagne mit dem Ziel, die Weltwoche als Kult- und Statusobjekt zu verankern. Die Sujets spielen auf witzige Art mit dem ansonsten verpönten Argument der vergleichenden Werbung.
Die Neulancierung der Weltwoche als Magazin mit «Stil, Klasse und Substanz» ist am 8. Mai erfolgreich über die Bühne ge-gangen. Die bisherigen Abonnenten sind dem Magazin treu geblieben, meldet der Verlag Jean Frey. Gleichzeitig konnten dank
der Einführungsaktion zahlreiche neue Abonnenten gewonnen werden. Und auch am Kiosk verkauft die Weltwoche nach wie vor mindestens 50 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Drei Monate nach der Lancierung über die Print-Sujets mit den Erwartungshaltungen verschiedener Persönlichkeiten aus Kultur und Wirtschaft an die neue Weltwoche startet die Werbeagentur Guye Benker nun eine weitere Kampagne mit dem Ziel, «die Weltwoche als Kult- und Statusobjekt zu verankern», wie CD André Benker erklärt.
Der neuen Kampagne liegt die Idee zu Grunde, dass die neue Weltwoche mit ihrer «interessanten Mischung aus Aktualität und Überraschung» regelmässig spannende und intelligente Lektüre für ebensolche Leserinnen und Leser liefert. «Diese Tatsache wird in der neuen Kampagne aufgenommen und mit einer einfachen Gegenüberstellung demonstriert», meint Christophe Guye. Dem Betrachter der Plakate und Inserate soll in sechs Gegenüberstellungs-Motiven jeweils deutlich vor Augen geführt werden, dass die Weltwoche-Leserinnen und -Leser die interessanteren Zeitgenossen sind.
Die Advertising Identity soll zur Visual Identity passen
Die subtil «vergleichende Werbung» wurde im Auftakt-Sujet ganz konkret vergleichend, indem zur provokanten Frage: «Wen würden Sie eher zu sich nach Hause einladen?» ein Facts-Leser neben einem Weltwoche-Leser abgebildet ist.
«Natürlich war das mit der Verlagsleitung von Facts abgesprochen», verrät Guye und bestätigt, dass dieses Inserat gleichzeitig ein bisschen brancheninternen Humor transportieren sollte. Aber auch grundsätzlich stuft Christophe Guye vergleichende Werbung nicht als verpönt oder gar verboten ein, «solange sie nicht herabsetzend ist». Allerdings finde man den dazu nötigen subtilen Ansatz nur sehr selten. Zudem scheut der Kunde das Risiko, sich mit einer eventuell unliebsam veränderten Situation auseinander setzen zu müssen, wenn die Konkurrenz sich plötzlich zu wehren beginnt.
Genau dies passiert zurzeit in Deutschland. Unter Androhung einer Busse von einer Viertelmillion Euro darf Burger King die von der Start Advertising in München entwickelten Werbespots nicht mehr zeigen, in denen Ronald McDonald genüsslich und humorvoll bei der Konkurrenz Burger King «fremd essen» geht.
In der Schweiz sind solche Fälle bis jetzt nicht vorgekommen, weil man hier wahrscheinlich «überanständig» sei. Im Umgang mit Konkurrenten sei man in der Schweiz zu gutem Auskommen geneigt, und es herrsche kein sportlicher Kampf, meint Guye.
Ebenfalls keine sportliche Replik und somit rein zufällig ähnlich ist die neue Kampagne der Weltwoche in Bezug auf die aktuelle Kampagne der SonntagsZeitung. In dieser wird auffallenderweise ebenfalls mit subtil vergleichender Werbung argumentiert, indem zum Beispiel in einem Dreier-Vergleich zu grosse und zu kleine Köpfe mit dem idealen Kopf der Leserschaft der SonntagsZeitung verglichen werden. Es ist hier allen klar, was gemeint ist, wenn ein Ei im Eierbecher den richtigen Inhalt der SonntagsZeitung symbolisiert, während eine Kartoffel im Eierbecher als Symbol für den SonntagsBlick oder Kaviar für die somit als elitär eingestufte NZZ am Sonntag steht.
Auf keinen Fall soll bei der neuen Kampagne die Tatsache politisch gedeutet werden, dass es bei allen Sujets die Person am rechten Bildrand ist, welche mit einer Weltwoche bewaffnet ist. «Das hat allein mit dem Blickverlauf zu tun», lacht Guye. Auch Logos würden in richtig gestalteten Inseraten rechts platziert.
Was das Styling der neuen Weltwoche als Kultobjekt betrifft, wollen die Werber von Guye Benker zum Ausdruck bringen, dass die Weltwoche unter dem Arm als ein Markenartikel wie eine Uhr oder der Anzug einer bestimmten Marke zu sehen ist.
Wichtig war bei der Kampagne auch, dass die Motive von unterschiedlichen Fotografen realisiert wurden, die bisher und auch künftig mit der Weltwoche im redaktionellen Bereich zusammenarbeiten. In der Werbung soll das Produkt erkannt werden, indem der Stil der Schrift und der Fotos gleich demjenigen in der beworbenen Zeitschrift ist. Oder fachlicher ausgedrückt: Die Advertising Identity soll aus der Visual Identity abgeleitet werden.

Mit einer Prise Manfred Deix

Euro RSCG und Markus Cavegn Werbung wünschen Homosexuellen das amtlich abgesegnete Glück

Euro RSCG und Markus Cavegn Werbung wünschen Homosexuellen das amtlich abgesegnete GlückVon Andreas PanzeriGleich zwei unterschiedliche Kampagnen werben zurzeit für ein Ja zum Partnerschaftsgesetz. Die Vorlage, die am 22. September vors Zürcher Stimmvolk kommt, will die Gleichstellung der Homosexuellen im Kanton Zürich rechtlich verankern.
Am 22. September wird im Kanton Zürich über die Zulassung registrierter Partnerschaften für homosexuelle Paare abgestimmt. Dadurch sollen einige der rechtlichen und gesellschaftlichen Nachteile beseitigt werden, die gleichgeschlechtliche Paare nach wie vor in Kauf zu nehmen haben. Vor allem räumt das Gesetz mit fiskalischen Diskriminierungen gleichgeschlechtlicher Paare auf, die Tisch und Bett teilen.
Damit die Botschaft «Ja zum Partnerschaftsgesetz» im ganzen Kanton und «auf beiden Uferseiten» ankommt, hat die Werbeagentur Euro RSCG Switzerland für die Abstimmungskampagne «mit den Buchstaben J und A eine enge Partnerschaft geknüpft», wie CD Jürg Aemmer erklärt.
Die Kampagnenidee nimmt die Hauptbotschaft «JA zum Partnerschaftsgesetz» auf und verbindet die beiden Buchstaben J und A aus der Botschaft auf zwei zusammengehörenden Werbeträgern. «J und A stehen damit symbolhaft für zwei Individuen, die sich zu einer Partnerschaft verbinden», meint Aemmer.
Diese Botschaft «Wir gehören zusammen: Ja zum Partnerschaftsgesetz am 22. September.» wird in allen denkbaren Werbemitteln umgesetzt. «Die Idee mit den beiden Buchstaben, die ein Paar bilden, ist einfach deklinierbar, schnell wiedererkennbar und bildet die optische Klammer zur Abstimmungskampagne», sagt AD Anita Lussmann-Aragão.
In klassischen Werbemitteln wie Anzeigen oder Plakaten stehen hinter den beiden Buchstaben aber vor allem Menschen, Paare und Partner, die sich zum «Ja» bekennen. «Schwule Paare, lesbische Paare, heterosexuelle Paare, Freunde, Väter und Töchter, Mütter und Söhne, bekannte Leute – einfach alle, die zusammengehören und Ja zum Partnerschaftsgesetz sagen, füllen die Kampagne mit Leben» meint Euro RSCG. Gezeigt wurden die Sujets erstmals am Christopher Street Day am 29. Juni, wo viele Paare mit T-Shirts, Caps, Ballonen, Pins und Flyers die Botschaft durch Zürichs Strassen verkündeten. Inzwischen gibt es auch TV-Spots, die Patrick Senn konzipiert und zusammen mit Blood Sweat & Tears Ltd., Zürich, realisiert hat.
Der ironische Blick in ein «schwules» Schlafzimmer
Mit der geplanten Gesetzesänderung soll der Kanton Zürich auf dem Weg zu einer Gesellschaft mit freien Rechten wieder einmal eine Vorreiterrolle für ein entsprechendes eidgenössisches Gesetz einnehmen.
Um mit starker integrierter Kommunikation auf einen positiven Ausgang der Abstimmung hinzuwirken, gelangten die mit der Kampagnenführung betrauten PR-Agenturen PiAr und Relations & More an die Werbeagentur Euro RSCG Switzerland. Diese hat die Arbeiten im Rahmen einer Goodwill-Aktion in Angriff genommen.
Die Kampagne von Euro RSCG wird vom überparteilichen Komitee «Ja zum Partnerschaftsgesetz» getragen. Die Verantwortung haben dort Bettina Volland, Hans-Peter Portmann, Pierre André Rosselet, Lars Baumgartner, Rolf Trechsel und Gioia Hofmann.
Unabhängig von diesen Persönlichkeiten haben auch einige Kreative aus dem Kreis von CD Markus Cavegn ein Sujet für die Abstimmung zum Partnerschaftsgesetz kreiert. Ebenfalls in Fronarbeit, obwohl «keiner schwul» sei, wie Cavegn anmerkt, ist ein Plakat entstanden, das schliesslich von der Vereinigung «Network. Für schwule Führungskräfte» gerne übernommen und vom 9. bis 22. September an rund 100 B12-Plakatstellen im gesamten Kanton Zürich aufgehängt wird sowie zusätzlich auf 12 Quadratmetern an der Zürcher Weinbergstrasse.
Diese Plakatstelle hat für Cavegn schliesslich auch den Impuls zur Kreation der Kampagne «Gleiche Liebe. Gleiche Rechte.» gegeben. Der selbstständige CD hat den 12-Quadratmeter-Platz im Frühling schon gebucht, weil er sich «früher immer aufgeregt hat, dass es im Herbst keine guten Plakatstellen mehr gibt». Als Cavegn dann entdeckte, dass am 22. September die Abstimmung über das Partnerschaftsgesetz stattfindet, fand er die noch jungfräuliche Lücke an der Weinbergstrasse wie geschaffen für dieses Problem.
Tarkan Özküp hat schliesslich die Gesamtverantwortung übernommen, Chris Burkhard gestaltete die Grafik, und Julien Vonier hat das homosexuelle Pärchen im Bett fotografiert. «Wir haben absichtlich keine knackigen jungen Männer beim Bumsen genommen, sondern Alltagsmenschen, die nach dreissig Jahren Zusammenleben auch nicht mehr so wild sind, sondern völlig normal ihr Fotoalbum angucken», erklärt Cavegn den ironischen Blick ins Schlafzimmer. Da alle Beteiligten im Studio inklusive der beiden männlichen Modelle «Hetis» waren, habe eine «ziemlich schräge Atmosphäre» beim Fotografieren geherrscht. Mit einer Liebe zum Detail, wie es sonst fast nur bei Schwulen vorkommt, ist die Aufnahme dabei über die Bühne gegangen.
Vonier und Cavegn, die bereits unzählige solche «Monumentalaufnahmen» zusammen realisiert haben, wollten wieder einmal aus dem Vollen schöpfen und haben das ganze Schlafzimmer von Null auf künstlich gestalten lassen. Eine echte Tapete wurde aufgezogen. Die Stylistin Marlise Isler hat eigenhändig einen passenden Bettüberwurf genäht.
Mit der Darstellung von Normalität Klischees abbauen
Erreichen wollte man gemäss Cavegn einen «englischen Stil mit einem Touch Manfred Deix». Man soll im subtilen Humor-Bild verweilen und immer wieder Neues entdecken können. Erwähnt werden darf dabei auch die Gratis-Arbeit der Reproscan, die «alle Feinheiten dieser Gestaltung optimal zur Geltung gebracht hat».
Die Reaktionen, die Markus Cavegn und Julien Vonier bis jetzt für ihren Fronbeitrag «zu einer sehr wichtigen Sache» bekommen haben, sind sehr positiv und kommen «von jungen Lesben bis gereiften Heteros». Verstanden werde dabei die Absicht, dass dieses Plakat «Klischees abbaut, indem es völlig normal ist». Die Werber wollten «der Mittelklasse Klasse zeigen» sowie eine «Affinität mit dem vielleicht eher konservativen Betrachter herstellen», Motto: «Schaut, bei den Schwulen sieht es genauso aus wie bei euch im Schlafzimmer.»

Etat-News: Nestlé vergibt Tierfutterbudgets

Nestlé hat die globalen Werbebudgets für seine Tierfuttersparte neu verteilt.

Nestlé hat die globalen Werbebudgets für seine Tierfuttersparte neu verteilt.Nestlé vergibt Tierfutterbudgets Gemäss US-Medien wird Publicis Groupe unter Führung von Fallon Worldwide, Minneapolis, die Dachmarke Purina Pet Care betreuen, ebenso wie die Brands Dog Chow, Puppy Chow, Pro Plan und O.N.E. DDB Worldwide wird in Europa für Cat Chow, Kitten Chow, Friskies und Gourmet verantwortlich sein. Avrett Free & Ginsberg wirbt mit McCann-Erickson World Group für Fancy Feast, Friskies, Caht Chow und Kitten Chow in Amerika und Japan. Nestlé hatte erst im Dezember 2001 die bisherige Marktposition im Tierfutterbereich stark ausgebaut.
Silversite für Carrefour Schweiz Der Basler E-Business Solution Provider Silversite konzipiert und realisiert den Schweizer Webauftritt des französischen Detailhandelsriesen Carrefour. Nach abgeschlossener Umgestaltung der elf Jumbo-Grossmärkte in Carrefour-Filialen, soll die Website im September lanciert werden.
Fam. Müller unterstützt Soda
Nach einer Pause meldet sich das Zeitgeistmagazin Soda Ende August mit der Ausgabe Nummer 18 zurück. Damit das Heft künftig regelmässig dreimal jährlich erscheinen kann, greift ihm die Werbeagentur Fam. Müller unter die Arme: Wer in Soda 18 eine ganzseitige Anzeige platziert, erhält die Kreation dieser Anzeige von Fam. Müller gratis.

Clear Channel rekurriert gegen Basler Plakatentscheid

Die Basler Baudirektorin Barbara Schneider hat am 16. Juli entschieden:

Die Basler Baudirektorin Barbara Schneider hat am 16. Juli entschieden:Mit mehrjähriger Verspätung vergab sie die Stadtbasler Plakatkonzession an die Allgemeine Plakatgesellschaft (APG). Konkurrentin Clear Channel Plakanda (CCP) hat gegen den Entscheid Rekurs eingereicht.Anders als andere Städte vergibt Basel (noch) keine Plakatkonzession für die ganze Stadt, sondern insgesamt deren drei. Zwei davon gingen schon vor einiger Zeit an die APG. Die erste umfasst die Tram- und Buswartehäuschen der Basler Verkehrsbetriebe (BVB). Sie ist über mehrere Verträge mit unterschiedlichen Laufzeiten geregelt. Die zweite gilt für 254 City-Light-Flächen in der ganzen Stadt.
Die Stadt Basel verliert mit dem Rekurs täglich «viel Geld»
Die dritte Konzession – und um die geht es derzeit – bezieht sich auf alle übrigen Plakatstellen. Sie integriert künftig auch die Flächen an den Wartehäuschen, wenn deren Verträge auslaufen. Bei der Ausschreibung dieser Konzession wurde von den Anbietern ein Plakatierungskonzept und eine Preisofferte verlangt.
Beworben haben sich nur APG und CCP. In einem recht ausführlich begründeten Entscheid kam die Basler Jury nun zum Schluss, dass das Plakatierungskonzept der APG «exakter, realistischer und flexibler» sei als jenes der CCP. Zudem sei das preisliche Angebot der APG «vorteilhafter». Das Verdikt der Jury wurde von der Baudirektorin und vom BVB-Direktor vollumfänglich gestützt.
Die CCP hat dagegen aber Rekurs eingereicht. Zu den Gründen wollte sich CCP-CEO Beat Roeschlin nicht äussern und liess lediglich über den Basler Anwalt und LDP-Grossrat Donald Stückelberger ausrichten, CCP sei der Ansicht, «die konzeptionell und finanziell bessere Offerte» eingereicht zu haben.
Somit geht die Basler Plakatsubmission nun in eine weitere Verzögerungsrunde. Bis zu einem Entscheid des Verwaltungsgerichts dauert es mindestens bis Ende Jahr. Danach ist noch ein Weiterzug an das Bundesgericht möglich. Solange kein rechtskräftiger Entscheid vorliegt, wird der bestehende, aber eigentlich schon ausgelaufene Vertrag mit der APG verlängert. Im Basler Baudepartement ärgert man sich darüber. «Dadurch geht uns jeden Tag viel Geld verloren», sagt Departementssekretär Thomas Frauchiger. (mk)

Mikroschweiz im Toniglas

SFLB startete im Sommerloch für die Jogurtmarke eine doppelte Werbeoffensive

SFLB startete im Sommerloch für die Jogurtmarke eine doppelte WerbeoffensiveVon Luca Aloisi Der Milchvermarkter und -verarbeiter Swiss Dairy Food (SDF) will mit seinem Zugpferd, «das im Glas», die Marke Toni wieder stärken und den Absatz des Jogurts ankurbeln. Für den Kunden der ersten Stunde besinnt sich Spillmann Felser Leo Burnett (SFLB) in zwei TV-Spots auf die Kult gewordene Aebi-&-Partner-Ära und auf bukolische Bilder für das neue Toni-Jogurt à la maison.
Der Senn, um es gleich vorweg zu nehmen, trägt seine Milchkannen längst nicht mehr zur Milchzentrale. Das einst berühmte Logo ist vor rund zwei Jahren einem Enzian gewichen, und auch die Kulthandlung, das Zurückbringen der Tonigläser, wurde aufgegeben. Der wiederholte Agenturwechsel war symptomatisch für die häufigen Personalrochaden an der Konzernspitze der 1998 mit Säntis fusionierten Firma. Diesmal war es kein Pitch, sondern persönliche Beziehungen und gute Erfahrungen, die Toni kürzlich zur jungen Agentur FSLB mit ihren 16 Angestellten führten.
«In der Schweiz wird jede Sekunde ein Toni im Glas ausgelöffelt», sagt Martin Stefani, Leiter Detailhandel bei SDF. Trotzdem ist es in der angespannten Wirtschaftslage der SDF fraglich, ob es den Werbern gelingt, Toni wieder dorthin zu führen, wo die Marke punkto Popularität einst bei den Konsumenten angesiedelt war. Denn die Schweizer Premiummarke lebt seit einiger Zeit ohne erkennbare Brand-Philosophie und Markenbotschaft. Diese werde eingesetzt, sobald die Kernstrategie erarbeitet ist, sagte vor gut zwei Jahren die damalige Leiterin Marketing Markenartikel Sarah Lüthi, die die Qualitätsmarke Toni zusätzlich als Innovationsbrand zu positionieren versuchte.
Firmen leben und sterben – Marken sind unsterblich
«Endlich», liess sich Jean Etienne Aebi amüsiert vernehmen, als er die ‹neue und überraschende Kampagne›, so der SFLB-Pressetext, für Toni gesehen hat. Aebi ist Urheber der Kultkampagne aus den frühen Achtzigerjahren. Nach der langen Agenturen-Odyssee, die ihren Tiefpunkt im hauseigenen Testimonial mit Tatana als Jogurtlöffelnde She-DJ fand, scheint die Marke wieder einen sichereren Hafen anzusteuern. Auch Thomas Otte, Berater für strategische Markenführung, erkennt in dem von SFLB vollzogenen Anschluss an den damaligen Auftritt den Erfolgsfaktor Selbstähnlichkeit.
Damit ist der erste Schritt zur Abkehr von der «diffusen und verwässerten Markenpersönlichkeit» gemacht, ist Otte überzeugt. Auch der Abbruch der spezifisch Westschweizer Kampagne, mit der 2001 die Genfer Agentur Simko erfolgreich an die gute alte Zweitverwendungskampagne anknüpfte, deutet auf eine prägnante und konzise Stossrichtung. Den Zeitpunkt für den Start der beiden TV-Spots für das Jogurt im Glas und den beiden Anzeigensujets für die Range-Erweiterung Toni à la maison hat SDF an die Wiederaufnahme ihrer Jogurts ins Coop-Sortiment gekoppelt.
Bei den Jogurts – der Jogurt-/ Sauermilchmarkt ist auf dem hohen Niveau von etwa 600 Millionen Umsatzfranken stabil – teilen sich die Handelsmarken von Migros und Coop zwei Drittel des Marktes. Am verbleibenden Drittel haben gemäss IHA (rollend bis und mit Juni) Toni und die beiden Marken Nestlé/Hirz je 9 Prozent Anteil. Emmi kommt auf einen Marketshare von 8 Prozent. Wobei Stefani betont, dass der zu erwartende Marktanteilsgewinn durch die kürzliche Coop-Listung in den Zahlen noch nicht berücksichtigt sei.
Um diesen Anteil steigen zu lassen, zeigt das Team um Martin Spillmann und Peter Brönnimann in verschiedenen Szenen, wozu die leeren Toni-Gläser dienen können. Sie wollen damit beim Konsumenten den Anspruch beleben, dass Toni nicht nur das beliebteste Jogurt ist, sondern auch nach dem Genuss vielen Schweizern Freude macht. So lässt es sich als Konfitüreglas genauso wie als ungewöhnlich witziger Topf für eine Hanfpflanze oder Behälter der dritten Zähne verwenden. «Mit den beiden von der englischen Regisseurin Julia Jason gedrehten Spots zeigen wir einen Querschnitt der Schweiz – im Mikrobereich», fasst Brönnimann das stimmungsvolle Panoptikum zusammen.

Ein schwerer Fall von Tinitus

Nur im Tessin bleibt die Zahl der Radiohörer nach den neuesten Radiocontrol-Erhebungen konstant

Nur im Tessin bleibt die Zahl der Radiohörer nach den neuesten Radiocontrol-Erhebungen konstantVon Markus Knöpfli Ob SRG-Radios, Privatsender oder ausländische Radioprogramme: Das Medium Radio ist in der Schweiz seit der Einführung des Radiocontrol-Messsystems immer weniger gefragt. Auch im ersten Halbjahr 2002 haben in allen Landesteilen wieder weniger Leute das Radio eingeschaltet. Insgesamt haben die Privatradios mehr Hörer verloren als die Sender der SRG.
In allen Landesteilen zeigt sich dasselbe Bild: Der Radiokonsum geht zurück, am stärksten aber in der Westschweiz. Dort haben die Radiosender allein im ersten Semester dieses Jahres 2,4% ihrer Nettoreichweite eingebüsst. Seit der Einführung von Radiocontrol hat somit das Radiopublikum in der Romandie gesamthaft um 3,3% abgenommen. In der Deutschschweiz verminderte es sich im selben Zeitraum um 2,1%, im Tessin um 1,1%.
Betroffen vom Rückgang sind alle Radiogruppen, wobei die Schweizer Privatradios und die ausländischen Sender stärker Federn lassen müssen als die SRG-Radios. Betrachtet man jedoch die einzelnen Sender, fällt vor allem auf, dass die zweite SRG-Senderkette in der Deutschschweiz und in der Romandie mit minus 37,9% und minus 21.3% zu den Hauptverlierern gehört, auch wenn sie bei der Hördauer zulegen konnte.
Nur wenige Sender konnten ihre Hörerzahlen verbessern
Doch auch die Privaten verloren massiv: Zehn der 31 ausgewiesenen Deutschschweizer Privatradios haben gegenüber Ende 2001 zwischen 10% und 24% ihrer Hörer verloren (darunter auch die beiden grossen Zürcher Radios), in der Westschweiz weisen fünf von 16 Sendern ähnliche Verluste aus. In Zürich hat sich der Reichweitenabstand zwischen Radio 24 und Hitradio Z weiter verringert, in Sachen Hördauer ist Z jedoch klar die Nummer zwei in seinem Sendegebiet.
Die Verluste wirken sich auch auf die Pools aus. Imagemässig sind die aktuellen Zahlen besonders für den neuen One-Pool peinlich, der noch anfangs Juli mit dem Slogan «Ihr direkter Weg zu über 1 Million Radiohörern» warb. Tatsächlich ist er nun mit «bloss» 984400 Hörern gestartet.
Die Sender, die ihre Reichweite verbessern konnten, sind fast an einer Hand abzuzählen: So konnte RSR 3 als einziger SRG-Sender überhaupt sowohl Reichweite als auch Marktanteil steigern. Unter den Westschweizer Privatradios konnten sich nur gerade NRJ, One FM und RTN gegenüber dem ersten Halbjahr 2001 etwas verbessern.
Dramatischer sieht es in der Deutschschweiz aus: Dort weist einzig der Kabelsender Eviva einen sanften, aber einigermassen kontinuierlichen Aufwärtstrend auf.
Viele Radiodirektoren runzeln bei den Zahlen ihre Stirn
ExtraBern scheint sich zwar nach dem Taucher im zweiten Halbjahr 2001 etwas erholt zu haben (dank Relaunch?), es weist aber immer noch knapp 7000 Hörer weniger aus als vor einem Jahr. Dies und ein deutlicher Verlust bei BE1 (minus 9000 Hörer seit Ende 2001) führen dazu, dass die Berner nun zwei annähernd gleich starke Sender haben,
wobei BE1 noch leicht länger gehört wird. Dieses und drei weitere Sender (Basilisk, L, Tropic) stehen zwar schlechter da als Ende 2001, aber doch noch besser als vor einem Jahr.
Überraschend schneidet die Ostschweiz ab, da es dort nur grosse Verlierer und keine Gewinner gibt (die Ausnahme bildet Toxic FM, das auf Anhieb auf 27000 Hörer kommt). Dass Aktuell trotz Relaunch im März 22,2% seiner Hörer einbüsste, ist mit dem Newcomer Toxic FM und der letztjährigen Aufschaltung von Top in St.Gallen noch erklärbar. Bei den übrigen Sendern reiben sich jedoch die zuständigen Personen die Augen. Da und dort werden denn auch Zweifel an Radiocontrol geäussert. So bekundet Ri-Geschäftsleiter Max Müller «Mühe, diese Zahlen zu fressen». Er versteht nicht, weshalb sein Radio nach der Abkoppelung von Aktuell im Februar einen stärkeren Hörerschwund aufweise als der St.Galler Sender, obwohl Ri keinen Relaunch vorgenommen und keine neue Konkurrenz erhalten habe, im Gegenteil: Ende letzten Jahres habe er seine technische Reichweite sogar vergrössern (Walensee) können.
Steinmann spricht von «statistischen Phänomenen»
Fragen gibt es aber auch andernorts, das bestätigt Martin Muerner, der als Vertreter des Verbandes Schweizer Privatradios in der Usercommission von PublicaData sitzt. Als derzeit vordringliche Probleme der Branche mit Radiocontrol nennt er plötzliche Tages- oder Wochenausreisser um bisweilen mehrere 10000 Hörer oder Unklarheiten über die Hörerzählung, wenn ein Sender zeitgleich Programmteile eines andern übernimmt. Demnächst wird Muerner diese Probleme in der Usercommission zur Sprache bringen. An Radiocontrol selbst mag er jedoch nicht grundsätzlich zweifeln, wenn schon, dann eher an der Erfahrung der vielen Zahleninterpreten.
Ähnlich sieht es Matthias Steinmann, Leiter des SRG-Forschungsdienstes. Radiocontrol werde laufend kontrolliert und verbessert, sagt er. Schwankungen seien aber bei elektronischen Messungen systemimmanent und sie seien interpretationsbedürftig. Er ist deshalb überzeugt, dass sich viele aktuelle Fragezeichen dereinst als «statistische Phänomene» entpuppen werden, die sich mit der Zeit auflösen.
RADIOS DEUTSCHE SCHWEIZ

(2. Semester 2001 + 1. Semester 2002) Nettoreichweite in 1000 HörerInnen und Marktanteil in % in der Deutschschweiz, 24 h, Personen 15+
2. Halbjahr 2001 1. Halbjahr 2002
NR-T MA-% NR-T MA-%
Total Radio 3955.5 100 3883.8 100
Radiogruppen
Total SRG 2910.7 62.9 2879.4 62.8
Private CH 2506.9 27.8 2296.8 27.9
Ausland 1899.6 9.3 1765.2 9.3
SRG
Total DRS 2720.5 59.2 2669.6 59.0
DRS 1 2007.5 40.6 1951.2 40.9
DRS 2 611.6 4.5 379.7 4.2
DRS 3 923.9 10.9 876.3 10.6
MW 531 409.3 3.0 292.2 3.2
Virus 32.6 0.1 28.1 0.1
Pools
Pool 2000** 701.8 7.9
City Pool 359.9 3.6 346.5 3.9
One Pool 984.4 11.7
Powerpool 386.6 4.7
Tourismus Pool 356.6 4.1
 1 Radio 24 294.8 3.1 261.0 3.1
 2 Hitradio Z 250.9 2.9 221.4 2.6
 3 Radio Top 209.4 1.6 178.2 1.5
 4 Argovia 176.0 1.9 172.9 1.9
 5 Zürisee 165.5 1.6 158.2 1.6
 6 Grischa/Piz 157.8 1.4 156.1 1.4
 7 Pilatus 148.9 1.7 140.7 1.8
 8 Radio 32 146.5 1.8 133.0 1.6
 9 Basilisk 137.0 1.4 128.8 1.5
10 Sunshine 119.7 1.0 116.2 1.2
11 Central 112.8 1.2 107.9 1.3
12 Eviva 95.0 0.9 96.2 1.1
13 BE1 90.2 0.9 81.0 0.9
14 (17) Extra BE 78.3 0.6 80.5 0.7
15 (14) Regenbogen (D) 87.2 0.6 78.4 0.6
16 (18) BeO 75.7 0.9 72.3 0.8
17 (21) Radio 7 (D) 71.6 0.5 70.8 0.5
18 (19) Rottu 75.1 0.7 68.6 0.7
19 (16) Aktuell 81.5 0.7 63.4 0.6
20 Edelweiss 74.9 0.6 69.4 0.5
21 (15) Canal 3 (netto) 82.0 0.5 66.1 0.4
22 (24) Freiburg (netto) 55.4 0.2 59.7 0.2
23 Radio 105 66.5 0.5 58.5 0.5
24 (22) Ri 71.0 0.3 54.1 0.4
25 Emme 52.0 0.3 48.1 0.3
26 Radio L (FL) 39.0 0.2 34.9 0.2
27 Radio Tropic 32.2 0.1 30.5 0.1
28 Antenne Vorarlberg* 28.9 0.1
29 Toxic FM* 27.0 0.1
30 32 Goldies* 26.6 0.1
31 Top Two* 11.9 0.0
In Klammern: Position im 2. Semester 01. Radio Munot fehlt. Weil der Sender Programmteile von SR DRS übernimmt, können aus methodischen Gründen ausserhalb des Empfangsgebietes Munot noch keine Zahlen dieses Radios publiziert werden.
* erstmals erhoben
** in der Zusammensetzung seit 1.7.02, ohne Plus-Variante Quelle Publica Data
Verluste-Rangliste

Radio Verlust in %
Deutschschweiz
DRS 2 -37.9
MW 531 -28.6
Ri -23.8
Aktuell -22.2
Canal 3 (netto) -19.4
Top -14.9
Virus – 13.8
Radio 105 -12.0
Hitradio Z -11.8
Radio 24 -11.5
Radio L (FL) -10.5
BE1 -10.2
Regenbogen -10.1
WestschweizWRG -24.7
RSR 2 -21.3
Option Musique -14.5
Framboise -14.0
Nostalgie -13.6
Fréquence Jura -10.5
Lac -10.3
*Veränderung vom 2. Hj. 01 zum 1. Hj. 02
Radios Romandie

(2. Semester 2001 + 1. Semester 2002)
Nettoreichweite in 1000 HörerInnen und Marktanteil in % in der Romandie, 24 h, Personen 15+
2. Halbjahr 2001 1. Halbjahr 2002
NR-T MA-% NR-T MA-%
Total Radio 1276.2 100 1245.1 100
Radiogruppen
Total RSR 906.6 60.2 889.1 61.7
Private CH 771.5 23.7 706.6 23.0
Ausland 680.6 16.1 649.8 15.3
SRG SSR
Total RSR 792.6 53.0 771.7 54.9
RSR 1 578.0 35.8 543.0 36.9
RSR 2 127.0 3.8 99.9 4.0
RSR 3 139.7 4.9 149.6 5.3
Option Musique 230.3 8.5 196.9 8.6
Pools
Top Romandie 270.4 8.9
Top Romandie I 377.4 14.6 363.1 14.1
Genève-Pool 207.4 6.4
Vaud-Pool 231.9 7.3
Jura-Plateau-Alpes 329.6 12.0 301.4 11.3
LausanneFM/OneFM 159.1 5.3
1 Nostalgie (F) 120.0 3.9 103.7 3.1
2 (3) Lausanne FM 85.7 2.6 90.2 2.9
3 (2) Framboise 92.9 2.8 79.9 2.5
4 (6) NRJ (F) 67.3 1.5 73.9 1.8
5 One FM 67.8 2.3 72.2 2.4
6 (9) RTN*** 62.8 1.7 63.4 2.1
7 (4) Rhône 68.5 2.5 63.2 2.4
8 (7) Lac 63.4 1.6 56.9 1.5
9 (8) Fréquence Jura 62.9 2.7 56.3 2.2
10 Fribourg (netto) 57.5 1.6 56.0 1.6
11 Jura Bernois 56.2 1.7 52.4 1.8
12 Chablais 50.5 1.7 47.0 1.8
13 Europe 2 (F) 43.1 0.9 44.6 0.9
14 Thollon 31.3 0.5 28.3 0.4
15 Canal 3 (netto) 25.6 0.4 23.7 0.4
16 WRG FM 21.9 0.3 16.5 0.3
In Klammern: Position im 2. Semester 01
***Messung nur vom 21.3. – 30.6.02 (wegen Störsender)
Quelle Publica Data
Radios Tessin

(2. Semester 2001 + 1. Semester 2002) Nettoreichweite in 1000 HörerInnen und Marktanteil in % im Tessin, 24 h, Personen 15+
2. Halbjahr 2001 1. Halbjahr 2002
NR-T MA-% NR-T MA-%
Total Radio 245.0 100 244.2 100
Radiogruppen
Total SSR 203.7 79.7 202.5 79.4
Private CH 86.9 6.4 82.1 6.2
Ausland 133.0 14.0 129.8 14.4
SRG SSR
Total RSI 181.4 68.3 180.7 67.6
RSI 1 149.7 51.6 148.6 51.0
RSI 2 29.6 6.9 28.7 7.3
RSI 3 50.8 9.5 49.2 9.3
Pools
Ticino 15.3 9.0
Ticino Svizzero 7.8 4.0
1 Fiume Ticino* 17.3 2.5
2 3iii* 14.5 2.1 3 Studio Star* 5.5 0.6
*erstmals erhoben Quelle Publica Data

McCann-Erickson gewinnt am Midas Award der NY Festivals.

Der Midas Award ist weltweit der einzige Award, der Kampagnen im Financial-Services-Bereich auszeichnet.

Der Midas Award ist weltweit der einzige Award, der Kampagnen im Financial-Services-Bereich auszeichnet. Aus über 500 Einsendungen aus 31 Ländern wurden dieses Jahr ein Grand Midas und 20 Midas Awards selektioniert. McCann-Erickson, Zürich, hat für die XL-Winterthur-International-Kampagne eine dieser Auszeichnungen gewonnen.
Qualiclick-Viertel. Nach dem Verkauf aller Aktivitäten an den Konkurrenten Adlink wird der ehemalige Onlinevermarkter Qualiclick liquidiert. Vergangene Woche erhielten die Gläubiger des Unternehmens ein Schreiben der Unternehmensberatung CC Financial Consult, in dem die Auszahlung einer Nachlassdividende angekündigt wurde. Die Gläubiger wurden aufgefordert, sich mit der Auszahlung eines Viertels ihrer Forderungen zu begnügen und auf weitere Ansprüche zu verzichten. Damit der Konkurs der Gesellschaft verhindert werden könne, müssten sämtliche Gläubiger sich mit dieser Regelung einverstanden erklären, heisst es weiter.
Kunstvoller (Migros-)Alltag. «Die Migros ist das Schweizer Unternehmen, das sich mit Leidenschaft für die Lebensqualität seiner Kundinnen und Kunden einsetzt.» Dieses Statement haben das Zürcher Studio Achermann und der international renommierte Fotograf Horst Diekgerdes mit vielen aus- sagekräftigen Szenen aus dem Alltag für
den Migros-Geschäftsbericht 2001 umgesetzt. Diese sind nun auch
in einem kunstvollen Buch verewigt worden. «Das Werk mit den über 60 Bildern belegt, wie die Migros im Alltag von uns allen verankert ist», meint Monica Glisenti, Leiterin Corporate Communications beim Migros-Genossenschafts-Bund. «Der Fotograf hat in all seinen Bildern etwas gespürt: That’s life», schreibt Roger de Weck in der Einleitung zum Bildband. Dieser ist in einer Auflage von 1800 nummerierten Exemplaren erschienen.
Weltmeister im Sammeln. Mit einer Recyclingquote bei den Aludosen von 91 Prozent und bei allen Aluverpackungen von 70 Prozent sind die Schweizer die fleissigsten Alusammler. «Wo sind die vielen Weltmeister im Alusammeln?», ist denn auch die Frage, die die IGORA, die zuständige Recycling-Organisation, in ihren neusten PR-Aktivitäten aufnimmt. Bis Anfang August begrüssen 540 grossflächige Spiegelwände in über 170 Bahnhöfen Reisende. Ein schneller Blick in den Spiegel sorgt für Überraschung. Durch den markanten Spiegelslogan «So sieht ein Weltmeister aus» erkennen und fühlen sich alle Betrachter selbst als Weltmeister. Ergänzt wird dieses Spiegelhappening an APG-Plakatstellen in den Bahnhöfen ab Herbst mit Porträts von «Weltmeistern» in der Schweizer Presse. Die Kampagne stammt von der Zürcher Kommunikationsagentur Bonaparte.
Weltmeister im Werben. Tausende haben auf der Zürcher Langstrasse Samba getanzt, als Brasiliens Fussballer Weltmeister geworden sind. Beflügelt von diesem Erfolg fühlte sich auch André Engert Morales. Der Creative Consultant aus Brasilien, der in der Schweiz als General Manager und CD bei AdZürich Werbung (Zürcher Kantonalbank, Les Ambassadeurs, Wüste Bar, Fogal) macht, verschickte zwecks Eigenwerbung ein Fussballshirt im weltmeisterlichen Grün der Brasilianer. Auf die Brust aber liess Morales ein gelbes Schweizer Kreuz drucken. Die kreative Idee war mit einem Flyer begleitet, auf dem stolz der Slogan prangt: «Brasilianer können viel mehr als gut
Fussball spielen.»
Pizza mit neuen Toppings. An der WM 2002 scheiterten die «unzähmbaren Löwen» aus Senegal im Viertelfinal an den Türken. Nicht so in der Schweiz: Hier landeten die Westafrikaner dank Mediabox’ neuartigem Werbeträger PizzAd – erstmals im Offsetdruckverfahren – zwar nicht mehr auf der Mattscheibe, dafür aber – marketingtechnisch gesprochen – konkurrenzlos direkt auf dem Esstisch. Auf rund 161000 Pizzakartons liess der Sportartikelhersteller Puma seine Werbebotschaft mit massivem Werbedruck verstärken. In sieben Standbildern wurde Pumas Zeichentrickfilm als Comicstrip zusammengefasst und von 80 Pizzakurieren in der ganzen Schweiz verteilt. Wegen der konsumfreudigen, jungen und urbanen Zielgruppe, die sich hauptsächlich aus Single- und Dink-Haushalten zusammensetzt, rechnen sich Sandro Proietto und Florian Biafori von der Zürcher Agentur für den Werbeträger gute Chancen aus.
Strebel bleibt BSW-Vorstand. Der Branchenverband Schweizer Werbe- und Kommunikations-agenturen (BSW) hat die Werbeagentur Bunt GmbH in Küsnacht und die Marketingagentur Wunderman AG in Zürich aufgenommen. Weil Wunderman im BSW ist, erfüllt ihr CEO Diana Strebel wieder die notwendigen Kriterien, um im BSW-Vorstand bleiben zu können.
Österreichische Werbeagentur expandiert nach Genf. Die Werbeagentur Reichl und Partner mit Sitz in Linz und Wien expandiert ins Ausland. Nachdem Anfang Juli eine Niederlassung in Köln eröffnet worden ist, ist für September auch der Schritt in die Schweiz geplant. Reichl und Partner beteiligt sich dazu mit 50% an einer Genfer Werbeagentur. Wie diese heisst, wollte Agentursprecher Michael Obermeyr der WerbeWoche noch nicht verraten. Er bestätigte aber, dass die Verträge bereits unter Dach seien. Von der Schweiz aus wollen die Österreicher vor allem internationale Werbekampagnen im Bereich Kosmetik, Luxusprodukte und Medizintechnik betreuen.
FCBLK gehört zu den Besten am Red Dot Award. Am Red Dot Award für Communication Design hat FCB Leutenegger Krüll (FCBLK) die Auszeichnung «Best of the Best» erhalten. Die Werbeagentur aus Wallisellen wurde in der Kategorie Kultur und Sport für das Spielzeitenheft 2001/2002 des Theaters Neumarkt ausgezeichnet.
Editorial

Einige Fragen an den Unersetzlichen «Für den Beruf der Werbung braucht es Voraussetzungen, die einem den Beruf der Werbung eigentlich verunmöglichen müssten: Man muss mitteilungsbedürftig sein, aber man darf nicht sich mitteilen. Man muss künstlerisch begabt sein, aber man darf keine künstlerische Freiheit fordern. (…) Natürlich ist Werbung nicht der einzige Beruf, der von der Selbstverleugnung derjenigen lebt, die ihn ausüben. Aber er ist bestimmt der einzige, in dem die Anonymität vor so viel Öffentlichkeit stattfinden muss.»
Der dies feststellte, heisst Martin Suter. Er kannte aus dem Effeff, was er 1991 in seinem Aufsatz «Schunkeln im Dunkeln» beschrieb, war er doch damals Präsident des Art Directors Club Schweiz und ein begnadeter Werbetexter. Mit seinem «Soziopsychogramm der Werbeleute» verabschiedete er sich von seinen Kollegen. Kurz nach Veröffentlichung dieses Textes gab er seinen Einstand als Schriftsteller und fand seinen Seelenfrieden…
Einer, der sich nicht minder kritisch über die Kommunikationsbranche und ihre «schwarz gewandeten Werbegroupies» äussert, ist Hermann Strittmatter, der das Erbe der einst grössten und berühmtesten Schweizer Agentur verwaltet. Er begegnet dem von Suter diagnostizierten Dilemma der Selbstverleugnung mit lauten Medienauftritten und provozierenden Statements. Aus seiner – gelinde gesagt – ambivalenten Haltung gegenüber seinem Job und den Berufskollegen machte der streitbare «Stritti» nie einen Hehl. «Titelsüchtige Spiesser» seien sie allesamt, die Kreativen und Berater, meinte er etwa. Und den Tag der Werbung bezeichnete der GGK-Zürich-Doyen gegenüber dieser Zeitschrift einmal als «folkloristische Hundsverlochete», an die man nur Mitarbeiter delegiere, damit sie wenigstens an diesem Tag in der Agentur keinen Schaden anrichteten.
Trotz dieser Hassliebe hält es Strittmatter über das gesetzliche Pensionierungsalter hinaus in der Werbebranche. Wir haben dies zum Anlass genommen, ihm noch einmal auf den Zahn zu fühlen. Angesprochen auf die Nachfolgeregelung in seiner Agentur,
antwortete er kurz angebunden, es gebe keine, und er halte sich für unersetzbar. Als wir ihm die Abschrift des Interviews zum
Gegenlesen gaben, brachte er dann auf einmal den Namen seines langjährigen Sekundanten Fredy Weisser ins Spiel, der den Text offenbar auch hat gegenlesen dürfen.
Strittmatter sei ein schwieriger Zeitgenosse und immer noch für Überraschungen gut, sagt man in der Branche. Wir waren also gewarnt. Das Interview mit dem in die Jahre gekommenen Enfant terrible lesen Sie auf den Seiten 29 und 30.
Samuel Helbling, Chefredaktor

Etat-News: Canon und SBB bei Alex Schmid

Die Dialogagentur Alex Schmid AG darf den Elektronikkonzern Canon und die SBB Cargo als Neukunden begrüssen.

Die Dialogagentur Alex Schmid AG darf den Elektronikkonzern Canon und die SBB Cargo als Neukunden begrüssen.Etat-News Canon und SBB bei Alex Schmid Alex Schmid begleitet in einer mehrstufigen Kampagne die Eröffnung eines neuen Call Centers, über das SBB Cargo künftig die Auftragserteilung einfacher abwickeln will. Für Canon lädt die Agentur ebenfalls mehrstufig zu einer Roadshow und weiteren Veranstaltungen ein. Den SBB-Auftrag sicherte sich Alex Schmid im Pitch gegen zwei Konkurrenten;
zu Canon kam sie auf Grund einer Evaluation.
Pi Ar pusht Seemeile in der SchweizDie Zürcher PR-Agentur Pi Ar soll der Fachzeitschrift Seemeile zu frischem Wind verhelfen. Das Magazin für Motorbootsportler, Hoch- und Binnenseesegler wird zwar in Herrliberg ZH produziert, findet aber vor allem in Deutschland eine wachsende Leserschaft. Pi Ar erarbeitet jetzt ein Marketingkonzept für den Schweizer Markt. Darin sollen verschiedene konventionelle und innovative Massnahmen miteinander verbunden werden. Insbesondere sieht es vor, Synergien mit Vertretern anderer Branchen zu finden. Als Höhepunkt geben sich Schweizer und deutsche Segler ein Stelldichein am Bodensee.
Soldini Bienenfeld für Echinaforce Im Pitch um das OTC-Frischpflanzen-Präparat Echinaforce hat sich die Zürcher Agentur Soldini Bienenfeld gegen Jung von Matt/Limmat und Advico Young & Rubicam, Gockhausen, durchgesetzt. Das Werbebudget für das Präparat des Rogg-
wiler Phytopharmaherstellers Bioforce (A. Vogel) wird ab sofort neu von Soldini Bienenfeld betreut. Der neue Kampagnenauftritt für Echinaforce startet im Herbst. Vorgesehen sind TV-Spots, Inserate sowie ein Massnahmenpaket für den POS.

Das Bakom wünscht sich ein Jugendradio für Zürich

Marc Furrer, Direktor des Bundesamtes für Kommunikation (Bakom), hat am 3. Juli der Zürcher Stadtregierung und dem Verband Schweizerischer Privatradios mitgeteilt,

Marc Furrer, Direktor des Bundesamtes für Kommunikation (Bakom), hat am 3. Juli der Zürcher Stadtregierung und dem Verband Schweizerischer Privatradios mitgeteilt,dass für die Stadt Zürich eine neue UKW-Frequenz für ein Jugendradio frei gemacht werden könne. Furrer bittet interessierte Kreise, bis 9. August mitzuteilen, «ob in der Stadt Zürich ein Jugendradio konzessioniert werden soll». Falls das Echo positiv sei und auch der Bundesrat zustimme, werde die Konzession ausgeschrieben.
Wegen kommerzieller Zwänge würden sich viele Radios, auch Radio 24 und Z, nach dem Mehrheitsgeschmack ausrichten, so dass deren Musikprofile «kaum mehr zu unterscheiden» seien, begründet Furrer den Vorstoss. «Die Folge sei, dass viele Jugendliche kaum noch Radio hören», da ihre Musik nur selten noch auf UKW vertreten sei. Jugendvertreter aus Zürich hätten sich deshalb «wiederholt für die Konzessionierung entsprechender Angebote eingesetzt», schrieb Furrer. In Zürcher Radiokreisen wird Egon Blatter, Gründer von DJRadio, als Initiant vermutet. Gemäss www.dj radio.ch hat Blatter «eine Vision von einem neuen UKW-Radio in Zürich» und führt darüber «wichtige Gespräche mit den Behörden» (siehe auch S. 20). (mk)
Die WerbeWoche macht Sommerpause

Liebe Leserinnen und Leser, mit der vorliegenden Ausgabe verabschiedet sich die WerbeWoche in die Sommerferien. Die nächste Ausgabe erscheint am 15.August. Wir wünschen allen eine schöne Sommerzeit. Über das tagesaktuelle Geschehen informiert Sie aber auch während der Sommer-pause unser Newsmail auf www.werbewoche.ch/newsmail

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