Alternativen zur Post gesucht
Pressedistribution Der Verlegerverband evaluiert günstigere Vertriebsvariante für Zeitungen.
Pressedistribution Der Verlegerverband evaluiert günstigere Vertriebsvariante für Zeitungen.Seit Ende 2002 ist eine vom Verband Schweizer Presse (CHP) eingesetzte Projektgruppe daran, Alternativen zum Zeitungs- und Zeitschriftenversand mit der Post auszuarbeiten. Dies bestätigte Verbandsgeschäftsführer Daniel Kaczynski. Die Gruppe, die einen bezahlten externen Berater beschäftigt, kläre ab, ob eine günstigere Distribution möglich sei. Sie treffe sich etwa alle 14 Tage zu einer Sitzung und werde Anfang Mai erste Ergebnisse präsentieren. «Die Sache ist ernst gemeint», betont Kaczynski. In welche Richtung gesucht wird und wer der Arbeitsgruppe angehört, darüber wollte er keine Angaben machen.
Werbewoche-Recherchen zeigen, dass die Gruppe bereits
konkrete Bedarfsabklärungen vorgenommen hat, so unter anderem bei grossauflagigen Zeitungen wie dem TCS-Mitgliederblatt Touring. Dies bestätigte dessen Verlagsleiter Reto Kammermann. Ebenso, dass der TCS grundsätzlich Interesse an Alternativen zeige. Anzunehmen ist, dass auch die Kundenzeitungen der Grossverteiler Coop und Migros kontaktiert wurden. Dort war jedoch keine Stellungnahme erhältlich. Und auch die Kiosk-Gruppe dürfte zu Rate gezogen worden sein, da sie über das derzeit grösste Vertriebsnetz verfügt. Zudem führte sie vor einem Jahr mit ihrer Vertriebstochter Distriforce und einem mittleren Zürcher Verlag einen örtlich und zeitlich begrenzten Versuch für die (tägliche) Hauszustellung von Zeitungen durch.
Postgesetz als Auslöser
Den Hintergrund für die CHP-Abklärungen bildet übrigens das geänderte Postgesetz, das Anfang 2004 in Kraft tritt. Dieses senkt die Bundessubventionen auf den Posttarifen abonnierter Zeitungen und Zeitschriften um satte 20 auf dannzumal nur mehr 80 Millionen Franken jährlich. Diese Reduktion der indirekten Presseförderung gilt als Übergangsregelung bis zu deren Totalrevision. Wegen der wegfallenden 20 Millionen Franken profitieren künftig nur noch Printprodukte mit kleineren Auflagen von subventionierten Posttaxen. Wo diese Grenze gezogen wird, ist derzeit Gegenstand von Verhandlungen zwischen CHP und Post.
(mk)
Werbewoche-Recherchen zeigen, dass die Gruppe bereits
konkrete Bedarfsabklärungen vorgenommen hat, so unter anderem bei grossauflagigen Zeitungen wie dem TCS-Mitgliederblatt Touring. Dies bestätigte dessen Verlagsleiter Reto Kammermann. Ebenso, dass der TCS grundsätzlich Interesse an Alternativen zeige. Anzunehmen ist, dass auch die Kundenzeitungen der Grossverteiler Coop und Migros kontaktiert wurden. Dort war jedoch keine Stellungnahme erhältlich. Und auch die Kiosk-Gruppe dürfte zu Rate gezogen worden sein, da sie über das derzeit grösste Vertriebsnetz verfügt. Zudem führte sie vor einem Jahr mit ihrer Vertriebstochter Distriforce und einem mittleren Zürcher Verlag einen örtlich und zeitlich begrenzten Versuch für die (tägliche) Hauszustellung von Zeitungen durch.
Postgesetz als Auslöser
Den Hintergrund für die CHP-Abklärungen bildet übrigens das geänderte Postgesetz, das Anfang 2004 in Kraft tritt. Dieses senkt die Bundessubventionen auf den Posttarifen abonnierter Zeitungen und Zeitschriften um satte 20 auf dannzumal nur mehr 80 Millionen Franken jährlich. Diese Reduktion der indirekten Presseförderung gilt als Übergangsregelung bis zu deren Totalrevision. Wegen der wegfallenden 20 Millionen Franken profitieren künftig nur noch Printprodukte mit kleineren Auflagen von subventionierten Posttaxen. Wo diese Grenze gezogen wird, ist derzeit Gegenstand von Verhandlungen zwischen CHP und Post.
(mk)
