Käse Guye Benker knüpft im neuen Spot für Schweizer Käse nahtlos an dessen Vorgänger an. Rache ist süss und schmeckt am besten gut gewürzt: Viel genussreichen Humor beweisen André Benker und Condor-Regisseur Michael Fueter erneut in ihrem bereits fünften TV-Spot zur Verteidigung des einheimischen Käses. Diesen haben sie im Auftrag der Käseorganisation auf dem Klausenpass mit Laiendarstellern – original Schweizer Bergbauern – gedreht. Neu daran ist der Gag, dass Spot V direkt an die Handlung in Spot IV anknüpft. Kurz zur Erinnerung: Die beiden Patrioten haben auf ihrer Schweizer Alp zwei italienischen Käseimporteuren beim Pokerspiel ihre Lastwagen samt Käse abgenommen. Nun kehren die Italiener mit ihren erbost-erregten Ehefrauen in die Schweiz zurück, um sich zu rächen. Sie wollen ihre Laster wieder haben. Kriegen sie aber nicht…Natürlich lindern die zwei Brummis nicht die Not der Schweizer Käseproduzenten. Im letzten Jahr sind 17800 Tonnen ausländischer Käse für den Privathaushalt importiert worden. Dazu 13400 Tonnen zur industriellen Weiterverarbeitung. Bis zum Jahr 2007 sind diese Importe auf 20000 Tonnen für den Privathaushalt und 18000 für die Nahrungsmittelindustrie prognostiziert. Eine Folge der Liberalisierung des Handels mit landwirtschaftlichen Produkten. Das Hauptproblem dabei sei nicht nur die steigende Menge, sondern der fehlende Platz in den Verkaufsregalen. «Jedes neue Produkt verdrängt ein anderes», meint dazu Roland Sahli, Geschäftsführer bei der Käseorganisation Schweiz.
Da besann man sich bei den höchsten helvetischen Käsern der subversiv-anarchischen Tradition der frühen Eidgenossen und liess von Guye Benker einen Nachfolgespot drehen.
Damit der Zuschauer vor dem TV-Gerät weiss, worauf er sich freuen darf, wird ihm ein kurzer Zusammenschnitt von Spot IV wiederholt, beispielsweise vor der «Tagesschau». Danach folgt der neue 40-Sekunden-Spot, voll gepackt mit Action: Ein cleverer Hund will die Frauen in die Flucht jagen. Die Schweizer Bauern verschanzen sich. Die Musik im spannungsgeladenen Spot ist Ennio Morricones Titelmelodie aus «Spiel mir das Lied vom Tod» nachempfunden.
Politisch korrekt drapiert
Neu am jetzt fünften Spot ist die Tatsache, dass endlich auch Käse gegessen wird. Während sich die Schweizer Käsefreunde in der Alphütte verschanzen, können die Ausländer einer verlockend angerichteten Platte nicht widerstehen. Sie kosten vom Schweizer Käse und finden offensichtlich Genuss daran.
Beim Drehen musste das Team darauf achten, dass die Wahl der
Käsesorten für die Platte geografisch korrekt ausgewogen ausfiel, denn die Spots werden in allen drei Landessprachen gezeigt. Parallele Printsujets sind keine konzipiert worden, denn die einzelnen Käselabels dürfen
eigene Inserate schalten. Der neue 40-Sekunden-Spot läuft ab 18. September auf allen Schweizer Kanälen, jeweils zusammen mit der Kurzversion des Vorgängerspots.
Zubeissen statt pokern.
Kampfstimmung im Käseland.
Andreas Panzeri