Spillmann Felser wirbt für Rentenanstalt

Versicherungsmarketing Die Rentenanstalt/Swiss Life hat sich nach einem Pitch für Spillmann Felser Leo Burnett als neue Werbeagentur entschieden.

Versicherungsmarketing Die Rentenanstalt/Swiss Life hat sich nach einem Pitch für Spillmann Felser Leo Burnett als neue Werbeagentur entschieden.Bisher wurde der Lebensversicherer von Metzgerlehner Worldwide Partners betreut. Laut Corinne Pellerin, Head of Corporate Marketing, gaben der strategische Ansatz sowie das langfristige Konzept den Ausschlag.

Des Surfers Geld, das lieb ich sehr

Ringier Nach erfolgter Konsolidierung der Internetangebote denkt man auch bei Ringier darüber nach, reales Geld mit virtuellen Diensten zu verdienen.

Ringier Nach erfolgter Konsolidierung der Internetangebote denkt man auch bei Ringier darüber nach, reales Geld mit virtuellen Diensten zu verdienen.Gute Stimmung bei Verlegern von Zeitungen und Zeitschriften muss man heutzutage suchen. Eine der wenigen Ausnahmen bildet derzeit das grösste Medienhaus der Schweiz. Daran liessen die zufriedenen Gesichter des Ringier-Kaders am traditionellen Herbstmediengespräch keine Zweifel. «Im Vergleich mit anderen Verlagshäusern schneiden wir ganz klar besser ab», verkündete Michael Ringier selbstbewusst. Trotz anhaltend unfreundlichen Klimas im Jahre 2003 werde es gelingen, Umsatz und Gewinn auf Vorjahresniveau (1033,3 Millionen Franken Umsatz, 39,2 Millionen Franken Gewinn) zu halten. Bemerkenswerte Aussichten angesichts des schwierigen Umfeldes, in dem es nach wie vor auch in den Lesermärkten nichts zu beschönigen gibt. Laut CEO Martin Werfeli standen die Auflagen sowohl von Blick als auch SonntagsBlick im laufenden Jahr «leicht unter Druck».
Der Hauptgrund, weshalb das Medienhaus Ringier trotzdem gut über die Runden kommt, sei der konsequente Sparkurs, der bereits 2001, früher als bei anderen Unternehmen, eingesetzt habe, erklärte Ringier. Auch 2003 seien erneut gegen 30 Millionen Franken Kosten gespart worden, vorab in der Schweiz. Der zweite Grund für den geringeren Leidensdruck sind die aufstrebenden ost- und mitteleuropäischen Märkte (Rumänien, Tschechische Republik, Serbien, Slowakei), in denen Ringier sein Engagement mit dem Kauf verschiedener Beteiligungen von Gruner+Jahr per 1. Januar 2004 massiv verstärkt. In diesen viel weniger unter Anzeigenrückgängen leidenden Märkten wuchsen Umsätze und Gewinne im zweistelligen Prozentbereich (siehe Kasten).
Blick Online wird kostenpflichtig
Trotz der teilweise guten Aussichten blieb die Kostenkontrolle ein ständiges Thema im laufenden Jahr. Praktisch abgeschlossen ist die kostenwirksame Konsolidierung der Internetangebote. Einzig die angekündigte neue Corporate Site sowie eine neue Site für die Schweizer Illustrierte fehlen noch. «Diese beiden werden in den nächsten Monaten folgen», erklärte Werfeli gegenüber der Werbewoche am Rande des Mediengesprächs.
Mit der Schlankheitskur ist es bei den Internetangeboten aber nicht getan. Nachdem viele Zeitungen und Zeitschriften die Kostenpflicht bereits eingeführt haben oder zumindest intensiv darüber nachdenken, gibt es diesbezüglich auch bei Ringier keine Tabus mehr. «Neben Borsalino, heute unser einziges Angebot, bei dem nicht alles gratis ist, werden wir in Zukunft sicher auch im Bereich der redaktionellen Inhalte Kostenpflicht einführen», erklärt Werfeli. Gerade bei so populären Stoffen, wie sie der Boulevard biete, läge dieser Schritt auf der Hand. «Grundsätzlich muss es in der Zukunft darum gehen, sämtliche Angebote, die man den Lesern zur Verfügung stellt, auch im Internet zu valorisieren.»
Schwarze Onlinezahlen 2006
Die Hindernisse auf dem Weg zu den Brieftaschen der User verbergen sich zurzeit in der noch unbeantworteten Frage, wie man die Kosten verrechnen wolle. Das Microbilling stecke immer noch in den Kinderschuhen. «Ich bin aber gleichwohl der Meinung, dass es zum Beispiel bei Blick Online in einigen Jahren eine Bezahlpflicht geben wird», so der CEO.
Mit Blick auf die Verluste, die das Ringier-Internetangebot auch nach der Straffung immer noch schreibt, dürfte dies zur Notwendigkeit werden. Doch Werfeli ist optimistisch: «Wir sind auf gutem Weg zu schwarzen Zahlen. Ich persönlich rechne zirka im Jahr 2006 damit.» Klar sei auch, dass die Onlineangebote nicht auf alle Zeit hinaus Sorgenkinder bleiben würden. «Das Internet wird sehr wichtig werden. Vom Geschäftsmodell her steht das erst am Anfang.»
Mit Cicero zur QualitätszeitungNachdem Projekte für neue Publikationen in den vergangenen Jahren praktisch durchwegs in den Ringier-Schubladen geendet oder nie daraus hinausgefunden haben, steht jetzt eine Neulancierung in Deutschland bevor. Im 1. Quartal 2004 soll das Monatsmagazin Cicero in Berlin vom Stapel gelassen werden. Das politisch-kulturelle Autorenmagazin unter der Leitung von Wolfram Weimer, dem ehemaligen Chefredaktor der Welt, richtet sich an ein politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich interessiertes Publikum im gesamten deutschsprachigen Raum. Geplante Druckauflage: 100000 Exemplare. (dse)
Verhaltene Aussichten für 2004Die Präsenz in geografisch und hinsichtlich der wirtschaftlichen
Dynamik höchst unterschiedlichen Märkten zahlt sich für Ringier aus. Neben einem insgesamt harzig verlaufenden Geschäft in der Schweiz fliesst vorab aus den Ostmärkten viel schwarze Tinte in die Unternehmenszahlen. Allein mit den konsolidierten Beteiligungen spülte das Verlagsgeschäft in
Rumänien, der Tschechischen Republik, in Serbien und der
Slowakei im laufenden Jahr 200 Millionen Franken in die Kassen des Schweizer Medienhauses. Das sind rund 20 Prozent des aktuellen
Konzernumsatzes. «Sämtliche unserer Zeitungen in diesen Märkten sind profitabel, zum Teil sogar sehr profitabel», eine Aussage von Michael Ringier, die für hiesige Zeitungsverleger im Moment pures Wunschdenken ist. Für das kommende Jahr erwartet CEO Martin Werfeli «ein ganz leichtes Anziehen im Werbemarkt». Die aktuellen Signale aus dem Markt seien durchwegs gut. Michael Ringier zeigt sich zurückhaltender. Er zweifelt daran, dass der Aufschwung in den USA nachhaltig ist. «Die Kerndaten sind zu wenig stabil», erklärte er. Etwas optimistischer sieht der Verleger die nähere Zukunft hingegen für das Asien- und das Europageschäft. Gleichwohl hütet man sich an der Dufourstrasse vor Übermut. Auf Grund der aktuellen Aussichten habe man auch für 2004 «sehr vorsichtig» budgetiert. (dse)
Zum Abschluss der Renovationsarbeiten am virtuellen Medienhaus Ringier fehlen nur noch die Corporate Site und jene der SI.
Martin Werfeli (l.) und Michael Ringier: gut im (Ost-)Geschäft.
Daniel Schifferle

Bundesrats-PK jetzt live im Internet

Die Medienkonferenzen über die wöchentlich stattfindenden Bundesratssitzungen werden künftig live im Internet übertragen.

Die Medienkonferenzen über die wöchentlich stattfindenden Bundesratssitzungen werden künftig live im Internet übertragen.Der Bundesrat hat versuchsweise grünes Licht für das Projekt «Conferenza+» gegeben.
Unterlagen zu den Konferenzen werden ebenfalls online gestellt.

Verkehrshinweise bald europaweit im Radio

Radio Die Rundfunkanstalten neun europäischer Länder wollen Autofahrer mit gemeinsamen Verkehrsnews versorgen.

Radio Die Rundfunkanstalten neun europäischer Länder wollen Autofahrer mit gemeinsamen Verkehrsnews versorgen.Radio Die Rundfunkanstalten neun europäischer Länder wollen Autofahrer mit gemeinsamen Verkehrsnews versorgen. Neben dem Schweizer Radio DRS beteiligen sich weitere öffentlich-rechtliche Sender in Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Schweden, Dänemark, Belgien,
Slowenien und Ungarn an diesem Vorhaben. Österreich soll später
dazustossen. Starten soll der neue Service im Frühjahr 2004.

Mächtige Manipulation

Aufgefallen Was ist noch dran am Mythos der Werbung als geheimer Verführerin? Und welche Wirkung haben deren gesetzliche Beschneidungsversuche? Ein Plädoyer für eine Neubewertung lieb gewonnener Vorurteile.

Kolumne Was ist noch dran am Mythos der Werbung als geheimer Verführerin? Und welche Wirkung haben deren gesetzliche Beschneidungsversuche? Ein Plädoyer für eine Neubewertung lieb gewonnener Vorurteile.
In Abrede zu stellen oder – besser noch – zu verschleiern, dass man Macht hat oder gar haben will, gehört in Demokratien wie zumal der helvetischen zum selbstverständlichen politischen Comment, wenigstens in den oberen Etagen. Jene, die mit Macht protzen müssen, etwa der kleine Dorfpolizist, früher manche Schulmeister und heute die Zuhälter, siedeln durchaus am unteren Rand der Machtpyramide. Wo aber ist diesbezüglich die Werbung zu lokalisieren? Wie über den realen Einfluss oder eben die Macht ihrer Geschäftspartner, der Massenmedien, wird ja auch über den ihrigen gerätselt und gestritten.Zuerst muss man schlüssig werden, was das überhaupt ist: Macht. Offenbar hat sie mit der Chance zu tun, eigene Absichten gegen diejenigen von Betroffenen durchzusetzen, seis mit roher Gewalt, mehr oder minder subtil eingesetzter Autorität oder aber rein symbolischen Mitteln. Werbung als Überredungskunst operiert bekanntlich mit Letzteren, nimmt aber auch gern Anleihen bei autoritativer Macht, wenn sie etwa zum Lobpreis von Pillen und Pülverchen die unvermeidlichen medizinischen Koryphäen einspannt.
Die Vielfalt ihrer Gestaltungsmittel, ihre Allgegenwart und vor allem ihre Verstellungsgabe (Schreckgespenst «geheime Verführer») bilden entscheidende Voraussetzungen ihres Wirkens. Wie weiland der Wolf im Märchen muss sie Kreide fressen, um ihre konsumfreudigen Geisslein verschlingen zu können.
Gerade diese Hand muss ja, will sie das Marktgeschehen mitlenken, unsichtbar bleiben. Denn persuasive Kommunikation – egal ob Werbung oder PR – kommt nicht gut an, wenn sie Menschen respektive deren Meinungen direkt umzupolen versucht. Wer lässt sich von Öffentlichkeits-beruflern, heissen diese nun Pfarrer, Journalisten oder PR- und Werbespezialisten, schon gerne seine Vorurteile austreiben? Und wenn diese Strategie sichtbar wird: Welcher Auftraggeber würde dann noch in sie investieren? Dennoch: Unbeworbene Ware ist nun einmal weniger schön. Deshalb müssen Werber und alle übrigen Öffentlichkeitsarbeiter in demokratischen Gesellschaften eine weitere Gratwanderung meistern; nämlich so Einfluss zu nehmen, dass er nicht wahrgenommen wird.
Die Manipulationskraft, welche besorgte Kommunikationswächter als «Allmacht der Werbung» kontrollierend, verordnend und sonst wie einzudämmen suchen, ist indes grundsätzlich beschränkt – und Werbung daher ein überaus risikoreiches Geschäft. Sie kann, verhaltenstheoretisch formuliert, Bedürfnisse respektive Trieblagen weder direkt schaffen, noch hat sie unmittelbaren Einfluss auf deren Belohnung, da diese in der Qualität der verheissenen Ware oder Dienstleistung gründet. Andererseits sind die erwähnten Bemühungen um ihre Beschneidung wegen der proteischen Wandlungsfähigkeit von Werbung sowieso kaum zielgenau und damit wirkungsvoll.
Also im Ernst: Wie mächtig ist Werbung? Die empirische Forschung weiss: «Obwohl Werbung fast immer auf eine Beeinflussung des Verhaltens zielt, ist sie weder notwendig noch hinreichend für den Kaufakt selbst» (Heinz Bonfadelli). Trotzdem: «Ein Institut hat ermittelt, dass auf jeden Konsumenten täglich 4500 Werbebotschaften einprasseln» (Jean-Remy von Matt). Und last but not least: «Bei der Werbung wird immer zuerst gespart» (Dieter Meier). All dies zeugt in erster Linie – wiewohl krisenanfällig und problematisch legitimiert – von struktureller Macht der Werbung im Wirtschaftsleben und in der modernen Gesellschaft überhaupt. Die Verschränkung von Werbung, Öffentlichkeitsarbeit und Journalismus sowie die Zweckehe von Medien und Werbewirtschaft machen aus Letzterer tatsächlich einen institutionellen Machtfaktor, dessen Gewicht keinesfalls unterschätzt werden darf.
Ulrich Saxer über die Relativität werberischer Wirtschaftsmacht.

> Ulrich Saxer war Publizistikprofessor an der Universität Zürich und Ordinarius für Kommunikationssoziologie in Lugano.

«20 Minuten war kein Thema»

WW: Herr Clavadetscher, haben Sie den Anzeiger handlicher gemacht für das Altpapier-Bündel?

WW: Herr Clavadetscher, haben Sie den Anzeiger handlicher gemacht für das Altpapier-Bündel?Richard Clavadetscher: Wenn Sie so wollen. Wir möchten aber vor allem den Lesern des Anzeigers mehr bieten. Eine Gratiszeitung muss sich schneller verändern und sich den Trends anpassen als eine traditionelle Abozeitung. Die Zahl der Leser pro Ausgabe liegt bei 0,8. Ein guter Teil Ihrer Auflage bleibt heute ungelesen.
Das ist bei vielen Gratiszeitungen der Fall. Natürlich war es schon immer unser Ziel, den LpA zu steigern. Seit 1998, als ich die Chef-
redaktion übernommen habe, hat er um mehr als die Hälfte zugelegt. Das neue Format bringt uns hoffentlich noch weiter. Es soll auch ein jüngeres Publikum ansprechen, ohne ältere Leser zu verlieren. Wir machen aber keine speziell jugendliche Themensetzung.
Ist der Tabloid-Anzeiger das Abwehrdispositiv der Tagblatt-
Gruppe gegen 20 Minuten?
Wir haben einmal analysiert, was es 20 Minuten kosten würde, in den Ostschweizer Markt einzusteigen. Weil es hier nicht wie in Zürich nur ein Zentrum gibt, wäre das ziemlich aufwändig. 20 Minuten war also beim Relaunch als Tabloid nur sehr am Rande ein Thema.
Der fast 50-jährige Anzeiger bezeichnet sich als Traditionsblatt, und der Werbemarkt gilt als
konservativ. Welche Probleme
verursachte die Umstellung auf das neue Format?
Es gab kaum Probleme. Im Gegenteil, aus Werbekreisen erhielten wir positive Resonanz. Den lokalen Kunden müssen wir natürlich kommunizieren, warum sich die gewohnten Werbeformate plötzlich ändern. Wir haben aber gute Argumente, zum Beispiel dieses, dass nun weniger Inserate auf einer Seite stehen. Im nationalen Markt ist das Tabloid-Format ja längst gut eingeführt. Interview: Stefano Monachesi

>>JobChange

Im Zug der Umstrukturierung im Werbemarkt Zeitschriften hat Ringier neu geschaffene Stellen besetzt. Agenturen im Grossraum Zürich werden wieder exklusiv von einer einzelnen Person betreut. Mit Marco Valà, bisher Brand Manager bei der Schweiz

Im Zug der Umstrukturierung im Werbemarkt Zeitschriften hat Ringier neu geschaffene Stellen besetzt.
Agenturen im Grossraum Zürich werden wieder exklusiv von einer einzelnen Person betreut. Mit Marco Valà, bisher Brand Manager bei der Schweizer Illustrierten, wurde ein erfahrener Aussendienstmitarbeiter verpflichtet. Claudia Jänicke und Beate Jilg werden sich als Key Account Manager künftig um Schlüsselkunden kümmern.
…
Michael Kindermann hat in Zürich die Werbefilmproduktion Snap Film AG gegründet. Sie vertritt 13 Regisseure aus sechs Ländern. Dazu gehören auch die Schweizer Pierre Monnard und Patricia von Ah.
Kindermann lebt seit drei Jahren in der Schweiz, wo er als Producer für Pumpkin Film arbeitete.
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Die Werbeagentur Scholz & Friends, Zürich, hat Diana Strebel als neue Verwaltungsrätin (VR) gewonnen. Sie tritt per sofort an die Seite von Yvonne Hodel, die dem VR bereits seit Gründung der Agentur im
Februar dieses Jahres angehört.
Zuletzt arbeitete sie als CEO und VR-Delegierte bei Wunderman.
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Die Aktionäre der Pendlerzeitung 20 Minuten (Schweiz) AG haben Marco Boselli zum Chefredaktor und Rolf Bollmann zum Geschäftsführer bestimmt. Der bisherige Chefredaktor Markus Eisenhut verlässt 20 Minuten.
…
Die Bundeshausjournalisten von SF DRS bilden künftig eine
eigenständige Redaktion. Ihre Leitung übernimmt René Zeller.
Er tritt die neue Stelle im Frühling 2004 an. Zurzeit ist Zeller
Inlandchef der NZZ am Sonntag. Die neue, sechsköpfige Redaktion Bundeshaus ist direkt dem Chefredaktor Ueli Haldimann unterstellt.
…
Die beiden Wirtschaftsredaktoren Daniel Ammann und Claude
Baumann wechseln von der Weltwoche zu Facts. Ammann
übernimmt die Nachfolge von Lukas Hässig als Ressortchef Wirtschaft.
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Claudio Zuccolini, der seit Oktober 2001 in der Sendung «Top Spots» von SF DRS Werbespots aus aller Welt vorstellt, wechselt ins Unterhaltungsressort der Schweizer Illustrierten.

Ford streicht weltweit Presseabonnements

Rotstift Der amerikanische Autokonzern Ford will weltweit alle Zeitungs- und Fachmagazinabos seiner Mitarbeiter kündigen.

Rotstift Der amerikanische Autokonzern Ford will weltweit alle Zeitungs- und Fachmagazinabos seiner Mitarbeiter kündigen.«Das ist ein Zeichen für unseren strikten Sparkurs», kommentierte der Sprecher von Ford Europa einen Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Der Beschluss stamme aus der US-Konzernzentrale und gelte für alle 340000 Beschäftigten. Das Sparpotenzial der drastischen Massnahme konnte der Sprecher nicht beziffern.

Kompendium zum Konsumverhalten

Die Publicitas veröffentlichte Anfang Woche die Ausgabe 2004 ihres Kompendiums «Regionales Einkaufsverhalten/Pendlerströme».

Die Publicitas veröffentlichte Anfang Woche die Ausgabe 2004 ihres Kompendiums «Regionales Einkaufsverhalten/Pendlerströme».Das Nachschlagewerk gibt Aufschlüsse über Einkaufsort und -häufigkeit verschiedener Produkte und Produktgruppen. Als Datenbasis diente die Studie Mach Consumer 2003. Das Kompendium kann auf www.publicitas.ch gegen Entgelt bestellt werden.

Bequemer lesen in der Ostschweiz

Zeitungen Die Tagblatt-Gruppe stellt ihr Gratisblatt Anzeiger auf Tabloid um.

Zeitungen Die Tagblatt-Gruppe stellt ihr Gratisblatt Anzeiger auf Tabloid um.«Unbequem» will der Anzeiger laut seiner neuen Tarifdokumentation sein, wenn er Themen aufgreift und hinterfragt. Doch erst mal wird die Lektüre des Ostschweizer Gratiswochenblatts bequemer: Ab Anfang 2004 erscheint es im handlichen Tabloid- statt im Tageszeitungsformat. Damit liegt die Herausgeberin St.Galler Tagblatt AG im Trend. Seit dem Erfolg von 20 Minuten ist Tabloid auf dem Vormarsch. Den Anfang machte die Tageszeitung Le Matin im Herbst 2001. Ein Schritt, der sich auszahlte – die Mach Basic 2002 ermittelte ein Leserplus von 12,4 Prozent für Le Matin. Die Aargauer Zeitung stellt nächsten Frühling den Regionalteil aufs Kleinformat um. In England sind Qualitätszeitungen wie die Times und der Independent neu sowohl als Broad-sheet als auch als Tabloid erhältlich.
Auf diesen Zug springt der Anzeiger als erste klassische Gratiszeitung auf. Eigentlich erstaunlich, dass niemand früher versucht hat, sich ein Stück vom Erfolg der Pendlerzeitung abzuschneiden. Denn nicht nur der Leserkreis von 20 Minuten könnte die Gratisanzeiger neidisch machen. Insbesondere die Kennziffer Leser pro Ausgabe (LpA) ist für ein kostenlos verteiltes Blatt herausragend. Während ein guter Teil der Anzeiger-Auflage ungelesen ins Altpapier wandert (LpA 0,8), hat jedes Exemplar von 20 Minuten durchschnittlich 2,2 Leser.
Am Format allein liegts nicht
Dass dieser Unterschied wesentlich mit dem Inhalt verknüpft ist, versteht sich von selbst. Ein Formatwechsel macht aus dem Anzeiger noch keine Tageszeitung. In der Gestaltung verzichtete Designerin Katja Hösli denn auch auf jede Anlehnung an 20 Minuten. Coop-Zeitung und Brückenbauer sind näher liegend. Die Nullnummer präsentiert ein luftiges Layout mit grossen Bildern und viel Weissraum. Aus der Byline «Die Wochenzeitung für die Ostschweiz» wird «Das Ostschweizer Wochenmagazin».
Im Zentrum der Zeitung stehen Ostschweizer Köpfe. «Politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Themen werden anhand von Personen aufgegriffen und erklärt», heisst es in der Präsentation des neuen Konzepts. Das Titelbild der Nullnummer ziert die Sängerin Martina Dieziger. Bissige Recherche, wie sie die Dokumentation verspricht, findet sich keine. Das werde nicht so bleiben, beteuert indes Chefredaktor Richard Clavadetscher.
Stefano Monachesi

APG berichtet über Plakatfoschung

Die Allgemeine Plakatgesellschaft (APG) lanciert einen vierteljährlichen Newsletter zum Poster Performance Index (PPI).

Die Allgemeine Plakatgesellschaft (APG) lanciert einen vierteljährlichen Newsletter zum Poster Performance Index (PPI).Seit 1997 misst die APG mit dem PPI die Resonanz von Plakatkampagnen beim Publikum. Die erste Ausgabe des neuen PPI-Flash präsentiert die bisherigen Top 10 hinsichtlichErinnerung, Markenzuordnung und Gefallen. Aktueller PPI-Leader ist easyJet.com von Easy Jet Airlines. Den Newsletter gibts gratis auf www.apg.ch.

Mit Geld kann jeder ins Weisse Haus

Glücksspielmarketing Um den stagnierenden Absatz des vor vier Jahren eingeführten Millionenlosspiels anzukurbeln, rühren auch Medienpartner die Werbetrommel – mit sehr unterschiedlichen Umsetzungen.

Glücksspielmarketing Um den stagnierenden Absatz des vor vier Jahren eingeführten Millionenlosspiels anzukurbeln, rühren auch Medienpartner die Werbetrommel – mit sehr unterschiedlichen Umsetzungen.
Zum Millenniumswechsel lancierte Swisslos – bis 2002 besser bekannt als Interkantonale Landeslotterie – das neue Countdown-Glücksspiel Millenniumlos 2000. Heute heisst die Lotterie schlicht das Millionenlos. Sinnigerweise lehnt sich das Spiel an den Adventskalender an und wartet mit 31 Rubbelfenstern jeden Tag im Dezember mit verführerischen Preisen auf – von der Million Franken (13-mal) über 27 Prestigeautos bis hin zu 30 Weltreisen und insgesamt über 800000 Preisen im Wert von rund 43 Millionen Franken. Während die erste Auflage des Spiels dank Neuheitscharakter und Countdown-Funktion kurz vor dem neuen Jahrtausend innerhalb weniger Wochen ausverkauft war, blieb in den Folgejahren ein Teil der Auflage jeweils an den Verkaufspunkten zäh liegen. Daran konnte der nach Beliebtheit der Preise geänderte Trefferplan genauso wenig ändern wie die hohen Gewinnchancen oder die eingetretenen Medienpartner. Letztere übernahmen im Gegenzug zu den exklusiven Publikationsrechten der Gewinnsymbole vorerst lediglich die Kommunikationsfunktion – in Form von Homestorys über die glücklichen Gewinner bei Blick und SonntagsBlick oder als Samstagabendshow bei SF DRS. Trotzdem: «Das Millionenlos hat sich im Markt etabliert und seine treue Käuferschaft gefunden», ist Swisslos-Produktmanager Daniela Gerber überzeugt.
Glücksspielers Sparmentalität
Im Vergleich zu den anderen zehn Swisslos-Spielen mit Preisen zwischen 1 und 20 Franken liegt beim Millionenlos die Schwelle deutlich höher. Erst wer 100 Franken hinblättert, darf Tag für Tag rubbeln. Der Einsatz wird im rauen Wirtschaftsklima offenbar von vielen als zu hoch empfunden. Da sich am Kaufpreis nichts ändern soll, wurde die Vermarktung verstärkt: Erstmals geht das Spiel über die Sprachgrenzen, wo Le Matin und TSR sowie Il Caffè und TSI als Medienpartner hinzugestossen sind. Dadurch wächst die gesamte Auflage trotz sinkender Deutschschweizer Stückzahl (–11,5%) erstmals auf 820000 Lose.
Für die beiden Hauptmedienpartner Blick und SoBli bewerben die beiden Hausagenturen GGK, Zürich, und FCB Leutenegger Krüll das Spiel – mit sehr unterschiedlichem Anspruch an die Originalität der Umsetzung. Während sich GGK für die Schnupperabo-Kombination mit einer eher nahe liegenden Werbeidee zufrieden gab, überzeichnete das Kreativteam der Walliseller FCBLK die Möglichkeiten, die einem Millionengewinner offen stehen. «Die Idee der Kampagne ist, dass die Million dem Gewinner die Freiheit gibt, gewisse Dinge zu kaufen, die er sich als Normalo nie leisten könnte», sagt Account Manager Petar Dakovic. Dass für die aberwitzigen Vorschläge wohl mehr als eine müde Million Franken nötig wären, tut dem Ganzen keinen Abbruch, wird doch die Übertreibung mit realsatirischem Inhalt aufgewogen. Drei Radiospots, die im Dezember jeweils von Freitag bis Sonntag on air sind, flankieren die drei Printanzeigen.
Swisslos-Werbelotterie: GGK lieferte brave Abowerbung, FCBLK sieht Gigi Oeri schon als Erbin von Fifa-Boss Blatter.

Lotterie Keine FCBLK-Kampagne für die SVP, sondern fürs vorweihnächtliche Millionenlos und seine Medienträger. >> S. 9
Luca Aloisi

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