Vizner Borel: Grosser Auftritt für den Igora/Ferro Metal Bag

Igora und Ferro, die beiden Recycling-Organisationen für Aluminium- und Stahlblech-Verpackungen, haben im vergangenen Jahr den Metal Bag entwickelt. Vizner Borel macht ihn bekannt.

Diese Mischung von Tragtasche und Sammel-Box bietet eine praktische Hilfe beim Sammeln von Aluminium und Stahlblech – im Haushalt wie auch im Büro. Damit möglichst viele vom Metal Bag Gebrauch machen, wird er im Rahmen einer Promo-Tournee an grossen Messen und stark frequentierten Orten der Schweiz verteilt. Der Start der Aktion fand an der diesjährigen Bea in Bern statt. Als Blickfang und Anziehungspunkt der Info- und Verteilaktion figuriert ein auffälliger, überdimensionaler Metal Bag. Die Passanten erhalten sowohl den Metal Bag als auch Informationen zum Kreislauf für Alu- und Stalblech-Verpackungen. Damit soll die Bevölkerung der Schweiz noch stärker fürs Recycling von Aluminium und Stahlblech sensibilisiert und zum Sammeln und Zurückbringen motiviert werden.

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Die nächsten Tour-Daten:

– 14.-16.7.: Hauptbahnhof, Zürich
– 12.-21.9.: Comptoir Suisse, Lausanne
– 25.9.-4.10.: Züspa, Zürich

Verantwortlich bei Igora/Ferro: Daniel Frischknecht, Stv. Geschäftsführer; Mirco Zanré, Marketing & Events. Verantwortlich bei Vizner Borel: Martina Glaser (Beratung), Gian Maurizio (AD), Jürg Waeber (Konzept), Guillaume Borel, Lajos Vizner (Gesamtverantwortung). Verantwortlich bei Aroma: Marc Wiederkehr (Leitung Produktion), Urs Amgarten (Planung Produktion). Verantwortlich bei Promokant Promotions: Mia Tuce (Koordination Projekt).

 

Scholz & Friends: Langeweile kann blöde enden

Scholz & Friends dramatisiert für UPC Cablecom, was passieren kann, wenn man kein schnelles Internet hat.

Niemand wartet gerne. Schon gar nicht auf langsames Internet. Da nervt und langweilt man sich schnell. Und kommt auf dumme Ideen. Genau diesen Insight zeigt Scholz & Friends Zürich in einem pointierten TV Spot für UPC Cablecom. Und natürlich auch, dass mit dem Highspeed Internet von upc cablecom garantiert nie Langeweile aufkommt. Der TV Spot ist ab 9.5.16 on air und wird mit Megapostern, Online, im Radio und am POS begleitet.

Verantwortlich bei UPC Cablecom: Ivo Hoevel (Chief Marketing & Products
 Officer Schweiz/ Österreich), Marcus Kikisch (Director Marketing Communication & Brand Management), Laura Lippuner Ballestrin (Manager Marketing Communication). Verantwortlich bei Scholz & Friends Zürich: Christian Vosshagen, Roger Dobmann, Wim Lanz, Lukas Frei (Kreation); Petra Moser, Michèle Gutmann, Tobias Baumann, Tobias Händler, Martin Samsel (Beratung und Strategie). Verantwortlich bei Manifesto Films: Reto Salimbeni (Regie), Shannon Mildon (Producer), Charlotte Hottinger (Client-Services), Tabea Bühlmann (Edit), Andy Weimer (Post-Produktion Supervisor). Fotografie: Michael Munique.
 

Jung von Matt lanciert die Migros-Sommerkampagne

Der Sommer kann kommen. In einer neuen und grossangelegten Kampagne positioniert sich der Detailhändler unter dem Motto «So geht Sommer» als Inspirationsquelle für die wärmste Jahreszeit.

Im Zentrum der Kampagne stehen inspirierende Sommerlisten mit praktischen Tipps für jeden Tag – spektakuläre Ausflüge, Grillrezepte, unterhaltsame Spiele und vieles mehr.

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Auf dem Kampagnen-Hub So-geht-sommer.ch finden sich zum Start rund 50 Sommerlisten, die zu Sommerthemen die verschiedensten Ideen liefern. Weiter können bei einem Gewinnspiel Grillpartys gewonnen werden und ein Kalender informiert über die verschiedenen Grillfleisch-Degustationen in ausgewählten Filialen. Im Laufe des Sommers werden passend zu saisonalen und aktuellen Themen weitere Sommerlisten publiziert.

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Beworben wird der Kampagnen-Hub mit fünf Filmen, die jeweils eine Sommerliste präsentieren. Parallel erarbeitete Jung von Matt zusammen mit Migros und 20 Minuten ein massgeschneidertes Native-Advertising-Konzept. Die Kampagne ist ab sofort schweizweit im Einsatz.

Verantwortlich bei Migros Genossenschafts-Bund: Roman Reichelt (Leiter Direktion Marketing-Kommunikation) Jörg Fohringer (Leiter Marktbearbeitung/Kundenmarketing) Markus Amann (Leiter Themenpromotionen)
Marta Mielcarek (Leiterin Schwerpunkte & Spezialprojekte) Michaela Götze (Projektleiterin Digitale Kommunikation) Marc Zurbrügg (Junior Projektleiter Themenpromotionen) Pascal Schaub (Leiter Dachmarke); Désirée Strassmann (Leiterin Dachkampagnen); Christina Gelmi (Junior Projektleiterin Dachkampagnen); Philipp Marquard (Leiter Media)
; Nadine De Genot de Nieukerken (Projektleiterin Media); Simone Blaser (Projektleiterin Media). Verantwortlich bei Jung von Matt: Alexander Jaggy (Executive Creative Direction); Pablo Schencke, Marco Zimmerli (Creative Direction); Alain Eicher, Jan Kempter, Jürg Zentner (Text); Johannes Dörig, Christina Wellnhofer, Andrea Klainguti (Art Direction); Bettina Ehrisman (Grafik); Sabrina Arthur, Meret Lauener, Jan Rohleder, Marie-Helene Thornton, Kathrin Gautschi, Nicolas Renzen, Jacqueline Willimann (Beratung); Barbara Haueter (Contentkonzeption und Paid Editorial Media) Evelyn Schneider, Sarida Bossoni (Art Buying). Verantwortlich bei YMC AG Kreuzlingen: Jean-Pierre König (Senior Software Engineer, Gesamtverantwortung); Beatrice Rost (Scrum Master); 
Thomas Zinnbauer (Senior Software Engineer)
; Thomas Ummenhofer (Software Engineer); Manuel Koch (Software Engineer)
; Kerstin Wischy (UX Consulting, Interaction Design). Externe Partner: OMD (Media Agentur)
; Pumpkin Film (Film Produktion)
, Julian Pugsley (Regie), 
Yessian Music (Musik)
, Jingle Jungle (Sounddesign)
, Südlicht, Ultra Images (Postproduktion).
 

Leo Burnett Schweiz: Was Igel wirklich wollen

Der von Leo Burnett entwickelte Kampagnenklassiker für Floralp geht auch 2016 weiter. Im aktuellen Sujet pressen sich drei Igeli die Hefeteignasen vergeblich an einer scheinbar unüberwindbaren Butterglocke platt.

Wie sie es anstellen wollen, schliesslich doch noch an die unwiderstehliche Vorzugsbutter zu kommen, wird an dieser Stelle aber noch nicht verraten. Man darf also gespannt sein. Das Sujet ist aktuell schweizweit auf Plakaten und in Inseraten zu sehen.

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Verantwortlich bei Floralp: Peter Ryser (Geschäftsführer BO Butter), Martin Rüst (Leiter Werbung & Promotionen SMP), Xenia Hupp (Projektleiterin Werbung & Promotionen SMP). Verantwortlich bei Leo Burnett Schweiz: Bastian Otter (Kreation), Christian Bircher (CD), Axel Eckstein (ECD), Emmanuelle Masset, Christoph Schwarz (Beratung), Suzana Kovacevic (Art Buying), Margit Gassner, Lilou Studio (3D-Artwork).
 

FDMM: Hirz Regio Kampagne

Anlässlich der Lancierung neuer Hirz Joghurts wurde FDMM Corporate Design mit der Gestaltung der nationalen Promotions-Kampagne beauftragt.

Im Fokus steht die regionale Herkunft der Zutaten. Die neuen Sorten «Walliser Aprikosen», «Thurgauer Erdbeeren» und «Zuger Chriesi» sind auf Plakaten, Web Banner und am POS zu sehen.

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Verantwortlich bei Nestlé: Fabian Arioli (Marketing Assistant). Verantwortlich bei FDMM: Uccio Demirci, Mike Müller, Jean Demirci, Natalie Soland (Projektmanagement & Graphic Design).

Erinnerung: Bis 12 Uhr abstimmen

Nicht vergessen: Geben Sie Ihrem Wunschkandidaten für den Titel Werbewoche-Werber des Jahres bis am Dienstag um 12 Uhr Ihre Stimme.

Wir freuen uns, dass bereits zahlreiche gültige Stimmen eingegangen sind. Ihre fehlt aber noch. Noch ist genug Zeit, Ihren Favoriten zu unterstützen. Die Interviews mit den drei Kandidaten finden Sie hier.

Ihre Angaben werden vertraulich behandelt und nach der Wahl gelöscht. Sie dienen zur Verifizierung Ihrer Stimme. Jede Abo-Nummer darf eine Stimme abgeben. Ungültige oder mehrfach genannte Nummern/Stimmen werden gelöscht.

Thalia-Filialen werden in Orell Füssli umbenannt

Nun steht der Zeitpunkt für die Umbenennung der Thalia Buchläden fest: Ab Ende Mai wird sich Orell Füssli Thalia auf die Marke Orell Füssli fokussieren. Das Joint Venture bleibt unverändert bestehen.

Den Termin zur Umbenennung gab Coralie Klaus Boeker, Leiterin Marketing und Kommunikation bei Orell Füssli Thalia, in einem Interview in der April-Ausgabe der Zeitschrift Schweizer Buchhandel bekannt. Bereits Ende Jahr bestätigte das Unternehmen Medienberichte, wonach der Name Thalia verschwindet. Auch online soll der Markenauftritt vereinheitlicht werden: Thalia.ch und Books.ch verschmelzen demnach zu Orellfüssli.ch

Orell Füssli als Dachmarke

Mit der Umbenennung soll die Marke Orell Füssli gestärkt werden. Diese sei die bekannteste Marke im Portfolio, bei weitem stärker als Thalia, begründete Klaus Boeker den Schritt. Orell Füssli sei eine Schweizer Traditionsbuchhandlung und feiere 2019 das 500-jährige Bestehen. Das sei eine starke Botschaft, auf der sich aufbauen lasse. Nebst allen Thalia-Filialen werden laut der Marketingchefin auch Meissner und Wirz in Aarau in Orell Füssli umgewandelt. Bei Stauffacher in Bern, Rösslitor in St. Gallen und allen ZAP-Filialen im Wallis würden dagegen die Namen beibehalten, da diese lokal stark verankert seien.

Sorgenkind Buchhandel

Erst vor drei Jahren legten die schweizerische Banknotendruck- und Buchhandelsgruppe Orell Füssli und die deutsche Buchhandelskette Thalia ihr Buchgeschäft in der Schweiz zusammen (Werbewoche.ch berichtete). Sie schufen das Joint Venture Orell Füssli Thalia, an dem Orell Füssli und Thalia je zu 50 Prozent beteiligt sind. Bereits damals wurde angekündigt, dass der Name Thalia aus dem Schweizer Buchhandel verschwinden soll (Werbewoche.ch berichtete).

Der Buchhandel gilt bei Orell Füssli indes als Sorgenkind. Der Umsatz sank im vergangenen Jahr um 11 Prozent auf 98,8 Millionen Franken. Das anteilsmässige Betriebsergebnis (EBIT) belief sich auf 1,8 Millionen Franken nach 3,1 Millionen im Jahr 2014. Die Sparte ist im Umbau. Neben der Umbenennung soll der Warenbezug aus dem Ausland gesteigert, Einkaufsmodalitäten neu ausgehandelt und durch ein Transformationsprogramm die Profitabilität gesteigert werden. Zudem sucht die Gruppe für den Buchhandel noch immer einen neuen Chef. Michele Bomio verliess die Abteilung Ende Jahr, für ihn sprang Finanzchef Pascal Schneebeli ad interim ein. (SDA/hae)

Exxtra: Audi schützt auch Fussgänger

Auf der ganzen Welt häufen sich die Unfälle in den Fussgängerzonen, weil sich Passanten auf ihr Smartphone konzentrieren. Und dabei vergessen, auf ihre Umgebung zu achten. Audi kennt das Problem bereits aus dem Strassenverkehr und bietet zusammen mit Exxtra eine Lösung.

Die Audi Adaptive Cruise Control garantiert mit Hilfe spezieller Radarsensoren einen sicheren Mindest-Abstand zwischen zwei Fahrzeugen. Audi und Exxtra haben die innovative Technologie fürs Smartphone adaptiert. Und sie in eine Smartphone-Hülle in der Form des legendären Audi V8 Motors integriert.

Audi-Adaptive-Walk-Control

Die Audi Adaptive Walk Control funktioniert gleich wie das Warn-System im Auto. Es zeigt, wie das Audi Markenversprechen «Vorsprung durch Technik» nicht nur Autos, sondern das tägliche Leben verbessert.

Verantwortlich bei Audi: Donato Bochicchio (Markenchef Audi), Christian Frey (Marketingleiter Audi), Olivier Pasche (Leiter Marketing Kommunikation Audi), Corinne Grollmuss (Projektleiterin Marketing Kommunikation). Verantwortlich bei Exxtra (Member of Y&R Group Switzerland): Markus Gut (CCO), Thomas Engeli (ECD), Swen Morath (CD), Sandro Tissi (AD), Stefan Cramer (Text), Konstantinos Gkikas, Stephanie Assfalg (Grafik), Lukas von Wartburg, Susan Baumgartner (Beratung), An Le (Product Design), Uwe Gartmann (Engineer).

Luca Callegari ist neuer Leiter Marketing & Operations bei Microsoft Schweiz

Der neue Leiter Marketing & Operations (M&O) von Microsoft Schweiz heisst Luca Callegari. Er übernimmt seine neue Aufgabe am 1. Juli 2016 und berichtet direkt an Country General Manager Marianne Janik.

Callegari stösst von Microsoft Italien zur Schweizer Länderorganisation und wird per 1. Juli 2016 Einsitz in die Geschäftsleitung nehmen. «Es ist uns eine grosse Freude, mit Luca Callegari einen führungsstarken Marketingprofi im Team zu wissen», so Marianne Janik, Country Manager Microsoft Schweiz, in einer Mitteilung. «Luca ist mit unseren Technologien bestens vertraut und verfügt über das fachliche und strategische Know-how, um unsere Geschäftsfelder erfolgreich weiterzuentwickeln.»

Seine Karriere lancierte Luca Callegari bei Samsung. Im Jahre 2010 stiess er als Leiter der Geschäftseinheit Windows Phone zu Microsoft Italien und wurde 2011 als Marketingstratege für das Mobilfunkgeschäft an den Microsoft-Hauptsitz nach Redmond berufen. Zwei Jahre später kehrte er in die italienische Länderorganisation zurück und übernahm die Rolle als Surface Category Lead. Die letzten beiden Jahre trug er als Marketing Director die Gesamtverantwortung für die Microsoft-Produkte Windows, Office und Surface.

Luca-Callegari

Luca Callegari studierte Betriebswirtschaft an der Università Cattolica in Mailand und absolvierte ein Masterstudium in Finance an der University of California Berkeley. Der gebürtige Italiener ist 41 Jahre alt und Vater zweier Kinder.

Zur Sache: Alter schützt vor Torheit

Was haben die Jüngeren den Älteren voraus – ausser, dass sie als Arbeitskräfte weniger kosten? Das Editorial von Chefredaktorin Anne-Friederike Heinrich aus der aktuellen Werbewoche 8/16 vom 9. Mai 2016.

Als ich Anfang der 1990er-Jahre auf der Suche nach meiner ersten Arbeitsstelle war, beschäftigten mich drei Fragen: Was brauchen die Arbeitgeber, für die ich mich interessiere? Was kann ich ihnen bieten? Und: Wie kann ich sie davon überzeugen, dass ich diejenige bin, die das am besten kann?
 

Das wäre heute anders. Die Generationen Y und Z sind in aller Munde. Jeder Arbeitgeber, der Stellen zu vergeben hat, fragt sich: Was wollen die, die sich bei mir bewerben sollen? Wie kann ich sie für mich gewinnen und an mich binden? Wie mache ich ihnen das Arbeiten so angenehm wie möglich? In der Folge sind Grossraumbüros wieder auf dem Rückmarsch, Kaffee, Wasser, Softdrinks und Früchte for free Standard und Meetingräume Wohlfühl- und Erlebnisflächen. Denn die jüngeren und jungen Arbeitnehmer stellen hohe Ansprüche: Ihre Arbeit soll sich möglichst nicht nach Arbeit anfühlen, gut bezahlt sein, eine hohe Identifikation und Reputation ermöglichen und viel Spielraum fürs Privatleben bieten. OK?

Während sich auf der einen Seite eine fast schon unverschämte Anspruchshaltung verfestigt, wird auf der anderen Seite über die immer älter werdende Bevölkerung diskutiert, die kaum noch Chancen hat, mit 65 Jahren in Pension zu gehen. Weiterarbeiten heisst die Devise. Arbeitskräfte über 55, die ihren Job verloren haben, bekommen daneben absurderweise kaum noch eine Chance, eine Arbeit auf ihrem Niveau anzunehmen. Darüber aber wird gar nicht diskutiert, die Betroffenen sind mit ihrem Problem allein gelassen. Da stimmt doch was nicht.

Was haben die Jüngeren den Älteren voraus – ausser, dass sie als Arbeitskräfte weniger kosten? Sie sind Natives im Umgang mit Social Media, bedienen ihr Mobile, als sei es ein Körperteil, und kennen die Ansprüche ihrer eigenen Generation en detail – und damit die unserer zukünftigen Kunden. Allein, dieses Wissen kann man sich aneignen, den Umgang mit Social Media trainieren; man muss nicht Native sein, um zu kapieren, worum es geht. Was den Jungen fehlt, ist das Wissen über ältere Zielgruppen. Diese aber wachsen, während die Jüngeren immer weniger werden. In der Schweiz liegt der Altersquotient, also die Anzahl der Personen ab 65 Jahren auf 100 Personen im erwerbsfähigen Alter, bei 36 Prozent; 18 Prozent unserer Bevölkerung sind laut Bundesamt für Statistik über 65 Jahre alt. Noch Fragen?

Was haben die Älteren den Jüngeren voraus? Sie kennen die Branche wie ihre Westentasche und haben die nötige Gemütsruhe, nicht jedem Hype sofort aufzuspringen. Sie können Entwicklungen einschätzen, die Folgen ihres Handelns abschätzen. Solchen Erfahrungsschatz kann man sich nicht aneignen, man kann ihn nicht lehren; Erfahrungen muss man selbst machen, damit man sie verwerten kann.

Was ist für Arbeitgeber also günstiger? Einen Jungspund einzustellen, der neben Native-Erfahrung eine grosse Klappe hat, die man erst einmal mit Wissen füttern muss? Oder ein etwas höheres Gehalt in Kauf zu nehmen und damit gleichzeitig einen grossen Rucksack voller Wissen und Kontakte einzukaufen? Beides! Für ein klug agierendes und solide aufgestelltes Unternehmen sind alle Altersgruppen und Erfahrungsschätze wichtig, jeder mit der richtigen Aufgabe: Die Jungen für die Unruhe und die ungedachten Ideen, die Älteren für Substanz, Coolness und Überblick. Und jeder mit grosser Wertschätzung für das, was der andere kann – egal, wie alt er ist.

Stelleninserate explizit für Junge unter 25 Jahren zu schalten und über 55-Jährige bei Bewerbungen mit dem Argument abzuweisen, sie seien zu alt (und sich dafür nicht einmal zu schämen), bringt uns, unsere Wirtschaft und unser Land definitiv in eine arge Schieflage. Wer ist heute mit 60 oder 70 Jahren schon wirklich alt? Geschweige denn mit Mitte 50? Und welche Gesellschaft kann bestehen, wenn sie ihr Wissen fortschiesst und das Rad jeden Tag neu erfindet? Wir wissen ja: Man wird nicht alt, wenn man die Haare verliert, sondern wenn man die Hoffnung verliert.

Zumal sich am Kern unserer Arbeit in den letzten Jahrzehnten nicht viel geändert hat: Wir machen Werbung, die wahrgenommen werden und bewegen soll. Wir machen Medien, die informieren, unterhalten oder verändern sollen. Nur alles auf mehr Kanälen als früher, schneller und gleichzeitiger. Natürlich macht das neue Kompetenzen nötig – aber auch bewährte unerlässlich. Je nachdem, welche Kultur man betrachtet, gelten entweder die Jungen als Kapital der Gesellschaft, oder die Alten. Alle Generationen für sie befriedigend, wertschätzend und zur Wohlfahrt aller einzusetzen, ist noch niemandem in den Sinn gekommen. Dabei können die Alten nicht ohne die Jungen und die Jungen nicht ohne die Alten. Es geht einfach nicht. Wir diskutieren über die Generationen Y und Z. Beim Benennen sind wir bereits am Ende angekommen. Wie geht es weiter? Generation Ä – für Ältere? Generation A – für Alte? Wie wäre es mit Generation G wie gemeinsam? Warum kein Jobsharing zwischen Jung und Alt? Kooperation statt Kampf.

Besser kann man Wissen nicht auf einem Fleck bündeln, den Wunsch nach einer Teilzeit-Stelle bei den Jungen und langsamem Herunterfahren Richtung Pensionierung bei den Gesetzteren bedienen. (Wäre auch eine coole Kampagne fürs RAV …) Die (wenigen) Jungen wandeln durch ihre Ansprüche den Arbeitsmarkt, die (vielen) gut ausgebildeten Älteren geraten aufs Alteisen. Können wir uns das leisten?
 

Anne-Friederike Heinrich, Chefredaktorin Werbewoche

[email protected]
 

 

Wirz: Auf Medaillenkurs am New York Festival

Gleich drei Arbeiten von Wirz haben es auf die Shortlist des New York Festivals geschafft. Nebst der bekannten Literaturkritik von Helmut Karasek für Ikea sind es zwei Arbeiten für Mercedes-Benz, die die Jury überzeugen konnten.

Ein in die Jahre gekommenes Navigationssystem, mit dem zum Kauf eines neuen Autos geraten wird und die längsten Hälse der Welt zur Verdeutlichung des Collision Prevention Assist Plus-Systems.

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mb_2
 

Kategorie Kunde Titel Agentur
Advertising Ikea Literary Critic Reviews Ikea Catalogue Wirz
Art Direction Mercedes-Benz Long Neck Wirz
Automotive Products & Services Mercedes-Benz Aging Satnav Wirz

Am 19. Mai steht fest, welche dieser Arbeiten zusätzlich mit Edelmetall ausgezeichnet werden – die Awards werden an der New York Show vergeben. Wirz ist die einzige Schweizer Agentur auf der Liste der Finalisten. Das New York Festival ist Teil des Kreativrankings der Werbewoche.

Einreichungen New York Festival 2016:
 

Westeuropa 981
Asien/Asien-Pazifik 530
Nordamerika 515
Lateinamerika 136
Mittlerer Osten/Afrika 121
Osteuropa 17
Zentralamerika 3

SRF-Kulturchefin wird MDR-Programmdirektorin

Als Programmdirektorin des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) wird die bisherige SRF-Kulturchefin Nathalie Wappler ab November 2016 das TV-, Radio- und Online-Programm in den Bereichen Kultur, Jugend, Bildung und Wissen verantworten.

SRF wird die Stelle als Abteilungsleiter respektive Abteilungsleiterin Kultur intern und extern ausschreiben, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst.

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In der neuen Funktion wird Wappler ab November unter anderem die Hörfunkprogramme «Jump», «Sputnik», «MDR Klassik», «MDR Kultur. Das Radio», das MDR-Sinfonieorchester, die MDR-Chöre, die trimedial organisierten Kulturabteilungen des Hörfunk und Fernsehens sowie den MDR-Anteil des neuen «Jungen Angebots» von ARD/ZDF verantworten.

Nathalie Wappler hat bei SRF mit Erfolg eine trimediale Kulturabteilung etabliert, die für einen zeitgemässen Kulturbegriff steht – in Radio, Fernsehen und Internet. Sie hinterlässt laut Mitteilung eine sehr leistungsfähige Abteilung mit hochqualifizierten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Die trimediale Organisation der Abteilung und die etablierten Produktionsprozesse haben sich bewährt.

SRF-Direktor Ruedi Matter: «Ich bedaure ausserordentlich, Nathalie Wappler als Kulturchefin und Geschäftsleitungsmitglied von SRF zu verlieren. Ich habe sehr gern mit Nathalie zusammengearbeitet und werde sie vermissen. Bei ihrer spannenden neuen Herausforderung wünsche ich ihr von Herzen alles Gute. Ihre fundierte Kenntnis über das Zusammenwirken der drei Medien wird ihr in der neu geschaffenen Funktion beim MDR zugutekommen.»

SRF-Kulturchefin Nathalie Wappler arbeitete ab 2005 für das Schweizer Fernsehen, zuerst als Redaktorin und Produzentin von «Kulturplatz» und ab 2008 als Redaktionsleiterin der «Sternstunden». Sie startete ihre berufliche Laufbahn 1996 als Redaktorin beim 3sat-Format «Kulturzeit», danach war sie unter anderem für «aspekte» und «Berlin Mitte» beim ZDF tätig.

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