15. Berner Marketingtag: Mut in allen Facetten

Unter dem Motto «no risk, no fun» erlebten am Berner Marketingtag rund 500 Unternehmerinnen und Unternehmer, weshalb Erfolg mutige Entscheidungen braucht. Zu den Referenten zählten Bundesrat Ueli Maurer, TV-Profi Kurt Schaad und Spitzenhotelier Carsten K. Rath.

«Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.» Mit diesem Zitat von Antoine de Saint-Exupéry leitete Bundesrat Ueli Maurer seine Rede über die Schweizer Kandidatur für Olympische Winterspiele 2012 ein. Im Gespräch mit Moderatorin Andrea Jansen zeigte er sich optimistisch, dass bei der anstehenden Volksabstimmung im kommenden März, die Mehrheit der Bündner Stimmbevölkerung ein Ja für eine Olympiakandidatur in die Urne legen werde. Ob die Bündner Stimmbevölkerung dem Bauchgefühl des Sportministers tatsächlich folgt, wird sich weisen. Dass man sich aber auf seine Intuition verlassen sollte, dafür plädierte Gedankenleser Gabriel Palacios in seinem Referat, das er mit eindrücklichen Show-Elementen ergänzte. Im abschliessenden Teil des Vormittags sprachen TV-Profi und Mitbegründer des Social-TV-Senders Joiz, Publisuisse-Direktor Martin Schneider und Tobias Asch, Mitinhaber von Bureau G9 und Filmwords über die televisionäre Zukunft. Kurt Schaad sieht die digitale Revolution voll in Gang. Martin Schneider betonte, dass auch in der digitalen Entwicklung relevanter Content nach wie vor Erfolg und dadurch Priorität hat. Tobias Asch machte darauf aufmerksam, dass Zuschauer relevante Inhalte werden immer mehr «on demand» und ohne Werbeunterbrechungen nachfragen, weshalb TV-Werbung sich weiterentwickeln müsse.

Fünf Sekunden mit Bill Clinton

Seit über 30 Jahren lebt René Strickler mit Raubtieren. Am Berner Marketingtag sagte er, weshalb er sich Angst im Umgang mit den Tieren gar nicht leisten könne: Diese würden jede Emotion wahrnehmen. Hätte er Angst, würde er sofort angegriffen. Carsten K. Rath entführte die Besucherinnen und Besucher in die Welt der Grand-Hotellerie und erzählte, wie fünf Sekunden mit Bill Clinton sein Leben veränderten. Als sich der frühere US-Präsident nach seinem Besuch in Raths damaligem Hotel Adlon in Berlin persönlich bei Rath bedankt hatte, sei ihm klar geworden, weshalb er sich für bedingungslose Service Excellence einsetze. Seither arbeite er und alle seine Mitarbeitenden bei der Kameha-Gruppe nach der fünf-Sekundenregel. Er ermahnte alle Anwesenden, sich bei jedem Meeting, bei jeder Entscheidung genau zu überlegen, was dies dem Kunden bringe und gleichzeitig nie die persönliche Note ausser Acht zu lassen. «Denn Professionalität ohne Herzlichkeit ist Arroganz», so Rath. Viel Herzlichkeit und vor allem viel Herzblut bewies auch Transportunternehmer Daniel Schöni. Er berichtete von kriegsähnlichen Zuständen in der Transportbranche, von Reifen- und Treibstoffdiebstal, von Preiszerfall und Lohndruck. Dennoch kämpfe er weiter, sagte Schöni, «jetzt erst recht». Den Abschluss des thematisch vielschichtigen Tages machte die traditionelle Berner Runde mit der Boxweltmeisterin Aniya Seki, der Medienkünstlerin Chantal Michel, Swiss-Venture-Club-Präsident Hans-Ulrich Müller und Daniel Borer, dem Verwaltungsratspräsidenten von Skywork Airlines. Sie alle bewiesen wie facettenreich das Thema Mut ist – egal ob im Ring, in einer Performance oder im Geschäftsalltag.

Werbewoche.ch bedankt sich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Ticket-Verlosung für das Interesse. Wir hoffen, die beiden Gewinner haben einen inspirierenden und spannenden Tag erlebt.

ku16
Bundesrat Ueli Maurer

ku20
Bundesrat Ueli Maurer und Moderatorin Andrea Jansen

ku10
SCB-CEO Marc Lüthi

ku12
Kurt Schaad

ku13
Präsidentin Bala Trachsel waehrend des Referats

ku3

 

More articles on the topic