Schroten: «500m+»: Warum recyceln wir unseren Atommüll nicht?

Die fünfte Ausgabe des Jahrhundertmagazins «500m+» der Nagra widmet sich dem Thema «Trash» und stellt eine einfache, aber folgenreiche Frage: Weshalb recyceln wir eigentlich fast alles – ausser Atommüll?

Eine Halle voller Atommüll, produziert in der Schweiz – und jetzt? Ins All schiessen, in Würenlingen belassen, in künftigen Reaktoren als Brennstoff nutzen oder einfach recyceln? Mit dieser Frage eröffnet die fünfte Ausgabe des Jahrhundertmagazins 500m+ der Nagra ihr neues Themenheft «Trash».

Die Suche nach dem besten Weg

Im Zentrum der neuen Ausgabe steht die Reportage von Michèle Roten über das Recycling abgebrannter Brennelemente. Gemeinsam mit einer Filmcrew zeichnet sie den Weg des Schweizer Atommülls bis ins geplante Tiefenlager nach. Ihre Recherche führt sie nach La Hague in der Normandie, wo abgebrannte Brennelemente wiederaufgearbeitet werden, ans Paul Scherrer Institut und zu Schweizer Nuklearexpertinnen und -experten.

Dabei geht sie der Frage nach, was Recycling von Atommüll leisten kann, wo seine Grenzen liegen und weshalb sich die Schweiz für den Weg ins Tiefenlager entschieden hat. Der begleitende Dokumentarfilm «Kann das weg?» macht diese Suche nach Antworten sichtbar.

Fünf Reportagen über das, was übrig bleibt

Atommüll ist in dieser Ausgabe des Jahrhundertmagazins 500m+ nur der Ausgangspunkt. «Trash» richtet den Blick auf Abfall in ganz unterschiedlichen Formen. Florian Leu folgt in einem Gedankenexperiment seiner persönlichen Müllspur und fragt, was ein ganzes Menschenleben an Abfall hinterlässt. Sebastian Sele reist dem europäischen Elektroschrott bis in die ghanaische Hauptstadt Accra hinterher. Elisabeth Krainer beschäftigt sich mit der kurz nach dem Zweiten Weltkrieg in der Ostsee versenkten Munition. Und Michèle Roten untersucht die Faszination für Trash-Kultur – von Fast Food und Reality-TV bis zu Dingen, die gerade deshalb reizvoll werden, weil sie als geschmacklos gelten.

Gemeinsam erzählen die Geschichten von einem bemerkenswerten Phänomen: Müll verschwindet nicht einfach, wenn wir ihn wegwerfen. Er wechselt nur den Ort, die Form oder den Besitzer. Und manchmal kommt er Jahrzehnte später zurück.

Gestaltet wurde die Ausgabe erneut vom Zürcher Studio Hubertus Design. «Trash» ist die fünfte Ausgabe des Jahrhundertmagazins «500m+», das von der Zürcher Storytelling-Agentur Schroten im Auftrag der Nagra produziert wird. Für die ersten drei Ausgaben wurde das Team beim Best of Content Marketing Award 2025 mit Gold und dem Grand Prix ausgezeichnet, wie es in der Mitteilung heisst.

Das Magazin sowie der Dokumentarfilm «Kann das weg?» sind ab sofort auf jahrhundertmagazin.swiss available.


Responsible at Nagra: Patrick Studer (Leiter Kommunikation), Oliver Hinze (Kommunikationsmanager), Angela Paulsen (Übersetzungen). Responsible at Team Schroten: Adrian Schräder (Gesamtverantwortung), Roxana Hudson (Projektleitung), Nicola Brusa (Textredaktion & Produktion), David Fehr, Elisabeth Krainer, Florian Leu, Michèle Roten, Sebastian Sele (Text), Adrian Huwyler (Digital- und Bewerbungskonzept), Hubertus Design (Layout & Art Direction), Rea Gutzwiller (Korrektorat). Fotos: Jordi Ruiz Cirera, Kaja Grope, Sebastian Sele. Film: Mattogrosso Films, Benjamin Weiss (Director & DOP), Annika Fausch (Schnitt), Michèle Roten (Redaktion & VO). Sprachaufnahmen & Tonmischung: Bloop, Roland «Roller» Frei. Web: Cubera Solutions AG: Natalia Gerasimenko, Isaac Selvabala, Michael Fretz. Media: Cptr.

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