Solidarität in Zürich
Nach Demonstrationen in Genf, Bern und Lausanne wurde am Donnerstag wieder in der ganzen Schweiz den Opfern des Anschlags auf die Charlie Hebdo-Redaktion gedacht. Eine grosse Kundgebung fand auf Initiative der Jungen Journalisten Schweiz am Zürcher Bürkliplatz statt.
Die Jungen Journalisten Schweiz hatten tags zuvor dazu aufgefordert, zusammenzustehen «für eine offene Gesellschaft, welche sich durch die Bluttat nicht von ihrem Weg abbringen lässt.»
Mehrere hundert Personen versammelten sich daraufhin am Donnerstag um 18:30 am Bürkliplatz in Zürich. Auch zwei grosse islamische Dachverbände, die Föderation Islamischer Dachorganisationen der Schweiz (Fids) und die Koordination Islamischer Organisationen Schweiz (Kios), riefen die Schweizer Muslime mit Erfolg zur Teilnahme auf. Den in Frankreich bekannten Zeichnern gedachten ausserdem auffallend viele ihrer eigenen Landsleute.
Am Donnerstag gab Charlie Hebdo-Kolumnist Patrick Pelloux bekannt, dass das Satiremagazin in der kommenden Woche trotz Anschlag erscheinen werde – und zwar mit einer ungewöhnlich hohen Auflage. Anstelle der üblichen 60000 soll eine Million Exemplare gedruckt werden. (sis/SDA)





Fotos: Simone Isliker/Werbewoche
