Schweizer Werbemarkt wächst im Februar um 2,8 Prozent
Der klassische Werbemarkt setzt im Februar den positiven Trend des Jahresauftakts fort und erreicht mit einem Anstieg von 2,8 Prozent einen Brutto-Werbedruck von 264,3 Millionen Franken. Das Wachstum wird vor allem durch Out-of-Home getragen, während Print weiterhin rückläufig ist. Im digitalen Markt dominiert Search mit einem Anteil von 73,5 Prozent.

Der klassische Werbemarkt setzt im Februar den positiven Trend des Jahresauftakts fort und erreicht mit einem Anstieg von 2,8 Prozent einen Brutto-Werbedruck von 264,3 Millionen Franken. Das Wachstum wird vor allem durch Out-of-Home (+22,8 Prozent) getragen – unter anderem durch Kampagnen für das Sunrise Mobile Abo sowie Nescafé. Dahinter folgen Kino (+12,5 Prozent), Radio (+8,4 Prozent) und TV (+2,0 Prozent), während Print mit -12,0 Prozent weiterhin rückläufig ist.
Digitaler Markt mit kanalgetriebenem Media Mix
Im digitalen Markt beläuft sich der Brutto-Werbedruck im Februar auf 210,2 Millionen Franken. Dabei zeigt sich ein kanalgetriebener Media Mix: Search dominiert weiterhin mit einem Anteil von 73,5 Prozent, gefolgt von Display (19,7 Prozent) und YouTube (7,4 Prozent). Der starke Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (+152,3 Prozent) ist vor allem durch Search getrieben (+335,6 Prozent) und nicht organisch, da technische Anpassungen von Google 2025 im ersten Quartal zu Einschränkungen in der Erfassung geführt hatten. Dadurch ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr punktuell eingeschränkt. Aber auch die Display-Lieferstatistik trägt im Februar 2026 zum Anstieg bei (+26,5 Prozent). YouTube ist leicht rückläufig (-6,2 Prozent).
Positive Entwicklungen in zwölf Branchen
Die stärkste prozentuale Zunahme verzeichnet die Tabakbranche (+130,7 Prozent), massgeblich getrieben durch Kampagnen für Velo Nicotine Pouches und Davidoff Zigaretten, liegt jedoch weiterhin am Ende des Rankings. Ebenfalls stark präsentieren sich Finanzen (68,5 Prozent), Verkehrsbetriebe (47,7 Prozent) und Mode & Sport (41,3 Prozent). Freizeit, Gastronomie, Tourismus (+25,4 Prozent) führt im Februar erneut das Ranking an, unter anderem gestützt durch die starke Out-of-Home-Präsenz von McDonald’s Restaurants und Swisslos Super Win For Life.
Rückläufige Entwicklung in neun Branchen
Insgesamt reduzieren neun Branchen ihren Werbedruck im Vergleich zum Vorjahr. Die deutlichsten prozentualen Rückgänge zeigen sich bei Digital & Haushalt (-32,8 Prozent), Fahrzeuge (-30,8 Prozent) und Detailhandel (-25,2 Prozent). Trotz der rückläufigen Entwicklung zählen Detailhandel (-25,2 Prozent) und auch Nahrungsmittel (-10,4 Prozent) weiterhin zu den werbedruckstärksten Branchen. Auch die Telekommunikationsbranche reduziert den Werbedruck zweistellig (-16,6 Prozent). Veranstaltungen (-3,3 Prozent), Kosmetik & Körperpflege (-2,7 Prozent), Bauen, Industrie, Einrichtung (-2,9 Prozent) sowie Pharma & Gesundheit (-0,8 Prozent) befinden sich nur leicht im negativen Bereich.
Klassischer versus digitaler Markt
Im Februar steht die Branche Freizeit, Gastronomie, Tourismus in beiden Märkten an der Spitze. Dahinter unterscheidet sich die Rangfolge jedoch deutlich: Im klassischen Werbemarkt folgen Detailhandel und Nahrungsmittel, während im digitalen Markt Finanzen und Dienstleistungen stärker ins Gewicht fallen. In beiden Märkten belegt die Fahrzeugbranche Rang 7, während sich die Branchen Mode & Sport sowie Pharma & Gesundheit im Mittelfeld positionieren.
Die Telekommunikationsbranche befindet sich im digitalen Markt auf Rang 5, während sie im klassischen Markt den Rang 13 belegt. Der umgekehrte Fall zeigt sich bei Initiativen & Kampagnen: Im klassischen Markt belegt die Branche Rang 5, während sie sich im digitalen Markt auf Rang 14 positioniert. Dies deutet darauf hin, dass digitale Kanäle innerhalb der Kommunikationsstrategie eine geringere Bedeutung einnehmen.
Top-Produkte im digitalen Werbemarkt
Im digitalen Werbemarkt zeigt sich im Februar ein klar kanalgetriebenes Bild: Während Search weiterhin stark performance- und reiseorientiert ist, werden Display und YouTube von einer vielfältigeren Mischung unterschiedlicher Angebotswelten bestimmt. Im Display-Bereich führt Spusu.ch das Ranking an, gefolgt von Tui Reisen und Brack.ch. Bei Search befindet sich seit Jahresbeginn der Reiseanbieter Booking.com an der Spitze, vor Axa.ch und Skyscanner.ch. Bei YouTube belegt die japanische Unterhaltungselektronik mit Nintendo Switch 2 Konsole den ersten Platz, nachdem sie im Vormonat noch Rang 2 innehatte. Dahinter folgen Digitec.ch und Knorr Bouillon.
Weder ein Produkt noch eine Dienstleistung ist in mehreren Kanälen gleichzeitig unter den Spitzenpositionen vertreten. Auffällig ist jedoch, dass verschiedene Reiseanbieter sowohl in Display als auch in Search präsent sind, während Online-Händler vor allem in Display und YouTube erscheinen.
