My Newspaper: Post lanciert persönliche Tageszeitung

Die Schweizerische Post lanciert mit My Newspaper die erste personalisierbare Tageszeitung der Schweiz. Sie arbeitet dazu mit verschiedenen Verlagen zusammen, die die Inhalte ihrer Zeitungstitel zur Verfügung stellen.

Die Post übernimmt dabei den Druck und die Zustellung der individuellen Zeitungen an die Abonnenten, wie das Unternehmen in einer Mitteilung von Montag schreibt. Die Abonnenten stellen auf Post.ch/mynewspaper ihre persönliche Zeitung zusammen. Sie wählen aus diversen nationalen und internationalen Zeitungen jene Inhalte aus, die auf ihre Interessen zugeschnitten sind – zum Beispiel den Sportteil aus Zeitung A, den Politikteil aus Zeitung B und den Lokalteil aus Zeitung C. Die Abonnenten geniessen dabei gleichzeitig die Vorzüge einer gedruckten Zeitung: Die Post liefert ihnen die persönliche Zeitung am Folgetag der Bestellung gedruckt mit der Tageszustellung nach Hause oder frühmorgens ins Postfach. Alternativ kann My Newspaper weltweit auch in elektronischer Form als E-Paper abonniert werden.

Gedruckt und elektronisch

Die Post testet My Newspaper nun während eines Jahres auf dem Markt. Im Rahmen dieses Tests ist die gedruckte Version in den Regionen Zürich, Basel, Bern, Luzern und Aarau erhältlich. Das E-Paper kann weltweit bestellt werden und ist für Tablet-PCs wie das iPad und den E-Reader geeignet. Im Angebot sind verschiedene Abonnemente, die sich im Umfang und in der Laufzeit unterscheiden. Gedruckt ist My Newspaper ab 60 Franken pro Monat, elektronisch ab 21 Franken pro Monat erhältlich. Der Markttest soll zeigen, wie gross die Nachfrage für eine gedruckte personalisierbare Tageszeitung zu den angebotenen Abonnementspreisen ist.

Enge Zusammenarbeit mit Verlagen

My Newspaper basiert auf der engen Zusammenarbeit mit Verlagen, die die Inhalte ihrer Zeitungstitel originalgetreu zur Verfügung stellen. Aktuell beteiligen sich knapp ein Dutzend verschiedener Verlage aus dem In- und Ausland am Projekt. Die Post strebe eine möglichst breite Auswahl an Titeln an und werd das Angebot weiter ausbauen. Zurzeit stehe man in Verhandlungen mit dem Verlagshaus Tamedia, sagte ein Post-Sprecher auf Anfrage. Auch Westschweizer und Tessiner Zeitungen würden noch ins Angebot aufgenommen. Die erste personalisierbare Zeitung auf dem Schweizer Markt sei nicht als Konkurrenz zu bestehenden Zeitungstiteln zu verstehen. Sie eröffne den Verlagen vielmehr die Möglichkeit, die Reichweite ihrer Titel zu erhöhen und neue Leser zu gewinnen. Die Post ihrerseits bringe mit My Newspaper ihre Kompetenz als Logistikerin ein und manage die Schnittstelle zwischen den Verlagen und den Lesern.

Druck und Versand durch die Post

Mit einer Software der Luzerner Firma Previon werden die Zeitungsinhalte gemäss den Bestellungen der Abonnenten in einer Datei zusammengeführt und der Post übermittelt. Über Nacht werden die individuellen Zeitungen auf einer Druckmaschine im Briefzentrum Härkingen digital gedruckt und von dort aus versandt.

> Pilotversuch: Die Post liefert Zeitung à la carte

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