Jedem Kanton sein Banner
Internet P-Webservices ermöglicht es Firmen, gezielte regionale Werbung auf nationalen Plattformen zu schalten.
Internet P-Webservices ermöglicht es Firmen, gezielte regionale Werbung auf nationalen Plattformen zu schalten.Wer im Blick für weisse Socken wirbt, macht sich zum Gespött der Zürcher Leser. Wer auf Blick.ch wirbt, nicht mehr: Dank dem neuen Geo-Targeting des Vermarkters Publicitas-Webservices wird der Banner nur noch im Aargau gesehen. Geo-Targeting ermöglicht es Werbekunden, auch auf nationalen Onlineplattformen gezielt bestimmte Regionen anzusprechen. Der Standort der Nutzer wird anhand der IP-Adresse ihres Computers identifiziert und sie erhalten ein passendes Werbesujet ausgeliefert. Einerseits werden so die reichweitenstarken Regieplattformen von P-Webservices auch für regional tätige Unternehmen interessant. Anderseits lassen sich auch innerhalb einer Kampagne verschiedene regional angepasste Sujets schalten. So können etwa nationale Konzerne gezielt die jeweiligen Angebote ihrer örtlichen Filialen bekannt machen.
Bei der Festlegung der Zielgebiete sind den Wünschen theoretisch keine Grenzen gesetzt. Allerdings sinken bei zu kleinen Räumen sowohl die Zahl erreichbarer Surfer als auch die Treffsicherheit. Im Umkreis von 30 Kilometern um einen Zielpunkt beträgt sie laut P-Webservices etwa 90 Prozent; bei 20 Kilometern sinkt sie auf 80 Prozent. «Am besten eignen sich Kantone, Postleitzahlgruppen, Wirtschaftsgebiete und die grossen Städte für das Geo-Targeting», erläutert Managing Director Ueli Weber.
Konkrete Zahlen für die verbleibenden Streuverluste kann Weber nicht nennen. «Wir haben das bisher nicht im Detail heruntergebrochen», sagt er, doch in jedem Fall liessen sich Mediaspendings so gezielter einsetzen. Doch noch sind auch die Preise nicht endgültig festgelegt. «Es wird natürlich teurer als ein Run of site», so Weber, schliesslich zahle man ja auch bei Keyword-Targeting auf Suchmaschinen mehr. Die ursprüngliche Idee eines fixen CPM-Zuschlags von 10 Franken ist offenbar vom Tisch, nun wird mit jeder Regiesite einzeln verhandelt.
Schon mal dagewesen
Für die Lokalisierung der Website-Besucher arbeitet P-Webservices mit der US-Firma Quova zusammen. Quovas GeoProfile-Datenbank umfasst nach eigenen Angaben zu jeder Zeit rund 99 Prozent aller IP-Adressen weltweit samt Informationen zum Standort des entsprechenden Computers. Da die Schweiz und ihr Server-Netzwerk sehr strukturiert aufgebaut seien, gehörten die Schweizer Daten zu den zuverlässigsten in Europa, betont P-Webservices.
Grundsätzlich ist IP-basiertes Geo-Targeting nichts Neues. Der mittlerweile mit Adlink fusionierte Vermarkter Active Agent lancierte bereits Anfang 2003 ein solches Angebot, ebenfalls mit Quova sowie mit dem deutschen Admanagement-Dienstleister Falk AG als Partner. Erst seit Mitte dieses Jahres arbeitet Quova in Europa auch mit Real Media zusammen, deren Adserver-Software Open AdStream auch bei P-Webservices zum Einsatz kommt.
«Stimmt, Geo-Targeting gibt es schon länger», gibt Ueli Weber zu. «Es ist aber erstmals in diesem Qualitätsstandard verfügbar, wie ihn Quova jetzt bietet.» Vorher sei die Trefferquote weniger genau gewesen. Diese Präzision liess sich Quova diesen Sommer auch durch eine
Prüfung des Unternehmensberaters PricewaterhouseCoopers bestätigen.
Bei zu kleinen Zielgebieten sinkt die Trefferquote.
Bei der Festlegung der Zielgebiete sind den Wünschen theoretisch keine Grenzen gesetzt. Allerdings sinken bei zu kleinen Räumen sowohl die Zahl erreichbarer Surfer als auch die Treffsicherheit. Im Umkreis von 30 Kilometern um einen Zielpunkt beträgt sie laut P-Webservices etwa 90 Prozent; bei 20 Kilometern sinkt sie auf 80 Prozent. «Am besten eignen sich Kantone, Postleitzahlgruppen, Wirtschaftsgebiete und die grossen Städte für das Geo-Targeting», erläutert Managing Director Ueli Weber.
Konkrete Zahlen für die verbleibenden Streuverluste kann Weber nicht nennen. «Wir haben das bisher nicht im Detail heruntergebrochen», sagt er, doch in jedem Fall liessen sich Mediaspendings so gezielter einsetzen. Doch noch sind auch die Preise nicht endgültig festgelegt. «Es wird natürlich teurer als ein Run of site», so Weber, schliesslich zahle man ja auch bei Keyword-Targeting auf Suchmaschinen mehr. Die ursprüngliche Idee eines fixen CPM-Zuschlags von 10 Franken ist offenbar vom Tisch, nun wird mit jeder Regiesite einzeln verhandelt.
Schon mal dagewesen
Für die Lokalisierung der Website-Besucher arbeitet P-Webservices mit der US-Firma Quova zusammen. Quovas GeoProfile-Datenbank umfasst nach eigenen Angaben zu jeder Zeit rund 99 Prozent aller IP-Adressen weltweit samt Informationen zum Standort des entsprechenden Computers. Da die Schweiz und ihr Server-Netzwerk sehr strukturiert aufgebaut seien, gehörten die Schweizer Daten zu den zuverlässigsten in Europa, betont P-Webservices.
Grundsätzlich ist IP-basiertes Geo-Targeting nichts Neues. Der mittlerweile mit Adlink fusionierte Vermarkter Active Agent lancierte bereits Anfang 2003 ein solches Angebot, ebenfalls mit Quova sowie mit dem deutschen Admanagement-Dienstleister Falk AG als Partner. Erst seit Mitte dieses Jahres arbeitet Quova in Europa auch mit Real Media zusammen, deren Adserver-Software Open AdStream auch bei P-Webservices zum Einsatz kommt.
«Stimmt, Geo-Targeting gibt es schon länger», gibt Ueli Weber zu. «Es ist aber erstmals in diesem Qualitätsstandard verfügbar, wie ihn Quova jetzt bietet.» Vorher sei die Trefferquote weniger genau gewesen. Diese Präzision liess sich Quova diesen Sommer auch durch eine
Prüfung des Unternehmensberaters PricewaterhouseCoopers bestätigen.
Bei zu kleinen Zielgebieten sinkt die Trefferquote.
Stefano Monachesi
