Wenn Pistenrowdys auf die schiefe Bahn geraten

SuvaLiv will mit Ruf Lanz die Skipisten sicherer machen

SuvaLiv will mit Ruf Lanz die Skipisten sicherer machenUnter den Freizeitunfällen belegen die Wintersportarten Skilaufen und Snowboardfahren (im Jahr 2000 über 32000 Unfälle) den wenig rühmlichen zweiten Platz. Immerhin: Auch wenn die Zahl der Verunfallten wetterbedingte Schwankungen unterliegt und kein eigentlicher Trend feststellbar ist, steht dennoch fest, dass die Kosten für die Suva zurückgegangen sind. Lagen diese vor fünf Jahren noch bei 210 Millionen Franken, waren sie laut Susan Huber-Brun, Marketingverantwortliche bei der Suva, in der Wintersaison 2000/01 rund 15 Prozent tiefer.Trotz dieser ermutigenden Entwicklung ist es eine Tatsache, dass Schneehasen sich oft überschätzen und zu schnell fahren. Wegen der gestiegenen Fahrerdichte auf den Pisten kommt es bei Unfällen immer häufiger zu schweren Verletzungen.
Rücksichtslosigkeit als meistgenannte Unfallursache bei der angepeilten Kernzielgruppe der 20- bis 30-jährigen Schneesportler anzuprangern, stellte die neue Betreuerin des Präventionsetats Ruf Lanz vor eine nicht sonderlich leichte Aufgabe: Kommunikation mit dem Drohfinger oder Anbiederungen kommt beim Zielpublikum nicht an.
Die cool-ästhetische Welt des Quentin Tarantino
«Wir haben die Botschaft auf eine prägnante und überraschende Art dramatisiert», sagt Konzepter Markus Ruf. Wintersportmützen, die mit Einschnitten an Vermummungsmasken von Ganoven erinnern, versinnbildlichen die kriminelle Fahrweise von Rowdys und verdeutlichen die Aufforderung «Fahren Sie auf der Piste nicht wie ein Verbrecher».
Vom Krimigenre der Kampagne hat sich auch Regisseur Michael Fueter für das Hauptwerbemittel TV-Spot inspirieren lassen. Mit einer Filmsprache, die der cool-ästhetischen Welt eines Quentin Tarantino gleicht, baut er Spannung auf: vom Ami-Schlitten, der quietschend in eine Tiefgarage rollt, zum Fahrer, der bedrohlich langsam Handschuhe und Mütze anzieht und dann eine doppelläufige Knarre aus dem Kofferraum zu nehmen scheint.
Werbung soll auch am Point of danger wirken
Diese entpuppt sich als ein Paar Skistöcke, die dem Skifahrer gehören. «Flankierend dazu werden wir am ‹Point of danger› mit einer Reihe von unkonventionellen Massnahmen aufwarten», sagt Ruf. Dazu gehören Plakate mit der eindringlichen Headline «Das ist keine Stoppuhr. Rasen lohnt sich nicht» direkt neben den Uhren an der Bergstation der Skilifte und Sesselbahnen. Luca Aloisi

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